- 11 hours ago
Category
📺
TVTranscript
00:00Now I'm looking forward to this woman.
00:02Beatrice and I, we're talking about this.
00:04I love Barbara Schöneberg.
00:06We're both the only women who eat the TV show.
00:10But I'm happy to get you with me here today.
00:14And May has asked before,
00:19if she could eat a piece of Obst?
00:22Yes, if we have enough time for a piece of Obst.
00:25Oh, I'm sorry.
00:27I'm just here to go.
00:28Then, I wish I could.
00:32May, I thought it was a lot of discipline.
00:35From you to hold back to me.
00:39So I'm going to interpret that.
00:43But not at the end.
00:52so may we know us a little bit longer because you have been here
00:56next to me too long in all the friendships and also again and now you are also
01:02kürzlich again we want to let you not really really let go and you
01:08It's an on-off-spiel.
01:11I miss it sometimes.
01:13And you said,
01:14that in all of your friends,
01:16you have to do something with friendship.
01:22It's true.
01:24I thematize it in my book.
01:26I speak a lot about the Dorf,
01:29what it needs to be a child.
01:32And also about the Dorf,
01:34what we need to be a child.
01:35And also about the Dorf,
01:36where the family is not there.
01:37We need to be a child.
01:38To find out,
01:38we need to be a child,
01:39we need to be a child.
01:42I had to speak.
01:43I had to speak to them and speak to them,
01:44I talked to them about the friends.
01:45I talked to them about the Komplizen,
01:47the people that I had mentioned,
01:52They required to be a child.
01:54I don't know if they were a child.
01:55They were a child,
02:01they were a child.
02:04Wie gesagt,
02:05ich bin ja viel später erst eingestiegen.
02:07Und in eine Familie rein,
02:11die schon vorher funktioniert, existiert hat.
02:14Und wurde so herzlich aufgenommen.
02:17Und das ist halt nicht weit weg von meinem Wohnort.
02:19Und alles hat so zusammengespielt.
02:21Auch, dass ich in Sachsen bin.
02:23Ich bin ja hier aufgewachsen.
02:24Also in Chemnitz und dann in Leipzig.
02:25Und die Crew,
02:28die leben ja auch hier.
02:30Und dann fängt man halt ein bisschen an zu sechseln.
02:32Und dann hast du ja schon ein bisschen
02:34so einen Stein im Herzen bei den Leuten.
02:36Und irgendwie habe ich dann auch angefangen
02:38mit den Kollegen so Freundschaften zu schließen,
02:40die man sonst am Filmset,
02:43weil irgendwann endet das Jahr,
02:44nie schließen kann.
02:46Weil man sieht sich eine Woche intensiv,
02:47dann ist es vorbei.
02:48Und hier habe ich Zeit gehabt,
02:50vier Jahre lang diese Menschen kennenzulernen.
02:52Das war sehr toll.
02:52Wenn ich es richtig verstanden habe.
02:57Beidseitig.
02:57Ich weiß das von den Kollegen,
02:58dass es ihnen mit dir genauso gegangen ist.
03:00Wenn ich es richtig verstanden habe,
03:03seit 26 Jahren.
03:0528 Jahre.
03:06Jetzt habe ich es richtig verstanden.
03:08Eigentlich wollte ich mit deinen Filmen beginnen,
03:10aber dann machen wir das.
03:11Wir können so einen kleinen Zusammenschnitt
03:13dann am Ende noch machen.
03:14Weil tatsächlich diesmal interessiert mich dein Buch sehr.
03:19Und das habe ich dir auch vorhin in der Maske gesagt,
03:21dass ich das mit Begeisterung gelesen habe.
03:23Danke, dass du das gelesen hast.
03:24Ja, das hat ja auch was mit Respekt zu tun.
03:27Es geht ja immerhin um deine Geschichte,
03:30um deine Familiengeschichte zum einen.
