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  • vor 4 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Willst du nicht mit mir tauschen, Tamar?
00:05Du weißt, dass es nicht geht.
00:06Abgesehen davon, willst du wirklich lieber Labor machen,
00:09als bei einer Nierentransplantation frei zu sein.
00:11Labor ist top.
00:13Und es hat nicht zufällig was mit Dr. Albeck zu tun?
00:15Ja, natürlich hat es was mit Dr. Albeck zu tun.
00:17Was hat mit Dr. Albeck zu tun?
00:19Gar nichts.
00:21Die Transplantation mit ihm.
00:24Seit seinem und meinem Urlaub waren wir nicht mehr zusammen im OP.
00:27Und es läuft einfach nicht zwischen uns.
00:30Also, wenn du keinen Bock hast,
00:31ich kenne jemanden, der zufällig für dich einspringen würde.
00:33Ja?
00:34Nee, Olli, auf gar keinen Fall.
00:36So ein Idiot, ey.
00:37Mach, das nennt man Freundschaftsdienst.
00:38Nee, das nennt sich Egoismus.
00:40Und außerdem würde jeder von uns die OP mit Kuss entnehmen.
00:43Ja, medizinisch gesehen würde ich das auch, wenn dann nicht...
00:47Moin zusammen.
00:50Erprobst, bereit fürs Patientengespräch?
00:53Dr. Albeck, morgen.
00:57Los geht's.
01:00Viel Glück.
01:02Freundschaftsdienst.
01:03Ein Arzt, bitte.
01:09Sollen wir noch 150 Milliliter?
01:12Ja.
01:13Ja.
01:19Guten Morgen.
01:20Guten Tag, Albeck.
01:21Hallo.
01:22Hallo.
01:23Das ist mein Kollege Dr. Probst.
01:24Morgen.
01:24Hi.
01:26Hallo.
01:26Wie geht's Ihnen heute?
01:27Gut.
01:28Bisschen aufgeregt.
01:30Wir sind extra eine Stunde früher gekommen.
01:32Ja, ich kann's kaum erwarten, eine Niederleichter zu werden.
01:36Heute die letzten OP-Vorbereitungen und morgen ist die großer Tag.
01:39So, Frau Palm, bei Ihnen nehmen wir nochmal Blut ab fürs große Labor.
01:45Und bei Ihnen, Frau ebenfalls Palm.
01:51Wir sind Schwestern.
01:52Der eine Arzt hat uns immer die Palm genannt.
01:56Ich bin Henrike.
01:57Okay, also Henrike Palm.
01:59Bei Ihnen wird es heute hoffentlich die letzte Dialyse.
02:01Ich bin dir so unfassbar dankbar.
02:05Legen wir los.
02:12Der Arm ist zwar nicht komplett gelähmt, aber ich habe überhaupt keine Kraft.
02:16Ist doch schon viel besser geworden, oder?
02:20Es stagniert seit Tagen.
02:22Meine Hirndutung hat ganze Arbeit geleistet.
02:24Ich werde den OP-Saal wohl nicht mehr als Chirurgin betreten.
02:26Ups, dein Bärd.
02:36Er ist nicht mehr mein Bärd.
02:38Ja, aber ganz offensichtlich bist du noch seine Elli.
02:40Seit deiner OP ist er jeden Tag hier.
02:42Also wenn ich nicht wüsste, dass ihr getrennt seid?
02:48Hallo.
02:49Immer schöne Übungen mit dir machen.
02:50Geht's an?
02:53Hi.
02:53Hi.
02:55Hier.
02:55Maracuja, Papaya, Karotte.
02:58Ich kann jetzt nicht.
03:04Wie geht's?
03:06Keine Kraft, keine Sensibilität.
03:09Allgemein frustrierend.
03:12Wegen so der Beziehung, hm?
03:14Ich hatte eigentlich deinen Arm gemeint.
03:16Viel Luft nach oben.
03:21Es tut mir leid.
03:25So, die Tests waren alle sehr gut.
03:28Sie und Ihre Schwester haben eine sehr hohe HLA-Antigenübereinstimmung.
03:32Und die Blutgruppe passt auch.
03:35Haben Sie ansonsten noch irgendwelche Fragen?
03:38Nee.
03:39Wir hatten in den letzten Monaten so viele Aufklärungsgespräche.
03:43Ich finde es einfach eine verrückte Vorstellung, dass ich dann nur noch eine Niere habe, sie aber drei.
03:46Wenn wir morgen die Niere ihrer Schwester transplantiert haben und die dann arbeitet, wie sie soll, dann ist das hier tatsächlich die letzte Dialyse.
03:55Das werde ich am wenigsten vermissen.
03:59Ihr wisst wahrscheinlich nicht, was es bedeutet, einen Familienmitglied mit Nierenversagen zu betrollen.
04:03Ich meine, ich arbeite 40 Stunden die Woche in der Bank.
04:06Und sie muss viermal die Woche zur Dialyse.
04:08Und ich bringe sie da hin und ich hole sie da ab.
04:11Und meistens ist sie dann auch zu schwach, um allein ins Bett zu gehen.
04:14Das klingt nach zwei Vollzeitjobs.
04:15Ich habe diese Schwäche gefühlt so satt.
04:20Mit zwei kaputten Nieren auf die Welt zu kommen, ist wirklich...
04:25Ich existiere, aber ein Leben ist das nicht.
04:31Corinna hat sich schon immer um mich gekümmert.
04:33Ich musste schon immer viel zurückstecken.
04:36Ich bin 26 und sie ist zwei Jahre älter und ich fühle mich trotzdem immer wie die große Schwester.
04:42Sorry.
04:43Das ist mein Freund. Ich gehe da kurz ran.
04:46Alles klar.
04:47Hallo, Schatz.
04:50Ja, wir sind gut angekommen und es sieht auch alles ganz gut aus bis jetzt.
04:56Mhm.
04:58Ja, ab morgen fängt unser neues Leben an.
05:03Mhm.
05:04Ja.
05:05Ich freue mich so sehr darauf, dass Corinna und ich endlich ein normales Leben führen können.
