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Wer folgt auf Donald Trump als nächster US-Präsident? Der Vizepräsident JD Vance? Der Außenminister Marco Rubio? Unser Kollege Eric Frey, Leitender Redakteur beim STANDARD, will davon nichts wissen. Er meint, Donald Trump wird Donald Trump ins Rennen um die US-Präsidentschaft schicken. Genauer gesagt seinen Sohn, Donald Trump Junior. Eine steile These? Womöglich. Womöglich aber auch nicht, denn Eric hat einige sehr überzeugende Argumente im Gepäck. Wir diskutieren das heute mit ihm durch.
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NewsTranskript
00:00Wer folgt im Jahr 2028 auf Donald Trump als Präsidentschaftskandidat für die Republikaner?
00:06Vielleicht der Außenminister Marco Rubio oder der Vizepräsident J.D. Vance.
00:11Diesen zwei Männern wird zumindest derzeit die größte Chance eingerechnet.
00:15Unser Kollege Eric Frey will davon allerdings nichts wissen.
00:18Er sagt, 2028 tritt für die Republikaner Donald Trump an.
00:23Also Donald Trump Jr., der älteste Sohn des US-Präsidenten.
00:26Eine gewagte These? Womöglich. Womöglich aber auch nicht.
00:30Denn Eric hat durchaus auch überzeugende Argumente mit dabei.
00:34Wir diskutieren das heute durch.
00:35Ich bin Daniel Retschicecker. Das ist Thema des Tages, der Nachrichten-Podcast des Standards.
00:39Ja und bevor unser Gespräch mit Eric Frey losgeht, noch ein ganz kurzer Hinweis.
00:43Wenn Sie Eric Frey und Sandra Navidi sowie Schold Wilhelm und mich bald mal live sehen wollen,
00:48dann haben Sie noch die Möglichkeit dazu, wir haben noch einige Restkarten für unseren Auftritt beim Theater im Park am
00:5414. September.
00:55Alle Infos dazu in den Shownotes. Wir sprechen über Amerikas Schicksalswahl, die anstehenden Midterms.
01:06Eric Frey, leitender Redakteur beim Standard heute hier im Podcast. Grüß dich, Eric.
01:10Grüß dich, Daniel.
01:11Eric, du hast eine wirklich heiße These im Gepäck heute.
01:14Wir haben es in der Anmoderation schon angesprochen.
01:16Du glaubst nämlich, dass keiner der oft genannten Namen der nächste Präsidentschaftskandidat für die Republikaner wird,
01:23sondern kein anderer als Donald Trump Jr., also der Sohn des amtierenden US-Präsidenten.
01:28Und du schreibst in deinem Text auch, du würdest sogar ein paar Dollar draufsetzen.
01:33Ich gehe die Wette mit dir ein, ich halte dagegen.
01:35Wie viel bist du bereit zu opfern? Wie viel willst du verlieren?
01:37Naja, das würde dir passen, Daniel, dass ich da mit dir wette.
01:41Schau, wenn ich wetten möchte, dann gehe ich auf Polymarket, auf diese Plattform.
01:45Dort wird Donald Trump Jr. derzeit 2% Chance gegeben.
01:49Das heißt, wenn ich dort 100 Dollar draufsetze und er wird es, ja dann verdiene ich 5000 Dollar.
01:56Also wenn du mir diese Odds geben würdest, dann wette ich auch mit dir.
02:00Aber so 1 zu 1 wette ich nur dort, wo ich 100% sicher bin zu gewinnen.
02:05Das treibt meine Frau immer in den Wahnsinn.
02:08Also in dem Fall sage ich leider nein, plaudern wir lieber darüber.
02:12Okay, gut, also Wette abgelehnt, sehr schade.
02:16Ganz kurz bevor wir dann wirklich über die Kandidaten und auch über Donald Trump Jr. sprechen,
02:20vielleicht ein Punkt, der immer wieder rumgeistert, die mögliche dritte Amtszeit von Donald Trump Senior,
02:25also von dem amtierenden Präsidenten.
02:27Das war ein Thema, ist jetzt aber irgendwie keins mehr und ich glaube auch Donald Trump hat das jetzt wirklich
02:31ad acta gelegt, oder?
02:32Ich glaube, er hat ad acta gelegt.
02:34Das funktioniert einfach nicht.
02:36Die amerikanische Verfassung ist einfach ganz klar in dieser Hinsicht.
02:39Und man hat dann irgendwann gesprochen, dass es vielleicht einen Trick geben könnte.
02:42Vielleicht könnte er als Vizepräsident antreten.
02:45Dann tritt der, der zum Präsidenten gewählt wird, sofort zurück und dann rückt er nach.
02:50Aber auch das würde wahrscheinlich rechtlich gar nicht funktionieren.
02:53Und Trump spricht jetzt schon lange nicht mehr darüber.
02:56Und ich glaube, diesen Traum, den lässt er bleiben.
03:01Okay, gut.
03:01Also über das werden wir wohl in Zukunft nicht mehr so oft sprechen.
03:04Über was wir vielleicht in der Zukunft noch öfter diskutieren werden, ist die Rolle von Tucker Carlson.
03:09Der crasht nämlich jetzt gerade in unsere Aufnahme eigentlich mehr oder weniger rein.
