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  • vor 1 Tag
Fabers Gegenspieler in dieser Folge ist der Detektiv Lutz. Lutz arbeitet im Auftrag einer Versicherung und des BKA an der Wiederbeschaffung gestohlener Diamanten. Wie Faber ist Lutz hinter Koch her, um über ihn an Berger, den Drahtzieher des Coups, heranzukommen. Lutz’ Methoden sind derart rüde, dass es zu einer Auseinandersetzung mit Faber kommt. Aber von ‚ganz oben‘ kommt die Order, dass er mit Lutz zusammenarbeiten muss. Über Koch führt die Spur zu der ehemalig rauschgiftsüchtigen Mona. Ohne Fabers Wissen besorgt Lutz Mona Heroin, um so Bergers Aufenthaltsort zu erfahren. (Text: einsfestival)

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Transkript
00:06Das sieht ja an von der Polizei. Ach, das sieht man. Genau 12 Minuten. Da kann einer sagen, was man
00:12will. Unsere Polizei ist effizient und schnell. Der ist nach oben.
00:16In welchem Stockwerk? Im Fünften. Hoffentlich funktioniert der lieb.
00:30Das sieht man für mich.
00:43Hennung, Polizei. Keine Bewegung.
00:47Max, Handschellen. Guten Morgen, Herr Dr. Kampfe. Guten Morgen, Herr Mayer.
00:52Wenn mir das jemand gesagt hätte, dann hätte ich ja nie die Polizei geholt.
00:56Sie haben sich vollkommen korrekt verhalten, Herr Mayer. Es tut mir leid, meine Herren, dass Sie wegen meiner nächtlichen Arbeitswut,
01:02kann ich die Hände herunternehmen.
01:06Sind Sie in der Notar, dem der Laden hier gehört?
01:11Vielleicht sagen Sie das nächste Mal dem Hausmeister Bescheid, wenn Sie in Ihrem Panzerschrank schlafen wollen, ja?
01:15Ich habe nur schnell etwas kontrollieren wollen und da bin ich so ins Auto, in diesem Aufzug. Ich habe es
01:21selbst gar nicht gemerkt.
01:25Den Pyjama kaufe ich ja noch ab, aber mit Pantoffeln draußen rumlaufen. Da hätte es bei uns zu Hause was
01:29hinter die Löffel gegeben.
01:36Wer kommt da denn, Pantoffelheld?
01:45Ich fahre hier nach Hause.
01:46Bei ihm nach. ZW9 für Löwe 5.
01:51Otto, was ist denn? Pennst du?
01:53Faber, es ist Feierabend und der Mann hat nichts verbrochen.
01:56Starte, der wartet nicht.
01:58Braucht ihr Verstärkung?
02:00Verstärkung? Ich brauche die Privatadresse von Dr. Lothar Kampfe.
02:04Notar, ja.
02:05Kanzlei in der Lapinstraße.
02:06Ich habe hier kein Verzeichnis nach Berufsstraße.
02:08Schau im Telefonbuch nach.
02:09Wir haben eigentlich Dienstschluss.
02:11Wir auch.
02:11Wie schon die Sonne aufgeht.
02:29Kampfe.
02:30Kampfe Lothar, Notar.
02:32Ja, jetzt habe ich ihn.
02:439380155.
02:44Was soll ich mit der Telefonnummer? Ich brauche die Adresse.
02:47Freisichtstraße 24.
02:52Freisichtstraße 24.
02:54Ja, das stimmt.
02:56Sag mal, wieso hat das so lange gedauert?
02:58Ja, ist schon gut. Ende.
03:00Bist du jetzt zufrieden? Können wir jetzt nach Hause fahren?
03:05Also, die Pantoffel, die hätte ich zur Not ja auch noch geschnuppt, aber...
03:09Wieso steht er vor seinem Haus? Wieso fährt er nicht rein?
03:11Mein Gott, Faber, vielleicht will der Mann die Morgenstimmung genießen.
03:14Er muss warten, bis der Liebhaber seiner Frau nach Hause geht.
03:16Er kann doch machen, was er will.
03:22Tja, ich kann kontrollieren, wen ich will.
03:36Da bin ich wieder.
03:37Was machen Sie hier? Verschwinden Sie! Hauen Sie ab!
03:39Lassen Sie mich allein! Verschwinden Sie!
03:41Hier ist alles...
03:41Hey, was soll das?
03:43Entschuldigung, so feste war der ja gar nicht.
03:47Es tut mir leid, bitte verschwinden Sie.
03:50Was ist los mit Ihnen?
03:53Meine Frau wird drinnen von einem bewaffneten Mann festgehalten.
03:57Ich muss diese Dokumente zurückbringen, dann will er verschwinden, hat er gesagt.
04:01Wenn er Polizei sieht, dann erschießt er meine Frau.
04:05Los, kommen Sie mit!
04:05Nein, na kommen Sie!
04:06Lassen Sie mich hineingehen!
04:07Runter!
04:10Hat der Mann Komplizen?
04:11Ich weiß nicht.
04:12Ist er maskiert?
04:13Ja, ich glaube, dass er Ausländer ist.
04:15Er hat einen starken Akzent.
04:16Er scheint zu wissen, was er will.
04:17Bitte lassen Sie mich hineingehen, Sie können ihn doch später noch festnehmen.
04:20Ach, Sie glauben doch nicht im Ernst, dass er jetzt Schüss hat und geht und sich draußen festnehmen lässt.
04:23Los, rein mit Ihnen!
04:27Papa, würdest du mich liebenswürdigerweise darüber aufklären, womit wir unseren Feierabend verbringen?
04:30ZB9 für Zentrale, bitte melden.
04:32Papa, sag doch mal, was ist denn los?
04:33Schau, der will doch nur das Cuvier.
04:34Nein, das nehmen jetzt unsere Spezialisten in die Hand.
04:36Das ist Berufsgehalt.
04:37Dann durchbrechen wir Ihr Berufsgeheimnis.
04:40ZB9 Zentrale, was ist los?
04:41Aber kannst du mir jetzt bitte mal sagen, was wir hier machen?
04:48Bleiben Sie stehen!
04:49Kommen Sie zurück!
04:54Bleiben Sie stehen!
