- vor 1 Woche
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🎈
SpaßTranskript
00:02Musik
00:35Namaste
00:45Namaste
00:46Vielen Dank
00:47Das war's für heute
00:49Komm gut nach Hause
00:50Tschüss
01:08Hier ist noch die Liste für das Yoga-Seminar
01:10Wenn ihr Interesse habt, dann tragt euch gerne noch ein
01:12Ja, danke
01:14Shiva-Nano-Yoga, hallo
01:17Ja, warte mal
01:19Sorry, ich komme doch nicht mit
01:21Aber ich dachte, wir nehmen ein Doppelzimmer
01:22Ich weiß, mir ist was Dringendes dazwischengekommen, tut mir leid
01:25Nächstes Mal, ja
01:27Ja, tschüss
01:28Tschüss
01:30Und Donnerstag ist noch frei, ja
01:32Komm vorbei
01:36Frau Hofer, sagen Sie mal, was macht eigentlich ein Bruder?
01:39Der Kopienhahn, der ist gestern schon abgereist
01:41Leider kann ich Ihnen jetzt auch nicht länger Gesellschaft leisten
01:43Das ist jetzt aber wirklich schade
01:45Der Schuh fix im Rathaus
01:46Frau Hofer, fahren Sie zu
01:47Ich räume das alles ab
01:49Falls Ihnen kein Leich dazwischen kommt
01:50Sie denken aber schon daran, dass man in der Früh mal hält
01:53Auf Besuch kommt, wie könnte ich das vergessen, Herr Stadler
01:56Warum haben Sie es denn eigentlich nicht gleich mitgebracht?
01:57Ja, die hat heute noch keine Probe und die ist ihr heilig
02:00Aber sie freut sich sehr
02:01Wir werden ihr einen wunderschönen Empfang bereiten
02:04Bis bald, mal wieder schauen
02:05Wiederschauen
02:12Sorry nochmal
02:16Ach Mist
02:18Yoga-Böcke
02:18Hast du sie im Studio liegen lassen?
02:20Hab ich nur meinen Kopf
02:22Also dann, ich geh nochmal rein
02:23Ja, ich muss leider los
02:24Ciao
02:27Na dann, bis spätestens nächste Woche wieder hier
02:29Hoffen wir mal, dass die positive Energie bis dann anhält
02:31Ciao
02:32Ciao
02:32Ciao
02:32Das war's für heute.
03:03Ja, Hilde!
03:04Bärli!
03:06Du schaust mir an, als wär er gespendet.
03:08Ja, was machst denn du halt schon?
03:09Oder du willst erst malen kommen?
03:11Ja.
03:12Hast du meine SMS nicht gekriegt?
03:14Was für eine SMS?
03:16Da.
03:16Nichts gekriegt.
03:18Das kann ja gar nicht sein.
03:24Schau einmal.
03:28Bärli, meine Chorprobe fällt aus.
03:29Sie kann also schon einen Tag früher kommen.
03:31Sagt der Frau Hofer...
03:32Nicht zugestellt.
03:33Da steht's.
03:35So was?
03:36Ah.
03:37Frau Stockl, was gibt's denn?
03:38Der Stadler ist Gabor der Leich.
03:39Ah, genau.
03:40Das haben wir jetzt gedacht.
03:41Ja, ein Yogalehrer ist in seinem Studio tot aufgefunden worden.
03:44Bei so Yoga soll gesund sein.
03:46Wo muss ich hin?
03:47Das Studio ist im Mangfallweg 1.
03:49Den Herrn Hansen informier ich gleich.
03:51Gut, aber ich fahr direkt hin, gell?
03:52Machen Sie das.
03:53Wiederschauen.
03:54Also das ist jetzt blöd.
03:56Jetzt fahr ich nur zu.
03:57Ich brauch dich dringend am Tatort.
03:58Ja, aber Frau Hofer ist ja auch den ganzen Tag in der Rathaussitzung.
04:01Was machst du denn allein am Hof?
04:02Welli, du kennst mich doch.
04:03Mir wird nie langweilig.
04:05Hilde, teilst du eventuell das Fisch?
04:07Räum ich ab.
04:08Abräumen, aber nicht und dekorieren.
04:10Versprochen.
04:11Busse.
04:12Für dich.
04:13Für dich.
04:17Ist das ein Traum?
04:20Entschuldigung, das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.
04:22Shiva...
04:22Nando.
04:24Shiva Nando.
04:25Das war jetzt aber nur der Name als Yogalehrer.
04:27Der heißt in Wirklichkeit Ferdinand Schmitz.
04:28Also.
04:30Frau Leitner, Sie haben den Toten gefunden.
04:34Ich bin dann gleich zu Ellen ins Büro.
04:36Ich habe sie dann angerufen.
04:37Ja, jetzt würde ich dann so sagen, fangen wir an.
04:40Und Sie, Frau Werdenfels, gehen bitte in das Büro hinein.
04:43Entspannen Sie sich.
04:45Atmen Sie.
04:46Wir kommen dann.
04:48Guten Morgen.
04:49Ah, da sind ja schon meine Kollegen.
04:51Darf ich bekannt machen?
04:52Das ist die Frau Monika Leitner.
04:54Die hat den Toten gefunden.
04:55Und das sind meine Kollegen.
04:57Herr Hauptkommissar Hansen aus Hamburg.
04:59Und das ist der Herr Hauptkommissar Stadler aus Passau.
05:02Ja.
05:03Moin, Frau Leitner.
05:04Sagen Sie mal, könnten Sie den Toten näher?
05:07Shiva Nando.
05:09Entschuldigung.
05:09Shiva Nando ist aber nur der Yogalehrer-Künstlername.
05:13Eigentlich heißt er Ferdinand Schmitz.
05:15Ah.
05:15Ich kannte ihn nicht privat.
05:17Ich war zweimal die Woche im Yoga bei ihm.
05:19Das ist alles.
05:19Haben Sie irgendwas bemerkt, was ihn gefunden haben?
05:21Oder vielleicht jemanden gesehen oder so?
05:23Nein, da war niemand.
05:24Die Ellen war hinten im Büro.
05:26Die Tür geschlossen.
05:26Ellen?
05:27Ah, Ellen.
05:28Das ist die Frau Ellen Werdenfels.
05:30Die ist aber nicht da.
05:31Da habe ich hineingeschickt.
05:32Das Büro ist ja ein bisschen...
05:33Gut.
05:34Ich bin nach der Stunde nochmal zurück, weil ich meine Blöcke vergessen hatte.
05:38Blöcke?
05:39Blöcke?
05:39Das sind Yoga-Blöcke.
05:41Schaut aus wie ein Siegelstein.
05:43Ist aber aus Gummi.
05:44Trotzdem atmungsaktiv.
05:46Ja, und da habe ich ihn dann im Übungsraum liegen sehen.
05:50So, so.
05:51Na gut, dann würde ich sagen, sehen wir uns das Ganze mal näher an.
05:54Ja, müssen wir aber reingehen.
05:56Christian, bitte die Dame übernehmen.
