Skip to playerSkip to main content
  • 5 hours ago

Category

📺
TV
Transcript
00:00:00We are not out of Berlin, the idea that we have to do.
00:00:05To play in Ost-Berlin is of course at all the authorities.
00:00:10That was of course, what we did not have to do.
00:00:20The plan was before in absolute secret.
00:00:27We were the Visier of the Stasi.
00:00:32Then the alarm bells ring at the Stasi.
00:00:38It was a hot number, they could have to walk in the Knast.
00:00:44It was a mix of fear and joy and joy and joy.
00:00:48It was a revolution of power.
00:00:51It was all before music on the border.
00:00:54This is the first time in the DDR.
00:01:06The first time in the DDR.
00:01:24That's a great deal.
00:01:25You can see how stupid the Stasi worked.
00:01:30We're from Düsseldorf.
00:01:39If there's a huge number,
00:01:41as it was then,
00:01:43they probably couldn't see themselves.
00:01:4640 years later,
00:01:48we're still here.
00:01:56That we played illegal in the DDR
00:01:58is the most important moment
00:02:00of our band history.
00:02:02And the memory of it
00:02:04is like a
00:02:05in the early days of the dead.
00:02:09And that was a huge gift for us.
00:02:28You walked through the picture, Wami.
00:02:29Oh, sorry.
00:02:32Now the fun begins.
00:02:33Brightie's here.
00:02:36I think we're still in the rear.
00:02:42It's not today,
00:02:45that it's a country
00:02:46and that it's a country
00:02:47to go to the border.
00:02:48And of course,
00:02:49we were also different.
00:02:51The bus was a little smaller.
00:02:52And probably
00:02:55we had a beer in the hand
00:02:57to the time.
00:02:59Hey!
00:03:02Hey!
00:03:04Hey!
00:03:05Get it big.
00:03:07Hey!
00:03:12Let's start with a bikefront.
00:03:13It loved it.
00:03:19It was amazing,
00:03:21a beautiful feeling.
00:03:22getting out of the city.
00:03:23It was action…
00:03:25It was new.
00:03:37Shalalala, shalalala.
00:03:41Jemand sprach uns an, er hätte eine Verbindung nach Ost-Berlin,
00:03:45ob wir nicht Lust hätten, dort zu spielen.
00:03:47Das war eine Sensation, das roch nach Abenteuer.
00:03:51Das war eine Sache, die uns in den Fingern gejuckt hat.
00:03:54Wir sagten, da machen wir mit, da sind wir bei.
00:03:58Scheiß, wann ist das?
00:04:01We played a lot of concerts in the so-called Ostblock.
00:04:05And those were the ones that were the hardest to bring,
00:04:09because the DDR was more repressive than it was in other countries.
00:04:15I-O, let's go! I-O, let's go! I-O, let's go! I-O, let's go! I-O, let's go!
00:04:27And then it was great, of course, let's look at what's going on.
00:04:30Let's see if we can bring the punk rock back.
00:04:32And he was actually long ago.
00:04:48DDR, the world's world, we have your shit!
00:04:54DDR, my father ran!
00:04:58Where are you now?
00:04:59I'm lost!
00:05:04By us on the schoolhouse, there was a Bravo.
00:05:08That was a very seldom thing and everyone wanted to have it in my hand.
00:05:11And then in the middle, as a poster, was this Pistols-Poster.
00:05:27All that was in me was, was in me was, could I always describe it.
00:05:32Ohne, that I actually knew what this meant.
00:05:34I had no idea of the punk. I didn't know the music.
00:05:37I didn't know what this meant.
00:05:39And with Ima had it seen.
00:05:41With Ima was so, ey, du kannst und darfst komplett anders sein.
00:05:45Du kannst dich trauen, einfach schneid dir die scheiß Haare ab irgendwie.
00:05:49Zerreiß deine Klamotten, seh einfach richtig krass scheiße aus.
00:05:52Sag einfach, ey, fuck you!
00:05:54Nee, nein, nein, nein, ich bin nicht mehr dabei.
00:05:57Und das war, das Poster war so, das war der Moment, das ist es.
00:06:03Mein Name ist Bernd Michael Lade und ich habe damals bei dem allerersten Konzert in der DDR mit den Toten
00:06:10Hosen zusammen mit meiner Punkband auch gespielt.
00:06:13Wir sind planlos und damals war ich am Schlagzeug.
00:06:16Ich hatte dann einen Kumpel, dessen Vater war Diplomat und der konnte immer jeden Tag rüber investen.
00:06:21Und er hat mich angerufen, ich hab im Telefon und, hey, hier ist Alex, ich war eben drüben.
00:06:26Ich habe die Platte, die Nevermind the Bollocks von Pistols mitgebracht.
00:06:35Komm sofort zu mir, kein einziges Lied ist langsam.
00:06:38Ich habe sofort Hörer aufgelegt und dann haben wir die Platte gehört.
00:06:44Das hat mich, das hat mich, das hat mich so umgehauen.
00:07:03Es war eine Form, sich wirklich kreativ auszudrücken und nicht in Staatsform und das war noch besser.
00:07:09Und die Musik war einfach die coolste, die es eigentlich bisher gegeben hat.
00:07:14Ich sitze auf der Schönhauser und kriege Heulkrämpfe und denke, ich will da nichts weiter als darüber einmal irgendwie eine
00:07:21geile Band sehen.
00:07:22Stell dir mal vor, du könntest die Pistols live sehen, ey, Hammer.
00:07:25Mehr will ich gerne. Komm zurück.
00:07:45Ja, ob du Gitarre spielen kannst oder irgendwas, nimm einfach und mach.
00:07:50Du brauchst ja nur drei Griffe, aber du musst dich äußern.
00:07:54Das war so, dass man zu uns rüberschwappte und den fanden wir eigentlich schon ziemlich cool.
00:07:58Das heißt, man war eigentlich ohne Band ja kein richtiger Punk.
00:08:17Bist du denn geboren worden, um dich allem unterzuordnen, ist das nicht ein großer Staat, in dem jeder seine Freiheit
00:08:25hat?
00:08:25Mir war immer klar, also damals schon, ich darf die Texte auf gar keinen Fall irgendwie aufschreiben, ich darf sie
00:08:29nicht zu Hause in meiner Wohnung haben, das ist alles staatsfeindlich.
00:08:33Der offizielle Weg als Musiker in der DDR war halt über Einstufungen.
00:08:38Man musste sozusagen sein Repertoire einer Jury vorspielen.
00:08:43Ein Jäger mit seinem Gewehr, der ging ganz auf die Pirsch.
00:08:50Und die haben dann darüber beratschlagt, ob deine Musik es wert ist, gehört zu werden.
00:08:57Die Kommission sitzt jetzt zusammen und berät über Sie. Was meinen Sie, kommt für ein Urteil heraus?
00:09:03Ich weiß es nicht.
00:09:04Um das auf die Ebene einer beruflichen Qualifikation zu heben, reicht es nicht.
00:09:11Es fehlt neben Ausdrucksmitteln auch an Mimischen und an Gestischen.
00:09:18Wir machen in der DDR niemals eine Einstufung.
00:09:21Einstufung bedeutet, wir passen uns hier an.
00:09:23Wir passen uns an mit einer Äußerlichkeit, mit den Texten, mit all diesen Dingen.
00:09:28Und dann sind wir nicht mehr im Underground, dann sind wir angepasst, dann sind wir eine von diesen angepassten Bands.
00:09:34Und das waren ja für uns die noch größeren Feinde als der Staat an sich.
00:09:53Ich hatte so eine Bravo, da war ein Vorher-Nachher-Foto drin.
00:09:57Und mit diesem Vorher-Nachher-Foto bin ich zum Friseur in der Trabacher Straße in Weißensee.
00:10:03Also so ein kleiner Dorffriseur. Und dann waren die total überfordert.
00:10:05Wie kriegt man so eine abstehenden Haare hin?
00:10:12Mein Name ist Silke Klug, alias Kat.
00:10:15Ich war bei dem Tote-Hosen-Konzert dabei und bin total glücklich, dass ich dabei war.
00:10:26In die Gruppe der Punks zu gehören, hat ein bisschen auch mein Überleben ausgemacht.
00:10:31Also überhaupt in diesem Osten irgendwie eine Nische gefunden zu haben, wo Andersartigkeit auch gewollt war
00:10:36und sich auch kritisch mit allem, was so da war, auseinanderzusetzen.
00:10:54Warum hab ich die Tote-Hosen?
00:10:56Tja.
00:10:57Trini.
00:10:58Trini.
00:11:00Wieso meinst du, ich bin die größte Tote-Hose hier, oder?
00:11:04Ne, weil du jetzt sagen hast, das lag nah.
00:11:06Das lag nah.
