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  • vor 47 Minuten
Sexualdelikte auf Höchststand: EU ringt um einheitliche Definition von Vergewaltigung

Die Zahl der registrierten Sexualdelikte in der EU steigt. Während das Europäische Parlament auf das Prinzip "Nur Ja heißt Ja" drängt, bleibt der Schutz vor Gewalt gegen Frauen politisch umkämpft. Lettland etwa schlägt dabei einen eigenen Weg ein.

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Transkript
00:00Sexuelle Gewalt und Vergewaltigungen nehmen in der EU zu.
00:07Im Jahr 2024 hat die Polizei in der EU mehr als 256.000 Fälle sexueller Gewalt registriert.
00:15In 38 Prozent der Fälle handelte es sich um Vergewaltigungen.
00:20Das geht aus den neuesten Zahlen von Eurostat hervor.
00:23Im Vergleich zu 2023 stieg die Zahl der Fälle sexueller Gewalt um 5 Prozent,
00:28die Zahl der registrierten Vergewaltigungen um 7 Prozent.
00:32Veröffentlicht wurden die Zahlen kurz nachdem das Europäische Parlament
00:35für eine gemeinsame, auf Einwilligung basierende Definition von Vergewaltigung gestimmt hatte.
00:41Bereits 2024 hatte die EU erstmals Mindeststandards zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen verabschiedet.
00:48Ein vorgeschlagener Artikel für eine gemeinsame Definition von Vergewaltigung
00:51wurde damals jedoch nach Widerstand mehrerer Mitgliedstaaten gestrichen.
00:55Das Bestreben einer EU-weiten, auf Einwilligung basierenden Definition zeigt zwar,
01:00dass die Union diese Straftaten konsequenter bekämpfen will.
01:03Gleichzeitig zeigen die Daten aber auch einen deutlichen Anstieg bei sexueller Gewalt
01:07und Vergewaltigungsdelikten im vergangenen Jahrzehnt.
01:11In diesem Zeitraum stieg die Zahl der Fälle sexueller Gewalt im Schnitt um fast 10 Prozent pro Jahr,
01:16die Zahl der Vergewaltigungsdelikte um 7 Prozent.
01:19Ein Anstieg der polizeilich registrierten Fälle kann allerdings auch darauf hindeuten,
01:23dass das Bewusstsein für sexuelle Gewalt gewachsen ist und dass mehr Betroffene Anzeige erstatten.
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