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00:09Herzlich Willkommen zum Rechte-Fernsehen, Ihrem Spaßfaser-Kabel im Rechercheamt.
00:15Ich bin heute Ihre Sachbearbeiterin für journalistische Unterhaltung.
00:19Ach, ich muss jetzt hier eine Nummer ziehen? 517.
00:25Naja, passt ja. Denn heute geht es um eine Sache, die den bundesdeutschen Blutdruck regelmäßig in die Höhe schießen lässt.
00:31Unser Land erstickt in Bürokratie.
00:34Bürokratie.
00:35Bürokratie.
00:35Die Rede ist vom großen Bürokratie-Monster.
00:38Wir verwalten uns Tode.
00:40Feldarbeit statt Papierarbeit.
00:42Was wir uns eingebuddelt haben in einen Berg von Vorschriften, das kann so nicht weitergehen.
00:46Wenn ich mit Abitur nicht mehr in der Lage bin, mich durch die Stromschnellen meiner Verwaltung, mich da selber durchzulavieren,
00:53dann können wir aufhören, dann können wir es lassen.
00:55Ja, von Amthor bis Habeck, vom Bäcker bis zum Banker.
00:58In diesem Land ist man sich wirklich über vieles uneins und man mag sich über alles Mögliche streiten.
01:03Aber auf einen gemeinsamen Feind können wir uns ja wohl einigen, oder? Die Bürokratie.
01:07Hallo! Hallo, ist da wer?
01:10Ja, Anja Reschke.
01:11Ach, endlich. Es hat funktioniert. Hier ist K. Michael K. Sie werden es mir nicht glauben, aber ich komme aus
01:21der Zukunft.
01:22Wir schreiben das Jahr 2035 oder 2036. Ich weiß es nicht genau. Ich habe die Zeit vergessen, weil ich seit
01:29einer Ewigkeit hier auf dem Amt sitze und nicht aufgerufen werde.
01:32Und nur, weil ihr damals in den 2020ern nichts gegen das Bürokratieproblem unternommen habt.
01:39Ah, 517. Sehr gut. Das ging ja schnell.
01:42Hä? Ja, freuen Sie sich, solange Sie noch können. Ihr glaubt, ihr habt ein Bürokratieproblem. Aber wartet mal ab, was
01:50euch in naher Zukunft blüht. Der Tag X wird kommen.
01:54Ja, äh, ich müsste trotzdem jetzt mal die Sendung starten.
01:57Nein, nein, nein, nein! Warten Sie! Wir können dasselbe verhindern!
02:02Ja, liebe Zuschauer, entschuldigen Sie. Wir wurden von der Zukunft gehackt. Der NDR hält die Firewall für ein Brandrisiko.
02:09Aber dieser Michael McFly aus der Zukunft hat recht. Ich muss Sie warnen. Wir steuern direkt auf eine Katastrophe ungeheuerlichen
02:16Ausmaßes zu.
02:17Klimakrise? Pandemie? Nein! Es handelt sich um nichts Geringeres als den unmittelbar bevorstehenden Kollaps unseres Systems.
02:27Laut Experten des Verwaltungswesens könnte es schon in nur sechs Jahren soweit sein. Die Bürokratie der Bundesrepublik Deutschland bricht zusammen.
02:43Ja, Sie lachen. Was bitte kann es Geileres geben als keine lästige Bürokratie mehr?
02:48Ja, ja. Sie schon wieder?
02:51Ja, ich hab auch immer auf die Verwaltung geschimpft. Auf die Beamten. Aber in meiner Zeit, da wird das Elterngeld
03:00erst ausgezahlt, wenn die Kinder längst aus dem Haus sind.
03:03Und einen Bauerntrag, den muss man schon im Kindergarten stellen. Nichts geht mehr. Nichts! Nichts! Nichts!
03:09Ja, und wer jetzt glaubt, das sei hier alles nicht ernst gemeint, ist ja eine Unterhaltsshow, bitte.
03:14Aber hören Sie mal Thomas Morche zu. Der ist Professor für Verwaltungswesen und beschäftigt sich schon sehr lange mit unserer
03:20Zukunft.
03:20In manchen Verwaltungen bedeutet es, dass wir 40 Prozent der Beschäftigten verlieren. Das heißt, spätestens 2030 kippt dieses System.
03:28Haben Sie es gehört? Das System kippt, weil sich die Babyboomer jetzt bald in Rente verabschieden. Und das ist ein
03:34Problem.
03:35Entgegen der landläufigen Meinung haben wir nämlich gar nicht so viele Beamte.
03:38Hier, schauen wir doch mal, wo wir im Vergleich mit den anderen Ländern stehen.
