00:13Bulgarien, a land of far west of the west and west of the life of the world.
00:20The rivers are changing with wide open areas of the streets, of the cities and of the cities of the
00:26world.
00:27Selten bekommen unsere Soldaten ein schützendes Dach über den Kopf. In Eis und Schnee des Balkangebirges, mit seinen hohen beschwerlichen
00:35Pässen, in den moorigen Niederungen um Sofia und in der Dobrutscha, in den Tälern der Struma und Mestra, im Hängen
00:42des Rila, des Pirin und des Rotope Gebirges, überall schaffen sie sich selbst ihre Unterkunft, sei es für ein paar
00:49Stunden, die des Nachts der Vormarsch unterbrochen wird,
00:52sei es für mehrere Wochen, die bis zum Beginn des Angriffes über die Grenze Serbis und Griechenlands vergehen. Besonders im
01:00südlichen Teil des Struma-Tales, im Becken von Petrisch und am Nordhang des Belatschitzer-Gebirges, bietet nur selten ein Haus
01:08oder gehöft armselige Unterkunft.
01:11Zwischen den Büschen, die die Flussläufe der Struma und Strumeza begleiten, an den Hängen der Berge, in dem weiten freien
01:18Talkessel, reiht sich Biwak an Biwak.
01:36Unter blühenden Bäumen, auf der freien Heide, an buschigen Hängen, schlagen die Gebirgsjäger, Infanteristen, Panzermänner, Artilleristen, Pioniere, Flieger, Funker, Flack,
01:48ihre Zelte auf, richten sich häuslich ein und genießen nach Soldatenart das Leben so, wie es sich ihnen gerade bietet.
02:04Tief in den Boden baut der Gebirgsjäger sein Zelt. Er hat zu Hause in den Alpen schon gelernt, sich auch
02:11in rauen Nächten gegen die Kälte zu schützen.
02:23Mit Faschinen wird das geräumliche Zeltloch stabil und sauber ausgekleidet.
03:00Laubheu wird auf den Boden der neuen Behausung geschüttet und macht das Heim des Gebirgsjägers warm und wohnlich.
03:07Alle möglichen neuen Techniken werden für das Aufspannen der Zeltbahn erfunden.
03:13Erfindungsgabe hilft dem Soldaten, sich freizumachen von dem Nachschub an Unterkunftsmaterial,
03:19der in diesem wegarmen Gelände undurchführbar ist.
03:31Ob die Zelte klein oder groß gebaut werden, ist Geschmackssache.
03:54Der eine wohnt lieber mit wenigen Kameraden in einer kleinen Villa,
04:01der andere mit vielen in einer Mietskaserne.
04:34Untertitelung des ZDF, 2020
04:44Aber nicht nur an sich selbst, denkt der Soldat, auch seine Waffen, Gewehre, Maschinengewehre und Granatwerfer
04:50werden vor den Angriffen des Wetters geschützt und gepflegt.
05:13Ist aber erst einmal das Lager fertig, dann können unbeschwert und in Ruhe
05:18all die vorbereitenden Arbeiten vollendet werden, die vor Beginn der Kämpfe noch erledigt werden müssen.
06:09In einem großen Lager, in dem tausend und mehr Mann gemeinsam längere Zeit wohnen müssen,
06:14ist peinliche Ordnung wichtigstes Gebot.
06:24Wenn die Tarnung es erlaubt, stehen auf großen weiten Lagerplätzen Gewehrpyramiden
06:29und Zelte wie nach dem Maßband ausgerichtet.
06:32Die Ausrüstung des einzelnen Mannes hat ihren besonderen Platz.
06:37So ist der Soldat auch in Ruhe jederzeit alarmbereit und kann sich unbesorgt in freien Stunden der Muße hingeben.
07:12Musik
07:32When by the Lanzer bekannt wird, that in the Schreibstube new
07:36angekommene Feldpost sortiert wird, kommt neues Leben in die müden Glieder.
07:47Bald sitzt jeder hinter seinem Brief oder hinter seiner Zeitung.
07:55Wer diesmal ausnahmsweise nichts bekommen hat, sucht Trost bei der Feldküche, holt doch
08:00noch vielleicht ein besonderes Stückchen für ihn abfällt. Oder er nimmt über den Rundfunkapparat,
08:07der heute in keiner Einheit mehr fehlt, Verbindung mit der Heimat auf.
08:11Einige besonders Glückliche haben sogar ein Päckchen bekommen. Sie werden dafür sorgen,
08:15dass auch die nicht zu kurz kommen, die diesmal leer ausgegangen sind.
08:19Treu wachen die Männer von der Flak über der Ruhe ihrer Kameraden.