05:26Wir müssen den Geiselnehmer hinhalten, bis der Spezialstab vom LKH da ist.
05:31Warum haben Sie sich die Papiere denn nicht angesehen?
05:33Die waren in einem Kuvert.
05:34Das Kuvert war versiegelt.
05:35Der Mann ist noch da, wie...
05:37Spezialstab vom LKH ist mit dem Hubschrauber unterwegs.
05:41Direkte Verbindung zum Objekt ist jetzt hergestellt.
05:44Einen schönen guten Morgen wünsche ich den Herren von der Polizei.
05:48Guten Morgen, freut mich, dass Sie so positiv eingestellt sind.
05:51Wir ersparen uns viel Ärger und bla bla, wenn Sie mir einen Wagen zur Verfügung stellen.
05:56Ich verschwinde dann mit Kampen.
05:57Ich lasse ihn später freien.
06:00Sollten Sie das nicht tun wollen, so bin ich auf alles vorbereitet.
06:03Ich will Ihnen nur sagen, billig wird das für Kampes und für Ihre Leute nicht.
06:08Ich bin ein schlechter Verlierer.
06:10Ich muss das mit meinen Vorgesetzten besprechen.
06:12Ich melde mich dann wieder.
06:13Hören Sie mit diesem dämlichen Gerede auf.
06:16Ich verlange kein Lösegeld, mit dem Sie dann Zeit schienen können.
06:20Sie sind durchaus in der Lage, hier alles selbst zu entscheiden.
06:23Ich muss erst den Wagen organisieren.
06:25Dazu brauche ich Zeit.
06:26Irgendeine ist okay.
06:28Wir nehmen sogar Ehren oder den mit Beisinn, der nicht wahr.
06:32Dann hält die Dame das nicht mehr durch.
06:35LKA ist in knapp einer Stunde hier.
06:37Er versucht, ihn so lange hinzuhalten.
06:39Die Nerven.
06:39Eine Stunde.
06:40Wie soll man das machen?
06:41Frau Gambe kommt jetzt raus und wird Ihnen zuwinken.
06:55Ich warte immer noch auf mein Auto.
06:58Eine viertrüge Limousine vor der Eingangstür in der Abfahrtsrichtung.
07:02Nur die Beifahrertür geöffnet mit laufendem Motor.
07:05So, jetzt passt mal auf.
07:15Das nächste Mal werde ich Sie dann treffen.
07:18In zwei Minuten.
07:21Frau Siss, wollen Sie immer noch aufs LKA warten?
07:25Schickt das Fahrzeug.
07:26Bleiben Sie ganz ruhig.
07:28Der Wagen kommt.
07:55Kein Schusswaffengebrauch.
07:57Wir lassen Sie fahren.
07:59Nicht schießen.
08:00Das ist ein ausdrücklicher Befehl.
08:06An alle.
08:07Das Fahrzeug wird durchgelassen.
08:09Keine Einzelaktionen.
08:11Die Gefahr für die Geisel ist im Moment zu groß.
08:15Verfolgungsfahrzeuge auf Distanz.
08:17Ich möchte kontinuierliche Informationen von dem Peilsender.
08:21Die Einsatzzentrale folgt hinter den Verfolgungsfahrzeugen.
08:25und
08:47der kommt nicht weit.
08:50Na, täuscht dich nicht.
08:55Feinzeichen schwächern.
08:57Objekt muss sich in deinem Raum gegeben haben.
08:59Schwierzeichen.
09:00Er ist in die Parkgarage gefahren. Ich habe ihn gesehen.
09:04An alle Fahrzeuge.
09:05Straßen um die Parkgarage sperren.
09:08Das Objekt bewegt sich noch.
09:10Jetzt ist er stehen geblieben.
09:12Wagen 2 und Farber fahren in die Parkgarage.
09:15Wagen 2 fährt los.
09:17Farber ist unterwegs.
09:19Er ist auf direktem Weg hierher gefahren.
09:20Das war vorbereitet.
10:05Untertitelung des ZDF für funk, 2017.
10:21Da, Farber. Da oben ist er.
10:29Hier, Farber.
10:30Wir haben den Wagen.
10:32Wir befinden uns...
10:33Wo sind wir?
10:35Im 9.
10:36Im 9. Parkdeck.
10:37Bleibt in Beobachtungsposition.
10:39Ich schicke sofort LKA-Leute.
10:41Verstanden. Ende.
11:03Ich schicke sofort.
11:17Wagen 2 hat das Fahrzeug auf dem Dach gefunden.
11:20Die Geisel ist tot.
11:22Der Täter ist verschwunden.
11:24Er hat sich wahrscheinlich noch irgendwo im Parkhaus versteckt.
11:54Er wäre lieber nach Hause gefahren.
11:58Klugscheiße.
12:14Klugscheiße.
12:17Das mit der Polizei war Pech.
12:20Aber der Juri hat sich seinen Rückzug gut vorbereitet.
12:23Durch den Lüftungsschacht.
12:24Pech nennst du das?
12:26Das ist Wahnsinn.
12:28Das ist reiner Wahnsinn.
12:30Das war doch nie vorgesehen, dass Juri den Kampf umbringt.
12:33Du wolltest doch an diese Papiere rankommen.
12:36In ein paar Minuten wird dieser Juri, wie du sagst, mit ihnen hier sein.
12:40Du weißt nicht, wovon du redest.
12:43Das war ein Mord.
12:44Das, was da unten passiert ist, ist kaltblütiger Mord.
12:47Dieser Mann ist ein Mörder.
12:51Du bist der Auftraggeber.
12:53Und damit will ich nichts zu tun haben.
12:55Hier.
12:57Innenminister Predigtat.
12:58Morgen.
12:59Oh, gut.
12:59Innenminister Predigtat ist durchgreifend.
13:01Doch Polizei kuscht vor einem einzelnen Täter.
13:03Polizei braucht keine anderen Rechtsinstrumente,
13:05sondern bessere Köpfe und eine geeignetere Ausbildung.
13:08Du hättest natürlich wieder alles besser gewusst.
13:11Ich will ja nichts sagen, aber das eine kann ich dir sagen.
13:14Ich hätte bei der Geschichte...
13:15Ja, aber man lässt dich ja nicht.
