00:01Georgiens Premierminister bietet keinen Ausweg bei den stockenden Beitrittsverhandlungen.
00:11Üben für eine Zeit nach dem Krieg. Europas Soldaten proben Einsatz im Osten.
00:22Euronews-Gipfel zur EU-Erweiterung. Welche Beitrittskandidaten machen die größten Fortschritte? Wer kommt nicht voran?
00:30In Lissabon soll auf dem Platz der Proteste gegen die Wohnungskrise der Weihnachtsmarkt aufgebaut werden. Gleichzeitig hat eine Aktivistin vor
00:38Gericht einen Sieg errungen.
00:40Die nächste EU-Erweiterung erschien beim Euronews-Erweiterungsgipfel in Brüssel so greifbar wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr.
00:48Doch weiterhin stehen politische Streitigkeiten im Weg. Hier fünf zentrale Erkenntnisse.
00:53Erstens. Armenien und Georgien entwickeln sich in entgegengesetzte Richtungen.
00:57Armeniens Regierungschef Nikol Pashinyan hält einen Beitrittsantrag 2027 oder 2028 für realistisch.
01:20Georgiens Beitrittsprozess hingegen liegt seit 2024 auf Eis wegen umstrittener Gesetze zu ausländischem Einfluss und Familienwerten.
01:29Ministerpräsident Irakli Kobachice erklärte, seine Regierung werde die Gesetze nicht zurücknehmen.
01:49Zweitens. Montenegro liegt weiterhin vorn und strebt einen Beitritt bis 2028 an.
01:55Doch Europaministerin Maida Gorcevic will keine Mitgliedschaft zweiter Klasse, nachdem die EU-Kommission Schutzmechanismen für neue Mitglieder vorgeschlagen hatte, darunter
02:04eine 15-jährige Bewährungsfrist.
02:06Kroatiens Ministerpräsident Andrei Plenkovic warnte zudem, dass die bevorstehende Wahl in Frankreich die Erweiterung erschweren könnte.
02:14Drittens. Albanien drängt darauf, seine Beitrittsverhandlungen bis Ende 2027 abzuschließen.
02:20Auf die Frage, wie sich der Beitritt auf das umstrittene Abkommen mit Italien zur Überstellung irregulärer Migranten in Abschiebelage auswirken
02:27würde, sagte Regierungschef Edi Rama, das Abkommen werde so lange bestehen, wie es nötig sei.
02:32Er werde es so lange in Kraft halten, wie Giorgia Meloni an der Macht ist.
02:37Nordmazedonien wiederum bleibt wegen eines Streits mit Bulgarien blockiert.
02:41Dieses fordert Verfassungsänderungen zur Anerkennung der bulgarischen Minderheit im Land.
02:47Viertens. Die Ukraine lehnt dauerhafte Beschränkungen ihrer Agrarexporte nach dem Beitritt ab.
02:53Ministerpräsident Serhii Koretsky sagte, jegliche vorübergehenden Maßnahmen müssten sich auf konkrete Risiken beziehen.
02:59Er forderte klare Überprüfungs- und Ausstiegsbedingungen.
03:03Die Ukraine möchte erste Verhandlungskapitel schon im nächsten Halbjahr abschließen.
03:07Fünftens. Zu einem der am schnellsten voranschreitenden Beitrittskandidaten entwickelt sich Moldau.
03:14Ministerpräsident Vassili Tofan betonte, dass Fortschritte der Ukraine und Moldaus auf dem Weg zum Beitritt beiden Ländern zugute kämen.
03:24In Portugal feiert die Protestbewegung gegen die Wohnungskrise einen symbolischen Sieg.
03:28Die Aktivistin Renata Cambra darf ihr Zelt auf einem zentralen Platz in Lissabon aufgestellt lassen.
03:33Genug Solidarität für ein neues Protestlager gab es zunächst nicht.
03:36Das Gericht sieht Renata Cambras Zelt nicht als illegale Besetzung des öffentlichen Raums,
03:42sondern als symbolisches Element des Protests und gab damit der Klägerin Recht.
03:48Die Richter stellten zudem fest, dass Demonstrationen nicht automatisch um 0.30 Uhr enden müssen.