00:11:07Das lag der Kinder.
00:11:10Es ist so.
00:11:14Der Ton und der Nation.
00:11:16Es ist so.
00:11:18Der Ton und der Nation.
00:11:19Andi und ich, wir haben uns ein bisschen Geld verdient, um bei anderen Bands eben Aufbauer zu sein oder zu
00:11:23helfen.
00:11:24Und so gab es einmal ein Konzert der Berliner Band Malaria, wo wir gearbeitet haben.
00:11:30Und da half ebenfalls jemand mit, ein Engländer namens Mark.
00:11:34Da war der Manager von Malaria und mit dem bin ich ins Gespräch gekommen und erzählte ihm auch, dass wir
00:11:39eine Band haben und so weiter.
00:11:40Und da riss diese Verbindung dann nicht mehr so richtig ab.
00:11:45Ich weiß noch, der Typ war, der hat immer Armeeuniformen angehabt, egal von welchem Land.
00:11:51Mal war es tschechoslowakisch, mal war es chinesisch.
00:11:54Immer Militäruniform.
00:11:55Ich dachte, das stimmt mit dem auch nicht.
00:12:08Ich bin Marvide.
00:12:09Ich bin Planten und Cent und Musiker.
00:12:13Ich habe das Konzert mit den Toten Hosen aus Berlin organisiert mit meiner Freundin in der DDR.
00:12:18Ich bin hierher gekommen, weil ich eigentlich nur ein paar Platten kaufen wollte.
00:12:23Und dann habe ich dann die DDR entdeckt.
00:12:25Das hat mich einfach so gefesselt.
00:12:34Das war wie so, man ist 20 Jahre zurückgegangen.
00:12:38Auf eine Art, aber auf eine gleiche Art war das modern.
00:12:43Das war so eine Version von das, was man kennt.
00:12:46Die Autos, die hatten zwar Autos, aber die sahen aus, als auch ein Kind, das gemalt hat.
00:12:50Weißt du, so sieht ein Autos aus.
00:12:53So mit diesen Zweitaktmotoren.
00:13:00Und ich habe mir so ohne geguckt zu sehen, ob jemand mich verfolgt.
00:13:04Weil ich dachte mir so, ich bin hier ein Feind eigentlich in deren Augen.
00:13:17Da ist man durchgefahren mit dem Wagen.
00:13:20Natürlich.
00:13:35Wenn man nachts hier ankam, war das halt alles hell erleuchtet.
00:13:39Das war schon sehr strange.
00:13:41Wie man sieht, die haben reich die Scheinwerfer gehabt.
00:13:44Ja, total.
00:13:46Man hat einen Totalschiff.
00:13:49Da sind die Pässe drin gefahren.
00:13:52Das hat mich am meisten fasziniert.
00:13:54Da vorne muss man die abgeben, bei dem Häuschen.
00:14:02Und hier wurden die Pässe und Fahrzeugpapiere entgegengenommen in der Kontrollstube.
00:14:08Und dann durch dieses Förderband nach vorne geschoben.
00:14:11Was denen wahrscheinlich ein bisschen Zeitgewinn gegeben hat, um die Dokumente zu überprüfen.
00:14:16Man stand da in einem Wagen und das war schon verunsichert.
00:14:19Weil man sich nicht erklären konnte, was die damit machen.
00:14:22Also werden die noch woanders schnell abfotografiert?
00:14:25Oder was passiert eigentlich mit dem Pässe?
00:14:26Das war schon so eine Frage.
00:14:35Der hat dieses Förderband bestimmt 50 Mal durchlaufen hier eingetragen.
00:14:45Was weiß ich.
00:14:46So sah ich 78 aus, wenn ich gut aussehen wollte.
00:14:49Brav.
00:14:50Das war der Ende.
00:14:52Und dann hier.
00:14:54Ein Ding nach dem anderen.
00:14:56Der ganze Pass.
00:14:59DDR.
00:15:04Meine Großmutter wohnte ja in West-Berlin.
00:15:07Es wurde immer hin und her gefahren und diese Grenzübergangsmomente, die immer spannend waren.
00:15:11Weil mein Vater da doch immer sehr nervös war.
00:15:14Das hat sich dann auf uns Kinder übertragen, obwohl wir nicht so richtig wussten, worum es geht.
00:15:25Natürlich wusste man, dass es in der DDR Punks gibt.
00:15:28Aber Kontakt aufzunehmen war schwierig.
00:15:30Man konnte auch nicht irgendwo anrufen.
00:15:32Mark Rieder, der ist in den Osten gefahren und hat jemanden angesprochen, der dann halt so aussah, dass es ein
00:15:37Punk sein könnte.
00:15:46Und dann habe ich dann dieser Kid in der Bahn gesehen.
00:15:49So ein bisschen Drainpipe-Trousers und ein bisschen Spiky-Hair.
00:15:53Nicht ganz Punk, aber so ein leichter Versuch eines zu sein.
00:15:57Und ich dachte so, er weiß bestimmt.
00:16:00Und dann ist er ausgestiegen und ich bin gleich hinter mir gerannt.
00:16:04Und ich dachte so, gibt es überhaupt eher eine Underground-Szene in Ost-Berlin?
00:16:08Wenn du hörst, dass es ein Punk-Rock-Konzert oder irgendein Underground-Gig gibt, dann schreib mir bitte eine Postkarte
00:16:15und sag mir wann und wo.
00:16:18Und dann habe ich nichts von ihm gehört.
00:16:20Nichts. Gar nichts.
00:16:22So ein paar Monate später, kriege ich einen Brief von so einem Mädchen.
00:16:28Und die hieß Kerstin.
00:16:29Ich will dich treffen.
00:16:30Sie hat mir erzählt in dem Brief, dass sie diesem Typen, den ich in der Bahn getroffen habe, sie hat
00:16:36mir eine Adresse von ihm.
00:16:46Das ist von 82.
00:16:51Und Hallo Marc.
00:16:53Da lässt sich auch bestimmt was machen.
00:16:56Hier gibt es ja auch einige Underground in Klammern.
00:17:00Gruppen, das heißt Anlagen, sind vorhanden.
00:17:04Wir würden es jedenfalls toll finden, wenn ihr hier mal spielen würdet.
00:17:10Tschüss Kerstin.
00:17:14Also wenn rüber, dann im Untergrund und mit den Liedern, die wir zu singen haben.
00:17:33Der Alexanderplatz war unser Zentrum notgedrungenerweise, weil wir alle da ganz in der Nähe gewohnt haben.
00:17:40Der Alexanderplatz war natürlich so als touristische Ziel, so irgendwie waren viele Westtouristen und so und da wollte man nicht
00:17:47die subversiven oder dekadenten Jugendlichen haben auf dem Platz.
00:17:51Und für uns war natürlich dann klar und genau da müssen wir sein.
00:17:53Der Alexanderplatz war ja relativ regelmäßig, ja, also einmal die Woche, zweimal die Woche.
00:18:08Und ich dann mit meinen Badges hier in den Haaren und alles und so bin ich dann über den Alexanderplatz
00:18:13und dann haben sie mich dann so festgenommen, dann haben wir die alle abgenommen.
00:18:17Und dann habe ich erst mal gesehen, ey, nur weil du hier auf diese Bands stehst, dann wirst du hier
00:18:21gleich irgendwie verhaftet, wie so ein Verbrecher.
00:18:24Und dann wird hier alles abgenommen, meine schönen Badges.
00:18:33Ich bin Jürgen Breski, habe im Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet.
00:18:37Ich war Führungsoffizier.
00:18:40Führungsoffizier bedeutet, dass man selbst natürlich ein paar Jems hatte.
00:18:44Man hatte Verantwortungsbereiche.
00:18:48Bei mir die sogenannte negativ-dekadente Jugend.
00:18:52Da hörten Punks zu, die meinten, die DDR verändern zu wollen.
00:19:00Die Punks selbst sind ja mit ihrem Ursprung auf der anderen Seite natürlich Leute gewesen, die sich bewusst vom gesellschaftlichen
00:19:10System trennten.
00:19:12Die Gesellschaft wollte schon, dass die Leute mitmachen. Davon ist jede Gesellschaft abhängig.
00:19:17Am 1. Mai bekunden die Berliner ihre Verbundenheit mit ihrem sozialistischen Staat und den Werktätigen in aller Welt.
00:19:25Feste Freundschaft mit der Sowjetunion und den sozialistischen Bruderstaaten.
00:19:30Anti-Imperialisten.
00:19:31Das System hat vorgegeben, Jugendliche dürfen FDJler sein und dann dürfen die sich dort treffen, die dürfen mitklatschen im Rhythmus,
00:19:38denen die vorschreiben.
