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00:00:04Südtirol im Winter
00:00:09Jedes einzelne Tal ist eine Welt für sich und erzählt seine eigenen Geschichten
00:00:18Was die Menschen verbindet?
00:00:23Eine traditionelle Küche
00:00:28Und die Liebe zu den Bergen
00:00:44Es sagen viele zu mir, du wohnst am Ende der Welt
00:00:47Dann sage ich immer nein, für mich ist das der Anfang
00:00:49Weil wenn ich hinausgehe, dann habe ich die ganze Welt vor mir
00:00:52Wir begleiten eine Archäologin ins Innere der Berge
00:01:00Irgendwie fühlt man sie wieder zu Hause in der Dunkelheit und in der Enge
00:01:08Erleben wie glitzernde Kunstwerke entstehen
00:01:14Das ist das erste Mal
00:01:16Das ist eine von meinen eigenen Ideen
00:01:18Das ist so groß gebaut
00:01:20Und ich bin sehr, sehr glücklich
00:01:25Und treffen Südtiroler Originale
00:01:30Wo man aufgewachsen ist
00:01:32Das ist Heimat
00:01:33Und es gibt wieder was weg
00:01:36Und dann kommen sie wieder zurück
00:01:45Jahrhundertelang wurden Südtirols Täler von der Außenwelt nur wenig beeinflusst
00:01:50Die Menschen passten sich, besonders im Winter, dem rauen Rhythmus der Natur an
00:01:57Die Voraussetzung ist sicher, dass es einen Genen muss haben
00:02:01Irgendwie
00:02:01Schon von klein auf
00:02:04Dass dir das allem Leben gefällt
00:02:06Und von den Eltern
00:02:07Vieles gezeigt gekriegt hast
00:02:10Lernen kann man sicher nicht
00:02:13Gibt's fast keine Schule
00:02:15Michel Reich lebt mit seiner Familie auf 1800 Metern
00:02:20Da haben viele gesagt
00:02:21Na das schafft's ihr nie
00:02:22Und das geht nie da drinnen
00:02:23Und so viel Schnee
00:02:24Und Lawinen
00:02:25Und mit den Kindern
00:02:26Und wie stellt ihr euch das vor
00:02:28Und dann haben wir gesagt
00:02:29Na wir probieren jetzt mal
00:02:30Wenn's nicht geht
00:02:31Dann können wir immer noch raus
00:02:33Wir haben auch nicht gewusst
00:02:34Geht das?
00:02:35Geht's nicht?
00:02:37Aber wir sind halt mit dem Kopf durch die Wand
00:02:39Und haben gesagt
00:02:40Das klappt, das geht
00:02:42Die 35 Passaier Gebirgsziegen
00:02:45Sind die einzigen Nachbarn
00:02:46Von Michel und seiner Frau Elisabeth
00:02:51Mir gefällt hier am besten
00:02:52Afterallem, dass ich immer so frei bin
00:02:54Dass ich eigentlich nie den Stress
00:02:59Und die Hektik habe
00:03:00Ich kann mir eigentlich die Zeit hier oben selbst einteilen
00:03:03Die Uhr geht zwar auch
00:03:04Aber ich sage immer, wenn ich das jetzt mach
00:03:06Dann mach ich's jetzt
00:03:07Und wenn ich's eine halbe Stunde später mach
00:03:09Dann mach ich's halt später
00:03:10Man ist nie so zeitgebunden
00:03:15Ich bin mein eigener Chef hier oben
00:03:16Und mach einfach das, was mir Spaß macht
00:03:19Und es gibt auch Tage, wo man mal nicht so Lust hat
00:03:21Da macht man halt weniger
00:03:22Und sonst geht's halt immer wieder
00:03:28Die Alm liegt
00:03:29Die Alm liegt unweit der Ötztaler Alpen
00:03:31Mitten im Naturpark Texel Gruppe
00:03:36Über 3000 Meter hoch sind die umliegenden Gipfel
00:03:41Die Schönheit der Bergwelt
00:03:43Die Schönheit der Bergwelt lockt Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber
00:03:46In den abgelegenen Talschluss
00:03:47In den abgelegenen Talschluss
00:04:20Heute gibt es Ronenknödel
00:04:22Eine Variante mit Rote Beete
00:04:27Man kann ganz viele verschiedene Knödel machen
00:04:29Im Sommer mach ich dann Kräuterknödel
00:04:31In meinem Kräutergarten mach ich das alles rein
00:04:33Jetzt im Winter halt die Rote Beeteknödel
00:04:36Käseknödel, Speckknödel, Spinatknödel
00:04:40Und dann mach ich auch die süssen Knödel
00:04:42Im Sommer dann die Erdbeerknödel
00:04:43Jetzt im Winter die Heidelbeerknödel
00:04:45Und die Preiselbeerapfelknödel
00:04:46So alles was halt gerade wächst
00:04:49Mit dem mach ich halt was
00:04:54Der Teig soll halt nicht zu nass sein
00:04:56Und nicht zu trocken
00:04:57Und am besten ist halt
00:04:59Wenn man sie dann noch ein bisschen ziehen lässt
00:05:00Dann ist der Geschmack intensiver
00:05:04Ich lese halt dann viel wieder in die Bücher
00:05:06Und dann probiere ich mal wieder was Neues aus
00:05:08Und so Knödel ist es sowieso immer
00:05:11Knödel geht immer, sag ich
00:05:15Knapp so ein Knödel dick
00:05:18Der Einkauf allerdings eine Herausforderung
00:05:20Wir müssen uns das ganze Zeug hochholen
00:05:23Mit Einkaufen bis man das hier hat
00:05:25Das ist auch ein weiter Weg
00:05:27Ich sage manchmal bis ich den Knödel auf dem Teller habe
00:05:29Das dauert halt
00:05:36Es geht auch mal was aus
00:05:38Man hat es halt auch mal nicht
00:05:40Improvisieren müssen wir eigentlich viel hier oben
00:05:41Weil manchmal geht von dem weniger
00:05:43Dann geht vom anderen wieder weniger
00:05:45Und dann musst du halt das auch mit dem anderen
00:05:46Oder was anderes machen oder so
00:05:50Quark zum Beispiel brauchst du ihn mal nicht
00:05:52Dann machst du halt einen Quark Strudel
00:05:53Oder machst du einen Käse an den Kuchen
00:05:56Oder sowas
00:05:56Du musst halt immer wieder was produzieren
00:05:59Der Knödel ist in Südtirol ein Nationalgericht
00:06:03Die älteste Darstellung findet man auf der Freske einer Burgkapelle aus dem 13. Jahrhundert
00:06:17Hallo grösst euch
00:06:19Ja
00:06:19Die rohen Knödel auf Korn- und Sollersauce
00:06:22Dankeschön
00:06:23Bitteschön
00:06:24Habt ihr eine schöne Wanderung gehabt?
00:06:26Wunderschön
00:06:26Wunderschön
00:06:27Und das Wetter auch
00:06:28Wundervolles Wetter
00:06:29Herrlich
00:06:30Herrliche Gegend
00:06:31In den Bergen ist es immer schön
00:06:33Ganz, ganz schön
00:06:34Guten Appetit
00:06:34Vielen Dank
00:06:35Vielen Dank
00:06:36Danke
00:06:37Das sieht aber gut aus
00:06:39Ja
00:06:39Das sieht lecker aus
00:06:49Ich habe schon manches probiert
00:06:52Ich war auch ein Sommermal bei der Baufirma
00:06:56Mal probiert wie es da wäre
00:06:57Aber das hat mir dann nicht gefällt
00:06:59Als nächstes Jahr drauf bin ich dann schon wieder auf die Alm
00:07:08Wir sind sicher ein bisschen ein anderes Volk
00:07:10Ein Zehers Volk, sage ich mal
00:07:12Mir hat es schon immer gefallen in den Bergen zu leben
00:07:14Und es ist auch immer der ganze Stress, was im Dorf ist und in den Städten
00:07:18Und ein bisschen abgelegen alles
00:07:23Die Tradition und die Heimatverbundenheit auch gefällt mir ganz gut
00:07:34Die beiden Esel liegen Michel ganz besonders am Herzen
00:07:41Das sind super schlaue Tiere
00:07:43Das möchte man gar nicht meinen
00:07:45Und wenn es Nacht wird und haben etwas
00:07:49Hörner Geräusche oder hören die Fixe schreien oder so
00:07:54Dann geben es Laut und Alarm
00:07:55Und dann weiß man auch, dass es irgendeine Gefahr oder etwas droht
00:08:01In Südtirol leben etwa 50 Wölfe und 100 Braunbären
00:08:11Doch zu Gesicht bekommt man diese wilden Tiere so gut wie nie
00:08:14Es lauern andere Gefahren
00:08:20Drei Tage lang hat es nicht mehr aufgehört zu schneiden
00:08:24Da wurde dann immer mehr und immer mehr
00:08:26Und die Situation war dann ziemlich schlecht eigentlich
00:08:29Und eigentlich vom ganzen Tal rein und des ganzen Felder
00:08:34War von den Lawinen bedroht
00:08:36Und wir müssten dann eigentlich in einem anderen Haus bleiben hier
00:08:41Dann die Tiere im Stall mussten wir ja versorgen
00:08:43Dann hat mein Mann mit der Fräse den Weg freigemacht
00:08:46Dann sind wir immer zusammengeblieben als Familie
00:08:48Wir sind alle zusammen in den Stall
00:08:50Alle zusammen wieder zurück
00:08:52Alle sage ich, ich habe immer gesagt, wir bleiben alle zusammen
00:08:55Weil falls eine Lawine kommt, dass wir
00:08:58Nicht dass einer da ist und einer da
00:09:00Und dann haben wir es ganz gut geschafft
00:09:04Ob das dann die Schneekatze dann vorbeikam da
00:09:07Auf der einer Woche, dann waren wir dann schon froh wieder
00:09:10Und das alles offen war und dann so halbwegs wieder einigermaßen
00:09:14Ich sage immer, der Glaube ist mein Halt
00:09:17Weil wenn man dann oft strenge Tage hat und man weiß gar nicht mehr, wo der Kopf steht
00:09:21Dann denke ich mir immer, ach das geht schon, der Herrgut schadet ihn runter, der hilft uns schon
00:09:25Man darf auch vor nichts Angst haben, sage ich immer, man muss halt ein bisschen
00:09:30Risiko gewandt sein
00:09:38Zur Mittagszeit kommen die beiden ältesten Töchter der Familie von der Schule zurück
00:09:44Zu Fuß bräuchten sie eine gute Stunde
00:09:46Und im Winter ist die Strasse mit dem Auto oft nicht befahrbar
00:09:50Deshalb dürfen sie seit kurzem mit dem Quad der Familie fahren
00:09:59Wir wissen nicht, was unsere Mädels dann im späteren Leben machen
00:10:02Sagen sie vielleicht, wir wollen nicht mehr hier oben, sagen wir gehen runter
00:10:06Aber wir hoffen es halt
00:10:07Das hofft jeder wahrscheinlich, dass die nächste Generation weiter macht
00:10:17Alle müssen mit anpacken, besonders die beiden Großen
00:10:25Mein Mann und ich, wir arbeiten halt immer
00:10:27Ich denke mir halt, weil sie auch sehen, wie wir alles müssen selbst machen
00:10:31Denken sie wahrscheinlich, ja da helfe ich jetzt mit und dann haben wir es alle besser
00:10:37Die Bergziegen haben Nachwuchs bekommen
00:10:40Schauen wir mal, dass sie hier rauskriegen
00:10:43Nur noch etwas zu sehen, kannst du es halten
00:10:45Nein, schnull ihn
00:10:52Trink doch
00:10:52Ja
00:10:55Wie heißt er?
