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00:00I said to my mother, I'm the happy person on the world, if it's a book.
00:05Spoiler, I'm not.
00:06Hello.
00:07How are you?
00:09Lilia.
00:09I'm very happy.
00:12I had to learn that for writing not only is important,
00:16what I say, but also what I leave.
00:26This could be an advice to a debut.
00:30If you have nothing to say, it's a beautiful language.
00:36The main job itself is like...
00:40You have to fail.
00:42You have to fail so well,
00:44you have to fail so well,
00:48you have to fail.
01:04I'm always writing a book,
01:05a short story,
01:07and a long time ago.
01:08I'm always writing a book because I've written a book.
01:08I've read a book in the book,
01:09and a long time ago,
01:09I've read a book in the book.
01:11I've read a book since I was in the book,
01:11and I knew,
01:13I wanted to do something with literature.
01:15But I had never realized that I could write or that I could become a author.
01:26I worked in a book where I had to check out the manuscript.
01:31There are so many texts and there is a lot of waste.
01:36I hated myself in the Overheblichkeit,
01:38that I said, you could better write a book in a book,
01:42but you don't do it.
01:43And you say, oh, they write bad.
01:46And they all have the courage to do it.
01:51And that was a moment where I thought,
01:53now try to write a book.
01:56Caroline Wall finds Schönheit in Tragik,
01:59Mut in Hoffnungslosigkeit.
02:02In two years she wrote two Bestseller.
02:05Gerade her debut is filmed.
02:08The most, what I write, is actually already found,
02:12but maybe sometimes inspired by things I observe.
02:17I often observe people.
02:19I often observe people.
02:19I'm in my tunnel, I have music on,
02:21but I'm happy when things happen around me.
02:25And sometimes I make the music sometimes out
02:27and I listen to the other's conversations.
02:34My thesis is that it started as a child,
02:37because I didn't have so many friends.
02:39And I felt often as an outside person,
02:43who watched a lot,
02:45who watched so many dynamics.
02:47I think I was always very interested.
02:51And then it became more stronger.
02:54I had to write.
02:55I'm going to write with the next door,
02:56and if you're listening to the bar 6,
02:58bar 5, Leipzig Halle Airport.
03:00Schreiben means to discover new spaces,
03:04to deal with people who are different than me,
03:07who come from a different circle
03:12and to open new worlds.
03:17There are also so many texts from Millennials,
03:21who live in Berlin, who turn around themselves,
03:24who find Tinder and still tinders
03:28and who sell their food over,
03:30so we do it all,
03:32but I didn't want to write something else.
03:33I wanted something else,
03:35something else,
03:36something that is not only for my bubble,
03:38but something that is kind of like
03:41every generation of generations.
03:46I write immediately.
03:48I need for the first sentence
03:49not longer than for the second sentence.
03:55When writing happens,
03:57everything happens to me.
03:59It is never planned.
04:00It happens.
04:01It happens with the figures.
04:02I'm with them,
04:03I'm with them,
04:04I'm with them,
04:05I'm with them,
04:05and I don't have the decision for them,
04:09but with them.
04:11So it's always hard,
04:13to stretch something
04:15or to change something
04:16when I've already written,
04:18because I think,
04:19that's just happened.
04:28Writing is a bit like dreaming.
04:34It's a bit like dreaming.
04:36So it's rational.
04:37So I need to have
04:40I need a dark place,
04:45where I can sink into those dreams.
04:53We get used to our surroundings,
04:56we get used to our surroundings,
04:58we get used to so everyday,
05:00so banal.
05:02I have this wish, that there is something that is different, which is completely different.
05:15For me, I search for my night wandering.
05:21It's the way I can chase it.
05:29I always feel that the book is somewhere there.
05:38It's not like a clear picture or something like that.
05:43But I feel that the book has already existed.
05:47It exists already and I have to find it.
05:59From really early on, I kind of didn't feel...
06:06There was always a strange, strange feeling that I don't understand this world.
06:10Why are those people waking up?
06:12Why do people wake up and go to work?
06:16What's the point?
06:19Why in all the world are we here?
06:22For me is writing a way to deal with it.
06:31I write here, on this table, but with closed doors, when I write.
06:39Alte Worte, Geistergeschichten, kindliche Vorstellungskraft.
06:45Matthias Riekonen wird in Finnland manchmal auf der Straße erkannt.