13:16Gott sei Dank.
13:18Also, das kann ich dir sagen.
13:20Ich hätte mich von dem Typen nicht so einschüchtern lassen.
13:22Den muss man hinhalten.
13:23Das muss man machen wie beim Verkaufen.
13:25Da muss man sich den Kunden eben zum Freund machen.
13:27Ich werde dich als Polizeipsychologen vorschlagen.
13:32Was hat es bei dem Notar gegeben, Max?
13:34Wir haben die ganze Nacht lang Eintragung für Eintragung
13:36mit den vorhandenen Dokumenten verglichen.
13:38Es fehlt nicht ein einziges.
13:40Die aufgelisteten Dinge sind alle da
13:42und es gab auch kein Dokument,
13:44welches nicht auf der Liste stehen würde.
13:46Was ist mit der Sekretärin?
13:49Sekretärin?
13:51Sekretärin gibt's keine.
13:53Kamper hat immer nur Aushilfskräfte beschäftigt
13:55und verschiedenen Arbeitsvermittlungsbüros,
13:57die ständig gewechselt haben.
13:59Und die jungen Anwälte, die bei ihm gearbeitet haben,
14:02als Volontäre,
14:03die sind auch immer nur für kurze Zeit geblieben.
14:06Ja, ich fürchte, Faber,
14:07das wird schwer werden,
14:08da Mitarbeiter zu finden,
14:09die den Laden gekauft haben.
14:10Kann schon sein, streng, die Ahnung.
14:13Was glaubst du,
14:14was ich die ganze Nacht gemacht habe?
14:17Soll ich euch mal sagen,
14:18wie der Fall liegt?
14:18Hau, die Schnauze.
14:19Ja, ich wollte doch nur...
14:20Mach das, ihr wegkommt.
14:21Aber ich wollte doch nur...
14:22Hau ab, Mensch!
14:23Verkauf deinem Faggon Katzensteuer,
14:25deine Essigungen aus Polen,
14:26ist mir scheißegal.
14:27Hau ab hier!
14:30Oh, das wird mir noch leid tun.
14:32Bloß hat der Kommissar,
14:33ich meine, der wird doch mehr rumtrampeln.
14:36Musste das jetzt sein?
14:37Fangen du nicht auch noch an?
14:39Morgen, die Herren.
14:40Morgen.
14:41Morgen, Vater.
14:42Morgen, morgen.
14:43Sagst du, Herr Kühn,
14:44ist Ihr Bericht über die Geiselnahme
14:45von gestern schon fertig?
14:46Der Zwischenbericht im Laufe des Nachmittags?
14:48Ich brauche ihn, ich brauche ihn.
14:49Die Sache kann abgeschlossen werden.
14:50Ach, ja, der Fall ist erledigt.
14:53Seit wann?
14:53No, seit genau 15 Minuten.
14:56Das ist fantastisch.
14:57Ja, finde ich auch.
14:59Also, bis heute Nachmittag.
15:00Und schicken Sie mir Ihren Bericht hoch.
15:01Da wird sich die Presse
15:02ein paar Entschuldigungen
15:03einfallen lassen müssen.
15:04Moment, Rick, Moment.
15:06Können Sie uns das nicht
15:06ein bisschen genauer erzählen,
15:07wieso der Fall sich so schnell geklärt hat?
15:09Das können Sie alles
15:09in meinem Bericht nachlesen.
15:11Na, dann muss ich auf die Presse
15:12von morgen warten.
15:13Oh, bitte, Herr Rick,
15:13wir sind wirklich sehr gespannt.
15:15Also, ich kann Ihre Neugierde ja verstehen,
15:16aber, aber, ähm...
15:19Na gut, dann darf ich aber
15:20die anderen Herren auch hereinbitten, ja?
15:22Herr Schatzschneider, Müller,
15:23kommen Sie doch mal bitte.
15:25Tag, Herr Liebmann.
15:26Tag, die Herren, bitte, bitte.
15:27Tag.
15:30Soeben ist dem Landeskriminalamt,
15:32in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt
15:35und der Interpol
15:35ein Paradebeispiel
15:38musterhafter Zusammenarbeit gegründet.
15:40Der Geiselnehmer wurde bei seiner Festnahme
15:42in einem Hotel in der Innenstadt
15:44schwer verletzt.
15:44Es handelt sich bei dem Mann
15:45um einen in Paris lebenden Exilrussen
15:48namens, ähm, ähm, Rostropowitsch
15:51oder so ähnlich jedenfalls,
15:52Juri mit dem Vornamen.
15:54Dieser Mann
15:54ist ein der Polizei bekannter
15:57Berufsverbrecher,
15:58dem man bis heute noch nie
15:59hatte etwas nachweisen können.
16:00Der Kerl hat allerdings
16:01den Trick mit der Parkgarage
16:03schon einmal
16:04bei einer Geiselnahme
16:05in Frankreich benutzt.
16:07Und das
16:07ist damals
16:08gespeichert worden.
16:09Durch eliminative
16:10Gegenüberstellung
16:11verschiedener Computerinformationen
16:13und Raster
16:13konnte der Kerl
16:14in kürzester Zeit
16:15lokalisiert werden.
16:17Der Bundesgrenzschutz
16:18dann am Flughafen
16:20war dann zum Schluss
16:21ausschlaggebend
16:22und natürlich
16:22die elektronische Kontrolle
16:24der Hotelmeldezettel.
16:25Ja, funktioniert heute
16:26alles per Knopfdruck.
16:28Fantastisch, was?
16:30Rhetorik leicht gemacht, ne?
16:32Er übt für die Pressekonferenz.
16:33Jetzt muss man nur noch warten,
16:35bis dieser Juri, ähm,
16:36Rostropowitsch
16:37oder wie der heißt,
16:37dass der vernehmungsfähig ist
16:38und der Fall kann in die Schublade.
16:41Rick, hat man eigentlich
16:42das Kuvert von dem Notar gefunden?
16:43Ja, richtig.
16:45Nee, nee, nicht,
16:46dass ich wüsste.
16:48Ja, aber wegen dieses Kuverts
16:49ist er wahrscheinlich ermordet worden.
16:51Ja, aber wir haben doch den Mörder.
16:54Ja, aber doch nicht die Auftraggeber.
