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Kann Mann Feminist Sein
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00:09How do you sit as a feminist?
00:12I would say that.
00:13If your knees are in your knees, or your knees,
00:16if it's too wide-bein,
00:18then take no room from other people.
00:21Okay, that's what I mean.
00:32Feminismus ist ja gerade ganz schön in Mode.
00:35Und gar keine Frage,
00:36es ist noch viel Luft bei der Gleichstellung der Geschlechter.
00:38Deswegen will ich heute herausfinden,
00:40kann man Feminist werden oder anders?
00:43Wann trage ich dieses T-Shirt zurecht?
00:47Meine erste Station, Freiburg.
00:49Hier tritt heute der Feminist auf.
00:57Feminismus.
00:58Es ist schon irgendwie...
01:00Ich glaube, viele MĂ€nner wissen gar nicht,
01:01was das ĂŒberhaupt bedeutet.
01:02Ich glaube, wenn man so einen Micha aus Balingen fragen wĂŒrde,
01:05was ist Feminismus,
01:08wĂŒrde der halt sagen, ha nervig.
01:11Andreas, kann ein Mann Feminist sein?
01:16Also ich glaube,
01:17man sollte auf jeden Fall nicht beim T-Shirt anfangen,
01:19sondern beim Verhalten.
01:21Was heiĂt das?
01:22Also ich glaube,
01:22man muss erst mal anfangen,
01:24sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
01:26Und wenn man sagt,
01:27Gleichberechtigung ist das Ziel,
01:30rauszufinden,
01:30wo ist die Ungleichberechtigung.
01:32Und ich glaube,
01:32das ist auch schon ein Anhaltspunkt.
01:34Die Ungleichberechtigung ist halt eher bei den Frauen.
01:37Es passieren auch gute Sachen.
01:39Inzwischen wurden ja die Steuern auf Periodenartikel gesenkt.
01:42Habt ihr mitbekommen?
01:43Steuersenkung, ja.
01:44Aber dann gibt es ja auch wieder irgend so einen Micha,
01:46der glaubt,
01:47der kommt deswegen zu kurz.
01:49Ja, da meinst du,
01:50Moment,
01:51aber was ist denn dann mit mir?
01:52Was ist denn dann mit Rasierzeug?
01:56Sag ich, beruhige dich Micha.
01:59Hattest du schon mal eine Situation,
02:00wo in der Stadt unterwegs warst?
02:11Oh, Bartwuchs.
02:14Viel zu frĂŒh diesen Monat.
02:20Du Stefan, hast du was zum Rumwickler vielleicht?
02:24Das passiert nicht.
02:27Feminismus ist kein MĂ€nnerhass,
02:30sondern auch nicht, dass Frauen Vorteile bekommen,
02:33sondern gleiche Rechte.
02:37Also, ganz wichtig, öfter mal die Perspektive der Frauen einnehmen und zuhören, was sie zu sagen haben.
02:43Denn irgendwie gibt es da immer noch eine verzerrte Wahrnehmung zwischen den Geschlechtern.
02:4849 Prozent der Bevölkerung denken, in Deutschland sei schon genug fĂŒr die Gleichstellung getan.
02:53Allerdings finden das 60 Prozent der MĂ€nner, bei den Frauen gerade mal 38 Prozent.
03:03Wo sind denn noch offene Baustellen bei der Gleichberechtigung?
03:06Das frage ich hier in Augsburg bei Lisa FrĂŒhbeiĂ.
03:11Sie ist Comiczeichnerin und Feministin.
03:16Meine Frau hat mir ihren Comic Busengewunder in die Hand gedrĂŒckt,
03:20damit ich mal kapiere, womit Frauen sich so beschĂ€ftigen mĂŒssen.
03:27Also, so schlimm ist es ja jetzt auch nicht.
03:35Okay, nenn mir eine weibliche Hauptfigur in den Medien, die mir ein Vorbild sein könnte.
03:41Ich will aber keine, die sich immer die Haare kÀmmt.
03:45Ah, Prinz.
03:46Oder bei der der Busen rausfÀllt, weil der Charakterdesigner zu viele Pornos geschaut hat.
03:52Busenwunderwoman.
03:53Juhu.
03:55Genau.
03:56Busenwunder, ich seh schon.
03:59Also, ich muss ja hier auf jeden Fall ein bisschen lachen.
04:01Da musst du.
04:01Marple, richtig?
04:02Ja.
04:03Und aber Anlehnung an Super Mario Kart.
04:06Weil ...
04:06Die einzige Frau bei Mario Kart fÀhrt schlecht und kichert die ganze Zeit nervig.
04:14Deswegen will die niemand fahren.
04:15In der Episode denke ich lange nach, wo eine Frau schlau, nicht sexualisiert und auch noch sympathisch und ein bisschen
04:23witzig und cool ist.
04:24Und dann fÀllt mir halt da nur Miss Marple ein.