06:49Er hat fünf Romane veröffentlicht.
06:54Ich schreibe, seit ich fünf bin.
06:57Damals konnte ich noch nicht selbst schreiben.
07:00Ich bin zu meiner Mutter gegangen und habe gesagt, bitte schreibe das auf.
07:04Ich habe ihr gesagt, was sie schreiben soll.
07:17Du musst aufrichtig sein und ein Thema finden, wofür du brennst.
07:23Das macht das Herz einer Geschichte aus.
07:32Früher, als wir jünger und noch am Anfang unserer Karrieren standen,
07:36sind wir in Buchhandlungen gegangen.
07:39Es gab diese Regale, wo die Bestseller stehen.
07:42Wir haben heimlich die Nummer eins herausgenommen und sie gegen unsere eigenen Bücher ausgetauscht.
07:57An Bücher kommt man leicht.
08:03Wenn man über etwas schreiben will, was man selbst nicht direkt erlebt hat,
08:07sind Bücher einer der besten Wege, um zu verstehen, wie etwas ist.
08:26Eines meiner Bücher besteht zu einem Viertel aus alten finnischen Wörtern.
08:30Ich habe jahrelang historische Wörterbücher gelesen, um diese Worte zu sammeln.
08:37Dabei kam ich dann irgendwann an den Punkt, wo ich das Gefühl hatte,
08:42jetzt kannst du beginnen, die eigentliche Geschichte zu schreiben.
08:59Ein Roman kann alles sein.
09:02Oberflächlich gesehen muss nichts der Wirklichkeit entsprechen.
09:05Aber auf einer tieferen Ebene, das ist meine Meinung, sollte jedes Buch einen Funken Wahrheit enthalten.
09:18Etwas, das du selbst erfahren hast, das hinter den Buchstaben das Herz des Buches bildet.
09:27Und das muss wahr sein, denn wenn es das nicht ist, fühlt sich ein Buch meistens seicht an.
09:41Es gibt dieses Phänomen, dass Menschen, die ihre Stimme zum ersten Mal aufgenommen hören,
09:48dazu neigen, sie zu hassen.
09:51Mit der Schreibstimme ist es genauso.
09:54Das, was du schreibst, schreibst du 20, 21 Mal.
09:59Und wenn du geduldig bist, kommt beim 22. Mal etwas dabei raus, was anders klingt.
10:07Nicht nach deinen Tagebucheinträgen und Briefen,
10:10nicht nach der Stimme, die du selbst nicht ausstehen kannst.
10:13Plötzlich kommt dann eine neue Stimme.
10:15Und eine andere Stimme kommt zu dir.
10:26Und das ist ein bisschen zu tun.
10:29Das ist ein bisschen zu tun.
10:31Das ist ein bisschen zu tun.
10:34Das ist ein bisschen zu tun.
10:37Das ist ein bisschen zu tun.
10:39Das ist ein bisschen zu tun.
10:43Fantasie und Vorstellungskraft sind nichts, was man in der Schublade hat und bei Bedarf herausholt.
10:48Beides ist ständig präsent.
10:53Gut, dass niemand in meinen Kopf schauen kann.
10:56Da herrscht Chaos.
11:01Jonas Jonasson lässt skurrile Figuren auf die Weltgeschichte los.
11:062009 erschien sein Debüt, der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand.
11:10Es wurde millionenfach verkauft.
11:15Ich kann mich schwer konzentrieren, weil es zu Hause immer etwas gibt, was ich stattdessen tun müsste.
11:21Da ist der Geschirrspüler, der sagt, schreib mich ein.
11:27Die Waschmaschine ruft, ich bin hier.
11:31Und die Pflanzen hören die beiden und schließen sich an.
11:35Wir haben Durst.
11:37Also hau ich ab.
11:39Die Möglichkeit, die ich gefunden habe, ist zu abschneiden.
11:48Das alles gut ist.
11:50Das ist das.
12:15It's about a little bit more.
12:18Vor einem Jahr tauchte er hier auf. Ich komme schon seit zehn Jahren her. Das ist mein zweites Wohnzimmer.
12:31Ich wusste nicht, wer er ist. Ich dachte, er sei halt irgend so ein Typ, der am Computer sitzt.
12:37Dass er Schriftsteller ist, habe ich später erfahren, als die Leute sagten, das ist dieser Typ, Jonas.