00:19:40Und wer das nicht gemacht hat, im Rhythmus mitgeklatscht, der war automatisch ein Außenseiter.
00:19:44Und wie eine Bombe platzten dann auch die Punks ja in diesen grauen DDR-Alltag.
00:19:48Und dann gab es halt die Motivation der Kirche, Leute, wir können die nicht im Regen stehen lassen.
00:19:58Ich heiße Stefan Müller und passe in die Geschichte rein, in dem ich an dem betreffenden Tag anwesend war.
00:20:05Ich war Praktikant hier in der Erlöserkirche.
00:20:31Gute Morgen, wir stehen hier im Kontrollpunkt 3 Linde und warten immer noch auf den gelben Bus der toten Hosen.
00:20:36Yeah, party! Super!
00:20:41It's been a long time.
00:20:43Was it happened to you?
00:20:45Was it happened to you?
00:20:45Was it happened to you?
00:20:46Was it happened to you?
00:20:47Was it happened to you?
00:20:48Was it happened to you?
00:20:50We were basically on Krawall.
00:21:07I got to go to my super eye.
00:21:09I got to go to my super eye.
00:21:11I got to go to the U-Bahn.
00:21:12I got to go to the Alkohol.
00:21:13I got to go to the Krawall.
00:21:17Mark had discovered,
00:21:18that it was like Bluesmessen in the church.
00:21:21And that there were concerts that were possible.
00:21:23I didn't have that on the shelf.
00:21:24That the church was in the West,
00:21:27where something could happen.
00:21:35Es gab die Bluesmessen.
00:21:37Die waren natürlich immer im.
00:21:39Weil natürlich da auch sehr viele politische Messsages rüber kamen.
00:21:42Natürlich immer im Blick des Jeichen dienstes.
00:21:47Das unter dem schützenden Dach der Kirchen
00:21:50freier diskutiert wird als anderswo in der DDR,
00:21:53lockt junge Menschen an,
00:21:54the language of the language and the norm of the socialized society
00:21:59are overrissed and overrissed.
00:22:01There were many in the place, certainly.
00:22:04But my personal Ehrgeiz is to have knowledge,
00:22:08to know how the scene works.
00:22:12And to see things in the way,
00:22:15which one can possibly change.
00:22:31And then I went and asked the driver,
00:22:35if it was possible,
00:22:36that I could make a gig?
00:22:38He said, that's not a gig.
00:22:40That's a god's service.
00:22:42You have to pray.
00:22:45I said, okay, I'll do everything.
00:22:49I knew that it was extremely difficult
00:22:53and that it could really be difficult.
00:23:05We were then over the border to the Friedrichstraße.
00:23:08It was very conspirative
00:23:09and it was very clear,
00:23:11that it was a absolute risk.
00:23:20It was a lot of wine.
00:23:22but I had to go to a website.
00:23:23It was a lot of wine.
00:23:23and then there were a couple of questions.
00:23:25What did they do?
00:23:25Grimmige faces.
00:23:34They didn't know what it was happening.
00:23:36I said, you can't see how you look at today, that's not going to, they won't let you go in.
00:23:43More normal clothes, I say I say, normal jeans and hair down, not up.
00:23:49Andi, so Seiden-Scheiden, that looks great.
00:23:56Actually, these cabins, these corners, they bring me a lot to the clinic.
00:24:03That's what I'm trying to do.
00:24:09Then it was a bit of the spirit of Emil and the detective.
00:24:14We trickled the bulls out on both sides.
00:24:19It was also sportive.
00:24:22This whole conspirative made of course,
00:24:26that we had to be in 2er and 3er groups.
00:24:29I said, we can't all go together in a huge group.
00:24:33There will be a lot of attention to it.
00:24:36That was exactly what we loved.
00:24:39That was a kind of underground-Pfadfindertum,
00:24:43which I've been in my life long.
00:24:45You could just say,
00:24:46I'd like to see the D.D.R.
00:24:49like they said,
00:24:50I'd like to see them as well.
00:24:56Not with the next road,
00:24:58but with the next road,
00:24:58but with the next road,
00:24:59we're going to go to Berlin,
00:25:01so that the problems between the groups are great enough,
00:25:04so that you don't have a doubt,
00:25:06and I'm thinking,
00:25:07that someone's twinked or something.
00:25:12And I was the best.
00:25:13I wanted to see who came in the D.D.R.
00:25:16and who came in the D.D.R.
00:25:18and who came in the D.D.R.
00:25:19It could be that they say to Campino,
00:25:21you don't come in the way,
00:25:22you don't come in the way.
00:25:23So,
00:25:24and then we didn't have a concert anymore.
00:25:39And then we went to the S-Bahn
00:25:41and went to Hummersburg.
00:25:43As we came,
00:25:44Kerstin got us on the road.
00:25:46First of all,
00:25:47we learned,
00:25:49I think,
00:25:49this woman Kerstin,
00:25:51who was responsible for the Ost-Seite
00:25:53in the D.D.R.
00:26:00And the way it looked like
00:26:01I think
00:26:01we went to the other place
00:26:02and drank a coffee and drank a lot of milk.
00:26:06If that was to be Kerstin in the room,
00:26:08that's not so clear.
00:26:16This was a surprise.
00:26:18It was a huge surprise.
00:26:21which I didn't expect in Berlin at all.
00:26:24It was different than in the West, where it wasn't geduld.
00:26:27But they said that they had to be honest with you,
00:26:30that people went into sanitary houses,
00:26:33and made their own homes beware.
00:26:35That was a lot of surprise and things I didn't expect.
00:26:39And then I sat in Berlin and had a very good Eierlikörs.
00:26:48I watched West-Fernsehen and watched West-Fernsehen.
00:26:56On that day, we were the first time in West-Deutschen TV.
00:27:03In the show, Babb und die Toten Hosen, 2 Bands, 2 Welten.
00:27:06Wo gezeigt wurde, die berühmten großen Babb
00:27:10und dann diese kleinen Würmer aus Düsseldorf,
00:27:13die da im Untergrund rumhausen.
00:27:18Eine Gruppe von Hunderten in der Bundesrepublik,
00:27:20das sind die Toten Hosen und, wie es in einem Lied von ihnen heißt,
00:27:24die Jungs von der Opel-Ging,
00:27:25wie man an ihrem einzigen Firmenauto unschwer erkennen kann.
00:27:29Der Zustand des Wagens steht für ein Programm.
00:27:31Viel Spaß, aber kein Geld.
00:27:33Raus aus der Masse, ein bisschen Widerstand,
00:27:35ein bisschen Verweigerung.
00:27:37Muss für die Ost-Berliner schon komisch gewesen sein,
00:27:40dass sozusagen die da sehen, was im Fernsehen,
00:27:42was neben denen da auf der Couch sitzt und sich das ansieht.
00:27:47Das war ein lustiger Moment.
00:27:48Und wir waren natürlich auch stolz, im Fernsehen gewesen zu sein.
00:27:51Diese Kids, die waren so was von Baff.
00:27:54Die sitzen nachher, die gucken im Fernsehen, die gucken.
00:27:56Das ist tatsächlich, die sind tatsächlich das.
00:27:59Die können das gar nicht glauben.
00:28:00Mit ihren Gliedern treffen sie den Nerv einer Generation,
00:28:03zumindest einer nicht unwesentlichen Gruppe daraus,
00:28:06die der Punks und ihre Anhänger.
00:28:07Für ihre Fans sind sie Kumpels, die ihre Musik machen.
00:28:11Da war ich ja immer noch am Suchen so,
00:28:13was für ein Punk bin ich denn und will ich dann sein?
00:28:16Und die Totenhosen waren ja nicht unbegründet,
00:28:18sondern die hatten ja diese Totenhosen an,
00:28:20diese labbrigen Stoffhosen und die zu weiten
00:28:23und irgendwie die überhaupt nicht sitzen.
00:28:25Und irgendwie war das ein ganz anderer Blick auf den Punk.
00:28:29Für mich war Punk schwarz, da gehörte eine Lederjacke,
00:28:31da gehörte ein Springerstiefel und die Totenhosen,
00:28:34die haben das einfach alles nochmal neu bespielt.
00:28:38Schwierig war es eben, wie kriegt man überhaupt die Instrumente?
00:28:41Planlos, die ja da mitgespielt haben bei dem Konzert,
00:28:43die hatten halt Instrumente, aber da war die Gitarrenseite geknotet,
00:28:48weil die hatten keine Seiten.
00:28:50Und dann wurde eben gepflegt.
00:28:53Es gab einen Verstärker, Gott sei Dank hatten die überhaupt einen.
00:29:01Ich habe das ein paar Mal probiert tatsächlich mal nachzumachen.
00:29:04Diese Seite hier zu verknoten, das war also hier so ein Schlingknoten,
00:29:08ich weiß nicht, wie das heißt.