00:10:56Froni
00:10:56Froni
00:10:57Ah
00:11:03Gitti
00:11:07Ja, das ist mir sicher ganz wichtig
00:11:09Das Wichtigste
00:11:11Das Traditionelle weiterzugeben
00:11:14Und das war eigentlich das Ziel
00:11:17Dass sie auch gleich aufwachsen wie mir
00:11:20Und ich hoffe, dass sie es behalten
00:11:21Und ich hoffe, dass es so weitergeht auch
00:11:25Gut, gut
00:11:27Und der ist schon fertig?
00:11:29Ja
00:11:30Das ist der DJ
00:11:32Und der hat an meine Mama gehört
00:11:35Aber ich habe ihn ihr abgekauft
00:11:38Weil ich ähm ...
00:11:39Ja, getauscht
00:11:41Nein, ich getauscht, weil ich ihr geholfen habe
00:11:45Ähm
00:11:48Und ich finde ihn schön
00:11:51Weil er blau ist
00:11:52Und halt so
00:11:53Weißes Fell hat
00:11:56Es ist ganz normal, dass ein paar ziehen
00:11:59Dass man ein paar kleine nicht behaltet
00:12:01Weil ...
00:12:03Sonst hätten sie ja nicht Platz im Stall
00:12:06Und jedes kommt ja auch nicht in den Kochtopf
00:12:11Man muss es ihnen auch tun lassen
00:12:15Auch wenn sie oft mal vielleicht ein bisschen Fehler machen oder irgendwas
00:12:18Und man darf sie ja nicht geschwind beleidigen
00:12:21Dass sie dann nicht mehr in den Stall gehen
00:12:24Es kommt auch vor
00:12:25Und einfach meinen Augen zudrücken
00:12:27Und so einfach machen lassen, was sie wollen, ja
00:12:43Dass alle zusammenhalten
00:12:45Dass es weitergehen kann irgendwie
00:12:48Das ist sicher
00:12:50Ganz das Wichtigste
00:12:52Ich sage immer, hier oben ist die Welt noch in Ordnung
00:12:55Man hat auch fast alles, aber
00:12:57Ich war nicht zufrieden, nicht?
00:13:04Ich war nicht zufrieden, nicht?
00:13:08Etwa 30 Kilometer weiter westlich, im Finchgau, liegt der Reschensee
00:13:13Der versunkene Kirchturm, der aus dem Wasser ragt
00:13:16Ist eines der beliebtesten Fotomotive Südtirols
00:13:23Die autonome Provinz Südtirol im Norden Italiens grenzt an Österreich und an die Schweiz
00:13:35Innerhalb Italiens ist Südtirol von der Lombardei, vom Trentino und von Venezien umgeben
00:13:44Die Hauptstadt mit rund 100.000 Einwohnern ist Bozen
00:13:48Die zweitgrößte Stadt ist Meran
00:14:01Der Praxer Wildsee und die markanten Dreizehnen gelten als Wahrzeichen von Südtirol
00:14:19Etwa 10 Kilometer weiter nördlich, im Hochpustertal, liegt der Ort Innichen
00:14:37Ich weiß nicht, ob du die Linie da runter siehst, weil es schaut aber wirklich nach einer Kurven aus
00:14:42Nein, da dann, bei mir da, bei der Linie da
00:14:47Heute ist ein besonderer Tag
00:14:53Hannah, fängst du an?
00:14:55Okay
00:14:57Klappt es auf deiner Seite?
00:14:59Ja, es geht nach unten
00:15:00Hier auch
00:15:03Wie jedes Jahr im Januar findet in Innichen das sogenannte Snow Festival statt
00:15:09Diesmal nehmen acht Teams teil
00:15:11Die Aufgabe
00:15:12Innerhalb von drei Tagen einen großen Schneeblock in ein Kunstwerk verwandeln
00:15:18Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen unter anderem aus Marokko, Lettland und Südkorea
00:15:25Auch das Team Deutschland ist international aufgestellt
00:15:33Es ist eine ganz andere Umgebung als die, in der ich aufgewachsen bin
00:15:37Ich habe hier so viele neue Dinge kennengelernt, eine ganz andere Art zu leben
00:15:43Die Berge geben mir ein Gefühl von Freiheit und Schönheit, das habe ich in England noch nie erlebt
00:15:53Ich tanke hier so viel Energie und deswegen versuche ich so oft wie möglich herzukommen
00:16:01Neben Shera Orem aus England gehören auch die deutsche Koko Prechtel und Hannah Baumgartner aus Österreich zum Team Deutschland
00:16:10Vorab haben die befreundeten Steinmützinnen ein Modell aus Ton angefertigt
00:16:15Die Idee, einen Riesen aus Schnee zu bauen, hatte Shera
00:16:25Wir haben eine sehr schöne Sage gelernt von einer Riese
00:16:30Er hat hier gewohnt und er hat diese Kirche hier gebaut
00:16:36Der Riese Haunold soll die schweren Steine für den Bau der Stiftskirche in Innichen getragen haben
00:16:43Als Lohn verlangte er immer mehr Geschenke von den Menschen
00:16:46Der gierige Riese wurde zunehmend lästig
00:16:50Daher stellte man ihm schließlich eine tödliche Falle und nahm ihm seine Rippe
00:16:58Ich habe gedacht, was schön ist, dass die Idee ist, die Riese kommt wieder
00:17:03Und er schaut die Kirche an, weil die Kirche hat die Rippe von der Riese, genau
00:17:10Deswegen lautet der Name der Skulptur auch, die Rache des Riesen
00:17:18Jetzt ein Schnitt von unten, sodass von oben viel Gewicht darauf drückt
00:17:23Und dann fällt das vielleicht von alleine
00:17:34Mit Steinmetzen haben wir sehr schnell gelernt und es geworden ist, okay, wir müssen eine neue Idee machen oder wir
00:17:40müssen das anders machen
00:17:41Und du kannst dich sagen, okay, fertig, tschau, du musst arbeiten
00:17:46Ich liebe das
00:17:47Ja
00:17:50Es bewegt echt oder nicht? Ich habe nichts gefunden
00:17:53Ja, ja, ja, ja
00:17:55Oh, es kommt, bist du bereit?
00:17:59Okay, eins, zwei, drei
00:18:01Oh krass, oh krass, oh krass
00:18:04Oh, oh
00:18:05Oh, oh
00:18:07Berge müssen versetzt werden, bevor es an die Feinarbeit gehen kann
00:18:12Doch zuerst wollen die Steinmetzinnen wissen, wie weit die Konkurrenz ist
00:18:19Geht's gut, Farah?
