- 7 months ago
Agathe Heiland ist eine leidenschaftliche Hobbydetektivin. Mit ihren Ermittlungen bringt sie Kommissar Krefeld zur Verzweiflung, denn sie ist der Polizei immer eine Nasenlänge voraus. Und auch ihr Freund Cornelius Stingermann ist ganz und gar nicht begeistert von Agathes Alleingängen.
Folge 1:
In der Bibliothek von Kloster Marienfeld kommt ein Mönch unter mysteriösen Umständen zu Tode. Die Polizei geht von einem Unfall aus und stellt die Ermittlungen ein. Ein Fehler, findet die passionierte Hobbykriminologin Agathe Heiland, die hier ein Verbrechen wittert. Denn der Tote hielt die originalen Notenblätter einer bislang unbekannten Mozartsonate in der Hand. Der Abt des Klosters will die Echtheit des sensationellen Fundes prüfen lassen und lädt namhafte Experten zu einem Colloquium nach Marienfeld, darunter auch Antiquar Cornelius Stingermann, Agathes guter Freund, der ihr oft bei ihren unkonventionellen Ermittlungen hilfreich zur Seite stand.
Darsteller: Ruth Drexel, Hans Peter Korff
Folge 1:
In der Bibliothek von Kloster Marienfeld kommt ein Mönch unter mysteriösen Umständen zu Tode. Die Polizei geht von einem Unfall aus und stellt die Ermittlungen ein. Ein Fehler, findet die passionierte Hobbykriminologin Agathe Heiland, die hier ein Verbrechen wittert. Denn der Tote hielt die originalen Notenblätter einer bislang unbekannten Mozartsonate in der Hand. Der Abt des Klosters will die Echtheit des sensationellen Fundes prüfen lassen und lädt namhafte Experten zu einem Colloquium nach Marienfeld, darunter auch Antiquar Cornelius Stingermann, Agathes guter Freund, der ihr oft bei ihren unkonventionellen Ermittlungen hilfreich zur Seite stand.
Darsteller: Ruth Drexel, Hans Peter Korff
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00:00:00Musik
00:00:02Musik
00:00:24Ach Gott, guck dir mal, guck dir mal, was ich doch gefunden habe.
00:00:30Musik
00:00:34Für Gottes Willen!
00:00:38Musik
00:00:48Musik
00:00:52Musik
00:00:54Musik
00:00:56Ich komm doch gleich!
00:00:58Theodor, mach doch nicht so ein Geschrei!
00:01:00Ich hab euch doch noch nie vergessen!
00:01:20Ja, ja, ja!
00:01:22Ich bin ja schon da!
00:01:26Luzi, sei doch nicht so gierig!
00:01:32Theodor, wenn du noch einmal die Rose zwickst, dann kommst du in die Röhre!
00:01:39Spass! Du bist ja so mager!
00:01:42Außerdem schmeckst du doch Schnecken!
00:01:45Herr Gruber, so kriegen Sie mich nicht!
00:01:49Ich weiß, dass Sie da sind!
00:01:51Das gibts doch nicht!
00:01:53Ich hab kein Geräusch gemacht! Sie können mich gar nicht gehört haben!
00:01:57Ich hab aber trotzdem gewusst, dass Sie da sind!
00:02:05Bitte schön, Frau Heiland!
00:02:06Verraten Sie mir, wie Sie das machen!
00:02:08Dann hat er keinen Reiz mehr! Das ist ja langweilig!
00:02:10Ich muss das aber wissen, weil sonst kann ich heute in der Nacht nicht schlafen!
00:02:14Das glaub ich nicht!
00:02:16Unfall im Kloster!
00:02:18Ermittlungen eingestellt!
00:02:20Na ja, hab mir schon gedacht, dass Sie das interessiert!
00:02:23Das interessiert mich nicht!
00:02:24Das ärgert mich!
00:02:26Was hat denn der Herr Kommissar Krefeld in seinem Hirn drin?
00:02:29Ah, den knöpfle ich mir vor Sie!
00:02:46Frau Heiland, was machen Sie denn da schon wieder?
00:02:48Sie waren doch erst gestern da!
00:02:49Wie oft soll ich Sie noch sagen, dass im Kloster war ein Unfall?
00:02:52Sie haben wieder angefangen, sich das Rauchen abzugewöhnen!
00:02:57Was?
00:02:59Warum?
00:03:01In Ihrem ganzen Büro gibt's keinen Aschenbecher mehr!
00:03:04Auf Ihrem Schreibtisch ist eine leere Schachtel für Nikotinpflaster
00:03:08und Ihre Laune ist noch schlechter als sonst immer!
00:03:12Stimmt!
00:03:19Also gut, liebe Frau Heiland, was kann ich für Sie tun?
00:03:22Haben Sie wieder irgendwo eine Leiche gefunden?
00:03:25Warum haben Sie die Ermittlungen im Kloster eingestellt?
00:03:29Frau Heiland, Ihre kriminalistischen Ambitionen in allen Ehren!
00:03:33Aber heute ist schon eine Katze angefahren worden,
00:03:36zwei Wellensittiche sind aus dem Käfig ausgebüxt
00:03:41und außerdem für Unfälle bin ich nicht zuständig,
00:03:43da müssen Sie zum Kollegen Meier drei Türen weiter neben dem Damenklo!
00:03:47Der Nikotinentzug ist eine Heimsuchung!
00:03:50Aber ich kann Sie trösten, das dauert zwei, drei Monate,
00:03:53manchmal kann es auch länger dauern!
00:03:55Ich würde Ihnen raten, Kalmuswurzeln zu kauen, das hilft!
00:03:59Frau Heiland, wenn ich Sie noch mal irgendwo an irgendeinem Tarot erwische,
00:04:07wie letzte Woche am Weiher, dann!
00:04:09Ich bin spazieren gegangen!
00:04:11Im weißen Schutzanzug der Spurensicherung!
00:04:14Soll ich Ihnen vielleicht eine Kalmuswurzel besorgen, Chef?
00:04:21Um Gottes Willen, Frau Heiland! Machen Sie doch die Tür zu!
00:04:36Ich friere mich noch zu Tode!
00:04:38Halt doch Zeit, wie das Fingermann da herinnen!
00:04:41Es ist so heiß wie in einer Sauna!
00:04:43Ja, ja, weil Sie von draußen kommen!
00:04:45Aber legen Sie erst mal ab, dann werden Sie gleich merken,
00:04:47dass in diese Bude keine Wärme zu kriegen ist!
00:04:49Darf ich?
00:04:50Bitte!
00:04:51Der Team ist gerade fertig!
00:04:53Einer zur Entspannung!
00:04:55Möchten Sie auch ein Tässchen? Das wärmt!
00:04:57Aber mir ist warm!
00:04:59Schauen Sie mal, was da auf dem Tisch liegt!
00:05:02Abt Ignatius Gruber lädt ein zum musikalischen Kolloquium!
00:05:11Ein Wochenendseminar mit anschließender Pressekonferenz!
00:05:15Na, das klingt ja sehr wichtig!
00:05:17Es sind nur sechs Personen eingeladen!
00:05:19Jede eine Koryphäe auf Ihrem Gebiet!
00:05:21Und ich bin eine davon!
00:05:23Setzen Sie sich doch!
00:05:27Gratuliere! Worum geht's denn eigentlich?
00:05:30Um die Mozart-Sonate! Das ist eine Sensation!
00:05:33Ich bin für Papierfragen zuständig!
00:05:37Eine Musikverlegerin, ein Komponist, eine Musikwissenschaftlerin
00:05:40und jetzt halten Sie sich fest!
00:05:43Der Pianist Friedrich Falkenberg wird da sein!
00:05:47Interessant!
00:05:48Und im Kloster ist das dasselbe Kloster,
00:05:51in dem kürzlich dieser Todesfall passiert ist!
00:05:55Agathe, kommen Sie nicht auf dumme Gedanken!
00:05:58Ich?
00:05:59Ich kenne Sie doch!
00:06:00Sie erinnern sich bestimmt noch an den Wutausbruch, den Krefeld hatte,
00:06:03als er Sie im kriminaltechnischen Labor erwischt hat!
00:06:05Als Putzfrau verkleidet!
00:06:09Im Übrigen, der Fall ist abgeschlossen!
00:06:14Es war ein Unfall!
00:06:16Diesmal werden Sie jedenfalls keine Gelegenheit haben, sich einzumischen!
00:06:19Wieso?
00:06:20Weil die Veranstaltung nur für geladene Gäste ist!
00:06:23Das werden wir nachher schon sehen!
00:06:25Ah!
00:06:26Cornelius!
00:06:27Schön, Sie sich zu sehen!
00:06:28Dito!
00:06:29Dito!
00:06:30Dito idawnatius!
00:06:31Herzlichen Dank für Ihre Einladungen!
00:06:34nur, schade, dass die Umstände so traurig sind!
00:06:38Es tut mir wirklich leid um Bruder Anton.
00:06:39Ja!
00:06:40Es ist ein schrecklicher Vernunft!
00:06:41Ja.
00:06:42Ja!
00:06:43Bruder Fabritius wird Dir dann's ihm prima zeigen.
00:06:44Danke.
00:06:45Einladung nur. Schade, dass die Umstände
00:06:47so traurig sind. Es tut mir wirklich leid
00:06:49um Bruder Anton. Ja, es ist ein
00:06:51schrecklicher Verlust. Ja, ja, ja.
00:06:53Bruder Fabritius wird dir dein Zimmer zeigen.
00:06:56Na komm.
00:06:57Kannst du nicht mal die Heizung anmachen?
00:06:59Es ist dir ja kälter als in Sibirien.
00:07:01Die Heizung ist an.
00:07:03Ja.
00:07:10Haben Sie das Stück schon bespielen?
00:07:11Nein.
00:07:13Ich werde noch ein Becker.
00:07:16So, da wären wir.
00:07:19Darf ich gleich vorstellen?
00:07:21Schwester Agathe von den Immanuel-Schwestern.
00:07:23Sie ist auf der Durchreise.
00:07:25Gelobt, Herr Jesus Christus.
00:07:27Ja, ja, ja. Stingermann.
00:07:29Äh, ja, ja. Cornelius Stingermann.
00:07:30Herr Stingermann ist unser Spezialist für Papierfragen,
00:07:33aber das soll er Ihnen am besten selber erzählen.
00:07:36Sie entschuldigen mich.
00:07:39Agathe, was machen Sie denn hier?
00:07:41Was kann doch nur schief gehen?
00:07:42Ich will halt auch dabei sein,
00:07:43wenn Musikgeschichte geschrieben wird.
00:07:46Das ist eine wunderschöne Bibliothek.
00:07:49Immanuel-Schwester.
00:07:53Meine Damen und Herren, darf ich Sie ganz herzlich willkommen heißen.
00:07:57Gerne hätten wir den Anlass unseres Zusammentreffens hier und heute ungetrübt gefeiert.
00:08:02Leider ist unser gemeinsamer Abend überschattet vom Tod unseres geliebten Bruders Anton.
00:08:08Ich denke, heute Abend viele Worte zu machen, wäre eitel und heuchlerisch.
00:08:13Also vermeide ich jede Form von falscher Feierlichkeit und komme ohne Umschweife zur Sache.
00:08:20Lassen Sie uns hören, was seit 200 Jahren inmitten von historischen Büchern als musikalisches Geheimnis geschlummert hat.
00:08:32Das ist unglaublich.
00:08:49Das Papier stammt eindeutig aus dem österreichischen Raum zum ausgehenden 18. Jahrhundert.
00:08:54Das Wasserzeichen ist nicht so eindeutig zuzuordnen.
00:08:58Und für die Tinte werde ich einen Test vornehmen, gleich morgen.
00:09:02Da muss ich Ihnen vollkommen recht geben.
