- vor 18 Stunden
Nachts schleicht sich Tom Bronner, den Schwester Sophie aus ihrer wenig ruhmreichen Vergangenheit kennt, ins Kloster. Er hat nach einem Autounfall Fahrerflucht begangen und bittet Sophie verzweifelt um Unterschlupf und Geld. Sophie will Tom helfen und versteckt ihn auf dem Dachboden des Klosters. Doch als in der Haushaltskasse der Nonnen auf einmal 1.000 Euro fehlen, stellt sie Tom zur Rede.
Bürgermeister Wöller hofft immer noch, etwas über den Verbleib seiner Katze Mausi zu erfahren und hat sogar eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt. Daraufhin meldet sich ein Zeuge, der zufällig mit seiner Videokamera den Unfall gefilmt hat. Wöller ist begeistert. Endlich kennt er den Täter. Auch in der Gemeinderats-Runde hat Wöller Erfolg. Als er erfährt, dass Schwester Lotte und die Opposition ihm einen Untersuchungs-Ausschuss wegen seiner Amigo-Methoden auf den Hals hetzen wollen, droht er, sein Wissen über die anderen Ratsmitglieder auszupacken.
Während dessen geht Lottes Plan auf. Ihre gespielte Begeisterung über Mechthilds Nachfolge als Leiterin des Klosters verletzt die Mutter Oberin so sehr in ihrer Eitelkeit, dass sie beschließt, den Posten in Rom abzulehnen. (Text: ARD)
Bürgermeister Wöller hofft immer noch, etwas über den Verbleib seiner Katze Mausi zu erfahren und hat sogar eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt. Daraufhin meldet sich ein Zeuge, der zufällig mit seiner Videokamera den Unfall gefilmt hat. Wöller ist begeistert. Endlich kennt er den Täter. Auch in der Gemeinderats-Runde hat Wöller Erfolg. Als er erfährt, dass Schwester Lotte und die Opposition ihm einen Untersuchungs-Ausschuss wegen seiner Amigo-Methoden auf den Hals hetzen wollen, droht er, sein Wissen über die anderen Ratsmitglieder auszupacken.
Während dessen geht Lottes Plan auf. Ihre gespielte Begeisterung über Mechthilds Nachfolge als Leiterin des Klosters verletzt die Mutter Oberin so sehr in ihrer Eitelkeit, dass sie beschließt, den Posten in Rom abzulehnen. (Text: ARD)
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00:11Untertitelung. BR 2018
00:58Untertitelung. BR 2018
01:28Untertitelung. BR 2018
01:52Untertitelung. BR 2018
01:55Na hör mal, normalerweise schreit eine Frau, wenn man bei ihr einsteigt. Wie bist du überhaupt hier reingekommen?
02:01Bitte Sophie, du musst mir helfen. Ich weiß sonst nicht, wo ich hin soll.
02:18Das Frühstück muss ich leider ausfallen lassen. Ich muss ins Rathaus. Wir haben Gemeinderatssitzung. Und um 17 Uhr muss ich
02:23bei der Mutter Oberin sein.
02:24Geht sie nun nach Rom oder geht sie nicht? Das wird das Thema sein. Und ich hoffe doch sehr, dass
02:29sie davon Abstand nehmen wird, Schwester Mechelt als Nachfolgerin zu designieren.
02:33Aber du wolltest mir doch helfen, Lotte. Keiner hilft mir.
02:35Ich kann doch nicht.
02:37Agnes, wie kommst du dich überhaupt auf die Idee, die Wände zu streifen?
02:41Weil die so schäbig aussehen und wir uns keine neuen leisten können.
02:45Sophie kann dir doch helfen.
02:46Ich hab keine Zeit ausgeschlossen. Wir haben zwei Hochzeiten im Pfarrhaus und zu Barbara muss ich auch noch.
02:51Dann eben Julia. Du musst doch heute nicht in den Kindergarten.
02:54Was soll ich denn noch alles machen? Morgen kommt die Steuerberaterin und ich bin erst per Februar mit in mir
02:58liegen.
02:59Na gut. Dann verschieben wir eben die Mahlaktion auf Samstag und helfen alle zusammen.
03:04Aber da sind doch die Gäste für Seminar schon da. Die können sich doch nicht auf frisch gestrichene Bänke setzen.
03:10Also jetzt setzen wir uns erst mal auf diese Stühle und frühstücken. Und zwar in Ruhe.
03:31Ich hab dir was zu essen organisiert. Die Brezest war von gestern, aber mit der Wurst kriegst du die schon
03:36runter.
03:37Danke.
03:39Du hast geraucht? Spinnst du, wenn das einer riecht?
03:43Das riecht schon keiner. Keine Panik.
03:45Gott, ich bin so ein gutmütiges Schaf.
03:49Sophie, du bist meine einzige Hoffnung.
03:50Hör auf. Du bleibst hier oben, ist das klar? Du bist unsichtbar ab sofort.
03:56Und was ist, wenn ich aufs Klo muss?
03:58Ach, Mist. Stimmt.
04:02Na gut. Aber du wartest, bis alle weg sind oder unten.
04:06Gleich hier drunter ist am Ende des Flurs eine Toilette.
04:08Aber zieh die Spülung nicht. Schwester Agnes hört das Gras wachsen und diese alten Abwasserrohre machen einen Heidenkrat.
04:13Sei nicht so laut!
04:14Okay.
04:17Und wann, glaubst du, bekomme ich das Geld?
04:21Ich hab mir was anderes überlegt.
04:23Mehr als 400 Euro hab ich nicht auf dem Konto und damit kommst du...
04:25Sophie, Herrgott, nochmal, ich muss weg hier!
04:27Pst, ich weiß.
04:29Aber ich will erst versuchen, rauszufinden, was wirklich passiert ist.
04:31Das hab ich dir doch erzählt.
04:32Wenn es stimmt, was du erzählt hast, muss heute was in der Zeitung stehen.
04:36Also, du bleibst hier.
04:37Wenn ich heute Abend wiederkomme und du bist abgehauen, dann geh ich zur Polizei.
04:50Sophie, ich brauch dich.
04:52Ich bin eine Nonne jetzt.
04:54Ich hab einen Strich unter meine Vergangenheit gemacht und ich will nicht, dass sie mich wieder einruht.
04:58Hast du das begriffen?
04:59Ja.
05:01Und jetzt muss ich gehen, sonst fällt es auf.
05:05Bitte, Tom.
05:07Mach nicht alles kaputt, was ich mir hier aufgebaut hab, ja?