06:00Kommen Sie bitte mit.
06:03Die Rückseite bitte auffotografieren, Laura.
06:06Schönen guten Morgen, Frau May.
06:08Morgen.
06:09Ja, Sie haben bestimmt schon wertvolle Erkenntnisse für uns.
06:12Diesmal können Sie mich sogar Minuten genau auf die Tatzeit festnageln.
06:15Aha.
06:15Vor 30 Minuten wurde er gefunden und 5 Minuten vorher noch lebend gesehen.
06:19Aha.
06:19Ja, das ist einmal ein Wort.
06:22Todesursache?
06:23Mehrere Schläge auf den Kopf mit dieser Buddha-Figur.
06:26Ah ja, dann sollten wir die gleich mal auf Fingerabdrücke untersuchen lassen.
06:29Laura, der müsste bitte sofort in die KTU.
06:32Mach mal gerne.
06:33Danke.
06:34Frau Kollegin, wie schaut es aus?
06:35Wer zachen?
06:36Also, so wie es ausschaut, wird nichts gestohlen.
06:38Sein Handy, das lag oben in seinem Büro.
06:40Ausgeschalten und sobald wir es untersucht haben, können Sie es ihr natürlich haben.
06:43Gut.
06:44Danke.
06:45Den Abwehrverletzungen nach hat es einen kleinen Kampf gegeben.
06:47Ja, dann hoffen wir doch einmal auf die in Aspen, ne?
06:50Ja.
06:50Ja.
06:50Ich melde mich, sobald ich...
06:51Gleich nach der Abduktion wäre es nicht schlecht.
06:54Danke.
06:55Wie immer, Herr Hans.
06:57Ja, Kollege, schauen Sie mal.
06:59Da kann doch der Täter wunderbar reingekommen sein.
07:02Von da und dann auch wieder hinaus.
07:05Wollen wir mal sehen.
07:09Ja, raus schon, aber nicht rein.
07:11Sollen Sie es nur von innen zu öffnen?
07:14Jetzt sind Sie mittendrin und kriegen nichts mit.
07:17Wie schon gesagt, ich saß im Büro und die Tür war zu.
07:20Ehrlich gesagt, ich bin völlig schockiert von der Vorstellung, dass der Mörder hier durchgelaufen ist.
07:25Ja, das ist ja verständlich.
07:27Sagen Sie mal, da kann jetzt jeder rein und raus, wie er lustig ist.
07:31Naja, hier gibt es ja nicht wirklich was zu stehlen.
07:33Ja, zum Stehlen nicht, aber zum Umbringen.
07:35So.
07:36Ja, darf ich bekannt machen, das sind meine Kollegen, der Hauptkommissar Hansler aus Hamburg.
07:40Und der Herr Stadler aus Passau.
07:41Ja.
07:42Ja.
07:43Und Sie sind Frau Werdenfels?
07:44Ja, aber die Frau Werdenfels hat von Mord rein gar nichts mitkriegt.
07:47Und ich verstehe das nicht, Sie sind doch direkt neben der Türe.
07:50Ja, aber die Türen sind ja alle schalldicht.
07:52Dem Ferdinand war das ja total wichtig, dass er an seinen Stunden absolute Ruhe hat.
07:56Ja, äh, Frau Werdenfels, Sie arbeiten hier?
07:58Genau, ja, seit einem Jahr, seitdem er das Studio eröffnet hat.
08:01Seit einem Jahr?
08:02Und dann kannten Sie sich wohl recht gut?
08:04Er war mein Chef.
08:04Ich habe mich hier um die Anmeldung und die Buchhaltung gekümmert.
08:08Er selber war ja eher so der spirituelle Typ.
08:12Hat er in der letzten Zeit mit irgendeinem Klienten Probleme gehabt?
08:15Oder war er vielleicht ein bisschen nervöser als sonst?
08:18Entschuldigung, ich möchte kurz einmal rausgehen zu Manfred und schauen, was es so Nächstes gibt, gell?
08:21Manni!
08:24Nein, eigentlich war das so wie immer.
08:26So wie immer?
08:28Ähm, wo hat Ihr Chef gewohnt?
08:31Auf dem Bauernhof, mit seinem Bruder zusammen.
08:34Und der Bruder ist ja auch Yoga-Lehrer.
08:36Nein, Leo Schmitz ist Bauer.
08:38Also so richtig mit Leib und Seele.
08:40Also ganz anders als sein Bruder.
08:42Ah, verstehe.
08:43Und wie kamen die beiden so unterschiedlichen Brüder miteinander zurecht?
08:48Nicht so gut.
08:49Der Ferdinand war ja einige Jahre in Indien unterwegs und kam dann plötzlich als Yoga-Lehrer Shivanando zurück.
08:55Und ich glaube, das war für seinen Bruder einfach so ein lächerlicher Spleen.
08:59Aha, dann sollten wir uns mit diesem Leo Schmitz mal drüber unterhalten.
09:03Frau Werdenvils, machen wir es doch einfach so.
09:05Wenn Ihnen noch irgendetwas einfällt, dann ...
09:07Meld ich mich, klar.
09:09Äh, Herr Moor, was ist denn hier?
09:12Umgebung.
09:13Jawohl.
09:14Danke.
09:17Wiederschauen.
09:40Telefon.
09:41Ah.
09:45Hildi, wo siehst du denn?
09:46Anton, du weißt doch bestimmt, wofür die Johannisbeeren vorgesehen sind.
09:49Was denn bitte für Johannisbeeren?
09:51Die selbstgepflückten hier in der Küche.
09:54Woher soll jetzt ich das wissen?
09:55Herr, aber ...
09:56Hildi, kannst du mich bitte nur anrufen, wenn's wirklich dringend notwendig ist?
10:00Aber du musst doch wissen, wofür die Frau Hofer ...
10:02Sorry, Hildi, ich muss aber jetzt weitermachen, ja?
10:05Na gut.
10:06Viel Erfolg bei deinem Freund.
10:07Bussi.
10:10Alles Paletti zu Hause?
10:11Ja, zu Hause ist gut.
10:13Hildi ist ja seit heute noch früher da.
10:14Ach so.
10:15Sollte sie nicht erst nagen?
10:17Sollte, wollte.
10:18Wann hält sie meine Frau schon an das, was ausgemacht war?
10:20Ich hatte meine Freundin in Hamburg.
10:22Ja, ich weiß.
10:29Ihr Schuh fix war aber wirklich schnell heute.
10:32Ja, es gab zum Glück nichts Wichtiges zu besprechen.
10:34Aber mein Kollege hat mich daran erinnert, dass die Frau Eberstobler morgen Geburtstag hat.
10:39Ja, stimmt.
10:40Da sollten wir schleunigst über ein Geschenk nachdenken.
10:43Schließlich ist ihr ehrenamtliches Engagement mehr als vorbildlich.
10:46Und solche Leute brauchen wir.
10:48Ja, allein wie liebevoll, die sich immer bei den Konzerten um die Blumendeko kümmert.