00:09:07Herr Falkenberg hatte Gelegenheit, vorab sich schon in die Sonate zu vertiefen
00:09:12und wird sie uns gleich zu Gehör bringen.
00:09:14Bitte, nehmen Sie doch Platz.
00:09:16Wo ist eigentlich dieser arme Mönch ums Leben gekommen?
00:09:20Das war ein Unfall. Herr Gott, noch mal.
00:09:25Bitte, meine Herrschaften, seien Sie sich der historischen Bedeutung dieses Augenblicks bewusst.
00:09:34Und genießen Sie die Entdeckung einer Mozart-Sonate.
00:09:37Musik
00:09:50Amen.
00:10:20Amen.
00:10:50Amen.
00:11:20Amen.
00:11:50Ich kann Sie so gut verstehen.
00:11:55Was für eine kultivierte Frau.
00:11:57Na, was glauben Sie?
00:11:58Wie viel bringen denn die kleinen Pünktchen auf den Linien so ein, hm?
00:12:03Wenn wir Glück haben und Frau Schilling anbeißt,
00:12:05können wir mit einer, vielleicht sogar mit anderthalb Millionen, rechnen.
00:12:09Anderthalb Millionen?
00:12:12Ja, aber ich meine, dann brauchen Sie die Säurewiese am Nordhang doch gar nicht mehr.
00:12:15Herr Bieringer, lassen Sie uns heute bitte nicht darüber reden.
00:12:20Herr Stingermann?
00:12:21Ja, ja.
00:12:22Was würden Sie denn als Fachmann bei der Mikrobenbekämpfung von Papier empfehlen?
00:12:26Komma, Strahl.
00:12:28Der Schimmelrasen stirbt und es gibt keine allergischen Reaktionen.
00:12:31Wissen Sie, ich reagiere auf so ziemlich alles allergisch.
00:12:35Ich habe da meine Erfahrungen.
00:12:38Herr Falkenberg, Sie haben wieder göttlich gespielt.
00:12:41Also für meinen Geschmack waren Sie im zweiten Satz zu langsam.
00:12:44Ihr Geschmack war ja immer schon sehr gewöhnungsbedürftig im Fall.
00:12:48Sehen Sie, Schwester, bei uns stehen Sie in der ersten Reihe.
00:12:51Hier können Sie auch einen leibhaftigen Züniger kennenlernen, also unseren Komponisten.
00:12:56Wie war der Name?
00:12:57Rudolf Heinze.
00:12:59Vielen Dank, Herr Falkenberg.
00:13:00Sehr treffend formuliert.
00:13:02Aber ich glaube, dass Sie mir nicht in viel nachstehen.
00:13:05Aber meine Herren, ich bitte Sie, hören Sie doch mit dem Gemetzel auf.
00:13:09Es geht hier um Musik.
00:13:11Das Schönste, was Gott dem Menschen geschenkt hat.
00:13:14Na ja, mir fehle das schon noch was anderes ein.
00:13:17Was meinen Sie, Schwester?
00:13:19Ich fürchte, Ihnen fällt nur das ein, diese armen Männer.
00:13:23Finden Sie nicht?
00:13:24Ignatius, ich glaube, jetzt bist du all deine Geld sorgenlos.
00:13:29Verschreie es nicht.
00:13:30Wie heißt es so schön?
00:13:31Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, jedem zu geben, wie seine Werke sind.
00:13:42Offenbarung 22, Vers 12.
00:13:44Mein lieber Abt, würden Sie mir bitte den Ort zeigen, an dem Sie diesen sensationellen Fund gemacht haben?
00:13:52Sehr gern.
00:13:53Wenn man sich vorstellt, dass vielleicht 200 Jahre diese wertvollen Noten dort verborgen waren.
00:14:05Hier ist es. Da oben lagen die drei kostbaren Blätter.
00:14:10Und dann ist da auch der Mönch Ihr Bruder?
00:14:15Ja.
00:14:17Das Regal ist mit ihm umgekippt und hat ihn erschlagen.
00:14:21Das ist ja furchtbar.
00:14:23Ja, das ist es.
00:14:35Die Leiter ist ihm irgendwie weggerutscht.
00:14:37Und dann hat er wohl mit seinem Gewicht das Regal aus seiner Halterung gerissen.
00:14:42Und dann hat er seine Halterung gerissen.
00:15:12Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.
00:15:25Und an den einen Herrn, Jesus Christus, Gottes einbohrenden Sohn, aus dem Vater geboren, vor aller Zeit, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott von Gott.
00:15:37Abte Ignatius, habe ich Sie stören.
00:15:41Jetzt, mitten im Gebet.
00:15:44Ich möchte beichten.
00:15:45In seinem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria, wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus.
00:15:55Von dem Geist von der Jungfrau Maria, wurde für uns im Geist von der Jungfrau Maria zu knallen.
00:16:10Das ist wirklich ein stiller, ruhiger, heiliger Ort.
00:16:29Herr Stingermann, Herr Stingermann, bitte, wachen Sie doch auf.
00:16:43Kommtessa, darf ich Ihnen das Stück noch einmal persönlich auf dem Spinett vorspielen?
00:16:49Nein, nix, Kommtessa, ich bin's, Schwester Agathe.
00:16:53Ach, Heiland, was ist denn los?
00:17:02Sagen Sie, kommt Ihnen das alles nicht auch seltsam vor?
00:17:06Was? Wissen Sie, ich bin gerade erst eingeschlafen.
00:17:13Und Sie wissen doch, wie schwer ich einschlafe.
00:17:15Außerdem habe ich eine Schlaftablette genommen.
00:17:18Sie sollen doch nicht immer so viele Tabletten schlucken.
00:17:20Wegen Ihnen nehme ich die irgendwann alle auf einmal.
00:17:23Aber irgendwas stimmt doch hier nicht.
00:17:27Wie die heute Abend alle geredet haben.
00:17:31Ja, Sie haben göttlich gespielt, oder Ihr Geschmack ist wirklich etwas gewöhnungsbedürftig.
00:17:39Denen glaubt man doch nichts.
00:17:41Ich reagiere allergisch auf falsche Töne.
00:17:43Das ist die einzige Allergie, die ich nicht habe.
00:17:45Der Abt hat mich inzwischen überzeugt, dass dieser Bruder durch einen Unfall gestorben ist.
00:17:54Das gebe ich ja zu.
00:17:55Aber hier ist doch irgendwas faul.
00:17:58Hier geht's ja zu wie auf dem Jahrmarkt.
00:18:00So, jetzt haben Sie's geschafft.
00:18:03Jetzt bin ich wach.
00:18:04Was ist denn, was ist denn das?
00:18:17Herr Stingermann, Herr Stingermann!
00:18:20Was ist denn passiert?
00:18:21Was ist denn passiert?
00:18:21Was ist denn passiert?
00:18:22Markus, Herr Stingermann!
00:18:31Markus!
00:18:34Markus, hört Sie mich?
00:18:46Was ist denn mit ihm?
00:18:47Ich glaube, er ist tot.
00:18:52Mein Gott!
00:18:59Haben Sie die Sonate in diesem Raum verwahrt?
00:19:02Die Sonate ist weg.
00:19:20Sag einmal, weißt du, wann der Kommissar Krefeld kommt?
00:19:34So gegen zehn?
00:19:36Los, wir müssen uns beeilen!
00:19:38Was ist denn passiert?
00:19:39Wir müssen uns beeilen, weil der Krefeld kommt.
00:19:41Und Sie wissen, was dann los ist.
00:19:44Freiland, ich bin gerade eben erst wieder eingeschlafen.
00:19:46Aber wenn der uns erwischt, ist der Teufel los.
00:19:50Freiland, bitte.
00:19:59Lassen Sie das doch die Polizei machen.
00:20:00Die wurde dafür ausgebildet und die wird dafür bezahlt.
00:20:03Aber dieser Fall ist zu verzwickt.
00:20:05Den löst der Krefeld nie.
00:20:07Das geht ins Auge, das verspreche ich Ihnen.
00:20:09Und ich bin nicht gewillt, Ihnen dabei zu helfen.
00:20:14Dann eben nicht!
00:20:15Nein!
00:20:20Frische Luft, das tut gut.
00:20:25Kommissar Krefeld!
00:20:29Wir sind hier!
00:20:32Ja, ja, ich komme schon.
00:20:33Und wenn Ihr fertig seid, wird die Bibliothek versiegelt.
00:20:48Ja, klar.
00:20:49Wie immer.
00:20:51Das gibt's doch nicht.
00:20:54Das ist doch die Sonate.
00:20:55Wie viele Personen waren zur Tatzeit im Kloster?
00:21:03Fünf Mönche.
00:21:04Und lassen Sie mich nachzählen.
00:21:08Sechs Gäste.
00:21:09Der Bieringer Max ist noch nach Hause gefahren.
00:21:11Ich bräuchte in einen Raum, wo ich diese Personen befragen kann.
00:21:15Selbstverständlich.
00:21:16Leider kann ich zur Zeit nur das Barocktheater beheizen,
00:21:18aber ich habe es schon veranlasst.
00:21:20Grüß Gott, Schwester.
00:21:21Grüß Gott.
00:21:21Grüß Gott.
00:21:21Tja, schauen wir uns erst einmal den Tagert an.
00:21:25Ich wusste gar nicht, dass es in diesem Kloster Nonnen gibt.
00:21:37Oh, bitte, meine Herren, seien Sie vorsichtig.
00:21:40Diese Bücher sind von unschätzbarem Wert.
00:21:41Bitte stellen Sie Ihre Lampe nicht so nah heran.
00:21:43Michael, pass doch bitte auf.
00:21:45Danke.
00:21:45Guten Morgen, Herr Kommissar.
00:21:46Morgen.
00:21:49Und?
00:21:49Ja, also die Spurensicherung ist so gut wie durch.
00:21:51Der Bericht vom Arzt soll heute Mittag fertig sein.
00:21:54Und der Rest ist hier von mir dokumentiert.
00:21:56Ja.
00:21:56Und dann lassen Sie bitte die Bibliothek versiegeln.
00:21:58Klaro, Chef.
00:21:59Und in der Kommode war die Sonate?
00:22:01Ja.
00:22:02Ja.
00:22:05Nur nach dem schrecklichen Ereignis war sie plötzlich verschwunden.
00:22:12Hallo, Cornelius.
00:22:15Guten Morgen.
00:22:15Ignatius.
00:22:17Herr Stingermann, das ist ja eine Überraschung.
00:22:20Auch die Herren kennen sich.
00:22:22Ja.
00:22:22Und wo der Herr Stingermann ist, ist meistens auch die Agathe Heiland nicht weit.
00:22:27Vor allem, wenn es sich um ein Verbrechen handelt.
00:22:30Das ist allerdings kurios.
00:22:32Gestern kam mir eine Nonne an, die sich Agathe nennt.
00:22:34Also Herr Stingermann, was zu weit geht, geht zu weit.
00:22:43Eine Kloster-Schwester.
00:22:45E-Manuel-Schwester.
00:22:46Das ist ja wurscht.
00:22:51Herr Abt, äh, diese Frau ist keine Kloster-Schwester.
00:22:56Diese Frau ist eine Hochstaplerin.
00:22:58Was?
00:22:59Ja.
00:22:59So, Kollegen, lasst die Arbeit jetzt liegen.
00:23:05Wir müssen sofort systematisch das Kloster durchsuchen.
00:23:08Wir suchen eine falsche Nonne.
00:23:15Sie, bleiben Sie stehen.
00:23:18Hallo, hey, sie ist da.
00:23:21Sie ist da.
00:23:22Sie ist da hinten, Herr Griefe.
00:23:25Wie lustig, Frau Heiland.
00:23:39Fangst du mich, fang ich dich.