04:27Okay.
04:28Und jetzt?
04:29Wer wĂŒrde dir jetzt noch einfallen?
04:33Gib mir eine Stunde zum Nachdenken.
04:35Du musst es nachdenken.
04:36Man mĂŒsste nachdenken, ja.
04:37Du musst es nachdenken.
04:37Oder?
04:38Also, wenn ich MĂ€nner frage, haben die gleich irgendwen.
04:40Oder die sagen, ich brauche keine Vorbilder.
04:42Weil sie so viele haben, dass es eigentlich kein Thema ist.
04:45Und?
04:46Sie haben gedacht, das sei ein mÀnnliches Bein, oder?
04:49Ist aber meins.
04:51Und jetzt dachten sie gerade ...
04:54Ih!
04:56Was hoffst du dir denn, was ich jetzt davon mitnehme, wenn ich das lese, jetzt aus der Perspektive eines Mannes?
05:00Ich will einen Blick erstmal fĂŒr die Problematik schĂ€rfen im Comic.
05:04Auch in unserem sehr fortschrittlichen Deutschland gibt es halt so viele kleine Mini-Sachen jeden Tag.
05:11Zu verstehen, wie anstrengend das ist, ich glaube, das ist schon, da ist ganz viel gewonnen.
05:26Also, was bei mir beim Lesen sehr hÀngengeblieben ist, ist die Geschichte der Tausch.
05:30Das ist ja so eine Art Gedankenmodell, wie die Welt auch sein könnte.
05:33Also, in der Geschichte gibt es pro Monat ein Spermium im Mann, das so unter Schmerzen geboren wird, sozusagen.
05:42Und die Frauen haben Millionen von Eiern zur VerfĂŒgung, die sie einfach so verschmeiĂen können.
05:50Das nicht benutzte Spermium geht unter groĂen Samenabgangsbeschwerden mit sehr viel Blut ab.
05:57In zwei Wochen wieder lieber kuscheln.
06:01Und die Wissenschaftlerinnen belegen, wegen der groĂen Vielfalt an Eiern sind Frauen nicht zur Monogamie fĂ€hig.
06:08Es war einfach nur eine Spielerei, gedanklich, um so eine Körperlichkeit prÀsent zu machen in einem mÀnnlichen Körper, die auch
06:18verfÀllt.
06:19Also, mit 40 hört das dann natĂŒrlich auf, die sind dann weg.
06:23Mit 50 dann Hormonstörungen, Hitzewallungen und Instant-Glatze.
06:32TatsÀchlich reagieren auf den Comic die MÀnner wahnsinnig stark, weil sie sagen, oh Gott, die Panik, wenn ich diesen Comic
06:39lese.
06:40Und Frauen sind so, hahaha, ja.
06:41Kann ein Mann Feminist sein?
06:45Das hoffe ich doch sehr.
06:47Warum?
06:48Wenn die HĂ€lfte nicht mitmacht bei einem Kampf nach Gleichberechtigung, klappt's nicht, oder?
06:57Und dann lerne ich noch, wie sich Comic-BrĂŒste unterscheiden. So zeichnen sie MĂ€nner.
07:02Erstens riesige GröĂen, ne, geht's oft um so gigantische Ausschnitte. Oder sie stehen so nach vorne. Oft nackt, ne? Völlig
07:15klar.
07:16Die meiste Zeit fast nackt. Und bei Frauen habe ich eben gefunden, dass die Busen oft nackt sind. So zwei
07:23Striche sind, ne? Einfach nicht so wichtig.
07:28Der Sexist. Ich finde das so interessant, was wir denken, wie ein Sexist ausschaut.
07:33Dann stellen wir uns so einen Typen vor, der hat so einen Hut auf und so einen Trenchcoat an, ja.
07:36Und dann geht der dir so in der Stadt hinterher und ist so sehr erkennbar.
07:40Aber Sexismus ist so allgegenwĂ€rtig, ne? Und die Leute, die sexistisch sind, sind ĂŒberall und Nachbarn und jedermann.
07:51Und ich glaube, darum geht's mir einen Schritt weit auch.
07:53Das bestĂ€tigen mir auch Freundinnen und meine Frau. Dumme SprĂŒche von Kollegen.
07:59Angegrabscht werden im Club. So was haben fast alle schon mal erlebt.
08:03Aber schnell werden aus kleinen GrenzĂŒberschreitungen handfeste Ăbergriffe.
08:09Zwei von drei Frauen wurden in ihrem Leben schon sexuell belÀstigt.
08:13133.000 Frauen wurden letztes Jahr aktenkundig Opfer von Gewalt.
08:18Und 155 von ihnen wurden von ihrem Ex oder Partner getötet.
08:24Es gibt also so einiges zu besprechen. Hier in Berlin beim PrÀventionstag Frauen und Gewalt.
08:31Wenn sie nicht gut genug gewischt hat, reiĂt er ihr an den Haaren.