05:09Gib mir das Geld und ich verschwinde für immer aus deinem Leben.
05:12Lass mich nur machen.
05:14Mir fällt schon was ein.
05:22Da ich bis zum heutigen Datum keine schriftliche Bestätigung ihrer Zusage, das Kloster an die Gemeinde zu verkaufen, erhalten habe
05:34und die Eintracht fest gegen die Beanstandung, da vorher wieder abgelaufen ist, sehe ich mich, äh, ne, schreiben Sie das,
05:41sieht sich die Gemeinde gezwungen, jegliche Unterbringung von Seminarteilnehmern im Kloster Kaltental zu untersagen.
05:50Und das wollen Sie tatsächlich abschicken an die Neuoperin?
05:52Mhm.
05:53Da haben Sie doch gleich mal hier verspägt.
05:55Herr Beden, Sie können doch nicht einfach hier reinlaufen. Wo sind wir denn?
05:59Ja, ich komme wegen...
06:00Mich ablichten.
06:01Paparazzi.
06:02Ich wollte mir die 3.000 Euro abholen.
06:13Moment.
06:14Äh, hab ich Sie richtig verstanden? Sie kommen wegen der Belohnung?
06:18Ja. Oder haben Sie ihn schon erwischt?
06:20Wen? Den Kerl, der meine Katze plattgefahren hat, dein?
06:23Ja, werden Sie sich freuen.
06:25Habe ich hier alles auf Video?
06:27Nein.
06:27Doch.
06:29Soll ich Sie ihm vorführen?
06:30Ja, bitte.
06:32Kommen Sie.
06:33Grüß Gott.
06:34Das Ganze ist doch schon drei Wochen her. Wieso kommen Sie denn erst jetzt?
06:37Ja, weil ich erst gestern aus dem Urlaub zurückgekommen bin.
06:40Wissen Sie, sonst fahren wir immer nach Spanien.
06:43Costa del Sol.
06:44Aber dieses Jahr sind wir durch Deutschland gegondelt.
06:47Thüringen und so.
06:48Ja, und weiter jetzt hier.
06:50Unser Nachbar, der hebt uns immer die Post und die Zeitungen auf.
06:55Und wie ich die gestern wegwerfen will, da finde ich doch per Zufall Ihre Anzeige mit der Belohnung.
07:01Und da wollte ich...
07:03Kommen Sie, also tippen Sie es ab und der Brief muss noch heute an die Nonnen raus, ja?
07:14Also dann führe ich es Ihnen mal vor.
07:19So.
07:21Und los.
07:25Das ist jetzt erst die Altstadt von Kaltenthal.
07:28Mein Schwager ist nicht so interessant.
07:30Aber jetzt schauen Sie da hinten mal, wer da rauskommt.
07:33Sehen Sie das Polizeiauto unter dem Hinterrad?
07:36Da sitzt eine Katze.
07:38Jetzt steigt er ein.
07:40Ja.
07:43Schon ist passiert.
07:45Ich denke mich, ich kriege ein Pferd.
07:49Dieser hinterhältige Schleimscheiß.
07:51Ja, nicht wahr?
07:52Wieso sind Sie eigentlich nicht zur Polizei gegangen?
07:55Ach so, ja.
07:57Ja, weil in dem Fall, da ist ja der Bock der Gärtner sozusagen.
08:03Geben Sie mir das Video.
08:05Also, die 3.000 Euro, die hätte ich schon gerne erst.
08:09Ach nee, die Frau Laban lauscht.
08:12Ach, und der Herr Michels kommt einfach rein, ohne anzuklopfen.
08:17Was gibt's?
08:19Entschuldigen Sie, aber ich muss für den Herrn Brettschneider vom Katasteramt Schinken und Käsesemmeln holen.
08:24Und da wollte ich fragen, ob Sie vielleicht auch was wollen.
08:27Nein, danke.
08:29Ich muss auf meine Figur achten.
08:31Also, ich finde, da ist kein Gramm überflüssig.
08:33Und jedes am richtigen Platz.
08:35Also, Herr Michels, also ehrlich.
08:37Ich bin für zwei Stunden weg, verschieben Sie alle Termine auf heute Nachmittag und morgen.
08:41Und ich kann mir doch Ihre Kamera ausleiten.
08:43Wer war's denn jetzt eigentlich?
08:44Wenn Sie das wüssten.
08:45Würden Ihnen die Haare zu Berge stehen.
08:47Kommen Sie.
08:48Ja, haben Sie keine eigene Kamera.
08:51Deswegen kaufe ich mir doch nicht extra...
08:52Die Haare zu Berge stehen?
08:54Was ist doch los?
08:55...zwei, drei Tage entbehren, dass Sie mit einem Postwind wieder zukommen, bis die Beweisaufnahme abgeschlossen ist.
09:00Ja, wen sehen wir denn da?
09:02Schwester Lotte.
09:03Stellen Sie sich vor, wir haben endlich den Verbrecher.
09:07Ach, haben Sie sich freiwillig der Polizei gestellt?
09:11Sehr witzig.
09:12Aber Sie können heute meine gute Laune nicht erschüttern.
09:16Grüß Gott, Schwester.
09:17Grüß Gott.
09:18Wenn nächste Woche der Untersuchungsausschuss Ihr Büro fitzt, landen Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hinter Gittern.
09:26Untersuchungsausschuss?
09:27Der Antrag von mir und von Herrn Lehmann unterstützt.
09:30Wurde im Gemeinderat mit knappster Mehrheit gut geheißen.
09:34So, und was soll das gewesen sein?
09:36Heute Nacht in einer Ihrer mystischen Wahnvorstellungen?
09:39Vorgestern, bei der Sitzung, wo Sie mal wieder mit Abwesenheit glänzen.
09:43Einen schönen Tag noch.
09:44Ja, wenn wir eben einen neuen Antrag stellen und den alten auf den Müll schmeißen.
09:49Untersuchungsausschuss, sie haben vielleicht Nerven.
09:50Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn sich die welsche Sau dran reibt?
09:55Der Sprung ist sowieso bald zu Ende.
09:56Die kriegen eine neue Mutteroberin und die fristen aus der Hand.
09:59So.
10:00Und Sie kriegen jetzt Ihr Geld.
10:04Grüß Gott, Frau Labern.
10:05Ah, Schwester Lotte, gut, dass Sie kommen.
10:07Da kann ich mir gleich das Porto sparen.
10:09Was ist das?