03:14Es ist jetzt vor kurzem bekannt geworden, dass er öffentlich gesagt hat,
03:17ich breche wirklich mit den Republikanern.
03:20Er sagt in einem Podcast und ich zitiere, auf keinen Fall würde ich die Republikanische Partei unterstützen.
03:25Bisher trifft das die Gefolgschaft rund um Donald Trump und warum auf einmal dieser Megabruch?
03:30Naja, das wissen wir noch nicht genau, wie sehr das treffen wir.
03:33Tucker Carlson ist eine wichtige Figur, ein ganz wichtiger Influencer auf der rechten Seite.
03:40Und er hält wirklich die Fahne hoch des America first, das ja ein strenger Isolationismus war.
03:48Keinerlei Kriege für irgendwelche Zwecke wie Demokratie oder Regimewechsel.
03:54Aber auch nicht für das Öl und andere Ziele.
03:57Und dieser Irankrieg hat jetzt doch auch im republikanischen Lager vieles an Unmut hervorgerufen.
04:06In der gewählten Politik, also zum Beispiel jetzt bei den verschiedenen republikanischen Vorwahlen,
04:13haben die Leute, die sich da gegen Trump gestellt haben,
04:17vor allem muss man hier Thomas Massy nennen, einen Abgeordneten aus Kentucky,
04:21der auch hier ganz massiv gegen den Irankrieg war, aber auch für die Freigabe der Epstein-Akten
04:26und in anderen Sachen sich gegen Trump gestellt hat,
04:32haben dann in den Vorwahlen katastrophal verloren.
04:35Also da kann man sagen, Tucker Carlson, wenn der jetzt sagt, ich bin kein Republikaner mehr,
04:40dann tut er sich einfach aus dem Spiel nehmen.
04:42Aber es gibt in der Partei wirklich im Untergrund offenbar eine wachsende Unzufriedenheit,
04:48das sich auch sehr stark nach rechts richtet.
04:51Und das ist, muss man sagen, auch vermischt mit dieser ganzen Überzeugung,
04:58dass an all diesem Unglück am Irankrieg ja nichts anderes als Netanyahu schuld ist,
05:02der israelische Premier, dass Israel daran schuld ist,
05:05dass die Israel-Lobby in den USA daran schuld ist,
05:08oder dass überhaupt die Juden schuld sind.
05:10Also da entsteht auch eine antisemitische Richtung.
05:12Ein uraltes Narrativ eigentlich.
05:14Ein Narrativ hier, das sich hier verbindet mit zum Teil auch rechtsextremen,
05:20rassistischen White-Supremacists und wirklich schon fast Neonazi-Gruppen.
05:26Und Tucker Carlson tut sich da nicht zwar mit denen voll identifizieren,
05:30aber er geht ein bisschen in diese Richtung.
05:32Und auch wenn er selbst, glaube ich, als Präsidentschaftskandidat
05:36nicht unbedingt in Frage kommt,
05:40da entsteht so eine innerparteiliche Opposition,
05:45die vielleicht noch in den nächsten Monaten oder im nächsten Jahr
05:48noch auch an Energie zunehmen könnte.
05:51Du meinst, er kommt nicht in Frage.
05:54Implizierst du damit auch, dass er nicht will?
05:55Weil ob ich in Frage komme oder ob ich es will,
05:58das sind ja zwei verschiedene Persönungen.
05:59Ja, das ist eine gute Frage.
06:00Es ist eher ein Gefühl oder auch ein bisschen, was man so über ihn hört,
06:05wahrscheinlich will er nicht.
06:06Wahrscheinlich liebt er mager das, was er jetzt gerne tut.
06:09Er ist ja kein Politiker in dem Sinn.
06:12Er hat ja nie Wahlkampfreden gehalten,
06:14sondern er ist ein wirklicher, er war ein TV-Moderator
06:18und liebt das hier, diese Rolle zu spielen,
06:21jetzt auf seiner eigenen Social-Media-Plattform.
06:25Ich sehe ihn auch nicht wirklich unbedingt als Präsidentschaftskandidaten.
06:30Und ich glaube, dann würden auch gewisse Eigenschaften ihm dann möglicherweise auch fehlen,
06:36um wirklich hier eine Rolle zu spielen.
06:38Aber wer hätte auf Donald Trump im Jahre Anfang 2015 gesetzt?
06:44Du bist auf Polymarket unterwegs.
06:45So gesehen, damals gab es das, glaube ich, noch nicht.
06:48Also da konnte man darauf noch nicht wetten.
06:50Ja, also für Überraschungen ist die amerikanische Politik immer gut.
06:55Gut, da können wir nur abwarten.
06:56Stichwort Überraschungen.
06:58Die nächsten zwei Personen, über die wir sprechen,
07:00sind jetzt nicht die großen Überraschungen,
07:01nämlich Marco Rubio, also der amtierende Außenminister,
07:04und J.D. Vance, der amtierende Vizepräsident.
07:06Das sind nämlich die zwei Kandidaten, die eigentlich immer genannt werden,
07:10wenn man irgendeinen Politikwissenschaftler fragt,
07:11wer könnte dann nächster republikanischer Präsidentschaftskandidat werden.