05:10Wir haben viel vor.
05:12Wissen Sie?
05:13Glück gehabt.
05:27Keine Verletzung des Sorgapfels.
05:31Sterli würde auch mit einem blauen Auge davon kommen.
05:34Ja, Winter hatte Glück im Unglück.
05:35Wäre das Aneurysma zu Hause geplatzt, dann wären Ihre Überlebenschancen gleich null gewesen.
05:40Ich bin auch Arzt.
05:44Gott sei Dank hat es nur Ihre Hand erwischt.
05:48Winter wird wieder operieren.
05:50Dr. Moro, Sie wissen, dass das wahrscheinlich nicht mehr möglich ist.
05:53Ich bin Ihr behandelnder Arzt.
05:54Lassen Sie mich einfach machen, okay?
05:56Es besteht immer noch die Chance, dass Sie die Hand...
05:57Wie viel?
05:59Zehn Prozent?
06:00Fünf?
06:00Zwei?
06:01Erhellen Sie mich?
06:02Sagen Sie, hat die Winter bei Ihnen da oben noch mehr kaputt gemacht?
06:06Lassen Sie Ihre Netzhauts von einem Augenarzt checken.
06:08Und was forschen Sie an, nicht gerade?
06:21Was ist eigentlich mit Ihren Schweizer Tugenden?
06:25Neutralität, Zurückhaltung?
06:27Habe ich in der Schweiz vergessen.
06:29Oh.
06:30Erkennen Sie das da?
06:33Das ist eine Tür.
06:35Ja, nun wissen Sie ja, wo der Ausgang ist.
06:38Danke.
06:46Hey, Herr Oberst, hätten Sie einen Moment für mich?
06:49Das kommt ganz drauf an, wer fragt.
06:51Die stellvertretende Chefärztin oder meine Frau?
06:53Das sollte keinen Unterschied machen.
06:55Oh doch.
06:56Duzen oder siezen, küssen oder Unterschriften.
07:00Hm.
07:04Sonst noch was, Dr. Scherbers?
07:05Ähm, ich habe gleich Visite mit Frau Galora.
07:09Irgendwelche Tipps.
07:11Tipps?
07:13Du weißt schon.
07:16Versuchst du dir gerade Informationen zu verschaffen, um sie ein klein wenig auflaufen zu lassen?
07:21Als ob ich so etwas nötig hätte.
07:24Und überhaupt, warum duzt du mich?
07:26Du hast angefangen.
07:27Hm.
07:28Frau Galora steht sich sehr gut selber im Weg.
07:30Keine Tipps notwendig.
07:31Okay.
07:33Äh.
07:39Spannende Lektüre?
07:41Dr. Albeck.
07:43Kann ich Ihnen helfen?
07:45Mir?
07:46Ich komme klar.
07:54Erinnern Sie sich daran, was ich Ihnen gesagt habe, als Sie Ihre Kündigung zurückgezogen haben?
07:58Dass Sie niemals aufhören werden, um mich zu kämpfen?
08:04Genau.
08:06Wenn Sie irgendwas brauchen, meine Tür ist immer offen.
08:10Danke.
08:12Schauen Sie doch mal nach Henrike Palm?
08:14Ja, klar.
08:20Ich wünschte, ich hätte so einen Ausbilder gehabt.
08:23Ich hatte so einen.
08:24Ich hatte so einen.
08:24Na, wie war die letzte Runde?
08:45Ganz gut.
08:45Ja.
08:46Ich habe von uns geträumt.
08:48Ah ja, was denn?
08:48Wir hatten so ein eigenes Kaffee.
08:51Mhm.
08:52Wir zwei.
08:53Im Wasser direkt an der Gera.
08:56Und ich bin da so zwischen den Tischen hin und her gelaufen.
09:01Mit Apfelkuchen und Eiskaffee.
09:03Mhm.
09:04Und du warst so weiter vorne an der Theke.
09:08Du hast über Kaffeeröstung geredet.
09:10Natürlich.
09:11Wir hatten diese großen, schönen Sonnenschirme.
09:17So Zitronengelb wie in Italien, weißt du?
09:19Ah ja, die.
09:21Ja.
09:25Du kennst doch dieses süße Kaffee da am Wasser mit der großen Holzterrasse.
09:32Ja.
09:34Die Gesitzer verkaufen.
09:38Weil das alte Eva?
09:40Ja.
09:40Oh, die waren immer so süß.
09:42Mhm.
09:44Das wäre es doch.
09:46Wir zwei.
09:47Und unser Kaffee.
09:50Ähm.
09:52Jetzt kümmern wir uns erst mal um unsere Nieren, oder?
09:54Ja.
09:56Ich kann es kaum erwarten.
09:57Nein.
10:02Hallo.
10:03Ja, warte, ich gehe kurz raus.
10:05Ich habe die Leere da.
10:07Mhm.
10:08Ich habe es gesehen.
10:10Was halten Sie von Sorelina?
10:13Schwesterchen?
10:14Auf Italienisch?
10:16Als Name für einen Kaffee?
10:18Mhm.
10:19Das ist schon ziemlich schön.
10:21Finde ich auch.
10:22Nachsorge bei Emma ist erledigt?
10:26Ja.
10:26Ja, habe ich erledigt.
10:31Oh.
10:32Musste da mal jemand?
10:34Lustig.
10:35Das ist schmerzhaft.
10:37Wir haben vergeteilt.
10:38Eine Portion für den kleinen Patienten und vier für uns.
10:42Hm.
10:42Die Kinderstation erfordert ja Talente abseits der Medizin.
10:45Ich schwöre, ich liebe Kinder.
10:48Ja, aber Oskar da drin ist ein Monster im Kinderkostüm.
10:52Also, als Kind hätte ich Sie beide auch fertig gemacht.
10:55Wirklich?
10:56Dann können Sie sich in Oskar ja richtig gut reinversetzen.
11:00Naja, also...
11:00Oskar Krake.
11:01Acht Jahre alt, Hamster bis linke Hand und Depredement gestern, intravenöse Antibiose bis Übermorgen.
11:08Ach ja, eine Tetanus-Impfung hat er aber schon bekommen.
