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Terra X S2025E46 H 264
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00:23From the Pacific coast to the West,
00:25bis zum Amazonas-Regenwald im Osten,
00:29erstrecken sich die Anden als das längste Gebirge der Welt über 7500 Kilometer.
00:37Atmosphärische Kräfte erschaffen ganze Landschaften.
00:41Wasser schneidet tiefe Schluchten, aber wo es fehlt, entstehen bizarre Wüstenformationen.
00:48Der Geologe Colin Davy erforscht diese Kräfte seit über 30 Jahren.
00:56Er kennt die feuchten Winde, die durch die Berge fegen,
01:01gespeist von unzähligen kleinen Flüssen, die die Anden durchqueren.
01:06Im ersten Teil unserer Reise durch die gewaltigen Anden haben wir gesehen,
01:10wie die Kräfte aus dem Erdinneren diese imposante Gebirgskette erschaffen haben.
01:15Im zweiten Teil unserer Expedition schauen wir auf die ebenso mächtigen Kräfte der Atmosphäre.
01:23Aus dem Weltraum erscheint die Atmosphäre der Erde als hauchdünner blauer Schleier.
01:31Diese dünne Hülle schützt das Leben auf der Erde und hält Urgewalten im Zaum, die die Oberfläche der Anden modellieren.
01:54Im Torres del Paine Nationalpark im äußersten Süden Chiles sind Sturmböen von über 100 Stundenkilometern keine Seltenheit.
02:03Hier in Patagonien ist das Wetter extrem und faszinierend zugleich. Hier spürt man die volle Kraft der Natur.
02:18In Patagonien ist der Wind eine allgegenwärtige Kraft.
02:23Nirgendwo sonst lässt sich die Atmosphäre so unmittelbar erleben wie an diesem Ort. Laut und wild.
02:35Der Wind bringt Niederschlag. Mehr als 300 Tage im Jahr regnet oder schneit es.
02:42Dieses Zusammenspiel formt die Landschaft seit der Entstehung der Anden.
02:49In ihrer jetzigen Form wachsen sie seit circa 50 Millionen Jahren entlang der Westküste Südamerikas.
02:57Wasser ist hier sehr ungleich verteilt. Von trockenen Hochebenen über bewaldete Hänge bis in den feuchten Süden.
03:07Hier wird Wasser in Form von gigantischen Eismassen gespeichert. So wie im Grey Gletscher in Chile.
03:16Unter Colin Davy liegt bis zu 50 Meter dickes Eis. Tiefe Spalten und glatte Flächen machen das Gelände tückisch.
03:30Der Bergführer Rodrigo Gomez kennt den Weg über den Gletscher. Ein 28 Kilometer langer Strom aus gefrorenem Wasser.
03:43Durchzogen von Rissen, blauen Schatten und kleinen Eishöhlen.
03:49Der ganze Regen fällt hier oben als unglaubliche Mengen Neuschnee.
03:53Keiner weiß eigentlich wie viel, aber einige Forschende gehen davon aus, dass es bis zu 100 Meter im Jahr sein
04:00könnte.
04:01Mit der Zeit verdichtet sich der Schnee zu einem glänzenden Eis, das das blaue Licht besonders gut reflektiert.
04:08Deswegen diese irre Farbe.
04:12Der Grey Gletscher ist das Ergebnis von Wind und Niederschlag.
04:16Ein Zusammenspiel, das nicht nur einen Gletscher geschaffen hat, sondern eine noch größere Eismasse.
04:23Hier steckt 40 Mal mehr Eis als in allen Gletschern der europäischen Alpen vereint.
04:29Das Patagonische Eisfeld.
04:32Gebildet von zwei Eisflächen, zusammen über 16.000 Quadratkilometer groß.
04:39Westwinde, die vom Pazifik her wehen, bringen feuchte Luft in die südlichen Anden.
04:47Wolken stauen sich an den hohen Gipfeln Patagoniens, kühlen ab und es beginnt zu regnen.
04:55In höheren Lagen zu schneien.
04:58So wird das patagonische Eisfeld stetig mit Neuschnee versorgt.
05:03Eisdicke, Pangneigung und Temperatur bestimmen seine Fließgeschwindigkeit.
05:09Der Grey Gletscher legt täglich bis zu zwei Meter zurück, wie der Zeitraffer zeigt.
05:17Eine Animation verdeutlicht, wie der Gletscher gestaltend wirkt.
05:23Im Eis eingeschlossenes Geröll schleift über den Untergrund und hobelt das umliegende Gestein ab.
05:32Abgeschliffener Fels neben dem Gletscher zeugt von dieser geologischen Kraft.
05:44Schmilzt das Eis komplett ab, wird eine neue Landschaft freigelegt.
05:48So wie die Felsformation Cuernos del Paine nach der letzten Eiszeit.
05:53Die mittlere Schicht besteht aus hellem Granit, ein Gestein aus dem Inneren der Erde.