07:15Fangen wir vielleicht mit der zweiten Person an,
07:18nämlich mit J.D. Vance.
07:20Was spricht für ihn?
07:21Naja, für ihn spricht, dass er der Vizepräsident ist.
07:24Und der Vizepräsident ist ihm üblicherweise der logische Nachfolger,
07:29beziehungsweise der Logger, der dann irgendwie die Fahne übernimmt.
07:34Vance ist auch loyal zu Trump und gilt auch als sehr, sehr machtbewusst,
07:40auch als viel ideologischer ausgerichtet als Trump selbst.
07:45Und ich glaube, so im ganzen amerikanischen Narrativ,
07:50jeder spricht immer davon, oder viele sagen,
07:52naja, Trump ist schrecklich, aber warte nur, bis Vance kommt,
07:55dann wird alles noch viel furchtbarer, weil der ist noch dazu klug.
07:58Und möglicherweise steht er auch noch, ist er noch ideologisch noch rechter fixiert.
08:06Und möglicherweise, und das ist ja das Interessante,
08:09ist J.D. Vance eine Art Lebensversicherung für Trump gegen ein mögliches weiteres Impeachment,
08:15sollten die Demokraten einen sehr großen Sieg in der Mitte an Wahlen im November davontragen,
08:22weil ein Impeachment von Donald Trump würde bedeuten,
08:25Vance würde als Präsident nachrücken, könnte dann im Jahre 2028 natürlich wieder antreten,
08:32hätte dann den Bonus als Präsident antreten, hätte dann den Präsidentenbonus.
08:37Und das wäre für Vance das beste Szenario.
08:40Und ich kann mir gut vorstellen, dass die Demokraten auch jetzt im Repräsentantenhaus sagen,
08:44naja, das wollen wir doch lieber nicht.
08:46Nicht, dann halten wir Donald Trump noch zwei Jahre aus.
08:52Das klingt nach einem Plan, der vielleicht J.D. Vance gefallen würde.
08:55Donald Trump hätte da wohl wahrscheinlich etwas dagegen.
08:58Was ich sehr interessant finde in der Beobachtung, und da schreibst du auch in einem Text,
09:02nämlich ist, dass Donald Trump J.D. Vance offensichtlich zu einer Art,
09:05nennen wir es einfach so, zu einer Art Opferlamm erklärt hat jetzt fast schon.
09:08Da geht es um den Iran-Krieg.
09:09Er soll nämlich diesen Deal aushandeln mit dem Iran.
09:12Und er sagt da, ich zitiere nochmal Donald Trump,
09:14wenn es funktioniert, dann bekomme ich das Lob, wenn nicht, gebe ich J.D. Vance die Schuld.
09:18Ich glaube, es war ein bisschen ein Scherz, aber ein bisschen eine Art steckt.
09:21Er hat das schon zweimal gesagt.
09:22Und hat das zweite Mal dann so hinzugefügt, pass auf, J.D.
09:27Also da war schon eine wirkliche Drohung drinnen.
09:30Ich persönlich glaube, Trump mag Vance nicht.
09:34Als Person ist er ihm einfach nicht wirklich sympathisch.
09:38Er hat ihn damals ausgewählt.
09:40Das war sehr stark auch der Einfluss von Peter Thiel und anderen Leuten
09:44von dieser ganzen Kryptobranche, die ihn damals auch, Elon Musk,
09:48die ihn damals auch stark unterstützt haben.
09:51Und dieses, er mag ihn nicht, weil er wahrscheinlich auch,
09:54da ist auch einfach eine persönliche Chemie,
09:56die da zwischen den beiden nicht funktioniert.
09:58Sie sind auch sehr andere Typen.
10:00Vance ist eigentlich auch kein wirklich charismatischer,
10:03ist kein Sympathieträger, ist nicht einer,
10:05ist einer, der ziemlich grisgrämig immer reinschaut,
10:08der keinerlei, wirklich keine, auch keine,
10:11doch nicht diese Art von, ich würde sagen, pseudomenschlicher Wärme,
10:16die Donald Trump ausstrahlt, tut Vance überhaupt nicht.
10:19Und Trump spürt das auch, dass das nicht der logische Mann ist,
10:24der ihm dann, wenn er ihn zu einem Nachfolger erklärt,
10:27der dann wieder den Sieg davon tragen wird.
10:29Und diese zunehmende, und da kommt dann auch der zweite Faktor dazu,
10:33dass er den Vance auch nicht ganz traut.
10:35Und das hat sehr wohl mit dem Iran-Krieg zu tun,
10:38denn Vance war ein ziemlich offener Kritiker aller Militäreinsätze.
10:43Vergessen wir nicht, damals, das war schon einige Monate
10:47nach dem Amtsantritt von Trump, gab es ja diesen Militärschlag
10:51gegen die Houthis im Jemen,
10:54das über diese Signalgruppe plötzlich öffentlich geworden ist,
11:00weil damals der Sicherheitsberater und der Verteidigungsminister
11:04sich auf der Plattform Signal ausgetauscht haben,
11:08wo sie unabsichtlich auch einen wichtigen Journalisten
11:12von der Atlantic eingeladen haben.
11:14Und damit wurde der ganze Dialog auch bekannt.