00:29:10Keine Ahnung, wie die das gemacht haben.
00:29:12Absolut irre.
00:29:13Und ich meine, wenn eine Seite reißt, wechsle ich alle,
00:29:16weil die Nächsten dann auch reißen.
00:29:18Das konnten die damals gar nicht.
00:29:22Die mussten haushalten, die haben die wahrscheinlich ein Jahr lang
00:29:24oder zwei, weiß nicht, wie lange gespielt.
00:29:28Das tut dann fast weh, wenn ich die jetzt hier durchschneide.
00:29:34Standort, da denke ich oft öfters drüber nach.
00:29:48Wir sind mittags noch mal in Probe am Gang, uns noch mal eine Planlos-Probe anzuhören.
00:29:53Und da kam dann die Information, dass die Toten Hosen kommen und spielen.
00:29:58Planlos haben uns dann die Weisung, muss ich schon fast sagen,
00:30:02geben keinen Bescheid zu sagen dazu.
00:30:03Darum können wir diese schon.
00:30:04Die wollten halt nicht, dass das Ding auffliegt.
00:30:06Und wir haben wirklich die absoluten Schleichwege genommen,
00:30:09irgendwie nicht den normalen Weg, wie wir es sonst immer gemacht haben,
00:30:12um dann zu dem Konzert zu kommen.
00:30:15Bei meinen späteren Gängen zur Alöserkirche konnte ich dann diese Kameras immer erkennen
00:30:21oder die Leute, die dann so irgendwie in den Gebüschen saßen und Fotos gemacht haben
00:30:26oder so ganz komische, mit komischen Aktentaschen.
00:30:37Drüben über der Ladenwohnung, Fotomanufaktur, genau da drüber, die Wohnung, diese Fenster,
00:30:43waren vor 1989 von der Stasi besetzt.
00:30:47Also dort hat die Stasi immer, wenn hier in Erlöser eine Veranstaltung war,
00:30:53haben die von dort drüben aus gefilmt.
00:30:55Das hat man dann auch deutlich gesehen, wenn die Fenster gewackelt haben
00:30:59und dann die Objektive zum Vorschein kamen.
00:31:03Wenn die uns da ausgehoben hätten, wären alle, wären die Hosen und wir,
00:31:08wären richtig abgegangen im Knast.
00:31:10Ich habe immer Schuss gehabt.
00:31:12Bei jedem Konzert davor habe ich mich immer von meiner Freundin verabschiedet
00:31:15und habe mir gesagt, kann sein, dass ich nicht wiederkomme.
00:31:19Als wir an der Kirche angekommen sind, das dauerte dann schon eine Weile,
00:31:24bis man so miteinander warm wurde.
00:31:25Man hat sich erst mal so angeguckt.
00:31:35Wir waren schon gespannt, wie das da aussieht, was die überhaupt ankarren würden
00:31:40an Instrumenten, ob da alles da wäre.
00:31:43Ich kann mich noch erinnern, beim Konzert selber dachte ich dann,
00:31:45das ist aber komisch, wie die...
00:31:53Ankündigungsglocken, wir sind da, haben wir extra so bestellt.
00:31:59Das war so ein Happening, so ein gemeinsames Happening und war nicht,
00:32:03da ist die Band und da sind wir, sondern es war so ein Miteinander,
00:32:06dadurch, dass planlos die Band von uns, ja auch als Vorband spielte.
00:32:11Planlos.
00:32:11Die haben das zuerst gespielt und in dem Moment wusste ich, dass it's no going back now.
00:32:27Ich hab etliche Planlos-Konzerte gesehen und das war mit Abstand das Beste.
00:32:32Kam Kambino an so und hat gesagt, so ganz freudig kamen die zu uns und haben gesagt,
00:32:37wenn ihr im Westen werdet, ihr würdet so viele Bands wegknallen, hat er gesagt.
00:32:42Wir für uns im Selbstverständnis waren auch eigentlich klar, dass wir so der Hauptgig sind.
00:32:46Ganz bewusst, provokativ, Hose nennen oder her, also wir sind hier die Stars.
00:33:22Wer ist denn hier fahrt?
00:33:25Hey, hallo.
00:33:26Guten Morgen.
00:33:27Hallo.
00:33:28Ich muss dich.
00:33:30Na?
00:33:30Ich sag ja mal, Tag.
00:33:31Moin, wer bist du?
00:33:33Wom.
00:33:33Hey, ich bin der Neuer.
00:33:35Lass doch mal rüber, wir in den Raum wo wir gespielt haben.
00:33:38Ja.
00:33:48Aber da waren doch Bänke dann auch.
00:33:51Aber das Kreuz ist dann genau dasselbe.
00:33:53Ich hätte gedacht, die Decke wäre viel höher.
00:33:57Ist das deine persönliche Erinnerungsbox?
00:33:59Ja, das sind so ein paar Fotos hier vom Proberaum und so.
00:34:04Hier, Panko und Kaiser.
00:34:07Sagenhaft, ey.
00:34:08Oh, das muss man nur gesehen haben.
00:34:15Ja, da kannst du mir mal ein paar von mir kopieren.
00:34:19Ja, da kann ich mir rum einfach an den Wald schenken.
00:34:22Von uns, von Scotty und so, ist ja die Meinung.
00:34:26Ja, aber das sind doch echte Schätze.
00:34:27Ja, aber ein Lied hier zum Beispiel von einem Freund von uns.
00:34:29Schau, willst du die ganze Ausbeute, die ganze Ausbeute.
00:34:33Ja, die sollten ja keine Fotos gemacht werden.
00:34:40Das war ja auch so, dass von vornherein gesagt wird, keine Fotos.
00:34:43Um die Leute zu schützen.
00:34:45Und dann, dieses Foto taugte auf Jahre später, nach der Mauerfahrt.
00:34:50Kerstin hat das mir dann irgendwann geschickt.
00:34:52Es war mit anderen Fotos.
00:34:55Und ich habe das nicht mitgekriegt, was das war.
00:34:58Bis viel später sehe ich denn das.
00:35:01Das ist dieses Foto.
00:35:02Dass das so geklappt hat mit einem Konzert, ist eigentlich schon echt Glück auch.
00:35:08Und ja, das macht einfach Spaß zu sehen, dass die Leute so einen Spaß hatten, wenn du die Gesichter so
00:35:13siehst.
00:35:13Und so, das ist schon klasse.
00:35:15Und für mich war das sozusagen das erste Mal, das war wie so eine Wunscherfüllung.
00:35:20Du wolltest ja immer so eine richtige Punkband mal sehen.
00:35:24Live.
00:35:27Und das war so.
00:35:43Ich habe die ganze Zeit im Schatten gestanden.
00:35:45Ich habe geweint vor Freude.
00:35:47Tatsächlich.
00:35:48Und es war echt fucking scheißegal, ob wir aus dem Westen oder aus dem Osten kamen.
00:35:55Wir waren einfach zusammen wegen der Musik.
00:36:13Frech, spektakulär, super gut aussehend.
00:36:18Und so, wir sind einer von euch und ihr seid einer von uns.
00:36:22Deshalb sind wir zusammen für solche Sachen.
00:36:25Und das war einer dieser Momente so.
00:36:28Das war von der Wertigkeit nicht zu schlagen.
00:36:32Die Hosen, ich bezeichne sie als Underground-Botschafter.
00:36:35Die haben sich auch einer riesen Gefahr ausgesetzt, wenn die Stasi gewollt hätte, wenn die es gewusst haben.
00:36:42Vielleicht war es wirklich so dicht, dass sie das nicht gewusst haben.
00:36:44Wenn man es mitgekriegt hätte und, sag ich mal so, auch die entsprechende schneller Reaktion hat,
00:36:52dann kann man die vielleicht an der Grenze auf dem Rückweg ein bisschen befragen.
00:36:56Aber das setzt natürlich voraus, dass natürlich auch die Erkenntnisse an der Stelle schneller zusammenlaufen.
00:37:03Wir sind da nicht im elektronischen Zeitalter.
00:37:05Also ich bin manchmal ziemlich überrascht, wie schlecht die dann dennoch gearbeitet haben.
00:37:10Zu unserem Vorteil natürlich.
00:37:20Das ist ja schön, ne?
00:37:37Das ist ja schön, ne?
00:37:45Wir sind mit der S-Bahn zur Friedrichstraße gefahren und haben die zum Tränenpalast gebracht.
00:37:51Wenn da jemanden so zu verabschieden wurde, denkst und so, du hattest jetzt echt jemanden,
00:37:57der so auf derselben Wellenlinie ist und mit dem du total cool quatschen konntest
00:38:02und mit dem du gerade ein super Erlebnis gemeinsam hattest und dann dem zu sagen,
00:38:06okay, tschüss, mal sehen, nächstes Jahr oder in zehn Jahren, jetzt sind es 40 Jahre geworden.
