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405 Tage von der ersten Skizze bis zum fahrbaren Prototyp: Der Audi Nuvolari steht für eine neue Geschwindigkeit in der Fahrzeugentwicklung bei Audi. Das Making-of-Video zeichnet den Weg des Projekts nach – von den ersten Konzeptideen über Entwicklung und Erprobung bis zu den Härtetests mit den Fahrern des Audi Revolut F1 Teams und der Weltpremiere in Südfrankreich.
Kategorie
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MotorTranskript
00:05Audi Nuvolari
00:37Es kam einfach in dem Moment, wo das Team mein Büro betreten hat und hat gesagt, wir sollten Supersportwagen machen.
00:42Vier Monate Zeit, ein Team zusammenstellen.
00:46Schneller sein als China Speed.
00:48Die Latte, die liegt schon ganz oben.
00:51Es ist schon nochmal in einer anderen Dimension, sage ich mal.
00:55Dass wir das termingerecht und kostengerecht ins Ziel bringen.
00:59Wir werden jetzt Ingenieure und Designer gemeinsam in ein Studio setzen.
01:04Der Konzeptkonstrukteur, der Bauteilkonstrukteur, der Designer, der Aerodynamiker, der Antriebsexperte, alle in einem Raum.
01:23Wir werden das, was wir jetzt in Daten gerade im Rechner gesehen haben, über Nacht aufs Kleinmodell.
01:42Und das heißt, wir werden morgen früh in 1 zu 1 direkt am Kleinmodell die Daten sehen, die wir jetzt
01:48gerade noch im Bildschirm anschauen.
02:03Vor Monaten haben wir noch gar nichts gehabt und jetzt stehen wir mit mir am Aufbau.
02:10Das Technikum in Neckar-Sulm ist so die größere Mannschaft tatsächlich, was den Werkstattbereich betrifft.
02:17Wir haben das Basisfahrzeug da aufgebaut mit Antrieb, mit HV, mit Verbrennungstechnologie.
02:24Audi war schon immer Vorreiter in Sachen Kombination von Materialität.
02:29Dieses Auto hat einen ASF, also einen Aluminium-Space-Frame-Basis, was komplett das erste Mal auch für Audi mit
02:35einer vollständigen Carbon-Außenhaut überzogen ist.
02:38Und diese Materialkombination macht das Auto einzigartig.
02:45Und parallel dazu ist der erste Technikträger schon in Schweden und macht dort eben schon ein kalter Problem.
03:00So, dann lasst uns starten. Schön kalt ist es.
03:17Wir fahren hier einen, wir nennen es Mule, einen Technikträger.
03:21Ich habe unter der Haube ein Autofahrzeug.
03:27Für uns ist es wichtig, jetzt in dieser ersten Wintersession in Schweden das Thema Quattrofeeling zu definieren,
03:34weil natürlich Quattro ist Traktion unter allen Umständen.
03:56Ja, das geht alles Hand in Hand.
03:59Bei dem Projekt ist es auch so, dass wir Fragen gestellt haben zu Farbauswahl und Materialien,
04:05die in anderen Projekten nie zu dem frühen Zeitpunkt gestellt worden sind.
04:12Normalerweise sind die Color & Trim-Leute immer die, die am Ende drüber stylen.
04:16Und bei dem Projekt war das halt Skizze, Material, fertiges Modell.
04:21Und genau aus dem Grund ist das Zusammenspiel zwischen Form und Material im Vuvulari einfach perfekt.
04:29Also beim Sitzaufbau, ja, Sitz ist immer so ein spezielles Thema.
04:33Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp.
04:35Stand heute machen wir nichts anderes.
04:39Ein Sitz schaut in der Visualisierung oder auch im CAD natürlich immer höchst präzise aus.
04:46Das ist der Sinn und Zweck von dem Termin, dass wir uns da jetzt nochmal das Maximale rausholen
04:50und die Punkte, die sprechen wir alle offen an und dann schauen wir, wie wir was lösen.
04:55Und natürlich brauchen wir da drei, vier, fünf Loops, bis man zum Ziel kommt.
05:00Also das Hauptproblem ist, dass wir hier nochmal im Detail auch die Linien von dem harten Bereich
05:07in den Nähten vom weichen Bereich des Sitzes, dass das perfekt läuft.