11:16Und damals war es auch schon klar,
11:18Vance hat sehr stark dagegen gesprochen.
11:20Er sagt, passt auf, das ist riskant, das sollten wir nicht tun.
11:23Und Vance war auch bekannt dafür,
11:25dass er gegen den Angriff auf den Iran war.
11:28Und Trump mag das nicht, wenn man ihm plötzlich vorhält,
11:32Hallo, lieber, du hast ja vorher was anderes gesagt.
11:36Das ist so eine Art von Widerspruch, den er gar nicht schätzt.
11:41Und dieser Faktor kommt dann dazu.
11:43Und was macht Trump in seiner, ich würde mal sagen,
11:46in seiner Bauernschleue?
11:48Er nimmt diesen Stellvertreter, den er eigentlich nicht mag,
11:52und gibt ihm ein völlig vergiftetes Geschenk.
11:55Er sagt, ich mache dich zum Schäferhandler
11:57für diesen unmöglichen Irankrieg, den du nie wolltest,
12:00den ich verbockt habe, und jetzt musst du die Suppe ausläufeln.
12:04Und signalisiert relativ klar, dass er das,
12:08ja, wenn es gelingt, dann habe ich es gewonnen,
12:11und wenn nicht, dann bist du schuld.
12:12Also ja, er lässt Vance hier wahrscheinlich schon in eine Falle tappen,
12:18er lässt ihn hier stolpern und macht das sogar
12:22mit einer ganz gewissen diebischen Freude.
12:24Das ist so typisch Trump auch.
12:26Das zeigt auch seinen Charakter, auch seine Boshaftigkeit
12:30in seinem Charakter auch gegenüber Menschen,
12:32die ihm eigentlich treu sind, die ihm zuarbeiten.
12:37Und ich glaube, diese Kombination von Vance
12:40als kein großer Wahlsieger,
12:43denn die einzige Wahl, die er gewonnen hat,
12:46war diese Senatswahl in Ohio im Jahr 2022,
12:50die er wirklich ziemlich knapp nur gewonnen hat,
12:53trotz sehr viel Geld und sehr viel Unterstützung von Trump.
12:56Ich glaube, das Geld war von Peter Thiel, oder?
12:57Von Peter Thiel war das voll, da wurde er voll investiert.
13:01Er war einmal ein interessanter Buchautor,
13:04sein erstes, sein autobiografisches Buch,
13:07das Hillbilly Elegy wurde zu einem Bestseller,
13:09weil es so ein bisschen das Elend der weißen Unterklasse
13:14auch so gut beschrieben hat.
13:16Sein jetziges Buch, das gerade herauskam,
13:19es heißt Communion, es ist über seinen katholischen Glauben,
13:22er ist ja zum Katholizismus übergetreten,
13:24das wird allgemein völlig verrissen
13:26und trägt überhaupt nichts bei zu seinem Renommee,
13:31zu seinem Status.
13:32Also Vance schaut im Moment wie eine ziemliche Verliererfigur aus.
13:36Ich habe ja grundsätzlich J.D. Vance als Vizepräsidenten
13:39oder als Kandidat damals als Running Mate schon nicht verstanden,
13:42denn wenn ich eins gelernt habe von dir und von den vielen anderen Gesprächen,
13:45dann ist es, dass Loyalität für Trump das Allerwichtigste ist.
13:49Und J.D. Vance war ja eigentlich nicht von Beginn an ein loyaler Trump-Supporter.
13:54Wenn ich es noch richtig im Kopf habe,
13:55hat nicht J.D. Vance irgendwann einmal Donald Trump als den amerikanischen Hitler bezeichnet?
13:58Er hat, glaube ich, ganz, ganz böse Sachen gesagt.
14:02Also, dass er ihm das verziehen hat, habe ich nie verstanden.
14:04Das ist interessant, aber offenbar hat Vance ihn überzeugt,
14:06dass er wirklich die Meinung geändert hat.
14:08Es gibt so Leute, die halt wirklich dann die Seite gewechselt haben
14:12und sich dann fünfmal in die Knie gegangen sind, unterworfen haben.
14:17Und Donald, der Gnädige, sagt dann, jetzt akzeptiere ich das.
14:20Und bei Vance dürfte er das akzeptiert haben.
14:23Warum?
14:25Es gab einige andere Möglichkeiten damals auch für die Vizepräsidentschaft.
14:31Es war auch die Frage, sollte er eine Frau nehmen,
14:35um möglicherweise ein Defizit bei Frauen auszugleichen.
14:38Und ich glaube, das hat er auch dann irgendwie aus dem Bauch entschieden und gesagt,
14:41Vance, der passt schon, der wird das schon ganz gut machen.
14:44J.D. Vance auf jeden Fall in einer unangenehmen Situation.
14:47Und jetzt aus seiner Sicht, siehst du irgendeinen Ausweg für ihn?
14:51Naja, ich hätte eine Idee für ihn.
14:54Und wenn ich euch einmal das überlege, ich glaube, er ist sehr ehrgeizig.
14:57Ich glaube, er träumt wirklich davon, Präsident zu werden.
15:00Und er sollte einsehen, als Trump wird ihn nicht zum Nachfolger deklarieren
15:07und dann hat er keine Chance.