11:10Und besagter Schmerzsaft, 15 Milliliter, dreimal am Tag.
11:15Danke.
11:17Ah, viel Erfolg.
11:20Das ist wirklich selbstlos von Ihnen.
11:22Halten Sie mich auf dem Laufenden?
11:27So.
11:31Das sollte das letzte Mal gewesen sein.
11:35Dass du mich ins Bett hiffst?
11:36Mhm.
11:37Du wirst doch nicht vermissen, oder?
11:39Auf keinen Fall.
11:46Danke.
11:50Ist dir sehr schlecht?
11:52Ein bisschen.
11:53Wie immer.
11:57Nicht vergessen zu trinken, ja?
11:59Ja.
11:59Kannst du mir irgendwie so ein paar Eiswürfel holen?
12:05Ja.
12:05Klar.
12:06Ich guck mal, was ich auftreiben kann.
12:07Danke.
12:08Sind gleich wieder da?
12:09Ja.
12:12Puh.
12:12Ich guck mal, was ich so ein paar giaufigen scaledet.
12:25Ich guck mal.
12:26Ich guck mal, was ich aufstehen.
12:27Also, ich guck mal.
12:28Und ich guck mal, was ich mich zu sagen.
12:28Danke.
12:28Eri, hier bist du.
12:42Beat.
12:45Es tut mir wirklich leid.
12:48Alles gut, es ist nur ein kleiner Cut.
12:52Was willst du hier?
12:54Ich habe mir freigenommen und, naja, ich dachte, du brauchst meine Unterstützung.
12:58Du fühlst dich mir verpflichtet.
13:00Verpflichtet? Das klingt zu förmlich.
13:03Ehrlich zu sein, ich habe einfach auf mein Herz gehört.
13:08Du hast dich von mir getrennt.
13:09Ich habe dir meine Liebe gestanden und du hast gesagt, dass dir das nicht reicht.
13:14Ist auch so. Also, was willst du hier?
13:18Ich folge meinem Herzen.
13:21Ich bin da. Oh, ähm, ich bräuchte ein Elektro-Neurogramm.
13:27Ähm, warum?
13:29Wollen Sie gesund werden oder nicht?
13:31Was soll das bringen?
13:33In zehn Minuten im Behandlungsraum.
13:35Ach, und Sie, ähm, tragen bitte das hier.
13:38Ihr Ernst?
13:38Ja, und zwar so lange, bis Sie einen Augenarzt konsultiert haben.
13:41Sie wollen, dass ich mich lächerlich mache.
13:43Dazu brauchst du mich nicht.
13:44Spaß, Vogel.
13:55Hab ich dir schon mal gesagt, dass es dein Lächeln ansteckend ist?
14:01Danke, Dr. Forbes.
14:02Kein Problem.
14:04Ich musste echt kurz mal raus.
14:06Vorsicht.
14:07Ja.
14:08So.
14:15Danke.
14:17Meinen Sie, ich könnte hier kurz vielleicht alleine bleiben?
14:21So kurz nach der Dialyse? Wirklich ungern.
14:24Auch wenn es die letzte ist?
14:32Sind Sie oft allein gewesen?
14:35Als Kind?
14:36Als Kind, als Erwachsener.
14:38Na ja, ich war früher oft allein.
14:44Aber ich bin damit klargekommen.
14:47Wenn ich alleine war,
14:49dann war das immer was ganz Besonderes.
14:52Weil man halt eigentlich immer auf mich aufpassen musste.
14:56Manchmal gab es so Notfälle,
14:59bei denen es dann ausnahmsweise mal nicht um mich ging.
15:03Einmal musste meine Mutter meinen Vater irgendwo abholen
15:05und ich war stundenlang allein.
15:06Und das haben Sie genossen?
15:09Ja.
15:11Ich bin in unserem Garten auf einen Baum geklettert.
15:16Corinna hat mich nie verraten.
15:19Wir waren schon immer unzertrennlich.
15:26Die Aussicht, sie jetzt nicht mehr immer um mich zu haben,
15:30ist irgendwie...
15:30Aber Sie werden jetzt keine kalten Füße bekommen, oder?
15:37Kalziumblocker und Nitrate nehmen Sie?
15:50Ich bin eine brave Patientin.
15:53Und?
15:53Wie läuft es mit der Reha?
15:55Gut, aber...
15:57keine Verbesserung der Feinmotorik.
16:00Dr. Winter.
16:01Zeit.
16:02Zeit.
16:02Oder auch nicht.
16:06Und?
16:07Was sehen Sie?
16:13Dr. Moro?
16:24Die neuronalen Schäden sind weiterhin schwer einzuschätzen.
16:26Wenn es so bleibt, kann ich nicht mehr als Chirurgin arbeiten.
16:33Dr. Moro,
16:34ein Arzt hat die Pflicht,
16:36seinem Patienten die Wahrheit zu sagen.
16:38Ja, aber ein Arzt hat auch die Pflicht,
16:39seinem Patienten Hoffnung zu machen.
16:41Also reißen Sie sich zusammen.
16:42Moro.
16:57Moro.
16:58Sie wissen doch so gut wie ich, dass es mit meiner Hand nichts mehr fährt.
17:17Also zur Anregung der Motorik schlage ich regelmäßige Elektrostimulation vor.
17:21Zusätzlich zur Reha natürlich, ne?
17:23Ach, und falls hier Ex-Mann wieder frech sein sollte,
17:28Leberhacken ist besser.
17:37Na, bist du gut vorbereitet auf deine Mega-OP?
17:40Also ich könnte immer noch für dich einspringen.
17:41Ivo.
17:42Ja, war ein Scherz da mal, entspann dich.
17:46Ich habe irgendwie so ein Gefühl.
17:48Ja?
17:51Dass sie nach Auswegen sucht, um die Transplantation zu verhindern.
17:54Die Spenderin?
17:55Nee, die Empfängerin.
17:57Hä?
17:58Aber die neue Niere ist doch ihre Rettung.
18:00Ja, und ein tiefer Einschnitt in ihr bisheriges Leben.
