- vor 12 Stunden
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SpaßTranskript
00:00oder was? Ja. Wenn ich arbeite, wird er in der Kita gut betreut und das machen andere Mütter auch so.
00:07Ja, aber wir haben doch überhaupt nicht gesprochen. Ich bin ja auch seine Mutter.
00:11Du kannst ihn jederzeit besuchen kommen. So wie ich es bei euch auch gemacht habe.
00:16Wird mich verarschen.
00:18Ah ja, hört zu. Ich bin euch wirklich wahnsinnig dankbar.
00:21Das können wir ihm nicht antun. Er hat sich doch an uns gewöhnt. Ich bringe ihn jeden
00:25Abend ins Bett. Verstehst du das? Wenn er weint, kommt er zu mir. Das packt er nicht.
00:29Ich bin aber seine Mutter und du wusstest von Anfang an, dass ich ihn irgendwann zu mir
00:33holen werde. Ja, natürlich, aber wir müssen daran denken, was für ihn das Beste ist.
00:39Ja, das tue ich doch. Das machst du nicht. Das ist nicht das Beste. Du denkst nur an dich.
00:43Ich denke nicht nur an mich. Ich denke an meinen Sohn. Alles gut, mein Schatz.
01:10Herr Kassan, wie geht's Ihnen? Bisschen. Bisschen besser? Könnten Sie was essen?
01:15Ja, hier. Ja, Kleinigkeit. Sehr, sehr gut. Ich schau später in der Rede.
01:20Danke. Herr Meinke, haben Sie Frau Siebert irgendwo gesehen?
01:25Vielleicht macht Emily noch Mittag. Nein. Zeit, ey. Sollte schon längst wieder auf der Station sein.
01:33Ich hab keine Ahnung. Wenn jeder jetzt zwei Stunden Mittagspause machen würde, wo landen wir da?
01:40Frau Siebert? Frau Siebert? Frau Siebert? Emily? Frau Siebert? Emily?
02:29Maja Siebert ist dringend verdächtig, ihre Schwester nach einem Streit erschlagen zu haben.
02:35Verbrechen strafbar nach § 211, 212 StGB. Es wird beantragt, Haftbefehl zu erlassen,
02:46da aufgrund der Schwere der Tat von Fluchtgefahr auszugehen ist.
03:03Hey. Wo brennt's? Neuer Fall. Ich brauch einen Restauranttipp von dir.
03:15Hast du ein Date? Da solltet ihr zu Stefano gehen. Das ist ein sehr guter, sehr bodenständiger Italiener.
03:24Warum waren wir da noch nicht? Wir waren noch nie auf dem Date. Stefano macht die besten Linguina Limone der
03:30ganzen Stadt.
03:31Da wird jede Frau schwach. Ach, wegen der Linguine? Auch? Komm schon, erzähl.
03:43Ja gut. Also, Dr. Franziska Sandner ist eine Kollegin. Die haben uns schon zweimal getroffen. Ach.
03:59Und die läuft's? Sie redet viel über den Job. Dann solltest du ihr Fragen stellen, die ihr sonst niemand stellt.
04:14Ich meine, du bist doch ein einfühlsamer Typ. Und wenn das nicht funktioniert, dann musst du mutig sein.
04:34Herr Hornberg? Ja.
04:36Ich bin Faschina Siebert. Meine Frau wurde verhaftet, weil sie ergeblich ihre Schwester erschlagen haben soll.
04:40Jetzt kommen Sie doch bitte rein. Einfach geradeaus durch. Bitte schön.
04:57Emily ist Meyers Schwester. Sie ist mit 17 schwanger geworden. Der Typ hat sie verlassen. Er wollte keine Verantwortung übernehmen.
05:08Sie war total überfordert. Sie hat gerade ihre Ausbildung zur Krankenpflegerin angefangen. Sie hätte sie abbrechen müssen.
05:15Keine einfache Situation.
05:19Maya und ich, wir waren glücklich. In einer stabilen Beziehung. Wir haben uns gerade eine Firma aufgebaut.
05:25Deswegen haben wir dann vorgeschlagen, dass wir das Kind erst mal zu uns holen.
05:28Wann war das?
05:30Äh, ein paar Wochen nach der Geburt. Und jetzt ist Fini schon zwei Jahre bei uns.
05:35Gab's einen Plan, wie lange der Junge bei Ihnen bleiben sollte?
05:43So lange wie nötig. Emily war sowieso jedes Wochenende bei uns. Manchmal auch länger.
05:48Ja. Und gab's nie die Idee, dass Emily mit dem Jungen zu Ihnen zieht?
05:54Nein. Das wollte Emily nicht. Ich glaub, sie wollte sich abnabeln.
06:00Frau Siebert. Was genau ist am Tattag passiert?
06:11Die Polizei sagt, es gab einen Streit auf dem Spielplatz. Emily wollte Fini wieder zu sich nehmen.
06:19Das hat Maya nicht so gut verkraftet.
06:24Und danach lag Emily tot in der Klinik, in der sie gearbeitet hat.
06:30Wann beide halt?
06:33Emily war auch meine Familie. Wir waren auch eng miteinander.
06:41Ja.
06:45Maya hat ihre Schwester nicht umgebracht. Sie war das nicht.
06:52Ich werde sehen, was ich tun kann.
07:02Wiedersehen, Frau Siebert. Ich melde mich bei Ihnen.
07:04Danke. Wiedersehen.