10:10Möllers neueste Attacke auf Ihr Kloster.
10:13Stimmt das, dass Sie eine neue Oberin bekommen?
10:15Jede Unterbringung von Seminargästen im Kloster Kaltental zu untersagen, ja, das hätte er wohl gerne.
10:20Nein, nein, das schicken Sie besser mit der Post, da dauert es ein bisschen länger.
10:23Und bis dahin hat sich sowieso alles zu schlagen.
10:25Wie das?
10:27Also erstens kriegen wir wahrscheinlich gar keine neue Oberin.
10:31Und wenn der Herr Wöller erstmal den Untersuchungsausschuss auf dem Hals hat, dann hat er andere Sorgen, weil es uns
10:36das Leben schwer zu machen.
10:39Untersuchungsausschuss?
10:40Ja, deswegen bin ich ja da.
10:42Herr Wöller hat die letzte Sitzung versäumt und war bei der Abstimmung nicht dabei und jetzt wird er wahrscheinlich versuchen,
10:47einige wichtige Akten verschwinden zu lassen und das müssen Sie einfach verhindern.
10:51Schwester Lotte.
10:52Bitte, Frau Labern.
10:54Wenn der Ausschuss etwas findet und Wöller gehen muss, dann bin ich doch auch mein Job los.
10:59Ach, wo?
11:00Oh, so weit wird es doch gar nicht kommen.
11:02Es kann er sich ja gar nicht leisten, das alles offen zu legen bei der Mauschelei während seiner Amtszeit.
11:07Nein, nein.
11:08Der wird klein beigeben und uns in Ruhe lassen.
11:11Heute bei der Sitzung wird der neue Antrag verhandelt, dann habe ich ihn genau da, wo ich ihn hinhaben will.
11:16Ach, dieser Nervenkrieg und ich mittendrin.
11:18Ich weiß, Frau Labern, aber mir geht es ja auch nicht anders.
11:22Und das Gute siegt immer.
11:24Dauert nur ein bisschen länger.
11:27Wer war eigentlich der Mann, mit dem ich ihn vorher gesehen habe?
11:31Das war ein Tourist, der das Rathaus zufällig gefilmt hat, als Mause überfahren wurde.
11:38Frau Labern, kann ich mal ganz schnell Ihr Telefon benutzen?
11:40Ja, sicher.
11:47Sie wissen, wer es war?
11:48Ja, Wachtmeister Mayer, der Unglücksrabel.
11:52Grüß Gott, hier ist Schwester Lotte, kann ich bitte Wachtmeister Mayer sprechen?
11:56Aha.
11:57Ja gut, dann sagen Sie ihm bitte, er soll mich dringend zurückrufen.
12:01Im Rathaus.
12:02Die Frau Labern weiß, wo ich bin.
12:04Nein, das ist Privatsache.
12:06Dankeschön.
12:11Der arme Wachtmeister Mayer, weil er wird ihn in der Luft zerfleischen.
12:17Das gibt ein Gemetzel.
12:26Amen, Maria.
12:51Sagen Sie, wo ist Ihr Kollege Mayer?
12:54In München.
12:55Fortbildungskurs.
12:56Fortbildungskurs?
12:57Wo gibt es denn sowas?
12:58In München.
12:59Ich meine, wann kommt er wieder?
13:01Keine Ahnung, worum geht es denn, Herr Bürgermeister?
13:03Versuchen Sie ihn zu erreichen, ich muss ihn dringend sprechen.
13:05Ja, am besten schon vorgestern.
13:07Der braucht keinen Fortbildungskurs mehr.
13:09Der ist die längste Zeitpolizist gewesen.
13:37Dann machen wir morgen weiter, okay?
13:39Dann machen wir morgen weiter, okay?
13:4014 Uhr.
13:41Gut.
13:42Wiedersehen.
13:43Tschüss.
13:43Tschüss, Frau Hennlein.
13:45Und?
13:46Wie geht's der Kleinen?
13:47Gott sei Dank nur eine Entzündung.
13:49Du hast mir so Angst gemacht, dass sie einen Hörfehler hat.
13:52Bei dem Sohn von der Frau Balke haben sie es erst gemerkt, als er lauter schlechte Noten gekriegt hat in
13:55der Schule.
13:56Aber war er nur halb taub.
14:01Ist irgendwas?
14:04Du bist meine beste Freundin, also krieg das jetzt bitte nicht in den falschen Hals, ja?
14:08Was denn?
14:10Siehst du, jetzt guckst du schon wieder so.
14:13Dein Architekt, ist es das?
14:14Dein Architekt, wie du das schon sagst, er ist nicht mein Architekt.
14:18Entschuldige.
14:19Ich bin nicht so gut drauf heute.
14:21Herr Bachmann ist ein wunderbarer Mensch und er kümmert sich rührend um mich.
14:24Die ganzen Möbel hat er mir abbeizen und anstreichen geholfen.
14:27Du hättest nur was sagen müssen, dann hätte ich dir auch geholfen.
14:29Das weiß ich, aber darum geht es nicht.
14:30Um was dann?
14:34Seit ich die Weinen nicht genommen habe und gegangen bin, fühle ich mich ständig von dir beurteilt und kontrolliert.
14:40Das ist doch Unsinn.
14:42Ehrlich?
14:43Ja.
14:45Also was ist?
14:47Sag schon, hm?
14:54Ich glaube, Maxim findet mehr für mich als nur Freundschaft.
14:59Hat er was gesagt?
15:01Nein, aber sowas spürt man doch.
15:06Aber ich bin noch nicht so weit.
15:10Und ich brauche Zeit, ohne mich ständig beobachtet zu fühlen.
15:31Probleme?
15:33Lass uns fahren.
15:34Ich will nicht darüber reden.
15:36Hat das was mit mir zu tun?
15:39Nein, mit mir.
15:43Ich mache mir immer zu viele Gedanken.
15:45Weißt du was?
15:47Wir holen Jakob und Rebecca ab und dann fahren wir zu Kirchwein nach Owens.
15:51Und da fahren wir Karussell und essen Würstchen, bis es schlecht wird.
16:04Herr Mayer!
16:06Da, Schwester.
16:07Ich soll hier auf Schwester Lotte warten.
16:09Aber die ist im Rathaus.
16:11Ich weiß.
16:18Das ist ein bisschen chaotisch aus, weil ich gerade dabei bin, die Bänke zu streichen.
16:24Aber setzen Sie sich doch.
16:38Herr Mayer, was ist denn mit Ihnen?