08:34Wenn das Baby zu lange wach war oder zu viel schreit, beschimpft er sie und schlieĂt sie in das Schlafzimmer,
08:41um seine Ruhe zu haben.
08:42Als sie einmal das falsche Essen zubereitet, bricht er ihr das Thasenbein.
08:47Was lĂ€uft da schief, dass wir 2024 immer noch ĂŒber solche Dinge sprechen mĂŒssen?
08:55Ich bin hier mit Christoph May verabredet, der von sich selbst sagt, er habe 30 Jahre in einer mÀnnlichen Bubble
09:02gelebt.
09:02Heute betreibt er mit seiner Frau das Institut fĂŒr kritische MĂ€nnlichkeitsforschung, hĂ€lt VortrĂ€ge und gibt Workshops.
09:09Was steht hier auf deinem T-Shirt?
09:12Feminist, extremist, to believe men and women should be treated the same.
09:15Also du willst ein extremer Feminist werden sogar.
09:17Und bist du schon Feminist? WĂŒrdest du dich selbst als Feminist betrechnen?
09:20Auf gar keinen. Zu meinem jetzigen Zeitpunkt wĂŒrde ich nicht sagen, dass ich Feminist bin.
09:25Weil du das GefĂŒhl hast, du musst noch ein bisschen mehr drĂŒber lernen.
09:30Zum Beispiel, was das eigentlich genau ist. Toxische MĂ€nnlichkeit.
09:36Und die Medien, Gesellschaft und wahrscheinlich auch ich sie immer wieder reproduzieren.
09:42Hier ein Beispiel aus der internationalen Politik. Das ist der sogenannte CEO-Lunch.
09:46Ihr erinnert euch vielleicht auf der Sicherheitskonferenz im Februar vor zwei Jahren in MĂŒnchen.
09:51Da waren ausschlieĂlich die berĂŒhmten alten weiĂen MĂ€nner anwesend und keiner hat es gemerkt.
09:55Keinem ist es aufgefallen, dass hier irgendwie die HÀlfte der Gesellschaft nicht teilnehmen darf, ausgeschlossen wird, nicht reprÀsentiert ist.
10:02So unsichtbar ist das fĂŒr MĂ€nner. Das ist so selbstverstĂ€ndlich fĂŒr uns.
10:05Wir sind es so gewohnt, da in MĂ€nnerrunden aufzuwachsen. Wir stellen das nicht in Frage.
10:09Ein Zitat von Virginia Woolf.
10:10MĂ€nner nehmen die Welt nicht wahr, weil sie selber glauben, sie seien die Welt.
10:14Nach 6000 Jahren Patriarchat können die meisten MÀnner nicht mehr zwischen der menschlichen und der mÀnnlichen Sicht auf die Welt
10:19unterscheiden.
10:19Sprich, wenn ich als Mann kein Problem erkennen kann, dann haben auch alle anderen keine Probleme.
10:24Steffen, wir mĂŒssen bei deinen Privilegien sprechen.
10:27Kannst du ein paar Privilegien aufzÀhlen?
10:29Fallen dir welche ein, von denen du merkst, du profitierst dir davon?
10:31Ich habe grundsĂ€tzlich das GefĂŒhl, dass ich allein schon durch meine Anatomie und mein Aussehen einfach durchs Leben gekommen bin.
10:37Also groĂ, Mann, weiĂ. So Sachen habe ich auf jeden Fall auf dem Schirm, dass ich da immer Vorteile hatte.
10:43Wenn es um Auftreten geht und wahrgenommen zu werden und so was, dass ich da nie Stress mit hatte.
10:48Oder warum ist das wichtig?
10:50Weil ich merke, dass wenn ich MĂ€nner das frage, dass MĂ€nner eigentlich nicht wissen, was ihre Privilegien sind, weil es
10:56fĂŒr die meisten MĂ€nner sehr, sehr unsichtbar ist.
10:58Es gibt eine gute Workclub-Methode, um Privilegien im Raum sichtbar zu machen, von Jackson Katz aus Amerika, ein Aktivist,
11:03der MĂ€nner und Frauen in seinen Seminaren zum Beispiel immer fragt, was die denn alles so unternehmen, um sexuelle Ăbergriffe
11:09zu verhindern.
11:09Und die MĂ€nner antworten immer das Gleiche, hier links oben zu sehen, noch nie darĂŒber nachgedacht, keine Ahnung, wĂ€hrend die
11:14Frauen und MĂ€dchen anfangen zu sprudeln.
11:16Also fĂŒr die gehört es zum Alltag dazu, SchlĂŒssel, Pfefferspray, Gift bereit zu haben, nachts nicht joggen gehen zu können,
11:26die GetrÀnke im Club nicht unbeobachtet lassen zu können, nur in Gruppen ausgehen zu können, immer ein Handy dabei zu
11:31haben, viele, viele Dinge mehr.