18:03Ja, aber ist das nur so ein Gefühl, oder?
18:04Also mein Bauchgefühl sagt mir jedenfalls, dass ich dringend was essen muss.
18:08Ja, danke für den konstruktiven Beitrag.
18:09Bitte gerne, danke.
18:10Was sagt denn Dr. Albeck dazu?
18:13Nichts.
18:15Ich habe ihm nichts gesagt.
18:17Olli, jetzt machst du denselben Fehler wie er.
18:20Du hättest dir von Dr. Albeck auch mehr Ehrlichkeit gewünscht.
18:22Ja, aber ich habe ja nichts Konkretes.
18:24Es ist halt so ein vages Gefühl.
18:25Was soll ich machen?
18:26Ja, aber es geht um den Patienten und nicht um irgendwelche Befindlichkeiten.
18:29Thomas hat absolut recht.
18:32Aber falls du es dir doch anders überlegen sollst...
18:34So viel zum Thema Anfreunden.
18:46Ist Oskar okay?
18:48Ja, ja, seine Eltern sind bei ihm.
18:51Was haben sie denn da drin gemacht?
18:53Ich dachte, so eine Runde Karten spielen wäre eine gute Idee.
18:56Fehlanzeige.
18:59Bestechung versucht?
19:01Seine Eltern waren dagegen.
19:03Zu viel Zucker.
19:04Wenn sie Hilfe brauchen oder den Rat einer Mutter.
19:07Ich kriege das schon hin.
19:09Einer.
19:18Ich muss es auflegen.
19:20Ja, wir hören uns gleich.
19:21Ciao, ciao.
19:23Demast kann ich alleine, danke.
19:26Hey, na?
19:26Alles okay?
19:28Lass mich.
19:30Okay.
19:30Warum hast du mir nicht gesagt, dass du wegziehst?
19:36Ich...
19:37Ich hätte es dir bald gesagt.
19:39Okay, also nach der OP.
19:41Ja.
19:42Ja.
19:42Warum willst du mir deine Niere geben, Corinna?
19:46Was soll das denn jetzt?
19:48Sag es doch einfach.
19:49Weil du krank bist und sonst stirbst.
19:51Ich müsste jetzt wirklich die OP...
19:52Jetzt nicht.
19:53Okay.
19:53Ich könnte mir vorstellen, dass Henrike Palm auf den letzten Metern die Transplantation absagt.
20:16Warum sollte sie das?
20:16Weil sie denkt, dass sie alles verliert, was ihr wichtig ist.
20:20Du wirst dich freikaufen, oder?
20:25Was?
20:26Niere raus und ab zu Quentin.
20:28Selbst wenn?
20:28Das ist doch mein Leben.
20:30Ja.
20:31Genau.
20:31Und du bist froh, mich endlich los zu sein.
20:33Oh mein Gott.
20:34Du, du, du.
20:34Es geht immer nur um dich und deine Krankheit.
20:36Aber weißt du was?
20:37Ich bin mit dir krank.
20:39Weißt du was?
20:39Wir sollten das Ganze einfach abblasen.
20:41Oh mein Gott, du spinnst doch.
20:43Ich will deine Niere nicht.
20:44Ich will deine Niere nicht.
20:44Danke schön.
20:51Hi.
20:52Hey.
20:55Elektrostimulation.
20:56Hat mir Dr. Moreau verordnet.
20:59Ich glaube, wir müssen mal über deinen Dr. Moreau reden.
21:02Mein Dr. Moreau?
21:04Ich war in seinem Labor.
21:06Alleine?
21:07Bist du lebensmühe?
21:08Ich glaube, er steckt so tief in der Materie, dass er da nicht mehr rausfindet.
21:12Was meinst du?
21:13Er sucht nach dem Weg, deine Hand zu heilen.
21:16Hier.
21:17Er sucht die Nadel im Heuhaufen, die es nicht gibt.
21:22Aufgeben war für ihn noch nie eine Option.
21:24Ellie, du könntest allgemeinärztin werden mit deiner eigenen Praxis.
21:28Und den ganzen Tag schnupfen kurieren?
21:30Bert, ich bin nicht Chirurgin.
21:33Gut.
21:34Lass uns später in Ruhe darüber reden.
21:37Nee, ich will nicht in Ruhe darüber reden.
21:39Ich will mich aufregen.
21:40Ich bin wütend.
21:40Das kannst du mir doch nicht verbieten.
21:42Verbiete dir doch nichts.
21:42Doch.
21:44Du kochst immer alles runter.
21:45Und weißt du, was dabei rauskommt?
21:46Eine langweilige, fadige, schmacklose Suppe.
21:48Ah ja?
21:49Ja.
21:49Und es ist immer noch besser, als bei jeder Kleinigkeit zu explodieren.
21:52Das bringt doch nichts.
21:54Bei jeder Kleinigkeit?
21:55Beat, hier geht es um meine Zukunft.
21:57Um meine berufliche Zukunft.
21:58Ja, eben.
21:59Ja.
22:00Weißt du, was ich glaube?
22:02Ich glaube, du gefällst dir darin.
22:03Du badest in deinem Selbstmitleid.
22:05Ich bade in meinem Selbstmitleid?
22:07Ja.
22:07Mitleid wird dir nichts helfen.
22:11Punkt.
22:20Die OP ist anscheinend abgesagt.
22:22Sie zieht nach Mannheim.
22:23Und sie riskiert ihr Leben, weil sie ein sturer Bock ist.
22:27Moment mal, vielleicht können Sie mir erst mal erklimmen.
22:29Ihr ist leider nicht zu helfen.
22:30Sie will mich ja eh nur loswerden.
22:31Ich will mein Leben leben und mit meinem Freund zusammenziehen und vielleicht irgendwann eine Familie gründen.
22:36Wenn wir den Termin morgen nicht wagen.
22:38Wenn meine Freunde auf einer Party waren, dann war ich bei dir und zwar jedes Mal.
22:41Als ob du nicht auf Feiern gewesen wärst.
22:43Einmal vielleicht.
22:44Ich war nie feiern.
22:45Ja, und du gefällst dir so gut in der Opferrolle.