06:00Die oberen und unteren Abschnitte sind aus dunklem Sedimentgestein, gebildet am Meeresboden.
06:08Granit und Sediment wurden von tektonischen Kräften an die Oberfläche gedrückt.
06:13Viel der Formation wurde schon von Gletschern abgetragen.
06:18Nur der widerstandsfähigste Granit und ein bisschen Sedimentgestein ist stehen geblieben.
06:24Die Felsen sind stille Zeugen des Zusammenspiels der Kräfte, die die Anden formen.
06:30Ein fortlaufender Kreislauf. Wind bringt Niederschläge.
06:34In den Bergen speisen sie Gletscher. Eismassen hobeln die Landschaft ab.
06:40Die dabei anfallenden Spiene der Berge bilden die Grundlage für neues Leben.
06:45Im Schmelzwasser der Gletscher sind wichtige Nährstoffe wie Eisen und Phosphor gelöst.
06:52Nach und nach wird der Andenabrieb durch Flüsse und Fjorde in den Pazifik gespült.
06:59Dort bildet er die Grundlage der marinen Nahrungskette, indem er das Wachstum von Plankton anregt.
07:09Dieses Plankton ernährt Krill- und Fischschwärme, die Leibspeise der Königspinguine.
07:19So wirken die Kräfte der Atmosphäre über den Schmelzwasserabfluss aus den Bergen auf das Leben im Südpazifik ein.
07:27Und die Gletschermineralien lassen Algen gedeihen, die durch Photosynthese sehr viel Sauerstoff freisetzen.
07:34Ein Gas, das in großen Höhen der Anden Mangelware ist.
07:44Was am Luftdruck in der Atmosphäre liegt.
07:47Auf Meereshöhe ist er höher, weil die darüber liegende Luftsäule stärker auf die Erde drückt.
07:53Die Moleküle, auch der Sauerstoff, sind dichter gepackt.
07:57In grosser Höhe aber sinkt der Luftdruck, die Moleküle verteilen sich weiter und die Luft liefert pro Atemzug weniger Sauerstoff.
08:10Eine Herausforderung, der sich Abenteurer seit den ersten Besteigungsversuchen in den Anden im 19. Jahrhundert stellen müssen.
08:19Entlang des Gebirges ragen mehr als 100 Gipfel über 6000 Meter in die Höhe.
08:27Von Patagonien bis Ecuador. Wer die Strapazen in der dünnen Höhenluft auf sich nimmt, den belohnt ein atemberaubender Blick auf
08:36die Gebirgskette.
08:44Colin Davy ist in den Norden Chiles gereist. Nach dem tosenden Wetter Patagoniens trifft er hier auf die eher stille
08:52Kraft der Atmosphäre.
08:54In rund 6000 Metern Höhe ist Sauerstoff knapp.
09:02Auch heute ist eine der größten Herausforderungen beim Bergsteigen die schöner Höhenluft.
09:08Sie macht jeden Ratzug zu einer kostbaren Ressource.
09:14Ich bin daran gar nicht geführt. Deswegen brauche ich ein Flugzeug, um überhaupt auf Autenhöhe mit in die Höhe zu
09:20kommen.
09:21Die städte Bewohner der Region dagegen haben sich sehr gut an die Höhe angepasst.
09:27Im Zentrum der Anden erstreckt sich die Altiplano-Hochebene.
09:32Sie liegt oberhalb von 3500 Metern. Eine Region für angepasste Spezialisten.
09:41Denn die Luft enthält nur wenig Feuchtigkeit, gerade genug, um einfache Gräser und Kräuter wachsen zu lassen.
09:49Der geringe Sauerstoffgehalt in der Höhe bremst ihr Wachstum zusätzlich.
09:55Für Vicunias sind die nährstoffarmen Halme die perfekte Mahlzeit.
10:00Ihren Stoffwechsel haben sie der Höhe angepasst.
10:04Sie besitzen besonders viele rote Blutkörperchen, die Sauerstoff binden.
10:09Das Herz der Vicunias ist im Verhältnis zum Körpergewicht doppelt so groß wie das Herz eines Menschen.
10:15So kann es effizient Sauerstoff durch den Körper pumpen.
10:23Doch die Kameltiere stehen in diesen Höhen vor einer weiteren Herausforderung, für die sie ihr dickes Fell brauchen.
10:30Denn die Wärme des Tages weicht schon bald der eisigen Kälte der Nacht.
10:35Im Altiplano kann es bis zu minus 15 Grad kalt werden.
10:40Die dünne Luft speichert kaum Wärme, was zu starken Tag-Nacht-Schwankungen führt.
10:46In der Nacht gefriert das wenige Kondenswasser in Gesteinsrissen und dehnt sich aus.
10:55Am nächsten Morgen wird es schnell wärmer.
10:58Der plötzliche Wechsel erzeugt zusätzliche Spannungen im Gestein, die sich oft in der Mittagshitze entladen.