00:23:41Guck, guck.
00:23:42So, Frau Heiland.
00:24:01Sie kommen jetzt auf der Stelle hier raus.
00:24:07Ich bin es nämlich leid, dass Sie sich ständig über eine Felle einmischen.
00:24:10Zugegeben, Sie haben hin und wieder mal den einen oder anderen guten Einfall.
00:24:19Ich weiß, Sie sind auf Ihre Art sicherlich kreativer als ich.
00:24:23Aber ich habe auch mehrere Fälle gleichzeitig zu behandeln, nicht?
00:24:27Und Sie, Sie picken sich immer nur den einen heraus.
00:24:30Und irgendwie kann ich Sie auch leiden.
00:24:48Sie erinnern mich ein wenig an meine Mama.
00:24:53Ja.
00:24:54Also, wie auch immer.
00:24:56Aber irgendwann ist meine Geduld am Ende.
00:24:58So, Frau Heiland, jetzt kommen Sie da raus.
00:25:05Nicht?
00:25:06Ich zähle jetzt bis drei.
00:25:08Eins.
00:25:10Zwei.
00:25:11Drei.
00:25:12Drei.
00:25:12Drei.
00:25:12Guten Morgen, Schwester.
00:25:31Grüß Gott.
00:25:32Ist das nicht alles ganz furchtbar?
00:25:34Keine Zeit.
00:25:34Herr Heinze, das ist ja hochinteressant.
00:25:43Was sprünzt denn da?
00:25:44Wonach hört es sich denn an?
00:25:46Nach der Mozart-Sonate.
00:25:47Stimmt.
00:25:49Und Sie glauben jetzt, ich habe Sie gestohlen?
00:25:51Wäre doch ganz schön blöd, die Noten zu klauen und sie dann laut zu spielen.
00:25:57Ich versuche das, was ich gestern gehört habe, zu Papier zu bringen.
00:25:59Damit wir nicht ganz auf das Meisterwerk verzichten müssen.
00:26:02Wer auch immer Sie sind, ich möchte Sie bitten, mein Kloster auf der Stelle zu verlassen.
00:26:07Das ist jetzt der denkbar ungeeignetste Zeitpunkt.
00:26:10Das haben Sie ja wieder sauber hingekriegt.
00:26:18Ab Ignatius ist ein alter Freund von mir, der beziehungsweise erbar ist, dank Ihrer freundlichen Unterstützung.
00:26:24Mein Gott, Sie haben sich doch nicht verkleidet.
00:26:27Aber ich habe ja Kasper Theater mitgemacht.
00:26:28Ja, es tut mir leid.
00:26:30Aber fahren Sie nicht so weit links, wir sind hier nicht in England.
00:26:33Wissen Sie, Agathe, ich habe meinen gut bezahlten Job bei der Band in London aufgegeben,
00:26:36weil mein Arzt mir gesagt hat, dass ich kurz vor einem Herzinfarkt stehe.
00:26:39Mit dem Antiquariat habe ich mir nicht nur einen Lebenstraum erfüllt,
00:26:42also mein Hobby quasi zum Beruf gemacht,
00:26:44sondern das war auch eine ganz bewusste Entscheidung für meine Gesundheit.
00:26:47Was bedeuten Fußspuren vor einem vergitterten Fenster?
00:26:51Wie bitte?
00:26:52Naja, und das Zimmer, in dem gelacht wurde, war das Zimmer von der Manuela Pfister.
00:26:58Das habe ich rausgekriegt.
00:27:00Sie ist nämlich vorher genau aus diesem Zimmer wieder herausgekommen.
00:27:03Aber die Frage ist doch, worüber haben die gelacht?
00:27:06Und wer war dabei?
00:27:07Sie fangen ja schon wieder an.
00:27:10Agathe, Sie bringen mich ins Grab.
00:27:12Was macht man mit einer gestohlenen Komposition?
00:27:15Ich flehe Sie an.
00:27:16Bitte hören Sie auf.
00:27:17Sie sind schon wieder zu weit links.
00:27:21Und wo waren Sie, als der Mönch getötet wurde?
00:27:24In meinem Zimmer.
00:27:25In meinem Bett.
00:27:26Wo sonst?
00:27:27Kannten Sie den Verstorbenen?
00:27:29Nein, ich habe den Mann gestern zum ersten Mal gesehen.
00:27:30Darf ich rauchen?
00:27:31Ich stelle hier die Fragen und Sie dürfen nicht.
00:27:34Wieso hat Sie der Abt zum Kolloquium eingeladen?
00:27:36Entschuldigen Sie bitte.
00:27:38Ich bin ein namhafter Komponist.
00:27:40Wissen Sie überhaupt, mit wem Sie reden?
00:27:41Mit einem Raucher, der sich nicht merken kann, dass ich hier die Fragen stelle.
00:27:47Kannten Sie den Abt Ignatius?
00:27:49Ja, sicher.
00:27:50Was glauben Sie, warum er mich eingeladen hat?
00:27:52Ich stelle hier die Fragen.
00:27:54Wie bitte?
00:27:54Und die anderen Gäste, kennen Sie die auch?
00:27:59Nein, nur dem Namen nach.
00:28:02Ich meine, jeder kennt Friedrich Falkenberg.
00:28:04Aber persönlich begegnet sind wir uns gestern zum ersten Mal.
00:28:07Sie kennen doch Friedrich Falkenberg.
00:28:09Ehrlich gesagt, nein.
00:28:14Herr Falkenberg, Sie sind ein weltberühmter Pianist.
00:28:18Jeder kennt Sie.
00:28:19Hey, wieso kommen Sie zu so einer relativ unbedeutenden Veranstaltung?
00:28:23Unbedeutend?
00:28:24Es ist alles andere als unbedeutend, wenn man einen Mozart findet.
00:28:28So etwas ist eine Sensation, das ist ein Wunder.
00:28:31Und wer hätte ein Interesse, so eine Sonate zu stehlen?
00:28:33Niemand.
00:28:34Absolut niemand.
00:28:38Grüß Gott.
00:28:40Ich würde gerne den Herrn Biringer kurz sprechen.
00:28:42Was kann ich für Sie tun?
00:28:45Ah, ich, ja, ich wollte mich erkundigen, ob ich vielleicht meinen nächsten runden Geburtstag hier bei Ihnen feiern kann.
00:28:55Ja, sehr gern.
00:28:56Aber da müssen Sie sich an meine Restaurantleiterin wenden, die ist dort hinten.
00:28:59Sagen Sie mal, kennen wir uns nicht irgendwo her?
00:29:01Ja doch, aus dem Kloster.
00:29:03Richtig, die Nonne.
00:29:06Und, heute Freigang?
00:29:07Wissen Sie überhaupt, dass da gestern Nacht ein Mord passiert ist?
00:29:10Das hat sich im Dorf schneller rumgesprochen, als Sie gelobter Jesus Christus sagen können.
00:29:14Aber was sind Sie eigentlich, Polizistin oder Nonne?
00:29:17Warum haben Sie nicht im Kloster übernachtet?
00:29:19Weil ich kein Klosterbruder bin.
00:29:21Außerdem, das geht Sie überhaupt nichts an.
00:29:23Ich muss jetzt zur Pressekonferenz.
00:29:24Sagen Sie mal, sind das Ihre Lieblingsschuhe?
00:29:35Die habe ich gestern schon bewundert.
00:29:37Ich frage Sie ja auch nicht, ob Sie Stützstrumpfe tragen.
00:29:40Guten Tag.
00:29:40So ein ungehobelter Klachen.
00:29:44Unverschämtheit.
00:29:45Herr Abt.
00:29:52Herr Kommissar.
00:29:53Kommen Sie heran.
00:29:58Ich muss Ihnen leider auch ein paar Fragen stellen.
00:30:00Ich wollte Ihnen jedoch den offiziellen Charakter ersparen.
00:30:03Das ist sehr rücksichtsvoll von Ihnen.
00:30:05In der Morgennacht ist Ihnen da irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen.
00:30:10Ich meine, haben Sie, haben Sie irgendwas gehört?
00:30:14Geht es Ihnen nicht gut, Herr Gredi?
00:30:16Nein, es ist nur, ich habe mit dem Rauchen aufgehört.
00:30:21Und das ist im Moment etwas schwierig, nicht?
00:30:23Wir haben Kalmuswurzeln im Klosterladen.
00:30:26Das hilft.
00:30:27Ja, das hat mir schon die Frau Heil.
00:30:29Also die, die Heilwurzel Kalmus, die ist mir bekannt.
00:30:33Ich habe sie.
00:30:34Danke.
00:30:35Wie viel hätte im Kloster die Veräußerung der Sonate eingebracht?
00:30:38Ich könnte mir schon vorstellen, eine Million.
00:30:43Oh, ja, das ist viel.
00:30:45Ich meine, das Geld hätten Sie gut gebrauchen können.
00:30:48Ja, deswegen hatten wir doch dieses Kolloquium veranstaltet.
00:30:51Ich hatte sogar gehofft, dass Frau Schelling als Sammlerin anbeißt und sofort einen Scheck ausstellt.
00:30:56Jetzt müssen wir wahrscheinlich unsere Wiese oben bei der Kapelle doch dem Herrn Bieringer verkaufen.
00:30:59Herr Bieringer.
00:31:00Er ist unser Mäzen, oder wie er sich ausdrückt, unser Hauptsponsor.
00:31:04Ich habe das gar nicht gern, wenn er sich immer so als Gönner aufspielt.
00:31:07Aber was bleibt sonst übrig?
00:31:11Der Feind, der es sät, ist der Teufel.
00:31:14Die Ernte ist das Ende der Welt.
00:31:16Die Schnitter sind die Engel.
00:31:19Matthäus 13, Vers 39.
00:31:21Ach, Sie sind ja Bibelfest.
00:31:25Naja, nicht ganz.
00:31:26Das war mein Konfirmationsspruch.
00:31:29Der Einzige, den ich nur auswendig weiß.
00:31:31Ach, so.
00:31:34Sie sind evangelisch.
00:31:35Entschuldigen Sie bitte, meine Herrschaft, ich wurde aufgehalten.
00:31:52Danke.
00:31:53Ich glaube, das reicht jetzt.
00:31:54Das war mein Konfirmationsspruch.
00:32:24Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte Sie hier ganz herzlich willkommen heißen.
00:32:38Wie sich ja schon bereits herumgesprochen hat, gab es heute Nacht wieder einen fürchterlichen...
00:32:45Eigentlich wollten wir Ihnen heute hier...
00:32:48Meine Damen und Herren, es hat in der letzten Nacht bedauerlicherweise einen weiteren Todesfall im Kloster gegeben.
00:33:06Können Sie uns Einzelheiten erzählen?
00:33:07Eigentlich sollte Ihnen heute eine Sensation präsentiert werden, nämlich der Fund einer bisher unbekannten Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart.
00:33:19Diese Noten wurden leider heute Nacht gestohlen.
00:33:25Was wieder? Wie gestohlen?
00:33:27Bitte Sie, meine Damen und Herren.
00:33:28Wir kamen gestern Abend in den Genuss dieses Werkes und der Komponist Rudolf Heinze hat zumindest den ersten Satz aus dem Gehör niedergeschrieben.
00:33:39Friedrich Falkenberg wird Ihnen dieses Werk nun präsentieren.
00:33:43Vielen Dank.
00:33:44Vielen Dank.
00:34:13Frau Agathe, hi.
00:34:14Frau Heiland, ich muss dringend mit Ihnen sprechen.
00:34:17Bitte sprechen Sie nach dem Pfeiftun.
00:34:43Hiermit beenden wir die Live-Übertragung aus dem Kloster Marienstedt.
00:35:01Jetzt weiß ich, wo Sie stecken, meine Liebe.
