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00:35There's not much space for people like me.
00:46In my first album I had a deal with Universal.
00:50I wanted to do nothing bad, but there was a lot about it.
00:54Cool, that's going to go on.
00:59There was a lot of money for a super beautiful video,
01:03where I look beautiful.
01:07And that all the relationships were always on a flirty Ebene.
01:11And not, how cool is she?
01:13What has she actually for cool ideas?
01:25Give me everything and more
01:34I am Naima Hossein.
01:39I am from Beruf Musikerin.
01:42And I live here in Berlin, Neukölln, with my 9-year-old son.
01:45And by all the whole world, come myself not behind me.
01:50I work in many different areas.
01:53I play theater music.
01:54I play songs.
01:55I play many concerts.
01:57I work on a new album.
02:03I can too much louder.
02:10Viele find it incredibly moving to say,
02:13I live now as a musician or a musician.
02:16I grew up in a music family.
02:19For me was always so nice.
02:21I always thought about it in this category.
02:24My father brought me, when I was 12,
02:26how to produce music and produce on a computer program.
02:30How to arrange his own songs and create a world.
02:41I work with a great director of the music for Alice in Wonderland.
02:48She was here today.
02:50We tried it a bit and tried it.
02:57It's just like hip.
02:59I'm in my Karlsruhe-Staatstheater.
03:01I have a very wide way.
03:04I love it.
03:06I love it totally,
03:07but I want to go with a child
03:10and not always go through the whole country.
03:18So,
03:21it's just like self-awareness.
03:24It's just like self-awareness.
03:25It's very cultural,
03:27it's very commercial.
03:46And then it's just a very good work of the children's music project Pauken & Planeten.
03:56Dann hab ich ein Workshop-Format, das ich an der Jugendkunstschule manchmal anbiete,
04:00dann hatte ich teilweise noch SchülerInnen, dann mach ich eben diese Theaterproduktion.
04:04Ich muss manchmal selber mich anstrengen, nicht zu vergessen, was ich eigentlich alles mache, weil es ist relativ viel.
04:29Ich bin Malonda, ich bin Sängerin, Songwriterin, ich bin außerdem Aktivistin, positioniere mich als Schwarz und als Queer.
04:35Ich schreib ab und zu Kolumnen-Essays und hab ein eigenes Musical.
04:47Malonda ist mein Nachname und gleichzeitig mein Künstlerinname.
04:54Wie mach ich das dann?
04:58Das zu machen, was ich erstmal tue, ist für mich überlebensnotwendig tatsächlich.
05:03Ich hab sehr, sehr lange gebraucht, um das rauszufinden und dann auch schwierige Entscheidungen treffen müssen.
05:09Mach ich das jetzt wirklich so zu meinem Hauptding?
05:13Ich musste mich da schon vollumfänglich drauf einlassen mit allem, was dazu gehört und auch mit der Ungewissheit einfach mal
05:19zu springen und dann so einen, den Moment, wo man nicht weiß, geht's noch weiter nach vorne oder fällt man
05:25demnächst.
05:27Denn meiner Angst heut begegnet, sie kam auf mich zu im Park, als könnte sie es kaum erwarten, sie lacht
05:39mich an und sagt, da bist du ja.
05:41In meinen Songs geht es ja um meine Hoffnungen, Träume, Wünsche, Ängste und so im Privaten fällt es mir manchmal
05:53schwer, das alles auszudrücken und deswegen habe ich diese Kunstfigur erschaffen.
05:59So eine Malonda, die alles sagen kann, die grandios und zugleich sehr, sehr verletzlich sein kann, die mit großer Geste
06:10alle in den Arm nehmen kann und Geschichten erzählt.
06:31Heutzutage ist das Leben als Künstler anders. Wir müssen auf Social Media aktiv sein, auf unterschiedlichen Plattformen, das heißt, wir
06:40müssen unsere eigene PR tatsächlich machen, Content, Content, Content, irgendwie unterschiedliche Formate, dann auch irgendwie Merge und so weiter und
06:48so fort.
06:49Also wir sind schon echt irgendwie mit sehr, sehr viel anderem beschäftigt, was nicht mit dem Eigentlichen, nämlich dem Kreieren
06:59unserer Kunst zu tun hat.
07:01Das hier ist es mein seit heute überall.
07:05Sowohl meine EP als auch das Album waren tatsächlich geförderte Projekte, aber ein Teil von den Videos auch so selbst
07:11finanziert.