11:33Und er berichtet, und die Erfahrung mache ich auch, wenn ich das Spielchen hier treibe, dass die MĂ€nner im Raum
11:38dann ganz still werden und fassungslos sind,
11:42weil sie von dieser sexistischen LebensrealitĂ€t ihre eigenen Partnerinnen, ihre eigenen MĂŒtter, ihre eigenen Töchter noch nie gehört haben.
11:49Okay, ich weiĂ jetzt, dass ich privilegiert bin, weil ich mir ĂŒber vieles gar keine Gedanken machen muss. Aber was
11:55ist jetzt mein nÀchster Schritt auf dem Weg zum Feministen?
11:57Na ja, dass du dir dieser Dinge bewusst wirst und dann darauf achtest, dass in deinem Arbeits- und Beziehungsalltag,
12:04Lebensalltag,
12:05du diese Privilegien nicht fĂŒr dich nur, also nicht ausnutzt und nicht ausspielst gegen andere,
12:11sondern die nutzt, um andere teilhaben zu lassen und mit einzubeziehen und die zu supporten.
12:19Sich mit seinen Privilegien fĂŒr die EinsĂ€tzen, die Hilfe brauchen, das macht Jörg GrĂŒbert.
12:24Ich treffe ihn in BĂŒlertal im Schwarzwald.
12:31FrĂŒher war er hier Förster. Dann, mit ĂŒber 60, beginnt er, sich gegen Prostitution zu engagieren
12:38und wird MitbegrĂŒnder und Vorsitzender des Netzwerks Zero Macho Deutschland.
12:44Das ist ihr Manifest.
12:48MĂ€nner sagen Nein zur Prostitution. Ist Prostitution ein Mannesrecht? Ganz sicher nicht.
12:53Eine Freiheit der Frauen in der sexuellen Selbstentwicklung, eine unvermeidliche Erscheinung,
13:00da die ununterdrĂŒckbaren BedĂŒrfnisse der MĂ€nner befriedigt werden mĂŒssen.
13:04Und dann ist es sehr gut hier eben geschrieben, Prostitution nicht mit uns, nicht mit unserem Namen.
13:09Nein zu diesem Markt des Elends, der die Verletzbarsten dazu treibt, ihren Mund oder ihre Vagina zu vermieten.
13:15Nein, da geht mir dann das Herz, dann ist recht auf.
13:19Nein zu der Machokultur, die die SexualitĂ€t dazu benutzt, andere zu dominieren und zu entwĂŒrdigen.
13:24Nein zu Bordellen, selbst staatlich anerkennenden, wo es versklavte und von ZuhÀltern ausgebeutete Frauen
13:30zum Dienst der MĂ€nner eingepfercht werden.
13:32Und das wird immer wieder auch von den VerbÀnden bestritten, die die sexuellen Dienstleistungen eher vertreten.
13:39Aber das ist die Minderheit, die einigermaĂen selbstbestimmt da unterwegs sind.
13:46Knapp 30.000 Prostituierte sind in Deutschland offiziell angemeldet.
13:50Die Dunkelziffer der Sexarbeiterin wird aber auf rund 250.000 geschÀtzt.
13:58Wir haben ein Dunkelfeld, an das wir nicht rankommen, weil eben die Frauen, auch wenn sie unter Zwang sind,
14:05lieber aus Angst behaupten, sie sind freiwillig hier und machen das alles freiwillig.
14:09Jetzt ist es aber erstmal originÀr ein Problem der Frauen, die darunter leiden.
14:14Warum sollten wir als MĂ€nner uns dann ĂŒberhaupt damit beschĂ€ftigen? Das ist ja nicht unser Problem.
14:18Es ist unser Problem, weil wir die TĂ€ter sind.
14:22Und spannenderweise ist es aber tatsÀchlich so, dass MÀnner sich da insgesamt raushalten.
14:28Diejenigen, die nichts damit zu tun haben, wollen auch nichts damit zu tun haben.
14:32Die wissen nichts davon und auch die SelbstverstÀndlichkeit, mit der die MÀnner als Freier unterwegs sind,
14:38dass sie sagen, sobald ich da Geld hingebe, darf ich machen, was ich will.
14:42Und dieses UnverstĂ€ndnis, dass das erfĂŒllte SexualitĂ€t sein kann.
14:48Weil um das geht es ja, bei der Gleichberechtigung geht es ja um erfĂŒllte SexualitĂ€t,
14:52dass beide Partner was davon haben und letztlich auch SpaĂ dran haben.
14:57Und bei der Prostitution ist es in der Regel so, dass der Mann seinen SpaĂ hat und die Frau,
15:03wie heiĂt der Spruch so schön, du kommst und ich gehe kaputt.
15:09Aber woher kommt es, dass MĂ€nner Frauen wie Objekte behandeln und diese verquere Vorstellung von gutem Sex haben?