00:18:20Ja
00:18:22Unser Zeitplan heißt, fertig werden bis Mittwoch und ich glaube, so die großen Brocken oben runter zu kriegen, das war
00:18:29jetzt schön
00:18:31Gegenüber von Team Südtirol arbeitet das aus Südkorea
00:18:37Das ist also der Kuss
00:18:39Das kenne ich
00:18:40Cool
00:18:42Wie schnell das ist da
00:18:45Wenn es funktioniert, dann ist es echt wunderbar, weil es sieht so leicht aus und ich finde es sehr interessant
00:18:53Schön, wenn man die anderen Designs sieht, weil sonst ist es immer so ein europäischer Design und den kennen wir
00:18:59vielleicht schon gut
00:19:00Und wenn es von einem anderen Kontinent ist es immer spannender, was denen einfällt
00:19:05Seit über 30 Jahren gibt es das Snow Festival schon
00:19:09Für Hanna und Koko ist es das erste Mal, Shara ist zum zweiten Mal dabei
00:19:16Es ist schon auch wichtig, dass irgendwie Shara halt so ein bisschen den Überblick behält, weil sie ja das Modell
00:19:20gemacht hat und so ein bisschen koordiniert, wie sie das haben möchte
00:19:25Weil sonst wird es schwierig, wenn jeder irgendwie da mitredet und jeder meint so, nee, so will ich es oder
00:19:29so nicht
00:19:31Wenn du hier unten schneidest, von unten in den Schnee hinein perfekt, dann entsteht ein Schatten
00:19:39Und auch oben am Ohr, Hanna, da müssen wir nach oben gehen
00:19:50Ich arbeite ja sonst hauptsächlich mit Stein und das alles, was ich mache, wird mich quasi überdauern
00:19:56Und das finde ich das Schöne an Schnee, dass es so schnell vergänglich ist
00:20:08Welche der Schneeskulpturen am Ende gewinnt, entscheidet eine Jury
00:20:13Außerdem darf jede und jeder im Ort seine Stimme abgeben
00:20:32Ich finde das toll, wie man aus so einem Brocken da was erschaffen kann
00:20:36Also jede für sich ist ja schon sehr, sehr kreativ erdacht
00:20:42Und so ein kleines Modell dazu, also es ist schon toll
00:20:46Das sind schon besondere Menschen, die sowas herstellen können
00:20:51Der Countdown läuft. Viel Zeit bleibt nicht mehr zur Fertigstellung
00:21:09Wir haben noch 20 Minuten, dass wir können alles fertig machen
00:21:16Momentan sieht es noch etwas zu grob aus
00:21:18Aber wenn es so ist wie hinten an den Ecken, dann wird es super aussehen
00:21:26Noch ein letzter Feinschliff
00:21:31Es ist das erste Mal, dass eine von meinen eigenen Ideen so groß gebaut ist
00:21:38Und ich finde es echt besser, als unser Modell
00:21:41Ich bin sehr, sehr glücklich
00:21:44Und alles ins richtige Licht setzen
00:21:52Nach drei Tagen Arbeit ist es soweit
00:21:55Die Rache des Riesen kann bestaunt werden
00:22:04Auch Team Südkorea hat es geschafft
00:22:06Die Figur erinnert an eine Marmorbüste
00:22:13Die glitzernden Schneeskulpturen verleihen Innichen einem besonderen Zauber
00:22:24Die filigrane Arbeit Full Aquarium der spanischen Eiskünstler beeindruckt bereits viele Menschen
00:22:39Doch auch die Jury muss überzeugt werden
00:22:45Das ist sehr ausdrucksstark
00:22:52Die hell-dunkel Kontraste, die entstehen durch die genauen Linien, exakte Formen
00:22:59Und das ist ein wesentlicher Punkt bei den Schneeskulpturen, dass sie mit dem Licht spielen müssen
00:23:06Und deswegen sind sie auch entsprechend beleuchtet hier
00:23:09Und man kann da sehr viel Einfluss nehmen auf die exakte Form
00:23:16Das Ergebnis überrascht mich
00:23:20Sie sind ja ziemlich jung und haben nicht so viel Erfahrung beim Modellieren mit Schnee
00:23:28Aber sie haben das toll gemacht
00:23:30Das ist ein wunderbares Werk
00:23:32Ich habe das ein bisschen verletzt
00:23:35Ich habe das ein bisschen verletzt
00:23:38Ja, das ist schön
00:23:42Das ist wirklich gut
00:23:44Danke
00:23:47Die Drei-Frie ist schön
00:23:49Ja
00:23:52Okay
00:23:54Krab
00:23:56Oh nein
00:24:04Jetzt ist es soweit
00:24:06Die Jury hat entschieden
00:24:13Jede Skulptur erzählt ihre eigene Geschichte
00:24:17Aber es gibt eine, in der ganz viele verschiedene Geschichten stecken
00:24:21Und die ist vom Team Spanien
00:24:24Spanien
00:24:24Espanien
00:24:25Espanien
00:24:29Applaus
00:24:30Applaus
00:24:31Applaus
00:24:33Applaus
00:24:34Applaus
00:24:39Applaus
00:24:39Diesmal hat es für das deutsche Team nicht gereicht
00:24:42Aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal
00:24:53Um die 800 Burgen und Schlösser befinden sich in Südtirol
00:24:57Damit gilt die Provinz als das burgenreichste Gebiet in Europa
00:25:02Ein Grund dafür?
00:25:04In früheren Zeiten zogen viele Könige und Herzöge mit ihren Heeren von Nord nach Süd
00:25:11Südtirol war das Tor zu Italien
00:25:13Und das wollte man kontrollieren
00:25:19Die Burg Taufers liegt am südlichen Ende des Arntals
00:25:22Und ist der exklusive Arbeitsplatz von Kastellan Alexander Meyer
00:25:29Ich bin seit 19 Jahren hier auf dieser Burg
00:25:32Und wenn man vor Burg arbeitet und teilweise auch lebt
00:25:36Das ist natürlich auch eine Lebensaufgabe
00:25:37Man ist da recht stark verbunden
00:25:39Es schmerzt auch, wenn etwas mal wieder kaputt wird
00:25:41Und das man reparieren muss oder organisieren muss, damit es wieder repariert wird
00:25:471224 wurde die Burg Taufers zum ersten Mal urkundlich erwähnt
00:25:52Heute gilt sie als eine der am besten erhaltenen Burgen in Südtirol
00:25:59Es hängt schon mit Leib und Seele auch drinnen
00:26:01Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass man nicht so regelmäßige Arbeitszeiten hat wie in einem anderen Job
00:26:07Manchmal fängt man halt schon in der Früh um 8 an, manchmal um 10
00:26:10Dann geht das auch bis 12 Uhr nachts, wenn man so Nachtführungen hat
00:26:13Im Sommer ist es so, dass ich hier auf der Burg auch nächtige
00:26:17Aber im Winter, ehrlich gesagt, ist mir das viel zu kalt
00:26:19Die Burg ist nicht beheizt, deshalb ist das gar nicht möglich
00:26:23Wie es sich für eine Burg gehört, ranken sich auch um die Festung Taufers viele Geschichten
00:26:29Hier sind wir jetzt im Schlafgemach der Burgherrin
00:26:32Wir nennen es aber auch Geisterzimmer
00:26:35Hier auf der Burg gibt es die Legende
00:26:37Die Prinzessin Margarete von Taufers
00:26:39Hat sich hier in dieses Gemach eingeschlossen für 7 Jahre
00:26:42Nach sieben Jahren hat sich dann hinter mir aus diesem Fenster hinaus gestürzt
00:26:49Aber sie ist nicht ganz gestorben, denn nachts fängte sie wieder an zu spuken
00:26:550034, genau an dieser Stelle erscheint hier ein weißer Fleck
00:27:05Ab und zu melden sich einige Vereine an, die sehr interessiert sind an paranormale Tätigkeiten
00:27:12Und die möchten dann hier auf der Burg eine Nacht verbringen
00:27:16Mit ihrem ganzen elektronischen Equipment
00:27:19Die stellten dann verschiedenste Geisterfallen auf
00:27:21Und jeder hat etwas gefunden, immer was anderes
00:27:24Und sie waren immer glücklich, als sie wieder nach Hause fuhren
00:27:27Früher lebten hier bis zu 70 Menschen
00:27:31Heute nur noch Alexander
00:27:36Als Burgherr oder Kastellan hat man auf der Burg natürlich sehr viele unterschiedliche Aufgaben
00:27:41Einige sind Hausmeisterarbeiten, wie hier zum Beispiel diese Uhr einzustellen
00:27:46Ab und zu läuft sie nicht mehr so genau, sie ist ja auch schon fast 400 Jahre alt
00:27:51Und dann hat man auch wieder vielfältige, ein bisschen mentalere Arbeitsschritte, die man so machen darf
00:27:59So Forschung über verschiedene Möbel oder Bilder
00:28:05Seit 1977 ist das Südtiroler Burgeninstitut Eigentümer der Burg
00:28:11Und führte in den letzten Jahrzehnten umfangreiche Restaurierungen durch
00:28:15Von den 64 Räumen stehen rund ein Drittel offen für Besichtigungen
00:28:22Ich habe Kunstgeschichte studiert
00:28:24Und es ist natürlich schon immer eine Freude, wenn man in einer so alten Bibliothek stöbert
00:28:28Alte Bücher findet
00:28:31Vieles wird heutzutage einfach weggeworfen
00:28:34Obwohl es vielleicht in 500, 600 Jahren eine große Bedeutung hätte
00:28:37Hier sehen wir eine Sammlung von Frauenzeitschriften
00:28:40Die Damen wollten ja damals auch immer informiert sein über die neueste Mode
00:28:44Über den neuesten Klatsch, über Reisebeschreibungen der Welt
00:28:48Und das hat man damals auch schon gehabt
00:28:50So eine Kosmopolitan oder Vogue von damals gab es schon
00:28:53Und wir haben hier eine Sammlung, beginnend mit dem Jahre 1850
00:28:58Wo das dann alles auch schön drinnen steht
00:28:59Mit den Frisuren, die gerade in Trend sind, die Spitzen, die man tragen konnte
00:29:04Oder eben auch eine Reisebeschreibung aus China
00:29:08Das Gebäude ist von einer romanischen und einer gotischen Bauphase geprägt
00:29:13Die äußeren Bereiche können individuell besichtigt werden
00:29:17Die Schauräume nur mit Führung
00:29:25Der besondere Charme der Festung zieht laut eigenen Angaben
00:29:30Jährlich etwa 70.000 Besucher an
00:29:34Am Abend, wenn die Touristinnen und Touristen die Burg verlassen haben
00:29:39Beginnt Alexander mit der Forschungsarbeit
00:29:42Er dokumentiert und begutachtet jahrhundertealte Wälzer
00:29:47Ob heute Nacht noch der ein oder andere Geist beim Kastellan vorbeischaut
00:29:52Das bleibt sein Geheimnis
00:30:14In der kalten Jahreszeit gleicht Südtirol einem Wintermärchen
00:30:19Eis und Schnee bedecken Täler, Gipfel und Seen
00:30:36Doch der Schnee ist nicht nur schön
00:30:39Er kann auch lebensgefährlich sein
00:30:41Denn immer wieder kommt es zu Lawinenabgängen
00:30:49Der Ort Brettau gilt als besonders schneesicher
00:30:52Und befindet sich am nördlichen Ende des Arntals
00:30:55Im Naturpark Riesaferner Arn
00:31:10Auf knapp 1500 Metern Höhe soll heute eine Lawinen-Großübung stattfinden
00:31:26Manfred Unterweger ist seit dem Jahr 2000 bei der Südtiroler Bergrettung und Teil der Hundestaffel
00:31:32Heute soll Junghund Rocco zeigen, was er kann
00:31:43Rocco ist jetzt seit Dezember bei mir
00:31:46Und seit daher sind wir eigentlich, ja, ziemlich ein gutes Team schon geworden, würde ich mal sagen
00:31:52Es ist in der Bergrettung der sechste Hund, den ich ausbilde
00:31:56Rocco ist erst sechs Monate alt und er befindet sich noch in den Kinderschuhen, was Lawine anbelangt
00:32:11Ja, er ist ein Familienmitglied, er gehört dazu wie die Kinder oder wie die Frau
00:32:16Das ist einfach die Grundlage, dass man auch später kann zusammenarbeiten
00:32:19Dass man sich auch mal ohne Worte versteht
00:32:22Und ja, ich glaube, das ist die Basis
00:32:27Heute ist geplant, dass wir mit Rocco die ersten Schritte im Lawineneinsatz
00:32:35Üben, dass er lernt, dass unter der Schneedecke ein Mensch begraben ist
00:32:41Und dass er lernt, mir den zu zeigen, indem er beginnt zum Graben
00:32:47Für diesen Lawinen-Ernstfall trainieren Manfred und seine Kollegen von der Südtiroler Hundestaffel
00:33:01Hier haben wir da die Feißgeräte hinein
00:33:04Eins da und eins da oben, wo du gesagt hast, auf dem wir sind wir eins hin
00:33:07Ein paar Menschen stehen wir ganz hinten, oben in der Ecke, wo wir gesagt haben, wo wir können gut zuschauen
00:33:13Und die eine, da oben, daneben oben, da oben oben, da haben wir zwei Leute
00:33:22Da wird der Hundeführer und der Hund auf Teufelkameraus geprüft, sagen wir mal so, nicht?