07:12Und deswegen ist es halt schon auch immer wieder so ein bisschen die Frage, wo kommt das Geld jetzt her.
07:23Ich bin im Wintergarten-Varieté zum Beispiel als Sängerin.
07:28Ich habe einen Dayjob, eine technische Assistenz bei einem deutschen Fernsehsender.
07:34Ich spiele meine Konzerte, ich gebe Workshops und Speeches, ich moderiere Sachen und ich schreibe.
07:51Sagen wir so, ich arbeite so viel, damit ich meine Kunst machen kann und je mehr ich davon leben kann,
07:58das so cooler ist das natürlich, aber es ist halt nicht garantiert.
08:06Ja, danke schön. Irgendwas ist runtergefallen, egal.
08:11Also mein Sohn ist neun Jahre alt und ich war ganz überrascht darüber, dass als er dann selbstständiger wurde, dass
08:18ich tatsächlich parallel dazu immer mehr Aufträge, Jobs oder Einladungen ins Ausland oder sonst was hatte.
08:24Irgendwie gab es dann eine ganz klare Parallele.
08:27Guck mal, jetzt habe ich nämlich unsere schlaue Soundliste gefunden.
08:31Bei den vielen Sachen, die ich mache, das ergibt sich ja immer aus Kontakten, aus frisch neu entwickelten Ideen und
08:38ja, da muss man irgendwie auch unterwegs sein und im Gespräch sein.
08:52Guck mal, sing mal im Kopf den Riffen.
08:56Ich war auf Tour, als mein Sohn noch so Baby war, also ich weiß nicht, eineinhalb oder so.
09:02Und dann bin ich halt so mit einem Stillbaby auf Tour gegangen und musste immer nach dem Soundcheck ins Hotel
09:07rennen, mein Kind stillen und wieder zum Auftritt rennen.
09:10Das war unglaublich aufwendig, das stand in keinem Verhältnis mehr.
09:14Ich musste sogar Hartz IV beantragen, also ich hatte sogar ein paar Jahre gar keinen Support, weil ich habe kein
09:20Geld in der Familie.
09:22Wie sollte das gehen?
09:25Aber es gibt mittlerweile tolle Initiativen, also meine Freundin Aline Kohn zum Beispiel, die ist super clever und gut engagiert.
09:33Sie sagt dann halt, wie kann es sein, dass es keine Förderung gibt für Frauen, die mit Kindern auf Tour
09:37gehen wollen.
09:38So, jetzt gibt es mittlerweile den Fördertopf für den Babysitter.
09:41So, ich sehe es.
09:46Wow, das ist ja wahnsinnig.
09:49Oder sind die beiden halt Metaphern für ein bestimmtes Machtverhältnis?
09:55Also ich frage mich natürlich schon, aus welcher Perspektive es geschrieben wird, ob ich die Schwarze Medusa bin oder ob
10:04ich sie quasi beschreibe wie eine Schwester.
10:08So, das beschreiben wie eine Schwester würde ich vielleicht auch interessant finden.
10:13Ne?
10:14Ich meine, die Medusa hat ja schon so Schlangenhaare.
10:18Die hat schon so Schlangenhaare.
10:20Könnte man sich jetzt schon vorstellen.
10:23Schwarze Menschen, wenn sie ihre natürlichen Haare tragen, dass sie dann irgendwie als unprofessionell oder vielleicht sogar auch gefährlich gelten
10:31irgendwie.
10:31Zum Beispiel finde ich das total gut, wenn ich jemanden habe, mit dem ich über Dinge gemeinsam nachdenken kann.
10:39Also so ihr Blick, der ihn erstaunen lässt, in den Band zieht und verhext. Die Angst sitzt tief, er ist
10:45entsetzt.
10:46Wirft einmal noch einen Blick auf sie, wird er gleich zu Stein. Steine können helfen, sich von Blicken zu befreien.
10:52Mhm.
10:54Das hatte ich schon mal besser, wo ich es noch eher in Du mir vorgestellt habe oder so.
11:05Ich bin groß geworden als schwarzes Mädchen in einem sehr weißen Umfeld und habe versucht, mich bestmöglich zu assimilieren.
11:18Also, leiser zu sprechen, bisschen gebücktere Haltung, mich ein bisschen klein machen.
11:25Ich glaube, was mir gefehlt hat als Kind war, in den Leuten, die groß und schön und erfolgreich sind, zu
11:36sehen, dass es jemand, das kann ich auch sein.