08:26Angenehmer als Rastplätze im freien Feld, weit ab jeder Behausung, unter ein paar einsamen
08:31Bäumen oder Büschen sind die Biwaks in Anlehnung an ein Gehöft, wenn es auch noch so bescheiden
08:37ist.
08:52Das Wasser muss nicht erst von weit her geholt werden. Fast in jedem einzelstehenden Gehöft
08:57findet sich ein Ziehbrunnen.
09:01Bei jedem Dorf ein kleines Rinnsaal, das wenigstens im Frühjahr noch Wasser führt.
09:06In einem solchen kleinen Bach lassen sie auch die heißen Gesichter wieder auffrischen.
09:11Die von Staub überkrusteten Hände werden wieder einmal gründlich gereinigt.
09:15Sogar das Schuhzeug wird schnell und mühelos behelfsmäßig geputzt.
09:19Allerdings ist zu beachten, dass sich das Wasser aus Dorfbächen und Ziehbrunnen nie zum
09:24Trinken eignet.
09:25Es muss stets vorher abgekocht werden, weshalb auch in der Feldküche fast ununterbrochen ein
09:31Tähähnliches Getränk gebaut wird.
09:48Beim Abteilungsstab haben die Melder ihre Kräder gut getarnt.
09:52Sie genießen zusammen mit den zurzeit nicht beschäftigten Schreibern die Rast und treiben
09:57allerhand Kurzweil.
10:11Wenn auch die Unterhaltung mit den Eingeborenen auf Schwierigkeiten stößt, so sammelt sich
10:17doch immer eine Reihe lebenslustiger Soldaten um die Frauen und Mädchen des Landes.
10:31Nur der erste Abteilungsschreiber hat keine Ruhe.
10:34Jetzt in der Rast oder im Biwak müssen schon wieder die Befehle für den Weitermarsch ausgefertigt
10:39werden.
10:40Dass jedoch die Rast so kurz ist, dass dieser Mann hier gezwungen ist, während des Haarschneidens
10:46mit Hilfe eines Kameraden seine Mittagskost zu verzehren, das ist kaum anzunehmen.
10:58Noch besser als ihren Kameraden vorhin geht es den Männern hier, die das Glück haben, in
11:05einer großen Ortschaft bivakieren zu dürfen.
11:07Sie brauchen heute wohl keine Zelte zu bauen, sondern finden sicher ein Haus oder eine Scheune,
11:13in der sie sich auf Stroh oder Laubheu weicher betten können als sonst.
11:17Aber zuerst werden die Tiere, die Geschirre, Sättel und Waffen versorgt.
11:21Morgen soll die Batterie wieder ebenso blitzblank dastehen wie am ersten Mobilmachungstag.
11:40Besonders die beiden Schmiede haben jetzt alle Hände voll Arbeit, um mit dem Hufbeschlag
11:44der Pferde nachzukommen.
11:58Während der eine der beiden den Huf des Pferdes abraspelt, schmiedet der andere das Eisen
12:03in die richtige Form.
12:24Dieser typische Bibakplatz für Gebirgsjäger ist steil und mit dornigen Büschen bestanden.
12:30Man glaubt zunächst kaum, dass hier Zelte aufgestellt werden können, aber unsere Jäger wissen sich zu helfen.
12:36Die Büsche werden abgeschlagen, der Boden mit Pickel und Spaten einigermaßen waagrecht hergerichtet.
12:46Ein paar besonders findige Burschen bauen sich ein Brausebad durch Anstauen eines mageren Bächleins
12:52mittels Steinbrocken und Schotter.
13:14Das Wasser wird in einem eigens dazu gezimmerten Abflussbrett zusammengefasst.
13:43Später wird an diesem selbst geschaffenen Brunnen auch das Wasser für die Feldküche geholt.
13:52Der Suppe wird es allerdings weniger zuträglich sein, wenn sich gleichzeitig oben am Staubecken ein anderer Mann rasiert.
14:18Panzer im Biwak auf einer der weiten freien Talflächen Bulgariens.
14:21Nirgends ein Baum oder Strauch unter dem oder mit dessen Zweigen getarnt die Panzer aufgestellt werden könnten.
14:29Sie stehen daher weit und unregelmäßig im Gelände verteilt, um dem feindlichen Flieger kein geschlossenes Ziel zu bieten.
14:42Musik
15:03Besonders praktisch sind die schon im Feldzug in Frankreich von München.
15:06In den Engländern erbeuteten Spitzzelte. Sie lassen sich mühelos und schnell aufschlagen, können jedoch im Volk ihres großen Gewichtes nur
15:14von motorisierten Truppen mitgeführt werden.
15:31Das Lager ist mit größter Sorgfalt und sehr viel Liebe eingerichtet.
16:01Hier bereiten sich die Männer einer Panzerkompanie auf ein großes Fest vor.