00:33:48Everyone tries to be the best,
00:33:49so fast as possible, here to be, to help,
00:33:53and to help the Verschütteten to find.
00:33:56Natürlich gelingt das nicht immer.
00:33:57Überhaupt, wenn man einen langen Anfahrtsweg hat,
00:34:00dann die Zeit vergeht.
00:34:02Und die Zeit spielt eigentlich immer gegen den Verschütteten.
00:34:06Es nützt auch nicht,
00:34:07Druck aufbauen und auf den Hund den Druck ausüben.
00:34:10Dann funktioniert das nicht.
00:34:14Die Kollegen vom Suchtrupp rücken an.
00:34:17Sie sollen den im Schnee vergrabenen
00:34:19so schnell wie möglich finden.
00:34:23Genau wie bei einer echten Lawine
00:34:25wissen sie nicht, wo sie suchen müssen.
00:34:28Jede Fehlentscheidung könnte im Ernstfall Leben kosten.
00:34:32Die empfindliche Spürnase des erfahrenen Lawinenhundes
00:34:36ist eine große Unterstützung.
00:34:46Bis der Geruch an die Oberfläche kommt, das braucht seine Zeit.
00:34:50Aber wenn der Geruch oben ist, dann ist das für den Hund immer gleich,
00:34:53ob das jetzt ein halb Meter ist oder vier, fünf Meter auch.
00:34:57Für den Hund macht das keinen großen Unterschied.
00:35:00Durch Graben und Bellen soll der Hund signalisieren,
00:35:04dass er Witterung aufgenommen hat.
00:35:13Jetzt zählt jede Sekunde.
00:35:16Die Wahrscheinlichkeit, eine Verschüttung länger als zwei Stunden zu überleben,
00:35:20liegt unter zehn Prozent.
00:35:21Bei echten Einsätzen drohen unter den Schneemassen Erstickung und Unterkühlung.
00:35:27Woa, Hüther!
00:35:29Hüther!
00:35:31Hüther!
00:35:32Was halt?
00:35:36Hallo!
00:35:41Das sieht man genau bei solchen Übungen.
00:35:43Die sind erfahren, die wissen genau, um was es hier geht.
00:35:48Und mit denen ist es auch fein für uns zum Arbeiten.
00:35:51Und auch die zwei Hundeführer sind zwei erfahrene, alte Haudegen.
00:35:55Und die machen das, ja.
00:35:58Für den Hund ist das immer ein Spiel.
00:36:00Er lernt, wenn er den Menschen im Schnee findet, dann hat er seine Belohnung mit.
00:36:04Sei es ein Spielzeug oder auch nur ein Fressen.
00:36:08Und der Hund sucht eigentlich nur die Belohnung.
00:36:11Der Mensch ist ihm eigentlich scheißegal, wer da drunter ist.
00:36:14Er will seine Belohnung.
00:36:15Und das nützen wir natürlich aus, um den Hund auf das zu trainieren,
00:36:19dass er immer schneller wird und immer sich mehr und mehr
00:36:23den Geruch aus dem Schnee raussaugt.
00:36:26Und so findet er dann den Menschen.
00:36:29Und das geht, ja.
00:36:30Umso älter der Hund wird, umso schlauer wird er.
00:36:32Rrrr!
00:36:33Hey!
00:36:34Hey!
00:36:36Rokko!
00:36:38Als nächstes ist Rokko an der Reihe.
00:36:42Rrrr!
00:36:43Rrrr!
00:36:45Rrrr!
00:36:45Rrrr!
00:36:48Rrrr!
00:36:51Rrrr!
00:36:52Rrrr!
00:36:53Rrrr!
00:36:53Rrrr!
00:36:54Den holen wir uns!
00:36:55Den holen wir uns den!
00:36:56Holen wir uns den!
00:36:56Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja!
00:36:59Rrrr!
00:37:00Rrrr!
00:37:00Okay!
00:37:01Rrrr!
00:37:02So!
00:37:05Ob Rokko sich von dem erfahrenen Lawinenhund etwas abschauen konnte?
00:37:10Gleich wird es sich zeigen.
00:37:19Hey, kids.
00:37:20Focco.
00:37:22Get out of here.
00:37:26Where is he?
00:37:30Focco, go to the back!
00:37:32Please come and get out of here.
00:37:36Come on, come on!
00:37:38Come on, come on!
00:37:40Come on, come on!
00:37:41Come on, come on!
00:37:44Come on!
00:37:46Come on, come on!
00:37:48Come on!
00:37:49Super!
00:37:53Super!
00:37:54The connection is being opened.
00:37:56You can understand without words.
00:37:58Come on, Rocco, come on!
00:38:00Ein Blick genügt oft und er weiß, was ich von ihm will.
00:38:04Und umgekehrt ist das aber auch so.
00:38:06Wenn er mir einen Blick zusmeißt, dann weiß ich genau,
00:38:08passt das oder passt es ihm nicht.
00:38:10Und das ist schon etwas Einzigartiges.
00:38:18Auch dank der Hundestaffeln
00:38:20können sich Wintersport-Begeisterte
00:38:22in den Bergen Südtirols sicherer fühlen.
00:38:41Besonders Wagemutige trauen sich sogar auf zugefrorene Wasserfälle.
00:38:46Sogenannte Eisfälle.
00:38:48Wie zum Beispiel das Schwert des Damokles in Alta Badia.
00:38:56Sein höchster Punkt liegt auf gut 1900 Metern.
00:39:01Er ist den ganzen Winter über gefroren.
00:39:04Zum Eisklettern ideal.
00:39:21Die Liebe zu den Bergen
00:39:22wurde auch dem berühmten Bergsteiger Reinhold Messner
00:39:25in die Wege gelegt.
00:39:27Er stammt aus Südtirol
00:39:28und hat sich mit seinem Messner Mountain Museum verewigt.
00:39:36Der futuristische Bau von Star-Architektin Saha Hadid
00:39:40thront zwischen Pustatal und Gardatal.
00:39:46In Südtirol gibt es 31 Skigebiete.
00:39:55Das Skigebiet am Schnalstaler Gletscher,
00:39:59unweit von Miran,
00:40:00kann man fast das ganze Jahr über befahren.
00:40:02Von September bis Mai.
00:40:09In der Region Alta Badia nahe Corvara
00:40:12gibt es einen ganz besonderen Skilift.
00:40:15Er ist der wohl ökologischste der Alpen.
00:40:19Pferde ziehen die Skifahrerinnen und Skifahrer.
00:40:22Es sind sogenannte Noriker.
00:40:25Die Rasse ist typisch für die Gegend.
00:40:33Seit vielen hundert Jahren werden die robusten Tiere gezüchtet.
00:40:37Auch im Gardatal,
00:40:39in dem traditionell Ladinisch gesprochen wird.
00:40:59Das sind die Noriker Pferde,
00:41:02die sind Zugpferde,
00:41:04ganz ruhige Pferde
00:41:06und sind ganz geeignet fürs Ziehen, fürs Arbeiten.
00:41:10Früher hat man sie im Holzrücken, beim Heumachen,
00:41:14im Macker, überall eingesetzt.
00:41:17Jetzt mittlerweile haben leider die Traktoren das übernommen.
00:41:22Die Familie Nagler gehört zu den vier Prozent der Bevölkerung Südtirols,
00:41:26die noch Ladinisch sprechen.
00:41:28Die Sprache entstand im Zuge der römischen Eroberungen im Alpenraum.
00:41:32Vater Enrico legt Wert auf Tradition.
00:41:35Die Jungen, die sollen lernen, was die Alpen gemacht haben.
00:41:41Und ich finde es ganz schön, wenn es traditionell gemacht wird
00:41:44und die Alpenbräuche weiter zu verhalten.
00:41:59Die Schlittenfahrt machen wir vom Hof bis zum See und dann wieder zurück.