10:53Ihr Johannisbeerkuchen letztes Jahr war doch ein voller Erfolg.
10:57Allerdings.
10:58Keinen Krümel hat die Frau Eberstobler übrig gelassen.
11:01Ja, da trifft es sich doch gut, dass ich zufällig gerade die Johannisbeeren vom Hof geerntet habe.
11:05Perfekt.
11:06Dann packen sie ein.
11:07Aber die Frau Stadler kommt doch morgen zu Ihnen zu Besuch.
11:10Geht es trotzdem?
11:11Ja, freilich.
11:12Bis morgen ist ja noch viel Zeit.
11:13Und den Kuchen backe ich sowieso heute Abend.
11:22Ja, gehen Sie mal ran. Ich geh schon mal vor.
11:27Hilde, ist jetzt wirklich was Wichtiges?
11:29Marmelade!
11:30Was?
11:30Ich glaube, die Frau Rufer wollte das in Johannisbeeren Marmelade kochen.
11:33Wozu hätte sie sonst die ganzen Gläser ausgespült?
11:35Hilde, ich bin mitten in einem Mordfall.
11:37Das weiß ich doch, Bärli.
11:39Ich wollte dich noch schnell fragen, ob du vielleicht weißt, wo der Gelierzucker ist.
11:42Hilde, tu mir jetzt einen Gefallen.
11:44Warte einfach, bis die Frau Hofer heimkommt.
11:47Legst die von mir also in einen Liegestuhl, ja?
11:49Bussi.
11:51Liegestuhl.
11:53Gut.
11:55Dann sorge ich mir jetzt, mein Schlier zu kriegen, selber.
12:00Leo?
12:02Leo, du musst sofort, Kimmers.
12:04Ist das, was passiert?
12:05Das ist Linda Schmitz, die Schwägerin von Ferdinand Schmitz.
12:08Aber in letzter Zeit hat sie nichts Auffälliges bemerkt.
12:10Ja, ja.
12:11Mein Mord, der Kimmkler, der ist auf dem Feld.
12:12Mein Kollege Hauptkommiser Stauertlage bei uns.
12:14Ist gut.
12:15Ist gut.
12:16Nein, das ist so schrecklich, was dem Ferdinand passiert ist.
12:20Ha, ha, ha.
12:36Leo, das sind die Herren von der Kippur.
12:39Der Ferdinand.
12:40Hat er was angestellt?
12:41Warum soll er was angestellt haben?
12:43Weil er ein Spinner ist.
12:45Herr Schmitz, das ist so.
12:47Ihr Bruder ist heute Morgen im Yoga-Studio erschlagen worden.
12:55Das ist auch furchtbar.
12:58Wo kommen sie denn gerade her, wenn man fragen darf?
13:00Ich bin seit ziemlich in der Früh auf dem Feld.
13:02Allein?
13:04Ha, freilich wie immer halt.
13:06Und wenn Sie mich fragen, das war bestimmt so ein gehörnter Ehemann.
13:10Leo, das weißt du doch gar nicht.
13:12Wie kommen Sie denn auf sowas?
13:15Der Ferdinand hat bei seinen Yoga-Schülerinnen nichts abrennen lassen.
13:17Also.
13:18Äh, Frau Schmitz, vielleicht reden wir doch erst einmal mit Ihrem Mann, gell?
13:22Bitte.
13:23Danke.
13:24So.
13:24Also, gestern abends habe ich ein Telefonat mitbekommen mit einer gewissen Moni.
13:30Die haben voll gestritten.
13:31Warum ist denn da genau gegangen?
13:32Das weiß ich nicht.
13:34Wenn der Ton lauter geworden ist, ist mein Bruder raus.
13:36Moni, gibt's da auch Nachnamen?
13:38Leider nicht.
13:39Er hat ja ständig mit irgendwelchen Frauen telefoniert.
13:42Sagen Sie mal, Ihr Bruder hat ja dieses Yoga-Studio.
13:45Das schaut ja sehr neuwertig, sehr hochwertig aus.
13:47Wie hat er denn das finanziert?
13:49Wahrscheinlich hat er wieder irgendwelche Leute abpumpt.
13:53Der Ferdinand war schon eher ein Schmarotzer.
14:03Sivanando, spiritueller Mensch.
14:04Aus dem Mund von seinem Bruder hört sich das irgendwie ganz anders an.
14:07Würde mich nicht wundern, wenn diese Moni seine Yoga-Schülerin Monika Leitner ist.
14:11Vorschlag meinerseits, wir fragen's gleich am besten selber.
14:14Ja, das machen wir.
14:15Mein Vorschlag, Frau Stocker, soll sich mal bei der Bank schlau machen.
14:18Vielleicht erfahren wir ja da, wo Herr Ferdinand Schmitz das Geld für so ein schickes Yoga-Studio hergehabt hat.
14:40Sie haben aber heute lang Mittag gemacht.
14:42Äh, ja, ich wurde aufgehalten von der Frau Stadler.
14:44Von der Frau von unserem Herrn Stadler?
14:46Äh, ja.
14:47Was macht denn die in Rosenheim?
14:49Sie besucht ihren Mann für ein paar Tage und wohnt auf dem Hof.
14:51Halt, das hab ich ja gar nicht gewusst.
14:53Ja, Sie können ja auch nicht alles wissen, Frau Grasecker.
14:55Jedenfalls hab ich ihr gezeigt, wo der Supermarkt ist und sie war auf der Suche nach Gelierzucker.
15:00Also, so interessant ist das auch wieder nicht.
15:02Ich bring der Frau Stocker die Post.
15:04Gibt's etwa was zum Tratschen?
15:06Ja, so.
15:08Ja, die Telefonliste vom Ferdinand Schmitz ist gekommen.
15:12Ach, die ist aber ein bisschen Mauer, sie hat sehr wenig telefoniert.
15:15Wann? Um wieviel Uhr?
15:17Moment.
15:20Ja, 21.43 Uhr hat er tatsächlich telefoniert und zwar mit einer gewissen Monika Leitner.
15:27Ja, mach ich gleich.
15:28Ja, wieder hören, Herr Hansen.
15:31Ja?
15:32Herr Stocker, ich hätte noch Post für Sie.
15:34Frau Grasecker, die hätte ich mir doch holen können.
15:36Ich hab sowieso was im Haus erledigen müssen.
15:41Ist noch was, ich muss halt nämlich telefonieren.
15:43Nein, ich will sie nicht aufhalten.
15:46Aber sagen Sie mal, haben Sie das gewusst, dass die Frau vom Stadler auf Besuch in Rosenheim ist?
15:52Die Frau Hofer hat sowas gesagt, aber ich denk, die kommt erst morgen.
15:56Die Frau Lange hat sich aber heute schon in der Stadt getroffen.
15:59Sie wollte in einen Supermarkt.
16:00Der Stadler hat gar nichts davon gesagt.
16:02Sie können doch die Mannsbilder, lassen nichts raus.
16:04Ja, dann wollen wir mal hoffen, dass die Frau Hofer wenigstens Bescheid weiß, gell?