15:16Jörg HĂŒbert hat einen ziemlich plausiblen Verdacht.
15:19Wenn irgendwie eine neue sexuelle Praktik in Pornos gezeigt wird,
15:27kriegen die eine Woche spÀter mit in den Bordellen, dass da die Freier kommen und sagen,
15:31ich möchte es mit entsprechend durchspielen.
15:33Und das hÀngt miteinander zusammen.
15:36Und dieses Bollwerk aufzubrechen, mĂŒssen wir versuchen.
15:42Ein Bollwerk, das bis heute viele gar nicht in Frage stellen.
15:49WĂŒrdest du dich selbst als Feministin bezeichnen?
15:52Ja, schon auf jeden Fall. Es gibt leider zu wenig, sonst wÀren wir schon viel weiter weg vom Patriarchat.
15:59Aber ich bin davon ĂŒberzeugt, dass auch ein Mann Feminist sein kann.
16:03Der Mann ist keine Feministin, er ist Feminist.
16:05So sieht es aus.
16:06Ja, genau.
16:07Beim Sex, Kauf und in Pornos werden die extremen AuswĂŒchse des Patriarchats deutlich.
16:12Aber es beginnt ja schon vorher.
16:13Wenn immer und immer wieder Klischees bedient und damit verfestigt werden.
16:18Oder woran liegt es sonst, dass mich ein Mann in dieser Pose irritieren wĂŒrde?
16:21Eine Frau aber kein bisschen.
16:27Um die Inszenierung von Weiblichkeit geht es auch bei Justina Köker.
16:31Sie verbindet Kunst und Feminismus.
16:33Ihr geht es um den selbstbestimmten Umgang mit dem Körper und der SexualitÀt.
16:38Ich weiĂ nicht, das ist einfach eine Moschee, das ist ja gut.
16:41Das ist eine Moschee offensichtlich.
16:41Und gibt es besondere Gelegenheiten, zu denen du den trÀgst?
16:44Ja, in die Oper.
16:45In die Oper.
16:46Ja, so ein bisschen nach vorne.
16:47Wenn man ein Schicksal muss.
16:48Und BrĂŒste benutze ich sehr gerne.
16:51Unser Ziel sollte sein, verkrustete Geschlechterrollen aufzubrechen.
16:54Und dafĂŒr mĂŒssen MĂ€nner und Frauen zusammenarbeiten.
16:59Ich persönlich finde wichtig, dass sich die MÀnner zum Feminismus bekennen.
17:03Weil die MĂ€nner auf der anderen Seite sozusagen sind.
17:08Aber die mĂŒssen das ja mittragen.
17:09Weil es geht ja nicht nur von einer Seite.
17:12Und das ist ja auch sehr nĂŒtzlich fĂŒr alle.
17:14Das entlastet ja auch die MĂ€nner in ihren Geschlechterrollen.
17:21Den Ist-Zustand hat sie inszeniert.
17:24Wenn Frauen im Alltag eh schon viel stemmen mĂŒssen,
17:28mĂŒssen sie dann wirklich auch noch sexy aussehen?
17:30Ihre High-Heel-Skulpturen bringen diesen Widerspruch genau auf den Punkt.
17:35Aber so die Erwartungshaltung, viel Last, aber trotzdem hĂŒbsch.
17:38Ja, trotzdem hĂŒbsch, ja.
17:42Also ich möchte ja Feminist werden.
17:45Das ist mein Ziel.
17:47Was wĂŒrdest du denn sagen, wann wĂ€re das fĂŒr dich erfĂŒllt,
17:51dass ich mich als Feminist bezeichnen kann?
17:53Zum Beispiel, wenn du selbstverstÀndlich deine Kinder zur Schule bringst
17:58und dann nachher abholst und dann nachher fĂŒr sie kochst.
18:01Aber ohne, um irgendwas dafĂŒr zu erwarten,
18:03einen besonderen Lob oder eine besondere WertschÀtzung,
18:07sondern dass du das einfach selbstverstÀndlich tust.
18:10Immer noch ist es so, wenn das der Mann macht,
18:13dann ist es was ganz Besonderes.
18:14Oh, der Mann, der...
18:15Der kriegt Applaus, ne?
18:16Oh, er ist mit den Kindern unterwegs, guck mal.
18:18Ja, genau, was fĂŒr ein toller Mann ist das denn.
18:19Aber wenn das die Frau macht, dann ist es selbstverstÀndlich.
18:22Sie macht das, aber sie geht auch noch arbeiten
18:24und macht noch viele andere Sachen.
18:27Und ich denke, als Feminist könntest du ein Rock tragen.
18:32Alles, was mich dem Feminismus nÀher bringt.
18:35Ja.
18:40Gut.
18:41Rock tragen ist nicht zwingend nötig, um Feminist zu werden,
18:45aber vermeintliche Gewissheiten in Frage zu stellen, auf jeden Fall.