15:09Das heißt, seine beste Chance wäre, ins gegnerische Lager zu wechseln.
15:13Eigentlich sich zum Trump-Kritiker, zum Trump-Gegner zu deklarieren.
15:17Eine Art von Revolution gegen Trump eben beim Thema Iran, beim Thema America first zu machen.
15:23Dazu müsste er zurücktreten.
15:25Ich müsste jetzt sagen, ich gehe.
15:27Ich mache da nicht mehr mit.
15:29Also sich praktisch Tucker Carlson anschließen und hier das Aushängeschild von dieser neuen Carlson-Bewegung zu werden.
15:36Großes Risiko.
15:38Würde ziemlich sicher mit relativ großer Wahrscheinlichkeit schief gehen.
15:43Aber es gibt auch die Möglichkeit, dass es gut geht, dass es gelingt,
15:46dass er zumindest dann auf diese Weise, genauso wie Trump 2016 der unwahrscheinliche Kandidat wurde,
15:52dass es Vance auch wird.
15:54Wenn er jetzt so weitermacht wie bisher, dann bin ich bereit dafür zu wetten, dass es nicht wird.
16:00Okay.
16:00Die nächsten Wetten werden hier im Podcast platziert.
16:03Das klingt wirklich nach einer extrem riskanten Strategie.
16:06Ich weiß nicht, wenn es aufgeht, soll dir J.D. Wenz die Honoratnote direkt schicken oder schreibst du ihm eine?
16:11Ich weiß nicht.
16:11Das mache ich dann aus mit J.D. direkt oder mit Peter Thiel noch besser.
16:15Okay, das macht es euch einfach zu dritt dann aus, wer da was übernimmt.
16:19Nein, aber um ernst zu bleiben, es gibt ja noch einen zweiten Kandidaten, der immer wieder genannt wird.
16:24Und das ist Marco Rubio, der Außenminister, der ja irgendwie geschafft hat, jetzt im Iran-Krieg,
16:29obwohl er der Außenminister ist, sich da die Hände relativ wenig schmutzig zu machen.
16:33Was spricht für ihn?
16:33Ja, ja, der ist wiederum, der ist so ein Darling-Typ.
16:37Der kommt, der ist charmant, der kann wunderbar reden, der ist jemand, dem es gelingt,
16:43niemanden wirklich zu verärgern, auch wenn er unangenehme Sachen sagt.
16:46Es ist ja interessant.
16:47Im Jahr 2025 hat ja bei dieser Münchner Sicherheitskonferenz J.D. Wenz die Rede gehalten,
16:53gegen Europa, gegen die liberale Demokratie und die Europäer waren empört.
16:57Ein Jahr später kam Marco Rubio, hat im Grunde nichts anderes gesagt und alle haben applaudiert,
17:04weil sie gesagt haben, wow, wie nett, wie verbindlich, wie wunderbar, dass er sagt, wir gehören alle zusammen.
17:10Rubio hat wirklich eine Fähigkeit da, sich einfach auf diese Weise sympathisch, moderat rüber zu kommen,
17:20auch wenn er es nicht ist.
17:21Er ist auch ein erfolgreicher Wahlkämpfer.
17:24Er hat ja zigmal in Florida als Kongressabgeordneter und dann als Senator immer wieder gewonnen.
17:31Die eine Wahl, die damals schief ging, war sein Versuch,
17:36Bundespräsidentschaftskandidatur der Republikaner im Jahr 2016 zu bekommen.
17:41Damals hat Donald Trump ihm das Wasser abgegraben und da hat er keine so gute Figur gemacht.
17:49Aber er ist sicher einer, der bessere Wahlchancen hätte,
17:55gegen wer immer dann der demokratische Kandidat im Jahr 2028 ist.
18:00Was spricht gegen ihn? Macht man es ganz einfach?
18:02Ja, gegen ihn spricht, dass er letztlich immer ein Vertreter einer politischen Elite war
18:09und ich glaube, und das ist so ein Gefühl, das ich habe, das lässt sich nicht wirklich beweisen,
18:14aber dass Trump ihm nicht ganz traut, dass er ihn immer als das sieht, was er ist,
18:18als ein Überläufer, aber ein echter Überläufer.
18:22Vance war ein, wie soll ich sagen, Vance ist zu Kreuze gekrochen.
18:27Geläuterte.
18:28Geläutert. Ja, danke, das ist das richtige Wort.
18:30Beim Rubio hat man immer so das Gefühl, er ist ein Opportunist.
18:33Jetzt spielt er da den Trump-Kämpfer.
18:38Er hat ja insofern das Glück, dass er ein kalter Krieger immer war,
18:43als er auch immer ist.
18:45Das heißt, dieser Schwenk von Trump von einer Friedenspolitik,
18:50wo er ja vor allem den Friedensnobelpreis bekommen wollte in seinem ersten Jahr,
18:53zu einem Kriegsherren, das kommt Rubios ja gelegen.
18:57Das entspricht auch Rubios eigener Weltsicht und Ideologie.
19:02Gleichzeitig hat er sich beim Irankrieg eigentlich immer recht geschickt herausgehalten,
19:07hat nicht wenig gesagt, was ganz ihm vorgehalten werden kann.