07:15Der Kleine hat seine leibliche Mutter und seine Ziehmutter auf einmal verloren.
07:20Lass mich grad mal zwei an.
07:22Der Fall ist dringend. Bist du dabei?
07:23Hallo. Dann schnauben wir in die Klinik.
07:26Ja.
07:28Ja.
07:50Frau Siebert?
07:55Rechtsanwalt Hornberg. Ihre Frau hat mich gebeten, Sie zu besuchen.
08:00Wie geht's den beiden?
08:01Ja.
08:04Okay.
08:05Wenn Sie wollen, dann kann ich Sie vertreten.
08:13Ich muss so schnell es geht zu finden.
08:16Ich habe Sorge, dass Sie ihn sonst in Pflegeheim stecken.
08:18Ich bin sicher, dass der Kleine vorerst in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann.
08:25Okay.
08:28Frau Siebert, Sie haben mit Ihrer Schwester gestritten, weil die den Kleinen zurück wollte.
08:36Ist die Situation dabei eskaliert?
08:40Ich habe Emily nicht umgebracht.
08:44Sie ist meine kleine Schwester. Ich liebe sie.
08:47Ich habe sie immer nur beschützt.
08:50Deswegen ist Finn auch bei uns, weil sie selbst es nicht konnte.
08:55Dann haben Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrer Schwester?
08:58Ja.
09:00Also klar, wir hatten einen großen Altersunterschied.
09:03Ich war bestimmt mal die typische große Schwester, die genervt hat.
09:09Aber...
09:13Wie oft hat Emily Finn gesehen?
09:17Ja, jedes Wochenende.
09:20Manchmal auch unter der Woche.
09:23Das war immer schön.
09:25Und Sie haben nie geahnt, dass Ihre Schwester den Jungen wieder zu sich holen wollte?
09:34Ja, wir wussten, dass das kommen kann.
09:37Aber Sie haben es einfach verdrängt.
09:40Ja.
09:46Vor zwei Wochen ungefähr hat Emily uns beim Essen gesagt, dass sie darüber nachdenkt.
09:52Und wie haben Sie darauf reagiert?
09:56Wir waren total überfordert.
09:58Wir haben versucht, Emily klarzumachen, dass es wahrscheinlich für Finn nicht so gut wäre.
10:03Er hat sich so an uns gewöhnt.
10:10Wir haben gehofft, dass es erstmal nur ein Gedanke bleibt.
10:18Aber dann kam alles anders.
10:24Ja.
10:35Ich weiß.
10:37Ich habe aber heute wieder länger in der Klinik zu tun.
10:41Ja, okay.
10:42Ich melde mich, sobald ich hier raus bin, okay?
10:45Ja, bis später.
10:45Jetzt sei doch nichts.
10:46Hi.
10:48Andreas.
10:49Neue Reinigungskraft.
10:50Wir müssen da hin.
10:52Kai.
10:53Andy.
10:53Ich zeig's dir.
10:56Ich war vor ein paar Tagen auf der Arbeit von Emily in der Klinik und da war so ein Mann.
11:01Was für ein Mann?
11:02Ich weiß nicht, aber der war sauer.
11:05Und der wollte mit ihr reden, glaube ich.
11:07Der war ziemlich aufdringlich und sie hat ihn abgewimmelt.
11:11Wissen Sie, worum es ging?
11:12Ne.
11:14Emily hat mir später gesagt, dass sie öfter so unzufriedene Patienten hat.
11:19Aber Sie haben ihm nicht geglaubt.
11:22Aber Sie haben ihm nicht geglaubt.
11:28Übernehmen Sie mein Mandat?
11:30Ja.
11:43Herr Hornberg, wir haben uns ja lange nicht gesehen.
11:47Lächeln Sie jetzt, weil wir uns so lange nicht gesehen haben oder weil Sie sich freuen, mich wiederzusehen?
11:51Das überlasse ich ganz Ihrer Fantasie.
11:53Dann nehme ich Letzteres.
11:57Ich vertrete übrigens Maya Siebert.
12:00Die Frau, die im dringenden Verdacht steht, ihre Schwester erschlagen zu haben?
12:05Die Frau, die sagt, dass sie's nicht getan hat.
12:08Und Sie glauben mir? Die Beweise sind erdrückend.
12:11Inwiefern?
12:13Zeugen haben gehört und gesehen, wie die beiden Schwestern sich heftigst gestritten haben.
12:17Maya Siebert war wohl völlig aufgelöst, als sie erfuhr, dass sie ihren Neffen wieder an die Mutter zurückgeben muss.
12:22Immerhin ist Maya Siebert die Ziehmutter.
12:27Sie wissen, dass ich sachlich argumentieren muss.
12:29Nicht emotional.
12:31Außerdem wurden Kratzspuren am Opfer gefunden mit der DNA von Maya Siebert.
12:39Die Kratzspuren können auch vom Streit auf dem Spielplatz her stammen.
12:42Und am Tatort wurde eine Haarspange gefunden, die Maya Siebert gehört.
12:46Die Haarspange ist so auffällig, dass sie auf Fotos wiedererkannt wurde.
12:50Sie sagt ja, die Beweise sind erdrückend.
13:08Danke.
13:10Guten Tag!
13:11Ich würde mich mal vorstellen, ich bin neu hier.
13:13Bremen, mein Name.
13:14Ja.
13:15Nach dem Früh soll ich den Aufenthaltsraum sauber machen?
13:18Wo bin ich denn mit?