11:55Hey. Schön, dich zu sehen.
11:58Na?
12:00War eine lange Fahrt. Wie immer.
12:06Jetzt sind wir angekommen in dem wunderschönen Studio im Wald. Das ist auch genau der Ort, an dem wir hier
12:13immer arbeiten.
12:16Ich habe mich gefreut. Ich freue mich immer, wenn es Kaffee gibt.
12:20Yay, Kaffee!
12:25Vanya Slavin, der Produzent meiner Träume.
12:31Und Vanya ist mega gut ausgestattetes Studio mit allem Equipment und Instrumenten, was man braucht, um fantastische Musik aufzunehmen.
12:41Und da kommen sie immer alle hierher, die Künstler, zu dir.
12:45Wir treffen uns immer abends, alle paar Wochen hier und kochen irgendwie leckere Sachen und dann arbeiten wir bis morgens
12:55eigentlich im Studio und schreiben eigentlich jedes Mal einen Song oder zwei.
13:01Wir nehmen jetzt hier ein Musikalbum auf. Also, wir haben jetzt eigentlich schon zehn Songs aufgenommen und dann kommt auch
13:07noch alles andere, was dazu gehört.
13:15Ah, hab ich's?
13:18Ich steh am Leben
13:21Jetzt verändert sich ja sowieso alles. Also, es ist überhaupt fragwürdig, ob man noch Platten pressen sollte.
13:28Die meisten Leute kaufen einfach keine Platten mehr und man veröffentlicht auch ja eigentlich nur noch einzelne Songs deshalb.
13:34Also, das verändert sich jetzt gerade ja alles.
13:37Dass man dann sofort schon wieder eigentlich zurück.
13:40Dass es nicht so lang ist.
13:41Ja, das ist nur, und dann kann man später darauf.
13:43Und aber in dem Teil davor, bevor es in diesen, wo es so ein bisschen so instrumental wird, da finde
13:49ich könnte auch noch was passieren.
13:51Vielleicht könntest du da irgendwie noch eine kleine Sintfläche oder etwas rosa oder vielleicht einen kleinen Appetit.
14:00Es gibt eigentlich fast nichts, was einen mehr mit so spontaner Euphorie erfüllt, als wenn man einen Song fertig geschrieben
14:06hat.
14:07Ich stell mir vor, wie sie im warmen Wasser baden.
14:14Man hat eine coole Idee, einen coolen Satz oder eine schöne Melodie und irgendwie findet alles zusammen. Und in dem
14:20Moment, wo das irgendwie so einrastet, wie so ein Puzzle, erschafft man ja etwas Neues.
14:28Der Pool ist leer. Ich stehe im Wald. Meine Füße sind weit weg.
14:39Das ist geil, weird.
14:43Meinst du, wir schaffen das, in einer Woche jetzt wirklich alles richtig fertig zu schreiben und fertig zu organisieren?
14:49Ja, auf jeden Fall.
15:01Ich habe mir das vorgenommen, dass das mein Jahr wird. So eine Art definitiver Wendepunkt. Das Jahr, in dem ich
15:08mein Album rausbringe, es gab tolle Rezensionen.
15:11Und dann kommt die Festivalsaison und nichts passiert. Ich kriege nicht einen einzigen Gig. Das sind offensichtlich auch strukturelle Barrieren.
15:18Ich kenne das.
15:20Hier haben wir unsere Pästchen.
15:22Hast du gut hergefunden?
15:23Berlin findet man nirgends wo gut hin.
15:26Ja.
15:28Das letzte Mal, da war ja die Fragestellung, was mein queere schwarze Femm-Sein mit mir in diesem Musik-Business
15:39macht.
15:41Und das haben wir auch so ein bisschen gegen deine Erfahrungen auch nochmal gestellt.
15:47Ja, Erfolg. Das ist erstmal was total positiv besetztes. Das ist irgendwie eine gute Nachricht. Erfolg ist eine gute Nachricht.
15:52Frage nach der Kehrseite dessen wäre der nächste Schritt. Und aber auch, was hat es gekostet, diesen Erfolg, der sich
15:59ja dann meistens über irgendeine Form von Quantifizierbarkeit irgendwie bemisst.
16:02Also in Form von Klicks, Views, Shares, Likes, Slots, Sales.