11:11Wind und seltene Regenfälle tragen das gebrochene Gestein fort und formen abstrakt anmutende Gewirkszüge.
11:22Es ist 6 Uhr morgens.
11:25Colin Derby ist auf dem Weg zu einem Naturschauspiel des Altiplano.
11:31In 4000 Meter Höhe dampft und brodelt es in der kalten Morgenluft.
11:39Der Geologe durchquert El Tatio, das höchstgelegene Geysirfeld der Welt.
11:46Wasser reagiert hier auf den niedrigen Luftdruck, was sich auch bei der Kochtemperatur zeigt.
11:52Etwas abseits hat der Geologe ein Experiment vorbereitet.
12:01Mit nur drei Komponenten lässt sich ein Geysir nachbauen.
12:06Eine Hitzequelle, die Flamme steht für das heiße Magbe unter dieser Region.
12:12Ein Kolben gefüllt mit Wasser als Reservoir und ein langes, dünnes Steigrohr als eigentlicher Geysir.
12:23Nun, wenn ich den Druck jetzt ein bisschen erhöhe, indem ich die Wassersäule anhebe,
12:34dann kocht das Wasser nicht mehr bei 86 Grad, sondern etwas später.
12:40Der Druck in einem Geysir bleibt aber nicht gleich.
12:44Er variiert und ermöglicht so erst den Ausbruch.
12:48Ich gehe einen Schritt zurück.
12:51Auf dieser Höhe siedet das Wasser bei ca. 86 Grad und geht in Dampfblasen über, die im engen Rohr aufsteigen.
12:59Der Geysir erwacht zum Leben.
13:04Die Dampfblasen verdrängen das Wasser aus dem Rohr.
13:07Der Druck im Kolben fällt und so sinkt der Siedepunkt.
13:11Das Wasser verdampft auf einen Schlag. Es kommt zur Eruption.
13:18Und so passiert es auch hier in der Natur.
13:22Ob durch Wasser oder Luft, Druck hat einen großen Einfluss auf die Siedeltemperatur.
13:28Und erst ein plötzlicher Druckabfall lässt einen Geysir zu einem Geysir werden.
13:34Je höher eine Region liegt, desto stärker wirken sich Luftdruck, Temperatur und Sauerstoffgehalt auf sie aus.
13:41Und prägen auch die Vegetation, wie im Altiplano.
13:46Hinzu kommt die geografische Lage.
13:49Sie ordnet die Landschaften der Anden speziellen Zonen zu.
13:53Denn auf der Erde verlaufen fünf Klimazonen, von den Polen bis zum Äquator.
13:59Und die Anden durchqueren sie alle.
14:01Von den eisigen Ausläufern der Antarktis über trockene Wüsten bis hin zur tropischen Zone am Äquator.
14:10Neben diesen globalen Klimazonen wird das Klima in den Anden vor allem aber durch die Höhe selbst bestimmt.
14:20Im feuchten Hochland Äquadors folgt Colin Davy den Spuren des ersten Klimaforschers der Welt.
14:27Genau hier begann einst ein grosses wissenschaftliches Abenteuer.
14:35Die Vulkane Äquadors sind 1802 ein natürliches Labor für den berühmten deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt.
14:46Auf seiner fünfjährigen Reise durch Südamerika erkennt Humboldt als erster Wissenschaftler überhaupt, wie Klima, Höhe und Atmosphäre zusammenwirken.
14:56Und revolutioniert damit den naturwissenschaftlichen Blick auf die Natur.
15:03Auch sucht Humboldt am Äquator nach dem höchsten Berg der Welt.
15:08Dass er das genau an dieser Stelle tut, ist kein Zufall, denn hier ragt der Chimborazo über 6000 Meter in
15:15den Himmel.
15:16Der erloschene Vulkan ist das Wahrzeichen Äquadors.
15:22Humboldt weiß bereits, dass die Erde keine perfekte Kugel, sondern an den Polen flacher und breiter am Äquator ist.
15:30Deshalb hat ein Berg in Äquatornähe einen größeren Abstand zum Erdmittelpunkt.
15:36So gemessen ist der Chimborazo der höchste Berg der Welt.
15:41Alexander von Humboldt erkannte das. Aber noch mehr hat er an diesem Berg erforscht.
15:47Er hat beobachtet, dass sich die Vegetation mit abnehmender Höhe verändert.
15:52Dazu gibt es von ihm eine ganz berühmte Zeichnung.
15:56Auf die er vor über 200 Jahren die Grundlage für die moderne Klimaforschung legt.
16:03In seiner Zeichnung des Berges verortet er fünf Klimazonen, von den Ausläufern bis zum Gipfel.
16:11Jede Zone versieht er mit Höhenangaben und einer Beschreibung der dort wachsenden Pflanzen.
16:17Die höchste Zone ist die Schneezone, darunter die gefrorene Zone, immer geprägt von den Bedingungen der Atmosphäre, die sich mit
16:26jedem Höhenmeter verändert.