12:53Wenn ich in meiner Bubble bin, mit Kopfhörern im Ohr, kann ich alles ausblenden.
12:58Um mich herum könnte eine Demo toben.
13:29Das ist eine Demonstration. Ich kann trotzdem konzentrieren.
13:31Der erste Unruhestifter ist der große Philosoph Voltaire. Es ist alles im 18. Jahrhundert angesiedelt.
13:38Superintellektuell, oder?
13:43Der zweite Unruhestifter ist ein einfacher Schuhmacher.
13:46Ich liebe es, gegensätzliche Persönlichkeiten aufeinandertreffen zu lassen.
14:05Bevor ich anfange zu schreiben, weiß ich, womit ich beginne. Ich kenne die verschiedenen Haltestellen, wenn man das so nennen
14:12kann.
14:12Und ich weiß, wo der Bus am Ende ankommt. Immer an einem glücklichen Ort.
14:28Seine Bücher sind so, du weißt nicht, was passieren wird. Und gleichzeitig ist es so lustig.
14:37Ich kann so lachen. Ich sollte dasselbe tun, aber ich bin nicht so mutig wie sein 100-Jähriger.
14:51Man könnte mich heute als einen superpositiven, optimistischen und gleichzeitig neurotischen, gestressten, angstbesetzten Menschen beschreiben,
15:02der sich Sorgen um den Zustand der Welt macht.
15:09All das zusammen ergibt ein Jonas-Jonasson-Buch. Man könnte sagen, ich bin meine eigenen Bücher.
15:31Ich bin mein bester und wichtigster Kritiker. Ich gehe immer wieder zurück und lese mir selbst laut vor.
15:47Kapitel, die ich geschrieben habe oder teile davon. Und ich höre genau hin.
15:51Wenn ich beim lauten Lesen stolpere, frage ich mich, warum bin ich gestolpert?
15:58War die Musikalität, die Harmonie nicht gut genug? Dann muss ich das neu schreiben.
16:08Oder habe ich an etwas anderes gedacht? Wenn ja, lag es daran, dass es nicht interessant genug war?
16:33Wenn die Menschen draußen miteinander umgingen wie hier, wäre die Welt ein besserer Ort.
16:42Darf ich vorstellen? Die Hoffnung.
16:46Hopefully.
17:00Ich bin das erste Mal in Elmau für eine Lesung.
17:06Was mir als erstes aufgefallen ist, ist die Stille.
17:13Ich finde die Stille zum Beispiel auch so wichtig, nicht nur beim Schreiben, auch im Leben.
17:18Iris Wolf geht mit Worten Sparsam um, schafft klare Bilder, erzählt auch rückwärts.
17:25Dafür war sie 2024 für den Deutschen Buchpreis nominiert.
17:29Ich bin eine Langsamschreiberin. Ich brauche Jahre, bis sich ein Stoff so entwickelt, dass ich mit ihm zufrieden bin.
17:46Jede Geschichte verlangt nach einer Form, die genau für sie richtig ist.
17:51Das heißt, gehe ich in die Multiperspektive, erzähle ich aus einer Figurenperspektive heraus, wie gehe ich mit der Zeit um?
17:59Weil wir Schreibende müssen ja immer die Gleichzeitigkeit der Dinge in eine chronologische Abfolge führen.
18:06Mache ich Rückblenden, mache ich Vorausdeutungen oder erzähle ich rückwärts?
18:10Versuche ich die Zeit vollkommen aufzulösen?
18:12Also beides ist wichtig, auch ein Formbewusstsein in der Sprache und das Brennen für ein Thema.
18:19Haben Sie eigentlich eine Lieblingsseite?
18:22Ja, dürfen Sie sich aussuchen. Sie gehen voran.
18:33Es gibt die Zeit, sagte er sich. Es gibt die Sprache, die auch die deine ist.
18:38Und niemand wird dich hinauswerfen, weil du nicht dazugehörst. Erst recht nicht.
18:42Und der Gedanke ließ ihn lächeln, wo du eine Wochenkarte hast.
18:45In meinen Büchern denke ich gerne nach über Menschen aus Südosteuropa, deren Leben sich auch angesichts der großen politisch-gesellschaftlichen
18:58Veränderungen des vergangenen Jahrhunderts so unglaublich verändert haben.
