00:00Gideon, Gideon, herzlich willkommen in Berlin.
00:03Ich freue mich, dich hier wieder willkommen zu heißen.
00:05Wir haben verabredet, dass du das nächste Mal
00:08auch nach Schleswig-Holstein kommst,
00:10damit wir uns privat treffen können.
00:13Ich bin zweimal bei dir zu Hause zu Gast gewesen
00:16und würde mich gerne gemeinsam mit meiner Frau revanchieren.
00:20Unsere beiden Länder sind auf eine einzigartige Weise
00:23miteinander verbunden.
00:24Deutschland ist dankbar für eure Freundschaft.
00:27Wir begreifen das nie als selbstverständlich.
00:31Diese besonders enge Verbindung sehen wir auch
00:34in der Vernetzung unserer Zivilgesellschaften,
00:37im Kulturbereich oder im Wissenschaftsbereich.
00:41Und wir sehen das natürlich im Bereich der Sicherheit.
00:44Das Einstehen für die Existenz und für die Sicherheit
00:47des Staates Israels gehört zum Wesenskern unserer Beziehungen.
00:52Und ich möchte sagen, wir haben eine ganz neue
00:55Sicherheitspartnerschaft miteinander begründet.
00:58Denn heute trägt Israel das Land, in dem die Opfer der Shoah
01:02Zuflucht fanden, auch zur Sicherheit Deutschlands bei.
01:07Dafür steht beispielhaft der Erwerb des Arrow 3 Luftabwehrsystems
01:12von Israel.
01:13Dass auch Technologie deines Landes, lieber Gedeon,
01:16heute den deutschen Luftraum schützt, erfüllt mich mit Demut.
01:22Lieber Gedeon, dieses Gespräch heute war stark geprägt von Fragen
01:26der Sicherheit, Sicherheit für dein Land, Sicherheit in und für
01:29eine ganze Region.
01:32Denn du kommst in schwierigen Zeiten im Nahen Mittelost,
01:35mit Folgen bis nach Europa.
01:36Der Krieg in Iran und die Blockade der Straße von Hormuz
01:40machen sich auch bei uns hier in Deutschland und in Europa
01:43bemerkbar.
01:44Und ich muss sagen, sie machen uns zu schaffen.
01:46Sei es an der Tankstelle, bei den Flugpreisen, beim Warenverkehr.
01:51Unsere Bürgerinnen und Bürger spüren die Krise am eigenen Portemonnaie.
01:57Uns allen wird nur zu deutlich, wie verwundbar globale Lieferketten sind
02:01und wie schnell wirtschaftliche Stabilität ins Wanken geraten kann.
02:06Es geht hier auch um ureigene deutsche, es geht um ureigene
02:09europäische Interessen.
02:12Wir sind bereit, nach dem Ende des Krieges mit anderen gemeinsamen
02:16Verantwortung zu übernehmen.
02:18Ein Minensucher der Bundeswehr ist auf dem Weg gen Mittelmeer.
02:22Denn wir haben klar gesagt, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind,
02:26dann können wir mit der Beseitigung von Seeminen helfen.
02:29Europa steht bereit, sich an der Absicherung der Straße von Hormuz zu
02:34beteiligen.
02:35Sie haben nur hier und da agiert, sie haben nicht die Infrastruktur
02:40abgebaut, sie sind auch nicht im unterirdischen Sektor aktiv geworden.
02:45Nach dem 7. Oktober werden die Bürger und Bürgerinnen Israels nicht mehr
02:50direkt an der Frontlinie zu leben haben, wo sie den dschihadistischen
02:53Bedrohungen ausgesetzt sein werden.
02:55Herr Minister, der Antisemitismus ist nach dem Holocaust unmodern geworden.
03:01Aber er hat sein hässliches Haupt wieder erhoben.
03:05Der neue Antisemitismus ist besessen vom jüdischen Staat.
03:12Die 3 Ds setzt er ein gegenüber Israel.
03:15Dämonisierung, Delegitimisierung und Doppelstandards.
03:20Zu jedem Thema sieht sich Israel einem Vorteil gewaltigen Ausmaßes ausgesetzt.
03:30Eines möchte ich davon hier erwähnen.
03:34Die Christen üben in Israel gleiche und volle Rechte aus.
03:38Sie sind überall in der Gesellschaft vertreten.
03:431950 gab es 43.000 Christen in Israel.
03:46Heute sind es mehr als 188.000.
03:51Überall im Nahen Osten sieht das Bild ganz anders aus.
03:55Im vergangenen Jahrzehnten ist die christliche Bevölkerung im Libanon um fast 6% zurückgegangen.
04:01Die syrisch-christliche Gemeinde in Aleppo ist von 250.000 auf knapp 50.000 zurückgegangen.
04:10Ich werde auch darauf zu sprechen kommen, welche Regierung am besten für Israel ist.
04:15Aber das werde ich dann auf Hebräisch tun und ich werde das in Israel tun.
04:19Ich werde das in Israel tun.
04:19Ich werde das in Israel tun.
04:19Ich werde das in Israel tun.
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