03:42In Norwegen arbeiten zum Beispiel über 30 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
03:49In Frankreich sind es 21 Prozent. Wo sind wir denn? Ein bisschen weiter runter, runter, runter.
03:55Hier ist der OECD-Vergleich. Der liegt immerhin bei 18,6 Prozent. Das ist der Durchschnitt.
04:00Noch ein bisschen, noch ein bisschen runterscrollen. Ah ja, hier Österreich, 17 Prozent. Hä, haben die uns vergessen?
04:06Ah ne, hier, da unten. Ja, Deutschland. Gut 11 Prozent der Beschäftigten.
04:11Wir haben also im Vergleich mit dem Rest Europas eher wenig Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.
04:17Dafür aber umso mehr Bürokratie.
04:20Bürokratiebelastung erreicht Rekordniveau.
04:23Überlastete Ausländerbehörden bis zu 15 Stunden warten für einen Termin.
04:28Personalnot in der Berliner Verwaltung. Wer bei uns anruft, muss damit rechnen, dass niemand rangeht.
04:33Wenn deutsche Behörden seltener zur Verfügung stehen als die Eismaschine bei McDonalds,
04:37dann sollte man sich vielleicht langsam anfangen, Sorgen zu machen.
04:41Denn die sind ja jetzt schon überlastet.
04:42Und dann gehen noch 40 Prozent der Verwaltungsangestellten in Rente. Was passiert denn dann?
04:51Nicht mehr jeder Antrag wird es in die Bearbeitung schaffen.
04:54Oder vielleicht so spät, dass es sich auch nicht mehr lohnt.
04:57Und das in nur wenigen Jahren? Na dann Gute Nacht.
04:59Nein, nicht Gute Nacht. Guten Tag, guten Morgen, aufwachen.
05:03Die Antokalypse naht. Amtageddon.
05:06Aber ich habe schon eine Idee.
05:07Ich werde nach Hinweisen suchen, warum bei mir in der Zukunft alles schiefgegangen ist.
05:13Damit wir die Leute in Ihrer Sendung warnen. Damit das hier alles nicht passiert in der Zukunft.
05:19Und dass ich hier endlich wieder rauskomme. Ich melde mich gleich.
05:23Okay, klingt nach einem guten Plan. Deutschland neigt tatsächlich stärker zur Verrechtlichung als andere Länder.
05:29Der Kindergarten unten im Hof zu laut, die Hecke des Nachbarn zu hoch, das Windrad zu nah.
05:33Für alles braucht es Gesetze, Verordnungen, Anträge.
05:36Und weil wir Dinge eben gerne geregelt wissen, und zwar alles und jedes und für alle gleich und gerecht,
05:41sind wir nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das von Recht und Aktenordnung.
05:46Die Bürokratie steckt sozusagen in unserer DNA.
05:50Die Bürokratie. Überraschenderweise keine deutsche Erfindung, sondern eine französische.
05:55Ludwig XIV baute eine zentrale Verwaltung auf, um den Untertanen das Geld aus der Tasche zu ziehen
06:01und sich damit seine Kutschen vergolden zu lassen.
06:05Vincent de Gonay erfand dafür den Begriff Bürokratie, was so viel heißt wie die Herrschaft der Verwaltung.
06:12Die Vorreiter der deutschen Bürokratie waren die Preußen.
06:15Der Soziologe Max Weber erklärte die Vorzüge der Bürokratie wie folgt.
06:18Sie liefert klare und einheitliche Regeln, die einem zwar ziemlich auf die Nerven gehen können,
06:23aber immer noch besser sind, als der Willkür verrückter Herrscher ausgesetzt zu sein.
06:27So war der Siegeszug der Bürokratie nicht mehr aufzuhalten.
06:30Mit dem Wirtschaftswunder und der Globalisierung wuchs der Bedarf an Regulierungen und Vorschriften.
06:35So sehr, dass es bald mehr davon gab als Folgen der Lindenstraße.
06:39Schlimm. Seitdem versprechen deutsche Kanzler...
06:42Eine Zukunftsperspektive, die frei ist von unnötigen bürokratischen Auflagen.
06:47Dass wir mit der überbordenden Bürokratie Schluss machen müssen.
06:51Deswegen bauen wir Bürokratie ab.
06:53Dabei hat uns die Bürokratie doch so viele Vorteile beschert.
06:56Sauberes Wasser, bessere Luft, soziale Sicherheit und natürlich genormte Treppenstufen.
07:03Na also, Bürokratie kann auch nützlich sein und viele der tausend Vorschriften merken wir gar nicht.