13:19Einmal ums Eck. Zweite Tür rechts.
13:21Ich bin übrigens Frau Dr. Wagner und ich bin hier die Stationsärztin auf der Inneren.
13:26Ach so, ja.
13:28Ich habe gehört, was hier passiert ist.
13:30Soll ich vielleicht den Tatort nochmal durchwischen?
13:32Nee.
13:33Ich will einfach, dass Sie sich an Putzplan halten.
13:35Ei, ei.
13:44Nope.
13:46Ich find zu schnell keinen Ersatz für Emily.
13:50Kriegst du sie erstmal alleine hin?
13:51Ich versuch's.
13:52Aber in der Drei hat sich gerade jemand übergeben und auf der Station bräuchten alle schon längst ihre Medikamente.
13:56Die Drei könnte ich ja übernehmen.
13:59Oh, das wäre mal super. Danke.
14:13Was ist mit dem Mann, der Sie in der Klinik bedroht hat?
14:18Welcher Mann?
14:20Maya Siebert sagt, Ihre Schwester wurde auf der Arbeit von einem Mann beschimpft.
14:28Und das fällt ihr jetzt ein, wo sie in U-Haft sitzt.
14:30Wenn ich Maya Siebert wäre, dann würde ich das jetzt auch behaupten.
14:33Einfach einen zweiten Verdächtigen aus dem Hut zaubern und schon hat man von sich abgelenkt.
14:37Bisschen einfach finden Sie nicht.
14:40Was ist denn mit der Klinik?
14:42Gibt es Videomaterial, das beweist, dass meine Mandantin am Tatort war?
14:46Das Krankenhaus lässt gerade das Überwachungssystem erneuern.
14:49Von daher haben wir leider kein Video vom Tattag.
14:51Und die Tatwaffe?
14:53Wahrscheinlich eine Sauerstoffflasche, die normalerweise zur Beatmung von Patienten auf dem Transport genutzt wird.
14:59Zumindest viel zu einem Versorgungsraum.
15:01So kommen wir nicht weiter.
15:06Was ist mit dem Jungen?
15:09Kann der zumindest vorerst bei Christina Siebert bleiben?
15:13Ich bin im Kontakt mit dem Jugendamt.
15:15Sieht ganz gut aus.
15:17Okay.
15:21Ach, äh, noch was.
15:28Meine Mandantin hätte gern Besuch von ihrer Frau.
15:32Ich schau mal, was sich machen lässt.
15:36Danke.
15:37Gerne.
15:59Frau Siebert?
16:00Entschuldigung, ich hab geklingelt, aber...
16:02Der Kleine schläft.
16:07Ja, ich muss mich ablenken.
16:09Maya hat sich Blumen gewünscht.
16:10Dann freut sie sich, wenn sie nach Hause kommen.
16:15Kommen Sie.
16:34Am Tatort wurde eine Haarspange gefunden, die ihre Frau gehört hat.
16:38Na, die hat sich Emily oft geliehen.
16:40Das beweist doch nichts.
16:42Hat Emily Ihnen von dem Mann erzählt, der Sie in der Klinik bedroht hat?
16:48Nee.
16:50Was denn für ein Mann?
16:52War sie auch noch nicht.
16:55Sie haben gesagt, Sie hatten ein gutes Verhältnis für Emily?
16:58Das stimmt.
16:59Wir standen uns nah.
17:01Und Ihre Frau?
17:05Als große Schwester?
17:08Ja, die hatte natürlich ein starkes Verantwortungsgefühl für Emily.
17:12Kann auch einigen.
17:15Ich glaube, deswegen hat sie manche Sachen lieber mit mir besprochen, ja.
17:19Finden Sie es dann nicht merkwürdig?
17:22Dass sie Ihnen nichts von dem Mann in der Klinik erzählt hat?
17:26Oder glauben Sie, sie hat Ihnen nichts davon erzählt, weil es den Mann gar nicht gibt?
17:32Warum sollte sie sowas erfinden?
17:39Wo kommt denn sowas hin?
17:41Komm, gib her.
17:44Übrigens hat Emily mir den Tipp für den Job hier gegeben.
17:46Sie war meine Nachbarin.
17:49Ich kann es immer noch gar nicht fassen, dass sie nicht mehr lebt.
17:52Sie war toll.
17:53Ja.
17:56Ihr...
17:57Ihr kanntet euch näher?
18:01Die hat erzählt von so einem Typen, der ja immer hingekommen ist, der ja Angst gemacht hat.
18:06Georg Wittmann.
18:07Da sind Sie, Herr Meinke.
18:10Kommen Sie bitte.
18:20Frau Siebert hat meine Frau zum Pflegefall gemacht.
18:23Was genau meinen Sie damit?
18:26Natalie hatte Herzprobleme.
18:28Hat deshalb ein Stent-Gesetz bekommen.
18:34Danach ging es ihr eigentlich wieder gut.
18:38Da hat sie plötzlich einen Schlaganfall bekommen und ist ins Koma gefallen.
18:41Das tut mir sehr leid.
18:43Wie lange ist das her?
18:45Vier Wochen.
18:47Was sagen die Ärzte dazu?
18:51Die konnten sich das nicht erklären.
18:54Natalie ging es ihr eigentlich wieder gut.
18:58Erst im Nachhinein ist mir da etwas aufgefallen.
19:00Meine Frau hat immer dieselben Tabletten gekriegt.
19:03Zur Blutverdünnung.
19:05Aber kurz vor dem Schlaganfall...
