- vor 7 Wochen
Wann: Sonntag, 30. August 2026 (Premiere) und Mittwoch, 2. September 2026, jeweils 19.30 Uhr, Ende ca. 21.45 Uhr
Wo: Neuer Burgsaal, Burg Perchtoldsdorf (statt wie ursprünglich geplant am Rodauner Kirchenplatz)
Rahmen: Rodauner Theater Sommer 2026, in Kooperation mit dem Rock Rodaun Musikfestival
Karten: 27 Euro für Erwachsene, 15 Euro für Schüler:innen unter 18 Jahren, alle Gebühren inklusive. Online über rodaunertheater.at
Info & Kontakt: office@rodaunertheater.at, Tel. +43 664 8811 9408
Auf der Bühne: 13 Darstellerinnen und Darsteller, Live-Musik von MYKAGE (gesprochen: „maik-EITSCH")
Team: Buch und musikalische Leitung Michael Haas · Regie Jonas Tonnhofer · Bühnenbild Alice Dal Bello · Kostüme Alexandra Weisz · Choreografie und Vocal-Coaching Babsy Szelianszky · Fotos Renée del Missier
Hörproben: Sechs Song-Teaser auf mykage.com/trop
Wo: Neuer Burgsaal, Burg Perchtoldsdorf (statt wie ursprünglich geplant am Rodauner Kirchenplatz)
Rahmen: Rodauner Theater Sommer 2026, in Kooperation mit dem Rock Rodaun Musikfestival
Karten: 27 Euro für Erwachsene, 15 Euro für Schüler:innen unter 18 Jahren, alle Gebühren inklusive. Online über rodaunertheater.at
Info & Kontakt: office@rodaunertheater.at, Tel. +43 664 8811 9408
Auf der Bühne: 13 Darstellerinnen und Darsteller, Live-Musik von MYKAGE (gesprochen: „maik-EITSCH")
Team: Buch und musikalische Leitung Michael Haas · Regie Jonas Tonnhofer · Bühnenbild Alice Dal Bello · Kostüme Alexandra Weisz · Choreografie und Vocal-Coaching Babsy Szelianszky · Fotos Renée del Missier
Hörproben: Sechs Song-Teaser auf mykage.com/trop
Kategorie
🦄
KreativitätTranskript
00:0030 Jahre lang war es nur eine Idee.
00:02Drei Jahre lang wurde daran gearbeitet.
00:05Jetzt steht Lifelines kurz vor seiner Uraufführung.
00:08Getragen wird das Projekt von Mike Aitsch, einer sechsköpfigen Rockband aus Wien und Umgebung.
00:14Die Band hat dieses Musical geschrieben, komponiert, arrangiert und vollständig selbstfinanziert.
00:19Ohne Subvention, ohne Produktionshaus im Rücken.
00:22Auf die Bühne bringt es ein Kreativteam zwischen Volksoper und Band Proberaum.
00:27Regie führt Jonas Tonhofer, Darsteller und Regieassistent an der Volksoper Wien.
00:32Lifelines ist seine erste eigenständige Regiearbeit.
00:36Das Bühnenbild entwirft Alice Dalbello, ebenfalls von der Volksoper.
00:40Musikalisch geht das Stück bewusst eigene Wege.
00:43Melodischer Classic Rock mit Einflüssen aus dem Symphonic Rock, live gespielt von der Band, getragen von 13 Darstellerinnen und Darstellern.
00:51Die Nachfrage war so groß, dass die ursprünglich geplante Kapazität schon vor der Premiere nicht mehr ausgereicht hat.
00:58Lifelines ist kein Musical einer Rockband geworden.
01:01Es ist Rock, der zufällig als Musical erzählt wird.
01:04Und seine Reise beginnt jetzt erst.
01:06Lass uns das einhaben, so läuft das normal in der Politik.
01:09Freienleidwirtschaft, das können wir ja besonders gut.
01:13Habt schon mit dem Essen?
01:21Beförderung in diesem Tempo.
01:23Ich war jahrzehntelang im Dienst.
01:25Ich hab mich Schritt für Schritt hochgearbeitet.
01:29Ja, wir sind hier bei den Vorbereitungen.
01:32Jetzt kann man noch nicht zum Generalprobe, ist hier glaube ich noch nicht.
01:34Aber es geht bald dann ans, wie sagt man so schön, ans Eingemachte.