00:38:14Ich hatte ein bisschen Schiss, dass vielleicht hier irgendwelche Beamten oder Stasi-Leute
00:38:19oder die normalen Grenzbeamten sich darüber wundern, was die mit uns da zu reden haben
00:38:24oder warum wir uns da so herzlich verabschieden.
00:38:27Und ich hatte ein bisschen Angst, dass sie deswegen da noch Ärger kriegen,
00:38:31nachdem in meinen Augen so ja vorher alles gut gegangen ist.
00:38:34Allein deshalb haben wir auch nicht dieses Konzert im Westen groß bekannt gegeben.
00:38:43Ich erinnerte mich, dass wir nach Hause kamen und erstens sehr gerührt waren
00:38:48und zum zweiten auch verstanden haben, dass diese Menschen da alle deutlich mehr riskieren,
00:38:53um ihre Leidenschaft und Philosophie zu leben und zu verteidigen als wir.
00:38:59Ja, wir waren dagegen wirklich eine Party.
00:39:10Die überwiegende Mehrheit der Jugend unseres Landes bekennt sich zur Politik der Partei.
00:39:15Punks, She-Hands, Heavy-Metals, von der Art in Gruppierung gehen nicht zu unterschätzende Gefahren
00:39:23für die öffentliche Ordnung und Sicherheit aus.
00:39:29Es gab ja 1983 von Mielke persönlich die Direktive, diese Punkbewegung auszulöschen,
00:39:35die Samthandschuhe auszuziehen und so weiter. Was haben Sie dazu in Erinnerung?
00:39:38Es war schon zu diesen Zeiten, dass wir versucht haben natürlich zu verhindern, dass das wirklich eine Bewegung ist.
00:39:50Natürlich wurde da, das weiß ich, wurden da auch mit Beteiligten Konzepten erarbeitet,
00:39:56wie man sowas auch mit legalen und weniger legalen Methoden natürlich auch zersetzen kann.
00:40:02Die hatten uns mal wieder am Alex da eingesammelt und irgendeiner von diesen Polizisten in der Kaibelstraße sagte dann zu
00:40:10mir,
00:40:11naja, bis Ende 83 haben wir das Punkproblem sowieso gelöst.
00:40:14Das war ja nach dem Todosenkonzert. Ja, ich glaube, ich kriegte dann auch den Einwürfungsbefehl gleich.
00:40:20Wenn natürlich im Ministerium für Staatssicherheit die Kommissar und Wehrkreiskommando Stadtbezirk X und Y und die sagt hat,
00:40:26Jungs, wir würden gerne das der, der, der und der und der im Herbst zu Amelie gehen.
00:40:35Na, dann haben die das auch schon getan. Dann haben wir das organisiert und dann fehlen die natürlich.
00:40:54Am Ende war das vielleicht unser Glück, nicht im Knast zu sein. Und andererseits, also diese Zeit bei der Armee,
00:41:01war, glaube ich, die vorschbarste Zeit in meinem Leben.
00:41:15Ich hatte so versteckt in meinem Schrank in einer Kakao-Dose einen Walkman, den es im Osten noch gar nicht
00:41:24so viel gab.
00:41:25Und habe dann die Kassetten mitgenommen, habe in Toten Hosen immer gehört.
00:41:31Das hat mir so geholfen durch die Armeezeit.
00:41:34Ich schwöre, ich schwöre, als Soldat der Nationalen Volksarmee, als Soldat der Nationalen Volksarmee, jederzeit bereit zu sein, jederzeit bereit
00:41:50zu sein.
00:41:53Hatte auch einen Vorteil, weil man traf in jeder Einheit irgendjemanden, den man schon kannte.
00:41:59So hattest du überall so ein paar Punks drin.
00:42:07Wenn ein Geheimdienst an irgendeiner Stelle gut verankert ist, dann versuchst du Einfluss zu nehmen.
00:42:13Ja, das heißt also, dass man natürlich versucht, Zwist in die Szene zu bringen und sie auseinander zu treiben.
00:42:27Dann haben sie versucht, mich zu kriminalisieren.
00:42:30Dann wurde meine Wohnung aufgebrochen, dann ist angeblich Munition gefunden worden.
00:42:35Dann habe ich überall, wo ich mich beworben habe, abgelehnt, weil immer die Stasi gleich hinterher kam und gesagt hat,
00:42:40der nicht.
00:42:52In den Tagen, wo die mich immer vernommen haben und auch immer gefragt haben, ob ich für die Stasi arbeiten
00:42:57will,
00:42:58und ich immer mehr gesagt habe, haben sie parallel dazu meine Freundin zugeführt, was ich nicht wusste.
00:43:04Und haben ihr gesagt, dass ihr Freund jetzt für die nächsten zwei Jahre, acht Monate im Knast geht, wenn sie
00:43:09nicht mitarbeitet.
00:43:11Und daraufhin hat sie dann gesagt, okay, sie arbeitet mit.
00:43:14Und für sie war aber klar irgendwie, sie macht diese Aussage nur, damit ich nicht in den Knast komme.
00:43:19Für sie war klar, dass sie da nicht mitarbeitet.
00:43:28Und dann kriegte ich eine Vorladung von meinen Bandkollegen.
00:43:32Entweder ich trenne mich oder ich fliege aus der Band.
00:43:35Es reicht ja dann dieser Moment des Misstrauens, dass du nicht genau weißt, woran bist du.
00:43:40Er weiß ja, dass er nicht schuldig ist und er weiß es vielleicht auch ganz sicher für seine Freundin.
00:43:45Bloß wir wussten es nicht.
00:43:46Wir waren eigentlich schon gezwungen, auch mit der Band zu sagen, okay, wir hätten dich gerne als Sänger,
00:43:51aber wir müssen jetzt hier erstmal eine Pause machen.
00:43:55Ja, geht so nicht, sonst sitzen wir am Ende alle im Knast.
00:43:59Das war total bitter für uns, für ihn.
00:44:05Und dann war ich weg vom Fenster.
00:44:16Nach dem Mauerfall war halt, sag ich mal, die Tendenz immer da, die Stasi als ein bisschen doof darzustellen.
00:44:22Das waren die nicht.
00:44:23Die wussten genau, was sie tun da.
00:44:24Dass wir dann doch keine Chance hatten, Musik zu machen und Stars zu werden.
00:44:29Das ist ja das eigentliche Element, würde ich sagen.
00:44:32Das ist genau dieses Element, dieser Moment.
00:44:41Das ist für mich total tragisch.
00:44:44Also, boah, das ist so ...
00:44:51Keine Ahnung.
00:44:57Ähm ...
00:45:02Ja.
00:45:17Nachdem Schule und Zivildienst einmal erledigt waren, konnten wir uns da voll reinwerfen in dieses Leben mit der Band.
00:45:33Alles, woran ich mich an der Zeit erinnere, sind endlose Touren.
00:45:37Teilweise 45 bis 50 Gigs mit vielleicht sechs Freitagen in der Zeit, wo man auf die Bühne musste, ob man
00:45:44nun 40 Fieber hatte oder nicht.
00:45:46Teilweise 45 bis 50 Gigs mit vielleicht sechs Freitagen in der Zeit, wo man auf die Bühne musste, ob man
00:45:52auf die Bühne musste, ob man auf die Bühne musste.
00:46:07Und dadurch, dass wir öfter auch im Fernsehen oder im Radio aufgetaucht sind und ohne Ende Konzerte gespielt haben, wurden
00:46:27wir natürlich auch bekannter, auch wenn sich das noch nicht unbedingt in Plattenverkäufen niedergeschlagen hat zu der Zeit.
00:46:34Was ist schon eine Karottenhose? Was ist eine Tigerhose? Vor allen Dingen, was bitte ist eine tote Hose?
00:46:42Naja, wahrscheinlich ein Mann, der seinen Pflichten immer nachkommen kann.
00:46:47Da läuft gar nichts mehr irgendwie.
00:46:49Haben Sie die toten Hosen auch schon mal gesehen?
00:46:52Ja, ich glaube im Fernsehen.
00:46:56Das ist doch richtig herzerfrischend, so ein guter deutscher Punk, meine Damen und Herren.
00:47:02Ja, deutscher Punk.
00:47:04Da ist die Pistole.
00:47:06Euch geht ja ein wilder Ruf voraus.
00:47:08Also ich muss sagen, man hat mich gewarnt.
00:47:09Man hat mich gewarnt, euch in die Show einzuladen.
00:47:12Also in der Sendung, ne Musikkonvoi, seid ihr besoffen gewesen, hat man mir gesagt.