00:35:06Sie reiten sich da nur wieder in etwas rein, aber ich hole Sie da nicht wieder raus.
00:35:10Das verspreche ich Ihnen.
00:35:12Nein!
00:35:12Was macht denn eigentlich der Möchtegern-Komponist Heinze da vorne?
00:35:16Na, wichtig macht es nicht, mit fremden Federn schmücken.
00:35:19Mit den eigenen Werken kein Erfolg haben, aber hier abstauben, was?
00:35:22Vielen Dank, Friedrich Falkenberg. Und nun bitte ich die Presse, Ihre Fragen zu stellen.
00:35:26Im Namen der Presse möchte ich mich bedanken.
00:35:29Frau Schilling, Sie sind ja eine Koryphäe für Originalhandschriften.
00:35:33Können Sie uns zweifelsfrei bestätigen, dass es sich hier um einen echten Mozart handelt?
00:35:37Ja, ich bin mir ganz sicher. Und ich glaube, alle anderen Experten in der Runde sind derselben Meinung.
00:35:42Herr Heinze, was mich brennend interessiert, teilen Sie Ihr Schicksal mit Mozart.
00:35:50Na ja, wie meinen Sie das?
00:35:57Der war doch auch zu Lebzeiten recht erfolglos.
00:36:00Wollen Sie Ihren Durchbruch mit Mozart schaffen?
00:36:09Das ist eine Unperschämtheit.
00:36:12Wenn Sie glauben, Sie könnten mich hier in aller Öffentlichkeit denunzieren, dann haben Sie sich getäuscht.
00:36:16Ich habe es nicht nötig, mich von so einem elitären Haufen vorführen zu lassen.
00:36:21Bingo! Treffer!
00:36:22Wir sind zivilisierte Menschen!
00:36:38Wer war zur Tatzeit im Kloster?
00:37:07Wer hat ein Motiv?
00:37:24Agathe!
00:37:25Hier spricht das Antiquariat Cornelius Stingermann. Sprechen Sie nach dem Piepton.
00:37:29Herr Stingermann, jetzt gehen Sie doch bitte schon ans Telefon.
00:37:33Ich weiß doch, dass Sie da sind.
00:37:35Jetzt schon mal gar nicht.
00:37:36Das ist alles ganz schön verworren.
00:37:39Aber so ein paar Sachen fallen mir schon auf.
00:37:42Also diese Fußspuren vor dem vergitterten Fenster sind die vom Bieringer.
00:37:46Das ist der Hotelier.
00:37:47Aber was der da vor dem Fenster gemacht hat, das weiß ich nicht.
00:37:50Ich auch nicht.
00:37:51Ja, interessiert Sie, was ich zum Heinze und zum Manuela Pfister zum sagen habe?
00:37:55Interessiert mich nicht.
00:37:56Doch, das interessiert Sie.
00:37:58Ich glaube, dass uns die was vormachen.
00:38:00Wir sollen glauben, dass sie sich nicht kennen.
00:38:02Aber gestern Abend hat sie ihm den Kaffee gegeben und mit Süßstoff gesüßt.
00:38:07Das heißt doch, sie kennt ihn.
00:38:08Und zwar ziemlich gut.
00:38:09Wenn Sie mir jetzt nur sagen könnten, was das alles soll.
00:38:14Kann ich nicht.
00:38:15Herr Stingermann, das war sehr angenehm und aufschlussreich.
00:38:18Es war wie immer ein reizendes Gespräch.
00:38:21Sehr schön.
00:38:35Hier ist die Liste mit den Verdächtigen.
00:38:36Ja, das ist gut, Frau Boyker.
00:38:40Legen Sie es nur da hin.
00:38:41Ich weiß gar nicht, dass Sie klassische Musik mögen.
00:38:43Was?
00:38:43Ich?
00:38:44Nein, das ist nur wegen dem Fall im Kloster.
00:38:46Man sagt nämlich, dass Männer, die gern klassische Musik hören, besonders intelligent sein sollen.
00:38:52Ach ja?
00:38:53Also ja, ich mag ja besonders Mozart und Beethoven.
00:38:58Also die konnten noch komponieren.
00:39:00Da können Sie ja die heutigen, die können Sie ja, glaubt, alle vergessen.
00:39:04Ah, guten Morgen, Frau Heiland.
00:39:06Das ist ja eine Überraschung.
00:39:08Morgen, Herr Greffeld.
00:39:09Sie wissen doch immer alles.
00:39:10Dann können Sie vielleicht mir auch sagen, woher der Gipsabdruck stammt.
00:39:15Von Herrn Biringer.
00:39:18So, das wissen Sie.
00:39:19Ja.
00:39:20Haben Sie das Kostüm schon zum Fundus zurückgebracht?
00:39:22Ich wollte mir bei Ihnen vielmals entschuldigen.
00:39:25Das war ja hoch anständig, dass Sie nichts gegen mich unternommen haben.
00:39:30Also wenn Sie glauben, dass Sie von mir irgendwelche Informationen kriegen, dann haben Sie sich geschnitten.
00:39:35Im Gegenteil, Herr Hauptkommissar.
00:39:37Ich wollte Ihnen etwas mitteilen.
00:39:39Die KTU hat dran angerufen.
00:39:41Auf der Statue sind keine Fingerabdrücke drauf.
00:39:43Ja, Frau Buriker, danke schön.
00:39:45Also was wollten Sie mir sagen?
00:39:47Ja, äh, wegen dem Gipsabdruck.
00:39:50Also der Herr Biringer.
00:39:51Ja, das weiß ich, aber woher wissen Sie das?
00:39:53Entschuldigung, Chef.
00:39:54Das habe ich vorhin vergessen.
00:39:55Die vom Raubdetternat haben gesagt, dass bisher keine Musiknoten auf dem Schwarzmarkt angeboten worden sind.
00:40:00Äh, Frau Buriker, ich habe doch Besuch.
00:40:03Und jetzt haben Sie zum zweiten Mal Informationen ausgeplaudert.
00:40:07Entschuldigung, Chef.
00:40:08Das macht nichts, Frau Buriker, danke.
00:40:10Das tut mir jetzt unglaublich leid.
00:40:12Ja, es ist gut, Frau Buriker, danke.
00:40:15Also der Herr Biringer, äh, an dem Abend vor dem Mord, da hat er diese Schuhe angehabt.
00:40:22Und da ist mir dieses Profil aufgefallen.
00:40:26Ich glaube, in der Sache müssen Sie am Ball bleiben.
00:40:29Ja, da bleibe ich am Ball.
00:40:31Aber das ist doch komisch.
00:40:34Wer hat einen Grund, eine Sonate zu stehlen?
00:40:37Das ist die Frage, mit der mich die ganze Zeit beschäftigt.
00:40:42Was kann man mit sowas anfangen?
00:40:44Und begeben man deshalb einen Mord?
00:40:47Ja.
00:40:47Und keiner der Beteiligten hat eine Beziehung zum Toten.
00:40:53Also müssen wir davon aus...
00:40:55Also ich muss davon ausgehen, dass der Mord und der Diebstahl im Zusammenhang stehen.
00:41:03Na, na, na.
00:41:05Ich gehe nicht auf den Leib.
00:41:07Ja, Freiland, haben Sie sonst noch irgendwas für mich?
00:41:13Na, eigentlich bin ich schon fertig.
00:41:15Was macht das Nikotin?
00:41:16Also der Tipp mit der Kalmuswurzel, der war perfekt.
00:41:25Schauen Sie, meine letzte Zigarette.
00:41:30Feierlich bestattet.
00:41:31Oh, romantisch.
00:41:36Jetzt muss ich aber los.
00:41:38Also führte ich noch gut, Herr Greffeld.
00:41:40Auf Wiederschauen, Frau Heiland.
00:41:43Auf Wiederschauen, Frau Buchäcker.
00:41:45Auf Wiederschauen.
00:41:48Frau Buchäcker, hätten Sie vielleicht die unendliche Güte, nochmal zu mir zu kommen?
00:41:56So, Nummer 1 auf der Liste, Manuela Pfister.
00:41:59Wo finde ich die Frau Dr. Pfister?
00:42:01Da hinten.
00:42:02Danke.
00:42:11Entschuldigen Sie vielmals, wo finde ich die Frau Dr. Pfister?
00:42:16Die haben Sie gerade verpasst.
00:42:17Oh, schade.
00:42:18Wer sind Sie denn?
00:42:19Ich bin Ihre Musiklehrerin.
00:42:21Das heißt, ich weiß, wie sie noch am Händel-Gymnasium die Schulbank gedrückt hat.
00:42:29Und weil ich gerade in der Gegend war, habe ich mir gedacht, ich schaue einmal vorbei.
00:42:32Das finde ich aber zauberhaft.
00:42:34Ja, die Frau Dr. hat hier wirklich Karriere gemacht.
00:42:36Jetzt steht sie sogar ganz oben auf der Liste, diese Fakultät zu übernehmen.
00:42:39Das ist doch toll, wenn sich eine Frau so durchsetzt in dieser Männerdomäne.
00:42:44Ja, der Liebstahl der Sonate hat Sie natürlich schwer mitgenommen.
00:42:46Durch die Publikation wäre Ihre Nennung nur noch eine Formsache gewesen.
00:42:49Aber Sie wird es hoffentlich trotzdem schaffen.
00:42:51Na, ich drücke jedenfalls beide Daumen.
00:42:53Also, dann grüßen Sie Sie ganz herzlich von mir.
00:42:56Von wem denn?
00:42:58Wie war der gleiche Name?
00:43:00Sagen Sie einfach von Ihrer alten Musiklehrerin, dann weiß sie schon Bescheid.
00:43:04Servus.
00:43:04Wiederschauen.
00:43:05So, Nummer zwei auf der Liste, Bruno Heinze.
00:43:35Rundstraße 5.
00:43:38Nein, nein, nein.
00:43:40Danke für die Kooperationsbereitschaft und wegen des Protokolls, da lasse ich Sie anrufen.
00:43:45Keine Ursache, Hauptgrünsache.
00:43:47Ich bin in der Sekunde da.
00:43:48Dankeschön.
00:43:49Wiedersehen.
00:43:49Danke.
00:43:55Ja, Frau Brueger?
00:43:58Was?
00:43:59Ja, das ist ja interessant.
00:44:01Schatz, du kannst runterkommen, er ist weg.
00:44:03Schatz, Herr Heinze, unser redlicher Komponist.
00:44:09Der hatte vor zwei Jahren ein Verfahren wegen Betrugs.
00:44:12Aha.
00:44:13Ja, das werde ich ihm gleich noch mal reinreiben.
00:44:16Nein, wissen Sie was?
00:44:17Das machen wir ganz anders.
00:44:19Laden Sie ihn für heute Nachmittag noch mal ins Büro vor.
00:44:22Ja.
00:44:23Weil dann kann er noch ein bisschen schmoren.
00:44:25Gut, Frau Brueger, danke.
00:44:27Wer war's?
00:44:33Was glaubst du?
00:44:35Wer, der Mörder?
00:44:37Hm.
00:44:39Keine Ahnung.
00:44:43Aber der Abt kommt mir nicht ganz geheuer vor.
00:44:46Aber warum sollte der Abt die Sonate verschwinden lassen?
00:44:51Er verspielt sich damit die Chance auf Hüggette?
00:44:53Ich bin mir nicht sicher, ob der Mörder und der Dieb eigentlich dieselbe Person sind.
00:44:56Ach, diese schreckliche Nonne war doch auch nicht ganz normal.
00:44:59Grüß Gott.
00:45:12Schwester Agathe, unsere kleine Betrügerin.
00:45:14Wenn es um Betrug geht, würde ich an Ihrer Stelle ganz still sein.
00:45:17Wie?