16:10Hauptsache heiße Luft.
16:28Tag.
16:30Wollen Sie zu mir?
16:31Grüß Gott.
16:32Nein, zur Monika Leitner, wer sind Sie, wenn man fragen darf?
16:35Armin Leitner.
16:35Ja, Mann.
16:36Wo geht's?
16:38Hansen, Stadler, Hauptkommissar Kripo Rosenheim.
16:40Sie wissen noch gar nicht, worum es geht?
16:42Nein.
16:43Ist meiner Frau was passiert?
16:44Nein, um Gottes willen, die es nicht.
16:46Aber könnten wir das Gespräch vielleicht trotzdem drin weiterführen?
16:49Klar, bitte.
16:52Moni?
16:55Monika?
16:57Sagen Sie mal, haben Sie sich da verletzt?
16:59Was?
17:00Achso, ein kleiner Sturz im Gelände.
17:02Das passiert öfter mal bei meinen Touren.
17:04Ach, da bist du.
17:06Grüß Gott, Frau Leitner.
17:08Jetzt seien Sie mir nochmal.
17:09Also, worum geht's?
17:11Schau dir vor, mein Yoga-Lehrer wurde heute ermordet.
17:14Und ich hab ihn gefunden.
17:16Was?
17:17Dieser Shiba...
17:18Shiba Nando.
17:20Oder eben Ferdinand Schmitz.
17:22Haben Sie den auch gegangen?
17:23Ich? Nein, nie gesehen.
17:25Meine Frau und ich bevorzuge nicht gerade die gleichen Sportarten.
17:29Folgendes, Frau Leitner, Sie haben doch ausgesagt,
17:31Sie hätten zu Ihrem Yoga-Lehrer keinen Privatkontakt gehabt.
17:34Nein.
17:35Nicht?
17:36Sie haben doch gestern Abend mit ihm telefoniert.
17:40Achso.
17:41Ja, ich wollte nur sicher gehen, dass die Yoga-Stunde heute stattfindet.
17:44Ah, komisch, weil sein Bruder hat nämlich ausgesagt,
17:47Sie hätten am Telefon gestritten.
17:49Nein, das kann nicht sein.
17:50Ich hab das Telefonat mit angehört.
17:52Es ging wirklich nur um die Yoga-Stunde.
17:54So spät abends, um 21 oder wann?
17:5643.
17:5721.43.
17:58Shiba Nando ist eben, war eben nicht der Zuverlässigste.
18:03Da hab ich öfter am Abend noch mal vorher nachgehakt.
18:06Ja, das stimmt.
18:11Ja, genau, die Kontoauszüge vom Herrn Schmitz bräuchte ich.
18:14Ferdinand Schmitz, ja?
18:15Und falls es noch irgendwelche Verträge, Kredite etc.
18:19Ja, genau, einfach Fax oder Mailen.
18:21Vielen Dank, wiederhören.
18:25Hallo, Frau Stockel.
18:26Meine Herren.
18:27Sagen Sie, könnten Sie bei der Bank schon was erreichen?
18:29Da bin ich grad dran, aber vom Grundbuchamt hätte ich was.
18:32Und zwar, der Ferdinand Schmitz ist der alleinige Besitzer vom Hof gewesen.
18:36Sie meinen an, das hat dein Bruder mit keinem Wort erwähnt.
18:39Dann wissen Sie auch nicht, dass der Hof mit einer Hypothek von 200.000 Euro belastet ist.
18:44So ist er hier.
18:45Ah, Herr Stadler, Ihre werte Gattin weilt schon in Rosenheim.
18:51Wieso? Hat sie da auch schon angerufen?
18:53Zucker?
18:55Nein, das weiß ich von der Frau Lange, die hat sie beim Einkaufen gesehen.
18:59Einkaufen? Was muss denn die einkaufen?
19:01Ich weiß so nicht, warum ihre Frau einkaufen muss.
19:04Aber weiß denn die Frau Hofer schon Bescheid?
19:06Also, so wie ich meine Hilde kenne, hat sie die auch schon angerufen. Mehrfach.
19:13Das glaube ich jetzt irgendwie genervt.
19:15Erkennen würden also eine Frau rufen alle fünf Minuten auf dem Handy an.
19:18Apropos Handy, das wäre die Telefondeste vom Herrn Schmitz.
19:22Und für die Grüße von der KTU auf dem Handy haben Sie leider keine Fingerabdrücke gefunden.
19:27Schade. Na gut, danke Frau Stockel.
19:29Bitte, bitte.
19:34Es ist schon komisch, dass Ferdinand Schmitz kaum telefoniert oder es im Essen geschrieben hat.
19:38Vielleicht hat jemand die Daten gelöscht.
19:40Dann sollten Sie sicherheitshalber beim Provider nachfragen, ne?
19:44Übrigens, laut Obduktionsbericht wurden unter den Fingernägeln des Opfers
19:49keine brauchbaren DNA-Spuren gefunden.
19:52Schade, hätte gut so einen Schramm von Leitner gepasst.
19:54Ja, wer weiß, wer weiß.
19:55So eine kleine Rangelei kann ja viel bedeuten.
19:57Auf dem Hemd des Toten konnten fremde Faserspuren sichergestellt werden.
20:02Aha.
20:03Gut.
20:04Herr Mohr.
20:05Richtig.
20:06Sagen Sie, Yogastudio?
20:08Haben Sie da was Neues erfahren?
20:09Ja, also zu der Zeit keiner was gesehen, keiner was gehört.
20:13Aber einer von den Mitarbeitern, der Herr Spechtl, der hat mir erzählt, dass unser Schivanando
20:18gelegentlich auch in der Nacht dort geblieben ist.
20:21Mhm.
20:21Und ich vermute mal, nicht allein?
20:23Nein, zusammen mit seiner Mitarbeiterin, mit der Frau Werdenfels.
20:26Und was die zwei dort gemacht haben, das hat jetzt nicht wirklich nach harter Arbeit
20:30ausgeschaut.
20:31Ach so.
20:32Schivanando hatte also ein Liebesverhältnis mit Ellen Werdenfels.
20:35Liebe?
20:36Ja, so kann man es auch nennen.
20:37Jedenfalls hört man es dazu befragen.
20:39Herr Mohr.
20:39Könnten Sie meinen Provider von Herrn Schmitz mal erfragen, ob eventuell SMS oder irgendwelche
20:44Nachrichten gelöscht worden sind, weil den Verdacht haben wir nämlich.
20:47Ja, ich will.
20:47Danke.
20:48Komisch.
20:50Tilti hat jetzt die ganze Zeit nicht angreifen.
20:52Das gibt's doch nicht.
21:05Das sind ja nicht ganz uninteressante Neuigkeiten, Frau Stocker.
21:08Vielen Dank.
21:08Ja, bis später.
21:10Und?
21:11Ferdinand Schmitz, der war von Anfang an mit seiner Rückzahlung für die Hypothek im Verzug.
21:15Herr Schauen.
21:15Ja, und die Bank hat sogar mit Zwangsversteigerung des Hofes gedroht.