16:28So beginnt Colin Davies Reise bergab durch Humboldts Klimazonen, immer dem Wasser folgend.
16:37Zunächst führt der Weg in die Paramos, die einzigartigen Hochlandmoore in den nördlichen Anden.
16:44Kühle Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit prägen ihre Pflanzenwelt.
16:50Die Chukiragua-Blüte lockt mit Nektar. Das Purpur-Kopf-Kolibri-Weibchen landet direkt auf der Blüte.
16:59Ein Schwebeflug ist in diesen Höhen zu anstrengend. Sie muss Energie sparen, denn bald wird es dunkel und kalt.
17:09Sie sucht in einer Felsnische Schutz vor den eisigen Winden. Um die Nacht zu überstehen, verfällt sie in eine Art
17:17Kältestarre.
17:19Dann sinkt ihr Herzschlag auf um die 50 pro Minute. Tags rast er geradezu mit bis zu 1200 Schlägen.
17:28Im Gefieder speichert sie die letzte Wärme des Tages.
17:31So trotzen Purpur-Kopf-Kolibris den extremen Schwankungen der dünnen Hochlandatmosphäre.
17:39Früh am Morgen ziehen Nebelschwaden durch die Heimat des Purpur-Kopf-Kolibris.
17:45Polsterpflanzen, Mose- und Rosettenpflanzen speichern die Feuchtigkeit aus der Atmosphäre im torfigen Boden.
17:53Und das Wasser im schwammigen Untergrund speist zahlreiche Gebirgsbäche in der Region.
18:00Seit Humboldts Kater vom Cimperazzo hat sich in der Forschung viel getan.
18:05Mittlerweile wissen wir, dass die Klimazonen wandern.
18:08In den letzten zwei Millionen Jahren haben kalte und warme Perioden die gefrorene Zone immer wieder verschoben.
18:16Um bis zu 1500 Höhenmeter. Das hat enorme Auswirkungen auf die Abendvielfalt in diesem Gebiet.
18:24Denn wenn es wärmer wird, wandert die Klimazone mit ihren Pflanzen und Tieren bergauf.
18:33In höheren, zerklüfteten Lagen entstehen isolierte Lebensräume, in denen es über Jahrtausende zu neuen evolutionären Anpassungen kommt.
18:43Kühlt das Klima wieder ab, folgen Pflanzen und Tiere dem Temperaturgefälle talwärts.
18:49Unten begegnen sich dann Populationen aus verschiedenen Regionen und beginnen sich zu vermischen.
18:57Ein klimatisches Wechselspiel, bei dem neue Arten entstehen.
19:02Aus dieser Wanderung von Klimazonen ist eine Pflanze hervorgegangen, die weltweit Karriere gemacht hat.
19:09Sie stand aus dem Hochland von Peru, in der sogenannten Kalten Zone.
19:14Knapp unterhalb von 3500 Metern liegt die peruanische Region Cusco, von wo die Urform der Kartoffel stand.
19:23Heute kennt man hier über 600 Sorten.
19:27Auf dem Wochenmarkt von Kalka findet Colin Davy sie in unterschiedlichsten Farben und Formen.
19:33Wegen ihrer grossen Vielfalt und Bedeutung rücken die Kartoffeln in den Fokus der Wissenschaft.
19:40Muchas gracias. Ciao.
19:44Die unterschiedlichen Knollen, die ich vorhin auf dem Markt gekauft habe, sind nicht nur bunt und hübsch anzuschauen.
19:51In Peru, am Geburtsort der Kartoffeln, arbeiten Wissenschaftler und lokale Bauern zusammen, um widerstandsfähige Sorten für die Zukunft zu entwickeln.
20:01Oberhalb der Täler liegen die Kartoffelfelder vieler indigener Quechua-Familien, wie die von Tomasa Cruz Cruz.
20:10Ihre Vorfahren waren es, die schon vor etwa 8000 Jahren das Nachtschattengewächs hier domestizierten.
20:21Das Wetter im Hochland ist unberechenbar. Die Familie pflanzt deshalb unterschiedliche Sorten, damit zumindest ein Teil überlebt.
20:30Seit den Inkas pflanzen wir unsere Kartoffeln in einer traditionellen Mischung, wie es unsere Eltern uns gelehrt haben.
20:38Diese Methode bewahrt die Vielfalt der Sorten. Diese Sorten sind wahre Vitaminbomben und liefern wertvolle Nährstoffe.
20:51Und merkt ihr, dass eure Ernte von Dingen wie Krankheiten oder Klimawandel beeinflusst wird?
20:59Der Frost tritt immer häufiger zu Zeiten auf, in denen er eigentlich nicht auftreten sollte.
21:05Viele empfindliche Sorten stehen kurz davor, zu verschwinden.
21:12Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, arbeitet Tomasa Cruz Cruz mit einem Forscher vom Internationalen Kartoffelzentrum in Peru zusammen.
21:26Der Botaniker Steph Dehaan katalogisiert seit Jahren die lokalen Kartoffelsorten.
