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  • há 9 minutos
Novos navios para a Marinha alemã: “olhos e ouvidos” também contra a frota russa?

Após o incidente com um navio de guerra russo no mar Báltico, o vice-almirante Thomas Daum explica como a Bundeswehr vigia atividades russas e porque continuará a usar navios de reconhecimento.

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00:00... ... ... ... ... ... Dr. Daum, wie wichtig sind die Schiffe für die Bundeswehr? Wofür braucht man die?
00:12Ja, das sind Aufklärungsschiffe. Und der Minister hat selber den Spruch gebracht,
00:17wir sind die Augen und Ohren der Streitkräfte. Und so muss man dieses Schiff auch einordnen.
00:21Augen und Ohren heißt, wir müssen hören, wir müssen sehen, wir müssen erkennen,
00:26wie sind die Bewegungen des Gegners, wo hat der Gegner neue Installationen, sei es Flugabwehrstellungen etc.
00:33Wo hat er neues Gerät, was wir noch nicht kennen? All das kann eine solche Aufklärungseinheit erfassen.
00:40Und da ist eben das Seegestützeszenar genauso wichtig, was passiert auf dem Wasser,
00:46wie natürlich auch die Reichweite dieser Schiffe nach Land, also ins Hinterland, um dort Dinge zu erfassen.
00:53Da können Sie mit diesen Booten erheblich Informationen gewinnen.
00:58Boah, dafür habe ich doch Satelliten. Wofür brauche ich dann die Boote? Was ist der Unterschied?
01:01Na, beim Satelliten haben Sie zwangsläufig immer einen Überflug.
01:04Und dann haben Sie sozusagen einen Footprint am Boden, den dieser Satellit dann aufnehmen kann.
01:11Das ist natürlich wichtig, gerade für Bildauswertung.
01:14Das wird zukünftig auch wichtig im Bereich signalerfassender Aufklärung.
01:18Aber ein Boot, was dort stabil steht, was einen großen Empfangsbereich hat in der Breite, in der Tiefe,
01:26das lässt sich nur durch ganz, ganz viele Satelliten entsprechend realisieren.
01:30Natürlich wollen wir auch in die Satellitenaufklärung investieren.
01:33Aber das ist natürlich auch eine Frage der Zeit, bis wir dann soweit sind.
01:37Insofern ist das jetzt mit der Menge von Informationen, mit der Tiefe der Informationen immer noch sehr hilfreich.
01:45Wie reichen denn die Kapazitäten, die wir jetzt schon haben? Das Boot wird ja gebaut, ein viertes soll kommen.
01:50Also wie ist denn der aktuelle Stand? Also haben wir keine Uhren und keine Augen im Moment?
01:54Doch, wir haben ja drei Flottendienstboote der Klasse 423, sozusagen das Vorgängermodell.
01:59Die sind jetzt schon sehr lange in Dienst.
02:01Die sind wirklich so weit, dass man sagen könnte, die gehören jetzt so langsam sicher in die Rente.
02:08Die müssen pensioniert werden. Entscheidend ist dabei, diese Boote sind von ihrer Hülle, als Schiff, sind sie in die Jahre
02:14gekommen.
02:15Wir haben dort hohe Masten drauf für die Antennen. Der Schwerpunkt ist nach oben gewandert.
02:20Das Seegangsverhalten, das ist alles nicht mehr optimal.
02:22Wir sprechen aber vom Bootskörper. In diesem Bootskörper gibt es ja ein sogenanntes Messdeck.
02:27Das ist die Aufklärungszentrale. Und die haben wir über die Lebenszeit dieses Bootes immer wieder aktualisiert, modernisiert.
02:34Also das, was da jetzt drauf ist, ist von hoher Qualität. Man könnte fast sagen, wird umgebaut auf das neue
02:40Modell, weil es dem Stand der Technik dort entspricht.
02:43Insofern, wir haben drei Augen und Ohren in dieser Hinsicht und die Boote sind auf einem hohen technischen Stand.
02:50Und wir kriegen jetzt die Ablösung durch die Klasse 424, ein großes Schiff, weltweiter Einsatz, alle Klimazonen. Das ist dann
02:59sozusagen der neue Schritt.
03:00Müssten die Boote nicht erst einmal auch in der Ostsee eingesetzt werden? Die Russen lassen ihre Schiffe da rumfahren, die
03:06haben eine Schattenflotte, sind immer wieder auffällig, auch zeigender Präsenz.
03:10Also was können die Schiffe da dann künftig leisten?
03:13Ja, die leisten das, was jetzt unsere Flottendienstboote auch in der Ostsee leisten. Sie klären dort auf.
03:18Wir haben ja in der Regel ein oder zwei Schiffe unterwegs, die dann in den Seegebieten der Ostsee dort das
03:25Lagebild erstellen, die dann natürlich in die mittlere Ostsee verlegen.
03:30Dort haben sie einen optimalen Erfassungsbereich auf dem Wasser in Richtung Land. Und das ist das, was wir jetzt machen.
03:37Und das wird natürlich auch zukünftig ein Einsatzraum für die neuen Flottendienstboote sein.
03:42Wissen wir, was die Russen da machen?
03:44Also wir beobachten das ja sehr intensiv, was dort passiert. Wir klären das auf. Wir kriegen darüber sehr, sehr viele
03:50Informationen.
03:51Natürlich das, was man empfängt, empfängt man. Und was man daraus analysiert, bearbeitet, kriegt dann natürlich so einen kleinen Stempel.
03:58Da steht dann geheim drüber. Und vor dem Hintergrund kann ich nur sagen, wir haben sehr viele Erkenntnisse.
04:03Das ist sehr hilfreich. Kann man keine Details nennen.
04:11Und den Abschluss macht der Staatsminister Ampo.
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