05:12Wenn der Kunde so ein Fahrzeug kauft, dann ist die Erwartungshaltung nicht hoch,
05:17sondern das muss perfekt sein.
05:25Im Windkanal machen wir zwei Unterschiede, ich sage, zum einen machen wir die Heißerbobung.
05:32Ja, das war uns von Anfang an klar, dass wir ein Hitzethema auf der Motorraumabdeckung bekommen werden.
05:41Zum einen haben wir thermische Herausforderungen durch den Motor,
05:44zum anderen haben wir einfach die immense Herausforderung, dass unsere Aerodynamiker uns massiv pushen.
05:51Und im Zweiten machen wir ein Test, wie viel Downforce wir über den Flügel fahren können.
06:00Tatsächlich habe ich da eine kleine Anekdote.
06:02Der Heckflügel, schönes Thema.
06:04Als ich bei Massimo im Büro war, hat er mir einen Auftrag mitgegeben.
06:08Es darf kein sichtbarer Spoiler auf diesem Auto sein.
06:12Ich weiß nicht, ob Sie das machen können, aber ich habe gesagt, oh mein Tod.
06:15Wir haben dann schon verstanden, dass dort einfach ein großer Spoiler, wie wir ihn gerne hätten, einfach stören würde.
06:21Es sieht nicht gut aus. Es passt nicht zu einem Gentleman Racer.
06:24Wir brauchen den Spoiler eigentlich nur in einem entsprechenden Fahrzustand, das heißt bei Hochgeschwindigkeit.
06:30Also haben wir uns gemeinsam dazu entschlossen, wirklich einen ausfahrbaren Spoiler zu implementieren.
06:35Das ist auch gut, das sieht auch wirklich gut aus.
06:43Wir sind jetzt aktuell dabei, dass wir das Fahrzeug statisch in Betrieb nehmen.
06:48Was jetzt kommt als nächstes, ist der Motorstart.
06:52Wir haben alles befühlt, alles ready.
07:04Sehr geil.
07:07Jetzt haben wir das Auto zum Leben.
07:09Der Sound ist schon unglaublich krass.
07:13Es gibt dann schon Gänsehaut.
07:32Für uns ist es wichtig, dass das Fahrzeug auch auf einer Rennstrecke wie auf einer öffentlichen Straße optimal funktioniert.
07:45Objektiv deutlich schneller, subjektiv deutlich stabiler, präzise zu fahren.
07:57Jetzt sind wir auf der langen Gerade, wo voll geschleudigt wird.
08:02Und ab Ende können wir aktuell mit unserer neuen Applikation eine deutlich präzisere Vorderachse und ein sehr dynamisches Einlenken.
08:17Aus dem letzten Test kam jetzt leider eine Nachricht, die hat uns nicht ganz so gut gefallen.
08:21Weil das hat sich bewahrheitet, dass wir doch eine enorme Hitze an die Motorraumabdeckung hinten bekommen.
08:26Ja, das ist genau das passiert, was wir vermutet haben.
08:30Der Lack ist in die Grätsche gegangen.
08:32Die Motorraumabdeckung war von Anfang an geschlossen. Das war der Grundentwurf.
08:36Zugeschlossen für die Thermo. Zu heiß.
08:39Die Bauteile müssen natürlich auch dieser Hitze standhalten.
08:49Wir haben dann Materialproben gemacht. Die haben wir dann lackiert.
08:54Da haben wir die Temperatur simuliert über mehrere Stunden.
08:57Da machen wir Pulverbeschichtungen, machen wir keramische Beschichtungen.
09:02Somit ist uns das gelungen, indem wir die Bauteile poliert haben.
09:07Und durch dieses Polieren und Eloxieren erreichen wir einen gewissen Farbunterschied zu dem Mat.
09:18Die Termine mit Massimo sind immer intensiv.
09:22Die sind voller Spannung, voller Emotionen.
09:26Ja, Massimo hat hohe Ansprüche natürlich an uns gestellt, was die Maßhaltigkeit ist.
09:33Ja, es muss schön sein. Aber was ist schön?
09:36Als Chief Creative Officer, die Verantwortung, die er trägt, um das perfekte Produkt, das perfekte Bild für so eine Marke
09:45wie Audi zu transferieren, ist immens.