21:33Wie kann die Wissenschaft die indigenen Bauern unterstützen?
21:38Auf vielfältige Weise. Eine ist, dass wir Saatgut in unsere Genbank einlagern.
21:43Wenn die Sorte draußen nicht überlebt, machen wir eine Rückführung. Wir bringen also das Saatgut zurück aufs Feld.
21:50Und was kann die Wissenschaft von den indigenen Bauern lernen?
21:54Wir lernen eine Menge darüber, welche Sorten sich besser an Frost oder an sehr feuchte Bedingungen anpassen.
22:01Das nutzen wir für die Züchtung.
22:04Also hier lokale Lösungen für globale Probleme.
22:08Ja, genau.
22:09In einer Gendatenbank erfassen Forschende und indigene Bauern seit Jahrzehnten gemeinsam wilde Kartoffelsorten.
22:17Es wurden Gene identifiziert, die Kartoffeln robuster machen, sei es gegen Trockenheit oder auch Krankheiten und Schädlinge.
22:32Die Reise des Geologen führt weiter durch die gemässigte Zone unterhalb von 2000 Metern.
22:39Nach wie vor dem Wasser folgend führt der Weg durch den Bergregenwald.
22:45Bis an den Fuß der Anden, wo die Atmosphäre eine weitere Klimazone prägt.
22:52Die heisse Zone unterhalb von 1000 Metern ist die letzte Etappe auf Humboldts Spuren.
23:01Hier im Amazonas-Regenwald sinken die Temperaturen selten unter 24 Grad.
23:08Viele Tiere haben sich an die konstante Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit angepasst.
23:13Ohne sie käme ihr Stoffwechsel zum Stillstand.
23:17Alexander von Humboldt war ein Pionier der Klimaforschung und seine Karte vom Chimborazo legte den Grundstein dafür.
23:24Gepaart mit der Geologie haben die Klimazonen dem Leben in den Anden zur großer Vielfalt verholfen.
23:31Ich glaube Humboldt nannte es damals ein Netzwerk, in dem alles miteinander verbunden ist.
23:37Das Wasser, das durch alle Klimazonen durchfließt, bildet ein Bindeglied in diesem Netzwerk.
23:47Wie gewaltig seine Wirkung sein kann, zeigt sich an einer der tiefsten Schluchten der Welt in Peru.
23:58Der Colca Canyon ist ein markantes Beispiel dafür, wie sich im Laufe der Zeit jeder Fels der Kraft des Wassers
24:05beugen muss.
24:11Diese wohl stärkste Kraft der Atmosphäre höhlt ganze Landschaften aus.
24:17Bizarre Formationen aus unterschiedlichen geologischen Epochen treten zu Tage.
24:22Das Zusammenspiel zwischen dem Wachstum der Berge und der Kraft des Wassers hat uns diese Zeugen der Urzeit freigelegt.
24:34Von der fruchtbaren Hochebene hat sich der Colca-Fluss bis zu 3000 Meter tief in das Gestein gegraben.
24:43Das ist fast doppelt so viel wie an der tiefsten Stelle des Grand Canyon.
24:50Und die Hänge der Schlucht mit ihren wechselnden Gesteinsschichten liefern dem Geologen auf den ersten Blick tiefe Einsichten in die
24:58Geschichte der Anden.
25:03Der Colca Canyon ist für uns Geologen wie ein offenes Geschichtsbuch mit vielen Seiten.
25:08Jede Seite bzw. Schicht zeigt uns, woraus sie besteht und wie alt sie ist.
25:14Hinter mir liegen Schichten, die zu unterschiedlichen Zeiten den Meeresboden bildeten. Oben junger, unten älter.
25:22Um noch tiefer in die Geschichte der Anden einzutauchen, muss ich also zum Grund des Canyons.
25:32In bis zu 7000 Metern Höhe kreist der Andenkondor über der zerfurchten Landschaft, die in Teilen älter als die Anden
25:40selbst ist.
25:42Denn die sind in ihrer heutigen Form geologisch gesehen jung und fingen erst vor etwa 50 Millionen Jahren an, sich
25:49durch plattentektonische Prozesse emporzuheben.
25:54Ich stehe nämlich auf dem Fundament, auf dem die Anden aufgebaut sind.
25:59Und diese uralten Gesteine sind entstanden, lange bevor es die Anden überhaupt gab.
26:04Woher ich das weiß? Nun ja, alles was ich dazu brauche, befindet sich in einer Hand voll Sand.
26:12Der Sand enthält nämlich mikroskopisch kleine Zirkonen-Kristalle.
26:17In Zirkonen tickt ein natürlicher Zeitmesser.
26:21In ihnen zerfällt radioaktives Uran über zeitlich bekannte Zwischenstufen zu Blei.
26:26Und je mehr Blei vorhanden ist, desto älter ist der Zirkon.