00:45:18Sie wissen doch ganz genau, was ich meine.
00:45:20Könnten Sie sich vielleicht weniger kryptisch ausdrücken?
00:45:23Das Einzige, was ich ausdrücken möchte, ist, dass ich Bescheid weiß.
00:45:27Recht schönen Tag noch.
00:45:29Das war die Nonne.
00:45:51Ich sag doch, dass sie nicht ganz normal ist.
00:45:53Was weiß sie?
00:45:54Keine Ahnung, verdammt nochmal.
00:45:55Sie taucht ja auf und redet um das Zeug.
00:45:57Jetzt war es zu warten.
00:45:58Und aufpassen.
00:46:03Wir müssen zu Friedrich.
00:46:04Die Sache läuft uns aus dem Ruder.
00:46:09Hm, jetzt bewegt sich was.
00:46:12Der Herr Heinze.
00:46:14Und die Frau Pfister.
00:46:16Das haben wir doch gleich gedacht.
00:46:19Alles weg.
00:46:20Das hast du sauber versehen mit Freiland.
00:46:41Plan B.
00:46:43Plan B.
00:46:46Beatrice Schilling.
00:46:48Sieh mal, Ignatius.
00:46:50Für dich ist das hier ein kleines, unbedeutendes Stück Land.
00:46:54Und ich bitte dir einen guten Preis dafür.
00:46:56Du weißt doch, dass Adalbero in der Kirche begraben liegt.
00:46:59Ich kann doch nicht das Grundstück verkaufen, in dem unser Klostergründer seine letzte Ruhestätte gefunden hat.
00:47:04Ignatius, du hast überhaupt keine Wahl.
00:47:07Ohne mich bist du pleite.
00:47:08Ein Golfplatz.
00:47:13Auf den Knochen vom Adalbero.
00:47:15Also das bringt ihn jetzt auch nicht mehr um.
00:47:17Ich muss zuerst mit dem Lindner von der Sparkasse reden.
00:47:23Er hat uns einen Kredit in Aussicht gestellt.
00:47:25Der Lindner?
00:47:26Einen Kredit?
00:47:27Also meine Geduld ist bald zu Ende.
00:47:30Jetzt sieh dir doch nur dein herrliches Kloster an.
00:47:32Die Bibliothek, die Schule, die Tradition.
00:47:34Das willst du alles aufs Spiel setzen?
00:47:36Nein.
00:47:47Schwester Agathe?
00:47:53Ich heiße Heiland.
00:47:55Agathe Heiland.
00:47:57Und ich bin keine Schwester.
00:48:00Ich bin gekommen, um mich zu entschuldigen.
00:48:03Mein Auftritt, der war so, wie soll ich sagen, der war eher...
00:48:06Oh, ich fand das erfrischend unkonventionell.
00:48:08Das ist sehr freundlich von Ihnen, unkonventionell.
00:48:12Aber Sie müssen mich verstehen.
00:48:14Mein Bekannter, Herr Stingermann, hat mir gesagt,
00:48:18dass es sich um eine unbekannte Mozart-Sonate handelt.
00:48:22In einer Originalpartitur.
00:48:25Da habe ich alles liegen und stehen gelassen.
00:48:27Da muss ich einfach dabei sein.
00:48:28Ja, ich kann das sehr gut verstehen,
00:48:29aber Sie machen sich dadurch natürlich sehr verdächtig.
00:48:32Kennt denn die Polizei Ihre Besessenheit?
00:48:34Oh ja.
00:48:36Aber ich bin nicht verdächtig.
00:48:37Ich bin keine Kriminelle.
00:48:39Und ich habe ein astreines Alibi.
00:48:41Ich war mit Herrn Stingermann zusammen und wir können das beweisen.
00:48:44Sie sind also eine Musikliebhaberin.
00:48:46Musik bedeutet mir alles.
00:48:51Du sagst, es war diese Nonne.
00:48:55Ja.
00:48:57Ja, das kann doch sein.
00:48:59Die ist nicht ganz klar im Kopf.
00:49:01Ist ja jetzt völlig egal.
00:49:03Wir haben es mit Mord zu tun, verdammt nochmal.
00:49:04Ja.
00:49:09Wer war das?
00:49:11Der Abt hat eine Ruppen.
00:49:14Er hat gesagt, er weiß Bescheid.
00:49:21Was?
00:49:22Ich habe ihn kurz vor dem Mord zusammen mit Bruder Markus gesehen.
00:49:26Vielleicht mal er es.
00:49:28Ich kenne den Abt seit Jahren.
00:49:33Es ist völlig ausgeschlossen.
00:49:35Friedrich, trifft dich mit ihm.
00:49:40Finde heraus, was er von uns will.
00:49:43Was ich Ihnen jetzt zeigen werde, dürfen nur ganz wenige sehen.
00:49:47Ich möchte den Anblick dieser Kostbarkeiten nur mit Menschen teilen, die mir auch in gewisser
00:49:51Weise seelenverwandt sind.
00:49:54Mein Vater hat mir einige wunderbare Stücke vererbt.
00:49:56Und ich bemühe mich, die Kollektion kontinuierlich zu vergrößern.
00:50:00Wenn man sich auf diese Noten konzentriert, ist es doch, als würde man den Komponisten direkt
00:50:07ins Herz sehen.
00:50:08Ist das der Schubert-Ländler, den die Manuela Pfister erwähnt hat?
00:50:14Die Handschrift von Schubert im Original habe ich noch nie gesehen.
00:50:19Schade, dass er nur 45 wurde.
00:50:21Ja, viel zu früh.
00:50:24Von einer Kutsche totgefahren?
00:50:25Ja, das glaubt man gar nicht, dass damals die Straßen schon so gefährlich waren.
00:50:30Und der Tresor, gibt es da noch kostbarere Schätze?
00:50:37Frau Heiland, was Sie hier vor sich sehen, ist kein Ländler von Schubert.
00:50:41Es handelt sich um die Partitur einer Solosonate für Violine.
00:50:45Ah, ach ja, ja, jetzt wo ich genauer hinschaue, sehe ich sofort.
00:50:51Schubert wurde auch nicht 45, er ist mit 31 gestorben an Syphilis.
00:50:56Syphilis?
00:50:57Frau Heiland, Sie sind eine Lügnerin.
00:51:00Verlassen Sie bitte mein Haus.
00:51:02Sofort.
00:51:04Nein.
00:51:06Agathe, das war nicht gut.
00:51:08Das war wirklich nicht gut.
00:51:10Was muss man wie solche Märchen erzählen?
00:51:13Probier's halt einmal mit der Wahrheit.
00:51:16Grüß Gott, Herr Falkenberg.
00:51:18Ich möchte mich sehr bei Ihnen entschuldigen.
00:51:21Mein Verhalten war mehr als seltsam.
00:51:25Aber Sie müssen doch verstehen.
00:51:27Ich meine, ich will einfach rausbringen, wer den armen Bruder Markus umgebracht hat und wer diese Sonate gestohlen hat.
00:51:35Na ja, so machen wir das, oder?
00:51:36Grüß Gott, Herr Falkenberg.
00:51:40Ich wollte mich sehr bei Ihnen entschuldigen.
00:51:43Ich weiß, mein Verhalten war mehr als seltsam.
00:51:47Aber wissen Sie, ich...
00:51:49Ich bin ein so großer Fan von Ihnen.
00:51:54Und ich wollte einfach einmal selber dabei sein, wenn Sie spielen.
00:51:57Ich habe nie das Glück gehabt, Sie live zu erleben.
00:52:00Reden Sie keinen Unsinn.
00:52:02Sie wollen herausfinden, wer der Mörder war und wer die Sonate gestohlen hat.
00:52:05Ich habe mich mit Herrn Grefeld unterhalten.
00:52:07Hauen Sie ab.
00:52:08Ah, wie ist Gott, Herr Dr. Meininger?
00:52:27Ja, Frau Heiland.
00:52:29Was machen Sie denn bei Herrn Falkenberg?
00:52:31Na ja, wir kennen uns ein bisschen.
00:52:33Aber was machen Sie hier?
00:52:35Machen Sie einen Hausbesuch?
00:52:36Na, für besondere Patienten schon.
00:52:38Als berühmter Pianist will man nicht im Wartezimmer eines Orthopäden gesehen werden.
00:52:42Ist das so?
00:52:43Und was fehlt dem denn?
00:52:44Das darf ich Ihnen nicht sagen.
00:52:47Kommen Sie doch nächste Woche mal an meine Praxis,
00:52:49dann verschreibe ich Ihnen was gegen Ihre Neugierde.
00:52:51Das tat Ihnen ja so passen.
00:52:55Tut mir leid, Herr Grefeld, ich habe wenig Zeit.
00:52:56Ich gebe gleich Unterricht.
00:52:58Ach, Sie unterrichten auch?
00:53:00Ich dachte, Sie sind Musikwissenschaftlerin.
00:53:03Das schließt ja nicht aus, dass man auch ein Instrument beherrscht, oder?
00:53:06Ja.
00:53:06Das wollte ich damit nicht sagen.
00:53:10Wissen Sie eigentlich, dass sich diese Agathe Heiland immer noch einmischt?
00:53:15Wie bitte?
00:53:16Ja, sie war heute bei Rudolf Heinze und sie hat ziemlich wehres Zeug geredet.
00:53:22Ja, waren Sie dabei?
00:53:25Ja, warum?
00:53:25Ja, weil Sie haben mir doch bei unserem ersten Treffen gesagt,
00:53:28dass Sie den Herrn Heinze nicht persönlich kennen.
00:53:31Ja, das hat ja auch gestimmt.
00:53:34Aber inzwischen kennen wir uns ja.
00:53:35Aha.
00:53:37Also, was werden Sie gegen diese Dame unternehmen?
00:53:40Entschuldigen Sie bitte, Frau Doktor.
00:53:42Ich brauche dringend eine Unterschrift.
00:53:45Und die soll Sie ganz herzlich von Ihrer alten Musiklehrerin grüßen.
00:53:48Die, die ich gesehen habe, war es nicht.
00:53:55So eine ältere Dame, etwas füllig mit grauen Haaren und sehr resolut.
00:54:00Also, das gibt es doch nicht.
00:54:01Also, das gibt es doch nicht.
00:54:32Das gibt es doch nicht.
00:54:32Ich bin mir sicher.
00:54:33Ich bin mir sicher.
00:54:34Ich bin mir sicher.
00:54:34Untertitelung des ZDF, 2020
00:55:04Herr Stingermann!
00:55:12Herr Stingermann!
00:55:17Herr Stingermann!
00:55:22Kommtessa!
00:55:25Nein, ich bin's doch, die Agathe.
00:55:29Agathe, Sie haben mich erschreckt.
00:55:37Na, das tut mir doch so leid.
00:55:39Aber das ist mein Haus.
00:55:42Was machen Sie denn überhaupt hier?
00:55:45Ich hab gedacht, Sie sind sauer auf mich.
00:55:47Ich hab's nicht mehr ausgehalten.
00:55:49Dass ich den Abt als Freund verloren habe, ist schon schlimm genug und wahrscheinlich geschäftsschädigend.
00:55:54Aber mit Ihnen mag ich nicht im Streit sein.
00:55:58Das haben Sie jetzt aber sehr schön gesagt.
00:56:02Sind wir wieder gut?
00:56:04Ja, freilich.
00:56:05Ich geh morgen zum Abt und ich schwöre ihm, dass Sie mit der ganzen Geschichte überhaupt nichts zu tun haben.
00:56:11Echt, vielen Dank.
00:56:12Ja.
00:56:15So.
00:56:16Und was haben Sie ja rausbekommen?
00:56:21Rudolf Heinze
00:56:22und Dr. Manuela Pfister
00:56:25sind ein Paar.