19:12Schau, was für einen Blödsinn hast du hier geredet.
19:15Es wird ja alles aufgenommen und bleibt ja im Archiv.
19:20Also so gesehen könnte er in der Hinsicht,
19:25ist er in einer besseren Situation als Vance.
19:27Andererseits, wenn der Iran weiterhin,
19:30wenn diese ganze Sache wirklich weiterhin schief geht,
19:32der Krieg nicht zu Ende geht,
19:34oder dieser Deal sich als die Katastrophe erweist,
19:37die es ja wahrscheinlich jetzt ist,
19:38weil er seine Art von Kapitulation vor den Mullahs in Teheran darstellt,
19:44dann glaube ich, kann auch Trump,
19:46genauso wie er seine früheren Weggefährten alle links und rechts hat,
19:51den wirklich in den Abgrund stürzen lassen,
19:54kann auch sein, dass er dann sich von Rubio sehr schnell auch verabschiedet.
19:58Und genau weil er irgendwo weiß,
20:01er schuldet Rubio nichts und traut ihm ohnehin nicht ganz.
20:04Also auch da würde ich nicht darauf setzen,
20:07dass Rubio der von ihm deklarierte Nachfolger wird.
20:12Es ist auch immer so ein bisschen eine Spur Verachtung drinnen.
20:16Damals im Wahlkampf 2016 hat er ihn ja Little Marco genannt.
20:20Und irgendwo schwingt das noch immer mit,
20:22so ein bisschen ein fehlender Respekt.
20:25Gibt es eigentlich irgendjemanden, den Donald Trump nicht verachtet?
20:27Also es scheint sich, wo ich entdecke hier ein Muster.
20:30Sich selbst?
20:31Ja gut.
20:32Sich selbst liebt er, sich selbst bewundert er.
20:35Also ich glaube, ein echter Nazis kann für niemanden anderen echten Respekt haben,
20:40außer vielleicht für die Autokraten in der Welt da draußen,
20:44die Diktatoren, denen er gerne auf Augenhöhe begegnet,
20:49sei das Xi Jinping oder Wladimir Putin, Kim Jong-un in Nordkorea.
20:54Ja, ich glaube, für die hat er die wenigste Verachtung.
20:58Ich glaube, im eigenen Land, in den USA, ist er der Meinung, da ist jeder unter ihm.
21:04Gut, diese drei Personen wird er nicht zum US-Präsident machen können.
21:08Also ich glaube, da würde ich nicht drauf wetten, auf jeden Fall.
21:11Nein, das wäre keine, da sind die Wettchancen noch geringer.
21:16Ja, weiter Gewinn ist da noch relativ groß.
21:18Keiner ist in den USA geboren, also geht es wohl nicht hin.
21:21Das ist Quatsch natürlich, ein bisschen Spaß muss sein.
21:24Kommen wir jetzt aber wirklich tatsächlich zu einer Person,
21:27die Donald Trump vielleicht ein bisschen weniger verachtet,
21:29als die beiden genannten Personen, nämlich zum Kern des Gespräches Donald Trump Jr.
21:35Der Mann, von dem du glaubst, dass er Präsidentschaftskandidat werden könnte.
21:40Zumindest in der Außenkommunikation scheint er ja zu 1000% loyal hinter seinem Vater zu stehen.
21:46Reicht das?
21:47Das ist immer ein guter erster Schritt, wenn man wirklich loyal ist.
21:51Und er war das wirklich.
21:52Also es war, er hat die am meisten, er ist auch weiterhin auch jetzt auf Social Media, auf Ex ziemlich
21:59aktiv.
22:00Ist immer so ein wirklicher, so ein bisschen ein Dobermann-Typ von, seine Postings sind auch immer höchst aggressiv,
22:08so ähnlich wie die vom Vater oder noch mehr.
22:11Besonders in die Öffentlichkeit getreten ist er rund um die verlorene Wahl von 2020.
22:17Da hat er die Lüge von der gestohlenen Wahl mit besonderer Vehemenz vorangebracht.
22:23Beim Sturm aufs Kapitol am 6. Jänner 2021 war er auch mittendrin.
22:29Also da ist er ganz klar in dieser entscheidenden Sache, und das ist für Trump, glaube ich, noch immer heute
22:34der wirkliche Lackmustest.
22:37Bist du bereit zu sagen, ich habe die Wahl 2020 gewonnen und bist du das bereit mit einer vollen Überzeugung
22:44zu sagen,
22:45ja, da kann Donald, da kann fast niemand seinen Sohn Don Junior übertreffen in dieser Hinsicht.
22:50Also das ist sicher eine Sache, wo er sich auf seinen Sohn hier verlassen kann.
22:55Und das andere, warum mir das überhaupt ins Bewusstsein gekommen ist, die Frage ist, warum nicht Don Junior, aus einem
23:02einfachen Grund,
23:03was wir am Anfang besprochen haben, er würde ja gerne zu einer dritten Amtszeit antreten.
23:08Er ist auch, Donald Trump ist auch davon überzeugt, dass wenn er nicht antritt, dann kein anderer kann das, was
23:16er kann.
23:17Also er hat diese, für alle anderen rundherum hat er nur Verachtung übrig.