26:34Die Kraft des Wassers hat diese rund eine Milliarde Jahre alten Zeitmarker und damit die Vorgeschichte der Anden freigelegt.
26:44Unzählige Tag-Nacht-Zyklen haben die Felsen seither kommen und gehen sehen.
26:49In der Nacht kühlt es hier bis auf null Grad ab.
26:55Wenn die Sonne dann den Boden und die Felsen nach der kalten Nacht erhitzt, wärmt sich auch die Luft darüber
27:01allmählich auf.
27:03Am Vormittag herrschen bereits Temperaturen um die 20 Grad.
27:10Hohe steile Felswände und intensive Sonneneinstrahlung erschaffen im Kolka Canyon besonders starke Aufwinde.
27:17Ein Phänomen bekannt als Thermik.
27:24Fast mühelos gleiten die Kondore dahin.
27:28Nur etwa ein Prozent der Flugzeit schlagen sie mit ihren Flügeln.
27:32So können sie bis zu 200 Kilometer am Tag zurücklegen, auch bis an die nahgelegene Pazifikküste.
27:45Wo sich tausende Seevögel tummeln.
27:48Hier entsteht eine weitere atmosphärische Kraft.
27:51Ihr Ursprung liegt allerdings unter Wasser.
27:57Riesige Sardellenschwärme folgen einer Strömung, die auf ihrem 4000 Kilometer langen Weg das Klima prägt.
28:04Doch sorgt der Humboldt-Strom mit seinem kalten Wasser aus der Antarktis erst einmal für eines der ertragreichsten Fanggebiete der
28:12Welt.
28:14Das wissen auch die südamerikanischen Seelöwen.
28:22Neben Fisch ist das Wasser voller Plantern, das die Finnwale ernährt.
28:27Sie finden hier genug Futter, um bis zu 27 Meter lang und fast 80 Tonnen schwer zu werden.
28:37Der Speerfischer Luis Rodriguez kennt diese Gewässer seit über 50 Jahren.
28:45Hast du Veränderungen im Ozean gemerkt?
28:50Alles hängt auf die eine oder andere Weise von den Meeresströmungen ab.
28:55Manchmal gibt es viel Fisch, manchmal gibt es wenig.
29:00Heute findet man nur noch wenige große Fische, die man jagen kann.
29:07Vom kleinen Boot aus startet Luis Rodriguez seine Arbeit.
29:13Colin Derby assistiert ihm heute.
29:16Über einen langen Pressluftschlauch wird der Chilene mit Luft versorgt.
29:20Mit einer einfachen Harpune geht er auf die Jagd.
29:25Bis zu vier Stunden am Stück bleibt der 75-Jährige im kalten Wasser.
29:31Er sucht gezielt nach Fischen und Meeresfrüchten.
29:34Und schießt nur, wenn er sicher ist. Ohne Netz, ohne Beifang.
29:43Kalte Wassertemperaturen versprechen ihm einen reichen Fang.
29:59Der Humboldt-Strom sorgt hier für volle Netze, aber sein Einfluss geht noch viel weiter.
30:07Das Wasser hier hat nur 15 Grad.
30:12Die niedrige Temperatur kühlt die Luft über dem Pazifik ab.
30:17Und kalte Luft kann viel weniger Feuchtigkeit aufnehmen.
30:20Die kalte Luft über dem Pazifik ist wie ein Gefangener.
30:24Eine darüber liegende warme Luftschicht verhindert, dass die kalte Luft aufsteigen kann.
30:29Regenwolken haben keine Chance.
30:33Das hat gravierende Auswirkungen auf die angrenzende Landschaft.
30:40Im Westen sorgt der Humboldt-Strom so für trockene Luft.
30:46Gleichzeitig wehren die Anden im Osten Regenwolken aus dem Amazonasgebiet ab.
30:52Dazwischen liegt die Atacama, die trockenste Wüste der Erde.
31:01Teile der Atacama haben seit Jahrhunderten keinen Tropfen Wasser gesehen.
31:07Trockenheit ist hier die prägende atmosphärische Kraft.
31:15Mitten in der Atacama-Wüste liegt das Chachnan-Tor-Plateau.
31:20Es ragt über 5000 Meter in die Höhe.
31:24Die Sonneneinstrahlung, die in Watt gemessen jede Sekunde auf Colin Davy einprasselt, ist hier erbarmungslos.
31:31Auch von unten strahlt die Hitze zurück.
31:34Für den Geologen wird der Weg durch diese karge Landschaft zu einer Prüfung.
31:39Doch er will hier oben etwas über die extreme Atmosphäre herausfinden.
31:46An diesem Ort muss ich mich wirklich gut vor der Sonne schützen.
31:51Um zu zeigen, weshalb, habe ich ein Solar-Radiometer dabei.
31:55Damit kann ich die Energie der Sonne messen, die hier pro Quadratmeter ankommen.
32:00Knapp über 1000 Watt pro Quadratmeter.
32:05Und damit habe ich einen schwachen Tag erwischt.