19:08...da war es auf einmal eine andere.
19:11Ich bin selber krankenpflegerich.
19:13Ich kenne mich mit sowas aus.
19:17Sie meinen...
19:19...Emily Siebert hat die Tabletten vertauscht?
19:22Ja, ganz sicher.
19:24Aber sie wollte es nicht zugeben.
19:26Wie geht es Ihrer Frau jetzt?
19:30Sie ist bettlägerich.
19:32Sie können nicht mehr sprechen.
19:35Die ganze Weile habe ich versucht, sie hier zu pflegen, aber...
19:38...das ging irgendwann nicht mehr.
19:42Seit ein paar Tagen ist sie im Pflegeheim.
19:55Hey, Benni.
19:56Hey, ich suche Frau Dr. Wagner.
19:58Sie ist wahrscheinlich hinten im Stationszimmer.
20:01Wittmann behauptet, Emily Siebert ist ein schwerer Behandlungsfehler unterlaufen, weshalb seine Frau jetzt im Pflegefall ist.
20:06Es würde mich nicht wundern, wenn mal wieder was passiert.
20:08Die sind alle total am Limit.
20:10Ich muss unbedingt wissen, was da dran ist.
20:13Alles klar, ich check das.
20:15Schau, da kommt sie.
20:18Frau Dr. Wagner?
20:19Ja?
20:21Rechtsanwalt Hornberg.
20:22Ich vertrete die tatverdächtige Maja Siebert, die Schwester von Emily Siebert.
20:27Können wir irgendwo ungestört reden?
20:28Hier ist Land unter.
20:30Ich habe zu tun.
20:31Ist dringend.
20:33Gut, kommen Sie.
20:48Sagt Ihnen der Name Natalie Wittmann, was?
20:54Nee, spontan nicht.
20:58Sie war Patientin hier auf dieser Station.
21:03Haben Sie eine ungefähre Vorstellung, wie viele Patientinnen und Patienten hier täglich ein- und ausgehen?
21:09Ihr Mann, Georg Wittmann, behauptet, dass Emily Siebert ein Behandlungsfehler unterlaufen ist.
21:16Sie soll die Tabletten vertrauscht haben.
21:18Okay, das behauptet er.
21:21Kann ich mir nicht vorstellen.
21:23Emily Siebert war eine absolut zuverlässige Mitarbeiterin.
21:26Und sie fehlt hier sehr.
21:28Haben Sie was von den Vorwürfen mitbekommen?
21:32Wissen Sie, ich habe hier jeden Tag mit Menschen zu tun, die ganz tragische Dinge mit ihren Angehörigen durchmachen müssen.
21:41Und die suchen manchmal verzweifelt nach einem Schuldigen.
21:45Nach einem Sündenbock.
21:47Und das sind meistens wir.
21:48Und das sind meistens wir.
22:33Hey.
22:36Was gibt's?
22:39Beim nächsten Mal lässt du den Garten draußen.
22:42Zwei bis drei Esslöffel Essig auf ein Liter Wasser.
22:45Legst du jeden Fleck aus deinem Paket?
22:46Ach, in der Klinik gibt's Paket?
22:49Glaubst du, ich gehe unvorbereitet in einen Job.
22:52Georg Wittmann hat die Klinik im Internet angeprangert und warnt Patienten, da hinzugehen.
23:01Da könnte was dran sein.
23:04Ich habe in den Patientenakten Nathalie Wittmanns Zimmernummer von damals rausgefunden.
23:09Ihre Zimmernachbarin war eine drogenabhängige Patientin mit Kreislaufproblemen, die als Drogenersatz jeden Tag zwei Tabletten mit dem Wirkstoff Methadon bekommen
23:18hat.
23:19Emily Siebert hat die Tabletten vertauscht und Nathalie Wittmann hat die falschen bekommen.
23:25Möglich wär's, ja.
23:26Wobei Emily Siebert nicht die einzige war, die auf sie aufgepasst hat, sondern da waren viele.
23:31Das hätte jeder von denen sein können.
23:35Hier, schau mal.
23:38Welches findest du gestern? Das oder das?
23:41Das kommt doch nie auf die Verpackung an, wenn.
23:43Den Inhalt kommt's.
23:44Ja, vielen Dank auch. Große Hilfe.
23:53Fick das auf.
24:01Das habe ich gesehen.
24:18Entschuldige, ich hatte noch ein Reinigungsteam in der Kanzlei.
24:21Ach, hast du so viele staubige Akten.
24:24Nee, so viele Mandanten mit dreckigen Tunen.
24:26Oh, dann läuft's ja sehr gut in deiner Kanzlei.
24:29Ich kann mich nicht beklagen, ja.
24:31Aber wir müssen ja gar nicht die ganze Zeit über den Beruf reden.
24:36Ja, die Kollegen Hoffmann und Schenk, die machen demnächst dicht. Hast du das schon gehört?
24:40Ich weiß auch nicht, was da los ist.
24:41Die haben doch ihre Kanzlei im Westend, oder?
24:43Ja.
24:44Da gibt es übrigens einen Super-Vietnamesen.
24:47Wie heißt der nochmal?
24:48Duc Minh oder so.
24:50Ach so, ja.
24:51Ja, die Immobilie gehört einem Mandanten von mir.
24:52Ich hab schon die ganze Speisekarte durch.
24:54Du hast eine Leidenschaft für gutes Essen.
24:56Ja, ich hab eine Leidenschaft für interessante Fälle.