22:47Klar, ich liebe es, krank zu sein.
22:49Ja, ja, bitte gehen Sie nicht.
22:52Ich habe für Sie immer alles getan.
22:54Immer.
22:55Gut.
22:56Henrike, möchtest du, dass ich hierbleibe?
23:11Ist Ihnen klar, was das bedeuten kann?
23:13Wissen Sie, was die Wahrheit ist?
23:33Was ist denn die Wahrheit in Ihren Augen?
23:35Entschuldigen Sie.
23:36Singular.
23:37In Ihrem Auge.
23:38Elli weiß, dass sie nicht mehr als Chirurgin arbeiten kann.
23:41Nur Mr. Superforscher hier denkt, der findet vielleicht irgendeine Wunderheilung.
23:45Vor Jahren habe ich die Hand ihrer Frau zusammengepflegt.
23:48Da ist mein Knochenersatzstoff drin.
23:50Wenn sie ihre Hand nicht mehr benutzen kann, dann...
23:52Ich werde das nicht zulassen.
23:54Worum geht es hier eigentlich?
23:55Um ihr Ego?
23:56Ich mag Ihr blaues Auge.
24:01Und den Zweites?
24:02Ist hier irgendetwas dabei, was Ihr jetzt helfen kann?
24:05Und nicht erst in 15 Jahren.
24:06Manchmal entwickelt sich die Forschung schneller, als man glaubt.
24:09Mittlerweile gibt es Querschnittsgelähmte, die wieder laufen können.
24:12Ja, ich kenne diese Fälle, aber zerstörtes Hirnareal...
24:14Dafür wird es auch eine Lösung geben.
24:17Ja.
24:17Irgendwann, Dr. Morrow, irgendwann.
24:19Sie sollten anfangen, die Wahrheit zu akzeptieren.
24:28Sie können Ellie jetzt nicht helfen.
24:37Frau Palm, ich kann verstehen, dass Sie jütend sind.
24:41Ich will ihr meine Niere geben und sie sagt, ich will mich damit freikaufen.
24:45Ich bin noch nicht lange hier, aber immer wenn ich auf Menschen treffe,
24:48die sich so für ihre Angehörigen aufopfern,
24:50dann wächst mein Glaube an das Gut hin.
24:52Ich bin nicht gut.
24:54Ich habe Megaschiss vor dieser OP und ich wollte schon mehrmals fast gehen.
24:57Sie sind eine von den Guten.
24:58Ich wüsste nicht, ob ich meinem Vater meine Niere geben würde.
25:01Ich habe doch ein Recht auf ein ganz normales Leben, oder?
25:04Ja, natürlich haben Sie das.
25:06Dass es zu Reibereien kommt, ist relativ normal.
25:09Bei großen Entscheidungen sind auch große Emotionen mit im Spiel.
25:12Gerade, wenn die Spenderin und die Empfängerin sich so nah stehen wie sie beide.
25:16Deshalb musste ja auch die Ethikkommission ihr Okay geben.
25:19Aber Sie beide haben sich gemeinsam dafür entschieden.
25:21Ja.
25:22Und jetzt will ich nicht mehr.
25:28Medizinische und persönliche Probleme sind oft zwei sehr verschiedene Dinge.
25:32Als ich Quentin kennengelernt habe, da kam er zu uns in die Bank, an den Bankschalter,
25:36weil er Geld wechseln wollte, um nach Asien zu reisen.
25:38Und das war der Moment, wo ich mir dachte, Mann, wann kann ich mal sowas machen?
25:41Das kam für mich ja nie in Frage.
25:43Und jetzt, jetzt mit der Transplantation ist das so möglich.
25:47Meine Schwester will mit ihrem Freund wegziehen.
25:50Und ich dachte, wir machen ein gemeinsames Café auf.
25:53Nur weil sie wegzieht, heißt das doch nicht, dass Sie sie verlieren.
25:55Familie bleibt Familie.
25:58Ein normales Leben.
25:59Ja.
26:00Für Sie.
26:01Aber auch für Ihre Schwester.
26:02Ja.
26:03Normales Leben.
26:05Das hatte ich nie.
26:06Und Ihre Schwester auch nicht.
26:07Und vielleicht, vielleicht hat sie genau davor Angst.
26:13Vielleicht versuchen Sie beide nochmal, die Situation aus Sicht der jeweils anderen zu sehen.
26:19Okay.
26:30Ja.
26:30Ja.
26:37Notiz für die Zukunft.
26:48Lieber eine 12-Stunden-OP als auch nur eine Stunde auf der Kinderstation.
26:52Wie sich Frau Galura wohl anstellt?
26:54Die hat sie mir definitiv zu voll genommen.
26:57Hoffentlich.
26:58Ich habe vollstes Vertrauen in Oskar.
27:01Ich trinke das nicht.
27:04Oh Gott.
27:06Das schmeckt sich.
27:07Blödes Taktor.
27:12Willst du eigentlich mal Kinder?
27:13Logo.
27:15Ist nur nicht so einfach.
27:16Allein.
27:16Oskar.
27:17Du könntest adoptieren.
27:18Du trinkst das jetzt.
27:19Geht das auch ohne Partner?
27:20Nein.
27:23Oskar.
27:24Ich will das nicht.
27:26Du könntest ja Oskars Eltern mal fragen, ob sie ihn vielleicht zufällig loswerden wollen.
27:31Lauf hier.
27:33Ja, er hat bestimmt auch seine guten Seiten.
27:34Vorbei.
27:37Ach, das habe ich nicht gesagt.
27:38Na, klar ist nein.
27:40Du kommst nicht hier hin.
27:41Nein!
27:42Wollen wir mal nach Frau Galura schauen?
27:44Mach jetzt den Mund auf.
27:46Morgen ist auch noch ein Tag.
27:47Ich will das nicht!
27:49Hö, hö, hö, hö, hö, hö.
27:53Hier.
27:54Hier.
28:05Ich mach mir Sorgen um Elli.
28:07Du bist doch nicht der Einzige.
28:12Hey.
28:12Hey. Wie schön. Die Spaghetti sind gleich fertig.