21:20Zwangsversteigerung?
21:21Das hat auch sein Bruder Leo die Lebensgrundlage entzogen.
21:23Ja.
21:23Somit hat der ein Motiv.
21:25Deswegen hat der nichts über die Warenbesitzverhältnisse verlauten lassen.
21:28Ja.
21:29Jetzt hat er allerdings vor einer Woche 10.000 Euro getilgt, um das Schlimmste zu verhindern.
21:33Wer?
21:33Der Ferdinand?
21:34Ja.
21:3410.000 Euro?
21:35Ja.
21:36Wo hat er das Geld hergehabt?
21:37Schaut das rauszufinden, der Kollege wird unsere Aufgabe sein.
21:40Er hat das Geld nämlich in Bar eingezahlt.
21:42In Bar?
21:43In Bar.
21:47Ah, Frau Werdenfels.
21:49Wir hätten da ein paar Fragen.
21:52Und zwar, zum Beispiel ist uns zu Ohren gekommen, Shivanando und Sie.
21:57Das war doch keine rein berufliche Beziehung.
22:00Ja, wir sind uns im letzten Jahr mal ein bisschen näher gekommen.
22:03Warum haben Sie uns das nicht erzählt?
22:05Das haben wir niemandem gesagt.
22:06Er war Mensch, das sieht doch komisch aus.
22:08Er hat ja gerne mal was mit seinen Yoga-Schülerinnen angefangen.
22:12Waren Sie doch nicht ein bisschen eifersüchtig?
22:14Also ich glaube, es ist nachvollziehbar, wenn eine Schülerin ihren Lehrer anhimmelt.
22:18Und er war ja auch so eine Persönlichkeit, hatte Charisma, Ausstrahlung.
22:22Ich persönlich wollte nicht wirklich eine feste Beziehung mit ihm.
22:24Also das war eher so mein Spaß.
22:28Mhm.
22:30Frau Werdenfels, wussten Sie eigentlich, dass der Hof, den sein Bruder, also der Leo Schmitz,
22:37bewirtschaftet, eigentlich an Ferdinand gehört hat und zwar allein?
22:40Ja, den hat er von seinen Eltern geerbt.
22:42Das hat ihm noch nicht viel genutzt.
22:43Also der Hof hat ja nicht wirklich viel abgeworfen.
22:46Und Ferdinand war Pleiter.
22:48Pleite?
22:49Aha.
22:50Und sein schickes neues Yoga-Studio, lief das nicht so gut?
22:53Das ist nicht sein Studio, das ist ja nur gepachtet.
22:56Das ganze Geld ist eigentlich in den Umbau eingeflossen.
22:58Das war ja vorhin Fitnessstudio.
22:59Er hat eine Yoga-Studio draus gemacht.
23:00Seine Vision war ja, als Yoga-Lehrer ganz groß rauszukommen.
23:03Mhm.
23:04Das einzige Problem war, dass er nicht wirklich mit Geld umgehen konnte.
23:08Letzte Woche hat er an seine Bank 10.000 Euro zurückzahlt.
23:11Wo hat er das Geld hergehabt?
23:12Keine Ahnung.
23:13Also von 10 Yoga-Stunden pro Woche ist das nicht zusammengekommen.
23:18Ach, tut das jetzt gut.
23:20Seit heute Morgen bin ich nur auf Achse.
23:22Ein Termin jagt den nächsten.
23:23Sie arme.
23:23Ja, und nicht einmal einkaufen war ich bis jetzt.
23:26Aber Frau Hofer, vielleicht müssen Sie das gar nicht mehr.
23:29Wie meinen Sie das?
23:30Vielleicht hat das ja die Frau Stadler schon für Sie erledigt.
23:34Schön wär's, aber die Frau Stadler reist erst morgen an.
23:36Nein, nein, nein, nein.
23:37Die Frau lange hat sie in der Stadt gesehen.
23:39Sind Sie sich da sicher?
23:41Ja.
23:41Sie wollte in den Supermarkt gehen.
23:43Sowas.
23:44Weiß es der Herr Stadler schon?
23:46Na ja, der Herr Stadler wird ja wohl kaum Zeit für die haben.
23:49Weil dann hockt die Arme vielleicht jetzt ganz allein auf dem Hof
23:51und ich muss nur Zutaten für den Kuchen besorgen.
23:53Ach, aber für den Willkommenskuchen ist vielleicht noch ein bisschen spät.
23:56Nein, nein, nein.
23:57Der Kuchen ist für die Frau Ebersdobler morgen, die hat Geburtstag.
24:00Frau Stockel.
24:00Ich muss.
24:01Ich will Sie nicht aufhalten und grüßen Sie mir die Frau Stadler.
24:03Mach ich.
24:04Wiederschauen.
24:05Wiederschauen.
24:05Ah.
24:07Immer in Eile.
24:09Kommt mir so vor, als wäre Ellen Werdenfeld wirklich nicht groß eifersüchtig gewesen.
24:13Na ja, wirklich viel bieten konnte er das Schiebenando nicht.
24:16Zumindest nicht finanziell.
24:19Also wenn Sie mich fragen, der hat sich mit dem Studio regelrecht übernommen.
24:23Ja.
24:24Ich frag mich, warum er den Hof nicht einfach verkauft hat.
24:26Fragen über Fragen.
24:27Fragen wir doch ein bisschen seinen Bruder.
24:40Ja.
24:41Ja, Herr Schwitz.
24:42Moment halt, bitte.
24:44Ja, wenn Sie schnell gehen, die muss ja weitermachen.
24:47Ja, Moment, Moment, Moment.
24:48Dafür muss Zeit sein.
24:51Sagen Sie mal, Sie haben uns gar nicht erzählt, dass dieser schöne Hof Ihren Bruder allein gehört
24:56hat.
24:56Ja.
24:57Der Pferdl hat als älterer Bruder fast alles gehabt.
25:00Ich hab's mit einem Fleckerl Wald abgespeist.
25:02Er hat ja auf den Hof eine Hypothek von 200.000 Euro aufgenommen.
25:06Die Bank hat sogar mit einer Zwangsversteigerung gedroht.
25:08Das hätte ich Ihnen doch die Lebensgrundlage entzogen.
25:10Was hätte ich denn tun sollen?
25:12Ich hab sogar jeden Monat 2.000 Euro Pacht an ihm abgedruckt.
25:152.000 Euro von ganzen Bauernhofen?
25:17Das ist doch eher moderat.
25:19Der war jahrelang in Indien, während ich den Hof geschmissen hab.
25:22Dann kommt er zurück, spielt den Hausherrn, rührt keinen Finger und verlangt auch noch
25:26Geld dafür.
25:27Das finden Sie moderat.
25:28Dafür erben Sie ja jetzt alles.
25:31Und die Zwangsversteigerung können Sie auch abwenden.
25:33Das wird Sie dann noch zeigen.
25:35Wovon soll ich 200.000 Euro tilgen?
25:38Bargeld ist nämlich keins da.
25:41Apropos Bargeld.