25:00Ich darf dir jetzt nicht zu viel verraten, ja.
25:02Aber es geht dabei um so eine alteingesessene Frankfurter industriellen Familie.
25:07Eine Erbstreitlichkeit.
25:09Sag mal, hast du eigentlich Kinder?
25:12Nein.
25:13Nein.
25:15Ich...
25:15Ich hab immer zu gern gearbeitet, weißt du.
25:18Ich war ja nach meinem Studium in Hamburg eine Zeit...
25:21Hamburg ist eine Stadt, die ich total mag.
25:23Kommt für mich direkt nach Frankfurt.
25:25Ich weiß nicht, wie es dir geht.
25:28Naja, jedenfalls war ich danach eine ganze Weile in einer Kanzlei in Kopenhagen.
25:32Smoker Day.
25:35Ist dänisch.
25:36Und heißt so viel wie schönen guten Tag.
25:39Ja.
25:40Ja.
25:41Die Linguina Limone soll hier übrigens fantastisch sein.
25:47Ich...
25:49Ich, ähm, ich...
25:55Ich red mich grad im Kopf und Kragen, oder?
26:16Das nächste Mal möchte ich mehr über dich erfahren.
26:19Noch mehr über mich?
26:20Ich hab da jetzt die ganze Zeit nur von mir geredet.
26:23Du kennst jetzt meinen gesamten Lebenslauf und alles...
26:26Und da...
26:37Magst du noch mit zu mir kommen?
26:43Ich, ähm...
26:44Ich, ähm, ich, ähm...
26:45Ich, ähm, ich, ähm...
26:48Ich...
26:48Ich, ähm, ich, ähm, ich, ähm...
27:14Wir sehen uns bald, Jan.
27:16Ich habe Fallrelevantes zu besprechen.
27:20Und das kannst du nicht am Telefon.
27:22Ich gebe es zu, ich war neugierig.
27:26Du kannst sie doch nicht einfach alleine gehen lassen.
27:31Du magst sie?
27:34Was hast du für mich?
27:42Sind das die Tabletten, die Nathalie Wittmanns Zimmernachbarin genommen hat?
27:46Ja, Methadon.
27:52Das sind Kopfschmerztabletten.
27:55Hast du noch welche dabei?
27:58Was hast du vor?
27:59Den ultimativen Test.
28:12Können Sie mir sagen, welche davon Ihre Frau bekommen hat?
28:19Die hier.
28:20Die war es.
28:22Sind Sie sich ganz sicher?
28:24Ja.
28:30Er hat sofort auf die Methadontablette gezeigt.
28:33Ich habe recherchiert.
28:34Wenn man Methadonen bei kardiovaskulären Erkrankungen nimmt,
28:37dann kann das zu schweren Komplikationen führen.
28:40Das heißt, Georg Wittmann könnte mit seinen Anschuldigungen recht haben.
28:43Wittmann hat ein Motiv.
28:45Ich muss sofort mit der Strauß sprechen.
28:49Sag mal.
28:51Sag mal, hat Franziska sich einmal gemeldet?
28:54Nee, noch nicht.
28:55Dann musst du dich melden.
28:57Du hast dir einen Kort gegeben.
29:02Ich finde die Frau toll.
29:04Aber ich habe momentan überhaupt gar keinen Kopf dafür.
29:11Check Ihre Social Media Accounts.
29:13Du weißt, was Sie für Hobbys haben.
29:15Ja, guter Tipp.
29:17Jetzt auch mit dem Profi.
29:19Findet der Profi auch Hinweise dafür, dass Georg Wittmann unser Täter sein könnte?
29:33Das wird immer besser.
29:35Sorry, ich...
29:36Ich muss euch mal was fragen.
29:49Ich setze noch nicht mal auf.
29:52Doch, doch, das wird schon.
29:57Ein Mann übt gehen.
30:00Doch, doch, das wird schon.
30:00Was wollen Sie mir damit sagen?
30:03Achten Sie mal auf den Hintergrund.
30:06Ein Mann geht ins Krankenhaus.
30:08Nicht irgendein Mann, sondern Georg Wittmann, der Emily Siebert vorwirft, seine Frau falsch behandelt zu haben.
30:14Und das zu Recht.
30:16Sie ist seitdem ein schwerer Pflegefall.
30:18Und jetzt achten Sie mal auf Datum und Uhrzeit.
30:21Vorgestern.
30:2314.10 Uhr.
30:24Emily Siebert wurde zwischen 14 und 14.30 Uhr getötet.
30:28Das ist allerdings interessant.
30:32Das ist mehr als interessant.
30:36Es kann nicht sein, dass meine Mandantin in Untersuchungshaft sitzt, während draußen ein Verdächtiger frei herumläuft.
30:45Gut.
30:46Ich werde Herrn Wittmann befragen lassen.
30:49Genau, das wollte ich hören.
30:50Ach, und was den Besuch Ihrer Mandantin anbelangt, der ist bewilligt.
30:55Danke.
31:43Hey.
31:47Alles okay mit dir?
31:48Was willst du von mir?
31:49Ich brauche deine Hilfe nicht.
31:55Ich brauche deine Hilfe nicht.
32:37Bitte keine Berührungen.
32:59Ich weiß.
33:01Ich weiß.
33:11Wann ist Emelies Beerdigung?
33:14Keine Ahnung.
33:16Die Leiche ist noch nicht freigegeben.