03:55Deshalb darf Renata Cambra ihr Zelt über Nacht auf dem Rossio-Platz in Lissabon stehen lassen.
04:01Die Bewegung Akampada del Lisboa wertet dies als Sieg für das Recht auf Demonstrationen.
04:30Polizeibeamte drogen rote Nelken, das Zeichen der Revolution, die die Diktatur beendete, an den Uniformen.
04:36In der Nacht auf Sonntag hatte die Polizei in Lissabon und in Porto Schlagstöcke gegen die Demonstranten eingesetzt.
04:43Auf der Versammlung der Protestbewegung wurden weitere Aktionen beschlossen,
04:47obwohl auf dem Rossio-Platz in Lissabon schon jetzt der Weihnachtsmarkt aufgebaut werden sollte.
04:53Die Demonstranten wollen vor Ort bleiben.
04:55Sie forderten Lissabons Bürgermeister dazu auf, den Weihnachtsmarkt an einen anderen Ort zu verlegen.
05:02Die Aktivisten stünden auch einem Treffen mit dem Staatspräsidenten Antonio José Seguro zu.
05:08Zu ihren Zielen gehören mehr öffentlicher Wohnraum und Miet-Obergrenzen, die Wohnen wirklich erschwinglich machen.
05:19Georgiens Ministerpräsident Irakli Kubaritze hat beim Erweiterungsgipfel von Euronews betont,
05:25Georgien wolle weiter in der Europäischen Union beitreten.
05:28Wie er das ins Stocken geratene Beitrittsvorhaben wieder in Gang bringen will, konnte er jedoch nicht genau erklären.
05:34Stattdessen warf Kubaritze Brüssel politische Erpressung vor.
05:38Nachdem Georgien 2022 den Beitritt beantragt hatte,
05:42verweigerte die Kommission zunächst den Kandidatenstatus wegen unzureichenden Fortschritten im Bereich der Demokratie.
06:08Im November 2024 kündigte Tiflis an, dass es nicht beabsichtige, vor Ende 2028 Beitrittsverhandlungen aufzunehmen.
06:17Kubaritze schob die Verantwortung erneut nach Brüssel.
06:37Auf die Frage, welche konkreten Schritte er unternehmen werde, um den Stillstand zu überwinden,
06:43ging der Ministerpräsident kaum über die Bereitschaft hinaus, eine öffentliche Diskussion mit der Kommission zu führen.
06:52Rund 2800 Soldaten aus zehn europäischen Ländern werden noch diesen Monat in Polen
06:57die erste Übung einer neuen multinationalen Streitmacht zur Unterstützung der Ukraine abhalten,
07:02wie London und Paris am Dienstag mitteilten.
07:05Die von Frankreich und Großbritannien geführte multinationale Streitmacht Ukraine hat keinen offensiven Auftrag
07:11und soll erst eingesetzt werden, sobald ein Waffenstillstand vereinbart wird,
07:15um den durch Russlands umfassende Invasion 2022 ausgelösten Krieg zu beenden.
07:19Die 2025 gegründete Streitmacht, die bereits über ein operatives Hauptquartier in Paris verfügt,
07:25ist keine NATO-Operation und wird kaum von den USA unterstützt.
07:29Ziel ist es, die ukrainischen Streitkräfte zu unterstützen,
07:32die Sicherheit im ukrainischen Luftraum zu gewährleisten
07:34und die Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit im Schwarzen Meer zu ermöglichen.
07:38Doch Umfang und Dauer der Übung könnten Russland provozieren,
07:42zumal Moskau weiterhin wenig Bereitschaft zeigt, sich auf einen Frieden einzulassen.
07:46Die Übung soll vom 9. bis zum 22. November im Südosten Polens,
07:51unweit der ukrainischen Grenze, stattfinden.
07:53Der französische General Armel de Roux erklärte,
07:57Ziel der Übung sei es, die Durchführung des Einsatzes vorzubereiten
08:00und dabei mögliche logistische und kulturelle Herausforderungen
08:04zwischen den Streitkräften der verschiedenen Länder zu bewältigen.