28:19Setz dich. Du wirst heute bedient.
28:22Danke.
28:24Krieg ich auch ein Wein?
28:25Ja, klar.
28:29Ich brauch euren Rat.
28:34Ich hab's satt, noch eine weitere Untersuchung zu machen.
28:40Beat war bei Moreau im Labor.
28:44Dr. Moreau hat sich total verbissen.
28:47Er will sich nicht eingestehen, dass er mir nicht helfen kann.
28:51Du hast seine Hand gerettet.
28:53Was glaubst du, was er fühlt, wenn er deine nicht retten kann?
28:57Und ich hab mich mit Beat gestritten.
28:59Gestritten? Mit Beat?
29:01Ja.
29:03Und?
29:06Glaubst du, es war gut?
29:09Es war richtig gut.
29:10Ja, und jetzt?
29:12Ja, nichts und jetzt. Jetzt hab ich ganz andere Sorgen.
29:14Oder glaubt ihr, dass ich mit dieser Hand noch operieren kann?
29:20Ich schneide gleich die Spaghetti klein.
29:23Untersteh dich.
29:25Du hast am JTK doch noch ganz viele Möglichkeiten.
29:28Ausbildung, Forschung.
29:29Egal, wofür du dich entscheidest.
29:35Wir unterstützen dich.
29:36Ist sie drin?
29:55Ich denk' schon.
30:00Ziemlich ruhig.
30:02Mhm.
30:04Respekt. Sie scheint echt ein Händchen für Kinder zu haben.
30:06Mhm.
30:11Was hat dem gegeben?
30:17Ja, weil er so ruhig ist.
30:18Oskar?
30:31Wo ist der?
30:33Sag du's mir.
30:36Oskar?
30:39Okay, das gibt Ärger.
30:41Los.
30:41Du draußen, Station 3, 4 und 5.
30:43Ich übernehme die anderen.
30:48Unser Streit hat bestimmt alles durcheinander gebracht.
30:51Keine Sorge.
30:52Die OP findet wie geplant statt.
30:55Sie müssen sich keine Vorwürfe machen.
30:57Es ist sogar wichtig, dass alle Zweifel geklärt werden.
31:00Kann ich vielleicht noch mal ganz kurz mit Corinna sprechen?
31:03Das geht leider nicht.
31:04Die Entnahme hat schon begonnen.
31:07Wenn Sie mögen, kann ich veranlassen,
31:08dass Sie beide wieder auf ein Zimmer gelegt werden.
31:10Können Sie gemeinsam aufwachen und noch mal in Ruhe über alles reden.
31:13Ich hab mich so mies verhalten.
31:15Ich hab's einmal nicht gesehen.
31:16Was ist denn, wenn jetzt was passiert?
31:19Was?
31:20Sorry.
31:22Ist schon okay.
31:24Eine Lebensspende ist eine emotionale Ausnahmesituation.
31:26Gerade wenn die Menschen sich nahestehen, glauben Sie mir,
31:29da fließen immer Tränen.
31:36Hey!
31:38Wenn du nicht sofort stehen bleibst,
31:40dann bekommst du den Schmerzsaft für Erwachsene.
31:43Ohne etwa Geschmack.
31:43Nein, nein, nein, nein.
31:44Es ist nicht lustig.
31:51Ja, doch, schon irgendwie.
31:54Ist doch nicht so einfach, was?
31:56Also eins weiß ich jetzt sicher.
31:59Ich will niemals Kinder.
32:00Wolltest du denn vorher welche?
32:02Nein.
32:04Ich finde, ja, man lernt ganz viel von Kindern.
32:06Verantwortung zum Beispiel.
32:08Hast du denn mal jedes Kind so eine Phase?
32:09Reihe aber ewig in ihrer Trotzphase.
32:11Schön.
32:13Geben Sie auf.
32:15Ich tue mir das nicht länger an.
32:17Also gestern klang das noch ganz anders.
32:19Du kannst ihn sehr gerne wiederhaben.
32:21Ey, ich habe leider überhaupt keine Zeit
32:23und außerdem auch keinen sauberen Kasach mehr.
32:25Entschuldigung, das war euer Prozent.
32:27Okay, okay, okay.
32:28Ich übernehme den Jungen.
32:29Ich habe die meiste Erfahrung mit Kindern.
32:36Wegen gestern.
32:38Beat, ehrlich.
32:40Es war richtig gut gestern.
32:43Ich fand es auch gut.
32:45Ja, oder?
32:46Ja, wenn du willst, können wir gleich noch mal.
32:48Hast du denn einen Grund?
32:52Gerade nicht, aber wenn du mir ein bisschen Zeit lässt.
32:59Und wie geht es jetzt weiter?
33:02Ich meine, ich habe ein paar Ideen, aber...
33:08Komm mal mit.
33:10Ich zeige dir mal was.
33:11Was siehst du?
33:25Und beide?
33:27Ja, siehst du auch?
33:29Aber ich sehe noch viel mehr.
33:32Ich sehe deine große Stärke.
33:36Ich sehe, dass du dich immer wieder neu erfindest.
33:38Ich sehe deinen Mut zu Veränderungen.
33:40Dein Charme, deine Intelligenz.
33:43Du bist leidenschaftlich und einfach toll, Ellie.
33:46Ich...
33:46Beat.
33:50Ich muss zur Physio.
34:10saubere Arbeit, Herr Probst.
34:13Danke.
34:14Ich finde es wirklich faszinierend,
34:16wie ein Körper eine Trotiniere aufnehmen kann.
34:19Es ist immer wieder beeindruckend,
34:20was der menschliche Körper leisten kann.
34:21Und die Annahme eines fremden Organs
34:23zählt sich ja zu den größten Leistungen.
34:26Ich habe gelesen,
34:26dass die Quote der funktionierenden Spendernieren
34:28fünf Jahre nach der OP
34:30bei 75 Prozent liegt.
34:32Hoffen wir das Beste.
34:33Dr. Albeck, es gibt einen Notfall
34:35bei der Spenderin.
34:36Warum?
34:37Sie wird nicht wach
34:37und hat Schwierigkeiten mit der Atmung.