00:56:27Außerdem war Heinze in eine große Betrugsaffäre verwickelt.
00:56:34Aber die beiden und Friedrich Falkenberg
00:56:37haben nur Nachteile von dem Diebstahl.
00:56:42Sie sind doch Patient bei dem Orthopäden Meininger wegen Ihrem Ischias.
00:56:47Jetzt, wo Sie es sagen, da erinnern Sie mich daran, dass ich mir unbedingt einen Termin geben lassen muss.
00:56:53Und nachträglich könnten Sie doch mit der Sprechstundenhilfe auf einen Kaffee gehen.
00:56:59Die steht doch ungeheuer auf Sie.
00:57:02Na ja.
00:57:03Sie ist aber nicht mein Typ.
00:57:05Sie müssen sich ja nicht heiraten.
00:57:07Sie müssen ja nur ein bisschen nett sein.
00:57:09Das schaffen Sie schon.
00:57:11Ich muss nämlich wissen,
00:57:13was dem Friedrich Falkenberg, dem Pianisten, fehlt.
00:57:17Der ist also auch bei dem Dr. Meininger.
00:57:19Na klar.
00:57:20Ich würde doch sonst nicht versuchen, Sie zu verkuppeln.
00:57:24Gegen meine eigenen Interessen.
00:57:26Na klar.
00:57:32Alles gut.
00:57:34Ich möchte gern den Abt Ignatius sprechen.
00:57:37Das geht leider nicht.
00:57:38Die Mönche halten gerade ein Messer für den verstorbenen Bruder Markus.
00:57:41Ja.
00:57:42Dann warte halt so lang.
00:57:43Ja.
00:57:43Ja.
00:57:50Das ist ja ganz schön was los hier.
00:58:06Ich habe immer gemeint,
00:58:08der Klosterladen geht so schlecht.
00:58:10Ja, seit den Todesfällen und der verflugte Sonate brummt der Laden.
00:58:13So sind die Menschen nun mal.
00:58:16Ja, das stimmt.
00:58:18Sagen Sie, dieses Buch,
00:58:20ist das von dem kürzlich verstorbenen Mönch?
00:58:24Ja.
00:58:24Was für ein Verlust.
00:58:26So ein begabter junger Mensch.
00:58:28Der kannte sich mit Handschriften aus wie kein Zweiter.
00:58:31Der hätte meine eigene Unterschrift besser hinbekommen als ich selber.
00:58:36Ach so.
00:58:37Schmeckt es Ihnen denn?
00:58:38Ja.
00:58:39Für Apfelstrudel könnte ich sterben.
00:58:41Ach, es ist ja auch schon der Zweite.
00:58:42Ich vertrage so etwas ja leider nicht.
00:58:45Sodbrennen.
00:58:46Ich dürfte ja eigentlich auch nicht.
00:58:48Aber ich habe mich so gefreut, dass Sie heute gekommen sind.
00:58:51Ich freue mich eigentlich immer, wenn Sie bei uns in der Praxis sind.
00:58:54Und dann auch noch diese Einladung.
00:58:56Eigentlich hatte ich mir ja überlegt, Sie in ein klassisches Konzert einzuladen.
00:59:00Ich bin doch so ein Fan von Friedrich Falkenberg.
00:59:03Aber der konzentriert ja leider nicht mehr.
00:59:05Den kenne ich.
00:59:06Der ist Patient beim Dr. Meininger.
00:59:07Was Sie nicht sagen.
00:59:08Da muss ich Ihnen ein Geheimnis verraten.
00:59:10Ich darf Ihnen eigentlich nicht sagen.
00:59:13Ich kann Ihnen versichern, der Herr Stingermann hat überhaupt nichts mit dieser Sache zu tun.
00:59:19Bitte verzeihen Sie mir.
00:59:21Wie könnte ich jemanden, der seinen Namen trägt, nicht verzeihen, Frau Heiland?
00:59:26Danke.
00:59:28Das ist, das ist sehr nett von Ihnen.
00:59:31Danke für den Kaffee.
00:59:32Darf ich nicht?
00:59:38Dankeschön.
00:59:40Jetzt fällt mir noch was ein.
00:59:44Ich habe Sie doch an dem Tag von dem Mord in der Kirche gesehen.
00:59:49Mit dem Bruder Markus.
00:59:51Ja?
00:59:52Sie waren sehr zornig.
00:59:54Was war denn da los?
00:59:55Ich bin Ihnen keine Erklärung schuldig.
00:59:58Nein.
00:59:59Aber Sie haben sich doch gestritten.
01:00:00Das ist ja unglaublich.
01:00:03Was immer Sie denken mögen, ich lasse mir von Ihnen keinen Mord unterstellen.
01:00:06Aber jetzt haben Sie mich völlig missverstanden.
01:00:08Meine Geduld ist am Ende.
01:00:10Bitte verlassen Sie jetzt mein Kloster.
01:00:11Wie lange kennen wir uns jetzt schon, Friedrich?
01:00:40Na ja, ich denke, 30 Jahre.
01:00:45Du warst damals schon ein großartiger, ja, ein großer Pianist.
01:00:49Ja, damals, ja.
01:00:52Ach Gott, das ist längst vorbei.
01:00:55Ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst.
01:00:57Sag doch so etwas nicht.
01:00:59Doch.
01:01:01Doch.
01:01:01Das ist die kümmerliche Erkenntnis eines langen Lebens.
01:01:05Wenn der Geist endlich reif ist, ist der Körper halb verfolgt.
01:01:09Friedrich, ich versündige dich nicht.
01:01:11Na, hast du ja recht.
01:01:13Ach, ich suhle mich in Selbstmitleid.
01:01:17Bruder Markus hat mir alles anvertraut.
01:01:20Ja, aber was wirst du jetzt machen?
01:01:21Zuerst wollte ich es verschweigen, aber ich kann es nicht mehr.
01:01:27Ich kann es nicht länger mit meinem Gewissen vereinbaren.
01:01:32Lass mich zuerst mit den anderen reden, bevor du irgendwas unternimmst.
01:01:38Gut, aber warte nicht zu lange.
01:01:40Karl, ich glaube, es ist wirklich an der Zeit, dass du, ja, dass du dir wirklich überlegst,
01:01:57mit wem du gute Geschäfte machst und mit wem nicht.
01:01:59Als Bankdirektor kann ich nicht nur nach persönlichen Vorlieben entscheiden.
01:02:03Unsere Freundschaft hat das gar nicht zu tun.
01:02:05Aber ich sage dir, in dem Kloster jetzt nur ein Krediteinzelräum ist der reine Wahnsinn.
01:02:09Die Pleite ist unvermeidbar, jetzt erst recht, nachdem man ihnen die Mozart-Sonate gestohlen hat.
01:02:14Dagegen die Finanzierung meines Goldplatzes ist eine todsichere Sache.
01:02:18Das weiß ich und ich werde es in meine Entscheidung einbeziehen.
01:02:21Und mehr kann ich dir dazu im Augenblick nicht sagen.
01:02:24Ich werde sehen, was ich machen lässt.
01:02:26Weiß doch, auf dich kann man sich verlassen.
01:02:29Was tun Sie da? Kann ich Ihnen helfen, meine Frau?
01:02:31Ich, ich, ich suche, ich suche meine Kontaktlinse. Ich sehe gar nichts.
01:02:36Moment. Oh, da ist sie ja. Na Gott sei Dank.
01:02:39Bis bald.
01:02:47Herr Behringer, ist das eine Freude.
01:02:51Jetzt schlägt es über 13. Sie haben uns belauscht.
01:02:55Ja, das war nicht zu vermeiden.
01:02:58Was haben Sie gehört?
01:02:59Alles.
01:03:01Ist auch egal.
01:03:03Verstehen Sie, ich bin Geschäftsmann.
01:03:04Ich habe 60 Angestellte und ich will, dass die Leute ihren Job behalten.
01:03:17Hier bin ich!
01:03:22Hallo?
01:03:25Hallo!
01:03:26Hallo!
01:03:26Hallo!
01:03:26Hallo!
01:03:26Hallo!
01:03:26Hallo!
01:03:26Hallo!
01:03:26Hallo!
01:03:27Hallo!
01:03:28Hallo!
01:03:28Hallo!
01:03:30Hallo!
01:03:30Hallo!
01:03:31Hallo!
01:03:32Hallo!
01:03:32Hallo!
01:03:33Hallo!
01:03:33Hallo!
01:03:34Ich wollte wissen, was Sie in der Mordnacht beim Kloster zu suchen hatten.
01:03:41Ja, die Sonate!
01:03:42Was glauben Sie denn?
01:03:44Das Hotel ist viel zu groß für die Gegend.
01:03:46Da muss man gewisse Anreize bieten.
01:03:48Verstehen Sie?
01:03:49Ja, und die saure Wiese oben bei der Kapelle, die, die wäre ideal für einen Golfplatz.
01:03:54Aber der Abt verkauft sie nicht, solange er nicht muss.
01:03:56Ach, Sie wollten die Sonate stehlen, damit das Kloster in seinen finanziellen Schwierigkeiten
01:04:01stecken bleibt.
01:04:02Ja!
01:04:03Aber es hat ja nicht geklappt.
01:04:04Die Fenster waren vergittert.
01:04:06Das ist vielleicht ganz gut so, sonst wäre ich am Ende wirklich zu einem Dieb geworden.
01:04:09Oder vielleicht tot.
01:04:10Ja, das bringt mich alles nicht weiter.
01:04:11Das habe ich sowieso gewusst.
01:04:13Ja, das war ganz schön gruselig, kann ich Ihnen sagen.
01:04:15Ich stand vor dem Fenster und im gleichen Moment wird drinnen jemand umgebracht.
01:04:20Ach, Sie waren genau zu diesem Zeitpunkt vor dem Fenster.
01:04:23Ja.
01:04:24Ich habe doch noch den armen Mönch schreien hören und dann dieser dumpfe Aufschlag.
01:04:28Schrecklich.
01:04:29Können Sie sich an irgendwelche Worte erinnern?
01:04:32Ähm, die Komposition muss weg.
01:04:35Wir fliegen doch alle auf.
01:04:38Aha.
01:04:39Die Komposition muss weg.
01:04:42Wir fliegen doch alle auf.
01:04:44Was heißt denn das?
01:04:45Keine Ahnung.
01:04:47Auf jeden Fall ist die Komposition weg und ich wasche meine Hände in Unschuld.
01:04:53In Unschuld.
01:04:56Respekt.
01:04:57Hallo!
01:04:59Wo ist das?
01:05:04Ah!
01:05:05Hören Sie auf zu schnüffeln?
01:05:32Sonst geht es Ihnen wie Bruder Markus.
01:05:35Ah, grüß Gott, Frau Buchecker.
01:05:45Ist der Herr Grefeld drin?
01:05:47Nein, der ist im Kloster.
01:05:49Es ist was ganz Furchtbares passiert.
01:05:51Jesus Maria, was denn?
01:05:54Der Abt hat sich zu Tode gestürzt, oben vom Turm runter.
01:05:59Mein Gott, nein.
01:06:01Sie haben etwas, was ich auch haben will.
01:06:06Was denn?
01:06:07Die Mozart-Sonate.
01:06:11Da muss ich Sie leider enttäuschen.
01:06:13Ich habe sie nicht.
01:06:15Das habe ich auch nicht gesagt.
01:06:16Aber Sie haben sie in Gehör.
01:06:17Ja, das stimmt.
01:06:20Das meiste jedenfalls.
01:06:22Ich möchte diese Sonate in meinem Verlag herausbringen.
01:06:25Und wenn nicht jeder Ton original ist,
01:06:27werden mir das die Mozart-Liebhaber sicherlich nachsehen.
01:06:30Das wäre aber alles andere als eine Originalpartitur.