23:21Das heißt, was ist das Nächste zu seiner dritten Amtszeit, zu seiner dritten Kandidatur?
23:26Das wäre er, wenn er seinen Sohn, der den gleichen Namen trägt, der praktisch eine Art von Kopie von ihm
23:32wäre,
23:33wo er auch diesen Wahlkampf absolut mitgestalten könnte, wo bei jedem, und wo er auch, glaube ich,
23:40diesen Trump-Zauber, den er immer noch ausübt,
23:43wo er immer noch Menschen wirklich, diese ganze Magerbewegung,
23:47die sich jetzt auch in den republikanischen Vorwahlen als weiterhin sehr effektiv zeigt,
23:53dass er die dann weiterhin an der Stange halten kann.
23:55Das geht nicht bei Vance, das geht nicht bei Rubio, das geht nicht bei irgendwelchen anderen Leuten,
23:59aber wenn es sein Sohn ist, Donald Trump, dann könnte das funktionieren.
24:05Vor allem, wenn der Vater immer näher oder weniger daneben schwebt.
24:08Und ich könnte mir gut vorstellen, dass das für Trump eigentlich dann die attraktivste,
24:12die attraktivste und aus seiner Sicht auch die erfolgsversprechendste Szenario ist.
24:20Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass du davon sprichst, dass es tatsächlich um den Namen geht,
24:23also Donald Trump, weil er hätte ja einen zweiten Sohn, Eric Trump.
24:26Ja, Eric Trump, nein, Eric ist hier, käme von der Persönlichkeit nicht die Frage,
24:30der macht die Geschäfte im Moment.
24:32Der ist auch politisch, hat sich nie so exponiert.
24:34Nein, es ist sehr wohl der Erstgeborene, es ist der Ältere,
24:38es ist der, der noch am ehesten hier mit seinem Vater mitkämpft.
24:42Und der Name spielt auch eine Rolle.
24:44Das Gefühl, das glaube ich, und das war ja, wie ich den Newsletter,
24:49den du am Anfang zitiert hast, wie ich das getitelt habe,
24:53Donald Trump sagt, es muss Donald Trump auf dem Wahlzettel stehen.
24:57Das sagen ja auch viele andere, das ist ja auch das Problem bei den kommenden Mittagernwahlen.
25:01Da steht Donald Trump nicht auf dem Wahlzettel und das bedeutet, dass viele dann überhaupt nicht zur Wahl gehen,
25:07weil sie jetzt nicht für Republikaner stimmen wollen, sondern für ihren Helden, für ihren Sektenführer, könnte man fast sagen.
25:17Und ja, das ist dann üblich.
25:19Naja, dann kommt das, dann der Sohn ist das nächstbeste, was man haben kann.
25:23Noch dazu, wenn er tatsächlich der Name gleich ist.
25:26Ich meine, in Österreich haben wir natürlich ein anderes Wahlsystem,
25:29aber in Österreich würde ein Politiker, der seinen eigenen Namen am Stimmzettel sehen will,
25:33dann die Partei in Liste Sebastian Kurz, die neue Volkspartei umbenennen beispielsweise.
25:37So etwas geht ja in den USA nicht wirklich, oder?
25:39Also die Republikaner in Liste Donald Trump umbenennen.
25:43Das würde jetzt weniger funktionieren.
25:44Und vor allem, ja, es geht ja auch dann darum, wahrscheinlich auch republikanische Vorwahlen zu gewinnen.
25:49Es ist ein weiterhin Zweiparteien-System.
25:52Ich glaube nicht, dass irgendein unabhängiger Kandidat hier eine Chance hat, je eine Präsidentschaft zu gewinnen.
26:02Das ist nicht einmal annähernd so.
26:03Und deswegen ist auch Taka Karlsons Vorstoß, der jetzt gesagt hat, er verlässt die republikanische Partei.
26:09Außerhalb der Partei wird es keinen Weg zum Weißen Haus geben.
26:14Das muss schon innerhalb der Partei geschehen, damit man dann eine Chance hat, sehr wohl, 2028 die Wahl zu gewinnen.
26:21Wir sprechen jetzt sehr viel über diese Vorwahlen, wo ja eigentlich nur Republikaner abstimmen.
26:26Und da meinst du, hätte er Donald Trump Jr. die Möglichkeit zu gewinnen,
26:32weil quasi sein Papa dann auf der Bühne steht, weil er ihn ordentlich pusht, weil dieser Trump-Zauber weiterlebt.
26:37Das verstehe ich, da reden wir aber von den Vorwahlen.
26:39Aber bei den tatsächlichen Wahlen, ich meine, was hat Donald Trump Jr.?
26:44Weil er muss ja dann in die TV-Duelle gehen, er muss die Auftritte machen.
26:47Und da geht es ja nicht darum, dass nur das republikanische Klientel wählt, der braucht es ja mehr.
26:52Das stimmt schon.
26:54Ich glaube, grundsätzlich wird es, es kann bis 2028 noch sehr viel geschehen.
27:00Es hängt auch davon ab, wen die Demokraten dann aufstellen werden.
27:03Aber die haben eigentlich viele gute Kandidaten und Kandidatinnen.