07:09Aber gäbe es sie nicht, dann wäre das schlecht für die Umwelt oder die Sicherheit und zwar für unsere.
07:14Ich zeige Ihnen das mal an einem Beispiel, das in Deutschland noch mehr Raum einnimmt als die Bürokratie.
07:19Dem Auto.
07:22Ah ja, nicht vergessen. Gurtpflicht.
07:25Geregelt durch Paragraf 21a der Straßenverkehrsordnung.
07:30In Zusammenspiel mit den Regelungen Nummer 14 und 16 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa.
07:37Regelt die Sicherheit der Gurte.
07:39Selbst der stärkste Mann kann seinen Körper nicht schützen.
07:43Das schafft nur der Sicherheitsgub.
07:46Wenn man dann so gemütlich und sicher fährt, dann kann man auch mal die Landschaft genießen.
07:51Hey! Pass doch auf!
07:53Paragraf 55, Einrichtung für Schallzeichen.
07:57Wird detailliert beschrieben.
07:58Bitte nicht zu leise, aber auch nicht zu laut.
08:01Maximal 105 dB und nur ein Ton.
08:05Keine, Zitat, Folge von Klängen verschiedener Grundfrequenzen.
08:09Klingt bürokratisch? Ja, klar.
08:12Aber stellen Sie sich unsere Welt mal ohne Paragraf 55 vor.
08:27Also, Bürokratie ist die Wespe im Staat.
08:30Irgendwie sehr wichtig, aber schön, wenn sie einen in Ruhe lässt.
08:34Nur leider geht das nicht immer.
08:36Hä? Ein Fax?
08:42Digitalisierung.
08:47Frisch aus dem Faxgerät?
08:50Das... das funktioniert noch?
08:54Ja, klar.
08:56Ich habe einen Hinweis gefunden, warum hier in der Zukunft alles zusammengebrochen ist.
09:01Wir haben die Digitalisierung einfach verschlafen.
09:05Ja, das stimmt. Das hört man natürlich immer wieder.
09:07Die Digitalisierung löst alle Bürokratieprobleme.
09:10Klar, nie wieder auf eine Nummer warten, Anträge von der Couch erledigen.
09:14Das wär's. Aber wir sind ja in Deutschland.
09:18Sind wir überhaupt bereit für den Cyberspace?
09:20Auf der CeBIT im Jahre 2001 kündigt der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder
09:26ein digitales Bürgerportal an.
09:29Mehr als 17 Jahre später ist die Plattform seit kurzem endlich online.
09:32Allerdings bislang nur in einer unfertigen Testfassung.
09:35Also die Römer haben in der Hälfte der Zeit eine fertige Fassung des Kolosseums hingekriegt.
09:41Gut, da war natürlich Sklavenarbeit dabei. Aber 17 Jahre?
09:45Als die Testfassung dann fertig war, hatte Schröder das Zepter längst weitergegeben und Merkel die Maus in der Hand.
09:502017 beschließt die damalige Bundesregierung das Online-Zugangsgesetz.
09:56Bis Ende 2022 sollen Bund, Länder und Gemeinden 574 Dienstleistungen digital anbieten.
10:03Na also, bam, abgeliefert. So geht regieren.
10:06Und Peter Altmaier, damals Wirtschaftsminister, legte sogar noch einen drauf.
10:09Wir werden die bürgerfreundlichste und anwenderfreundlichste Verwaltung Europas haben bis 2021.
10:17Europas hat Peter Altmaier 2017 auf einer Veranstaltung gesagt.
10:21Und weil es so gut ankam, hat er vor Publikum noch einen draufgelegt.
10:25Er sei bereit, zwölf Flaschen guten Grauburgunder darauf zu verwetten, dass dies klappe.
10:30Ein Mann, ein Wort, eine Wette. Und hat es geklappt?
10:33Wie viel Prozent der versprochenen 574 Dienstleistungen sind denn jetzt, sieben Jahre später, digitalisiert? Und bitte.
10:48Gewonnen. Ich frage mich allerdings, kann Alkohol eine Lösung sein?
10:54Lieber würde ich ja online meinen Reisepass beantragen.
11:01Wobei, nicht schlecht. Wo war ich? Ach so, 27 Prozent.
11:05Das ist sogar noch optimistisch gerechnet.
11:07Denn Bund und Länder werten eine Dienstleistung schon als online verfügbar,
11:12wenn sie von nur einer Kommune angeboten wird.
11:15Mit der Logik ist RWE klimaneutral, nur weil sie in Brunsbütteln Windrad aufgestellt haben.
11:19Wieso ist es denn so schwierig, Verwaltungen zu digitalisieren?