03:32Aber du sagst auch,
03:34deine Kindheit war ja auch von harter körperlicher Arbeit,
03:37Disziplin und Unterwerfung geprägt.
03:40Das stimmt.
03:41Das steht da drin.
03:42Ja, das finde ich übrigens auch.
03:44Also es geht auch vor allem auch um die Beziehung,
03:48Eltern, Tochter.
03:50Wir rollen das Leben mal gleich ein bisschen auf.
03:52Aber ich finde das sehr mutig, dass du es geschrieben hast.
03:55Weil es ist nicht nur ein Buch über dich,
03:57sondern auch, du willst Frauen oder Menschen überhaupt Mut machen,
04:01wenn die an ihre Träume ist das eine.
04:03Aber wenn sie vielleicht in einer Phase stecken,
04:05wo sie denken, da komme ich gar nicht raus.
04:07Dass es doch rausgehen kann.
04:10Okay, dann fangen wir an mit dem Dorf.
04:11Das war noch in Vietnam.
04:13Ja.
04:15Ein paar Kilometer von Hanoi entfernt.
04:17Das war dieses Dorf.
04:19Das war deine Großmutter, deine Urgroßmutter,
04:22die dich miterzogen haben.
04:24Auf dem Reisfeld,
04:25wo du zwischen Wasser befinden und Blutegeln.
04:28Beschreib uns da mal so ein bisschen deine Erinnerung.
04:30Ja, also damit sich alle das vorstellen können.
04:33In Vietnam ist das in der Provinz gewesen,
04:37wo ich aufgewachsen bin.
04:39Und da war ich auch, wie Beatrice,
04:42habe ich jetzt gerade, als du geredet hast,
04:44die Brücke geschlagen, viel in der Natur.
04:48Und wenn man in der Natur aufwächst,
04:50dann begreift man schnell, dass man ein Teil der Natur ist.
04:53Und das ist auch ein großer Teil in meinem Buch,
04:55dass wir alle nur ein Teil der Natur sind
04:57und das nicht vergessen dürfen.
04:59Genau, zu der Familie.
05:00Meine Eltern sind früh wieder arbeiten gegangen.
05:03Also mein Vater war dann Vertragsarbeiter in der DDR.
05:05Also ich habe den nach 18 Monaten nicht mehr gesehen.
05:08Da war ich anderthalb.
05:10Und meine Mutter war in einem Krankenhaus,
05:14OP-Schwester, in einem Militärkrankenhaus.
05:17Also die war auch Schichtarbeit, war auch sehr lange weg.
05:20Und da kam Großmutter und Urgroßmutter ins Spiel.
05:23Die haben das alles abgefedert.
05:25Und natürlich auch bin ich mit gesunden Männerbildern aufgewachsen.
05:31Mein Großvater, mein Onkel, mein Cousin, die waren alle da.
05:34Die haben auf mich aufgepasst.
05:35In Vietnam noch.
05:36Ja.
05:37Dein Vater war nur in der DDR.
05:38Wir sind jetzt noch in der Provinz in Vietnam im Reisfeld,
05:43wo ich auch Reisernten gelernt habe.
05:45Also wirklich noch mit der Natur und auch mit dem Essen
05:48in Verbindung getreten bin.
05:50Ja.
05:50Das ist ja auch noch mal ein Teil.
05:52Und dann, ich glaube, du warst fünf Jahre alt.
05:56Nach der Wende, nach der Wiedervereinigung,
05:58hat dein Vater gesagt, und jetzt kommt ihr bitte rüber.
06:01Hat zur Vorbereitung dir noch ein Walkman aus Chemnitz nach Vietnam geschrieben?
06:04Dass du alles weißt.
06:05Ich habe dein Buch gelesen.
06:06Ja.
06:07Ja, das fällt mir jetzt.
06:09Und ja.
06:10Ja, ja.
06:10Hast du es eigentlich danach noch mal gelesen?
06:13Schwierig.
06:13Ja, ja.