16:41Sie sind ja ganz blass.
16:45Schon gut.
16:47Aber einen Schluck von Ihrem Klostergeist könnte ich vielleicht doch brauchen.
16:51Oh ja.
17:03Und jetzt will der Wöller, dass wir eine Feuerleiter anbauen lassen.
17:06Vom zweiten Stock runter.
17:08Und Brandschutztüren aus Stahl.
17:17Also Herr Mayer, wenn Sie etwas bedrückt und Sie Sorgen haben,
17:21warum gehen Sie nicht einfach in die Kapelle und reden mit Gott?
17:26Ich bin evangelisch.
17:28Das ist dem lieben Gott egal.
17:31Wir sind doch alle seine Kinder.
17:33Und haben alle nur einen Vater und einen Himmel und eine Erde.
17:37Oder?
17:41Ich fürchte, in dem Fall kommt jede Hilfe zu spät.
17:50Kommen Sie.
17:52Wir gehen jetzt in den Garten und ernten ein paar Kohlrabi und Salat.
17:55Und dann essen Sie erst mal was Vernünftiges, ja?
18:00Ich habe keinen Appetit heute.
18:03Also ehrlich, Herr Mayer, was ist denn mit Ihnen?
18:13Na gut, ich komme mit.
18:15Gut.
18:16Gut.
18:33Das war's für heute.
18:48Das war's für heute.
19:19Du hast die Polizei gerufen.
19:20Spinnst du? Nein!
19:22Wo willst du hin?
19:23Weg von hier.
19:24Du bleibst hier.
19:25Oh, das Fahrrad von Sophie.
19:26Los, komm schnell.
19:27Hier nach oben.
19:28Ich komme erst nach hinten.
19:30Bei Ihnen.
19:32Ach, Sophie.
19:33Hallo, hallo.
19:34Ich wusste gar nicht, dass du da bist.
19:36Herr Wachtmeister.
19:37Darf ich was da?
19:38Ich bin ein bisschen spät dran mit dem Essen, weil ich hab mit den Bänken angefangen.
19:43Und dabei hab ich völlig die Zeit vergessen.
19:46Darf ich fragen, warum Sie hier sind?
19:48Ach, Herr Mayer, können Sie so lieb sein und den Korb in die Speisekammer stellen?
19:51Danke.
19:52Was Privates.
19:53Ich warte auf Schwester Lotte.
20:01Darf ich Sie vielleicht was fragen?
20:04Bitte.
20:05Ich hab heute früh in der Zeitung gelesen, dass in München ein Mädchen in die Klinik eingeliefert wurde.
20:11Brigitte Marquardt.
20:12Sie hatte einen Unfall in einem gestohlenen Auto.
20:15Ich würd gern wissen, ob das eine frühere Freundin von mir ist.
20:17Leider steht in dem Artikel nicht, in welcher Klinik.
20:20In einem gestohlenen Wagen.
20:23Ja, sie ist nicht selber gefahren.
20:24Der Fahrer ist abgehauen.
20:25Die Polizei hat sie gefunden.
20:27In dem Fall dürfte das kein Problem sein.
20:29Von den Kollegen kriege ich das schon raus.
20:31Ich muss nur mal telefonieren.
20:33Das wär toll.
20:34Kommen Sie.
20:37Sophie, was habt ihr denn?
20:39Was Privates.
20:42Mir sagt wieder keiner was.
20:44Da kommt er ja.
20:46Und wir dürfen alle gespannt sein, wie sich unser Herr Bürgermeister diesmal aus der Affäre ziehen wird.
20:51Wie Baron Münchhausen, nehme ich an.
20:52An den eigenen Haaren.
20:54Sau, komisch.
20:56So, zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen für mein Zuspätkommen,
21:00aber es wird Sie freuen, zu hören,
21:02dass ich endlich den Mörder meiner Katze überführt habe.
21:06Hier, auf dieser Kamera ist der Beweis.
21:08Ach nee, hast du die Interpol eingeschaltet?
21:11Sag mal, hast du heute Morgen einen Clown gefrühstückt?
21:13Euch wird das Lachen vergehen, wenn ihr das hier seht.
21:15Ich finde, das hat nichts auf einer Gemeinderatssitzung zu suchen.
21:18Ich finde, das hat sehr wohl etwas in einer Gemeinderatssitzung zu suchen.
21:23Vor allem, wenn Damen des geistlichen Standes, so wie Sie, in so eine Schweinerei verwickelt sind.
21:28Ach, hör auf, das kreist ja schon an Verfolgungswahn bei dir.
21:30Na gut, ich meine, was kann ich von einer Opposition erwarten,
21:33die mir einen Untersuchungsausschuss auf den Hals setzt.
21:35Aber dass ihr, meine eigenen Parteigenossen, dem zustimmen, das schmerzt sehr.
21:40Es gibt eben auch in Ihrer Partei Mitglieder, die mit ihren Amigo-Methoden und finanziellen Schwiemeleien nichts zu tun haben
21:47wollen.
21:47Den Herrn ist eben eines nicht klar, dass ich, wenn in meinem Büro ein Untersuchungsausschuss auftauchen sollte,
21:56keine Veranlassung sehe, nicht alles auszupacken.
21:59Und dann können wir alle im Gefängnishof zusammen Fußball spielen.
22:04Na ja, ihr wisst doch genauso gut wie ich, dass wir heutzutage in der Politik, ja, wenn es darum geht,
22:09den Gemeindehaushalt zu sortieren und zu ordnen, ja, und wenn es um die diversen Praktiken geht,
22:15bei der Vergabe, Auftragsvergabe an Unternehmen und so weiter, ja, dass wir gewissen Sachzwängen und, äh...
22:20Grauzonen?
22:20Genau, Schwester, Grauzonen unterworfen sind, von denen Sie in Ihrer Schwarz-Weiß-Welt gar nichts wissen wollen.
22:27Die Welt ist bunt, Herr Wöller, nicht grau.
22:30Und auf grau, vorzugsweise auf klein kariert, und das weiß jede Hausfrau, fällt der Dreck nicht so auf?
22:39Die Opposition, die Opposition wäre auch bereit, auf die Abstimmung zu verzichten,
22:44wenn du dich bereit erklärst, Kloster Kaltenthal endlich die Genehmigung zu erteilen,
22:48weiter Seminare zu veranstalten.
22:51Ah, daher wird der Wind.