11:23Eine Erklärung liefert diese anschauliche Grafik.
11:26Und? Verwirrt? Ich auch.
11:31Der Normenkontrollrat hat diese Grafik erstellt und sie Wimmelbild genannt.
11:36Denn, wenn man die Verwaltung digitalisieren will, dann mischen all diese Akteure hier mit.
11:42Und wenn Sie ganz genau hinschauen, dann erkennen Sie, die Digitalisierung der Verwaltung ist eine Mammutaufgabe.
11:50Oh, schweig!
11:53Moment. Das gibt's nicht. Das gibt's nicht.
11:59Das ist ein Antrag von mir, den ich online geschickt habe.
12:04Und die haben den ausgedruckt.
12:06Auf Papier DIN A4!
12:12DIN A4!
12:12DIN A4, stimmt. Das muss ich gleich noch ansprechen. Das darf ich nicht vergessen.
12:16Vergessen!
12:16Hallo!
12:18Äh, Entschuldigung. Wo waren wir? Ach ja, bei der digitalen Verwaltung.
12:22Also, man kann natürlich auch heute schon zum Beispiel einen Antrag auf BAföG digital abschicken.
12:27Aber das heißt noch lange nicht, dass er auch digital bearbeitet wird.
12:30Unser Hochleistungsdrucker. Hier werden Bescheide gedruckt.
12:34Die Uploads aus BAföG digital zu Hochzeiten laufen hier so 10.000 Blatt pro Tag.
12:41Vom BAföG-Amt in Hamburg erfahren wir, es wurden extra studentische Aushilfen eingestellt, nur fürs Drucken.
12:46Der Druckfetisch in den Behörden ist aber bei weitem nicht das einzige Problem.
12:51Unser Staat leidet unter akuter Namensdemenz.
12:54Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass man für jeden Antrag immer und immer wieder die gleichen Daten angeben muss?
12:59Name, Adresse, Geburtsdatum. Ein richtiger Abfax.
13:03Tja, liegt am System.
13:05Die deutsche Verwaltung besteht nämlich aus vielen Registern.
13:09Melderegister, Passregister, Handelsregister, Unternehmensregister, Transparenzregister.
13:14Und wenn ich so weitermachen würde, wäre ich da mit knapp 6 Minuten beschäftigt.
13:18Es gibt nämlich mehr als 375 davon.
13:21Aber so ganz genau weiß man das nicht.
13:25Ein Register ist quasi eine Datenbank. Darin werden Ihre Angaben gespeichert.
13:29Das Problem ist aber, dass diese Datenbanken bisher nicht vernetzt sind.
13:33Also, wenn Sie sich zum Beispiel beim Binnenschiffsregister melden, wie jeder gute Bürger sicher einmal im Jahr,
13:41dann werden all Ihre Angaben dort gespeichert.
13:44Wenn Sie danach aber, wer kennt es nicht, zum Ausgangsmaterialregister für forstliches Vermehrungsgut geben,
13:53dann wäre es ja schön, wenn das Binnenschiffsregister sagt,
13:57Moin, liebes Ausgangsmaterialregister über forstliches Vermehrungsgut,
14:01das hier ist die Anja Reschke, die kenne ich, die ist cool, hier sind die Daten.
14:06Das passiert aktuell nicht.
14:09Und um dieses Problem anzugeben, hat die Bundesregierung 2021 das, Achtung, Registermodernisierungsgesetz,
14:17kurz REGMOG, in die Wege geleitet. Klingt wie ein Pokémon.
14:21Und was bringt uns dieses REGMOG denn?
14:24Mit verlässlichen und miteinander verknüpften Registerdaten wird ein nutzerfreundliches digitales Verwaltungsangebot
14:31für alle Beteiligten ermöglicht.
14:33Was hier klingt wie ein futuristisches Szenario aus dem Jahr 2314 in einem anderen Sternensystem,
14:40bedeutet einfach, man muss seine Infos nicht doppelt und dreifach angeben, weil sie sowieso schon vorliegen.
14:46Und das soll für Bürgerinnen und Bürger eine Zeitersparnis von 84 Millionen Stunden bringen.
14:51Außerdem sollen mit dem REGMOG Unternehmen eine Milliarde Euro an Verwaltungskosten einsparen,
14:56weil man ja viel weniger Zeit für Bürokratie aufwenden muss.
14:59Ich meine, das klingt doch super, oder? Deutschland zieht alle Register. Oder nicht?
15:04Also das Registermodernisierungsgesetz löst die strukturellen Probleme nicht.
15:08Es versucht, diese Register online zugreifbar zu machen.
15:13Es sieht aber nicht vor, eine Konsolidierung von Registern.