06:14Also ich habe es wirklich sehr intensiv geschrieben.
06:16Aber nach so einem, das können vielleicht auch andere Autorinnen
06:20nachvollziehen.
06:21Dann muss man das erst mal so ein bisschen weg.
06:24Ja.
06:24Also so ging es mir zumindest.
06:25Pass auf, dann erzähle ich dir so ein bisschen nochmal, was davon vorkommt.
06:28Ja.
06:29Du hast jetzt das andere Interview dazu geben, dass du dann Glück hast.
06:33Also pass auf, dein Vater hat dir den Walkman geschrieben.
06:35Und du hast so ein paar erste deutsche Worte dann gelernt.
06:38Dann nach Chemnitz seid ihr dann gekommen.
06:41Und dein Vater hat beeindruckenderweise sich dann für eine Kung-Fu-Schule, also die zu gründen,
06:49entschieden.
06:50Und noch beeindruckenderweise hat er sich dann entschieden, nicht nur dein Vater oder
06:54eigentlich gar nicht mehr dein Vater zu sein, sondern dein Meister.
06:57Weil er dich trainiert hat.
06:59Ja, richtig.
07:00Und erkannt hat, oh, das geht schnell, die kann das.
07:03Und das war gar nicht so gut für dich.
07:06Ja, naja, also das ist immer Glück und Segen.
07:10Kannst du uns schnell zurück?
07:12Ja, kannst ruhig weitererzählen.
07:14Also es ist so, es kennt vielleicht unser Rick, dass die Person, die dich trainiert,
07:23nicht unbedingt die Person sein soll, die dich erzieht.
07:26Und wenn das aber eine Person ist, dann bekommst du, bist du ein bisschen schizophren dann auch,
07:31weil du dieses Einordnen als Kind nicht so gut kannst.
07:35Und der eine schimpft dich aus, der andere tröstet dich, wäre ideal.
07:39Aber wenn das dieselbe Person ist, dann musst du erst mal mit dir selber klarkommen.
07:45Naja, und vor allem, wenn es dann so ist, dass die eine Person das Trösten vergisst,
07:49weil einfach nur noch der Meister möchte, dass die Tochter perfekt ist.
07:53Ja, genau.
07:54Und das eben auch in der Schule und dann auch so sagt, du, wenn du mir nicht mit einer
07:57Eins nach Hause kommst, bist du nicht mehr meine Tochter.
08:00Ja, das ist natürlich der Leistungsdruck in meiner Generation.
08:04Also ich sage ja Generation 1,5.
08:07Weil die meisten sind, also die so alt sind wie ich, die sind tiergeboren.
08:11Aber ich bin ja in Vietnam geboren, also dort sozialisiert, rausgezogen worden und dann
08:16nach Deutschland verpflanzt worden, wo ja die Wende war.
08:20Also es war ja kurz nach der Wende, wo dann auch ein anderes System geherrscht hat,
08:23was meine Eltern ja auch nicht kannten.
08:25Also vom Sozialismus in den Kapitalismus.
08:27Das war ja für die auch total neu.
08:30Nur so am Rande.
08:32Ja und dann kam ich halt, wo waren wir?
08:33Wir sind jetzt in der Kung Fu Schule.
08:35Ja, genau.
08:35Und du bist eigentlich noch ein kleines Mädchen, aber schon so ein gutes, gut trainiertes Mädchen,
08:41dass das dann so ist, dass dein Vater die Idee hat, du trainierst jetzt andere Kinder.
08:47Genau.
08:47Beziehungsweise dann wurdest du so gut, dass du erwachsene Menschen trainiert hast.
08:54Also ziemlich früh.
08:55Also ich glaube, ich hatte meine erste Erwärmungsübung dann schon mit zehn gemacht.
09:00Und mit zwölf habe ich dann irgendwann mal ein komplettes Training übernommen.
09:04Und das ist ein Druck.
09:06Ja, hier seht ihr.
09:07Das war eine gemischte Gruppe.