22:54Einmal davon abgesehen, dass das Denkmalamt uns gar nicht erlauben würde,
22:57eine derartig monströse Feuerleiter am Gebäude zu installieren,
23:01ist diese Maßnahme auch völlig sinnlos, weil es nämlich bereits zwei Treppen gibt,
23:05die nach oben führen, und außerdem haben wir Feuermelder installiert.
23:08Ja, tut mir leid, Schwester, ich habe diese Vorschrift nicht erfunden,
23:11und deswegen kann ich sie auch nicht außer Kraft setzen.
23:13Also, stimmen wir ab.
23:14Ich werde bei dieser Abstimmung nicht dabei sein,
23:16weil ich mich für eine derartige Farce nicht zur Verfügung stelle.
23:19Auf Wiedersehen.
23:19Ja, wir sind auch ohne Sie in der Lage, eine Entscheidung zu treffen.
23:22Also, meine Herren, Hände hoch und wehe.
23:25Einer von Euch fällt um.
23:27Wehe.
23:29Schreiben Sie mit.
23:35Ich bin wieder da.
23:42Also, länger kann ich nicht mehr warten.
23:46Die werden sich sowieso fragen, wo ich abgeblieben bin.
23:48Aber Ihre Kollegen aus München können doch jeden Moment zurückrufen.
23:52Das sind sie vielleicht.
23:55Torster Kaldenthal, Julia Sebald.
23:57Moment.
23:58Für Sie, Herr Mayer!
24:03Danke.
24:05Ja, Mayer?
24:07Ah, schieß los.
24:10Geht es den Umständen entsprechend gut?
24:14Verstehe.
24:15Und hat man schon eine Spur?
24:20Gut.
24:21Danke, Herbert.
24:27Ihre Freundin ist wieder auf dem Damm.
24:30Aber der Typ, der ist verschwunden.
24:34Danke, Herr Mayer.
24:36Wenn Schwester Lotta anruft, dann sagen Sie ihr bitte, ich bin im Revier.
24:42Ja, mach ich.
24:45Sophie, was hast du?
24:48Und was war das für ein Anruf aus München?
24:51Nichts.
24:51Ich muss mal schnell nach oben.
24:53Ich bin gleich wieder da.
24:54Das Geld ist weg.
24:55Über 1000 Euro.
24:58Was?
24:59Ja.
25:00Hat vielleicht Schwester Lotte was rausgenommen?
25:02Oder du?
25:02Nein.
25:04Du, Sophie?
25:05Ich weiß ja nicht mal, wo der Schlüssel für die Kasse ist.
25:07Nein, der Schublade hinter dem Scheckheft.
25:09Ach, da wird sich schon irgendeine Erklärung finden lassen.
25:12Hast du jetzt Zeit und kannst du uns helfen?
25:14Ach, das schaffst du doch locker.
25:15Ich habe Wichtigeres zu tun.
25:17Aber du hast einen Föhn und du könntest sie trocknen.
25:20Jetzt hilf mir!
25:28Was wollte der Bulli hier?
25:29Gib mir das Geld.
25:30Los!
25:31Und sag jetzt nicht, welches Geld es ist.
25:32Ruf ich Wachtmeister Mayer zurück und lass dich filzen.
25:46Ich habe die Panik gekriegt, dass der hier aufgetaucht ist.
25:50Ich dachte, du hättest mich verpfiffen.
25:53Und du hast mich angelogen.
25:58Sie ist tot?
26:01Nein.
26:02Du hast Glück gehabt.
26:03Sie hat überlebt.
26:06Was?
26:07Ja.
26:09Ehrlich, Sophie?
26:10Sie ist dargelegen wie tot und da habe ich Angst bekommen und bin abgehauen.
26:18Jetzt schau nicht so.
26:18Das ist die Wahrheit.
26:22Okay.
26:23Ich glaube dir.
26:26Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, dass dir die Polizei auch glaubt.
26:29Und das wird nicht einfach sein, weil du abgehauen bist.
26:31Die Polizei.
26:31Sophie, das geht nicht.
26:32Wir gehen jetzt mit drin.
26:34Es geht also nicht nur um dich, sondern auch um mich und ich mache hier die Spielregeln.
26:44Ich komme heute Abend noch mal nach der Andacht und bringe hier was zu essen.
27:00Hast du den Herrn Meier gesehen?
27:02Der ist vor zehn Minuten weg.
27:03Der konnte nicht mehr warten.
27:04Na, hoffentlich macht er keinen Blödsinn.
27:07Schwester Lotte?
27:08Ja?
27:08Kann ich Sie kurz sprechen?
27:10Sicherlich, aber nicht jetzt.
27:11Ich muss noch ins Mutterhaus und dann habe ich noch eine ganze Reihe Telefonate zu erledigen.
27:15Aber dann.
27:16Wie habt ihr jetzt noch angefangen?
27:19Ach, was ist denn das für eine Farbe?
27:21Das ist ja quietschgrün.
27:23Lotte, hast du die tausend Euro aus der Kasse genommen?
27:27Was?
27:28Sie sind weg?
27:29Das gibt es doch nicht.
27:35Ich wollte die Abrechnung machen und nachzählen und da war nichts mehr da.
27:39Wer war denn hier?
27:40Warst du die ganze Zeit hier?
27:42Ich war nur kurz in der Stadt.
27:43Ich habe eine neue Druckepatrone gebraucht.
27:45Wie waren die anderen?
27:46Die ganze Zeit hier.
27:48Und wer war sonst noch da?
27:50Der Polizist Meier, aber der klappt doch kein Geld.
27:54Und wie gesagt, ich war die ganze Zeit da.
27:56Fast.
27:57Sie haben überall den Kugel.
27:59Vielleicht hast du es irgendwo verlegt.
28:00Ich bin doch nicht doof.
28:02Ich bin doch nicht doof.
28:04Hier ist aber auch ein Saustall auf diesem Schreibtisch.
28:07Das ist mein Schreibtisch.
28:10Na sowas?
28:11Das gibt es doch nicht.
28:13Das ist es?
28:13Also.
28:14Das ist ausgeschlossen.
28:16Ich habe das Geld nicht aus der Kasse genommen.
28:18Jetzt komm, jetzt gib her.
28:19Ja, das kann ja mal passieren.
28:20Wir sind alles derartig gestresst.
28:22So, und jetzt bitte geht an eure Arbeit.
28:24Ich habe hier alle Hände voll zu tun.
28:25Ich muss noch telefonieren.
28:27Husch, husch.
28:27Ich muss noch mal weg.
28:28Bis zum Abendessen bin ich wieder da, ja?