19:02Was macht das mit einem Menschen? Was sind diese Prägungen eines Lebens? Und gleichzeitig kann man sich daraus befreien?
19:18Das ist Vertraute. Vertraute. Sie sind mit Stolzenbürger übrigens geboren. Ach, ja, na klar.
19:28Ich bin in Hermannstadt geboren, in Siebenbürgen und dann aber in Banat aufgewachsen, was zwei ganz unterschiedliche Regionen sind in
19:36Rumänien.
19:38Und ausgewandert sind wir dann, als ich acht Jahre alt war, nach Deutschland.
19:43Aber so ein Stück weit habe ich so den Klang noch mit drin oder Bilder oder Gerüche oder Gerichte, also
19:49was alles dazugehört.
19:51Also irgendwie muss ich in meinen Geschichten immer von da aus losgehen oder dahin zurückkommen.
19:56Ich versuche aber immer auch ganz viel neue Welt in meine Bücher reinzulassen.
20:10Ich kann eher arbeiten, wenn ich alleine bin. Und auch das Nachdenken ist ja etwas, was alleine geschieht.
20:16Und beim Schreiben ist es genauso. Man ist erstmal alleine mit der Geschichte.
20:19Man muss allein sein gut aushalten können.
20:32Es gibt andere Schreibende, die machen sich einen Plan, die skizzieren und plotten erstmal ihre Figuren.
20:39Aber ich habe inzwischen das Vertrauen, dass es mir besser gelingt, auch interessanter für mich als Schreibende ist, wenn ich
20:47überhaupt nicht weiß, wohin mich eine Geschichte führt.
20:54Erstmal ist es nur ein von hier aus laufe ich los.
20:58Und wie sich diese erzählte Welt dann zusammensetzt, das ist sozusagen ja eine Perspektive der Jahre, über die ich an
21:05etwas schreibe.
21:06Und da kann ganz viel Neues dazukommen.
21:12Man kann nehmen, was einem zufällt. Alles schreibt mit an einer Geschichte.
21:21Wenn ich in etwas vertraue, dann tatsächlich der Fantasie.
21:26Die schlimmste Zeit ist, wenn man weiß, die Geschichte muss jetzt raus.
21:31Ich darf nichts mehr verändern oder die Welt, wie ich sie jetzt so erzählt habe oder die Szene, die ist
21:38für immer so da.
21:39Ich will sie nicht loslassen. Ich denke immer, eigentlich bräuchte ich noch ein Jahr mehr.
21:55Mir stand das hier bevor. In Finnland gehe ich nicht auf Buchmessen, wenn ich nicht muss.
22:10Ich habe ziemlich schwere Avantgarde-Literatur geschrieben, aber auch massenkompatible Belletristik.
22:19Und man kann es sich leicht ausrechnen.
22:22Wenn ich ein Avantgarde-Buch schreibe, dann stehe ich beim Signieren auf der Leine da.
22:32Wenn überhaupt, kommt vielleicht einer oder keiner.
22:41Ich hatte immer Zuspruch und Unterstützung.
22:46Aber ich konnte am Anfang nicht wissen, ob mich überhaupt jemand veröffentlicht.
22:51Ich habe beschlossen, wenn ich mit dem Schreiben kein Geld verdiene, dann bin ich eben arm.
22:57Schreiben ist das, was ich tue.
23:08In Finnland kann man von Buchverkäufen nicht leben. Man ist auf Stipendien angewiesen.
23:19Aber natürlich gibt es nicht ausreichend Stipendien für all die Leute, die Schriftsteller sein wollen.
23:26Man weiß eben nie, ob man eines bekommt.
23:34Wo geht es zum finnischen Stand?
23:38Der finnische Stand? Erst kommt Ebene 4C, dann Ebene 4.1.
23:48Irgendwo da muss es sein.
24:03Das alles hier ist ein notwendiges Übel. Wie Hausputz.
24:13Sauber machen bringt keinen Spaß, aber es muss sein, damit du in deinem Haus leben kannst.
24:20Zur Buchmesse gehen ist wie Putzen.
24:23Du musst Interviews geben und deine Bücher präsentieren, damit sie gelesen werden.
24:28Aber wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre ich lieber zu Hause und würde lesen oder schreiben.
24:34Und zwar alleine.