09:09Also Kinder, Erwachsene, Jugendliche zusammen.
09:13Und das bist du, ne?
09:15Das bin ich.
09:16Ja, das bin ich mit zwölf, zwölzehn.
09:19Zwei, vier, fünf.
09:22Es war dann aber auch eine Zeit, in der, also ihr habt auf einem sehr relativ überschaubaren
09:28Raum zusammen gewohnt.
09:31Ja.
09:31Da ging es nicht um Eitelkeiten, sondern es ging um Verteidigung, um Kampf, um Angriff.
09:40Also das, was man dort in der Kung Fu Schule bei euch immer gelernt hat.
09:44Und du hast aber auch erlebt, wie die Eltern haben gefeiert.
09:51Viele Menschen, viel rauchen.
09:53Und du bist morgens aufgestanden.
09:55Und es war niemand da, der dir das Pausenbrot am Ende gemacht hat.
09:57Und du bist dann mit den vor Rauch stinkenden Klammern, also du hast schon schnell gemerkt,
10:03das ist ein bisschen anders als bei den, bei meinen Mitschülerinnen zum Beispiel.
10:07Genau.
10:07Ich glaube, da können mich viele verstehen, aber viele haben das halt auch nicht erlebt.
10:12Da bin ich auch sehr gespannt, weil das Buch ist jetzt neu raus.
10:14Bin ich gespannt, wie die Resonanz ist.
10:16Aber in den 90ern war Rauchen halt völlig normal.
10:20Und Eltern, die Feste feiern, das bei mir halt relativ oft.
10:25Weil wir hatten halt nicht das Dorf.
10:26Meine Eltern haben sich das Dorf dann aus Bekannten und Verwandten, also deutschen und
10:30vietnamesischen Menschen, die da waren, zusammengesammelt.
10:34Und es wurde halt abends oft lange gesungen, getanzt, also vielleicht nicht ganz viel getanzt, aber gegessen, getrunken.
10:44Und das Kind war halt nicht im Zentrum, wie es heutzutage so ist, sondern das Kind wurde einfach mitgeschliffen.
10:50Und das hat einerseits schon für mich was gebracht, aber andererseits auch, ja, war schon anstrengend.
10:58Also würde ich das jetzt nicht machen, so mit meinen Kindern.
11:02Das finde ich ja auch interessant, dass du dieses Buch ja auch für deine Tochter, also die Beziehung zwischen deinen
11:10Eltern und deinem Kind, auch dafür alles geschrieben hast, das mal so auch aufzuräumen und zu erklären.
11:15Also ich habe das gar nicht so empfunden, in dem Buch waren schon harte Sätze, aber es ging nie um
11:20eine Anschuldigung.
11:21Das sollte nicht so sein.
11:23Genau, und so kommt es auch gar nicht rüber, aber es ist eine Erklärung und du sortierst das eigentlich ein.
11:27Und es ist eine andere Kultur, eine andere Generation und wahrscheinlich auch andere Träume in anderen Richtungen.
11:34Das ist schön, dass du das so siehst.
11:37Das war auch meine Hoffnung, dass es auch so rüberkommt, weil das sollte keine Abrechnung sein mit Eltern, mit denen
11:42wir schlecht umgegangen sind.
11:44Man muss halt einordnen können, dass meine Eltern als Kinder den Vietnamkrieg oder eigentlich bei uns heißt es den Amerika
11:50-Krieg,
11:50die waren bei uns, also den Amerika-Krieg durchlebt haben und ja auch gar nicht verarbeitet haben.
11:58Und das wurde mir auf die Schultern platziert und diesen Rucksack zu entpacken, das will ich halt nicht auf meine
12:06Tochter entpacken,
12:07sondern eben ihr ein etwas schöneres Leben bieten.
12:10Und das ist halt das Brechen des Schweigens, was ich für meine Generation übernehmen muss.