01:38Da geht es um ein Musical.
01:39Jetzt habe ich den Kompanisten, der das Buch geschrieben hat, und den Regisseur.
01:46Fangen wir mal mit dem Buch an, dass wir mal wissen, um was es dabei überhaupt geht.
01:50Ja, worum geht es?
01:51Es geht um vier junge Leute, die sich vorstellen, wie sich ihr Leben verlaufen wird.
01:56Kurz nach dem Abschluss von ihrem Studium.
01:58Und wir begleiten einfach diese Leute 15 Jahre lang, was sie tatsächlich aus ihrem Leben machen.
02:02Wie sich ihre Wege entwickeln, wie sie sich immer wieder überschneiden.
02:05Wie sie sich nach 15 Jahren wieder treffen, was aus ihnen geworden ist.
02:08Jetzt ist es ja ein Musical.
02:10Das heißt, man schreibt ja nicht nur Texte, sondern auch die Musik, oder?
02:13Genau, also einige der Nummern waren schon da.
02:16Man sieht hier im Hintergrund die Quipferin von der Band.
02:18Also wir haben die Band Mike, jetzt steht eigentlich da dahinter.
02:21Das heißt, die Hälfte der Songs hatten wir damals schon gehabt, wie wir die Idee gehabt haben.
02:24Wir machen jetzt dann aus einem Stoff ein Musical, den wir selber geschrieben haben.
02:28Und gesagt, alle weiteren Nummern, die wir komponieren werden, machen wir so, dass sie in das Musical hineinpassen.
02:33Und haben also dann sozusagen bei den Arrangements und beim Texten schon darauf geachtet,
02:37dass wir die Handlung da auch gut beschreiben können mit unseren Texten und der Musik.
02:41Warte mal, ihr versteht das doch alle nicht.
02:44Ich weiß doch, was ich tue.
02:47Am I quick to see just because I believe in you?
02:53Am I boring just because...
02:56Musical, nichts Neues für dich, oder?
02:59Nein.
03:00Regie?
03:01Regie ist was Neues.
03:03Ich habe vor circa zwei Jahren meine Laufbahn geändert.
03:07Ich studiere jetzt Musiktheaterregie an der MDW.
03:10Und das ist eigentlich so mein erstes richtiges großes Projekt,
03:13das ich ganz alleine, wo ich ganz alleine Regie führen darf
03:16und nicht nur Co-Regie oder szenische Mitarbeit.
03:19Und gleich ein sehr großes Musical mit sehr viel, mit großer Besetzung, mit Band.
03:23Das sind sehr viele Herausforderungen, die wir aber sehr zielstrebig angehen.
03:28Und jetzt geht es in die Zielgerade und wir freuen uns alle sehr.
03:31Jetzt ist dann von den Räumlichkeiten, das muss man natürlich auch mit einplanen,
03:35wie das aufgesetzt wird, das Ganze.
03:37Ja, genau.
03:38Wir haben eine wunderbare Bühnenbildnerin, mit der ich auch das ganze Konzept bearbeitet habe,
03:43nachdem ich das Buch mit Mike bearbeitet habe und über diese Geschichte geredet habe.
03:49Und wir haben dann sehr schnell herausgefunden, dass wir da in eine sehr moderne Version gehen wollen,
03:57nicht zu realistisch, auch auf diese tieferen Ebenen, die das Leben mit einem bringt, eingehen wollen.
04:04Und das haben wir, glaube ich, sehr schön umgesetzt.
04:07So klassisch Musiker, also mit Gesang, Tanz, Unterhaltung, natürlich auch Text.
04:12Mit Gesang, Tanz, Licht, wir haben einen wunderbaren Lichtdesigner, Choreografien gibt es sehr viele.
04:18Das ist für viele noch sehr herausfordernd, weil die meisten unserer DarstellerInnen
04:22nicht aus dem Profibereich kommen, sondern Laiendarsteller sind oder auch Studenten.
04:28Und sie machen das aber alle wunderbar und ich glaube, das wird ein ganz tolles Ergebnis.
04:54Wie kommt man auf, die Idee, so ein Buch zu schreiben?
04:56Die Idee war schon 30 Jahre alt, also schon sehr lange schleppe ich das mit mir herum.
05:01Damals war er dessen allerdings noch nicht wirklich konkret ausformuliert.