28:30Ja.
28:41So, das wäre eingetütet.
28:43Der Eifert wurde abgeschmettert mit zwei Stimmen Mehrheit.
28:47Sie können die Akten wieder ins Archiv schaffen lassen und uns beiden einen kleinen Cognac genehmigen.
28:53Untersuchungsausschuss ist nicht mehr.
28:54Sieg auf der ganzen Linie, Frau Labern.
28:57Veni, vidi, vici.
28:59Schauen Sie mich nichts an.
29:00Ist der Brief an die Nonnen raus?
29:01Ja.
29:05Ich bin nicht zu sprechen, die nächste halbe Stunde.
29:09Herein.
29:11Herr Meier.
29:13Ach, der Herr Meier.
29:15Ja, auf diesen Moment freue ich mich schon den ganzen Tag.
29:18Kommen Sie, kommen Sie.
29:19Und Sie kommen auch.
29:20Sie protokollieren das Ganze für die Personalakte von Herrn Meier.
29:24Kommen Sie, Herr Meier.
29:27Aber nehmen Sie doch Platz.
29:30Bitte, Herr Wachmeister.
29:32Ich wollte eigentlich nur...
29:34Ja, sicher, sicher.
29:34Ich zeige Ihnen nur einen Ausschnitt von einem Urlaubsfilm.
29:38So.
29:40Was ist jetzt das?
29:41Wom leuchtet denn die rote Lampe?
29:43Ach so, ich muss zurückspulen.
29:45Moment.
29:47So.
29:47Sie schreiben mit, ja?
29:48Anwesender Bürgermeister als Zeugin, seine Sekretärin und als Täter, sprich Wachmeister May.
29:55So.
29:56Der Bildschirm ist etwas klein.
29:59Aber wenn ich das Ihrem Chef vorführe, dann zeigen wir das natürlich auf dem richtigen
30:02Fernseher, ne?
30:03Also jetzt sehen wir erstmal hier unseren alten historischen Marktplatz.
30:07Die Herrschaft im Vordergrund, die spielen keine Rolle.
30:09Schauen Sie mal, da geht die Tür auf.
30:10Und wen haben wir denn da?
30:12Unseren Herrn Meier.
30:14Nicht wahr?
30:14Ja, und jetzt wird's spannend.
30:15Moment.
30:16Jetzt setzen Sie sich rein.
30:17Und die Tür geht zu.
30:19So.
30:20Und?
30:21Was ist das?
30:26Was soll denn das jetzt?
30:29Das darf doch nicht wahr sein.
30:31War's das, oder wie?
30:33Der Film ist gelöscht.
30:34Die Szene, wo Sie mit Ihrem Streifenwagen Mause überfahren und dann in den Kofferraum
30:38reinlegen.
30:39Wie bitte?
30:39Ich?
30:40Seien Sie vorsichtig.
30:42Ja, Sie haben doch Mause auf dem Gewissen, ja?
30:43Und Sie haben's auch gesehen.
30:44Ich?
30:45Wie kommen Sie darauf?
30:46Ich durfte ja gar nicht zugucken.
30:47Sie wollen also behaupten, dass ich Ihre Katze überfahren habe?
30:50Ja.
30:51Das habe ich mit eigenen Augen gesehen.
30:53Und nicht nur ich, sondern auch der Regisseur dieses Films, der Herr Götz, der 3.000 Euro
30:56von mir als Belohnung kassiert hat.
30:59Jetzt reicht's mir, Herr Böller.
31:00Das sind gravierende Anschuldigungen gegen einen Beamten im öffentlichen Dienst.
31:06Mit nichts als einer Behauptung, als Beweis.
31:09Und einen Zeugen, den Sie mit 3.000 Euro bestochen haben.
31:13Aber das...
31:13Ja, aber vielleicht haben Sie aus Versehen beim Anschauen einen falschen Knopf gedrückt.
31:18Ich?
31:18Raus!
31:19Verschwinden Sie!
31:20Ja?
31:21Flammenlau, was denn?
31:23Ich werde bei dieser Abstimmung nicht dabei sein.
31:51Herr Mayer, Gott sei Dank, dass ich Sie noch erwische.
31:54Sie brauchen Schwester Lotte nur auszurichten.
31:56Es hat sich alles in Luft aufgelöst.
31:59Ich bin nochmal wegen dem Mädchen hier, von dem Autounfall.
32:02Ja?
32:04Ich hab sie angelogen.
32:06Sie ist gar keine Freundin von mir.
32:07So?
32:08Bis dann?
32:11Also, Ihr Freund.
32:14Also, der, der abgehauen ist und den Sie jetzt suchen.
32:17Mit dem war ich früher mal befreundet.
32:19Und der...
32:20Ja?
32:23Jetzt sagen Sie's schon, Schwester.
32:26Ja.
32:27Er hat geglaubt, sie sei tot und ist dann einfach abgehauen in seiner Panik.
32:31Aha.
32:32Und woher wissen Sie das so genau?
32:34Weil ich ihn von früher kenne und er sich in seiner Not an mich gewandt hat.
32:40Schwester, Schwester.
32:41Ich weiß, ziemlicher Schlamassel.
32:45Wo ist er jetzt?
32:47Das kann ich nicht sagen.
32:51Schwester, Sie machen sich strafbar.
32:53Bitte, Herr Mayer.
32:55Ich will, dass er sich selber stellt.
32:56Wenn Sie ihn verhaften, dann hat er doch keine Chance vor dem Richter.
33:03Ich muss eine tiefenpsychologische Macke haben.
33:06Ich kann einer Frau in Uniform einfach nichts abschlagen.
33:09Danke, Herr Mayer.
33:13Ich ruf Sie an, ja?
33:18Nicht, was Ihr denkt.
33:20Nicht nötig.
33:21Ich komm nach dem Dienst sowieso vorbei.
33:22Mich bei Schwester Lotte wegen was bedanken.
33:26Wo bleibt denn so viel?
33:28Irgendwas ist faul mit ihr.
33:30Ich glaub, sie hat das Geld genommen.
33:32Oh ja.
33:33Bin wieder da!
33:37Du hast ja die Bänke grün gestrichen.
33:40Weiß war ausgemacht.
33:41Das ist eisgrün.
33:43Weiß wäre doch viel zu empfindlich.
33:44Das sieht man doch alles.
33:46Eisgrün?
33:46Das sieht ja aus wie Minze.
33:48Das wäre lindgrün.
33:49Nicht!
33:50Es ist noch nicht ganz trocken.