25:42Ihr Bruder hat letzte Woche 10.000 Euro an die Bank zurückbezahlt worden und das Geld
25:47hergehabt.
25:48Von mir jedenfalls nicht.
25:49Ich bin froh, wenn ich das Jahr ohne Miese überstehe.
25:51Warum hat der Bruder den Hof eigentlich nicht verkauft?
25:53Weil der keinerlei Ambitionen als Landwirt gehabt hat.
25:58Weil ihm das ganz gut gepasst hat.
25:59Hier kostenlos wohnen und dafür auch noch eine Pacht kassieren.
26:03Die er dann in sein deppertes Studio gesteckt hat.
26:05Naja, die Pacht sparen Sie sich jetzt allerdings.
26:09Telefon.
26:10Ja.
26:12Hilde.
26:15Hilde, was gibt's denn?
26:17Anton, gut, dass ich dich erreiche.
26:19Ich wollte nur fragen, ob du weißt, wann die Frau Hofer heimkommt.
26:22Was ist die immer noch nicht da?
26:23Na, ich hab nämlich eine kleine Überraschung für Sie.
26:26Was für eine Überraschung?
26:27Das wirst du dann schon sehen, wenn du pünktlich Feierabend machst.
26:30Das kann ich dir jetzt so pauschal nicht versprechen.
26:32Wie alt ist die, gell? Bussi.
26:34Ja, Bussi.
26:35Wie wenn man sich bei einem Mordfall beeilen kann.
26:39Ja!
26:43So, jetzt passt es mal auf.
26:45Das ist die Anrufliste von Ferdinand Schmidts, seinem Provider.
26:49Von dem, der hat wenig telefoniert.
26:52Frauennamen ohne Ende.
26:54Stimmt das also, dass er nichts hat anbrennen lassen?
26:57Es ist kein Wunder, dass der die Nachrichten gelöscht hat.
26:59Frauen können diesbezüglich furchtbar neugierig sein.
27:02Und dann hab ich noch eine sehr interessante SMS von der Monika Leitner.
27:06Von vor zwei Tagen.
27:07Ich brauche heute noch die 10.000 Euro zurück.
27:11Wenn Armin dahinter kommt, dann haben wir ein Problem.
27:14Er hat aber nicht mehr geantwortet, der Schiwanander.
27:17Die Leitner hat ihm das Geld gelebt.
27:19Ja.
27:20Frag dich noch dazu.
27:21Ja, das soll sie uns am besten selber sagen.
27:23Ich hätte sie schon einbestellt.
27:24Die müsste eigentlich jetzt da sein.
27:27Gute Arbeit.
27:27Okay.
27:29Also, man leiht doch nicht jemanden grundlos 10.000 Euro.
27:32Nur dazu, wenn man den jemanden kaum kennt.
27:35Ja.
27:36Und aus Nächstenliebe wird sie wohl kaum gewesen sein.
27:41Hören Sie.
27:44Wenn Schiwanander um Sie sich doch näher stand, dann wären wir das sowieso rauskriegen.
27:48Also wäre es besser.
27:49So kann man das nicht nennen.
27:50Nein.
27:51Wir haben eine einzige Nacht zusammen verbracht.
27:55Er war...
27:58Er war einfach einfühlsam.
28:00Und dann ist es eben passiert.
28:01Und dann haben Sie ihm gleich das ganze Geld gegeben.
28:03Ja.
28:04Er hat mich direkt am nächsten Tag darum gebeten.
28:06Natürlich fand ich das dreist, aber...
28:08Und trotzdem haben Sie ihm dieses Geld gegeben.
28:1010.000 Euro.
28:14Er hat mir hoch und heilig versprochen, es bin drei Tage zurück zu zahlen.
28:18Das war nämlich der Grund gestern Abend, warum Sie draußen auch noch fahren am Hof.
28:23Er bat um Aufschub.
28:26Und ich hatte Angst, dass mein Mann dahinter kommt.
28:29Ja, weil dann hätte er ja auch von der Liebesnacht erfahren.
28:31Bitte sagen Sie ihm nichts davon.
28:37Vielleicht hat Dunika Leitner ihre Yoga-Blöcke absichtlich im Studio liegen lassen.
28:41Sie ist dann zurückgelaufen, hat von Schiwanander das Geld eingefordert.
28:44Es kam zum tödlichen Streit und zack.
28:46Zumal der Leitner ja nichts von der Affäre gewusst hat.
28:49Was ist denn, wenn der Schiwanander ihr gedroht hat, es ihm zu sagen?
28:53Dann haben Sie einen Grund mehr gehabt als in der Schlamm.
28:56Allerdings war Ellen Werdenfeld ebenfalls zur Tatzeit am Tatort.
28:59Und hatte auch ein Motiv, der auch ins Runterspielt.
29:02Eifersucht.
29:04Apropos Eifersucht, was ist denn, wenn der Leitner doch von der Liebesnacht gewusst hat?
29:08Weil zur Tatzeit war er ja mit dem Radler unterwegs alleine.
29:11Und er ist ja mit Schrammen zurückgekommen.
29:13Man müsste halt jetzt bloß herausfinden, ob er bereits vor dem Mord von den 10.000 Euro gewusst hat.
29:19Na, Herr Mohr?
29:21Ach so. Soll ich morgen ein bisschen mit der Bank reden?
29:24Das wäre nett.
29:33Wollen Sie nicht rangehen?
29:35Nein, das ist sicher die, die will, dass ich eine Feierabend mache.
29:37Ja, dann sollten Sie den Gefallen auch tun.
29:39Was jetzt schon?
29:41Hallo, Berli.
29:47Ich hab heute einen ganz ausgefüllten Tag gehabt.
29:51Aha.
29:53Was ist denn das?
29:55Finger weg.
29:57Das ist für die Frau Hofer.
29:58Ich hab ihre Johannisbeeren eingekocht.
30:00Aber du weißt doch gar nicht, für was die Johannisbeeren bestimmt waren.
30:02Ich hab eben ganz schlau kombiniert.
30:04Die Johannisbeeren in der Küche, die Gläser in der Ablage.
30:07Und Anton, den Gelierzucker hab ich mir dann selber besorgt.
30:10Gell?
30:11Jetzt mach nicht so ein Gesicht.
30:13Die Frau Hofer wird begeistert sein.
30:18Hey, Sven.
30:19Andi, setz dich.
30:20Danke, ich bin schon den ganzen Tag gesessen.
30:23Hey, Joe.
30:23Servus, Andi.
30:25Auch ein Rotwein?
30:26Der Mann kann Gedanken lesen.
30:28Sagt's einmal, konnte es sein, dass ich die Frau Stadler heute in der Stadt gesehen habe?
30:32Das kann gut sein. Heute Morgen ist sie angereist.
30:34Und seitdem klingen alle fünf Minuten das Handy vom Kollegen Stadler.
30:37Ich kann mir vorstellen, dass das auf Dauer ganz schön nervt.
30:39Wo ist das wohl, wenn man verheiratet ist?
30:42Darauf sollten wir Junggesellen anstoßen.