33:18Wir warten sowieso, bis du wieder draußen bist.
33:20Danke.
33:27Sorry.
33:30Ich glaube, ich mag das ja nicht.
33:33Doch, doch, du schaffst das.
33:38Ich vermisse euch das, oder?
33:41Der Hornberg, der wird dich hier rausholen.
33:45Okay.
33:48Ich habe dir was mitgemacht.
33:52Was hat Finny extra für dich gemacht?
33:54Mhm.
34:02Danke.
34:09Du bist so weit weg.
34:12Ähm, der fragt mich jeden Abend nach einer Geschichte mit einem Frosch.
34:17Ja.
34:17Ach so, ja, ich denk mir mal irgendwas aus, aber er sagt, das ist nicht so wie deiner.
34:21Ja, ist ja klar, was erzählst du ihm denn?
34:24Ich sag's dir.
34:25Pass auf.
34:28Du musst ihm von Lumin erzählen.
34:31Ist der kleine Frosch.
34:33Und er ist traurig, weil er einmal nur grüner ist und ihn keiner sieht.
34:38Und dann, eines Tages, strahlt ein Regenbogen am Himmel.
34:43Und die Farben leuchten auf ihn ab.
34:45Und auf einmal ist er ganz bunt.
34:49Das ist die Geschichte.
34:51Ja, er freut sich.
34:52Er ist bunt.
34:53Okay, jetzt kommt noch was.
34:56Die ist sehr schön.
34:57Ja.
35:01Unmöglich.
35:02Hören Sie, ich weiß, Sie sind jetzt frisch hier.
35:04Aber so geht das nicht.
35:07Herr Meinke hat mir gerade das Patientenzimmer gezeigt, dass Sie zuletzt geputzt haben.
35:10Das ist sowas von schlampig gearbeitet.
35:13Ich hatte da noch gar nicht angefangen.
35:17Was genau denken Sie, wo Sie hier sind?
35:19Wir müssen uns hier auf jeden Mitarbeiter hundertprozentig verlassen können.
35:22Und das können Sie.
35:23Und vorher war es auch nicht besser, also.
35:25In den anderen Zimmern.
35:38Vorzeitige Beendigung der Probezeit ist auch ein höflicher Ausdruck für eine fristlose Kündigung.
35:42Sie haben Meinke, wollte mich einfach loswerden.
35:45Hat der irgendwas zu verbergen?
35:47Der hatte Entzugserscheinungen.
35:49Hat sich später am Medikamentenschrank zu schaffen gemacht.
35:52Medikamentenmissbrauch?
35:53Ja.
35:54Ich muss dringend nochmal in die Klinik.
35:56Die stecken alle unter einer Decke und ich weiß noch nicht wie.
36:01Die Straß.
36:03Hallo?
36:04Herr Wittmann wurde befragt.
36:05Er fällt als Täter aus.
36:07Obwohl er zur Tatzeit am Tatort war?
36:09War er nicht.
36:11Er wollte mit Frau Siebert sprechen, aber sie hat ihn ablitzen lassen.
36:14Eine Mitarbeiterin hat ihn dann in die Cafeteria begleitet.
36:17Und da hat er dann der Bedienung vor lauter Ärger den Kaffee über die Hose gekippt.
36:21Die Bedienung hat sich an ihn erinnert.
36:23Okay, danke.
36:24Tut mir leid, dass ich ihn nicht mehr für Sie habe.
36:27Nichts tut dir leid.
36:29Die hat sich doch auf Maja Siebert als Täterin eingeschossen.
36:38Ich überlege, wann ich Franziska nach einem neuen Treffen frage.
36:45Ich glaube, ich mache das erst, wenn wir hier mit dem Fall durch sind.
36:59Hallo Franziska, ich würde dich gerne wiedersehen.
37:03Das ist ja nur eine Formulierung.
37:05Ich schicke es auch jetzt nicht ab.
37:09Ups.
37:16Hey Franziska, Lust auf ein Treffen? Sofort?
37:20Sag mal, spinnst du?
37:22Sie schreibt.
37:26Gerne, bin bei deinem Italiener, komm her.
37:30Dankeschön.
37:32Ich gehe nochmal in die Klinik.
37:35Kein Rückzug, keine Aufgabe.
37:37Das ist ein Kampfschleutmantra.
37:39Ja.
37:40Macht sie.
37:41Echt?
37:42Nice.
38:01Passt du an die Hohne?
38:02Ja, war ein guter Tipp.
38:06Also spontan bist du ja, das muss man dir lassen.
38:10Und was ich eigentlich gar nicht bin, ist gestresst.
38:16Es tut mir leid, dass ich das letzte Mal so angespannt war.
38:22Vielleicht versuche ich es zur Entspannung mal mit Taekwondo.
38:26Sag mal, hast du mich in Social Media gestalkt?
38:31Erwischt.
38:33Erwischt.
38:35Das hätte ich dir gar nicht zugetraut.
38:37Ich werde gerne unterschätzt.
38:39Auch im Gerichtssaal?
38:44Was?
38:46Habe ich was Falsches gesagt?
38:49Nein, es ist nur...
38:52Du redest relativ viel über die Arbeit und ich würde eigentlich gerne wissen, wer du wirklich bist.
39:01Ja.
39:03Ich will auch wissen, wer du bist.
39:06Aber ich kann dich doch viel besser einschätzen, wenn ich weiß, wie du arbeitest.
39:09Deshalb redest du so viel über den Job?
39:12Ja, klar.