32:08Es kann nämlich hier sehr viel intensiver werden.
32:12Über 2000 Watt.
32:14Das ist die stärkste jemals gemessene Sonneneinstrahlung auf der Erde.
32:20Hier auf dem Chachnan-Tor-Plateau liegt es vor allem an der extremen Höhe und der dadurch viel dünnere Atmosphäre.
32:27Die trockene Luft ist frei von Staub und Wolken.
32:32Dadurch kann das Sonnenlicht ungehindert bis zur Erdoberfläche strahlen.
32:38Das aber gilt nachts ebenso für das Licht der Sterne.
32:42Seit Jahrtausenden schauen die Indigenen der Atacama von hier aus in den Kosmos.
32:47Auf der Suche nach Antworten auf Fragen, die bis heute niemand wirklich beantworten kann.
32:55Auch die moderne Wissenschaft nicht, die mit ALMA, einem der größten Sternobservatorien der Welt, vom Chachnan-Tor-Plateau in das
33:03ferne Universum blickt.
33:05Auf der Suche nach den Anfängen der Zeit.
33:12Woher kommen wir und wohin gehen wir?
33:23Mit dem ersten Licht des Morgens zeichnet sich weiter südlich der Salar de Atacama ab.
33:30Eine gleißende Salzfläche, durchzogen von Lagunen.
33:34Lebenswichtige Wasserstellen inmitten der Wüste, wenn auch nur für Spezialisten.
33:41Das stark salzhaltige Wasser lockt sogenannte Salzfliegen an.
33:46Sie sind nicht nur Nahrung, sondern eine wichtige Wasserquelle für die Fabians-Eidechse.
33:52Sie muss täglich rund 400 Fliegen fressen, um ihren Energie- und Wasserbedarf zu decken.
33:59Ihre Schuppen regulieren Hitze und minimieren Wasserverlust.
34:04Perfekt angepasst an die Kräfte der Atmosphäre in den Anden.
34:12Unter diesem Lebensraum steckt ein begehrter Rohstoff tief in der Erde.
34:18Unsere moderne Welt ist hungrig danach.
34:21Wo man auch hinschaut, hier in der Salar de Atacama, ist man umringt von Vulkanen.
34:28Ihr Gipfel ragen bis 6000 Meter in die Höhe.
34:31Ihr Vulkangestein ist verantwortlich für eines der begehrtesten Metallvorkommen unserer Zeit.
34:36Direkt unter meinen Füssen schlummern Unmengen an Lithium. Aber wie ist es hierher gekommen?
34:44Vor etwa 30 Millionen Jahren kommen die Anden nicht zur Ruhe.
34:54Zahlreiche Vulkanausbrüche ergießen Lava über die Region.
35:00Darin enthalten sind Metalle wie Lithium, das aus der Erdkruste stammt.
35:10Später zersetzt Regenwasser das Vulkangestein und löst das Lithium heraus.
35:21Es fließt in die tiefer gelegene Ebene und bildet vor rund 10 Millionen Jahren einen riesigen See.
35:29Durch das anhaltende Wachstum der Anden wird der See eingeschlossen und verdunstet nach und nach.
35:38Zurück bleiben die Sedimente, die Salze und das Lithium des Salar de Atacama.
35:46An dessen Südrand liegen riesige Verdunstungsbecken. Sie werden mit lithiumhaltigem Salzwasser befüllt, Sohle genannt.
35:55Unter der starken Sonneneinstrahlung verdunstet das Wasser in den Becken.
36:01Zurück bleibt ein zähes Gemisch mit einem Lithiumgehalt von 6%.
36:06Es bildet das Schlüsselmaterial für die Herstellung von Batterien für Smartphones oder auch Elektroautos.
36:13Die Sohle, die aus dem Untergrund gepumpt wird, ist als Trinkwasser unbrauchbar.
36:18Doch durch das intensive Abpumpen sinkt auch der darüber liegende Grundwasserspiegel über einen halben Meter pro Jahr.
36:27Ein lohnendes Geschäft für die Unternehmen, das aber die Umwelt und die Einheimischen teuer bezahlen.
36:34Für die lokale Bevölkerung ist Lithium daher Segen und Fluch zugleich.
36:40Einerseits verdienen viele ihr Auskommen in den Minen.
36:44Andererseits stört der vehemente Abbau den fragilen Wasserhaushalt der Region und gefährdet so die wichtigste Lebensgrundlage der Bevölkerung.
36:53Denn das frei verfügbare Wasser wird immer weniger.
37:00Am Rand des Salars, im Dorf Tokonao, wird schon seit Jahrhunderten Wein angebaut.
37:07Der indigene Winzer Wilfredo Cruz erklärt, welche Herausforderung der Wüstenboden mit sich bringt.
37:16Der Sand ist wie ein Sieb. Man gießt und das Wasser versickert sofort. Darum geht die Wurzel nach unten und
37:23nicht seitwärts.