16:05Einer der Kameraden wird hier auf freiem Feld seine Ferntau feiern.
16:10Zunächst werden der glückliche Beutegamm und alle an der Hochzeit Beteiligten von den Kameraden in einem Bottich gründlich abgeschoben.
16:17Dann ziehen zur Feier des Tages die Männer, die sonst im Biwak am liebsten halbnackt umherlaufen, ihre frisch ausgebürsteten und
16:26auf Hochglanz polierten Uniformen an.
16:28Zwischen zwei zur Parade aufgestellten Panzern wird angetreten.
16:32Vor dem Traualtar steht der Kompaniechef und weist den jungen Bräutegamm mit ernsten Worten auf die Bedeutung der Ehe hin.
16:41Zur feierlich Bekräftigung der im Feld geschlossenen Ehe steckt der Kompaniechef dem Bräutegamm nun den Traurig an den Finger.
16:59Einer der Kameraden unterschreibt als Trauzeuge.
17:06Ein herzlicher Glückwunsch seitens des Kompaniechefs und der Kameraden beschließt die würdige Feier.
17:15Die Kompanie tritt ab und lässt den jungen Bräutegamm zunächst allein mit seinem Glück.
17:25Die Tafel mit dem Gamsbock zeigt, dass wir uns wieder bei einer Gebirgsdivision befinden.
17:31Diesmal ist es der Divisionsstab selbst.
17:33Wir sehen, dass der Glaube, höhere Stäbe würden immer in vornehmen Hotels und Schlössern wohnen, durchaus falsch und veraltet ist.
17:41Wie die Truppe, so bivakiert auch der Stab.
17:53Das einzige Hilfsmittel ist der Befehlswagen.
17:57Der junge Hauptmann im Generalstab sitzt hier ohne rote Hose, aller Würde entkleidet, im praktischen Arbeitsanzug vor seinem Wagen in
18:06der Sonne.
18:11Er empfängt Meldungen und erteilt Befehle.
18:15Die Arbeit klappt wie zu Hause in den Geschäftszimmern.
18:25In den unter blühenden Bäumen angelegten Schreibstuben werden die Befehle ausgearbeitet und vervielfältigt.
18:45Auch eine richtige Kantine ist aufgebaut, in der der Soldat alles kaufen kann, was ihm an Kleinigkeiten gerade fehlt.
19:03Allerlei frische und unzweideutige Bilder zeigen den Weg zur Latrine, die in keinem Bivak fehlen darf.
19:09Sie ist sorgfältig hinter einigen parnenden Büschen angelegt.
19:37Ein Melder läuft zur Gratzstaffel und verständigt einen der unermüdlichen Gratzmelder,
19:43dass ein neuer Befehl fertig ist und ausgefahren werden muss.
19:54Nach kurzer Zeit braust der Gratzmelder mit dem Befehl ab zu seinem Regiment, seinem Bataillon oder seiner Abteilung.
20:14Auch im Gebirge schützt leichte und mittlere Flak die Bivaks der Truppe.
20:17Es ist mühsam, das schwere Gerät über die Felsen zu bringen, aber die Flak braucht die besten und höchsten Übersichtspunkte,
20:24um den angreifenden Feind rechtzeitig erkennen und abwehren zu können.
20:43Die Zelte werden in unmittelbarer Nähe der Stellung aufgeschlagen.
20:47Denn Tag und Nacht muss die Flak bereit zum Einsatz sein.
20:59Am Fuß der felsischen Hänge liegt die Befehlszentrale.
21:02Hier laufen von weit her alle Meldungen über angreifende Flieger ein.
21:06Von hier werden sie sofort mit Fernsprecher oder Funk in die Stellung weitergegeben.
21:35Ein Bivakplatz auf einer noch prallen Hochmoorfläche unter lichten Bäumen.
21:45Ein paar Mann sind beauftragt, aus einem kleinen Moorbächlein Wasser zu holen.
21:53Der schwere Wassersack wird über eine Stange gehängt und von zwei Mann getragen.
22:01Der Herr Oberjäger trägt selbst mit, wahrscheinlich weil er hofft, später einmal im Film seinen zur Schau gestellten Eifer bewundern
22:08zu können.
22:12Im steten erfrischenden Wechsel zwischen Arbeit und Unterhaltung vergeht im Bivak die Zeit bis zum Antreten zu neuen Märschen oder
22:19zum Gefecht.
22:19Ein schlechter Soldat, der es nicht fertig brächte, überall da, wo er hinkommt, sich wohlzufühlen, der nicht auf den Mühen
22:27und Strapazen ihre angenehme Seite abzugewinnen wüsste,
22:30der es nicht verstände, sie in vollen Zügen zu genießen, die Ferien vom Ich.
22:35Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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