05:05Und irgendwann ist mir das wieder in die Hand gefallen und ich habe gesagt,
05:07hey, ich habe einige Songs, thematisch könnte das dazu passen.
05:11Ich habe geschaut, wo sind sozusagen schon Songs da, habe die Story auch komplett dann nachher umgeschrieben.
05:16Und ja, dann haben wir geschaut, welche Songs fehlen noch und sind dann eben beim Komponieren dazugegangen,
05:20hier diese Lücken zu füllen mit den Songs.
05:23Fantastisch, fantastische Sache. Wie heißt das Stück überhaupt?
05:26Lifelines.
05:28Lebenslinien.
05:29Eben, um genau diese Lebenslinien der vier Protagonisten dann begleiten zu können.
05:33Fantastische Sache.
05:34Na, wir sind schon gespannt darauf.
05:37Jetzt nochmal zur Regie ganz kurz.
05:39Wie legt man das an?
05:40Das ist ja, jede Regie anders.
05:42Aber ich glaube, Musical ist eine Spur noch eine größere Herausforderung, oder?
05:45Es ist tatsächlich eine größere Herausforderung, als ich dachte, weil viele sagen ja, Opa ist so, dass die Meisterklasse das
05:53Meister.
05:54Ich glaube, da muss sich jeder selbst einen Blick davon machen.
06:00Ich finde, man muss halt beim Musical sehr viel mehr auf die Dialoge eingehen, auf den Text und nicht nur
06:07auf das Gesungene.
06:08Das finde ich ein bisschen die Schwierigkeit, dass man eben diese Szenen mit den musikalischen Nummern verbindet.
06:14Ich meine, ich weiß, ich mache mir jetzt nicht unbedingt Freunde damit, wenn ich sage, wobei ich glaube, dass sehr
06:19wohl Musical und Operate sogar nur eine Spur schwerer ist, die Choreografie und vor allem auch die Regie zu machen
06:25und das auch rüber zu bringen.
06:26Es ist ein bisschen was anderes, es ist Schauspiel, es ist, wie man so sagt, und das passt sehr wohl
06:31für die Operate wie auch für das Musical und es ist viel Tanz dabei, also alles, was man eigentlich braucht.
06:36Ja, dann wünschen wir euch wirklich alles Gute, toi, toi, toi und wir sind gespannt, wie es ausgeht.
06:43Wir freuen uns das auch.
06:44Eins haben wir noch natürlich, wo und wann findet das Spiel.
06:46Ja, genau.
06:48Also Premiere ist am 30. August und dann gibt es einen Folgetermin noch am 2. September.
06:54Wir spielen im Rahmen des Rodauner Theatersommers und dadurch, dass eigentlich der Kirchenplatz in Rodaun, wo wir ursprünglich auftreten wollten,
07:02schon zu klein geworden ist, wir sind schon ausverkauft, sind wir jetzt in die Regenwetterlocation übersiedelt, nämlich in die Burg
07:08Berchtolzdorf, in den Neuen Saal und dort haben wir noch jetzt einen Meerplatz und damit gibt es doch noch Karten,
07:13auch für beide Vorstellungen.
07:14Na, ist das unangenehm.
07:15Sehr, sehr unangenehm natürlich, ja.
07:17Wunderbar, danke.
07:42Ich spiele die Böse, Norma Theos.
07:44Glaubt man gar nicht.
07:45Danke.
07:46Und versuche die ganze Weltherrschaft an mich zu reißen.
07:50Ja, das ist eine recht spannende Rolle, weil man kann sich da schon ziemlich austoben.
07:57Man muss viel schreien, also man braucht eine starke Stimme und ich glaube, deswegen hat mich der Regisseur auch ausgewählt.
08:04Genau.
08:05Ist natürlich auch viel Gesang dabei.
08:06Was ist die Herausforderung, der Tanz oder der Gesang?
08:09Beides zusammen, diese Kombination, ja.
08:12Also es ist, bei gewissen Stellen muss man seine ganze Technik auspacken, um einen Ton herauszubekommen.
08:20Vor allem, ich bin halt auch eine Laiendarstellerin.
08:23Ich habe zwar Tanz gemacht und Gesang gemacht, aber in der Kombination noch nicht.
08:28Und das ist natürlich schon eine große Challenge für uns alle.
08:31Das war doch eine wahnsinnige Atemtechnik, ne?
08:33Ja, Atemkontrolle, Körperspannung einfach, ja.