16:55Also wissen Sie, Farber,
16:56Sie können einem jede Freude
16:57am Erfolg nehmen.
16:58Das ist doch,
16:59das ist purer Neid.
17:00Ja, du bist nur neidisch.
17:02Wussten, weil der einer mal
17:03beim Lösen eines Falles
17:04zuvor gekommen ist,
17:05der musste nur noch
17:05verhört werden, ne, Juri.
17:06Das hast du doch gehört.
17:07Wenn er nicht auspackt?
17:09Was ist, wenn er nicht überlebt?
17:10Wenn er nichts sagt?
17:11Also der Fall Campe
17:12ist gelöst, so oder so.
17:15Dieser Juri Rostropowitsch
17:17ist der Mörder,
17:18das steht fest.
17:18Und Frau Campe
17:19wird ihn irgendwie
17:20identifizieren können.
17:21Echt?
17:22Warte, was haben Sie denn da wieder?
17:24Vorsicht,
17:24das ist ein hochwertiges Gerät.
17:25Aha.
17:26Also, damit kann man
17:27von jedem Telefon aus
17:28angerufen werden.
17:29Nee.
17:30Ja, haben Sie mal Zeit
17:31auf den Kaffee, Herr Rick?
17:32Ja, und wo spricht man da rein?
17:33Holst du mal einen Kaffee?
17:34Da spricht man gar nicht rein.
17:35Nein, wenn ich jetzt
17:36angerufen werde,
17:37dann ertönt in diesem Gerät
17:38ein langer Piepston,
17:39dann drücke ich hier,
17:40schauen Sie mal,
17:40drücke ich auf den Knopf,
17:42dann weiß der Anrufer,
17:43dass ich reagiere,
17:43dann gehe ich zum nächsten
17:44Telefon,
17:45rufe bei der Zentrale an
17:46und da liegt dann
17:46die Nachricht für mich.
17:48Fantastisch.
17:49Toll.
17:50Damit sollten wir
17:51ausgerüstet sein.
17:52Ja, aber Herr Rick,
17:53das ist doch ein alter Hut.
17:54Dagegen geben einem
17:55die neuen Geräte
17:56neben der Nummer
17:56des Anrufers
17:57auch noch eine kurze
17:58Mitteilung auf dem
17:59LC-Display.
18:00Da kann man dann
18:00sofort zurückrufen,
18:01ohne Zentrale.
18:03Die neuen Geräte,
18:04die sind ja auch,
18:05die sind ja auch
18:05ungefähr 20 Mal teurer
18:07als das Gerät.
18:08Und bis wir da
18:09auf Staatskosten
18:10ausgerüstet werden,
18:11da bist du schon pensioniert.
18:13Dieses Gerät
18:13kostet bei mir
18:15sage und schreibe
18:1740 Mark.
18:20Plus ein Jahr Garantie,
18:21plus Batterie.
18:22Das kommt aus Bangkok,
18:23schauen Sie.
18:23Ne, aus Südkorea.
18:25Aber das kommt jetzt
18:26aus Bangkok,
18:26weil das hat mir
18:27mein Schwager
18:28hat mir das mitgebracht.
18:29Der war in Bangkok
18:29in Urlaub.
18:30So eine kleine Kiste.
18:31Haben Sie das
18:32schon mal ausprobiert?
18:33Na, der ist ja
18:33erst gestern
18:34zurückgekommen aus Thailand,
18:35mein Schwager.
18:36Ihr Schwager aus Thailand?
18:37Ja, für 40 Mark.
18:38Das soll mir
18:39einer nachmachen.
18:39Für 40 Mark.
18:41Na ja, für dich
18:42ist das alles
18:42wieder Kokoloch.
18:43Im Gegensatz zu
18:44der Tonne Katzenschleif
18:45von letzter Woche,
18:46also ich weiß nicht,
18:47vielleicht kann man
18:47mit den Dingern
18:48ja wirklich was anfangen.
18:50Jetzt pass mal auf.
18:52Lass uns doch
18:52das Kabel
18:53von vorhin vergessen.
18:54Ja?
18:56Wenn du mir
18:56als erster
18:57so ein Ding abnimmst,
18:58dann mache ich dir
18:59einen Dumpingpreis,
19:0030 Mark.
19:01Okay,
19:01ich nehme so ein Ding
19:03für eine Woche
19:03zur Probe.
19:04Ohne Kaufzwang.
19:05Gut.
19:06Also von seinem Schwager
19:07aus Thailand
19:07für 40 Mark
19:08ist er nicht schlecht.
19:09Ja?
19:10Also,
19:11wenn es dann okay ist,
19:12dann reden wir drüber.
19:13Okay.
19:19Oh Mann.
19:20Lass mich.
19:31Sag mal,
19:31Pieps bei dir?
19:32Wieso telefonierst du
19:33denn mitten in der Nacht?
19:35Bist du wach geworden?
19:37Nee,
19:38ich schlaf fest.
19:40Lass dich nicht stören.
19:42Funktioniert doch prima,
19:43das Gerät.
19:44Otto,
19:45du bist vielleicht
19:46ein Blödmann.
19:46Ich kündige dir hiermit
19:47ein für allemal
19:48die Freundschaft.
19:48Hast du mich verstanden?
19:49Oh.
19:51Gib mal das Fläschchen,
19:53das steht rechts unten
19:53im Kühlschrank.
19:54Vorher schütteln.
19:55Hä?
19:56Vorher schütteln.
19:58Beim Notar Kappe
19:59ist eingebrochen worden.
20:00Da hat jemand Feuer gelegt.
20:01Das ganze Stockwerk
20:01ist abgebrannt.
20:04Rick meinte,
20:05du sollst sofort hinfahren
20:06in der Asche umstocher.
20:07Hör mal zu.
20:07Rick hat gesagt,
20:08er will die Aussage
20:09von Juri abwarten.
20:10Das ist sehr vernünftig
20:10und kommt mir sehr gelegen.
20:12Schick Max hin.
20:13Und gute Nacht.
20:20Na, du bist dran.
20:21Willst du nicht aufstehen?
20:22Ach komm,
20:23du stehst doch schon.
20:24Nein, nein, nein.
20:24Kommt gar nicht in Frage.