15:17Das heißt, die Reduzierung dieser Vielzahl von Datenbanken, die wir haben.
15:21Und das ist natürlich ein grundsätzliches Problem.
15:23Sie merken, die Ämter von Windows 95 zu befreien und das Fax ans Internet anzuschließen,
15:29ist nicht gleich Digitalisierung. Man muss schon an das System drunter dran.
15:34Das hat Estland beispielsweise gemacht.
15:3699 Prozent der staatlichen Verwaltungsleistungen funktionieren da übers Netz. Und zwar automatisch.
15:41Wir haben jetzt eine sieben Monate alte Tochter. Die wurde gesund geboren.
15:46Wir haben dann drei Tage später eine Benachrichtigung im Staatsportal bekommen.
15:49Alles Gute zur Geburt des Kindes. Auf welches Konto geht das Kindergeld?
15:52Ja, so läuft das in Estland. Da fällt Eltern in Deutschland ja vor Neid glatt der Leitzordner auf den Wickeltisch.
15:58Proaktive Verwaltung nennt man das. Ein aufsuchender Staat.
16:01Nicht ich muss dem Staat beweisen, dass mir was zusteht, sondern der Staat dient dem Bürger. Und das voll digital.
16:08Gut, ich geb's auf. Digitalisierung, Schmigitalisierung. Das allein verhindert die Antokalypse nicht.
16:17Ich hab hier ganz viele Schreiben von kleinen Unternehmen gefunden. Und die haben ja bekanntlich die meisten Probleme mit der
16:25Bürokratie.
16:28Vielleicht hättet ihr die mal fragen sollen. Okay, fragen wir die mal. Die Wirtschaft. Zum Beispiel diese Metzgerin.
16:36Obwohl ein akustischer Alarm sofort losgeht, wenn es im Kühlraum zu warm wird, muss sie regelmäßig die Temperatur hier ablesen.
16:43Und notieren.
16:45Ich mein ureignes Interesse, dass meine Kühlhäuser kalt sind für mein Produkt. Und wenn tatsächlich mal was ausfallen sollte,
16:53ist das Erste, was ich mache, der Kältetechniker auf und nicht nachschreibe, dass Tierhaus defekt ist. Das ist totaler Nonsens.
16:59Ich hab nicht alles verstanden, aber das, was ich verstanden habe, klang tatsächlich nach bürokratischem Nonsens.
17:05Also, gerade kleine und mittelständische Unternehmen leiden wohl besonders unter der Bürokratie.
17:11Bauern fordern Bürokratieabbau. Unnötige Bürokratie macht es dem Handwerk schwer.
17:16Wirtschaftsverbände treffen Scholz. Die Bürokratie erwürgt uns inzwischen.
17:20Er wirkt. So sieht's nämlich aus. Oh, was ist das denn?
17:30Haben Sie sich verfaxt?
17:32Ah, super. Das Fax funktioniert immer noch. Sie sollten über Normierung nachdenken.
17:40Äh, Vereinheitlichung.
17:42Ah, danke für die Erinnerung. Das schreckliche Wort Normierung ist wichtig für den Bürokratieabbau.
17:47Sehen Sie sich mal dieses Blatt an.
17:50Kommt Ihnen normal vor? Oh nein.
17:53Dieses Blatt hier ist ein Wunderwerk deutscher Effizienz.
17:56Es ist nämlich ein DIN A4-Blatt.
17:58Eine der besten Erfindungen des 20. Jahrhunderts.
18:01Genau, 21 x 29,7 cm.
18:05Passt in jeden Drucker. Denn DIN A4 ist eine Norm.
18:08Inzwischen wird in Deutschland alles Mögliche genommen.
18:11Selbst der Grillabend mit Freunden. Hier zum Beispiel.
18:13DIN 1860-1 regelt den Abstand der Stäbe. Maximal 20 mm, damit die Wurst nicht durchfällt.
18:22Und nach dem Essen, Zähneputzen nicht vergessen.
18:25DIN EN ISO 2026 regelt unter anderem, dass jede Borste eine Zugkraft von 15 Newton aushalten muss.
18:34Meine Lieblingsnorm aber ist die DIN 820. Das ist die Norm für die Normen.
18:41Die regelt, welche Kriterien bei der Normenvergabe eingehalten werden müssen.
18:45Merken Sie sich die, die wird nämlich später nochmal wichtig.
18:48Insgesamt gibt es etwa 35.000 Normen. Und die halten die Weltwirtschaft am Laufen.
18:54Zum Beispiel durch die Vereinheitlichung der Schiffscontainer. Lassen Sie sich viel besser stapeln dadurch.
