00:00Christa Pike sollte durch eine Giftspritze hingerichtet werden.
00:03Doch selbst nach zwei Dosen Pentobarbital starb die 50-Jährige nicht.
00:07Nach Angaben ihrer Anwälte gab es bereits beim Legen der intravenösen Zugänge erhebliche Probleme.
00:13Anwalt Randy Spivey erklärte, der Vorgang habe etwa eine Stunde gedauert.
00:17An einem Arm habe er sieben Einstiche gezählt.
00:20Eine Nadel sei beim Herausziehen sogar verbogen gewesen.
00:23Während der Verabreichung des Medikaments soll sich Pikes Arm zunehmend violett verfärbt haben.
00:28Laut ihrem Anwalt klagte sie über starke Schmerzen und sagte, ihr Arm fühle sich an, als würde er platzen.
00:35Später seien an den betroffenen Stellen Blasen und Verletzungen sichtbar gewesen.
00:40Zeugen berichteten außerdem, dass Pike während der Hinrichtung noch lange geatmet und nach Luft gerungen habe.
00:45Einer ihrer Anwälte erklärte, sie nach der ersten Dosis noch sprechen und singen gehört zu haben.
00:51Professor Joel Siewold von der Emory University, der von Pikes Anwälten als medizinischer Experte hinzugezogen wurde,
00:58hält eine Hirnschädigung für wahrscheinlich.
01:00Eine konkrete Diagnose gibt es bislang jedoch nicht.
01:04Die Verteidigung vermutet, dass das Pentobarbital möglicherweise nicht vollständig in Pikes Blutbahn gelangte.
01:09Außerdem äußerten die Anwälte Zweifel an der Qualität des verwendeten Medikaments.
01:14Diese Vorwürfe sind bislang nicht unabhängig bestätigt.
01:17Nachdem auch die zweite Dosis nicht zum Tod führte, erreichten Pikes Anwälte vor Gericht einen Stopp der Hinrichtung.
01:23Pike wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
01:25Die Gefängnisbehörde erklärt, dass das vorgeschriebene Protokoll eingehalten worden sei.
01:30Tennessees Gouverneur De Lee setzte daraufhin alle weiteren Hinrichtungen für den Rest des Jahres aus
01:35und ordnete eine umfassende externe Untersuchung an.
01:38Pikes Anwälte prüfen nun weitere rechtliche Schritte
01:41und fordern ihre Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln.
01:44Ganzen