20:25Das ist dein Sohn.
20:26Ja, und wenn er lacht,
20:27ist es deiner.
20:28Fangen wir gar nicht erst an.
20:32Sag mal, Max,
20:33und ihr habt überhaupt
20:33nichts Brauchbares gefunden?
20:37Sei doch nicht so sauer.
20:39Ich verspreche dir,
20:39das kommt nie wieder vor.
20:40Das nächste Mal
20:41bin ich wieder bei dir.
20:42Ehrlich.
20:43Machst du einen Kaffee?
20:44Na komm.
20:4748 Stunden ohne Schlaf.
20:49Wo sind wir hier eigentlich?
20:52Der Herr liegt gemütlich
20:53zu Hause bei Frau und Kind
20:54ein Bett.
20:55Dann weißt du,
20:55ich brauche meinen Schlaf.
20:56Ich bin schon etwas älter.
20:57Ja, das sieht gut.
20:57Du nimmst Milch, ne?
20:58Oh, danke.
21:02Ich habe dir da mal erzählt,
21:03dass wir in Campe
21:03immer nur Büro-Aushilfskräfte
21:05und immer nur
21:06für kurze Zeit
21:06beschäftigt waren.
21:07Ja, ja.
21:09Aber vor zehn Jahren
21:10da hat tatsächlich mal
21:11eine Sekretärin
21:11länger bei ihm gearbeitet.
21:13Aha.
21:13Die hieß...
21:14Die...
21:15Warte mal,
21:15ich habe mir das
21:15aufgeschrieben.
21:20Die hieß...
21:22Franziska Goretzki
21:23hieß die.
21:30Ach komm,
21:31der scheint nicht da zu sein.
21:33Na, wenn keiner da ist,
21:33umso besser.
21:36Fahra,
21:37mach keinen Quatsch.
21:45Aha, Achtung.
21:46Ja, oder?
21:47Oh, eine kleine Inspektion.
21:49Ich kann sagen,
21:50ich bin nachher gebeten.
21:53Na, weißt du, ne?
21:54Du hast doch gebeten,
21:55eben, na komm mal her,
21:56da riechst du mal schön.
21:57Na, komm mal her.
21:58Was?
21:59Ja?
21:59Hat der Freuchen
22:00nicht allein gelassen, oder was?
22:01Na, komm mal her,
22:02komm mal her, komm mal her, du.
22:03Na, so schön.
22:04Lachen.
22:06Ja, du,
22:07komm mal her,
22:08du schwarzer Teufel,
22:09du, ja,
22:09was ist denn?
22:10Ja, ist ja schon gut.
22:12Ja, ja, ja, ja.
22:13Scheint, wofür
22:13länger verreist zu sein,
22:15die Dame.
22:15Warte,
22:15da brauche ich
22:16dich allein gelassen,
22:17hm?
22:17Aha.
22:33Ist jemand da?
22:36Franziska?
22:37Franziska?
22:52Mach doch aus.
22:54So ein Mist.
22:55Der Schrott
22:56hat mich bescheiden gelassen.
23:06Sind Sie von der Polizei?
23:09Augenblick,
23:10Entschuldigung.
23:12Kühn,
23:13Kühnallpolizei.
23:14Mein Name ist Faber,
23:14Fahndorf.
23:15Und Sie sind
23:17Herr Schneider,
23:18der Rechtsanwalt.
23:20Ach,
23:20ihr kennt euch?
23:22Ja,
23:22mein Name ist Schneider,
23:23Dr. Thomas Schneider.
23:24Nein,
23:24wir kennen uns nicht.
23:26Das hat man Ihnen
23:27sicher in Hongkong
23:28oder Bangkok
23:28angedreht.
23:29Sie sollten das
23:30neuere Modell benutzen.
23:31Das Ihre ist von der
23:32Bundespost überhaupt
23:32nicht mehr zugelassen.
23:34Herr Schneider gehört
23:35zu den Rechtsanwälten,
23:36die unsere Kundschaft
23:37mit allen Tricks
23:38vor der verdienten
23:38Gefängnisstrafe bewahren
23:40und sich damit
23:41ein Plätzchen
23:41in den Klatschspalten
23:42der Boulevardblätter
23:43erkämpfen.
23:45Die Sie aber
23:46fleißig lesen.
23:47Das bringt der Beruf
23:48so mit sich.
23:51Ihre Bekannte,
23:52Frau Goretzki,
23:53ist Hals über Kopf
23:53abgereist.
23:56Ja,
23:56das war zu erwarten,
23:57nachdem was mit
23:58Kampi passiert ist.
24:02So?
24:05Hatte die Dame
24:06Grund,
24:06Angst zu haben?
24:11Wir sollten uns
24:11darüber in meinem Büro
24:12unterhalten,
24:13nicht hier
24:13zwischen Tür und Angel.
24:15Wenn Sie etwas zu sagen
24:16haben,
24:17dann bestimme ich,
24:17wo Sie das tun,
24:18klar?
24:19Wie Sie wollen,
24:20wenn Sie sich
24:20hier wohl erfüllen.
24:21Ich schlage
24:22meine Dienststelle vor.
24:25Das ist aber
24:25jetzt keine Festnahme.
24:27Noch nicht.
24:28Aber bei ihm
24:29kann man nie wissen.
24:31Früher oder später
24:32hätten Sie sowieso
24:33alle ehemaligen
24:34Kampi-Mitarbeiter
24:34kontrolliert.
24:35Ganz sicher.
24:36Also gehen wir.
24:42Faber?
24:42Ja?
24:43Was wird bei dem Hund?
24:45Ich habe ein Kind
24:46zu Hause.
24:46Ich habe dafür
24:46keine Verwendung.
24:49Komm mal her.
24:51Komm mal her.
24:51Komm.
24:53Bei dem Kampi
24:54war wenig zu tun.
24:56Immer wenn ich
24:57in sein Büro kam,
24:57hat er Zeitung gelesen.
24:58Er hat nie Fälle
24:59angenommen.
25:01Als Volontär
25:02hatte man da
25:02genügend Zeit,
25:03um auf dumme
25:04Gedanken zu kommen.
25:05Und was hat das
25:06mit unserem Fall
25:06hier zu tun?