12:28Also deine Eltern haben, ich nehme mal an, das Buch noch nicht gelesen, ne?
12:31Die haben es nicht bestellt.
12:33Sie haben es nicht oder haben es sich bestellt?
12:35Sie haben es sich bestellt.
12:37Der Support ist da.
12:38Ich bin mal gespannt.
12:40Sie säßen ja auch an der Quelle.
12:41Du hättest es ja auch einfach rübergeben können.
12:43Finde ich.
12:44Aber bestellen ist gut.
12:45Ja.
12:45Bestellen ist gut.
12:46Ich finde auch.
12:47Aber ich meine, da sind natürlich dann auch Sachen drin, wo dein Vater vielleicht auch mal
12:53eine andere Perspektive versteht, wenn du sagst, zum Beispiel ihr wart ja in Chemnitz dann auch sehr
12:58bekannt mit eurer Schule und seid auch aufgetreten.
13:02Wir haben es ja auch gesehen.
13:03Und dass dir das ganz wichtig war, ein paar Fehler auch einzubauen.
13:08Dass das für dich so ein Überleben in deinem eigenen Gehirn war, so eine Überlebensstruktur
13:12oder so eine Würde, Erhalt deiner eigenen Würde.
13:15Das fand ich sehr, sehr spannend, dass man da als Kind schon drüber nachdenkt.
13:18Das stimmt.
13:19Ich habe letztens mit einer guten Freundin geredet und die ist sehr schlau.
13:24Und sie hat mir was von schwarzer Pädagogik erzählt.
13:27Das war für mich ein neuer Begriff.
13:29Das ist quasi, das haben viele Leistungssportlerinnen auch erlebt, dass diese Person, dieses Kind
13:35oder dieser jugendliche Mensch gebrochen wird, um an seine Leistungsgrenze oder über
13:40die Leistungsgrenze hinaus zu gehen.
13:42Und das wurde ein bisschen auch an mir fabriziert.
13:46Aber ich habe mich halt nicht 100 Prozent brechen lassen.
13:49Ich habe mich nur 99 Prozent brechen lassen, um zu überleben.
13:52Und den Rest habe ich im Kopf gemacht.
13:54Ich habe immer irgendwie einen Fehler eingebaut oder einfach im Kopf gesagt, nö, mache ich nicht.
13:59Und dann trotzdem gemacht.
14:00Aber ich habe mir die Würde im Kopf behalten, weil ich als Kind keine andere Skills,
14:04keine anderen Methoden bekommen hatte, um in diesem System zu überleben.
14:14Also da war ich in dem Alter ganz woanders.
14:18Das ist wirklich beeindruckend.
14:20Und weil es ging dann von Chemnitz nach Leipzig.
14:23Und da warst du auch, ohne darüber überhaupt mit deinen Eltern zu sprechen, den Umzug für
14:28dich, deinen Auszug aus der Wohnung der Eltern in deine eigene Wohnung, einfach vorbereitet
14:34und getan.
14:35Ihr habt nie darüber gesprochen.
14:36Du hast nie Tschüss gesagt.
14:38Ihr habt nie darüber euch ausgetauscht.
14:41Auf einmal war sie weg.
14:42Und so ist das auch mit deiner Filmkarriere.
14:45Ich habe, ich habe das gar nicht glauben können, dass du gar nicht weißt, ob die zum
14:50Beispiel diese wirklich sehr erfolgreiche Reihe, in der du da mitspielst, Bad Banks mit
14:54Desiree Nosbosch im ZDF sehr, sehr erfolgreich und wo du eine der Hauptrollen spielst, dass du
15:01nicht mal weißt, ob deine Eltern das gesehen haben, weil ihr nichts darüber redet.
15:05Ja, das unter den Teppich kehren, das kennen, habe ich gehört, kennen viele.
15:09In den Generationen wird halt nicht geredet.
15:13Und vor allem, wenn es dann um unangenehme Themen geht.
15:18Um Sexualität oder dass man nicht das macht, was die Eltern wollen.