01:06:33Das spielt doch keine Rolle.
01:06:35Diese Sonate hat eine Legende.
01:06:37Zwei Menschen sind durch sie ums Leben gekommen.
01:06:39Sie ist unter mysteriösen Umständen verschwunden.
01:06:41Ich verkaufe nicht Mozart.
01:06:43Ich verkaufe ein ganz großes Geheimnis.
01:06:50Ich biete Ihnen an,
01:06:52dass Ihr Name genauso groß auf dem Titelblatt steht
01:06:54wie der von Mozart.
01:07:00Ich weiß auch schon, wie ich Sie nennen werde.
01:07:03Die Todessonate.
01:07:05Das ist ganz schön hoch, oder?
01:07:14Schon, ja.
01:07:19Teil, nicht schon wieder.
01:07:21Halten Sie mir bitte die Frau vom Leib.
01:07:24Sonst werde ich zum Mörder
01:07:25und ich muss gegen mich selbst ermitteln.
01:07:28Ja, ganz schnell.
01:07:31Ich muss zu Herrn Gräfeld.
01:07:33Aber der Gräfeld will Sie nicht sehen.
01:07:35Wir müssen hier unsere Arbeit machen.
01:07:36Ja, aber ich kann doch was zur Aufklärung beitragen.
01:07:39Jetzt hören Sie doch auf.
01:07:40Ich habe Ihnen doch gesagt,
01:07:41dass wir keine Zeit haben.
01:07:42Herrschaftszeiten,
01:07:43jetzt verstehen Sie es doch.
01:07:44Jetzt lassen Sie mich Felix durch.
01:07:45Mir reicht es jetzt.
01:07:53Ich habe es nicht aufhalten können.
01:07:55Ja, ich sehe es doch.
01:07:59Kein schöner Tod, nicht?
01:08:01Nein.
01:08:01Chef, wir packen es dann.
01:08:04Ja, danke.
01:08:07Wahrscheinlich hat er den Markus erschlagen.
01:08:11Und dann hat er so ein schlechtes Gewissen gehabt,
01:08:13dass er mit der Sünde nicht mehr leben konnte.
01:08:17Nein, Herr Gräfeld.
01:08:19Wissen Sie, warum ich mich immer in Ihre Fälle einmische?
01:08:23Nein.
01:08:24Warum?
01:08:24Sie denken immer nur im Schema F von Ihrer Polizeischule.
01:08:28Also, Frau Heiland, ich muss schon bitten,
01:08:30jetzt hören Sie mir mal zu.
01:08:32Jetzt hören Sie mir mal zu.
01:08:33Schauen Sie, ich könnte ja Ihre Mutter sein.
01:08:35Das würde mir gerade noch fehlen.
01:08:36Wir alle beide haben doch den Abt Ignatius gekannt.
01:08:40Und das war wirklich ein gläubiger Katholik.
01:08:43Und für so einen ist ein Selbstmord fast genauso schlimm wie ein Mord.
01:08:48Das ist so sicher wie das Amen im Gebet.
01:08:50Das war niemals ein Selbstmord.
01:08:51Schauen Sie, außerdem habe ich einen Drohbrief erhalten, ja?
01:08:58Und wenn Sie den Abt umbringen wollen,
01:09:00dann hätte er mir doch keinen Brief geschrieben.
01:09:02Der Drohbrief muss vom Mörder sein.
01:09:04Also fangen Sie ihn.
01:09:06Und passen Sie auf, dass mir nichts passiert.
01:09:08Ja, das mache ich, Frau Heiland.
01:09:11Warten Sie.
01:09:21Hallo?
01:09:31Hallo?
01:09:32Hallo?
01:09:32Hallo?
01:09:33Hallo?
01:09:34Hallo?
01:09:35Hallo?
01:09:36Hallo?
01:09:36Hallo?
01:09:37Hallo?
01:09:38Hallo?
01:09:39Hallo?
01:09:40Hallo?
01:09:40Hallo?
01:09:41Hallo?
01:09:42Hallo?
01:09:43Hallo?
01:09:44Hallo?
01:09:45Hallo?
01:09:46Hallo?
01:09:47Hallo?
01:09:48Hallo?
01:09:49Hallo?
01:09:50Hallo?
01:09:51Hallo?
01:09:51Hallo?
01:09:51Hallo?
01:09:51Wir fliegen doch alle auf.
01:10:09Wir fliegen doch alle auf.
01:10:11Ignatius, du warst ein wahrer Freund.
01:10:26Ich denke an dich.
01:10:33Morgen.
01:10:34Na endlich, ist schon dreiviertel neun.
01:10:37Wo bleibst du denn so lange?
01:10:38Was ist denn los?
01:10:39Ich hoffe, es gibt nicht schon wieder einen Toten.
01:10:46Ich kann es noch immer nicht begreifen, dass mein guter Freund Abdeck Ignatius nicht mehr unter uns weilt.
01:10:51Das ist ganz grauenhaft.
01:10:54Aber wer hat ihn umgebracht?
01:10:56Es gibt da zwei Punkte.
01:10:59Sie haben am Abend vor dem Mord diese Noten in der Hand gehabt.
01:11:04Und da haben Sie gesagt, unglaublich.
01:11:08Und da war was in Ihrer Stimme.
01:11:10Das war nicht nur Begeisterung, sondern Zweifel.
01:11:13Was Sie immer alles so hören.
01:11:15Ja, aber Sie haben recht.
01:11:18Es war zu schön, um wahr zu sein.
01:11:20Was?
01:11:21Die Qualität der Noten.
01:11:22Es gab keinen Tintenfraß.
01:11:24Was ist denn das?
01:11:25Tintenfraß?
01:11:26Also es ist so.
01:11:27In der Tinte ist Säule und die greift im Laufe der Zeit das Papier an.
01:11:31Insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit.
01:11:33Sie frisst sich ins Papier.
01:11:36Schauen Sie mal.
01:11:37Schauen Sie sich das an.
01:11:40Das ist Tintenfraß.
01:11:49Und in dieser Originalhandschrift von Mozart, da war kein Tintenfraß.
01:11:55Genau.
01:11:57Es ist unglaublich.
01:12:03Es ist so schön, um wahr zu sein.
01:12:05Und was war das Zweite, was Sie mich fragen wollten?
01:12:09Ah, was hat denn diese Sprechstundenhilfe erzählt?
01:12:14Ah ja, das ist jetzt sehr interessant.
01:12:24Herr Griffelt!
01:12:26Frau Heiland.
01:12:30Frau Heiland, bevor Sie mich wieder mit Worten zuschütten, lassen Sie mich gefälligst was sagen.
01:12:35Gut.
01:12:36Ja, also ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, was Sie mir gestern gesagt haben.
01:12:40Und ich glaube, dass manches von dem, beileibe nicht alles, also ein Bruchteil davon, vielleicht stimmt.
01:12:47Ja.
01:12:48Und ich habe mir überlegt, also was ist denn?
01:12:52Habt ihr nichts zu tun oder was?
01:12:54Also bitte, Frau Heiland, nehmst doch Platz.
01:12:56Also, ich habe mir überlegt, ob wir in Zukunft, also gelegentlich, hin und wieder, vielleicht,
01:13:06also ich könnte mir vorstellen, dass, also das muss jetzt unter uns bleiben, gell?
01:13:12Ja, Sie rauchen immer noch nicht.
01:13:13Und bitte bringen Sie mich nicht aus dem Konzept, ja?
01:13:16Ja, was denn für ein Konzept?
01:13:17Also, also Frau Buchegger, was soll denn das jetzt?
01:13:21Die Post?
01:13:22Ja, ja, das ist gut, gut, gut, gut, Frau Buchegger, danke.
01:13:25Ich bin ein bisschen nervös, mir geht es nicht so gut.
01:13:28Ja, also,
01:13:29Ich könnte mir vorstellen, dass wir hin und wieder mal zusammenarbeiten.
01:13:37Ja, super, dann fangen wir doch gleich damit an.
01:13:42Bitte laden Sie alle Leute, die damals anwesend waren, heute Abend ins Kloster ein.
01:13:48Ich glaube, ich bin nämlich da einer Lösung auf der Spur.
01:13:51Ja, also, das ist ja prima, also raus mit der Sprache, ich bin ganz hoher.
01:13:55Nein, nein, das wird heute Abend die große Überraschung.
01:13:59Also, liebe Frau Agathe Heiland, ich lade überhaupt niemanden irgendwo hin.
01:14:06Und wenn Sie irgendwas wissen, was für den Fall wichtig ist, dann müssen Sie es der Polizei mitteilen.
01:14:10Denke nicht daran, das wäre nicht klug.
01:14:12Also, ich warne Sie, wenn Sie mir irgendwas verheimlichen, dann machen Sie sich strafbar.
01:14:17Tja, ich sperre Sie ein.
01:14:19In meinem Alter wird man doch nicht wegen solchen Lappalien eingesperrt, das können Sie vergessen.
01:14:24Ich werde doch meine Erkenntnisse, die werde ich doch nicht ausplaudern, bevor ich handfeste Beweise auf den Tisch legen kann.
01:14:31Also, Frau Heiland.
01:14:32Sie leiten alles in die Wege und wir sehen uns heute Abend.
01:14:36Sie bleiben hier, Frau Heiland.
01:14:39Frau Heiland, so geht es voll nicht.
01:14:44Frau Heiland, und das mit der Zusammenarbeit können Sie vergessen.
01:14:48Ja?
01:14:51Bayerischer Sturschädel.
01:14:52Frau Buchecker, laden Sie doch heute Abend mal alle Beteiligten ins Kloster, bitte.
01:15:02Ich habe mir nämlich da was überlegt.
01:15:04Klar, Chef.
01:15:05Ich habe Angst.
01:15:32Brauchst du nicht.
01:15:34Jetzt fehlen dir nicht die Nerven.
01:15:35Was ist denn?
01:15:38Schicken Sie einer.
01:15:39Wir können schließlich nicht die ganze Nacht warten.
01:15:42Ja, ja.
01:15:44Was soll denn der ganze Zirkus?
01:15:46Guten Abend.
01:15:48Es muss für einiges noch geklärt werden.
01:15:55Ich danke Ihnen, dass Sie der Einladung von Herrn Krefeld gefolgt sind.
01:16:01Leiten Sie jetzt die Vernehmung?
01:16:02Ich dachte, das ist eine Veranstaltung der Polizei.
01:16:05Tja, Frau Heiland und ich arbeiten in diesem Fall ausnahmsweise und kurzfristig zusammen.
01:16:16Vielen Dank, Herr Krefeld.
01:16:17Befassen Sie sich kurz, liebe Frau, ich muss noch zur Jahreshauptversammlung der Hotelinnung.
01:16:21Außerdem ist es lausig, kalt hier.
01:16:22Nicht so ungeduldig, Herr Piringer, wenn Sie uns früher erzählt hätten, dass Sie die Sonate stehlen wollten, dann hätten wir den Fall vielleicht längst gelöst und viel Schlimmes wäre verhindert worden.
01:16:34Sie waren also dieser Verbrecher?
01:16:36Es ist nicht verboten, die Idee für ein Verbrechen zu haben.
01:16:41Man muss schon kriminell handeln, um strafbar zu werden, so wie Sie, Herr Falkenberg.
01:16:47Bitte?
01:16:47Und Sie, Frau Pfister.
01:16:51Und auch Sie, Herr Heinze.
01:16:55Lassen Sie sich nur nicht stören in Ihren gesammelten Ungereimtheiten.
01:16:59Da können Sie sich drauf verlassen.
01:17:01Sie drei wollten uns ja weismachen, dass Sie sich überhaupt nicht kennen.
01:17:06Das sollte die Seriosität Ihres Vorhabens unterstreichen.