00:47:29Die haben es aus Spaß und Leidenschaft gemacht und das hat sich dann verselbstständigt, würde ich mal sagen.
00:47:35Also das schwamm dann immer weiter nach oben und hat alle Leute mitgerissen.
00:47:45Wir sind auch mehr oder weniger durch die 80er Jahre getaumelt.
00:47:49Wir hatten ja keinen Masterplan.
00:47:51Letztendlich sind wir rumgelaufen wie ein Mittelstürmer in einem Dorffußballverein.
00:47:55Wir haben einfach nur auf die Flanken gewartet.
00:47:57Wenn der Ball in den Strafraum gekommen ist, haben wir versucht ihn zu kriegen und reinzumachen.
00:48:16Das ist die erste goldene Schallplatte, die die Toten Hosen bekommen haben.
00:48:21Das war schon ein Problem, weil das war bei Punk auch nicht vorgesehen.
00:48:24Unbedingt, ne, dass man so erfolgreich wird.
00:48:27Aber natürlich war das immer ein Thema bei uns.
00:48:29Ist das vertretbar mit dem, wo wir herkommen?
00:48:32Welche Fernsehsendung können wir machen? Ist das legitim das zu tun?
00:48:35Wenn irgendwas so passiert ist, dann wurden wir natürlich von den Punks angemacht.
00:48:39Das ist kein Punk mehr in den Charts zu sein.
00:48:52Als die erste Welle der deutschen Punkbands absackte, da wurde so ein Feld frei.
00:48:59Nämlich eben dieses Feld der politischen Äußerungen.
00:49:03Und das war für uns der Moment, viel mehr da rein zu gehen.
00:49:07Tausend gute Gründe und so. Also auch konkret was zur politischen Situation im Land sagen.
00:49:13Ja, zu Ausländerfeindlichkeit, zu Helmut Kohl.
00:49:16Und uns reichte das auch nicht mehr nur so, so eine lustige Band zu sein.
00:49:21Generell, es gab es dauernd, dass du ein anderes Ziel warst.
00:49:25Und auch massiv natürlich auch für rechte Skinheads.
00:49:30Hey, geh woanders hin! Ich kann dich nicht mehr sehen! Sprech nachher mit mir!
00:49:37Wir haben ein Turnier gespielt, wo wir uns bei jedem zweiten Konzert geprügelt haben.
00:49:41Und wenn die halt unsere Fans dann attackiert haben oder mit dem Hitlergruß im Publikum standen, dann regelst du das.
00:49:47Es war für uns irgendwie sowas von glasklar, gegen rechts zu sein, weil das einfach nicht mit unserer Gedankenwelt zusammen
00:49:52konform ging.
00:49:53Was ist Punk? Weil viele denken, das ist irgendwie Zerstörung. Ja, so.
00:49:59Und es ist Zerstörung nicht in einem physischen Sinne, so dass man so ein Auto anzündet oder sowas.
00:50:04Sondern Zerstörung der Konformität.
00:50:07Wenn man da alle drauffällt, ist ein Top-Schuss.
00:50:12Schaut euch ein, Junge.
00:50:14Ja, lieber eine Platte.
00:50:15Ah, das ist geil.
00:50:16Das ist mein Anliegen.
00:50:31Du hast die Spuren von Punk überall noch. Und zwar als gesellschaftlich Takt angebend.
00:50:40In der Werbung, grelle Farben, knallharte kurze Parolen, Geschmackloses, Black Humor, schwarzer Humor.
00:50:47Das ist alles durch Punk nochmal um mehrere Level verschoben worden von der Radikalität her.
00:50:58Das war ja das Schöne an Punk, dass man im Grunde genommen so gar nicht gezwungen oder genötigt wurde,
00:51:02sondern dass man im Grunde genommen das machen konnte, was man wollte.
00:51:07Und das muss ich ja sagen, dass es, wenn man jetzt nochmal zu Ost-Berlin zurückkommt,
00:51:12das, was die Punks da nicht tun konnten.
00:51:20Jetzt jemanden zu treffen, der damals für die Stasi tätig war,
00:51:24das ist natürlich schon ein befremdlicher Moment für mich.
00:51:28Ich meine, ich habe keine Abrechnungsgefühle.
00:51:31Ich war nicht direkt betroffen, aber man stellt sich dann schon die Frage,
00:51:36was hat so ein Mensch motiviert für den Staat, Leute auszuspionieren,
00:51:42Leute unter Druck zu setzen, dafür zu sorgen, dass die ins Gefängnis kommen.
00:51:46Und vor allen Dingen, wie hat er das verarbeitet,
00:51:49dass er durch den Gang der Geschichte erfahren musste, dass alles völlig sinnlos war.
00:52:01Hallo.
00:52:02Herr Breskin, wo halte ich mich gerade hier auf?
00:52:06Das war die ehemalige Veranstaltung,
00:52:07das war der Bezirksverwaltung Berlin des Ministeriums für Staatssicherheit.
00:52:11Und Ihr Beruf war also auch hier irgendwo?
00:52:13Ja, an dem etwas höheren, in der 11. Etage.
00:52:17So.
00:52:21Haha, Jugendbilder.
00:52:24Sind solche Fotos bei Ihnen auf dem Tisch gelandet?
00:52:28Wenn die Polizei solche Fotos gemacht hat, dann sind die teilweise auch sicherlich auf meinem Tisch vorbeigekommen.
00:52:35Sie haben ja schon gewusst, dass aufgrund Ihrer Auswertung verschiedene Leute ins Gefängnis gegangen sind.
00:52:44Es gab sicherlich an einer Stelle, muss ich sagen, war ich sicherlich auch beteiligt.
00:52:49Es gab ein Konzert in der Erlöserkirche in Lichtenberg, in dem eine Punkband aufgetreten ist.
00:52:54Sie haben das MFS mit der SS-Zeit gleich gesetzt.
00:52:58Das ist natürlich nach DDR-Strafrecht eine klare Straftat.
00:53:02Ist das nicht seltsam, einzelnen Menschen sozusagen die Freiheit genommen zu haben und zu sehen, das hat eigentlich gar keinen...
00:53:12Ich bin beteiligt wie viele andere an eben Teil der Systemauseinandersetzung.
00:53:17Ich bin jetzt an der Stelle, wo sozusagen sitzt auf der Verliererseite dieser Systemauseinandersetzung.
00:53:24Tut mir auch leid, dass ich sagen muss, okay, auch aufgrund meiner Arbeit sind sicherlich,
00:53:31oder ich habe mich mit daran beteiligt natürlich an diesem Pinierteil des Unterdrückungsapparates.
00:53:38Natürlich hat man auch versucht, vielleicht ein paar Zersetzungsmaßnahmen dieser Szene zu bringen.
00:53:45Also das schöne Wort Zersetzungsmaßnahme.
00:53:47Ich habe gehört von diesen befreundeten Musikern von Planlos, dass die damals nicht mit der Stasi zusammenarbeiten wollten.
00:53:58Und dann ist man auf die Idee gekommen, die Freundin des Sängers mit weiteren Mädchen kurzzeitig zu verhaften.
00:54:09Und dann wurde dieses Mädchen ohne weitere Begründung als erstes entlassen und die anderen hat man vier, fünf Stunden auf
00:54:15der Wache gelassen.
00:54:19Sozusagen, um die anderen Glauben zu machen, dass die kooperativ ist.
00:54:23Das ist eine durchaus gangbare Variante.
00:54:26Also da können Sie drüber lächeln?
00:54:28Ja, da kann ich drüber lächeln, weil das ist der Instrumentenkasten, aber nicht nur das Ministerium für Staatssicherheit.
00:54:34Was war denn für Sie ein guter Tag im Arbeitsbereich?
00:54:38Das ist eine sehr interessante Frage. Wenn da ein Konzert geplatzt ist aufgrund der eigenen Arbeit, ist natürlich auch ein
00:54:47interessanter Fakt.
00:54:51Wäre ein Erfolg gewesen.
00:54:52Wäre sicherlich ein Erfolg gewesen.
00:54:54Jetzt frage ich mich, wo ich hier die Bilder sehe von diesen Musikern, die ja wirklich damals mit uns zum
00:55:01Beispiel die Band Planlos 83 gespielt haben,
00:55:04die genauso leidenschaftlich Musik gemacht haben wie wir und so.
00:55:07Dadurch, dass Sie die zerrieben haben, dass diese Menschen ihre Träume da nicht leben konnten, tut Ihnen das leid oder
00:55:17gibt es da keine Gedanken darum?
00:55:18Also bisher muss ich sagen, denke ich, da habe ich nicht drüber nachgedacht.
00:55:23Ist es nicht ein bisschen komisch, dass ich Ihnen gegenüber sitze und ich theoretisch in Ost-Berlin lebend jemand hätte
00:55:29sein können, der durch Sie ins Gefängnis gekommen ist?