34:39Wir haben sofort ein CT.
34:40Was wird das denn?
34:52Ich weiß, dass Sie nie aufgeben werden.
34:56Deshalb helfe ich Ihnen dabei.
34:58Ich brauche Ihre Hilfe nicht.
34:59Doch.
35:00Die brauchen Sie, weil...
35:05die hier nämlich nicht mehr funktioniert.
35:08Und wissen Sie was?
35:10Das ist nicht Ihre Schuld.
35:12Auch wenn ich vielleicht momentan
35:15nichts für Sie machen kann.
35:17Aber irgendwann...
35:18Sie machen mich zu Ihrem Langzeitprojekt.
35:32Da sind Sie bereits.
35:36Das haben Sie noch?
35:38Mhm.
35:38Mein Röntgenbild.
35:41Ja, nachdem ich Ihre Hand
35:42mit meinem Knochenansatzstoff
35:43operiert habe,
35:43konnte ich sehr, sehr vielen Patienten helfen.
35:45Aber der erste Erfolg
35:48ist immer der wichtigste.
35:54Vielleicht sollte ich mich
35:55ganz auf die Forschung konzentrieren.
35:57Na, na, na, na.
35:58Ihnen ist schon klar,
35:59dass das mein Labor ist.
36:00Ja.
36:05Das CT auf dem Schirm, bitte.
36:06Der Thrombus.
36:09Der Thrombus.
36:10Zentral, in der rechten
36:11Pimmunalerterie.
36:12Blutdruck 85 zu 55,
36:14Puls bei 142,
36:15Sauerstoffsättigung 92 Prozent.
36:17Was sagt die BGA?
36:19Respiratorische Alkoholose.
36:20Wir machen ein Echo.
36:21Keine Bandbewegungsstörungen,
36:34aber die Rechtsherzbelastung ist neu.
36:36Das war gestern bei der Kontrolle
36:37noch nicht so.
36:38Das EKG, bitte.
36:43Was sagt uns das?
36:45Sieht aus wie ein S1-Q3-Typ
36:47und der Rechtsschinkelblock,
36:48der ist auch neu.
36:49Und das heißt?
36:50Klassische Zeichen
36:51einer akuten Lungenembolie.
36:535000 IE Heparin
36:54und Druckinfusion
36:55mit 1000 MdL-Kristallin, bitte.
36:57Wir entfernen das Blutgerinnsel
36:59aus Ihrer Lungenstrombone.
37:00Genau.
37:00Los geht's.
37:01Steril machen sofort.
37:07Corinna?
37:15Corinna?
37:16Das ist super.
37:25Ich muss kurz los.
37:27Wohin?
37:28Das ist eine Überraschung.
37:30Du kommst ja hier alleine klar.
37:31Ich hab alles im Griff.
37:35Du machst es mit links.
37:43Hab ich das gerade richtig gesehen?
37:46Was?
37:48Du hast dir auf die Lippe gebissen.
37:49Quatsch.
37:50Doch, hast du.
37:52Darf ich mal?
37:56Erhöhter Puls,
37:57gerötete Wangen,
37:58kribbelnde Lippen.
37:59Selber davon ist klar,
38:00du bist verliebt.
38:01Ich mache gerade Sport
38:02und du psychologisierst.
38:05Ich beobachte
38:06und ziehe meine Schlüssel.
38:07Und, was sagt mein liebes Horoskop?
38:12Folge deiner Intuition.
38:14Sei offen für alles
38:15und das Glück kommt zu dir.
38:17Ich hab mich schon immer gefragt,
38:21wer die Sprüche
38:22für die Glückskekse schreibt.
38:31Ihre Kollegen werden Sie
38:32um die Embolektomie beneiden.
38:35Die Waren schneiden sich
38:36auf die Transplantation.
38:38Und Ihren früheren
38:39Selbstzweifeln
38:39war jedenfalls nichts mehr.
38:40Tschüss, Peter.
38:46Meinen Sie das ernst
38:47oder
38:47wollen Sie mich nur aufheitern?
38:51Ich mein's ernst.
38:52Sie haben das Souverän gemeistert.
38:55Danke.
38:59Damals,
38:59das
39:00mit der Kündigung,
39:01das
39:02das war nicht Ihre Schuld.
39:06Sie mussten erst ein paar Dinge
39:07mit sich selbst ausmachen.
39:09So, wo könnte man es
39:10sagen?
39:14Ich würde gerne
39:15einen
39:15Entschlussstrich ziehen.
39:19Also,
39:20ich mein,
39:21ich würde gerne
39:22die Unstimmigkeiten
39:23begraben
39:24zwischen Ihnen und mir.
39:30Begraben?
39:32Klingt so negativ.
39:36Ein neues
39:37Kapitel aufschlagen?
39:38Herr Probst,
39:42ich bin sehr froh,
39:43dass Sie nicht
39:44gekündigt haben.
39:46Ich auch.
39:52So,
39:53bereit für eine Lehrstunde
39:54in Kindererziehung?
39:57Hey, Oskar.
40:01Als mehrfache Mutter
40:02wird sie's wahrscheinlich
40:02hinkriegen.
40:04Schauen wir mal.
40:04Dauert ganz schön lang,
40:16oder?
40:17Hm.
40:23So, ähm,
40:24das gehört
40:25wohl Ihnen.
40:27Erledigt.
40:28Wie haben Sie das
40:29gemacht?
40:29Man, äh,
40:31muss Kindern auf Augenhöhe
40:32begegnen und sich nicht
40:33über sie stellen.
40:34Weder emotional
40:34noch physisch.
40:36Also,
40:37ich hab nicht jahrelang
40:37studiert, um mich
40:38auf ein Level mit einem
40:39Achtjährigen zu stellen.
40:41Ja, gut.
40:42Also.
40:43Also,
40:43wenn Sie möchten,
40:44können Sie Oskar auch
40:44gerne von uns übernehmen?
40:46Na klar,
40:46das mach ich.
40:47Sie können los,
40:47ich hab's im Griff.
40:50Hab ich Sie richtig
40:50verstanden?