19:04In Deutschland ist für das Normen ein gemeinnütziger Verein zuständig.
19:08Das Deutsche Institut für Normung, kurz DIN.
19:12Seinen Sitz hat es im Haus der Normung am DIN-Platz.
19:15Kein Witz, die Adresse heißt wirklich so, wir haben das selbstverständlich überprüft.
19:20Und genauso aufregend, wie es da aussieht, ist es wohl auch.
19:23Die Mitarbeiter jedenfalls feiern es.
19:25Was ist DIN für mich? DIN ist für mich dynamisch, innovativ, normal.
19:32Die Aufgabe des DIN-Instituts ist jedenfalls das Normieren.
19:35Also das Innovative normal zu machen. Anwendbar für alle.
19:39Zuständig sind dafür sogenannte Arbeitsausschüsse.
19:42Jede Norm hat einen eigenen Arbeitsausschuss.
19:45Insgesamt gibt es Hunderte davon.
19:47In jedem einzelnen Ausschuss sitzen Experten aus vielen Bereichen der Gesellschaft.
19:53Sie entwerfen eine Norm und diskutieren so lange, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden sind.
19:58Abgefahren. Bis alle zufrieden sind. Ich wüsste wirklich keinen Verein, wo das klappt.
20:02Aber gut, wenn Experten aus allen Bereichen teilnehmen, dann sind Normen ja super.
20:06Dann helfen sie nämlich, Dinge zu vereinheitlichen und dann wird's billiger.
20:10Zum Beispiel beim Bauen. Stellen Sie sich mal vor, wir hätten in Deutschland verschiedene Steckdosen-Systeme.
20:18Was da los wär, das gäb ein Kuddelmuddel? Nein.
20:22Ein Steckdosen-System für alle macht es einfacher und billiger.
20:26Sagt auch einer der Chefs des DIN.
20:27Normen sind ein Rationalisierungsinstrument. Das heißt, Normen führen dazu, dass Baukosten sinken.
20:35Soweit verstanden. Nur anscheinend hat man es in der Begeisterung für Vereinheitlichung etwas übertrieben.
20:40Wir haben uns quasi übernormt. Denn es werden immer mehr und umfangreichere Normen im Bauwesen.
20:46Und das wiederum macht es teurer, kritisiert immerhin Dietmar Wahlberg, einer der renommiertesten Forscher zum Thema Bau und Baukosten.
20:53Das lässt die Kosten teilweise ausufern. Wahlberg rät dazu, sich künftig nur noch auf die wirklich relevanten Normen zu fokussieren.
21:01Auf diese Weise könnten die reinen Baukosten von derzeit rund 4000 Euro auf 3000 Euro pro Quadratmeter reduziert werden.
21:081000 Euro Baukosten weniger pro Quadratmeter nur durch das Weglassen von Normen. Das würde ja am Ende, genau, den Mietpreis
21:17für eine Wohnung senken.
21:19Aber hör mal, was bauen die denn da ein? Goldene Wasserhähne?
21:22Schalten wir doch mal zu meiner Kollegin, die sich das gerade vor Ort ansieht.
21:26Goldene Wasserhähne? Nee.
21:28Also das hier ist eine ganz typische Baustelle in Deutschland für ein ganz typisches Mehrfamilienwohnhaus.
21:33Und alleine hier gelten schon etwa 3900 Normen.
21:38Hier, Steckdosen kann man ja immer gebrauchen. Nur wie viele denn?
21:41Wonach richtet sich denn der durchschnittliche Bauplaner in Deutschland?
21:45Nach DIN 18015. Nicht zu verwechseln mit 0815. Kleiner Scherz.
21:50DIN 18015 setzt also den Standard. Der bedeutet 12 Steckdosen im Kinderzimmer, 18 in der Küche und 24 im Wohnzimmer.
21:58Jetzt sagen Sie vielleicht, ja gut, aber Steckdosen kann man ja gar nicht genug haben.
22:02Ich meine, was kosten die denn schon? 14,95 im Baumarkt.
22:05Ja, das ist aber nur das, was Sie vorne sehen. Was da dahinter steckt?
22:09Die Kabel laufen in der Wand. Damit die Kabel dort laufen können, muss die Wand erstmal stehen.
22:13Die ist dann einseitig beplankt. Die kann nicht fertig gebaut werden. Die Dämmung kann nicht reingemacht werden.
22:17Der Elektriker muss kommen. Der muss die Kabel ziehen. Da müssen die Aussparungen gemacht werden.
22:21Also, viele Steckdosen machen das Bauen natürlich teurer. Oder hier, Aufzüge.
22:26DIN 8989 kombiniert mit DIN 4109 Schallschutz.