15:22Dass man nicht den liebt oder diejenige Person liebt, die für einen vorgesehen ist.
15:28Also egal, ob das jetzt Ethnie angeht oder Geschlecht oder Alter, was auch immer.
15:34Und das ist halt für mich so eine Befreiungsgeschichte, weil diese Last von
15:41der deutschen Gesellschaft und vom vietnamesischen Haus, diese Erwartungen.
15:47Aber ich sitze hier als einzige Nicht-Weiße und muss halt performen.
15:52Also es gibt halt für mich keine Chance zum Scheitern, weil alle Augen auf mich
15:56gerichtet sind.
15:57Und das ist auch nochmal so was, was ich im Buch thematisiere, in diesem kulturellen
16:01Korsett zu leben und das einfach aufzubrechen durch zum Beispiel Bad Banks.
16:13Und weißt du was?
16:15Also ich bin mir ziemlich sicher, dass das mit dem Buch sehr gut funktionieren wird.
16:19Sowohl für deine Familie als auch das Schweigen, was du ja jetzt hiermit dann quasi unterbrochen
16:25hast.
16:25Und aber auch draußen für die Menschen, die sich für dich und deine Geschichte interessieren.
16:30Aber eben auch diese verschiedenen Kulturen.
16:32Und jetzt möchte ich aber zum Abschluss gerne, dass wir uns einmal angucken, wo du überall
16:37glänzt und warum du so erfolgreich als Schauspielerin bist.
16:41Bitte schön.
16:41Verschiedene Rollen.
16:42Unter anderem in aller Freundschaft, Bad Banks und was man noch alles.
16:45Das ist ja jung.
16:45Ihr wollt das ja reichen.
16:47Was sind eure Ideen?
16:49Ich guck mir seit Wochen die Bücher von Peerlanding-Plattformen an.
16:52Ich hab gestern mit der Augural Trust in New York telefoniert.
16:54Na, mit wem?
16:55Mit George.
16:56Ah, fuck.
16:56Die stellen da London Invoice, Geld zum Verleihen zur Verfügung und brauchen noch
16:59eine Bank, die die Kredite verbrieft.
17:01Okay.
17:02Wenn du mir noch ein bisschen Zeit gibst.
17:03Wie viel?
17:04Ein paar Telefonate.
17:05Drei Stunden.
17:07Okay.
17:07Cool.
17:08Machen wir.
17:08Da.
17:10Wurstwirbelsäule.
17:12Du lagst richtig.
17:13Wahnsinn.
17:15Ein zentromeduläres, nicht scharf abgrenzbares Ödem.
17:19Die perimedulären Gefäße sind dilatiert und geschlängelt.
17:23Fistel.
17:24Fistel.
17:24Ha!
17:26Dein Ernst.
17:29Ah, Batman und Robin.
17:32Mach ohne Kostüm.
17:33Ihre gesunde Ernährung macht sie sicher so amüsant.
17:35Die Unverschämtheit, die ist angeboren.
17:44So wie ihr Feingefühl, Frau Kollegin.
17:49Applaus
17:50Hi.
17:59Das macht melancholisch.
18:01In aller Freundschaft, das merke ich dir auch immer.
18:04Das macht alles irgendwie.
18:05Was alles?
18:05Man schreibt ein Buch und macht dies und macht das.
18:09Und das noch mal so vor Augen gezeigt zu bekommen, was alles schon auf der Vita steht.
18:15Macht sich das auch stolz?
18:16Ich arbeite dran.
18:20Applaus
18:21So, ich stehe.
18:24Applaus
18:24Mai, und jetzt sprichst du deinen Nachnamen mal aus.
18:27Jürgen Georg.
18:28Jürgen Georg.
18:29Jürgen Georg.
18:30Äh, ja.
18:31Dankeschön, Mai.
18:34Applaus
18:36Applaus
18:41Applaus
18:41Applaus
Comments