40:51Ein Limo und ein Lappen?
40:52Äh, ja,
40:53genau.
40:53Die Limo
40:54nehm ich und
40:55der Lappen ist da
40:56für den Boden.
40:56Da drinnen.
41:13Was?
41:14Ich hab die Faxen dicke.
41:16Da ist hoffentlich
41:17kein Zucker drin.
41:18Nein,
41:18natürlich nicht.
41:26Was ist passiert?
41:48Ihre Schwester ist stabil.
41:50Die Entnahme verlief
41:50problemlos, aber sie hat
41:51dann leider eine
41:52Lungenembolie entwickelt.
41:54Und jetzt?
41:54Wir haben's im Griff.
41:57Aber sie ist noch
41:58sehr geschwächt.
42:00Deswegen bitte
42:01unbedingt Aufregung
42:02vermeiden.
42:06Sie brauchen jetzt
42:06beide ein bisschen Ruhe.
42:08Okay.
42:10Danke.
42:13Wir sehen uns später.
42:22Hey.
42:24Hey.
42:33Hey.
42:35Oh Mann.
42:36Ich glaub,
42:36ich hab heute
42:37zum ersten Mal
42:37so richtig verstanden,
42:38wie du dich
42:39die ganze Zeit
42:40gefühlt hast.
42:41Oh.
42:44Ich hatte so
42:44ne Angst um dich.
42:46Ich dachte wirklich,
42:47ich verliere dich.
42:49Ist doch
42:49als alles gut gegangen.
42:50wir sind hier, hm?
42:53Beide.
42:54Das zählt.
42:56Danke,
42:56dass du es für mich
42:57gemacht hast.
43:01Klar.
43:04Übrigens.
43:07Nur weil ich jetzt
43:08mit Quentin zusammenziehe,
43:10heißt das nicht,
43:10dass du mich los wirst.
43:11und
43:14solltest du irgendwo
43:17Apfelkuchen verkaufen,
43:19dann will ich
43:19das erste Stück.
43:20Mhm.
43:23Und
43:23gehe bloß gut
43:24mit meiner Niere um.
43:26Deine Niere
43:27ist mir heilig.
43:28Du packst?
43:37Ich muss mich
43:38erst mal neu sortieren.
43:41Ben und du,
43:41ihr habt mich
43:42gestern aufgefangen.
43:44Dafür bin ich
43:44sehr dankbar.
43:46Du Liebe.
43:47Das ist doch klar.
43:49Und Beat
43:50hat mich dran erinnert,
43:51dass die Chirurgie
43:52nicht alles ist.
43:54Und Moro
43:54hat mich draufgebracht,
43:56dass die Forschung
43:58was ist,
43:58was nie aufhört.
44:00Und das heißt,
44:00du willst dann
44:01deiner Forschung
44:01dranbleiben?
44:04Das geht auch
44:05mit Einschränkungen.
44:06Erii, wow.
44:08Respekt,
44:09das ging so schnell.
44:10Du denkst nach vorne.
44:12Und wenn Moro
44:13jemand in seinem Labor
44:14ludelt,
44:14dann dich.
44:21Ich kann das nicht
44:22am JTK machen.
44:24Wie?
44:24Ich brauche
44:28einen richtigen
44:28Neuanfang.
44:30Einen Tapetenwechsel.
44:32Bei der Arbeit
44:33und beim Wohnsitz.
44:40Ich
44:40habe ein Angebot
44:42für eine Stelle
44:43in Jena.
44:45In der Forschung.
44:47Wie bitte?
44:49Elli verlässt uns.
44:50Warum?
44:55Jetzt
44:55hör auf rum
44:55zu heulen,
44:56ey.
44:57Jena ist
44:57nur eine Stunde
44:58entfernt.
45:03Du wirst
45:03mir trotzdem
45:04fehlen.
45:05E-Mail hoch.
45:08Olli,
45:10hau raus.
45:11Wie war
45:11die OP?
45:12Reine
45:12Routine.
45:13Deine
45:14erste
45:14Transplantation
45:15und schon Routine.
45:16Wow.
45:17Und am Ende
45:17gab es sogar
45:18einen kleinen Notfall.
45:19Erzähl schon.
45:20Aber Dr.
45:20Albeck und ich
45:21haben das super
45:22gemeistert.
45:22Oh, Dr.
45:23Albeck und ich.
45:25Zwei Männer,
45:25ein Mythos.
45:26Habt ihr euer
45:27Kriegsball jetzt
45:27endlich begraben,
45:28ja?
45:28Ja, nicht nur das.
45:30Wir waren sogar
45:30ein richtiges Team.
45:32Ah, klingt so,
45:32als wärst du endlich
45:33erwachsen geworden.
45:34Ah, sagt die,
45:34die ihr Stethoskop
45:35an einen Achtjährigen
45:35verloren hat?
45:36Ein Achtjähriges
45:37Monster.
45:38Und deshalb
45:39musste dann
45:39Dr.
45:39Sherbers kommen?
45:40Die, die
45:40ihn mit einer
45:41Limo überlistet hat.
45:42Was dir
45:42nicht eingefallen ist?
45:51Du meldest dich
45:52aber regelmäßig,
45:53ja?
45:54Versprochen.
45:56Danke für alles.
45:59Ihr werdet mir
45:59alle fehlen.
46:00Du und auch.
46:11Elli, die letzten Tage
46:27haben mir gezeigt,
46:28dass ich nirgendwo
46:30lieber sein will
46:30als an deiner Seite.
46:33Willst du meine Frau
46:34werden?
46:35Äh, wieder.
46:39Komm, steh auf.
46:41Unfassbar.
46:55Was, es ist so was
46:56wie Liebe auf der Welt
46:57geben?
47:03Danke, dass du für mich
47:04da gewesen bist.
47:07Gewöhn dich dran.
47:11Wir verliehen da unten
47:13gerade unsere beste
47:14Oberärztin.
47:15Hey, und was mit mir?
47:16Lena, du bist keine
47:17Oberärztin.
47:18Du bist stellvertretende
47:19Chefärztin.
47:22Macht's gut, ihr beiden.
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