37:25Weinanbau in der Wüste, das ist echt außergewöhnlich. Wo kommt das ganze Wasser her?
37:30Es kommt aus den Anden.
37:36Die Weinreben werden mit Schmelzwasser von den umliegenden Vulkanen bewässert.
37:41Schnee, der hier immer seltener fällt, formt beim Abfließen enge Schluchten.
37:48In einer davon liegt Tokonao.
37:55Ein Staudamm speichert das Wasser, das über ein ausgeklügeltes Kanalsystem an 250 Bauern verteilt wird.
38:03Jeder erhält Wasser nach einer festen Zuteilung.
38:09Alle 25 Tage bin ich an der Reihe. Ich nehme das Tor heraus, stelle es hier hin und mache sie
38:19voll.
38:20Mit 35 Litern pro Sekunde werden die Becken von Wilfredo Cruz innerhalb weniger Stunden gefüllt.
38:28Über ein Schlauchsystem gelangt es in den Weinberg. Vier Liter stehen jeder Pflanze am Tag zu.
38:37Wir können mit diesen modernen Bewässerungssystemen große Mengen an Trauben produzieren.
38:42Aber hier in der Atacama-Wüste haben wir immer weniger Wasser.
38:46Meinst du, dass es was mit dem Bergbau zu tun hat?
38:49Also wenn das Wasser aus dem Gebirge kommt, dann versickern die Ströme umso stärker, je größer das Defizit im Salar
38:55ist.
39:00Wenn es unten voll wäre, würde oben nicht so viel versickern.
39:03Aber wir können unsere Theorie nicht beweisen. Wir haben keine Studien.
39:09Ein Volk ohne Wasser ist ein totes Volk.
39:14Um die 11.000 Jahre siedeln Menschen bereits in der Atacama-Wüste.
39:19Sie haben sich den widrigen Umständen angepasst und gelernt, mit dem wenigen Wasser vorsichtig umzugehen.
39:25Heute greift hier die Moderne nach einem Rohstoff, der immer wichtiger wird und droht das fragile Gleichgewicht vor Ort unwiederbringlich
39:34zu zerstören.
39:35So greift der Mensch immer wieder in die Natur ein.
39:39Auch im Nationalpark Villarica in Chile, 2000 Kilometer von der Atacama-Wüste entfernt.
39:49Viele Orts stehen nur noch kleine Baumgruppen, wo einst dichte Wälder die Hänge bedeckten.
39:56Die kahle Landschaft kann sich kaum noch selbst erhalten.
40:06Abgebrannte Wälder hinterlassen instabile Hänge, die schnell erodieren.
40:18Die meisten Waldbrände entstehen nicht durch Vulkane, sondern sind zu 99 Prozent menschengemacht.
40:24Durch Brandrodung, fahrlässige oder auch gezielte Brandstiftung.
40:33Jedes Jahr stehen in Chile große Waldflächen in Flammen.
40:39Die Brände bedrohen die seltene Andentanne.
40:43Die Araucarie hat in über 200 Millionen Jahren viele natürliche Katastrophen überdauert und ist älter als die Anden selbst.
40:57Über Jahrmillionen hat die Araucarie besonders den vulkanischen, oft lockeren Böden Struktur und Halt gegeben.
41:05Ihre Wurzeln verankern den Baum selbst an steilen Hängen.
41:10Und durchziehen den Boden wie ein Netzwerk, was verhindert, dass Erde bei Starkregen abrutscht.
41:20Diese schützende Funktion der Bäume wollen die Menschen in Chile nutzen und die Anden mit Araucarien wieder aufforsten.
41:31Wobei ihnen auch die Tiere des Waldes helfen.
41:36Allen voran der Magellanspecht.
41:39Mit seinem meißelartigen Schnabel entfernt er Insektenlarven aus der Rinde und hält die Bäume so gesund.
41:47So verkörpert der kleine Vogel all das, was Alexander von Humboldt in den Anden erkannte.
41:55Die Natur ist ein Netzwerk.
41:57Alles bedingt sich gegenseitig.
42:03Die Kräfte der Atmosphäre gestalten die Anden seit Jahrmillionen gemeinsam.
42:09Sturm und Regen lassen Gletscher wachsen.
42:14Wasser gräbt tiefe Schluchten.
42:20Und schafft in den trockenen Höhen Oasen des Lebens.
42:26Und selbst dort, wo Wasser knapp ist, hat sich das Leben angepasst.
42:31Die Anden zeigen uns, dass alles mit allem verbunden ist.
42:37Die hoch aufragenden Anden beeinflussen das Klima.
42:41Andersherum formen die Kräfte der Atmosphäre die unterschiedlichsten Landschaften.
42:47Es ist ein ewiges Zusammenspiel der Kräfte.
42:50Das führt uns das längste Gebirge der Welt in all seinen Facetten vor Augen.
42:56Tschüss.
42:56Die Kräfte der Atmosphäre
43:01der Atmosphäre
43:28Transcription by CastingWords
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