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  • vor 7 Stunden
Mehr Freihandel, aber klare Grenzen: Das EU‑Mercosur‑Abkommen verändert Exporte, Lieferketten und den Wettbewerb

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Transkript
00:01Rindfleisch ist ein wichtiges Exportprodukt der Mercosur-Länder.
00:05Doch der Rindfleisch-Export von Argentinien, Brasilien,
00:08Paraguay und Uruguay nach Europa darf nur um 33 Prozent zulegen.
00:12Im Handelsabkommen zwischen der EU und Mercosur
00:15wurde diese Quote festgelegt.
00:17Auch wenn er nicht unbegrenzt Fleisch nach Europa exportieren kann,
00:21lobt dieser Rinderzüchter aus Paraguay das Abkommen.
00:26Es ist ein Abkommen, das sowohl dem Mercosur als auch der EU zugutekommen wird,
00:31denn natürlich wird nicht nur der Mercosur Fleisch verkaufen.
00:34Die EU wird eine Reihe von Produkten zollfrei an den Mercosur verkaufen.
00:40Beim Export der EU in die Mercosur-Länder wird die Autoindustrie
00:43der größte Profiteur sein, gefolgt vom Maschinenbau und der chemischen Industrie,
00:48so die Analyse der Europäischen Kommission.
00:50Hier soll das Exportplus bis 2040 bei 48,7 Milliarden Euro liegen.
00:57In der Gegenrichtung dürften viel mehr verarbeiteter Fisch
01:00und landwirtschaftliche Produkte aus den Mercosur-Ländern in die EU kommen.
01:04Auch bei Chemieprodukten soll es große Zuwächse geben.
01:08Insgesamt soll der Export der Mercosur-Länder in die EU bis 2040
01:12um 8,9 Milliarden Euro zulegen.
01:17Auch deutsche Firmen blicken größtenteils zuversichtlich
01:20auf das Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Ländern.
01:28Freihandelsabkommen sind für die europäische Industrie von großer Bedeutung.
01:32Einerseits erweitern sie den Markt, auf dem sie tätig sein können.
01:36Andererseits verstärken sie den Wettbewerbsdruck,
01:38was wiederum den Unternehmen zugutekommt,
01:41da sie dadurch dazu angeregt werden, nach besseren Lösungen zu suchen.
01:45Gleichzeitig tragen die Abkommen dazu bei, die Lieferketten zu diversifizieren.
01:52Im Nordwesten Argentiniens produziert der Lkw-Hersteller Scania
01:56160 Teile für den Export an seine Lkw-Werke in Schweden, Brasilien und den USA.
02:02Der Lateinamerika-Chef hofft, dass die lokalen Zulieferer
02:06von dem Handelsabkommen profitieren werden.
02:13Die lokalen Zulieferer sind bereits darauf vorbereitet,
02:16die Sicherheits- und Emissionsvorschriften zu erfüllen.
02:20Etwas, in das neue Wettbewerber erst investieren müssten.
02:26Alles ist ein potenzielles Risiko, es ist aber auch eine Chance.
02:33Die Zollsätze zwischen der EU und den Mercosur-Ländern
02:37werden über einen langen Zeitraum sinken.
02:39Erst 2040 wird das endgültige Niveau erreicht sein.
02:43Vor allem bei Milchprodukten
02:45fürchten Produzenten aus den Mercosur-Ländern die Konkurrenz.
02:48Schrittweise werden die Zölle
02:50beispielsweise für europäischen Käse abgeschafft.
02:55Der Tierarzt Marcelo Lizero
02:57züchtet 130 km von Buenos Aires entfernt Ziegen.
03:01Er stellt Käse nach französischer Art her.
03:04Er mischt Ziegenmilch mit Kuhmilch.
03:10Für uns bedeutet das zweifellos Unsicherheit
03:14und in gewisser Weise auch Angst zu wissen,
03:17dass der Zoll für importierte Produkte
03:19irgendwann auf Null sinken wird.
03:21Wir haben jetzt zehn Jahre Zeit, uns darauf einzustellen.
03:28Lizero hofft, dass Argentinien die Steuern senkt,
03:31damit seine Produkte im Wettbewerb mit Käse
03:33aus Frankreich oder Deutschland mithalten kann.
03:36Das ist ein Wettbewerb mit der Zolle.
03:38Das ist eine Wettbewerb mit der Zolle.
03:40Das ist ein Wettbewerb mit der Zolle.
03:43Das ist ein Wettbewerb mit der Zolle.
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