25:07Haben Sie doch
25:07ein bisschen Geduld,
25:08Rick?
25:09Ich erzähle Ihnen
25:10das, was ich weiß.
25:11Sie erzählen uns
25:12das, was Sie uns
25:12erzählen wollen.
25:13Bitte erzählen Sie
25:14weiter, Herr Schneider.
25:16Mit der Goretzky,
25:17die damals die Sekretärin
25:18von Kampfi war,
25:19habe ich versucht,
25:21herauszubekommen,
25:21wie der Alte
25:22sein Geld verdiente.
25:25Die Kanzlei stand
25:26praktisch still,
25:27ja, aber
25:27trotzdem hat er sich
25:28das riesige Haus
25:29in der Freisichtsstraße
25:30gekauft.
25:31Wir haben nach und nach
25:33seine gesamten
25:35Unterlagen durchsucht,
25:36bis wir dahinter
25:37gekommen sind,
25:38dass da jeden Monat
25:39ein saftiger Betrag
25:41auf sein Konto
25:42überwiesen wurde.
25:44Wir haben aber nicht
25:45herausbekommen,
25:45woher das Geld kam
25:46und warum er es bekam.
25:50Wie hoch war
25:50dieser Betrag?
25:54Das waren zwischen
25:5540.000 und 50.000
25:57Mark jeden Monat.
26:00Nicht schlecht.
26:02Ich hatte damals,
26:04was man ein Verhältnis
26:06nennt,
26:07der Goretzky.
26:08Sie musste Kampfi
26:10manchmal auf seinen
26:10sogenannten
26:11Geschäftsreisen begleiten
26:12und eines Tages
26:14bei der Rückkehr
26:15von so einer Reise
26:16wusste sie,
26:18warum Kampfi
26:18das Geld bekommen hat.
26:22Und warum?
26:23Kampfi war anscheinend
26:24im Besitz von Dokumenten,
26:27mit denen er
26:27einen sehr einflussreichen
26:29Mann erpressen konnte.
26:31Papiere,
26:32die eindeutig
26:33die Beteiligung
26:34dieser Person
26:34eines ehemaligen
26:35SS-Mannes
26:36an der Liquidierung
26:37von Zivilisten
26:38in Litauen belegen.
26:40Wissen Sie,
26:42diesen Leuten
26:43kann man doch
26:43sowieso nichts nachweisen.
26:45Leider.
26:47Wer ist dieser Mann?
26:49Wer ist dieser Mann?
26:50Wenn ich das wüsste.
26:53Auf jeden Fall hält er
26:54einen Spitzenjob
26:55in der Wirtschaft.
26:57Sonst hätte er diese Summen
26:58gar nicht bezahlen können.
27:00Herr Schneider,
27:02warum sind Sie damals
27:03nicht zur Polizei gegangen?
27:06Man zeigt Leute
27:08nicht einfach so an,
27:09ohne handfeste Beweise.
27:11Ich hatte ja tatsächlich
27:12die fraglichen Papiere
27:12gar nicht gesehen.
27:14Und Sie haben nicht
27:14versucht,
27:15mit Ihrer damaligen
27:15Freundin Frau Goretzki
27:16vielleicht an diesen
27:18ominösen Nebeneinkümpfen
27:19von Herrn Campe
27:20zu partizipieren?
27:22Also diese Art von Fragen,
27:23wo bitte ich mir?
27:26Warum kommen Sie das jetzt?
27:28Warum erzählen Sie uns
27:28das jetzt alles?
27:32Campe ist tot,
27:33seine Kanzlei
27:34mit den Papieren
27:34ausgebrannt
27:35und damit ist
27:37der Fall erledigt.
27:38Vater,
27:39kommst du mal?
27:40Schau was.
27:46Ja, komm.
27:47Entschuldigen Sie
27:48mit einem Augenblick.
27:51Scheiße.
27:52Herr Watt,
27:53er hat eigentlich
27:53über diese Papiere von Campe
27:54was in der Zeitung bestanden?
27:55Nicht, dass ich wüsste.
27:57Der bleibt dann,
27:58macht er sowas ja gut.
27:59Im Moment kann ich dir
28:00über den Herrn
28:00nicht viel anbieten.
28:02Scheint soweit
28:02eine weiße Weste zu haben.
28:04Unverheiratet,
28:04lebt alleine
28:05und führt eine der
28:06bestgehendsten
28:07Anwaltskanzleien
28:07in der Stadt.
28:09Ist alles?
28:10Das ist ein konvertierter
28:1168er.
28:12Studium in Frankfurt
28:13und Berlin,
28:14hatte damals
28:15beste Kontakte
28:15zu einigen wichtigen
28:16Leuten aus der Szene,
28:17so dutschgekundbendet
28:19und bei zwei,
28:20drei Demos scheinen
28:20sie festgenommen zu haben.
28:22Ja, mich auch.
28:23Angeber.
28:24Versuch über die Familie
28:25was rauszukriegen,
28:26in welche Schule er gegangen ist
28:26und so weiter,
28:27du weißt,
28:27alles klar.
28:28Was will der eigentlich
28:29von uns?
28:30Glauben Sie diese
28:30Nazi-Geschichte?
28:31Jetzt kommen Sie mir
28:32nicht damit,
28:32dass gerade
28:33diese Dokumente
28:34in diesem Kuvert
28:35von Campe waren
28:36oder gewesen sein könnten.
28:38Er erzählt ohne,
28:38dass er gefragt wird.
28:39Max, du machst
28:40dein Protokoll
28:40und dann schickst
28:41dem jemand nach.
28:41Nein, nein, nein,
28:42kommt überhaupt nicht
28:42in Frage.
28:43Was wollen Sie denn
28:43von dem Mann?
28:44Wir wissen,
28:45wer er ist
28:45und wo er wohnt.
28:46Machen Sie ein Protokoll,
28:47das reicht.
28:47Schicken Sie es
28:48an die Sonderkommission
28:48für Nazis.
28:50Und bringen Sie
28:51diesen Hund
28:51ins Tierheim.
28:52Doch hier,
28:52der geht immer zu.
28:53Ja, geht klar.
28:53Das geht mir nicht,
28:54was wir sehen.
28:55Was hat ein Exilhose
28:56denn in Frankreich
28:57mit ehemaligen
28:58Nazis zu tun?