18:49Die Ehe zum Beispiel.
18:53Ich bin selbst verheiratet.
18:55Aus Liebe und ein bisschen auch wegen der steuerlichen Vorteile.
18:59Und bis jetzt dachte ich, ich weiĂ, um was es bei der Ehe geht.
19:04Ist das dein Mann oder nur dein Freund?
19:10Also, wenn du jetzt schwanger bist, dann ist es wichtig, dass sie auch heiratet.
19:14Ich will meine Tochter endlich unter der Haube sehen.
19:20Ach, Hochzeiten sind so romantisch.
19:26Im Laufe der Jahre ist mir klar geworden, dass ich von Ehemann total abhÀngig war.
19:32Ich verdiene mehr als du.
19:34Das ergibt so einfach mehr Sinn.
19:38Und sie lebten glĂŒcklich bis an ihr Lebensende.
19:44Feministisches Theater, das entsteht hier in Stuttgart im Probenraum der Silent Ladies.
19:50Ja, also das ist unser Probenraum.
19:51Es ist unsere KĂŒche.
19:53Das ist unser Messer.
19:53Euer Messer.
19:54Spielt das eine tragende Rolle im StĂŒck?
19:57Im neuesten StĂŒck von Dawn Robinson und Luise Leschik geht es um das Thema Ehe.
20:01Ja, SpĂŒlmittel, Seife, wir haben alles, was die Hausfrau braucht.
20:04Ja.
20:05Was die Hausfrau braucht?
20:06Ja.
20:06Okay, ich höre schon erste Sachen raus.
20:08Und wir wollten so ein bisschen so einen kĂŒnstlichen Charakter, so eine kĂŒnstliche Welt kreieren.
20:14Dann haben wir noch einen KĂŒhlschrank, der lĂ€sst sich auch öffnen.
20:16Da ist auch was drin.
20:17Da ist auch was drin.
20:19Andere Seite.
20:20Genau.
20:23Laut einer Studie der London School of Economics sind unverheiratete, kinderlose Frauen die glĂŒcklichsten und gesĂŒndesten.
20:32Verheiratete Frauen mittleren Alters weisen jedoch ein erhöhtes Risiko fĂŒr körperliche und psychische Krankheiten.
20:38Erkrankungen auf.
20:40Guess what?
20:41Bei MĂ€nnern ist das genau umgekehrt.
20:44Interessant, oder?
20:48Wir gehen so ein bisschen auf das Traditionelle ein, dass die Ehe eigentlich eingefĂŒhrt wurde, um Frauen einen Status zu
20:56geben, ĂŒberhaupt in der Welt.
20:57Und das kommt schon aus einem extrem schlimmen, ungleichberechtigten VerhÀltnis, dass Frauen kein Geld verdienen konnten, kein Erbe antreten konnten.
21:07Und auch aus einer Schutzidee quasi, wenn eine Frau in dieser Form ist, dann ist sie geschĂŒtzt, weil dann hat
21:12sie ja einen Mann, dem sie zugehörig ist.
21:15Wenn sie alleine ist, ist sie nicht vollstÀndig und in Gefahr.
21:20Gut, das lebt jetzt ja nicht mehr jeder.
21:22Aber das ist der Ursprung der Ehe.
21:29Das ist das bĂŒrgerliche Gesetzbuch. Wir haben auch sehr viel in der Recherche im bĂŒrgerlichen Gesetzbuch gelesen.
21:45Und was ja auch interessant ist, dass ja immer diese Liebeskarte dann gespielt wird.
21:49Man macht das ja aus Liebe und man heiratet ja aus Liebe und so weiter.
21:54Und das da halt aber eigentlich, was da alles hinter steht.
21:57Die Person in einer Ehegemeinschaft, die weniger verdient, ist auf die, die auch zu Hause bleibt oder ihre Arbeitsstunden runterschraubt,
22:05sobald ein oder mehrere Kinder da sind.
22:07Das heiĂt, die Frau gibt dem Staat und dem Ehemann ihre Arbeitskraft umsonst kostenlos, gratis.
22:17Der Staat spart durch die Ehe Geld.
22:20Wer hat denn diese Gesetze gemacht?
22:24MĂ€nner.
22:25Genau. Und da merkt man halt, diese Interessen, die in diesen Gesetzen sind, sind von MĂ€nnern, nicht von Frauen.
22:33Aber jetzt mal fĂŒr mich als Mann in einer Ehe. Was wĂŒnscht ihr euch quasi von EhemĂ€nnern?
22:38Ich glaube einfach Sachen mehr wirklich besprechen, ausdiskutieren und drĂŒber reden.
22:43Weil ich glaube, es gibt ganz oft dieser automatische Mechanismus, oh Familie funktioniert so, die Frau bleibt zu Hause.
22:50Und das machen ja alle, das haben meine Eltern so gemacht, das funktioniert so, also mache ich das auch.