09:49Ich glaube, es gibt ein paar Exeggungen auf dem Auto, die wirklich die Aufmerksamkeit an die Details zeigen, die aufmerksamkeit
09:57an die Details zeigen, die aufmerksamkeit an die Aufmerksamkeit an die Details zeigen.
10:02Richtig elegant von der Linienentführung und vom Grundkörper.
10:05So wie die Technik, schaut, dass die Technik perfekt ist und dass die Performance am Auto stimmt.
10:09Dann ist es für uns wichtig, dass die Designlinien, die Designflächen, das gesamte Bild und der Eindruck des Fahrzeugs einfach
10:16spot on ist.
10:19Und dann können wir in die Lackierphase übergehen und das Kleid schön lackieren.
10:28Das sind einfach Leute, die wissen, wie man damit umgeht, die wissen, dass sie im Prinzip ein rohes Ei haben.
10:50Wir sind in Nardo, in unserem Nardo Technical Center. Wir haben jetzt drei Wochen hier hart gearbeitet.
11:02Nardo ist Highspeed, Nardo macht richtig Spaß. Nardo ist auch bezüglich Kurvengeschwindigkeiten sehr anspruchsvoll.
11:09Morgen kommen VIP-Gäste. Wir haben morgen den Gabriel Bortoletto hier als Formel-1-Fahrer.
11:1721.45 Uhr und haben festgestellt, dass wir eine Limitierung bei 4.000 Umdrehungen haben.
11:23Das sind die Überraschungen, die ein Fahrzeug manchmal mit sich bringt.
11:26Jetzt müssen wir das Fahrzeug reparieren, damit morgen der Tag erfolgreich durchgeführt werden kann.
11:31Ich bin immer froh, dass das vorher passiert, weil dann hat man einfach die Chance, dann nochmal nachzuarbeiten.
11:50Ich werde definitiv pushen. Wir müssen bemerken, denn es gibt nur eine von diesen so weit. Wir müssen es auf
11:56dem Weg halten.
11:59Der Zuerste muss ich sagen, ist halt totale Vorfreude. Da überprüft man die Aerostabilität und wie stabil das Auto liegt.
12:06Und wenn es nicht so stabil liegt, dann kann es auch nicht so schön sein.
12:09Deswegen ist man natürlich immer angespannt, aber ich habe total Lust, jetzt da mitzufahren.
12:23Der Nuvulare definiert die Grenzen der Fahrphysik neu, weil er hat zum ersten Mal ein neues Quadrosystem, ein Predictive Intelligent
12:31Quadrosystem.
12:33Und dadurch das Thema Traktion auf ein anderes Level bringt und gleichzeitig ein sehr, sehr, sehr agiles Fahrverhalten ermöglicht.
12:49Super, super, super, fantastisch.
12:54Honestlich, ich bin immer mit der Adrenalin sehr hoch, weil der Auto ist extrem schnell, der Geräusch ist unglaublich, wenn
13:01man fahren kann.
13:02In meinem Sicht, als Fahrer zu fahren, gibt es nichts, was ich sehe in diesem Auto.
13:05Es ist sehr gut gefahren, es ist ein sicherer Auto und gleichzeitig kann man sich sehr sportlich fühlen.
13:11Nach dieser Erfahrung fühle ich mich sicher, dass ich es wieder fahren kann.
13:14Ich brauche mehr Laps, ich brauche mehr davon zu bekommen.
13:20Zitat,
13:20Der Fahrzeug ist hart, the car is sick.
13:21Was Besseres hätte uns nicht passieren können.
13:23Er sagt, das Fahrzeug ist unwahrscheinlich einfach zu fahren, ist unwahrscheinlich leicht in der Hand.
13:28Und er genießt es total, das Fahrzeug zu fahren.
13:45Klar, ich bin jetzt auch natürlich angespannt.
13:48Die nebste Nachbar auf alle Fälle schlafen muss.
13:51Das wird schon spannend sein, ob das Ding auch anspringt.
13:55Weil wir hatten schon oft Erfahrung, dass gerade in so einem Moment, warum auch immer, irgendwas nicht funktioniert.
14:02Also wir gehen jetzt auf das Dach, auf unsere Freifläche, auf Deck nennen wir das.