00:42:04Und dann machen wir Hochzeiten, Begräbnisse machen wir,
00:42:08weil hier ist der Brauch von Haus bis zu der Kirche,
00:42:11wird die Leiche mit Pferdewagen gefahren.
00:42:17Der Hof der Familie Nagler wird seit über 200 Jahren betrieben.
00:42:22Enrico und sein Sohn Christian kümmern sich gemeinsam um die Pferde.
00:42:27Heute werden sie besonders gründlich gewaschen.
00:42:29Ein Festumzug steht an.
00:42:39Gut, einmal ist fertig.
00:42:56Die sind neu gemacht, genau nachgemacht wie die alten Geschirre.
00:43:00Das Geschirr nehmen wir nur für besondere Hochzeiten oder Begräbnisse oder Veranstaltungen.
00:43:06Sonst ist das Arbeitsgeschirr ein anderes.
00:43:17Als anerkannter Zuchtbetrieb steckt die Familie Nagler ihr Herzblut in die Pflege der alten Pferderasse.
00:43:25Mit Erfolg.
00:43:27Einige ihrer Tiere haben schon Auszeichnungen erhalten.
00:43:33Der Charakter der Noriker gilt als freundlich und gutmütig.
00:43:51Wenn man aufwächst auf dem Bahnhof, dann wächst man auch mit die Pferde ran.
00:43:551975 habe ich geheiratet, dann haben wir ein Haus gebaut und dann haben wir fünf Kinder gehabt und jetzt haben
00:44:06wir 13 Enkeln.
00:44:08Es sind fast 50 Jahre hier und es gefällt mir, ich bin sehr zufrieden.
00:44:14Ich bin ganz froh. Die zwei Söhne, die leben alle hier und die drei Töchter sind auch in der Nähe
00:44:20aber verheiratet.
00:44:22Sie sind nicht mehr da, aber die kommen trotzdem zum Helfen manchmal.
00:44:25Wenn man familiärisch arbeitet, dann geht alles viel leichter.
00:44:39Die Ladinische Küche ist eigentlich eine einfache und arme Küche.
00:44:44Die Produkte sind viel Mehl, Milch und Eier und was eigentlich auf dem Hof zur Verfügung stand.
00:44:55Die Sachen, die im Garten gewachsen sind und die tierischen Produkte.
00:45:01Jetzt sind wir gerade beim Schlutzermachen, Schlutzkrapfen.
00:45:05Eine Portion besteht aus sechs Ravioli.
00:45:08Die Hälfte ist mit Spinat und Quark gefüllt und die andere Hälfte mit Quark und Kartoffeln.
00:45:16Diese hier ist die Spinatfüllung. Die machen wir mit Topfen, etwas Schnittlauch und auch Zwiebeln.
00:45:22Die Küchegeheimnisse kommen von der Grossmutter.
00:45:25Es gibt ein paar Tricks, aber die werden nicht verraten. Die bleiben in der Familie.
00:45:30Da braucht man viel Liebe dazu. Alles mit Liebe vorbereiten.
00:45:39Wir machen so ungefähr sechs pro Person und wir machen 60, 70 Portionen. Jeden Tag.
00:45:48Jeder hat seine Arbeit und wir sind schon seit vielen Jahren eingespielt.
00:45:54Und das geht ganz ruckzuck dahin.
00:46:05Hier haben wir die Schweinsachsen. Die kochen vier Stunden lang. Die werden ab und zu abgegossen.
00:46:13Der Holzofen macht es fast ganz alleine. Der Holz kommt von unserem Wald.
00:46:19Das ist hauptsächlich Fichte und der macht eine Wärme, was unglaublich gut ist zum Kochen.
00:46:30Ich erinnere, wenn ich klein war, dann hat man nur zweimal, dreimal im Jahr Fleisch bekommen.
00:46:37Sonst hat man immer das ganze Jahr nur mit Torten, dann Schlutzkrapfen und dann Nudeln werden auch gemacht.
00:46:46Einfach errichten, aber viel, viel Arbeit dahinter.
00:46:52Wir haben immer das gleiche Menü. Seit 29 Jahren.
00:46:58Die Schlutzkrapfen sind ein typisches Gericht der regionalen Küche.
00:47:03Aller Wahrscheinlichkeit nach kommt die Bezeichnung von Schlutzen, was so viel bedeutet wie Rutschen oder Gleiten.
00:47:14Außerdem gibt es Tutress, frittierte Teigtaschen.
00:47:22Das Öl für die Tutress soll nicht zu warm sein.
00:47:27Hier eine laufwarme Hitze.
00:47:30Und man erkennt sie jetzt an der Farbe.
00:47:34Wenn sie goldbraun sind, rausnehmen.
00:47:40Enrico arbeitet Hand in Hand mit seinem Sohn und seiner Schwiegertochter.
00:47:48Wenn wir richtig arbeiten, dann schaffen wir es zu dritt.
00:47:52Wir sind gut eingespannt.
00:48:02Familie Nagler kocht ausschließlich traditionelle Gerichte.
00:48:06Die Rezepte wurden von Generation zu Generation weitergegeben.
00:48:16Allein mit der Sauerkraut.
00:48:20Die Haxe und zwei Rippchen und ein bisschen Sauerkraut. Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit.
00:48:25Ganz herzlichen Dank.
00:48:27Butterzart, Mathis, magst du probieren?
00:48:34Für den Festumzug helfen Sohn Thomas und dessen Kinder beim Anspannen.
00:48:40Sie sollen da mitmachen. Es ist schön für uns, wenn man sieht, dass junge Leute daran Interesse haben und mithelfen.
00:48:45Für die Kleinen ist das ein schöner und großer Anlass.
00:48:52Ist alles ein bisschen unter Leder.
00:48:55Ist jetzt mit der Kälte, ist alles so starr.
00:49:01Die kann man größer machen oder kleiner. Das ist gar kein Problem.
00:49:04Aber die muss man richtig anpassen, damit das Pferd gut laufen und gehen kann.
00:49:12Die Familie Nagler kennt sich aus mit Norikern. Schon seit über 60 Jahren züchtet sie die alte Pferderasse.
00:49:41Jetzt sind wir bereit. Jetzt ist es nur noch zum Fahren. Da fahren wir hin und schauen wir, dass alles
00:49:47gut läuft.
00:49:50Die Familie bereitet alles für die ladinische Bauernhochzeit vor.
00:49:54Ein volkstümlicher Umzug, der an frühere Trauungen erinnert, die traditionell im Winter stattgefunden haben.
00:50:02Dann stand das landwirtschaftliche Leben ohnehin still und man hatte mehr Zeit zum Feiern.
00:50:14Das sind Fräuche, was heutzutage nicht mehr hergenommen werden. Aber ich weiß noch genau, wie das ist.
00:50:22Zehn Minuten, dann geht's los. Ja, eine große Freude.
00:50:28Das sind sechs, sieben Schlitten. Brautleute, die Eltern von den Brautleuten auf einer Schlitte.
00:50:34Dann die Schwester oder Brüder von der Braut oder von Bräutigam auf eine Schlitte.
00:50:40Und so ging's weiter. Und der Pfarrer kommt auf eine Schlitte.
00:50:44Und am Ende, das war der Brauch, die Frau ist von einem Bauernhof zum anderen.
00:50:51Dann hat sie alles mitgenommen, was sie gebraucht hat.
00:50:54Der Schrank und eine Truhe. Und dann hat sie das ganze Gewand mitgenommen.
00:50:58Auf eine Schlitte. Der Hausstand kommt mit, ja.
00:51:12Das ganze Dorfabtei ist heute auf den Beinen und hat sich herausgeputzt.
00:51:26Die meisten haben Freude, wenn man das Gewand von damals anziehen kann.
00:51:31Dann sind sie auch stolz. Und die Region Südtirol ist eine autonome Provinz.
00:51:37Als kulturelle möchte ich, dass alles so weitergeht wie damals.
00:51:48Heimat ist Heimat. Wo man aufgewachsen ist, das ist Heimat.
00:51:54Und es gibt wieder was weggehen und dann kommt sie wieder zurück.
00:51:59In Gadatal sind Tradition und Brauchtum bis heute lebendig.
00:52:07Gut 50 Kilometer weiter nördlich.
00:52:09Die Schwarzensteinhütte ist die höchste Südtiroler Schutzhütte auf rund 3000 Meter Höhe.
00:52:16Sie gehört zur Gemeinde Arntal.
00:52:20Im späten Mittelalter war hier der Bergbau von großer Bedeutung.
00:52:44Der Bergbau war für das Tal immer schon wichtig.
00:52:48Die Leute haben halt von dem gelebt und die haben die Siedlungen gebaut.
00:52:51Und der Bergbau hat sicher für die Arnteile einen gewissen Reichtum verschaffen.
00:52:58Und heutzutage ist er sehr viel überprägt vom Tourismus.
00:53:02Zusammen mit Kollege Roman Lamprecht erkundet Archäologin Bianca Cerubin ein Gelände in der Nähe von St. Jakob.
00:53:12Das ist gleich da in der Wand, oder?
00:53:14Ja.
00:53:15Das ist gleich da vorne rechts.
00:53:19Die beiden haben an der Felswand ein sogenanntes Mundloch entdeckt.
00:53:23Den Eingang eines alten Bergwerkstollens.
00:53:27Ich glaube, wir müssen da jetzt schon runter.
00:53:30Ach so, ja, ist besser.
00:53:39Es gibt historische Schriften, die eine Schriftberechtigung erwähnen.
00:53:44Wir wissen noch nicht genau, wo sie ist.
00:53:46Und jetzt erkundigen wir einfach mal das Gelände und schauen, ob wir noch was finden.
00:53:52Die 34-Jährige hat echten Abenteuergeist.
00:54:01Ich hoffe schon, dass wir auch Spuren im Stall finden.