30:47Prost.
30:48Prost.
31:11Prost.
31:12Prost.
31:13Vorschlag meinerseits.
31:15Wir drei gehen jetzt an Rosenbräu Abend essen und brauchen sie nicht kochen.
31:18Wunderbare Idee.
31:19Zög mich noch schnell um.
31:25Siegst, ich hab ja gewusst, dass es sich freut.
31:42Morgen, Frau Hofer. Sie sind ja schon früh unterwegs.
31:46Ich habe nur schnell die restlichen Johannisbeeren aus dem Garten geerntet.
31:50Morgen.
31:51Morgen.
31:51Ich habe wunderbar geschlafen. So eine Ruhe hier.
31:54Freut mich, dass es Ihnen bei uns gefällt.
31:56Ich traue Sie mit mir Marmelade.
31:58Nein, dass wir so einen Kuchen draus werden. Eine Bekannte hat heute Geburtstag.
32:01Die könnten wir doch noch ein Frühstück zusammenbacken.
32:03Das wäre nett, Frau Stadler, aber ich habe es ein wenig eilig.
32:06Ich muss gleich zu meinen 80er und danach muss ich noch in die Musikakademie.
32:09Na, wissen Sie was? Ich back den Kuchen für Sie.
32:12Hilde!
32:13Das mache ich doch gern.
32:15Na ja, also wenn Sie drauf bestehen?
32:17Ja, sie besteht drauf.
32:19Na gut, das Rezept ganz wichtig und die Zutaten stelle ich einfach auf den Küchentisch für Sie bereit.
32:25Gut.
32:26Super.
32:29Sieg's ehrlich, manche Leute lassen Sie halt gern helfen.
32:36So, Dalla, das ist die Geburtstagskarte für die Frau Eberstobler.
32:39Wenn Sie mir doch bitte schön unterschreiben möchten.
32:41Ja, gern.
32:43Und der Kuchen ist fertig, oder?
32:46Nein, den konnte ich gestern nicht mehr backen.
32:48Danke.
32:48Stellen Sie sich vor, die Frau Stadler hat meine Johannesbeeren einfach zur Marmelade verarbeitet.
32:54Ich dachte, die Frau Stadler kommt erst heute.
32:56Ja, sie ist überraschenderweise einen Tag früher angereist und hat sich die Zeit damit vertrieben, meine Johannesbeeren einzukochen.
33:03Dann haben wir jetzt also bloß diese Glückwunschkarte da.
33:05Nein, nein, keine Sorge. Ich habe heute früh schon nochmal frische Johannesbeeren geerntet und die Frau Stadler hat sich angeboten,
33:10den Kuchen für uns zu backen.
33:11Der schmeckt dann aber auch so wie von Ihnen gebacken.
33:14Also, ich habe ihr ganz genaue Anweisungen gegeben und sie hat versprochen, sich an das Rezept zu halten und nachher
33:18hole ich ihn fertig gebacken ab.
33:20Ja, dann schauen wir mal.
33:23Haben Sie schon was von der Frau Hofer gehört?
33:25Ich weiß nur, dass die beim Herrn Achtziger ist. Warum?
33:28Ja, wie es halt so läuft mit dem Besuch von der Frau Stadler.
33:31Ach so. Also, ich weiß nur, dass die Stadlerin ständig auf seinem Handy anruft.
33:37Oh Gott, das war in der arme Herr Stadler, wo der doch mitten in der Mord vorsteckt.
33:41Ah, morgen allerseits.
33:43Guten Morgen.
33:44Guten Morgen, Herr Stadler.
33:45Ja, ich pack's dann auch wieder. Sie haben ja sicher sehr viel zu tun und wenn man da ständig gestört
33:49wird.
33:52Ja?
33:53Wollen Sie einen Kaffee? Frisch aufgebrüht. Ich bringe ihn auch rüber.
33:58Gerne.
34:02Ah, moin Herr Stadler.
34:04Morgen.
34:05Ich geh gerade den KTU-Bericht für die Tatswaffe durch.
34:07Aha. Und, haben wir brauchbare Fingerabdrücke?
34:09Ja, haben wir. Na ja, die einen stammen von Ferdinand Schmitz selbst und die anderen von Ellen Werdenfels.
34:15Na gut, das wundert mich jetzt nicht wirklich, weil er die schließlich dort arbeitet.
34:18Außerdem wurden noppenförmige Abdrücke einer chemischen Substanz gefunden, die auf Silikon hinweist.
34:24Was? Noppenförmige? Was ist das?
34:26Das sind so Anti-Rutsch-Beschichtung auf Handschuhe, oder was?
34:30Ja, zum Beispiel. Und zwar in Form kleiner Noppen.
34:32Der Herr Leitner hat doch gestern, wie wir bei ihm dort waren, so Dings gehabt, so Radlerhandschuhe.
34:37Genau.
34:38Guten Morgen.
34:39Guten Morgen.
34:40Morgen.
34:41Sagen Sie, konnten Sie die Bank der Herr Leitnensschule erreichen?
34:44Ja, weil ich sogar einen Filialeiter, den Herrn Schuhmann. Schuh wie der Schuh und Mann wie der Mann.
34:47Ach, es ist ja so. Die Monika Leitner hat tatsächlich 10.000 Euro abgehoben von einem Konto, das sie gemeinsam
34:55gehabt hat mit ihrem Mann.
34:56Und am nächsten Tag hat der Armin Leitner bei der Bank angerufen und wollte dieses Konto für seine geliebte Frau
35:02sperren lassen.
35:04Sperren lassen? Das wird wohl kein Zufall sein.
35:07Also hat der Leitner vor der Tal schon von ihr Geld gewusst?
35:09Ja, fragt sich nur, ob er auch von der Liebesnacht gewusst hat.
35:12Herr Startler, ihr Kaffee.
35:14Auf, so.
35:15Ja gut, wir müssen jetzt wieder weg.
35:18Ich hätte noch keinen gehabt.
35:20Bitte schön.
35:21Kollege, dankt.
35:22Glück gehabt.
35:23Ah, du Stockel.
35:25Hex, seid da.
35:26Ah, ja.
35:29Hippo Rosenheim-Apparat Stockel, grüß Gott.
35:31Hallo, Frau Stockel.
35:33Hilde Stadler hier.
35:34Frau Stadler, habt ihr schon gehört, Sie sind bei uns in Rosenheim?
35:37Ja, und ich genieße jede Minute.
35:39Das ist aber schön. Wollten Sie Ihren Mann sprechen?
35:42Na, der muss ja fleißig ermitteln.
35:44Ich wollte noch fragen, ob die Frau Hofer noch bei meiner 80er ist.
35:47Äh, ja. Wollen Sie die Frau Hofer sprechen?
35:49Nein, das wäre nicht nötig.
35:51Könnten Sie ja vielleicht ausrichten, dass sie den Kuchen nicht am Hof abholen muss?
35:55Ich bringe ihn geschwind im Kommissariat vorbei.
35:57Ach, ist aber reizend.