22:55Er zappt. Auch ich arbeite Vollzeit, meine Frau in Teilzeit. Als unsere Tochter geboren wurde, habe ich einfach mehr verdient.
23:02Damit sind wir nicht alleine. 62 Prozent der Paare in Westdeutschland mit Grundschulkindern leben dieses sogenannte Zuverdienermodell.
23:10Dabei finden es nur 42 Prozent ideal.
23:1418 Prozent wĂŒrden sich Erwerbs- und Sorgearbeit gerne gerecht aufteilen.
23:18TatsÀchlich tun das nur 3 Prozent.
23:22Aber heiĂt fĂŒr euch, ihr werdet auf keinen Fall heiraten?
23:27WeiĂ ich noch nicht. Mal gucken.
23:30Glaub nicht.
23:32Ich gehe stark davon aus, dass ihr euch als Feministinnen bezeichnen wĂŒrdet.
23:36Ja.
23:37Aber kann ein Mann Feminist sein?
23:40Auf jeden Fall.
23:41100 Prozent.
23:44Es ist immer wichtig, wie verhÀltst du dich, wenn keine Frauen anwesend sind?
23:50Also wenn du jetzt in so einer MĂ€nnerkonstellation bist und da gibt es irgendwelche sexistischen Witze oder so, lachst du
23:56einfach mit?
23:57Oder sagst du vielleicht, hey, nee, das ist sexistisch, das sollte man nicht machen?
24:02Ich habe auch schon viele MĂ€nner erlebt, die von sich irgendwie sagen, ja, ich bin Feminist, ich habe hier auch
24:07einen lackierten Fingernagel, so, ne?
24:11Aber dann in der Art und Weise, wie sie agieren oder wie sie halt mit mir umgehen, merke ich halt
24:17so, nee, das ist einfach eine Performance, die du hier gerade ablieferst, aber du hast es irgendwie noch nicht verstanden.
24:23Was macht denn einen echten Feministen eigentlich aus?
24:26Ich musste ĂŒber 40 Jahre alt werden, bevor ich mir diese Frage zum ersten Mal gestellt habe.
24:31Auch weil ich schlicht kein mÀnnliches Role Model hatte, das mir Gleichberechtigung vorgelebt hat.
24:37Jetzt möchte ich Vorbild fĂŒr meine beiden Söhne sein.
24:41Was kann ich ihnen mitgeben, damit sie es besser machen?
24:46Das hat sich auch Sheila Bechtschat gefragt.
24:48Und ihre Gedanken in einem StreitgesprÀch mit sich selbst festgehalten.
24:52Söhne groĂziehen als Feministin.
24:55Ich treffe sie in einem Berliner Kinderparadies, in dem die Spielzeugindustrie ganz klar mit rosa und hellblau labelt, womit MĂ€nnlein
25:03und Weiblein zu spielen haben.
25:05WĂ€hrend wir uns ĂŒberlegen, wie man Geschlechterrollen neu denken könnte.
25:09Absurd.
25:10Das ist nĂ€mlich interessant, dass die Kinder dann doch dahin rennen, fĂŒr das, was fĂŒr sie auch gemacht ist.
25:17Also das fand ich bei meinen Jungs auch sehr erstaunlich.
25:19Bei uns war das ja so, wir hatten gar kein Auto.
25:22Ich kenne mich mit Autos und ich ĂŒberhaupt nicht aus.
25:23Niemand in meiner Familie ist autobegeistert.
25:26Und mein erster Sohn konnte mit anderthalb alle Automarken.
25:40Du schilderst in deinem Buch so eine Szene in einem Spielzeugladen, nicht hier, aber da gab es einen Aha-Moment
25:46bei dir. Kann das sein?
25:47Wir sind in diesen Laden reingekommen. Meine Jungs haben sich total darauf gefreut, sind mit sehr viel Energie und ich
25:53meine, wenn man das hier sieht, kann man das total verstehen.
25:56Die groĂe Freude und wurden dann eigentlich von dem ersten Moment so sehr, sehr, sehr ins Visier genommen.
26:03Und das war im Grunde genommen wurde suggeriert, die machen ja alles kaputt, die sind zu laut.
26:07Und daraus habe ich dann natĂŒrlich angefangen, mir anzugucken, wie reagiert die Gesellschaft eigentlich auf meine Söhne.
26:13Und als Frau kann ich es sehr, sehr gut nachvollziehen.
26:16Und hÀtte ich wahrscheinlich, bevor ich Söhne bekommen habe, auch so vertreten.
26:20Nur dann, wenn man dann eben diese zwei Söhne hat, wenn man sieht, was es eigentlich fĂŒr liebenswĂŒrdige Menschen sind,
26:26dann ist es natĂŒrlich wahnsinnig ungerecht, dass wir so mit ihnen umgehen.