27:07Also die Demokraten haben schon sehr gute Chancen, das nächste Mal die Präsidentschaftswahl zu gewinnen,
27:14wenn sie es nicht wieder so verhauen, wie es Joe Biden und Kamala Harris 2024 gemacht haben.
27:21Also da glaube ich, würde ich jetzt nicht, da würde ich nicht darauf wetten,
27:24dass dann Donald Trump Jr. tatsächlich Präsident wird.
27:27Aber ich glaube, das ist für seinen Vater weniger wichtig.
27:31Ihm geht es um die Kontrolle über diese Partei.
27:34Also für ihn wäre der schlimmste Schlag, wenn der republikanische Präsidentschaftskandidat jemand wäre,
27:40den er nicht ausgesucht hätte oder der sich gar gegen seinen Willen nominiert wird.
27:46Das wäre für ihn ganz furchtbar.
27:47Ob man dann das Weiße Haus im November 2028 gewinnt, ist, glaube ich, Donald Trump weniger wichtig.
27:54Weil, wenn, sagen wir, sein Sohn dann die Wahl verliert, ja dann wissen wir es eh.
27:59Dann wurde die Wahl gestohlen.
28:01Dann wurde ja alles manipuliert.
28:03Also da, das kann sich Trump sicher sehr schön reden.
28:07Sein, man hat so wirklich das Gefühl, die letzten Monate auch, worum es ihm geht,
28:12ist diese Kontrolle über dieses republikanische Rechte-Lager.
28:16Und da, glaube ich, könnte er seinen Sohn wirklich als den sehen, der hier sein Werk weiterführt.
28:25Also zusammengefasst könnten wir sagen, es geht Donald Trump nicht darum, den besten Kandidaten zu finden,
28:29der die größten Chancen hat, die nächste Wahl für die Republikaner zu gewinnen,
28:33sondern es geht ihm darum, dass sein Kandidat antritt.
28:35Das hat er immer wieder schon bewiesen.
28:37Das hat er bewiesen in Texas, wo er sich damals für einen Kandidaten Ken Paxton ausgesprochen hat,
28:42der viel schlechtere Chancen hat als der derzeit amtierende Senator.
28:47Nein, es geht ihm nicht darum, wer ist der Kandidat, der die besten Chancen hat, zu gewinnen,
28:55sondern wer ist am loyalsten mir gegenüber.
28:58Und da ist sicher niemand besser als sein Sohn.
29:02Und vergessen wir nicht, wenn es diese Protestmärsche, die unter dem Titel No Kings laufen,
29:12wir wollen keinen König, ja, die treffen schon einen wunden Punkt.
29:17Trump sieht sich, glaube ich, in einer Art Monarchenrolle.
29:20Und er wäre nicht der erste Autokrat, der davon träumt, auch eine Dynastie zu errichten.
29:26Das ist so ungefähr das Nonplusultra für einen, der glaubt, das Land ist für mich unverzichtbar,
29:33also lebe ich dann, wird das weiterhin durch meinen Sohn und möglicherweise einen Enkelsohn
29:37immer weiter fortgeführt werden.
29:39Also dieser Gedanke einer Dynastie, das hier in den USA ja nicht ganz,
29:43der amerikanischen Politik nicht ganz fremd ist.
29:46Es gab die Kennedys, es gab die Bush-Familie, die dann tatsächlich einen Sohn.
29:52Also es gab die Clintons Mann und, also Ehemann und dann Ehefrau.
29:58Ja, also der Name zählt unglaublich viel.
30:01Und das wäre für Trump natürlich das Beste, das Zweitbeste nach dem, nach der Möglichkeit,
30:06noch einmal zu kandidieren und noch einmal noch eine weitere Amtszeit zu haben
30:10oder überhaupt zum Präsidenten für Lebenszeit ernannt zu werden.
30:14So wie es, sagen wir, Napoleon irgendwann einmal erreicht hat, der sich dann Konsul als Lebenszeit
30:20und dann zum Kaiser hat grönen lassen.
30:22Und sein Enkelsohn war es, glaube ich, oder?
30:25Sein Neffe.
30:26Ja, sein Neffe, genau.
30:28Das war sein Neffe, genau.
30:28Napoleon III, der dann den Krieg gegen Deutschland verloren hat, ist aber auch nicht so gut ausgegangen.
30:33Weniger gut, aber er wurde ja auch irgendwann ein Kaiser.
30:36Ja, ja.
30:36Das ist richtig.
30:37Erik, vielen Dank für deine Zeit und ja, wir werden Ihnen noch das Öfteren miteinander sprechen.
30:42In nächster Zeit schauen wir mal, was für Kandidaten sich da noch auftun
30:44und ob deine Wette wirklich aufgeht.
30:46Wir warten alle gespannt.
30:47Vielen Dank.
30:48Sehr gerne.
30:49Und wenn euch Thema des Tages gefallen hat, dann abonniert den Kanal auf der Podcast-Plattform
30:52eurer Wahl oder auch auf YouTube.
30:54Da sind wir immer öfter mit Videopodcasts vertreten.
30:56Einfach Kanal abonnieren und die Glocke drücken.
30:58Ich bin Daniel Retschezecker.
30:59Vielen Dank fürs Dabeisein und bis zum nächsten Mal.
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