35:58Seid ich gleich weiter. Also, bis dann, Frau Stadler.
36:00Danke, Frau Stockel. Bis gleich.
36:08Herr Leitner, Sie haben Sie ja bei der Bank erkundigt.
36:11Ja, natürlich.
36:12Normalerweise hebt meine Frau nicht solche hohen Summen von unserem Girokonto ab.
36:16Ich habe Sie darauf angesprochen sofort.
36:18Sie wussten also bereits vor Schiwanandos Tod von den 10.000 Euro?
36:22Ich habe Armin gesagt, ich hätte das Geld meiner Schwester geliehen.
36:26Aha.
36:27Und das haben Sie nicht überprüft, Herr Leitner?
36:30Doch.
36:32Ich habe Monis Schwester angerufen.
36:37Die wusste natürlich von nichts.
36:39Davon hast du mir nichts gesagt.
36:40Ich hatte ehrlich gesagt den Verdacht, dass du und dein Yoga-Lehrer
36:45euch näher standet.
36:48Vor ein paar Tagen, da war Moni am Abend mit einer Freundin verabredet.
36:51Da bin ich zum Hof von diesem Shiva...
36:53Lando?
36:54Ja, was auch immer. Gefahren.
36:56Waren Sie eifersüchtig?
36:59Ich wollte sicher gehen.
37:02Ich bin ums Haus gegangen und da habe ich ihn gesehen.
37:06In einer eindeutigen Umarmung mit einer fremden Frau.
37:10Können Sie uns diese fremde Frau etwas näher beschreiben?
37:13Groß.
37:17Schlank.
37:18Langeroter Haare.
37:23Herr Rhein?
37:25Frau Stadler, kommen Sie ruhig rein.
37:27Frau Stockl hat schon gesagt, dass Sie den Kuchen bringen.
37:29Grüß Gott, Herr Achtziger.
37:31Das ist wirklich ausgesprochen nett von Ihnen.
37:34Frau Hofer, ich weiß doch, wie viele Termine Sie immer haben.
37:36Die Frau Ebersdubler wird sich freuen.
37:38Ja, und ich habe mir erlaubt, das Rezept noch ein bisschen zu verfeinern.
37:45Aber das ist ja eine Baiser-Haube.
37:49Ja.
37:49Weil doch die Johannis werden ja mal so sauer sein.
37:51Stimmt.
37:52So, jetzt mag ich Sie aber gar nicht länger aufhalten.
37:55Ach, und sagen Sie mir doch, Frau Ebersdubler, einen schönen Gruß.
37:59Unbekannterweise.
37:59Gerne, richten wir aus.
38:01Und vielen Dank nochmal.
38:07Frau Hofer, stimmt was nicht?
38:10Die Frau Ebersdubler hasst Baiser.
38:13Ach so.
38:14Das machen wir jetzt?
38:16Kann man das vielleicht abkratzen?
38:19Nicht?
38:21Na, da müssen wir halt einen kaufen.
38:24Wollen Sie vielleicht das Stückkoll probieren?
38:28Ja, gerne.
38:33Wenn Sie mal zu meinem Mann wollen, der ist auf dem Feld.
38:36Nein, nein, nein, nein.
38:37Wir wollen ja erst mit Ihnen sprechen.
38:39Mit mir?
38:40Was hab ich mit der Sache zum tun?
38:42Na, warten Sie mal, warten Sie mal, warten Sie mal.
38:46Immerhin hatten Sie eine Affäre mit Ihrem Schwager.
38:50Nein.
38:51Nicht.
38:54Sie sind aber gesehen geworden.
38:59Das war keine Affäre.
39:02Wir haben uns geliebt.
39:04Und sagen Sie mal, dass er gleichzeitig ein Liebesverhältnis mit seiner Mitarbeiterin Ellen Werdenfels hatte,
39:10das war Ihnen nicht so wichtig.
39:12Das ist nicht wahr.
39:14Frau Schmitz, was genau geschah am Abend vor der Tat hier auf dem Hof?
39:21Ich hab mitbekommen, wie der Ferdinand mit einer anderen Frau telefoniert hat, der Moni.
39:29Dass ich nicht die Einzige war, das hab ich nicht gewusst.
39:32Sie haben das Telefonat also belauscht?
39:33Nein, das war nicht zum Überhören.
39:35Die haben gestritten.
39:36Und dann hat der Ferdinand versucht, diese Moni zu bezirzen und hat auf eine gemeinsame Liebesnacht umgespielt.
39:41Aha, da sind Sie so richtig gut geworden.
39:43Ja.
39:44Ich war so enttäuscht, dann bin ich laut geworden.
39:48Und wie ging es dann weiter?
39:52Ja, der Leo hat, der hat es dann gehört.
39:56Und wie der das von dem Verhältnis erfahren hat, da hat er den Ferdinand Wüst beschimpft und dann hat er
40:01ihn rausgeschmissen.
40:03Das war das letzte Mal, dass ich an Ferdinand gesehen habe.
40:09Kollege, wir kennen die Hänscher.
40:13Ja, mein Mo, die hat er auf dem Feld zum Arbeiten an.
40:18Herr Schmitz, Sie wissen vermutlich, warum wir jetzt da sind.
40:28Der Ferdinand war der nicht zu nutz.
40:30Ich war der rechtmäßige Hofbesitzer.
40:33Eben nicht auf Papier.
40:34Ja, das hat er schamlos ausgenutzt.
40:37Die Pacht hat ihm nicht gereicht.
40:39Er hat auch noch eine Hypothek auf dem Hof aufnehmen müssen und eine Zwangsversteigerung riskieren.
40:45Und dann steigt er auch noch mit meiner Frau ins Bett.
40:48Mein eigener Bruder will mir alles wegnehmen.
40:52Bei einer Tatwaffe wurden noppenförmige Silikonabdrücke gefunden.
40:56Die werden wir schön mit ihren Arbeitshandschuhen abgleichen.
41:04In der Früh bin ich zum Yoga-Studio gefahren.
41:06Ich habe gewartet, bis alle Kursteilnehmerinnen weg waren.
41:09Und dann bin ich rein zu ihm.
41:11Ich wollte wissen, warum er mir das so tut.
41:16Ein dummer Bauer am 5 Uhr hat er mich geheißen.
41:19Das sind sie auf ihn losgegangen.
41:21Er war wütend.
41:24Er hat sich gewehrt und dann...
41:27...habe ich auf einmal diese Buddha-Figur in der Hand gehabt.
41:31Herr Schmitz, Sie sind vorläufig festgenommen, weil es im dringenden Hauptverdacht stehen,
41:35Ihren Bruder Ferdinand Schmitz erschlagen zu haben.
41:41Er hat uns alle nur benutzt.
41:55Komisch.
41:56Meine Frau, vorübergehend nichts zu erreichen.
41:58Was? Jetzt, wo der Fall gelöst ist?
42:00Ja, und ich endlich Zeit zum Ratschen hätte.
42:02Was? Jetzt, wo der Fall gelöst ist, wo der Fall gelöst ist.