16:06Weil wir müssen quasi immer noch erst beweisen, dass wir für die Bedürfnisse eines rezipierenden Publikums auch genau die richtigen
16:13sind.
16:14Und das wird halt umso schwerer, je mehr wir nicht den gängigen Vorstellungen von dem entsprechen, was denn als genehm
16:24irgendwie gilt.
16:25Ich kann das gar nicht richtig ausdrücken, aber...
16:28Weil das Absurde ist ja, weißt du, das Absurde ist ja, dass wir eigentlich in Jobs sitzen, die sich ganz
16:33viele Leute total erträumen.
16:34Schauspielerin, Sängerin, Model. Das ist ja auch mein Traumjob, sonst würde ich ja was anderes machen.
16:38So, weißt du, ich könnte andere Dinge machen, aber ich mache ja das.
16:40Und gleichzeitig stellt man fest, wie viele Haken da einfach auch, einen wirklich zurückhalten oder gegen den Strom schwimmen vielleicht.
16:46Ich möchte tatsächlich auch etwas in dieses Musikbusiness, in diese Musikindustrie hinein kommunizieren und sagen,
16:55hey, wir sind hier, wir wissen ganz genau, was wir wollen und ihr müsst uns tatsächlich auch zuhören.
17:00Das ist das, was ich auch will und worauf ich hinarbeite, ist halt, ich möchte auf den Bühnen in Deutschland
17:07stattfinden.
17:07That's all I want.
17:17Aber dein Leuchten kann alles überstehen Sollen die schwarzen Löcher doch zum Teufel gehen
17:26Aber ich, ich bin nicht on the run Weil man manchmal nicht mehr kann
17:54Eigentlich fing sozusagen meine Prägung als Musikerin schon vor meiner Geburt an, nämlich dass meine Eltern, meine beiden Onkels und
18:01meine Patentante zusammen eine Band hatten.
18:03Und dann, in diesem Zusammenhang sind meine Eltern dann zusammengekommen.
18:07Es war eine ziemlich, ziemlich wilde Zeit.
18:14Ich steh im Nebel
18:17Ich war die erste auch in meiner Familie, die Abi gemacht hat und studiert hat.
18:21Also es sind alles sehr, ja, wilde, chaotische Künstlersälen gewesen.
18:37Also ich bin ja 1983 in Essen geboren.
18:40Meine Mama ist Kongolesin, mein Papa ist Sudanese.
18:45Die waren aber nicht zusammen.
18:48Meine Mama kannte sich in Deutschland nicht aus, ganz allein.
18:52Als ich elf Monate alt war, hat sie über die Diakonie eine Frau gefunden, die hat dann nicht nur mich,
19:01sondern eben auch meine leibliche Mutter mit aufgenommen.
19:04Und so bin ich dann halt mit zwei Müttern aufgewachsen.
19:10Husseini, der Nachname, den habe ich von meinem Opa mütterlicherseits, der halb Albaner, halb Türke war.
19:17Aber meinen Vornamen, Naima, den habe ich nicht deshalb, sondern den habe ich, weil meine Eltern mich nach einem Jazzsong
19:23benannt haben.
19:25Ich habe im Schultheater gesungen, ich habe auf dem Abi-Ball gesungen und hatte eine Punkband.
19:34Und dann bin ich aber aus Essen weg und habe erstmal das Singen beiseite gelegt.
19:39Ich hatte erst VWL studiert, abgebrochen, habe ich Medienwirtschaft studiert, abgebrochen.
19:45Und ich habe mir da angefangen zu überlegen, was brauche ich denn, um wirklich glücklich zu sein.
19:52Und das war dann der Beginn einer längeren Reise zu dem Projekt Malonda.
20:03Schwarze Medusa am einsamen Ufer
20:10Einst wird sie treffen, sein tödliches Schwert
20:20Und aus ihrem Blut wird steigen ein fliegendes Pferd
20:24Das ist das mit dem Auftakt, ne? Scheiße.
20:28Und aus ihrem Blut wird steigen ein fliegendes Pferd
20:32Ah, okay.
20:34Ich erinnere mich halt, als während der MeToo-Debatte sehr viel über Medusa gesprochen wurde
20:40Als Opfer von sexualisierter Gewalt, die dann aber dafür bestraft wird, dass ihr das passiert ist
20:47Und dann quasi dann noch hässlich gemacht wird und dann kommt noch ein Mann und schlägt ihr den Kopf ab.
