Wichtigstes Merkmal von Axial-Fluss-Motoren: Der elektromagnetische Fluss ist parallel zur Motorachse ausgerichtet. Bei herkömmlichen Elektromotoren verläuft er hingegen rechtwinklig dazu. Die zentralen Bauteile des Axial-Fluss-Motors sind als flache Scheiben ausgeführt: Hierbei wird der Stator links und rechts von zwei Rotoren in einer sandwichartigen Struktur eingeschlossen. Diese auch H-Anordnung genannte Bauweise erlaubt die ideale Übertragung des magnetischen Flusses vom Stator-Magnetfeld auf die Rotoren. Im neuen CLA 45 4MATIC+ ist der Motor an der Vorderachse gerade einmal neun Zentimeter breit. Die beiden Hinterachsmotoren messen sogar nur rund acht Zentimeter. Die Antriebsmotoren sind je Achse in eine High Performance Electric Drive Unit (HP.EDU) integriert. Die HP.EDU an der Hinterachse beherbergt zwei Axial-Fluss-Motoren, die zusammen mit jeweils einem kompakten Ein-Gang-Planetenradgetriebe in ein gemeinsames Gehäuse verbaut sind. Motoren und Getriebe sind ölgekühlt. Die hierfür notwendige Pump Control Unit samt Hydraulikpumpen und Saugfiltern ist ebenfalls raumsparend in die HP.EDU integriert. Hinzu kommen zwei wassergekühlte Siliziumkarbid (SiC)-Inverter – je einer pro HP-EDU. Die spezifischen Eigenschaften von Siliziumkarbid bieten zahlreiche Vorzüge für anspruchsvolle Einsatzbereiche, in denen hohe Spannungen, Stromstärken und Betriebstemperaturen sowie eine hohe Wärmeleitfähigkeit gefordert sind. Die hinteren Axial-Fluss-Motoren mobilisieren bis zu 500 kW (680 PS).