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  • vor 9 Stunden
Die Wochenend-Scharfschützen in Sarajevo: Woher kamen die Täter?

In seinem Enthüllungsbuch „Die Wochenend-Scharfschützen“ rekonstruiert der italienische Autor Ezio Gavazzeni eine kaum untersuchte Affäre aus den 90er Jahren: Europäer zahlten dafür, in Sarajevo auf Zivilisten zu schießen. Bei Euronews berichtet er über die Suche nach den Verantwortlichen.

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Transkript
00:00Während dem Bosnienkrieg in den 90er Jahren haben wohlhabende Bürger bei sogenannten Sniper-Safaris in Sarajevo Jagd auf Zivilisten gemacht.
00:09Gegen mindestens drei dieser Wochenendscharfschützen wird in Mailand ermittelt, gegen zwei weitere in Wien.
00:30Der italienische Autor Gavaceni rekonstruiert die Reisen in seinem Buch.
00:35Zwei Quellen, ein Sicherheitsdienstleister, der die Teilnehmer von Italien auf den Balkan begleitet haben soll,
00:40und ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter berichten, wie viele dieser Touristen während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien auf Zivilisten geschossen haben sollen.
01:03Der Franzose berichtet, von einer Sicherheitsfirma in London kontaktiert worden zu sein.
01:08Die Wochenendscharfschützen seien stets in Dreiergruppen von Italien aus angereist.
01:12Es gab einen internen Code. Die Opfer wurden als Hirsche bezeichnet und die jeweilige Beute bestimmte den Preis der Reise.
01:52Wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt wurde der Fall durch den Dokumentarfilm Sarajevo Safari aus dem Jahr 2002.
02:00Die Auftraggeber werden nun wegen schweren vorsätzlichen Mordes gesucht,
02:04allesamt Männer, die als professionelle Jäger und Waffennarren beschrieben werden.
02:10Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Organisation entweder von kriminellen Netzwerken
02:15oder von serbischen und kroatischen Sicherheitsdiensten gesteuert.
02:18Die Ermittlungen werden inzwischen auf europäischer Ebene geführt.
02:22Die beteiligten Ermittler wollen sich am 29. Juni in Den Haag zu einem gemeinsamen Austausch treffen.
02:30Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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