20:56Die Kraft, die im Kopf steckt, das finde ich sehr positiv bewertet, weißt du?
21:02Wissen
21:02Genau, das meine ich, weil wir werden ja selten mit Intelligenz in Verbindung gebracht als Schwarzfrauen
21:08Oder überhaupt mit magischen Kräften
21:10Und das ist ja das, wofür der Kopf ja eigentlich erstmal steht, ne?
21:13Für Wissen, für Ratio, für Kognition
21:17Und das dann im Prinzip als Waffe zu haben, muss ja nicht unbedingt nur was Negatives sein
21:23Ja
21:25Mir ist es wichtig, dass Natascha hier ist, weil alles, was ich über dekoloniale Theorie gelernt habe,
21:31habe ich von Natascha A. Kelly gelernt
21:33Tatsächlich, it's true though
21:36So, und ähm
21:38Danke
21:40Aber weißt du, was das Schöne ist auch?
21:42Dass es nicht nur die Textform gibt, wie man unsere Geschichten erzählt
21:47Und das ist das Schöne an diesem Song, dass es halt ein neues Medium ist
21:51Same story, same same but different
21:59Sieh in die Augen
22:03Siehst du die Pracht
22:05Siehst du den wahr
22:07In ihren Augen
22:11Siehst du die Wut
22:14When I was young
22:16Mama, Mama said
22:17Sie werden dich immer behandeln wie Dreck
22:20Ich hab nur gelacht und gedacht, dass sie nicht mehr ganz dicht wär
22:25Doch heut bin ich nicht mehr so sicher
22:31Also auf Social Media gab's natürlich wahnsinnig viel Hate
22:35Also Leute sind richtig, wenn's dir nicht gefällt, dann geh doch nach Hause
22:39Und I'm like, that's kind of the point
22:40Ich schreibe ja darüber, dass ich hier zu Hause bin und wie das für mich so ist
22:44Sie haben sich geschämt, aber das ist vorbei
22:48Jetzt sind sie stolz und sie tun sich leid
22:51Sie haben sich geschämt, aber das ist vorbei
22:54Jetzt haben sie die Deutschen vor
22:57So
22:57Hi
23:02Hi
23:02Hi
23:02Na
23:04Ich bin Maranda, ich hab dir ein Soundcheck
23:06Ich hab dir ein Soundcheck
23:06Möchtest du mir irgendwas ablegen Maranda?
23:08Ja
23:08Meine rassistische Erfahrung sitzt sehr tief
23:10Und dementsprechend ist es mir sehr schwer gefallen, weil ich das auch als sehr schambehaftet empfunden habe
23:17Das zu thematisieren
23:18Hallo
23:19Hi
23:20So mein politischer Aktivismus, der fängt schon doch innerhalb meiner eigenen Erfahrungen an
23:27Also das hat so in so queer-feministischen Bahnen angefangen
23:33Dann gab's irgendwann dann auch ein Sprechen über Rastismus
23:42Heimathafen Neukölln, das ist ja ein superschöner Veranstaltungsort
23:56Das ist hier heute mit Aline Cohen zusammen, eine Wegbegleiterin von mir, eine gute alte Freundin und fantastische Sängerin, die
24:05hier eben den Laden voll macht und mich eingeladen hat, heute für sie hier so ein bisschen aufzuwärmen, das Publikum
24:13Ja, das schaffe ich
24:15Geil
24:15Top
24:18Und wenn du noch nicht rauskommst, dann siehst du auch wieder darüber
24:20Hier an dein eigenen Backstage-Räuschen
24:24Hübsches Spiel
24:26So, alles
24:28Da haben wir hier unten
24:29Also hier einmal
24:31Ich weiß, ich kann nicht schminken
24:33Ich geh drunter
24:34Und hol uns noch ein bisschen nach
24:36Einfach weiterspielen
24:42Ich hab wirklich mit mir gerungen, ob ich heute absagen soll
24:48Ich bin quasi angeschlagen seit einer Woche jetzt, genau
24:51Also ich hab eigentlich richtig flach gelegen
24:55Es ist halt immer irgendwie auch ein Spiel mit dem Feuer, weil du weißt ja nie
24:59Äh, wenn ich jetzt plötzlich krank, dann hast du überhaupt keine Sicherheiten
25:03Überall wo ich, auch jetzt im Theater, wenn ich da einen Gastvertrag mach, bin ich ja nicht versichert