39:16Okay.
39:19Ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob eine Frau, die das Kind ihrer Schwester großzieht, eine Mörderin sein kann.
39:33Der Fall von den beiden Schwestern? Emily und Maja Siebert?
39:37Woher weißt du davon? Das stand doch gar nicht in der Presse.
39:43Du, ich glaube, wir sollten darüber jetzt nicht weitersprechen.
39:48Warum?
39:51Weil ich sonst in einem Interessenskonflikt bin.
40:01Benni?
40:06Das heißt, die Anwältin weiß was über den Fall.
40:13Äh.
40:15Schluss machen.
40:17Und Sie genießen hier noch ein bisschen die Aussicht?
40:20Ich wollte nur kurz meine Sachen holen.
40:22Mhm.
40:25Ja.
40:27Nee, habe ich vor einer Stunde Bescheid gegeben.
40:28Keiner war da.
40:30Das müsst ihr denen doch vorher sagen.
40:32Da muss sich jemand drum kümmern.
40:46Was fehlt nur ein Derivate?
40:51Das ist eine Narkose.
40:52Ist du davon abhängig?
40:53Nee.
40:56Hast du Emily umgebracht?
40:58Hast du Emily umgebracht, weil sie dich beim Medikamentenklauer gestart?
41:02Kai!
41:03Geh da mit mir!
41:04Ich weiß nicht.
41:14Hey.
41:17Komm.
41:19Komm.
41:39Wofür brauchen Sie das Narkosemittel?
41:44Sind Sie abhängig davon?
41:47Nehmen Sie regelmäßig was aus der Klinik mit?
41:50Herr Meintke.
41:51Der Druck ist einfach zu groß.
41:53Damit ich tagsüber fit bin, werfe ich mir ein bisschen was zum Aufputschen rein.
41:58Und dann kann ich nachts nicht schlafen wegen dem vielen Adrenalin.
42:02Das heißt, Sie nehmen das Narkosemittel als Schlafmittel?
42:06Ohne das Zeug komme ich tagsüber nicht klar.
42:11Geregelte Arbeitszeiten gibt es im Krankenhaus schon lange nicht mehr.
42:14Wie soll das bei dem Personalmangel gehen?
42:17Die Wagner will, dass wir Überstunden machen.
42:18Manchmal bin ich 24 Stunden lang wach.
42:21Wusste Emily Siebert, dass Sie sich an den Medikamenten bedienen?
42:24Nein.
42:25Die hatte keine Ahnung.
42:27Und wenn doch?
42:30Dann wollte sie es vielleicht der Klinikleitung sagen.
42:32Und Sie wollten das verhindern.
42:35Nein, ich war das nicht.
42:36Ich hab sie nicht umgebracht.
42:39Wo waren Sie vorgestern zwischen 14 und 14.30 Uhr?
42:43Im OP-Saal.
42:45Ich hab eine Patientin für eine Blinddarm-OP fertig gemacht.
43:02Dein Alibi.
43:03Er war im OP-Saal.
43:05Aber er muss sich wegen Diebstahl und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.
43:08Ich weiß, Sie kämpfen für Ihre Mandantin.
43:10Aber Sie sollten auch in Betracht ziehen, dass sie schuldig ist.
43:14Das tue ich.
43:17Aber Sie sollten auch in Betracht ziehen, dass sie unschuldig sein könnte.
43:22Woher wussten Sie eigentlich, dass Kai Meintke sich an den Medikamenten bedient?
43:30Ich war hier mal ein Patient.
43:33Und ich hab noch Kontakt zu einer Schwester.
43:37Sie daten also nicht nur Juristin?
43:39Oder in welchem Fall arbeiten Sie gerade mit Kollegin Sander zusammen?
43:44Schönen Tag noch.
43:49Ach, danke, dass Sie so schnell zurück sind.
43:52Nichts für ungut.
43:53Schon gut.
43:57Frau Dr. Wagner, können wir reden?
44:00Ja.
44:12Wir gehen hier alle auf ein Zahnfleisch.
44:15Alle.
44:16Aber es geht nicht anders.
44:18Ohne Überstunden können wir unseren Patienten nicht gerecht werden.
44:21Und die stehen für mich immer noch an erster Stelle.
44:24Wissen Sie, was wir für einen Mangel haben an Fachärzten, an Pflegekräften, Personal in der Verwaltung?
44:32Ich weiß, wie ernst die Lage ist.
44:34Mhm.
44:35Sie sind doch hier Stationsärztin.
44:38Sie haben mir noch mitbekommen, dass Kai Meintke Medikamente klaut.
44:42Die Sachen sind doch abgezählt.
44:43Ja.
44:45Mir ist aufgefallen, dass was fehlt.
44:47Dann hab ich die Augen offen gehalten und Kai Meintke erwischt.
44:52Ich hab' ihn zur Rede gestellt.
44:54Und dann hat er mir Vorwürfe gemacht, dass er das Zeug jetzt braucht, weil ich ihn zu sehr einspanne.
44:59Und deshalb sind Sie nicht zur Klinikleitung gegangen.
45:01Das ist nicht so einfach.
45:03Er ist auch nicht einfach so entbehrlich.
45:05Er hat mir versprochen aufzuhören und ich wollte es ihm glauben.
45:08Und was ist mit dem schweren Behandlungsfehler von Emily Siebert?
45:12Sie haben doch davon gewusst.
45:20Frau Wittmann liegt als schwerer Pflegefall in einer Einrichtung und Sie sitzen hier.