33:52Schade, dass wir nur zwei von den kleinen Bänken haben.
33:55Es waren immer drei.
33:56Eine ist auf dem Speichern.
33:58Die war schon ganz wackelig.
33:59Aber das kann man doch schrauben oder leinen.
34:01Toll!
34:02Felicitas, könntest du die holen?
34:03Ich?
34:04Ja.
34:05Aber wann mache ich denn den Samenbruch?
34:06Ach, bis Lotte zurück ist, ist es doch sicher wieder spät.
34:09Bis dahin schaffen wir das alle mal.
34:11Na gut, wie du meinst.
34:16Sophie ist schon den ganzen Tag so komisch.
34:18Schon beim Frühstück hat sie kein Wort gesagt.
34:20Wahrscheinlich ist wieder irgendwas mit Barbara und dem Baby.
34:22Sophie tut ja immer so, als sei sie die Mutter.
34:41Warum nicht, wenn ich fragen darf?
34:43Sie waren doch so sicher, dass es klappen würde.
34:47Nein, mein Roman läuft gut.
34:49Wir sind in der vierten Auflage.
34:52Also ein Bekannter von mir meint,
34:54für so einen Film kriegt man sicher Filmförderung.
34:57Geben Sie nicht so schnell auf.
34:59Ich muss jetzt aufhören.
35:00Ja, heute Abend geht es besser. Bis dann.
35:03Also ehrlich, den kann Jakob haben.
35:05Der ist doch viel zu groß für die Kleine.
35:07Die Kleine wird ja auch mal größer.
35:09Ja, und dann hast du einen Beschützer in der Nacht.
35:11Na gut.
35:13Sehen wir uns morgen?
35:14Mal sehen.
35:15Ich kriege ein Telefon und ich weiß nicht, wann dieser Mensch kommt.
35:19Dann ruf dich doch einfach an, ja?
35:21Okay.
35:23Und ganz herzlichen Dank nochmal.
35:24Es war wirklich schön.
35:26Ich hoffe, deinen Kindern hat es auch gefallen.
35:28Ja, klar.
35:28Papa?
35:29Kommst du endlich?
35:31Komme.
35:31Ich muss noch Hausaufgaben machen.
35:33Na dann.
35:34Bis morgen.
35:36Bis morgen.
35:38Tschüss.
35:47Ja, was ist denn?
35:49Ich wollte nur sagen, dass Schwester Lotte jetzt da ist.
35:51Sie soll warten.
35:52Wir sagen Bescheid.
35:55Exzellenz, ein Orden ist keine Firma,
35:57wo man die Leute entlassen kann,
35:59wenn die Geschäfte schlecht laufen.
36:01Das weiß ich.
36:02Mir geht es doch nicht anders.
36:04Mehr Kirchen schließen, als wir es schon getan haben, geht nicht.
36:07Aber in schlechten Zeiten lässt auch die Spendenfräulichkeit der Menschen nach.
36:12Ich gehe nicht nach Rom.
36:14Und ich möchte Sie bitten,
36:17Kardinal Perlkofer, meine Entscheidung schonend beizubringen.
36:20Aber Frau Reuter!
36:21Ich kann meinen Orden jetzt nicht allein lassen,
36:23in einer solchen Krise.
36:25Und außerdem habe ich mich überschätzt.
36:27Ich bin eitler, als ich dachte.
36:29Aber die Position, die Ihnen der Heilige Stuhl angeboten hat,
36:32ist doch wesentlich schmeichelhafter als die einer Mutteroberin.
36:36Exzellenz.
36:36Das meine ich nicht.
36:40Meine Eitelkeit wurde empfindlich verletzt
36:43durch die Reaktion meiner Mitschwestern
36:47auf die Ankündigung hin, dass ich nach Rom gehe.
36:50Ja?
36:51Inwiefern?
36:53Ich spürte Erleichterung und Genugtuung, mich loszuwerden.
36:58Also das halte ich für ausgeschlossen.
37:01Sind Sie sicher?
37:02Schwester Lotte hat mir sogar restlos begeistert,
37:05Schwester Mechthild empfohlen.
37:06Das ist doch nicht zu fassen.
37:08Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich Schwester Mechthild
37:11nur deshalb als meine Nachfolgerin vorgestellt habe,
37:15um Schwester Lotte doch noch dazu zu bewegen,
37:18meine Nachfolger anzutreten.
37:20Was haben Sie denn?
37:22Ja, ich gebe zu, das sieht nach Manipulation aus.
37:25Aber wie gesagt, der Schuss ist nach hinten losgegangen.
37:28Er hat mich getroffen.
37:30Mir kann es nur recht sein.
37:32Hier sind Sie mir eine größere Hilfe.
37:34Ich freue mich, dass Sie das so sehen.
37:36Sie sprechen mit dem Herrn Kardinal?
37:39Ungern.
37:40Aber nun ja.
37:52Schwester Lotte kann jetzt kommen.
37:59Genießen Sie die Vorstellung.
38:01Sie wird aus allen Wolken fallen.
38:11Gelobt sei Jesus Christus.
38:13In Ewigkeit an.
38:16Setzen Sie sich.
38:17Danke.
38:18Seine Exzellenz wird unserem Gespräch beiwohnen,
38:21denn es geht um weitreichende Konsequenzen,
38:24die auch Kloster Kaltental betreffen werden.
38:27Ich habe mich entschlossen zu bleiben.
38:29Ich weiß, das wird Ihnen und vielen Ihrer Mitschwestern
38:34in unserer Ordensgemeinschaft nicht passen.
38:37Sie haben sich zu früh gefreut, mich los zu sein.
38:40Aber...
38:40Meine Entscheidung steht nicht zur Diskussion, Schwester.
38:43Ich wollte Ihnen das nur mitteilen.
38:44Aber wir haben doch...
38:45Alles Weitere werde ich Ihnen schriftlich zukommen lassen.
38:49Ja, das war's.
38:51Wenn Sie mich jetzt bitte mit seiner Exzellenz allein lassen würden.
38:58Es kommt nicht immer so, wie man hofft.
39:01Und man kann nicht immer so, wie man will.
39:04Gelobt sei Jesus Christus.
39:05In Ewigkeit.
39:07Amen.
39:16Meinen Sie nicht, es war ein wenig hart?
39:18Ach, es tut mir leid, aber...
39:21Ich musste meiner Enttäuschung Luft machen.
39:26Bei meiner nächsten Beichte können Sie mich daran erinnern
39:30und mir eine entsprechende Buße auferlegen.