25:07Das geht nicht, vor allem meine Stimme, das ist meine Finanzierung
25:10Das ist kein Wasser
25:14Das war so der Kick-Off, finde ich
25:16Von der ganzen bunten Welt
25:22Jetzt gerade sind wir in der Wohnung von meiner Bühnenmutter, Gabriela Gottschalk
25:29Die mir beigebracht hat, mich empowert hat
25:33Auf der Bühne als Solokünstlerin auch zu performen
25:38Wir haben ihre Bühnen-Shows kreiert
25:41Wir haben den Look erstellt
25:45Und
25:45Es ist ja nicht nur Choreografie
25:47Es ist ja auch, es ist ein gesamter Style von Bewegung
25:50Diese Bewegung sieht gut aus, du bist zu groß
25:52Du kannst auch so und so machen
25:54Also es geht auch so um Selbstbewusstsein
25:56Was da so, was da so gekommen ist
25:58Ja, stimmt
26:01Ich brenne dafür, wenn jemand was zu erzählen hat
26:04Und die Seele runterschreibt
26:05Und das zu inszenieren, das ist für mich
26:10Absolut was ganz Wahrhaftiges
26:12Und was ganz, ganz Wertvolles
26:13Ich würde das so festmachen mit mir
26:16Ne, brauchen wir nicht, weil das hängt
26:18Das hängt in meinem Kopf fest, leider
26:22Wir sind ja heute in Hamburg beim Fluctoplasma-Festival
26:25Das findet einmal im Jahr statt
26:27Und das zentriert so antirassistische, queerfeministische Diskurse
26:34Mal gucken, wie es wird
26:36Also ich kenne das Publikum noch nicht
26:46Es brennt
26:48Es brennt
26:48Ich bin in meinem Element
26:53Zünde Gedanken wie Fackeln im Dunkeln an
26:57Und ich leuchte
26:59Ich leuchte
27:01Ihr hört meine Explosion
27:05Und hier ist es ganz genau
27:09Heiß, elektrisch, Funken sprüht
27:13Hier kommt die Feuerfrau
27:15Und es brennt
27:17Ich bin kein Mädchen mit Streichhölzern
27:19Weil ich brennt
27:20Ich bin die Feuerfrau
27:24Einen wunderschönen guten Abend Berlin
27:28Ich habe die große Ehre
27:31Eine ganz, ganz tolle Sängerin
27:35Mit der ich befreundet bin vorzustellen
27:38Ihr dürft jetzt ihre tolle Stimme
27:40Und ihre tollen Songs hören
27:42Hier kommt Naima Hosseini
27:46Ich treffe den Schwarz
27:48Komm auf den Punkt
27:50Bin mittendrin
27:51Seh alles bunt
27:53Den roten Faden
27:55In der Hand
27:56Von Zeit zu Zeit
27:58Gegen die Wand
28:00Sieh meine Schlüsse
28:01Zieh einen Strich
28:03Ich will nach vorn
28:05Will nicht zurück
28:06Geh wieder raus
28:08Versuch mein Glück
28:09Von Zeit zu Zeit
28:11Spiel des verrückt
28:13Ein Schritt vor
28:15Ein Schritt zurück
28:16Ich werd nicht schlauer
28:18Nicht ein Stück
28:19Es wäre schon schön
28:22Weiterhin eben vor viel Publikum
28:24Auch live zu spielen
28:25Und langfristig
28:28Also wenn ich dann irgendwann mal älter bin
28:30Und keine Lust mehr habe live zu spielen
28:32Habe ich so ein bisschen den
28:34Weiterführenden Plan auch selber mehr Musik zu produzieren
28:36Weil das kann man dann eben auch noch ohne
28:39Jetzt die ganze Zeit durch die Weltgeschichte zu gucken
28:42Mein größter Wunsch für meine Zukunft ist, dass ich
28:46Für den Rest meines Lebens Konzerte spielen darf und auf der Bühne sein kann
28:53Und ich glaube Publikumsgröße ist dabei gar nicht so entscheidend
28:57Sondern halt eher, dass es immer Orte gibt, an denen ich Geschichten erzählen kann und immer die Leute da sind,
29:08die sich in diesen Geschichten auch selber wiederfinden
29:15Applaus
29:20Applaus
29:22Applaus
29:23Applaus
29:25Applaus
29:27Applaus
29:30Applaus
29:31Applaus
29:31Applaus
29:31Applaus
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