25:00Ich habe den Maurof heute mitgenommen. Das ist das neuste Mitglied meiner Stofftier Gang.
25:05My mom started to send me Stoff-Tier, because I wanted to have Stoff-Tier, so I don't want to
25:12go alone on a trip.
25:14Then I got a fish, a horse, a rope and now the Maulwurf.
25:22I'm going to read it, so that he can see it.
25:31Hello! I'm glad to be here.
25:35Hi, I'm Julia.
25:36Caro.
25:37You have a lot of Instagram.
25:38Oh, nice.
25:38I'm going to read it.
25:39I think it's always great when you talk about the figures.
25:42And all or many of the readers are really as real people.
25:47And you talk about them like real people.
25:50And so it should be.
25:51It's real people.
25:52And if I can't control them anymore or for the decision, then it's good figures.
26:01We know what's funny?
26:02Before that year, you were in Erfurt.
26:05I worked at the bookmesse.
26:06Yeah.
26:07Can you remember me?
26:08With Mona?
26:09Yeah.
26:09That was my first time.
26:11Yeah.
26:11Total verrückt.
26:13And then you went through the deck.
26:14And now I think, krass, what was from you.
26:26Yeah.
26:26Yeah.
26:26Yeah.
26:26Yeah.
26:27Yeah.
26:32Yeah.
26:40I think I'm going to start with the beginning.
26:44Wer hat's denn schon alles gelesen?
26:50When?
26:51Ich ziehe mein Smartphone aus der Bauchtasche.
26:54Ich, dieser marineblaue Koffer.
26:57Ich, hat Mama den damals mit nach Frankreich genommen?
27:01Tilda?
27:04I'll send her a photo.
27:06Tilda?
27:07Nein.
27:09Tilda?
27:10Bist du unterwegs?
27:11Tilda?
27:12Wann kommst du an?
27:14Tilda?
27:15Ida, du kommst aber.
27:17Tilda, with your 1000 questions, makes me so wütend.
27:20I think that I can feel every feeling that my figures feel in any way.
27:24I don't know in such a crazy way.
27:27Because I could not describe it.
27:29Es sind natürlich oft in mancher Hinsicht irgendwie krassere Situationen oder intensivere Gefühle.
27:37Aber dem muss ich dann eben auch nachfühlen.
27:40Konzentriert schneide ich die Würfel ein bisschen kleiner.
27:43Als die Würfel bereits viel zu klein sind, viertel ich sie noch einmal und bringe den Satz hervor, den ich
27:47noch nie hervorgebracht habe.
27:49Meine Mama ist tot.
27:52Subjekt, Prädikat, Subjekt, Prädikativ. Easy.
27:56Vor allem für Trauer finde ich schwierig, die richtigen Worte zu finden.
27:59Und wenn man es dann geschafft hat und abends irgendwie liest und das Gefühl hat, dass man das irgendwie so
28:04in Worte gefasst hat, dass man sagt, ja so ist es, so fühle ich das und damit bin ich zufrieden.
28:12Dann bin ich immer so, ja, richtig erfüllt, weil ich irgendwie das Gefühl habe, dass ich mich dann auch selbst
28:19ein bisschen besser verstanden habe.
28:20Und ich bin extra wegen dir aus Düsseldorf angeregt.
28:23Wirklich?
28:24Wie lange fährt man von Düsseldorf?
28:25Fünf Stunden, Leute.
28:26Ja.
28:27Wirklich?
28:28Ich habe dich ewig, glaube ich, in Düsseldorf und in Köln verpasst.
28:31Und jetzt übernachtest du hier?
28:33Ja, klar.
28:35O-L-A.
28:36Genau.
28:40Es ist so, glaube ich, das Geheimrezept, einfach nicht so viel denken, nicht so viel konstruieren, einfach rauslassen, die Figuren
28:49sprechen lassen.
28:50Und ich weiß auch nicht, wie die Geschichte endet. Das weiß ich nie. Ich glaube, dann würde es mir auch
28:55keinen Spaß machen, wenn ich wüsste, worauf es hinausläuft.
28:58Und wenn ich dann am Ende bin, dann weiß ich auch gar nicht, dass es das Ende ist. Also es
29:02ist nicht so, ich schreibe gerade die letzte Seite, ist gleich vorbei, sondern ich bin, oh fuck, das ist jetzt
29:07das Ende.
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