26:29Und vielleicht, vielleicht auch gefÀhrlich, weil es gibt ja schon diese Idee dieser self-fulfilling prophecy.
26:37Sprich, wenn wir Jungs unterstellen, toxisch zu sein, dann verhalten sie sich vielleicht auch dementsprechend. Im Grunde ein Teufelskreis.
26:46Und gerade bei Jungs habe ich das GefĂŒhl, wir haben ganz viele Ideen, was die nicht machen sollen, nicht sein
26:51sollen, nicht sagen sollen.
26:53Aber was sollen sie denn sagen und machen und sein?
26:56Also wenn wir alle Superhelden toxisch finden, wenn wir nicht mehr wollen, dass es weiĂe, blonde Helden gibt,
27:04dann muss man aber trotzdem fĂŒr weiĂe, blonde Jungs, die meine Kinder zum Beispiel sind, einen Entwurf dafĂŒr geben, was
27:10sie sein können.
27:12Das ist traurig, aber wahr.
27:14Wenn wir kein positives Vorbild von MĂ€nnlichkeit anbieten, dann tun es andere.
27:24Und wissen, dass sie eigentlich nicht gewinnen wollen. Frauen wollen sie gewinnen.
27:27MĂ€nner sollten keine GefĂŒhle von SchwĂ€che zeigen.
27:30Echte MĂ€nner sind Patrioten. Dann klappt es auch mit der Freude.
27:33Die politischen Ansichten von jungen Frauen und MĂ€nnern gehen immer weiter auseinander.
27:37MĂ€nner werden konservativer, Frauen liberaler.
27:40Wie kann ich meinen Söhnen ein modernes MÀnnerbild vorleben, wenn ich selbst noch auf der Suche bin?
27:45Was kann ich tun, damit sie nicht in vermeintlich einfache Rollenbilder aus der Steinzeit zurĂŒckfallen?
27:49Versuch es doch trotzdem mal fĂŒr mich runterzubrechen, wie ich das im Alltag auch umgesetzt bekomme.
27:54Was fĂŒr mich fehlt, auch ganz im Alltag, ist das GesprĂ€ch darĂŒber, wie schwer Dinge auch manchmal fallen.
28:01Also zum Beispiel selbst diese Fragen, die du dir stellst als Mann, wie bin ich jetzt ein Vorbild?
28:06Und in was fĂŒr Situationen du dir diese Fragen stellst, das alleine zu artikulieren.
28:11Und zu artikulieren, wie schwer es ist und dass du selber auch eigentlich danach suchst.
28:15Versuch mal zu beschreiben, was du dir wĂŒnschst, wie deine Söhne in 15 Jahren durchs Leben gehen.
28:21Mein Vater kommt ja aus dem Iran und gerade was das angeht, waren ja die letzten zwei Jahre so wahnsinnig
28:28interessant,
28:30weil diese Frauen, die im Iran aufgestanden sind gegen die Gewalt, haben ja sehr wichtige Allies bekommen plötzlich und das
28:38waren die MĂ€nner.
28:39Und die MĂ€nner wirklich an ihre Seite getreten sind und verstanden haben, dass diese Gewalt eine strukturelle Ausformung eines Systems
28:46ist, das ihnen allen schadet.
28:47Und das in einer patriarchalen Gesellschaft. Und ich wĂŒnsche mir dann wirklich fĂŒr meine Söhne, dass, wenn wir in 15
28:55Jahren zurĂŒckblicken,
28:56dass es diesen Moment natĂŒrlich auch mal in Deutschland gegeben hat, wo tatsĂ€chlich die MĂ€nner sich wirklich den Frauen angeschlossen
29:02haben und verstanden haben,
29:04dass das wirklich ein gemeinsames Projekt ist.
29:07Wir kommen immer wieder an diesen Punkt, dass nur weil es Feminismus heiĂt, heiĂt es nicht, dass es eine Frauensache
29:11ist.
29:12Absolut, ja, absolut.
29:15Und mit dieser Vision einer Gesellschaft, in der sich MĂ€nner und Frauen gemeinsam fĂŒr Gleichberechtigung einsetzen, endet meine Recherche fĂŒrs
29:22Erste.
29:23Was habe ich gelernt? Dass es nicht reicht, sich ein T-Shirt anzuziehen und vor allem, dass meine Reise noch
29:29lange nicht vorbei ist.
29:30Ich werde vermutlich das Gender-Pay-Gap nicht schlieĂen können, ich werde auch die Prostitution nicht abschaffen können oder die
29:35Care-Arbeit bezahlen.
29:36Aber ich kann sehr wohl dafĂŒr sorgen, dass sich Menschen in meinem Umfeld beachtet, respektiert und sicher fĂŒhlen.
29:44Und ich glaube, das können wir alle.
29:47Und ganz wichtig, lest BĂŒcher von Autorinnen, schaut Filme von Frauen, sonst verpasst ihr was.
29:54Run.
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