00:01Der Ansturm reißt nicht ab. An diesem Freitag war unter Regierungsvertretern von rund 60.000
00:07Migranten die Rede, die innerhalb von 24 Stunden in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika
00:12strömten. Die meisten schwammen mehrere Stunden über das Meer dorthin. Die Stadt ist völlig
00:17überlastet. Eine Migrationskrise wie Ceuta sie seit 2021 nicht mehr erlebt hat und wahrscheinlich
00:24noch deutlich schlimmer. Die Lage eskalierte über Nacht. Spanien verstärkte inzwischen die
00:29Militärpräsenz in der Exklave, um die Rückführung der Menschen zu unterstützen. Laut dem spanischen
00:34Innenministerium kehrten bis zum Mittag etwa 25.000 Menschen nach Marokko zurück. Einer
00:40Zwischenbilanz zufolge kamen mehr als 40 Menschen beim Versuch, das EU-Gebiet zu erreichen, ums
00:45Leben. Frankreich kündigte an, seine Grenze zu Spanien schärfer zu kontrollieren. Italien
00:51forderte, das Land aus dem grensoffenen Schengen-Raum auszuschließen, woraufhin Spanien den italienischen
00:56Botschafter eingestellte. Es wird vermutet, dass ein Urteil des spanischen obersten Gerichtshofs
01:01von Anfang Juli für den Ansturm eine Rolle gespielt haben könnte. Das untersagt, Migranten,
01:07die auf dem Seeweg ankommen, ohne ordnungsgemäßes Verfahren sofort zurückzuschicken. Auch sollen
01:12in den sozialen Netzwerken Meldungen über offene Grenzen in Windeseile verbreitet worden sein.
01:22Antrittsbesuch des frischgebackenen neuen Sondergesandten der EU-Kommission für Zypern,
01:26Raffaele Fitto, auf der faktisch geteilten Insel. Die Europäische Union will im Rahmen
01:31der Bemühungen der UNO zur Lösung der Zypern-Frage eine wesentliche Rolle übernehmen,
01:35wie Fitto bei seinem Treffen mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodolides bekräftigte.
01:42Er wurde im Präsidentenpalast in Nikosia empfangen. Die zyprische Regierung erörterte mit dem Gesandten
01:48die nächsten praktischen und politischen Schritte und Vorbereitungsmöglichkeiten für
01:52Treffen aller beteiligten Parteien.
02:21Alle Versuche, den international anerkannten zyprischen Süden und den nur von der Türkei
02:26anerkannten besetzten türkisch-zyprischen Norden wieder zusammenzubringen, scheiterten
02:31seit Jahrzehnten. Zyperns Außenminister, den Fitto ebenfalls traf, setzt auf die Beziehungen
02:36zwischen der EU und der Türkei als Hebel. Als entscheidend sieht er letztlich die Haltung
02:41der Türkei.
02:58Fitto, der auch den türkisch-zyprischen Regierungschef treffen sollte, kam nur wenige Tage nach dem
03:03Besuch von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres nach Zypern. Dieser beabsichtigt, ein neues,
03:09erweitertes Treffen einzuberufen, sobald die Modalitäten und Voraussetzungen dafür geschaffen
03:13sind.
03:19Niemand verkauft den Fußball. Mit diesen Worten hat der Weltfußballverband FIFA auf Boykott-Drohungen
03:25zu den Plänen ihres Chefs Gianni Infantino zum Einstieg privater Investoren reagiert.
03:31Der europäische Fußballverband UEFA hatte erklärt, seine Mitglieder würden künftige
03:37FIFA-Weltmeisterschaften boykottieren, sollte das Projekt umgesetzt werden.
03:42Auch die CONCACAF für Nord- und Mittelamerika, die 41 Verbände vertritt, lehnt Infantinos
03:48Pläne ab, Anteile an der WM zu verkaufen. In einem Schreiben hatte die FIFA den Mitgliedsverbänden
03:55mitgeteilt, dass sich ihre Fördermittel für die nächsten vier Jahre auf 20 Millionen
04:00US-Dollar verdoppeln würden, wenn sie der geplanten kommerziellen Tochtergesellschaft zustimmen,
04:06an der private Investoren zu 20 Prozent beteiligt sind. Hauptinvestor soll die New Yorker Investment-Firma
04:14von Joshua Kushner werden. Er ist der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident
04:20Donald Trump. Die FIFA will jetzt zwar den Konsultationsprozess fortsetzen und beklagt
04:27Falschmeldungen in den Medien, doch ohne die Unterstützung der 211 Mitgliedsverbände
04:33sollten die kommerziellen Aktivitäten der FIFA unverändert bleiben.
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