22:31Früher reichte ein ganz normaler Schacht, um die Geräusche zu dämmen.
22:35Heute müssen es besonders dicke Wände sein. Am besten sogar doppelte.
22:38Doppelte Wände? Doppelter Preis. Ist klar, oder?
22:41Danke, Anja. Uns fehlen in Deutschland ungefähr eine Million Wohnungen. Die Mieten steigen durchs Dach.
22:47Und statt das Bauen billiger zu machen und damit die Mieten zu senken, wird überall noch eine Norm draufgelegt.
22:53Leider kann man aber diese Normen nicht einfach ignorieren, obwohl es keine Gesetze sind.
22:58Der Grund ist nämlich, Gerichte nehmen Normen immer wieder als Grundlage für Entscheidungen.
23:03Und damit werden sie verbindlich. Auch wenn sie eigentlich nur Empfehlungen sind.
23:07Ach, bei euch damals, da waren die DIN-Vorschriften doch noch harmlos. Wartet mal ab, was die Zukunft bringt.
23:15Ja, bei mir in der Zukunft, in der Wohnung, da habe ich allein im Badezimmer 36 Steckdosen und davon 10,
23:2310 in der Dusche.
23:25Stellt sich natürlich die Frage, warum werden denn die Normen immer anspruchsvoller und umfangreicher, wenn das doch so viele Nachteile
23:31bringt.
23:31Erinnern Sie sich noch an die DIN 820, die Norm für die Normung?
23:36Hier, da steht drin, wer eigentlich alles in den Ausschüssen an den Normen mitarbeiten soll.
23:42Zum Beispiel Behörden, Unternehmen, Verbraucherschützer oder die Wissenschaft.
23:48Fachkündige aus interessierten Kreisen nennt das DIN-Sie. Und dann kommt das Entscheidende.
24:03Angemessenes Verhältnis, was heißt denn das? Wer arbeitet denn da genau mit? Und wie viele aus welchem interessierten Kreis?
24:09Das will das DIN-Institut nicht verraten. Aus kartellrechtlichen Gründen, wie Sie sagen. Und was soll das heißen?
24:16Dabei sollte doch eigentlich alles so einfach sein, hat einer der Chefs vom DIN gesagt.
24:19Wir stellen sicher, dass der Normungsprozess unabhängig, transparent erfolgt.
24:26Okay, das klingt ja gut. Unabhängig, das ist ja wichtig.
24:29Dann kann es also nicht sein, dass es Ausschüsse gibt, in denen ein interessierter Kreis mehr als 50 Prozent der
24:34Teilnehmer stellt.
24:35Nein.
24:36Merkwürdig nur, dass das vielleicht gar nicht stimmt.
24:38Der SWR hat nämlich herausgefunden, wie manche Ausschüsse besetzt sind.
24:43Das hier ist der Ausschuss für die DIN 18015 zum Thema Elektroausstattung.
24:49Sie wissen schon, zum Beispiel die mit den Steckdosen.
24:51Ich zeige Ihnen jetzt mal, wie eine ausgewogene Verteilung nach Vorstellung des DIN-Instituts aussieht.
24:57Also, das hier wären die Vertreter der Wissenschaft.
25:00Hier ist der Verbraucherschutz. Ist irgendwie nicht so gut drauf heute.
25:08Der Vertreter der Anwender der Normen, also Handwerker, Bauleiter und sowas.
25:13Und das hier ist die öffentliche Hand. Ich glaube, der war feiern gestern.
25:18Bislang, wie Sie sehen, also eine wild gemischte Truppe.
25:21Aber jetzt sind hier ja noch ein paar Plätze frei.
25:24Genau. Es fehlt nämlich noch eine Interessengruppe.
25:28Die Wirtschaft.
25:30Ist jetzt vielleicht auf Anhieb nicht so schnell zu erkennen.
25:33Es sind 83 Prozent Wirtschaft in einem Ausschuss.
25:37Und wenn ich das richtig überblicke, sind das deutlich mehr als 50 Prozent.
25:41Im Ausschuss für Schallschutz, Sie wissen Fahrstuhl und so, besetzt die Wirtschaft übrigens 64 Prozent der Plätze.
25:47Und das ist, wenn ich es richtig sehe, ebenfalls mehr als 50 Prozent.
25:51Also ich bin nicht Sherlock Holmes. Aber könnte es sein, dass vielleicht Hersteller von Elektroausstattung oder Schallschutzmaterialien besonders interessierte Kreise
26:00sind?
26:01Könnte es sein, dass in manchen Ausschüssen bestimmte interessierte Kreise so stark vertreten sind, dass sie sogar Normen diktieren?