45:31Ja.
45:35Frau Siebert hat mir von dem Fehler erzählt.
45:38Sie wollte ihn melden.
45:40Und was hätte das gebracht?
45:43Hier ist das Drogenproblem von Herrn Meintke und der Behandlungsfehler von Frau Siebert alles unter meiner Verantwortung.
45:48Und wir hätten uns alle gefeuert.
45:51Und dann?
45:54Wollten Sie deshalb verhindern?
45:58Dass Emily Siebert etwas von Ihrem Behandlungsfehler erzählt, musste Sie deshalb sterben?
46:11Ich kämpfe hier jeden Tag.
46:14Darum Menschenleben zu gekäten.
46:19Ich bin keine Mörderin.
46:23Verstanden.
46:40Das war's.
46:52Ich bin keine Mörderin.
46:59Du wolltest mir sprechen.
47:00Es lässt mir keine Ruhe, wie du auf meinen Fall reagiert hast.
47:04Ja, du, ich muss mal ganz kurz einen ganz wichtigen Anruf machen.
47:37Ich habe leider niemanden erreicht.
47:41Danke.
47:44Es geht hier schließlich um Murat.
47:48Wir sehen uns, ja.
48:02Hey. Kann ich Ihnen helfen?
48:07Ja, ich soll die Sachen von meiner Schwägerin abholen.
48:11Emily Siebert.
48:14Mein Beileid.
48:16Die sind wahrscheinlich im Aufenthaltsraum.
48:18Zweite Tür rechts.
48:20Danke.
48:21Ja, gern.
48:24Danke.
48:24Amen.
49:06Hier in dem Raum ist es passiert.
49:11Der Aufenthaltsraum ist da drüben.
49:22Komm, bitte.
49:41Gibt's was Neues?
49:46Wussten Sie, dass Ihre Frau vor ein paar Tagen bei einer Anwältin war?
49:50Nein. Weshalb?
49:53Ihrer Schwester ist ein Behandlungsfehler unterlaufen.
49:56Und die Patientin seitdem schwerstpflegebedürftig.
50:00Nein, das wusste ich nicht.
50:03Aber Ihre Frau wusste Bescheid. Emily hat mit dir darüber gesprochen.
50:09Aber wieso war Christina dann bei einer Anwältin?
50:12Weil sie sich beraten lassen wollte.
50:16Sie hatte gehofft, dass der Behandlungsfehler gegen Emily spricht und sie den Kleinen nicht bekommt.
50:24Was wollen Sie damit sagen?
50:40Benni?
50:41Leo, wo bist du denn? Ich hab die ganze Zeit versucht, dich zu erreichen.
50:44Christina Siebert wusste, wo der Versorgungsraum ist.
50:46Und sie wusste ganz genau, wo die Leiche lag.
50:48Und das deckt sich genau mit dem, was ich herausgefunden habe.
50:50Ich bin bloß da.
50:54Ich bin bloß da.
51:07Bin bloß da.
51:32Ich weiß nicht.
51:47Ich wollte das nicht.
51:51Ich wollte das nicht.
51:55Sie hätten es nicht ausgehalten, den Jungen zu verlieren.
52:00Die Vorstellung ist Findeich mehr bei uns wert.
52:04Die hat mir das Herz gebrochen.
52:07Und Maja wäre daran kaputt gegangen.
52:09Seit wann wussten Sie von Emilies Behandlungsfehler?
52:16Weißt du, als sie das letzte Mal bei uns war, da war sie komisch.
52:19Ich habe sie darauf angesprochen, dann hat sie es mir erzählt.
52:32Die hat doch nur gearbeitet.
52:34Sie hat doch ständig nur gearbeitet.
52:36Immer diese Überstunden- und Nachtschichten.
52:38Finn war ihr doch total egal.
52:40Sie hätte sich niemals um ihn kümmern können.
52:43Und deswegen sind Sie zur Anwältin gegangen?
52:44Ja, ich wollte mich informieren.
52:46Ich wollte wissen, ob es ein Grund sein könnte, dass Finn bei uns bleiben kann.
52:51Wusste Emily davon?
52:55Ich habe mal am Telefon gehabt nach dem Spielplatz.
52:57Dann bin ich direkt ins Krankenhaus.
52:58Ich habe Emily angefleht.
53:00Ich habe gesagt, bitte lass Finn bei uns bleiben.
53:02Bei ihm.
53:03Aber sie hat sie nicht umstimmen lassen.
53:05Nein.
53:10Aber ich wusste, dass es Finn bei uns besser geht.
53:13Ich habe ihr gesagt, dass das Gericht im Zweifelsfall auf unserer Seite wäre.
53:17Sie wollte wissen, ob ich ihr drohe, aber ich wollte ihr nicht drohen.
53:20Und dann hat sie gesagt, dass sie Fins Mutter ist und alle Rechte dieser Welt hat.
53:26Und dann habe ich die Flasche gegriffen.
53:37Es tut mir leid.
53:46Aber Finn?
53:48Willkommen einen Termin.
54:07Ist die
54:07vor, wenn man sie verpasst?
54:13Und dann bin ich...
54:22Du bist du hier?
54:25Was ist denn?
54:25Ja.
54:30Wästeig!
54:30Ja.
54:30Wie ist denn?
54:31Ich hab leid.
54:32Aber ich bin der Leid.,
54:32ich mir! Wäst
54:51Schau mal, wenn er kommt.