Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 9 Minuten
Proteste gegen Finanzreform der öffentlich-rechtlichen Medien in Tschechien

Kritiker warnen, die Reform verschaffe der Drei-Parteien-Koalition in Tschechien die Kontrolle über die Medien – ähnlich wie in der Slowakei unter Robert Fico und in Ungarn vor Viktor Orbáns Sturz im April.

LESEN SIE MEHR : http://de.euronews.com/2026/11/04/proteste-gegen-finanzreform-der-offentlich-rechtlichen-medien-in-tschechien

Abonnieren Sie! Euronews gibt es in 12 Sprachen.

Kategorie

🗞
News
Transkript
00:01Streik beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Tschechien und landesweit Tausende am Dienstag auf der Straße.
00:06Die Tschechen protestieren gegen Pläne der Regierung, die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu ändern.
00:12Das Vorhaben wird vom Milliardär und Regierungschef André Babisch vorangetrieben und hat schon in den vergangenen Monaten Straßenproteste ausgelöst.
00:20Der geplante Umstieg von der Rundfunkgebühr, die von Einzelpersonen gezahlt wird, auf die direkte Finanzierung aus dem Staatshaushalt,
00:26könnte es der Regierung ermöglichen, die Medienfreiheit einzuschränken, fürchten die Kritiker.
00:31Die Koalitionsregierung argumentiert jedoch, dass die Sender Kosten einsparen müssen und betont,
00:36der Plan habe keinerlei Auswirkungen auf die redaktionelle Unabhängigkeit oder die Programminhalte.
00:41Die Medien würden dadurch etwa 15 Prozent weniger Geld erhalten als bisher,
00:45was zu Entlassungen, eingeschränkter Produktion und Programmkürzungen führen könnte.
00:49Der Plan stößt auch international auf Kritik, unter anderem von der Europäischen Rundfunkunion,
00:54der Europäischen Journalistenföderation, dem Internationalen Presseinstitut und Reporter ohne Grenzen.
01:00Das tschechische Fernsehen und der tschechische Hörfunk fuhren am Dienstag ihr Programm zurück,
01:05da sich tausende Mitarbeiter den Protesten anschlossen.

Empfohlen