01:17:10Doch hier, im Jahrbuch 1988-89, der Musikhochschule München, habe ich ein aufschlussreiches Foto gefunden, der Pianist Falkenberg, mit seinen Lieblingsmeisterschülern.
01:17:29Herr Grefeldt, Beweisstück A.
01:17:33Die Lieblingsmeisterschüler waren Frau Pfister und Herr Heinze.
01:17:37Ja, und?
01:17:42Ich fand es schon seltsam, wie Sie am Abend vor dem Mord in Ihrem Zimmer mit anderen gelacht haben, wo Sie doch angeblich von den Anwesenden niemand gekannt haben.
01:17:53Wir sollten auch glauben, dass Sie drei sich auf Anhieb nicht leiden konnten.
01:17:59Aber in einem Punkt waren sich die Sachverständigen einig.
01:18:04Diese Komposition ist ein echter Mozart.
01:18:08Und genau das wage ich zu bezweifeln.
01:18:11Das ist der größte Blödsinn, den ich je gehört habe.
01:18:14Ja, Sie haben uns eine harte Nuss zu knacken gegeben, Herrn Grefeldt und mir.
01:18:20Ja, genau.
01:18:21Übrigens, das Rauchen ist hier verboten, ja?
01:18:23Herr Heinze hat diese Sonate komponiert, Herr Falkenberg hat sie brillant vorgetragen und Frau Pfister hätte sie in der Fachpresse publik gemacht.
01:18:37Das ist völlig absurd. Was hätte ich denn davon gehabt?
01:18:40Ja, Sie wollten doch die Leiterin Ihrer Fakultät werden.
01:18:43Und mit dieser Sensation im Rücken wäre die Wahl doch eine reine Formalität gewesen.
01:18:48Und ich?
01:18:49Ich habe das nun wirklich geklärt, Herr Tüch.
01:18:52Herr Falkenberg, es schmerzt mich, Ihnen das sagen zu müssen.
01:19:00Aber Ihre Zeit als großer Pianist ist vorbei.
01:19:04Sie haben eine Arthrose am Ringfinger Ihrer linken Hand.
01:19:07Die großen Kompositionen kommen für Sie nicht mehr in Frage.
01:19:11Merken Sie nicht, dass Sie sich widersprechen?
01:19:14Wenn Herr Falkenberg nicht mehr spielen kann, wieso konnte er uns dann den Mozart vorspielen?
01:19:19Weil Sie über seine Krankheit genau informiert waren.
01:19:23Und Sie haben so komponiert, dass man ohne den Finger spielen konnte.
01:19:28Bei unserem ersten Treffen habe ich den Ring an der Hand von Herrn Falkenberg gesehen.
01:19:34Und ich habe mich damals gefragt, wie man mit so einem Ring Klavier spielen kann.
01:19:39Und deswegen habe ich so genau zugesehen und bemerkt, dass dieser Ringfinger gar nicht zum Einsatz kam.
01:19:48Und dieser Eindruck hat sich bei der Pressekonferenz bestätigt.
01:19:57Das war aber nicht der einzige Hinweis auf eine Fälschung.
01:20:01Herr Stingermann hat erkannt, dass die Noten in einem unglaublich guten Zustand waren.
01:20:11Die Betonung liegt auf unglaublich.
01:20:14Das ist unglaublich.
01:20:16Sie und Sie haben den verstorbenen Bruder Markus überredet, diese Fälschung herzustellen.
01:20:24Man wollte mir eine Fälschung andrehen?
01:20:28Ja.
01:20:30Aber so genau und sorgfältig Bruder Markus mit Papier, Wasserzeichen, Handschrift gearbeitet hat.
01:20:38Das Papier hatte keinen Tintenfraß.
01:20:40Ja, ja, ja, genau.
01:20:43Und als er sich am Abend mit Herrn Stingermann unterhalten hat,
01:20:47da hat er wohl eingesehen, dass der Schwindel eines Tages auffliegen würde.
01:20:52Ja, jetzt wird mir auch einiges klar.
01:20:54Er hat so merkwürdige Fragen gestellt.
01:20:56Was würden Sie denn als Fachmann bei der Mikrobenbekämpfung von Papier empfehlen?
01:21:00Komm mal, Strahl.
01:21:01Er hat mich ausgehorcht, um zu erfahren, wie gut ich bin.
01:21:05Und da hat er es mit der Angst bekommen.
01:21:07Er hat sich entschlossen, alles dem abzubeichten.
01:21:12Du musst diese Noten verschwinden lassen.
01:21:16Das klingt ja alles sehr logisch, aber Sie haben keinerlei Beweis.
01:21:20Und ohne Noten werden Sie Ihre ungeheuerlichen Beschuldigungen nicht halten können.
01:21:24Ja, da haben Sie vollkommen recht.
01:21:27Ja, das war's dann wohl.
01:21:29Ich geh zur Hotelinung.
01:21:31Aber ich habe die Noten.
01:21:34Sie haben was?
01:21:36Ich hab sie gefunden.
01:21:39Und ich bin sehr stolz darauf.
01:21:42Es ist ein Sieg der Logik.
01:21:43Man braucht das Szenario, doch nur weiterzudenken.
01:21:48Der Abt hat Markus aufgefordert, die Komposition verschwinden zu lassen.
01:21:53Und das wollte Markus auch tun.
01:21:55Aber hier, in dieser Bibliothek, ist er auf seinen Mörder gestoßen.
01:22:00Markus hat geschrien.
01:22:02Die Komposition muss weg.
01:22:03Wir fliegen doch alle auf.
01:22:05Deswegen muss einer von den dreien auch der Mörder gewesen sein.
01:22:14Aber natürlich hatte keiner von Ihnen das Interesse, die Noten zu stehlen.
01:22:19Ja, wer war's denn dann?
01:22:22Der Abt.
01:22:23Er hat Sie verschwinden lassen.
01:22:26Der Abt, der ist doch mit uns da hereingekommen.
01:22:28Und dann hat er da seinen ermordeten Bruder Markus gesehen.
01:22:33Und dann ist er rüber, um in die Schublade zu schauen, ob die Noten noch da sind.
01:22:40Er hat sie aufgemacht.
01:22:45Und Sie waren noch da.
01:22:47Sie waren da.
01:22:50Und das war doch seine einzige Chance.
01:22:53Sein Kloster und seinen ermordeten Bruder Markus vor diesem riesigen Skandal zu bewahren.
01:22:58Und dann hat er die Sonate genommen und hat sie hier unter diese anderen Noten gemischt.
01:23:06Und dann hat er den Skabel hier hergelegt.
01:23:08Die Sonate ist weg.
01:23:10Seit damals liegen diese Noten hier.
01:23:13Denn die Bibliothek war versiegelt.
01:23:16Bis vorhin.
01:23:28Herr Grefeldt, der Weihstück B.
01:23:46Herr Stigermann.
01:23:47Herr Stigermann.
01:23:49Was ist denn passiert?
01:23:50Und nun zu Ihnen, Herr Heinze.
01:23:57Sie sind ja als Komponist relativ erfolglos.
01:24:06Eine Einschätzung, die Sie für inkompetent und ungerecht halten.
01:24:11Sie wollten Ihre Kritiker blamieren.
01:24:19Sie sollten die Echtheit der Mozart-Sonate anerkennen.
01:24:25Und dann wollten Sie die Fachwelt informieren, dass Sie der Urheber dieser Sonate sind.
01:24:32Sie hätten Ihren Lehrer Friedrich Falkenberg und Ihre geliebte Manuela Pfister einfach ins Messer rennen lassen.
01:24:42Aber Bruder Markus wollte nicht mehr mitspielen.
01:24:46Deswegen haben Sie ihn mit der Statue erschlagen.
01:24:53Und dann war da noch der Abt.
01:24:56Sie wussten, dass er mit Markus geredet hat.
01:24:59Er war ein sehr gefährlicher Zeuge.
01:25:01Deswegen musste er weg.
01:25:03Und Sie haben ihn auf den Turm gelockt.
01:25:13Bruder.
01:25:14Nachdem ich Sie als Nonne und als Racheengel genießen durfte,
01:25:20weiß ich endlich, was Sie wirklich sind.
01:25:22Eine Märchentante.
01:25:25Sie fühlen sich sicher,
01:25:27weil Sie glauben, dass ich keine Beweise für meine Beobachtungen habe.
01:25:31Aber da teischen Sie einer ganz gewaltig, mein Lieber.
01:25:39Das ist das Handy von Abt Ignatius.
01:25:42Aus der Anrufliste geht hervor,
01:25:46dass Sie ihn zehn Minuten vor seinem Tod angerufen haben.
01:25:49Na und?
01:25:52Ich habe ihn gefragt, wie es ihm geht.
01:25:53Aus dem ganzen Tumult.
01:25:55Nein, das haben Sie nicht.
01:25:58Abt Ignatius hatte die Angewohnheit,
01:26:01seine Telefonate aufzuzeichnen.
01:26:02Bitte hören Sie das ab, Herr Krippel.
01:26:12Es ist gut. Es ist schon wieder gut.
01:26:17Sie hat recht, nicht wahr?
01:26:19Du hättest uns beide verraten.
01:26:21Halt die Klappe.
01:26:21Du hast mich benutzt.
01:26:22Er hat mich gestern angerufen
01:26:27und um mein Alibi gebeten.
01:26:29Leute, ihr blöde!
01:26:30Stopp!
01:26:33Mozart, das ist 80 Jahre alt.
01:26:35Wenn man sein Genie erkannt hätte,
01:26:37diese Ignoranten,
01:26:38haben uns 40 Jahre in seinem Schockes gestohlen.
01:26:40Glaubte ich mir, dass es mir genau sein geht.
01:26:43Du bist ein Mörder.
01:26:44Was zählt an das Leben
01:26:45an das kleine Pahuda
01:26:46oder an das an das Abt ist?
01:26:48Was zählt es?
01:26:48Eins ist meine Musik!
01:26:50Meine Musik!
01:26:51Meine Musik!
01:27:09Stopp!
01:27:10Moment.
01:27:10Also die brauchen Sie
01:27:18in nächster Zeit
01:27:19nicht mehr so dringend, oder?
01:27:21Abführen.
01:27:27Frau Heiland,
01:27:29ich glaube,
01:27:30wir haben Sie alle sehr unterschätzt.
01:27:32Meinen Respekt.
01:27:34Auf Wiedersehen.
01:27:35Danke.
01:27:38Also.
01:27:40Wie Sie das wieder gemacht haben.
01:27:42Also ganz große Klasse.
01:27:44Aber woher wussten Sie,
01:27:46dass Ignatius seine Gespräche aufzeichnet?
01:27:48Ich meine,
01:27:49ich war sein Freund.
01:27:50Hab das nicht gewusst.
01:27:51Aber Herr Stingemann,
01:27:53so gut sollten Sie mich
01:27:54jetzt eigentlich kennen.
01:27:57Ich hab's auch nicht gewusst.
01:27:59Was?
01:28:00Ich hab einfach
01:28:01geblufft.
01:28:02Was?
01:28:03Sie haben geblufft?
01:28:04Geblufft?
01:28:05Und gebetet,
01:28:06dass Heinze die Nerven verliert.
01:28:08Ja, und wenn er nun nicht,
01:28:10ich meine, was?
01:28:13Ach, ich will's ja gar nicht wissen.
01:28:14Ich bin ja gar nicht.
01:28:15machen, ich will's ja gar nicht erlassenNen,
01:28:18ich bin ja gar nicht vor,
01:28:19ich will's ja gar nicht wissen.
01:28:19Ich bin ja gar nicht erinnern,
01:28:20ich bin ja gar nicht zu sehen.
01:28:20Untertitelung des ZDF, 2020
01:28:50Untertitelung des ZDF, 2020
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