39:34Aber gern.
39:43Es ist so deine Art,
39:45einem vor Augen zu fühlen,
39:46welche Konsequenzen es hat,
39:48wenn man ihn triggiert.
39:52Dabei habe ich das doch nur gemacht,
39:55weil ich sie so gerne habe
39:56und weil ich nicht wollte, dass sie uns verlässt.
40:02Jetzt glaubt sie, dass ich sie nicht mag.
40:05und zeigt es mir.
40:08Ach, Herr!
40:10Was soll ich denn machen?
40:15Ja.
40:17Natürlich ist es das Einfachste.
40:19Aber es ist gleichzeitig auch das Schwerste,
40:23zuzugeben, dass man gelogen hat.
40:27Na gut.
40:29Wenn's denn unbedingt sein muss.
40:31Ich glaube,
40:58du bist uns allen eine Erklärung schuldig.
41:03Ich kann nichts dafür.
41:05Die Nonne da hat mich gefunden.
41:06Ah.
41:07Oben.
41:07Er war auf dem Speicher,
41:09die ganze Nacht als blinder Passagier sozusagen.
41:12Und er will uns nicht sagen,
41:13wer er ist und warum er sich da oben versteckt hat.
41:15Ich bin tief erschrocken.
41:17Ah.
41:18Na gut.
41:22Ich wollte zwar verhindern,
41:23dass ihr in die Geschichte mit reingezogen werdet,
41:25aber
41:26das geschieht mir wahrscheinlich recht.
41:28Was hast du gemacht?
41:33Nicht, was ihr denkt.
41:56So war das.
41:58Und Sophie hat mir halt geholfen,
41:59wie immer, wenn ich in Schwierigkeiten bin.
42:10Ich nehme an,
42:11was ist der junge Mann?
42:12Ja, aber Herr Mayer,
42:13er hat eine Erklärung abgegeben,
42:14die absolut plausibel war.
42:15Und ich möchte Sie bitten,
42:17eins nach dem anderen.
42:19Erst einmal will ich mich bei Ihnen allen bedanken,
42:23wie Sie mir in den schwersten Stunden meines Lebens
42:25beigestanden haben.
42:27Was für schwere Stunden?
42:28Wo, wo beigestanden?
42:36So, und jetzt zu Ihnen, junger Mann.
42:39Ich würde sagen,
42:40wir fahren jetzt gemeinsam zum Revier.
42:45Und ich lasse Sie vorher aussteigen,
42:46damit Sie sich freiwillig stellen können.
42:49Herr Mayer.
42:52Danke.
42:56Und...
42:56Ach so, das hätte ich jetzt fast vergessen.
42:58Sie hätten Wörners Gesicht sehen sollen,
43:00als es klar war,
43:01dass die entscheidenden Einstellungen des Films gelöscht waren.
43:04Ja, Herr Mayer,
43:04da haben Sie noch mal Glück gehabt.
43:05Allerdings.
43:07Ruf mich an, ja?
43:08Klar.
43:10Pass auf dich auf.
43:11Versprochen.
43:14Ich muss auch mit der Mutteroberin telefonieren,
43:16aber danach reden wir ein Wörtchen miteinander.
43:19Das wollte ich schon die ganze Zeit,
43:20aber Sie hätten ja wieder was Besseres zu tun.
43:23Ah.
43:24Ah.
43:42Schwester Lotte.
43:43Bitte schalten Sie nicht ab.
43:45Ich muss das einfach loswerden,
43:46sonst kann ich heute Nacht kein Auge zu tun.
43:48Falls es mit meiner Entscheidung zu tun haben sollte,
43:50werde ich abschalten.
43:51Nein, das...
43:52Das heißt ja, indirekt.
43:56Ich habe Sie angelogen.
43:58Und Schwester Mächtel war so lieb und hat mitgespielt.
44:01Weil ich...
44:02Wie auch Sie...
44:03Weil wir es einfach nicht ertragen können,
44:05dass Sie nicht mehr unsere Mutter sein werden.
44:07Gespielt?
44:08Ja.
44:09Sie haben ja auch gespielt.
44:11Nur ein anderes Spiel.
44:12Ja, ja.
44:14Ich muss es gestehen, ja.
44:17Wir lieben Sie doch.
44:19Haben Sie das nicht gewusst?
44:20Nein, das wusste ich nicht.
44:22Und ich denke auch, dass Sie etwas übertreiben, aber...
44:27Danke.
44:27Ich glaube, ich werde jetzt auch besser schlafen.
44:30Gelobter Jesus Christus.
44:32In Ewigkeit.
44:33Amen.
44:58Tja, so ist es, Mausi.
45:01Ich habe alles versucht.
45:033000 Euro hat mich der Spaß gekostet.
45:06Aber jetzt kann ich es nicht mal beweisen.
45:10Ah, da kommt die Schwester Lotte.
45:12Die ist an allem schuld.
45:13Die steckt mit dem Meier unter einer Decke.
45:15Aber bald ist sie weg vom Fenster,
45:17wenn die neue Oberin da ist.
45:19Herr Wöller, ehrlich.
45:21Herr Meier hat es doch nur aus Angst und Verzweiflung verschwiegen.
45:24Er hat Mausi auch geliebt.
45:26Ach, hören Sie doch auf.
45:29Mausi ist so allein wie ich.
45:33In dem Kaff liebt doch jeder nur sich selber.
45:36Das stimmt doch nicht.
45:38Nein?
45:39Nein.
45:43Sie lieben mich?
45:47Im christlichen Sinne?
45:51Durchaus.
45:53Christlich?
45:54Mhm.
45:55Verstehe.
45:57Tja, dann.
46:00Gute Nacht.
46:01Gute Nacht.
46:02Herr Wöller?
46:06Ich muss Ihnen noch etwas gestehen.
46:09Ja?
46:10Was denn?
46:13Schwester Mechthild wird gar nicht die neue Oberin.
46:17Was?
46:18Es tut mir leid.
46:20Ja, aber was war das denn?
46:21Ich meine,
46:23ihr habt mir doch das Kloster
46:24praktisch schon verkauft letzte Woche.
46:26Ja.
46:29Wir haben ihr nur einen kleinen Streich gespielt.
46:31Entschuldigen Sie.
46:34Puh.
46:41Ich meine,
46:41ich meine,
46:41ich meine,
46:41ich meine,
46:41ich meine,
46:42ich meine,
46:42ich meine,
46:42Vielen Dank.