00:55:33Hätte sein können, ja sicher. Aber da ist es komisch. Wie gesagt, diese Systemauseinandersetzung, die ist letztendlich von einer Seite
00:55:43gewonnen worden.
00:55:44Da gibt es keine Gewissensbüsse Ihrerseits?
00:55:47Nach dieser Zeit nicht mehr. Definitiv nicht mehr.
00:56:11Dieses Konzert 83 in der Löser ist im Gespräch gewesen bei den Punks und immer mehr, je bekannter die wurden.
00:56:19Ja, die haben ja auch schon mal gespielt. Echt? Die haben hier gespielt? Wir sind hier rüber gekommen.
00:56:24Und als dann irgendjemand sagte, da gibt es eine Möglichkeit in Ost-Berlin diesmal größer oder so, wir kriegen da
00:56:30wieder was hin, dann haben wir gesagt, jawollo, lass es machen.
00:56:33Ich war ein bisschen skeptisch. Wie will ich das nochmal alles, diese Prozedur, dieses Feeling so der Unsicherheit irgendwie noch
00:56:42machen. Aber da dachte ich mir, okay, no risk, no fun.
00:56:46Wir hatten natürlich gehofft, dass die Stasi nach wie vor nichts mitbekommt. Das ist ja dann ein bisschen anders gekommen.
00:57:09Mein Name ist Sebastian Lange und ich habe damals zu DDR-Zeiten bei einer Wendelspiel, die Division hießen. Und da
00:57:15haben wir Support gemacht für die Toten Hosen.
00:57:22Eisgeklüchter Bumalunda war so wie so eine, ich will mal sagen, wie so eine kleine heimliche Hymne. Hymne in der
00:57:28DDR wurde immer gespielt, auf allen Partys. Mit Pogo bis zum Abwinken.
00:57:33Der Sänger von der Division, der Uwe Geier, der war schon ein sehr betriebiger Typ. Der hat irgendwie so US
00:57:41-Baseball-Mütze getragen und ziemlich westlich angelehnt. Er war Musikfan halt. Er war total Joy Division Fan.
00:57:59Und somit war das Terrain schon abgesteckt. Also wir wollten in diese Richtung gehen. So Post-Punk-New-Wave-Zeug.
00:58:14Wir haben schon überall gespielt, so in allen möglichen Orten. Draußen, drinnen, kleinen Clubs, große Läden und so. Also das
00:58:24war egal. Hauptsache wir spielen zusammen. Jeder kann sich aufeinander verlassen.
00:58:27Das ist wirklich der Original-Kalender von 1988. 9. April ist klar. Die Vision habe ich mir eingeschrieben, weil ich
00:58:34wissen musste, wann ich mit meiner Band da spiele.
00:58:37Und habe hier The Fall hingeschrieben. Damit da nicht steht, die toten Hosen und falls der Kalender irgendwie abhanden kommt
00:58:46oder in die falschen Hände.
00:58:47Ja, so muss man sich das so ein bisschen vorstellen. Planung davor in absoluter Geheimhaltung.
00:58:53Dann habe ich zufälligerweise in der Zwischenzeit eine Gruppe von amerikanischen Soldaten kennengelernt. Die waren so Punk-Rock-Fans.
00:59:03Mein Name ist Steve.
00:59:08Wir hatten dann noch einen amerikanischen GI, der aufgrund des Vier-Mächte-Status in Ost-Berlin einreisen konnte mit seinem
00:59:15Auto, ohne dass es kontrolliert werden durfte.
00:59:17Ich glaube, nur die russische Armee durfte das kontrollieren. Die DDR-offiziellen Stellen durften den nicht aufhalten.
00:59:26Da es sich bei einem Gitarristen der Gruppe Tote Hosen um einen Linkshänder handeln soll, der nicht auf einem herkömmlichen
00:59:32Instrument spielen kann,
00:59:34soll geplant sein, dessen Gitarre über einen Diplomatenwagen in die DDR zu transportieren.
00:59:45Das stimmte ja auch genauso. Das freut einen, dass andere Leute das so gut notiert haben, sonst könnten wir das
00:59:52heute gar nicht mehr so klar nachempfinden, was damals los gewesen ist.
00:59:59Wir führen dann nach Pankau und dann hat Geier hat uns irgendwie am Bahnhof Veneterstraße abgeholt.
01:00:05Und wir sind dann die Straße runtergelaufen zu dieser Hoffnungskirche.
01:00:15Das war halt auf dem Gelände von der Kirche. Das war so ein Spielplatz und so ein offenes Gelände. Und
01:00:22dann gingen aber die Probleme los.
01:00:24Da waren wesentlich mehr als die verabredeten 30, 40 Leute und es kamen anscheinend immer noch mehr.
01:00:29Und ich dachte, boah, das geht niemals gut hier. Wie soll das hier funktionieren?
01:00:33Dann sehe ich dann so hunderte von Leuten, hängend, überall.
01:00:55Es war ja dann tatsächlich auch so, dass die Vision gespielt hat und dann hieß es plötzlich, wir könnten nicht
01:01:02spielen.
01:01:05Weil anscheinend doch die Polizei mitgekriegt hatte, dass wir da spielen sollten.
01:01:14Irgendwann tauchten ja die Bullen dann auf. Ich glaube, die standen da drüben.
01:01:27Der zuständige Pfarrer hat dann kalte Füße bekommen und der hat gesagt, das geht nicht, das können wir nicht machen,
01:01:32wir müssen das absagen.
01:01:32Und dann hatte aber, glaube ich, Marc die Idee, dem Pfarrer zu sagen, ja, dann spielt jetzt eben eine Band
01:01:39aus Dresden.
01:01:39Und die Kids alle so, oh, scheiße, scheiß, scheiße, scheiße, scheiße, die liefen die Straße weg und ich bin hinter
01:01:47die Entendel gerannt und meinte so, ey, eine Band aus Dresden.
01:01:50Und die so, was für eine Band aus Dresden? Ich dachte, das willst du auf jeden Fall sehen.
01:01:54So, was für eine Band? Eine Band aus Dresden.
01:01:59Oh, ja. Und dann wieder zurück.
01:02:01Ja, und dann ging es eigentlich ziemlich schnell los.
01:02:09Und dann wieder zurück.
01:02:35Wieder diese Privilegierte zu sein, die dabei sein darf, das war schon irgendwie eine besondere Ehre.
01:02:41Und man hat den Toten Hosen schon auch angemerkt, die sind erfolgreicher, ja.
01:02:45Also die sind so mit ihrem Ruhm und ihrem Erfolg da ganz anders unterwegs gewesen.
01:02:49Wir waren da ja schon viel großmäuliger unterwegs, viel selbstsicherer, haben uns null darum gekümmert, dass wir gefärbte Haare hatten
01:02:57und dann über die Grenze sind, ja.
01:02:58Beim ersten Mal war alles noch viel strenger und vorsichtiger.
01:03:01Und beim zweiten Mal kannst du auch schon sehen, 1988, dass sich in der DDR wahnsinnig viel getan hatte.
01:03:07Die ließen sich plötzlich offen blicken, hatten keine Angst, Freundinnen Bescheid zu sagen.
01:03:12Die Volkspolizei beobachtete das.
01:03:14Das war mit dem Zustand fünf Jahre vorher nicht zu vergleichen.
01:03:19Ich hatte Angst um meinen Bass.
01:03:21Die haben ganz schön rumgedroschen auf den Dingern irgendwie, weil die wussten natürlich nicht, dass es mein einziges Instrument war.
01:03:29Oh Mann, okay. Es überlebt aber hoffentlich.
01:03:35Der ist immer noch in meinem Keller. Den gebe ich auch nicht weg. Der bleibt hier. Der ist halt einfach
01:03:42eine Erinnerung an früher.
01:03:44Hey, heute ist uns so zu lassen. Alles auf jeden Fall ist sie noch.
01:03:51Hey, heute ist uns so zu lassen. Alles auf jeden Fall ist sie noch.
01:04:13Ich möchte gerne wissen, wer irgendwie die Volkspolizei gesagt hat. Aber ich habe meine Vermutung, wer das wahrscheinlich war.
01:04:21Und?
01:04:22Meine Vermutung?
01:04:24Der Sänger von Division.
01:04:27Ja, Nils über Geier.
01:04:30Weil es hat sich herausgestellt natürlich später, dass er bei der Stasi war.
01:04:41Ja, wir haben ihn natürlich auch angefragt, aber er hat nicht reagiert bisher.
01:04:44Ja, das wird auch nicht passieren.
01:04:45Weil er ganz genau weiß, dass es dann sicherlich auch darum geht.