28:58Und ich frage Sie.
29:01Also, der Jury
29:02ist in der Obhut
29:02der Mordkommission,
29:03klar?
29:04Weiß ich, weiß ich.
29:04Mischen Sie sich
29:05da bitte nicht ein,
29:05sonst gibt es
29:06wieder einen anderen.
29:13Komm, komm mit.
29:14Achtung, Achtung,
29:15in der Ambulanz
29:16kommt ein Assistenzarzt
29:17aus der inneren Kommission.
29:27Herr Professor Limmer,
29:28bitte 2221 anrufen.
29:31Herr Professor Limmer,
29:32bitte dringend 2221 anrufen.
29:43Was hast du denn gefahren?
29:44Ich will mir diesen Jury
29:45mal anschauen.
29:46Da gibt es nichts zu sehen.
29:47Der liegt im Koma.
29:47Sie sind vor Kampel?
29:48Mein Name ist Faber.
29:49Guten Tag.
29:50Tag, Herr Faber.
29:51Hat Frau Kampel
29:52diesen Mann identifiziert?
29:53Nein.
29:54Das war doch gar nicht möglich
29:55mit all den Maschinen
29:57und Schläuchen.
29:58Und außerdem war der Mann
29:59doch vermummt.
29:59Ja, nee.
30:01Kann ich Sie
30:01einen Augenblick sprechen?
30:02Ja, bitte.
30:04Wir haben schon alles geklärt.
30:05Ah, nur ein paar Fragen.
30:06Vielleicht setzen wir uns hier hin.
30:11Ich wollte mit Frau Kampel
30:12allein sprechen.
30:13Warum?
30:14Darum.
30:22Also, was wollen Sie wissen?
30:24Frau Kampel,
30:25wie hat Ihr Mann
30:25auf die Aufforderung
30:26von dem Vermummten reagiert,
30:27die Dokumente
30:28aus dem Safe zu holen?
30:30Ach, das habe ich aber
30:30doch alles schon erzählt.
30:32Nein, nein.
30:32Was mich interessiert ist,
30:34war er sehr überrascht
30:35oder hatten Sie den Eindruck,
30:36dass er darauf vorbereitet war?
30:51Was Sie mir da erzählt haben,
30:55das ist ungeheuerlich.
30:58Er hat mir aber nie
31:00irgendetwas von seiner Zeit
31:01im Krieg erzählt.
31:03Da muss irgendwas gewesen sein,
31:05das ihn sehr stark erschüttert hat.
31:08Er war ja auch noch so jung damals.
31:14Da lebt man nun
31:16ein Leben lang
31:17mit einem Menschen zusammen
31:18und weiß doch nichts über ihn.
31:23Ich glaube,
31:24er hat sich geschämt,
31:24dass er bei der SS war.
31:39hat jemand nie
31:40über die Kriegskameraden
31:41von damals gesprochen
31:42oder was die Leute
31:43heute machen?
31:44Nein.
31:46Er ist nie mehr
31:47mit diesen Leuten
31:49von damals zusammengekommen.
31:50Er hat überhaupt keine Freunde.
31:51wir lebten sehr zurückgezogen.
31:53Aber
31:54als das jetzt passierte,
31:56da
31:56hatte ich den Eindruck,
31:58er ist
31:58wie erleichtert.
32:00Als er dem Mann
32:01diesen Umschlag gegeben hat,
32:03da war er
32:05wie erlöst.
32:07ja.
32:08Halt!
32:16Halt!
32:22Halt, Stimmlein!
32:31Halt, Stimmlein!
32:53Halt, Stimmlein!
33:31Untertitelung. BR 2018
34:01Idiot, hör ab! Fahr weg da! Fahr vor!
34:24Hier, Löwe 5 für ZW9. Hier, Max.
34:28ZW9 für Löwe 5! ZW9 für Löwe 5!
34:32Faber, hörst du mich?
34:34Max, ich hör dich!
34:36Bei mir knistert's hier nur. Faber, Faber, hörst du mich?
34:40Mich musst du hören, Max. Mich musst du hören!
34:43Also, wenn du mich hörst, dann kann ich dir sagen, was ich noch über Schneider weiß.
34:47Schneider ist vollweise. Angeblich Jahrgang 1945. Das genaue Geburtsdatum ist unbekannt.
34:55Ja, diese verfluchte Technik!
35:15ZW9 für Zentrale. Hört mich keiner! Verdammt nochmal, hört mich denn keiner!
35:20Wenn du schon mal jemanden brauchst!
35:49onder den!
36:05Ja, gar nicht jeder!
36:05Komm, dein St겠어 Obrigfisch!
36:17Wenn du schon mal kröcht meinst.
36:47Was ist das?
36:49Ich bin mir gar nicht sicher, ob diese Papiere heute juristisch noch etwas wert sind.
36:53Das meiste ist wahrscheinlich verjährt.
36:55Ich bin gerade dabei, das zu checken.
36:58Sie werden im Knast jede Menge Gelegenheit haben, das zu tun.
37:00Los stehen Sie auf.
37:02Ja, Sie sind leider schneller ein Ziel, als ich dachte.
37:04Damit hatte ich nicht gerechnet.
37:07Legen Sie schön langsam Ihre Pistole weg.
37:09Und nehmen Sie Ihre Hände nach oben.
37:13Herr Faber, darf ich Sie mit meinem Kompanion und Partner, Dr. Trauel, bekannt machen?
37:18Halt die Schnauze.
37:26Traue.
37:28Wir haben verloren. Das Spiel ist aus.
37:30Lassen Sie das Ding fallen!
37:33Damit kommen Sie nicht weit.
37:34Meine Kollegen sind schon unterwegs.
37:36Ich habe aus dem Weis...
37:36Deswegen machen wir auch gleich einen kleinen Bootsausflug.
37:43Willst du jetzt noch einen Polizisten umbringen?
37:45Es war eine klare Abmachung, in der ich die Drecksarbeit übernehme.
37:49Und die mache ich so, wie es mir passt, klar?
37:51Wir wollten an diese Papiere kommen, um ein altes Nazi-Schwein auffliegen zu lassen.