08:12Der iranische Parlamentspräsident Mohamed Bagar-Ghalibaf
08:16hat vor einer weiteren Eskalation im Konflikt mit den USA gewarnt.
08:20Jeder strategische Fehler Washingtons könne ein neues Schlachtfeld in diesen Krieg eröffnen,
08:25sagte er am Dienstag, wenige Stunden nach einem US-Angriff
08:29auf ein iranisches Raketensystem auf der Insel Qashem.
08:32Bagar-Ghalibaf erklärte vor dem Parlament,
08:35der Iran befinde sich in höchster Verteidigungsbereitschaft.
08:38Die Verantwortung dafür, eine weitere Eskalation zu verhindern,
08:41liege bei Washington.
08:42Die Äußerungen erfolgten, nachdem Bewohner der Inseln Qashem und Hengam
08:46sowie der Stadt Bandar Abbas nach Angaben der iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Fars
08:52in der Nacht mehrere Explosionen und Erschütterungen gemeldet hatten.
08:56US-Medien berichteten, ein Kampfflugzeug der US-Luftwaffe
08:59habe ein iranisches Bodenluft-Raketensystem auf Qashem getroffen.
09:03Auslöser seitdem noch eine Rakete gewesen,
09:06die von der Insel auf ein US-Flugzeug in der Straße von Hormuz abgefeuert worden war.
09:11Katar erklärte, es sehre weiterhin Hoffnung auf ein vorläufiges Abkommen.
09:15Die Vermittler tauschten weiter Vorschläge aus.
09:18Neue US-Angriffe und Drohungen gegen die Schifffahrt in der Straße von Hormuz
09:22erschweren die Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts jedoch weiterhin.
09:30Spanien weitet den Schutz der Gesundheit von Frauen am Arbeitsplatz aus.
09:34Ab dem 1. Dezember sollen Frauen mit Menopausenproblemen
09:38eine spezielle Form der Krankschreibung bekommen können.
09:41Ab dem 2. Tag soll die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gelten.
10:07Ein Arzt muss eine mit einer Wechseljahresstörung verbundene Erkrankung diagnostizieren,
10:13die die Frau vorübergehend daran hindert, ihrer Arbeit nachzugehen.
10:17Die Regierung ist der Ansicht, dass diese Maßnahme dazu beiträgt,
10:21gesundheitliche Probleme anzugehen, die am Arbeitsplatz jahrelang wenig Beachtung fanden.
10:25Zu den Symptomen, die Frauen in den Wechseljahren täglich erleben können,
10:29zählen starke Hitzewallungen, Schlafprobleme, Erschöpfung oder Konzentrationsschwierigkeiten.
10:39Südkorea und die Türkei haben vereinbart, Finanzierungsmöglichkeiten für türkische Energieprojekte zu prüfen.
10:45Seoul plant beim Bau eines zweiten türkischen Kernkraftwerks mitzuwirken.
10:49Es soll in Sinop an der Schwarzmeerküste gebaut werden.
10:52Am Dienstag unterzeichneten die staatliche Exportkreditagentur der Republik Korea
10:57und die türkische Kernenergiegesellschaft ein Abkommen.
11:00Es wurde im Anschluss an Gespräche zwischen Südkoreas Präsident Lee Jae-myung
11:04und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Seoul unterschrieben.
11:09Die Türkei hat noch keinen Partner für das Kraftwerk am Schwarzen Meer ausgewählt.
11:13Lee erklärte, die Zusammenarbeit verlaufe reibungslos,
11:16während Erdogan sagte, Ankara werde vor einer Entscheidung Kosten, Finanzierung und wirtschaftlichen Nutzen prüfen.
11:23Die Staatschefs vereinbarten zudem, die Zusammenarbeit bei Verteidigungsproduktion und Technologie auszubauen.
11:30Zudem sprachen sie über erneuerbare Energien, Wasserstoff, kritische Rohstoffe und Handel.
11:35Der bilaterale Handel der Länder überstieg im vergangenen Jahr 9,8 Milliarden Euro.
11:40Er soll auf 13,4 Milliarden Euro gesteigert werden.