01:04:49Da waren so ein paar Sachen, die uns komisch vorkamen.
01:04:53Und dann haben wir auf dem Dach übergesprochen.
01:04:57Und dann war es raus.
01:05:00Die Motivation der Stasi ist einfach, war immer dieselbe.
01:05:06Wenn Sie jetzt 200 Leute da unter Kontrolle haben, passiert woanders nichts.
01:05:10Und sie konnten wahrscheinlich super, super schöne Fotos von uns anmachen.
01:05:19Da ist halt dieser völlig in sich zerstrittene Mensch wahrscheinlich, der sowas organisiert.
01:05:27Und dann aber irgendwas weitergebt an die Stasi.
01:05:29Er hat es letztendlich organisiert.
01:05:31Also, vielleicht haben die denen auch den Ort vorgeschlagen, dass er da spielen soll.
01:05:34Ich weiß es nicht.
01:05:41Ich weiß es, dass die Disco in Moskau gespielt haben.
01:05:45Da kann ich mich noch dran erinnern.
01:05:48Das ist ja ein Muss.
01:05:50Wenn man den Song hat, das wäre dann doof, den nicht zu spielen.
01:05:54Genauso wie wenn man Bayern nicht in München spielen würde.
01:05:59Sibirien, der Verwarnungsort.
01:06:03Zu Tausenden schafft man sie weit.
01:06:10Keine Stalin-Unden halten sie auf.
01:06:12Kein Molotov stoppt ihren Lauf.
01:06:15Das Ende ist klar.
01:06:18Für Lenin und Marx.
01:06:19Für Lenin und Marx.
01:06:21Das Ende ist klar.
01:06:23Disco in Moskau.
01:06:24Moskau, Moskau, Moskau.
01:06:26Disco in Moskau.
01:06:28Moskau, Moskau.
01:06:29Das Ende ist da.
01:06:32Disco in Moskau.
01:06:38Keine Moral in der roten Armee.
01:06:44Jeder Jahresplan schlägt völlig schwer.
01:06:50Kein Tchaikovsky hält sie auf.
01:06:53Hättet's euch stoppt ihren Lauf.
01:06:56Das Ende ist klar.
01:06:57Das Ende ist klar.
01:06:59Berlin in Unmarsch.
01:07:00Berlin in Unmarsch.
01:07:02Das Ende ist klar.
01:07:04Disco in Moskau.
01:07:06Es herrscht ja auch die Angst.
01:07:07Wenn wir wissen, dass die Totenhoßen eine Dresdner Punkband ist, dann weiß das doch die Stasi auch.
01:07:13Wie sollte dann das Dabeisein bei dem Konzert kein politisches Statement sein?
01:07:18Das war ja alles politisch.
01:07:19Moskau.
01:07:20Disco in Moskau.
01:07:21Moskau, Moskau.
01:07:22Disco in Moskau.
01:07:24Moskau, Moskau.
01:07:26Disco in Moskau.
01:07:27Moskau, Moskau.
01:07:29Laszene ist da.
01:07:36Thank you very much, thank you very much.
01:07:45It was a really exciting feeling. I was very happy and I could see the faces of the people,
01:07:53that they were all so happy.
01:07:54And then there was the situation, that I was also with them to the famous restaurant,
01:08:01and I can remember that I was totally begeistered from the Jungs,
01:08:03because they were in the U-Bahn on these Festhalte-Stangen,
01:08:08and they were so happy about everything that was in the Osten so gang and gäbe.
01:08:14And this Frechheit, that had me totally gereizt.
01:08:20The House Budapest was a very noble restaurant in the Karl-Marx-Allee.
01:08:25That had Mark organized.
01:08:27And I think that they had hoped,
01:08:29because Mark Reedas friend was an American G.I.
01:08:33that there is now Kundschaft,
01:08:35that there is potentially a lot of money,
01:08:37and not just any Pons.
01:08:39The Wiesel, Trinkgeld, Westgeld, Dollars.
01:08:42Yeah, so tschi-ching.
01:08:43And then came our bagage there.
01:08:4540 besoffener Punks.
01:08:48That's the face of the Kellner.
01:08:51But what's coming now?
01:08:52That's the people who paid that before.
01:08:55Oh, God.
01:08:56Oh, God.
01:08:57Und die Jahre ziehen ins Land
01:09:00und wir trinken immer noch ohne Verstand.
01:09:03Im Osten wurdest du als Punk gar nicht in irgendeine Gaststätte reingelassen.
01:09:07Mir war es unseren neuen Freunden aus Ost-Berlin gegenüber erstmal peinlich,
01:09:11weil wir sind auch im Westen nicht in solche Restaurants gegangen
01:09:14und ich wollte nicht, dass sie denken, wir hängen in solchen Läden dauernd ab.
01:09:18Dann wurde es aber doch lustig.
01:09:19Wir haben einfach so alles, was auf der Speisekarte war,
01:09:21haben wir alles bestellt.
01:09:22So, alles.
01:09:23Bitte.
01:09:24Einmal.
01:09:37Da flogen, glaube ich, auch noch zwischendurch Hühnerknochen durch die Gegend und so Sachen.
01:09:41Also kann ich mich jetzt so schemenhaft dran erinnern.
01:09:44War schon ein ziemliches Gelage.
01:10:07Und ich glaube schon, dass wir uns danach sehr abgeschossen haben.
01:10:10Also weil dann irgendwie alle Dämme hier gebrochen waren.
01:10:12Das ist alles ein bisschen nebulös, muss man mir auch verzeihen.
01:10:23Wir hatten so viel Spaß zusammen, dass wir auch auf den allerletzten Drücker am Grenzübergang wieder ankamen.
01:10:29Ich hatte meine Haare natürlich nicht mehr bedeckt und irgendjemand, so ein DDR-Soldat sagte,
01:10:35wer hat denn den Idiot reingelassen.
01:10:36Und ich habe dann nur zurückgeschrieben, naja, einer von euch Idioten muss das gewesen sein.
01:10:41Und dann wurde ich natürlich von der Gruppe getrennt und dann nochmal verhört und so weiter und so fort.
01:10:48Aber dann war den Beamten auch klar, wenn sie jetzt hier einen riesen Fass aufmachen und mich da festhalten,
01:10:53dann würde das auch wieder vor den Vorgesetzten lange dauern.
01:10:56Und wer schreibt jetzt die ganzen Berichte aus und lasst das Arschloch durch.
01:11:00Düsseldorf, Mordestein, Düsseldorf.
01:11:14Da sitzen Lade, Panko und Micha. Planlos, das war 1983 die Band, die mit uns in dieser Erlöserkirche, in diesem
01:11:24Gemeinderaum gespielt hat.
01:11:27Das war damals ein magischer Nachmittag und gehört bis heute mit zu den tiefsten Momenten,
01:11:35die wir so als Band, die wir zusammen erlebt haben, nicht als Band, als Menschen.
01:11:39Und deshalb würden wir euch gerne heute was zurückgeben und uns an einem Lied von euch versuchen.
01:11:44Ich weiß nicht, es hört sich wahrscheinlich scheiße an.
01:11:48Überall, wo es sich fühlt. Wir probieren es mal.
01:12:11Überall, wohin sich fühlt, wird dein Ausweis kontrolliert.
01:12:16Sagst du eine falsche Ton, was dann geschieht, du weißt es schon.
01:12:21Ganz egal, wohin man schaut, die Kameras hält auf der Bauch.
01:12:26Wir gleiten mich auf schnell und dritt, die Sicherheit geht mit dir mit.
01:12:45Wie cool ist das denn? Da kommen die irgendwie aus Düsseldorf, um von 20 Leuten in Ostberlin zu spielen.
01:12:52Wir zeigen den Leuten da drüben auch, wir sind da, wir sehen euch. Und das ist Punk, das ist ein
01:12:57Statement.
01:12:57Ist das nicht ein guter Start, wo jeder seine Meinung hat?
01:13:02Das war immer der Moment, wo es über die Musik hinaus ging.
01:13:06Und mir ging es immer um Begegnungen mit den Menschen.
01:13:09Und das war das, woraus ich eigentlich diesen ganzen Spaß geschöpft habe.
01:13:13Und auch den Sinn unserer Gemeinschaft.
01:13:33Ist das nicht ein großer Start, wo jeder seine Meinung hat?
01:13:38Ist das nicht ein großer Start, wo jeder seine Feier hat?
01:13:44Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,
01:13:56oh, oh, oh, oh.
01:14:15Wenn Dir offen ist, dann auf den Weg gehen.
01:14:18Ja, den anderen aus dem Weg gehen.
01:14:21Ja, den anderen aus dem Weg gehen.
01:14:23Ja, den anderen aus dem Weg gehen.
01:14:27That's all it does
Comments

Recommended