00:54:05Also zum Beispiel, dass wir genau sehen, wie der Abbau da funktioniert hat.
00:54:16Man muss schon drittsicher sein.
00:54:18Also je nachdem, ob man jetzt Hochalpin unterwegs ist, was wir natürlich oft machen.
00:54:26Haben wir's fast.
00:54:29Das sind Herausforderungen, was wir gerne annehmen und ist spannend.
00:54:32Das ist abenteuerlich auf jeden Fall.
00:54:34Es wäre nicht langweilig.
00:54:36Jede Situation ist anders.
00:54:48Ja.
00:54:53Wunder, dass der Stollen nicht so hoch steht.
00:54:55Super.
00:54:59Bianca und Roman sind wohl die ersten Menschen seit 500 Jahren, die den Stollen betreten.
00:55:06Der dunkle Tiefegang könnte so manches Geheimnis bergen.
00:55:12Ja.
00:55:22Da ist noch Holz.
00:55:24Ja.
00:55:25Cool.
00:55:26Sohlbrittel.
00:55:32Das haben wir da.
00:55:33Schau oben.
00:55:37Die Sekundärminerale.
00:55:39Ja.
00:55:40Und die Schremmspuren.
00:55:42Voll schön.
00:55:44Der Stollen ist mit Schlägel und Eisen vorgetrieben worden.
00:55:48Also mit einem relativ primitiven Werkzeug, das man eben sehr lange im Berg war verwendet hat.
00:55:54Es schaut so aus wie ein Meißelnden Hammer im Prinzip.
00:55:57Und da hat man sich ganz mühsam in dem Berg vorgearbeitet.
00:56:02Natürlich sind die Bedingungen schon hart.
00:56:04Es ist nass, es ist kalt und es kann jederzeit was von der Decke brechen natürlich.
00:56:08Aber man hat da schon ein bisschen ein Gespür gehabt, was haltet der Berg noch aus oder was kann man
00:56:13nicht mehr machen.
00:56:15Stehen können die beiden hier nicht.
00:56:17Da sieht man die Schremmspuren.
00:56:20Ja.
00:56:20Es ist ja doch ein bisschen ein unheimliches Gefühl darin.
00:56:25Man weiß nicht, was um den nächsten Ecken passiert.
00:56:27Aber doch irgendwie was Heimliches.
00:56:31Irgendwie fühlt man sich wieder zu Hause in der Dunkelheit und in der Enge.
00:56:37Schon ein bisschen wie wenn man wieder zurück ist in der Mutter.
00:56:43So meinst du.
00:56:45Des Berges, ja.
00:56:53Also wir nehmen jetzt da eine Probe von dem Erzgang und lassen es dann mineralogisch analysieren.
00:57:00Und dann wissen wir ganz genau, welches Erz da abgebaut wurde.
00:57:04Also wir vermuten, dass es eher ein kupferreiches Erz ist wegen der Azurit-Bersimpferung, wegen der Sekundärmineralien vom Kupfer.
00:57:12Aber es könnte natürlich auch ein bisschen was anders sein, anders angereichert.
00:57:16Schauen wir mal, dass wir eine gute Probe rausgekommen.
00:57:38Im Gestein haben wir sehr viel Schiefer, das ist das weiche Gestein.
00:57:41Dann eine Quarzader und mit dem Quarz ist oft auch der Erzgang verbunden.
00:57:48Das sieht man da bei dem dünkleren Gestein.
00:57:56Und das beschriften wir halt immer, dass wir wissen, woher haben wir jetzt die Probe gemacht.
00:58:05Die Arbeit der beiden könnte, im wahrsten Sinne des Wortes, Licht ins Dunkel bringen.
00:58:11Das ist bei uns die erste.
00:58:13Das können wir eigentlich heutzutage gar nicht mehr.
00:58:17Wie wichtig der Bergbau damals war für die Leute.
00:58:21Wie prägend das für die Wirtschaft war, für die Gesellschaft.
00:58:26Und jetzt kriegen wir einen Einblick in die vergangenen Zeit.
00:58:36Seit 1426 wird im Arntal Bergbau betrieben.
00:58:40Es gibt sogar Hinweise darauf, dass schon in der Bronzezeit nach Kupfer gesucht wurde.
00:58:48Da sehen wir jetzt nochmal ganz schön diese Spurnagelhundgestänge.
00:58:52Diese hölzernen, länglichen Latten, die da liegen.
00:58:55Mithilfe dieser zwei Holzlatten und einem eisernen Nagel, der am Hund, also am Förderwagen angebracht war,
00:59:01ist da eben gefördert worden.
00:59:04Und das war eine Behelfskonstruktion, damit man größere Mengen an den Tag fördern kann.
00:59:10Wollen wir da vielleicht ein Foto machen, oder?
00:59:12Ja, dass wir das dokumentieren.
00:59:15So ein Verlauf der Stollenwest.
00:59:20Die beiden entdecken noch mehr.
00:59:24Schau, da liegt ein Leuchtspann.
00:59:26Ja, schon gut.
00:59:28Mit dem hat man vor 500 Jahren Licht gemacht.
00:59:31Man hat ja kein elektrisches Licht.
00:59:33Da muss man sich auch anders behelfen.
00:59:36Da sind oft die Zehenspuren auch drauf, gell?
00:59:39Weil das haben sie irgendwie so in den Zehen gehabt.
00:59:43Zum Teil, ja.
00:59:43Meistens sind sie ganz abgebrannt.
00:59:45Da sind nur ein paar Zentimeter groß.
00:59:46Ja.
00:59:48Es hat einerseits diese Leuchtspäne gegeben, mit denen man Licht gemacht hat.
00:59:52Und andererseits Öllampen oder Unschlittlampen, also Fettlampen mit tierischem Fett sind die betrieben worden.
00:59:59Aber in dem Fall ist das jetzt ein einfacher Holzspan.
01:00:03Und da hat man zu Hunderten verbrannt, um da zumindest ein bisschen Licht zu haben da drinnen.
01:00:11Ah, schon. Endstation.
01:00:15Das ist wieder niedriger jetzt da.
01:00:17Ah ja, da ist es fertig.
01:00:18Da ist es verbrochen, gell?
01:00:20Jetzt hat man das wieder aufgeräumt.
01:00:22Da ist Schluss.
01:00:24Ja, schau, da ist so ein Brach.
01:00:25Man kann es erkennen, bei den runden Bachgerölle, die kommen im Berg natürlich nicht vor.
01:00:32Das heißt, das muss irgendwie von außen reingepurzelt sein.
01:00:38Und das kann natürlich auch sein, dass der Stollen mal eine andere Verbindung an den Tag gehabt hat.
01:00:44Und deswegen jetzt verstürzt ist.
01:00:48Für heute ist die Arbeit beendet.
01:00:51Doch Bianca und Roman werden dem alten Stollen bald wieder einen Besuch abstatten.
01:00:56Brrrr.
01:00:57Wuh.
01:00:58Woh.
01:01:00Woh.
01:01:02Woh.
01:01:02Woh.
01:01:03Woh.
01:01:03Woh.
01:01:04Woh.
01:01:04Woh.
01:01:06Woh.
01:01:07Heute war es super.
01:01:08Sehr viele neue Sachen gefunden.
01:01:09Ja.
01:01:10Woh.
01:01:10Woh.
01:01:10Woh.
01:01:13Wer genau das hier abgebaut hat, das wissen wir noch nicht.
01:01:17Aber vielleicht ist das noch irgendwo in den Archiven.
01:01:21Vielleicht entdeckt man das noch.
01:01:23Woh.
01:01:26Woh.
01:01:34In Südtirol sind Mensch und Berg untrennbar miteinander verbunden.
01:01:40Musik
01:01:53Von St.
01:01:54Jakob im Arntal sind es etwa zwei Autostunden Richtung Südwesten ins Ultental.
01:02:01Das Tal ist nur spärlich besiedelt.
01:02:03Es umfasst vier Ortschaften.
01:02:06Darunter St.
01:02:07and Walburg.
01:02:19The Ultental is one of the most famous Täters of Tirol.
01:02:32Erste Besiedlungsspuren reichen bis in die späte Bronzezeit hinein.
01:02:48Das Ultental ist für mich Heimat.
01:02:51Mir gefällt es einfach hier.
01:02:53Das Ultental ist auch noch ein bisschen stehen geblieben.
01:02:57Nicht mehr ganz, aber ein bisschen schon.
01:03:00Wir haben auch noch urtypische Bauernhöfe.
01:03:03Wir haben noch alte Mühlen.
01:03:07Unsere schönen Almen, die wir haben.
01:03:10Und auch die Leute, die Ultener sind vielleicht auch ein bisschen speziell.
01:03:17Aber ich bin stolz, eine Ultenerin zu sein.
01:03:26Jetzt fahren wir zu den Pilzhöfen in St. Gertraud.
01:03:30Das sind die hintersten Höfe im Ultental.
01:03:33Es ist schon etwas Besonderes, muss man auch sagen.
01:03:38Bis man mal dort ist, ist ein langer Weg.
01:03:43Also ich glaube, die Leute, die da oben wohnten,
01:03:45früher war es ja nicht so, dass man jeden Tag ins Dorf musste.
01:03:50Aber wie es heutzutage ist, ist es schon ein bisschen entlegen.
01:03:55Aber ich glaube, die Leute, die da oben waren, haben es sicher geschätzt, dass sie so einen schönen Fleck hatten.
01:04:07Das sind urige Höfe noch, sind aber nicht mehr viel bewohnt.
01:04:15Manche sind gestorben und manche sind einfach fortgezogen.
01:04:22Das Ultental ist stark von Abwanderung bedroht.
01:04:26Denn direkt im Tal gibt es kaum Arbeit.
01:04:30Dorothea Egger und eine Handvoll Frauen wollten das nicht einfach so hinnehmen.
01:04:35Sie hatten eine zündende Idee.
