00:00Wie würden sich iranische Kabelgebühren in der Straße von Hormuz auf Europa auswirken?
00:09Der Iran hat eine neue Idee ins Spiel gebracht.
00:12Zugangsgebühren für Unterwasser-Internetkabel, die die Straße von Hormuz durchqueren.
00:17Mindestens sechs Kabel verlaufen unter den Gewässern der Straße von Hormuz.
00:21Vier von ihnen sind im Besitz europäischer Firmen oder werden teilweise von diesen verwaltet.
00:25Zwei große Kabelsysteme verbinden Asien direkt mit Europa und münden in Orten wie Kreta und Sizilien.
00:32Einige Experten argumentieren, dass die Gesamtauswirkungen der Gebühren begrenzt wären.
00:37Denn die Kabel unter der Straße von Hormuz machten weniger als ein Prozent der weltweiten internationalen Bandbreite aus.
00:43Andere warnen jedoch davor, dass die Folgen solcher Gebühren weit über den Telekommunikationssektor hinausreichen könnten.
00:49Der globale Handel, das Seerecht und die allgemeine, ohnehin angespannte geopolitische Lage könnten davon betroffen werden.
00:56Für Europa könnten solche Gebühren die Kosten für Konnektivität erhöhen und neue Schwachstellen in der digitalen Wirtschaft aufdecken.
01:03Und dies in einer Zeit, in der die EU strategische Autonomie in den Vordergrund stellt.
01:08Ägypten erhebt beispielsweise schon Gebühren für den Kabel Zugang, Wartung und Betriebsunterstützung, aber auf seinem Territorium.
01:16In der Straße von Hormuz ist die rechtliche Lage anders.
01:19Die meisten Kabel dort verlaufen nicht unter iranischem Hoheitsgebiet.
01:23Dessen Forderung, Gebühren nach internationalem Seerecht zu erheben, wäre also schwer zu rechtfertigen.
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