14:05Und da ist wirklich, da hat das Fahrzeug das erste Mal das Gefühl, wie es auf der Straße wirkt.
14:14Ja, jetzt geht es dann gleich los.
14:15Wir warten jetzt noch, bis die letzten Gäste dann kommen und dann wird der Motor gestartet.
14:24Dann fährt das Fahrzeug hinten aus der Garage raus und wird erstmal zwei, drei Runden um uns drehen.
14:29Und da bin ich mal gespannt, was die Blicke dann sagen.
14:34Also in solchen Momenten schaue ich nicht aufs Auto. Ich schaue tatsächlich in die Gesichter.
14:43Das erste Mal etwas zu sehen, was nur eine Zeichnung war,
14:47das dann fahren zu sehen, mit Leben zu sehen.
14:51Das ist der eine Aspekt, aber noch viel, viel wichtiger,
14:53die Menschen zu sehen und mit denen dort zusammen zu sein, die es gemacht haben.
15:06Ich bin wirklich beeindruckt, danke für die gesamte Team.
15:26Da bin ich mal gespannt, wie Nico Hültenberg als unser Formel 1-Rennfahrer reagiert.
15:39An dem Tag war er das erste Mal mit mir gemeinsam bei Audi unterwegs und war natürlich etwas ganz,
15:45ganz Besonderes ihm als unserem deutschen Formel 1-Fahrer das Auto zu zeigen,
15:50mit ihm zu erleben, war ein ganz toller Moment.
16:13Wir waren erstmal begeistert davon, wie sich das Auto anfühlt, was für ein Statement es ist.
16:28Er hat Benzin im Blut und ihn hat es genauso elektrisiert wie mich und es war ein ganz besonderer Moment.
16:37Sieht kernig aus im Sprünkspiegel, wenn du siehst, diese Luft einlässt und böse.
16:57Wir fahren auf unserem Lenkungshandling, fahren mit dem Fahrzeug da auch im Grenzbereich.
17:08Ja, ich bin gespannt, ich freue mich drauf, wie sich anfühlt, wie die Lenkung reagiert,
17:13von der Fahrdynamik speziell, von der Härte.
17:43Jetzt wissen wir mal, jetzt wissen wir mal.
17:49Die Beschleunigung natürlich mit der vollen Systemleistung 1000 PS, die schieben natürlich,
17:53das ist schon ein Brett und eine Ansage.
17:56Und ich habe das Fahrzeug gelobt, aber er sagt, es liegt am Fahrer.
17:59Es macht mir auch Spaß, als Beifahrer zu sehen, wie einfach das Fahrzeug zu fahren ist.
18:05Es liegt am Fahrer.
18:06Der Fahrer ist auch nicht schlecht.
18:10Ich habe das Gefühl, wir sind mit dem Fahrzeug sehr zufrieden.
18:13Sowohl vom Fahren her, als auch von der Optik, als auch von der Qualität.
18:22Wir sind hier in Südfrankreich an der wunderschönen Côte d'Azur im legendären Hotel Cap Eden Rock.
18:28Und wie man sieht, es wird noch mit voller Kraft hinter mir aufgebaut.
18:31Um mich herum wuselt es überall für einen sehr, sehr besonderen Tag.
18:43Wir haben Journalisten aus der ganzen Welt hierher eingeladen,
18:46damit sie unsere Geschichte, die Geschichte dieses besonderen Autos wirklich in die Welt bringen.
18:51Die limitierte Anzahl von 499 Fahrzeugen unterstreicht den Anspruch eines absolut exklusiven Fahrzeugs.
19:15Erfolgstolz. Das kann ich. Ich bin jetzt nicht der Emotionalste, aber letztendlich klar.
19:24Es ist unglaublich. Und dann die Stimmen zu hören von den Menschen, die das Fahrzeug das erste Mal sehen.
19:30Das war schon Gänsehaut und wirklich überwältigend.
19:34In erster Linie gilt der Applaus an dem Auto, weil das ist natürlich schon was Besonderes, was wir da gemacht
19:38haben.
19:40Mein Traum Auto ist es definitiv.
19:43So ein Projekt kommt kein zweites Mal.
19:45Denn bei mir immer noch nicht.
19:52So wohl so, es ist dagegen.
19:55Ich denke.
19:58Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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