37:56Du bist wirklich ein unverbesserlicher, pubertärer Gerechtigkeitsfanatiker.
38:01Ich bin nur an dem Geld interessiert, das ich damit machen kann.
38:05Und was?
38:05Was ist, wenn Jury auspackt?
38:07Das kann er nicht mehr.
38:09Dafür habe ich gerade gesagt.
38:33Sie müssen sich mit Geduld warten, Susanne. Bitte.
38:38Sagen Sie mal, ist das eigentlich alles, was passiert, wenn einer vermisst wird?
38:41Oder genießt Faber hier eine Sonderbehandlung?
38:50Wir könnten ja das BKA einschalten.
38:53Ist ja eine gute Idee, oder?
38:55Otto, halten Sie bitte Ihren Rand und verschonen Sie uns mit Ihren guten Ideen.
38:59Ja, jedenfalls würde Faber in so einem Fall nicht einfach bunttätig rumsitzen.
39:03Nee, das wäre ja nicht.
39:07Und das mit dem BKA heißen...
39:08Also, Otto, lassen Sie uns mit Ihren Weisheiten zufrieden.
39:12Blinder Aktionismus hilft da nicht weiter.
39:14Oh ja, einfach rumsitzen auch nicht!
39:19Ein schwatterer Sinn aus!
39:25Der Piepser.
39:28Faber hat doch den Piepser.
39:30Ja.
39:47Sie haben sich den falschen Partner ausgesucht, Schneider.
39:50Ja.
39:51So kann man sich täuschen, nicht?
39:55Ich war so naiv zu glauben, er müsste dieselben Ideale haben wie ich.
39:59Kein Idiot sind Sie.
40:01Ein kompletter Idiot.
40:02Danke.
40:04Warum sind Sie damals bei dem ersten Verdacht nicht gleich zu uns gekommen?
40:07Ach, auch über die Polizei kann man diesen Leuten nicht beikommen.
40:10Das wissen Sie ganz genau.
40:12Was hätten Sie gemacht mit den Papieren?
40:14Ich hätte Sie an die Presse gegeben.
40:18Schauen Sie sich unseren Mann an, der 70 Jahre alt hat, Kinder und Frauen liquidieren lassen
40:23und wird weiter ruhig in seinem Bett schlafen.
40:25Da werden weder Sie noch nicht was dran ändern.
40:28Zuerst müssen wir sehen, wie wir hier rauskommen.
40:31Diese Veränderung können wir messen.
40:32Und so ungefähr die Entfernung, in der dieses Empfangsgerät steht, herausfinden.
40:37Aber diese altmodischen Geräte haben eine Eigenheit.
40:40Sie senden, wenn sie ausgeschaltet werden, ein Signal an die Zentrale zurück,
40:44damit diese weiß, der Halter dieses Geräts hat das Lautsignal gehört.
40:48Dieses Rücksignal ist dann klar zu orten und kann uns die Richtung angeben.
40:52Auf dem Schnittpunkt der Parallaxen schaut es dann so aus, dass...
40:55Das ist ganz einfache Rückfahrung, man muss jetzt nur ausschalten.
40:58Ja, dann können wir ihn orten.
41:06Wenn man nicht alles selbst machen würde, würde hier überhaupt nichts mehr funktionieren.
41:13Bereit zur Peilung?
41:14Wir sind bereit.
41:15Wir probieren es nochmal.
41:51Zwischen 2400 und 2600 Meter.
41:54Also wir wissen jetzt, dass er sich in einem Umkreis von 2400 bis 2600 Meter von hier aus befindet.
42:00Aber wo? Wo ist das? Bitte sehr, wo?
42:03Oh mein Gott, Faber, mach doch endlich dieses scheiß Ding aus.
42:19Oh mein Gott, Faber, mach doch jetzt!
42:21Oh mein Gott!
42:22Oh mein Gott!
42:25Oh mein Gott!
42:27Oh mein Gott!
42:29Oh mein Gott!
42:30Puh, Puh, Puh!
43:04Raoul! Raoul!
43:12Was ist?
43:15Mach mich los, ich muss zum Klo.
43:33Eine falsche Bewegung, du bist weg.
43:36Da rein.
43:46Da rein.
43:52Na los.
44:01Da rein.
44:35Farbe, bricht sie nicht nach Gas?
44:37Schon möglich.
44:40Raoul!
44:42Raoul!
44:46Was ist denn los?
44:47Dieser ganze Kahn stinkt nach Gas.
44:49Willst du uns umlegen hier?
44:56Hier, hier. Es kommt hier raus irgendwie.
44:58Hier bei mir.
45:07Schlüssel!
45:11Abschauen.
45:16So, Trau.
45:20Hätte ich Ihnen gar nichts zugetraut, Schneider.
45:24Langsam, langsam.
45:28Komm her.
45:28Geht mir das, die Glutrasse ja doch nicht.
45:31Baba.
45:33Verschwinden Sie.
45:34Ich will das Gas aufstellen.
45:36Mensch, wir fliegen alle in die Luft, wenn du abdrückst.
45:38Ja?
45:40Verschwinden Sie.
45:42Schneider, was soll das?
45:44Das lässt sich doch alles regeln.
45:46Ja, für Sie vielleicht.
45:48Sie kriegen die Papiere, Sie kriegen die Papiere, die Dokumente, Sie können damit machen, was Sie wollen.
45:51Die Dokumente werden sowieso in irgendeiner Amtsstube verschwinden.
45:55Ich gebe Ihnen jetzt zehn Sekunden Zeit.
45:59Und dann drücke ich ab.
46:01Ist das klar?
46:04Ja.
46:22Da!
46:23Ich verständlich, die Kollegen von der Wasserschutzpolizei.
46:28Ich bitte Sie.
46:28Wunabot, wo gibt es denn hier, Wunabot?
46:56Oh Gott.
47:02Scheiße, zu spät.
47:08Hey!
47:10Hey!
47:13Ihr Idioten!
47:14Wollt ihr mich erst laufen lassen?
47:21Hauber!
47:22Ich komme!
47:38Ich bin mitgekommen, ob ich dagegen war.
47:41Wäre ja noch schöner, seit wann hat er denn was zu sagen?
47:46Schläft er?
47:47Nein.
47:48Nein.
47:48Nein.

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