08:52Haben wir den männlichen Bart? Auch ein Bösewicht?
08:54Nein.
08:55Okay.
08:56Ich weiß nicht, ob du es warst oder Mike, hat Paul irgendwann als den moralischen Ankerpunkt des Stückes beschrieben.
09:02Okay.
09:03Also eher so das genaue Gegenteil.
09:05Ich darf ihre Pläne dann ein bisschen vereiteln mit meinem Pendant.
09:10Und das wird ganz lustig, glaube ich.
09:12Schon öfters ein Musical gespielt?
09:14Als Kind, aber auch nie in der Dimension und ist auch schon ein bisschen her.
09:23Also nein.
09:24Wo würdest du sagen, wo bei dir die Herausforderung liegt?
09:28Ja, auch so ein bisschen die Koordination von allen Sachen und laut genug singen, habe ich schon ein paar Mal
09:35bekommen, dass ich lauter sein soll.
09:38Das sind so die Hauptsachen.
09:40Den Mund aufmachen.
09:41Jawohl.
09:42Da steht die Babsi immer in der ersten Reihe.
09:44Das ist nur so.
09:44Ja.
09:57Jetzt, wenn man Bösewicht, wie auch immer es sagt, wie legst du das an, wie bereitest du dich darauf vor,
10:03böse zu sein?
10:04Ja, man nimmt sich eigentlich eine Vorlage, eine Person, wo man sich diese Inputs holt.
10:12Das ist eben eine Darstellerin, eine ganz berühmte, ich weiß nicht, ob ich es sagen darf, aber schon.
10:19Auf jeden Fall ist es halt eine böse Dame aus einem sehr bekannten Film.
10:24Und ich habe mir dann so einige Abende diese zwei Filme angeschaut und bin immer mehr in diese Rolle hineingewachsen.
10:31Also man ist nicht gewohnt, so zu sprechen oder sich so zu bewegen, weil ich bin ja eigentlich nicht böse.
10:38Und deswegen war diese Vorlage einfach total hilfreich.
10:42Und ich glaube, das braucht man, wenn man sich einen Charakter erarbeitet.
10:47Ich höre immer wieder, sowohl von Schauspielern wie auch von Operetten, Opern, Stars, dass es immer wieder eine angenehme Sache
10:54ist, einen Bösewicht zu spielen.
10:56Das Gute zu spielen ist gar nicht immer so einfach, aber das Böse, das ist eine Herausforderung und da kann
11:00man sich so richtig austoben.
11:02Ja, das ist richtig.
11:03Also für mich ist vor allem meine letzte Szene immer so wie eine Therapieszene.
11:08Also da kann man so alles loswerden, was man sich vielleicht so den ganzen Tag über angestaut hat.
11:12Und auch wenn der Bösewicht halt böse ist, aber im Endeffekt kriegt er auch Applaus am Schluss.
11:19So soll es auch sein.
11:20Wie bereitest du dich auf die Rolle des Guten, des Braven, des Gegenparts vor?
11:25Ja, das war in manchen Dingen fast ein bisschen schwieriger, habe ich das Gefühl, weil er halt auch sehr viel
11:32Ebenen durchmacht im Laufe des Stücks.
11:35Es sind doch 15 Jahre vom naiven Studienabschluss über den Einstieg in die Arbeitswelt und dann doch das hin und
11:45wieder ein bisschen abgeleitet werden von dem Weg, den man sich eigentlich vorstellt.
11:49Und dann irgendwann drauf kommen, hey, das ist nicht das Richtige.
11:53Und dann halt den schweren Teil machen und es zu ändern und wieder zurückzukommen zu dem.
11:59Mir hat der Input von Jonas sehr geholfen, weil er einfach die ganze Arbeit und auch die Szenenarbeit mit den
12:08anderen Charakteren dann geholfen hat, ihn so ein bisschen auszubauen als Menschen und nicht nur als Rolle.
12:26Ich habe mir das leider nicht gemerkt, darum habe ich mir jetzt Rat und Hilfe geholt vom Fachkundigen.
12:32Wann ist das Stück zu sehen?
12:33Am 30. August.
12:35Und am 2. September.
12:36Im neuen Burksal, Berchtolzdorf.
12:39Burg Berchtolzdorf, genau.
12:54Burg Berchtolzdorf, genau.
13:14Burg Berchtolzdorf, genau.