01:04:49Die Schafbauern haben gesagt, ja, das Fleisch verkaufen wir gut,
01:04:53aber die Wolle, die müssen wir entsorgen, die kommt in den Müll.
01:04:57Wir haben gedacht, so geht das nicht.
01:04:59Also so einen wertvollen Rohstoff kann man doch nicht in den Müll werfen.
01:05:03Da muss man sich überlegen, was man daraus macht.
01:05:07Heute holt Dorothea eine neue Ladung Schafwolle ab.
01:05:16Der passt. Ich bin ganz zufrieden mit der Wolle.
01:05:20Also der ist schön und die Qualität passt und die Saurigkeit auch.
01:05:26Also den nehme ich jetzt gerne mit.
01:05:29Mit der kann man gut arbeiten. Da bin ich froh.
01:05:48Statt die wertvolle heimische Schafwolle wegzuwerfen,
01:05:52wollen die Uldnerinnen das Naturmaterial direkt vor Ort verarbeiten.
01:05:57Dafür haben sie eine Wollmanufaktur ins Leben gerufen.
01:06:16Da wird jetzt die Wolle kardiert oder gekämmt, also dass die Fasern alle in eine Richtung gehen.
01:06:25Und das ist dann wie beim Stoff beim Fadenlauf.
01:06:29Da läuft alles in eine Richtung.
01:06:39Mit dem kann man dann schon auch was anfangen.
01:06:43Man kann Nassfilz machen, man kann die Wolle hernehmen zum Spinnen.
01:06:48Da muss sie ja auch schon kardiert sein oder vieles andere noch.
01:06:55Die Betriebsgründung war ein echtes Wagnis.
01:06:58Niemand wusste, ob die Geschäftsidee Erfolg haben würde.
01:07:02Doch Dorothea und ihre Kolleginnen sind das Risiko eingegangen
01:07:06und haben an sich und an ihre Idee geglaubt.
01:07:10Ihr Mut und ihre Geduld haben sich ausgezahlt.
01:07:14Inzwischen floriert die Wollmanufaktur.
01:07:29Wir sind fünf Frauen und ein Mann.
01:07:34Wir Frauen schaffen Teilzeit.
01:07:37Und für uns ist das sehr, sehr wichtig,
01:07:40dass wir einen Arbeitsplatz im Multental haben.
01:07:42Und die Anfangsjahre waren sehr kritisch.
01:07:47Das ging wirklich langsam, langsam,
01:07:50bis wir dann gesehen haben,
01:07:53dass wir doch den richtigen Weg eingeschlagen haben.
01:07:56Und jetzt geht es uns gut.
01:07:59Also es geht bergauf.
01:08:07Es wird eine reine Wollmatratze.
01:08:10Und zwischendrin werden Zirbespäne eingestreut,
01:08:14die beruhigen und senken den Herzpuls.
01:08:20Die Zirbe ist einfach auch ein Heilmittel.
01:08:26Die Wollmatratzen treffen den Zeitgeist.
01:08:30Das Naturmaterial und dessen Verarbeitung ist nachhaltig.
01:08:34Und ihre Erzeugerinnen sind stolz auf ihr Produkt und die Herkunft.
01:08:43Ich könnte nicht vom Oldental wegziehen und irgendwo anders wohnen.
01:08:47Weil ich eine richtige Oldenerin bin.
01:08:50Und die zieht, glaube ich, nicht von hier fort.
01:09:06Etwa 30 Kilometer weiter südöstlich, auf dem Hochplateau des Regelberges,
01:09:12liegt die Gemeinde Aldein, hoch über dem Etchtal.
01:09:17Jedes Jahr, Anfang Dezember, liegt hier eine besondere Stimmung in der Luft.
01:09:23Fast könnte man meinen, dass es nicht so ganz mit rechten Dingen zugeht.
01:09:42Jeder hat ja andere Vorstellungen für den Bösen.
01:09:48Das Böse ist immer etwas Gruseliges, immer etwas Wildes oder so.
01:09:53Und deswegen symbolisiert der Krampus eigentlich auch das Böse, das Gruselige.
01:10:00Aber wir haben ein paarige Ruten zusammen.
01:10:03Ja, aber der Bude hat es frei gemacht.
01:10:05Wir haben es auch mit Liebe gemacht.
01:10:08Markus Ebner und Tobi Heinz sind Mitglieder des örtlichen Krampus-Vereins.
01:10:12Der Krampus ist eigentlich ein Symbol, ein Böse, vom Dorf zu vertreiben.
01:10:17Aber danach kommt das Gute, der Nikolaus.
01:10:21Echt viele Stellungen.
01:10:22Ja.
01:10:26Die Kinder haben sicher Angst. Alle nicht, aber viele.
01:10:31Aber das will man ja auch.
01:10:33Sie sollen nicht wirklich Angst haben, aber Respekt vor dem Krampus.
01:10:41Haben wir genug?
01:10:42Ja, für zwei haben wir genug.
01:10:51Noch ist es ruhig in Aldein. Aber das wird sich schon bald ändern.
01:11:01Markus stattet dem Maskenschnitzer des Krampus-Vereins einen Besuch ab.
01:11:06Hier sind alle Freunde.
01:11:08Markus sucht einen aus, welcher dir am besten gefällt.
01:11:11Hier ist einer mit Echthaar, mit Jag.
01:11:14Hier haben wir etwas Wilders.
01:11:16So, wie man den Ringen oder Ocks filmt.
01:11:19Also, wie die Ocks.
01:11:21Ich bin stark als Markus und wird als Fell übergeworfen.
01:11:26Und dann beginnt das Feeling, alles anzukribbeln.
01:11:30Schau mal, Markus.
01:11:34Sitzt sie?
01:11:35Ja, der fühlt sich nicht so um.
01:11:38Der ist nicht gut.
01:11:41Passt.
01:11:43Du bist einfach ein zweites Wesen.
01:11:46Eigentlich vielleicht in deinen Vorstellungen oder in deinen Träumen,
01:11:51was man schon einmal sein wollte oder so.
01:11:54Für eine halbe Stunde schon einmal abzuschalten und den Rest alles zu vergessen.
01:12:00Und einfach das sein, was man jetzt vielleicht auf dem Kopf hat.
01:12:04Ja, das ist ein Klon.
01:12:07Bigger dog, bigger bite.
01:12:11Smaller dog must have fight.
01:12:16Die Maske muss einfach sitzen, nicht?
01:12:17Nachher kann man sich auch schön bewegen und ein bisschen schön unter etwas machen.
01:12:22Und das muss einfach die Maske sitzen, wenn sie dann hin und her näckeln.
01:12:27Nachher ist das wie ein Unfall einfach.
01:12:35Inzwischen ist ganz Aldain im Krampus-Fieber.
01:12:39Doch unter einigen Vereinsmitgliedern hat sich Unruhe breitgemacht.
01:12:44Kurz vor dem großen Event springt eine der zwei Höllen-Maschinen für den Umzug nicht an.
01:12:53So, jetzt kommt der Fahrer. Wir sehen, jetzt geht's nicht.
01:12:57Das Problem ist, dass ein Leck im Tank ist noch wieder leer.
01:12:59Und dann rostet der Tank.
01:13:01Dann wird das einmal alles schmutzig.
01:13:11Noch einmal eine halbe Stunde.
01:13:13Eine halbe Stunde?
01:13:15Meistens geht's.
01:13:16Das ist immer Vorführer-Effekt.
01:13:20Aber es ist eigentlich so wie schon ein alter Rasenmäher.
01:13:25Das kann man eigentlich noch nicht so beschreiben.
01:13:27Man sitzt eigentlich sehr hoch, alles nackelt.
01:13:29Die Lenkung geht verkehrt.
01:13:32Da muss man sich richtig konzentrieren, ja.
01:13:35Da hat man meist noch die Maske auf und dann sieht man überhaupt gar nichts mehr.
01:13:44Der Aldeiner Krampus-Verein stärkt den Zusammenhalt im Dorf.
01:13:52Als Vereinsvorsitzender versucht Markus, das Chaos zu koordinieren.
01:13:56Nicht immer ganz einfach.
01:14:04Was mir gefällt, ist an der Kameradschaft, dass alle wieder den Zusammenhalt nehmen.
01:14:10Wenn einer mal hinten bleibt.
01:14:12Zum Schluss ziehen alle wieder an einem Strang.
01:14:17Die gegerbten Felle machen das Kostüm komplett.
01:14:22Allmählich verwandeln sich die braven Bürger Aldeins in unheimliche Monster.
01:14:32Am Krampus-Tag laufen wir nur bei uns im Dorf.
01:14:36Und da nehmen wir auch die motivierten und begeisterten Krampus-Kinder mit.
01:14:44Die haben auch schon fast ein halbes Jahr, freuen sich schon auf den Krampus-Tag.
01:14:49Sie können die Kostüme aufsetzen und die Fälle zeigen.
01:14:52Und heuer zählt mir im 24, was mitlaufen.
01:14:56Und da haben wir einen guten Nachwuchs.
01:15:00Neben all den Monsterfratzen, der Nikolaus samt Engel.
01:15:04Um das Böse in Schach zu halten.
01:15:09Bis zur letzten Minute haben sie fieberhaft versucht, sie in Gang zu bringen.
01:15:13Doch die Höllenmaschine bleibt stumm.
01:15:19Eine Maschine, die mitfahren würde, die hat leider den Geist aufgegeben.
01:15:24Die hat nicht mehr gewollt, wie wir.
01:15:30Das zweite Höllengefährt, immerhin, läuft tadellos.
01:15:42Als Vorsitzender des Krampus-Vereins hat Markus heute Abend alle Hände voll zu tun.
01:15:53Für mich ist es jetzt alles durch das organisatorische Hände unten das herrichten.
01:15:59Und jetzt eben hier mit den Kindern, mit den Kindern mitgegeben.
01:16:02Dass die alle ein bisschen in Rahmen bleiben.
01:16:04Ein bisschen bin ich aufgeregt, dass jetzt alles klappt.
01:16:09Dann geht es los.
01:16:23Das wilde Treiben schüchtert nicht nur Kinder ein.
01:16:44Das fiel sich gruselig an.
01:16:46Weil wenn du zu einer Person hingehst und versuchst zu erschrecken,
01:16:51sie macht schnell einmal einen Schritt zurück.
01:16:53Auch wenn sie dich kennt und weiss genau, wer dahinter ist.
01:16:56Aber das ist trotzdem ein komisches Gefühl.
01:16:59Wenn auf einen so eine Gestalt zukommt mit langen Hörnern und Zungen
01:17:04und Blut überlaufen übers Gesicht.
01:17:23Am Ende haben Markus und seine Vereinsfreunde es geschafft.
01:17:28Der Krampuslauf war ein voller Erfolg.
01:17:30Die Stimmung ist ausgelassen.
01:17:34Und die bösen Geister vertrieben.
01:17:58Etwa 20 Kilometer weiter im Norden
01:18:01blickt man auf gleich mehrere Bergpanoramen.
01:18:17Das majestätische Bergmassiv der Rosengartengruppe.
01:18:27Der gut 2500 Meter hohe Secheda-Gipfel.
01:18:36Sowie der über 3000 Meter hohe Langkofel, der das Gröthner-Tal einrahmt.
01:18:43Viele Menschen hier teilen eine Leidenschaft.
01:18:50Das Arbeiten mit Holz, ich habe es schon von klein auf immer miterlebt.
01:18:54Und eigentlich habe ich überhaupt niemals gedacht, etwas anderes zu machen.
01:19:01Das Holz, das man am meisten benutzt wird zum Schnitzen, das ist Zirbelkiefer und Lindenholz.
01:19:07Ich benutze meistens Zirbelkiefer, da es sehr weich ist und der Wurm geht nicht hinein.
01:19:16Die Schnitztradition des Gröthner-Tals ist viele Jahrhunderte alt.
01:19:20Auch Norman Kostner wurde es in die Wiege gelegt.
01:19:24Damals war es so, dass ein Pilzhauer sich auf etwas spezialisiert hat.
01:19:29Manche haben nur grössere Statuen gemacht, einige nur Christusse.
01:19:34Bei meiner Familie, von meinem Vater aus, die haben nur Krippenfiguren geschnitzt.
01:19:39Und viele haben dann nur Tiere gemacht.
01:19:43Und die, kann man sagen, vielleicht die am wenigsten talentiert,
01:19:47die haben dann auch Spielsachen gemacht.
01:19:53Vor dem Ersten Weltkrieg war der Höhepunkt.
01:19:57Da hat fast jede Familie hier im Tal irgendetwas mit dem Schnitzen zu tun gehabt.
01:20:11Ich schnitze jetzt eine Hirtenfigur.
01:20:16Zuerst nehme ich das Grobe weg und dann fange ich wieder von vorne an und jedes Mal geht ein Stück
01:20:21weg.
01:20:22Am Anfang bin ich meistens so angespannt, bis ich sehe, wie die Figur wird.
01:20:33Mit der Zeit, wenn man sieht, dass die Figur gut steht, dann kommt man so schön langsam auf den Genuss
01:20:41vom Schnitzen.
01:20:45Ich denke, dass man viel Übung braucht, sehr viel Übung.
01:20:50Man muss eigentlich hunderte von Figuren machen, bis man das Gefühl bekommt, man muss es irgendwie in sich spüren.
01:21:05Meine Figuren werden meistens mit Wasserfarbe bemalt. Das deckt die Technik, die ich habe, nicht ab.
01:21:13Man sieht fast sogar die Masern vom Holz. Und man sieht jeden Schnitt.
01:21:24Hallo!
01:21:25Hoi!
01:21:26Oha!
01:21:27Oha!
01:21:27Oha!
01:21:28Oha!
01:21:28Oha!
01:21:29Oha!
01:21:30Oha!
01:21:31Nice to meet you.
01:21:36Nice to meet you.
01:21:37Nice to meet you.
01:21:42Nice to meet you.
01:21:44Nice to meet you.
01:21:46You're a young man on the Esel.
01:21:50You're 18, right?
01:21:51Yeah.
01:21:53I'm going to take care of you.
01:21:55I'm going to take care of you.
01:21:5610 cm?
01:21:57No.
01:21:59Super G3.
01:22:00In the 50s, when so many machines were made,
01:22:04they built a protective mark.
01:22:07They were guaranteed that it was a single piece
01:22:10and completely handmade.
01:22:12Many customers come and don't know that.
01:22:16But if I explain that with the protective mark,
01:22:19then all of them want to have this.
01:22:23Ciao.
01:22:52Ciao.
01:22:56We're very happy.
01:23:01That's how it works.
01:23:03I'm going to go.
01:23:03I'm going to go.
01:23:03I'm afraid you're going to go.
01:23:04Cool.
01:23:05My toughness doesn't have to go.
01:23:07No, I don't want to go.
01:23:08We were nine children.
01:23:11I was the oldest.
01:23:14No Strom, no water.
01:23:17We had to go very little to school.
01:23:20When I was in the school or when I was learning,
01:23:23I learned a lot in the dorms,
01:23:26then I had to go four times a day down and down.
01:23:34So much less to mess,
01:23:35it wouldn't have been able to mess it up.
01:23:40It was difficult times.
01:23:42But, yes.
01:23:43It's not too fast.
01:23:46We're not too fast.
01:23:48You're ready to go.
01:23:49You're ready to go.
01:23:52Ciao, ciao.
01:23:53Ciao, servus.
01:23:53Mach's gut.
01:23:55I like sports,
01:23:58and in the summer I like to ride.
01:24:02I like to ride on the Berge.
01:24:05When you're at such a speed,
01:24:09you have a feeling of freedom.
01:24:12Where you're born,
01:24:14you feel like you're at home.
01:24:16And here,
01:24:18with this nature,
01:24:19I could not imagine something beautiful.
01:24:26To Füßen von Normans Werkstatt liegt St. Ulrich.
01:24:30The place is proud of the Holzschnitz-Kunst.
01:24:34Handgearbeitete Figuren
01:24:36find man in the Schaufenster heutzutage
01:24:38kaum noch.
01:24:40Die meisten Figuren werden maschinell hergestellt.
01:24:43Auch wenn man das auf den ersten Blick oft gar nicht sieht.
01:24:48Berufsschnitzer wie Normann
01:24:50sind selbst im Gröthner-Tal eine Seltenheit geworden.
01:24:55In seiner Werkstatt ticken die Uhren noch etwas langsamer.
01:25:00Ich bin schon gläubig.
01:25:03Eigentlich bin ich auch so erzogen worden.
01:25:06Irgendwie denke ich, dass es mir schon etwas gibt.
01:25:21Ich muss Geduld haben und nicht zu viel wegnehmen.
01:25:28Immer so ein bisschen.
01:25:29Und ja.
01:25:36Bis ich halt so zufrieden bin.
01:25:39Bis ich das Gefühl habe,
01:25:42so kann ich es gehen lassen halt.
01:25:45Manchmal ist es fertig.
01:25:46Dann schaut man am nächsten Tag nochmal die Figur an.
01:25:50Und dann sieht man wieder alles ein bisschen anders.
01:25:54Und dann schnitzt man wieder.
01:25:57Und ja.
01:25:58Wenn so eine Arbeit bei mir bestellt wird,
01:26:01dann dauert das ungefähr ein Jahr,
01:26:03bis man sie abholen kann.
01:26:08Und deshalb findet man auch nicht diese Sachen auf den Weihnachtsmärkten.
01:26:20Oft bin ich dann abends nach dem Abendessen der Werkstatt da.
01:26:24Da habe ich meine Ruhe und kann gemütlich schnitzen.
01:26:35Ich habe hier versucht eine Krippe zu machen,
01:26:38die man auf Augenhöhe stellen kann.
01:26:44Und in der Mitte habe ich die Heilige Familie.
01:26:49Hier eine Hirtengruppe mit einer Schafherde.
01:26:52Und dann habe ich hier eine Szene mit Gänzen und zwei Ziegen.
01:27:00Und dann ist hier der Königszug.
01:27:02Und die sind noch etwas weiter entfernt,
01:27:05aber die sehen auch schon etwas.
01:27:07So entsteht halt schön langsam die Komposition halt.
01:27:11Ganz am Anfang weiß ich nicht genau, wie es wird.
01:27:14Aber dann mit der Zeit geht es ein bisschen von alleine fast.
01:27:21Norman ist einer der letzten seiner Zunft.
01:27:25Nachwuchs gibt es kaum.
01:27:31Etwa 15 Kilometer weiter nördlich.
01:27:36Der Weihnachtsmarkt in Brixen.
01:27:40Neben Krippenfiguren gibt es hier vor allem kulinarische Spezialitäten.
01:27:44Zum Beispiel Strauben.
01:27:46Ein süßes Backwerk aus Mehl, Milch, Butter, Eiern und Zucker.
01:27:52Ihre besondere Form erhalten die Strauben, indem sie durch einen Trichter spiralförmig in das heiße Fett eingelassen werden.
01:28:19Auf dem stimmungsvollen Markt findet man alles, was das weihnachtliche Herz begehrt.
01:28:23Auch Südtiroler Speck.
01:28:27Und Kartoffelbladeln.
01:28:30Sie werden knusprig frittiert und auf Sauerkraut angerichtet.
01:28:55Wer im Winter nach Südtirol reist, den treibt vor allem eines um.
01:28:59Die Sehnsucht nach unberührter Natur und Entschleunigung.
01:29:06In der kalten Jahreszeit wirken viele Ecken Südtirols noch heute wie die Kulisse eines Märchens aus längst vergangenen Zeiten.
01:29:15Und der machen die Kulisse eines Märchens aus längst vergangenen Zeiten.
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