26:07Auch Bauunternehmer kritisieren das.
26:09Das liegt an dem System, dass jeder, der das Geld und das Personal hat, sich in einen Ausschuss einzukaufen, das
26:15dann tut.
26:16Und alle Leute, die das Geld und das Personal nicht haben, das eben nicht tun.
26:20Also die Großen können es und die Kleinen fallen hinten rüber. Das ist das Kernproblem.
26:23Also für mich klingt das irgendwie nicht so ganz gerecht.
26:26Das Dean schreibt dazu.
26:28Ausgewogenheit bei der Besetzung von Normenausschüssen ist nicht gleichbedeutend mit einer prozentual gleichmäßigen Verteilung der Expertinnen und Experten aus den
26:37Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, öffentliche Hand und Zivilgesellschaft.
26:41Ausgewogene Verteilung bedeutet nicht gleichmäßige Verteilung. Aha. Das sagt wohl auch der große Bruder zum Kleinen, wenn er seine Gummibärchen
26:49klaut.
26:50Ausgesprochen wichtig ist dem Dean auch,
26:53Die Entscheidungsfindung in der Normung findet in der Regel im Konsens statt.
26:57In der Regel. Was heißt denn das? Immer? Manchmal? Nur wenn die Sonne in Konjunktion mit Jupiter steht? Klingt für
27:05mich jetzt nicht nach.
27:06Unabhängig. Transparent.
27:08Denn was in diesen Ausschüssen genau passiert, ist geheim.
27:13So viel allerdings kann ich nach unserem kleinen Ausflug zum Deanplatz sagen, die böse Bürokratie scheint mir gar nicht immer
27:19nur von der Politik zu kommen.
27:20Es gibt offenbar auch in mancher Wirtschaftsbranche ein gewisses Interesse, Vorschriften zu schaffen und damit Bürokratie.
27:27Und diese Bürokratie lähmt wiederum unseren Staat. Denn der kommt dadurch mit dem Bau von Wohnungen nicht voran.
27:34Oh, oh. Ein gelähmter Staat. Eine nicht funktionierende Verwaltung. Wohin soll das alles noch führen?
27:40Wenn Sie als Bürgerin oder Bürger zum Amt gehen, dann erwarten Sie, dass Ihre Bedürfnisse dort erfüllt werden.
27:48Wenn das nicht mehr der Fall ist, dann empfinden Sie das als Versagen des Staates.
27:52Dann wird man auch Zweifel haben an unserer Staatsverfasstheit. Und das ist natürlich der Albtraum.
27:59Zweifel an der Staatsverfasstheit? Dafür haben wir doch schon die AfD. Und jetzt auch noch die Bürokratie.
28:04Alarm! Unsere Demokratie steht auf dem Spiel. Was also ist zu tun?
28:09Fragen wir mal jemanden, der sich auskennt. Jemand, der mal in einem Amt gearbeitet hat.
28:13Zum Beispiel in Berlin. Conny from the Block.
28:17Hier in der Behörde könnte Ihre Zukunft liegen. Unsere wundervolle Bürokratie braucht Sie.
28:24Dienen Sie Ihrem Land und verpflichten Sie sich zum Dienst an der Akte.
28:34Oh, da ist ja der digitale BAföG-Antrag.
28:39Digitalisierung zum Anfassen. Noch knobbeln wir auch an einer digitalen Kommunikation unter den Behörden.
28:49Aber naja, Rom wurde ja auch nicht an einem Tag niedergebrannt. Es geht voran.
28:54Ach, Herr Alslan. Haben Sie immer noch niemanden gefunden, der für die Vergrößerung Ihres Kapor zuständig ist?
28:59Nur Mut. Das wird schon.
29:02Darum brauchen wir Sie. Sonst könnte sein Vertrauen in den Staat sinken und die Politikverdrossenheit steigern.
29:09Schicken Sie doch ein Fax, wenn Sie sich beruflich verändern wollen.
29:12Etwas für Ihr Land tun wollen. Gerade nichts Besseres zu tun haben.
29:16Sie niemand einstellt. Oder wenn Sie bei drei noch nicht auf dem Baum waren.
29:20Dann sind Sie hier richtig. Wir nehmen und brauchen jeden.
29:24Denn wenn wir hier alles voll mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellen, sieht niemand mehr die unlösbaren Probleme der Bürokratie.
29:30Wir stellen Sie vor die Faxgeräte, vor die Papierablage, vor Herrn Alslan.
29:38Und alles wird gut. Und immer dran denken. Freitags um eins macht jeder seins. Und um zehn soll es auch
29:45schon gehen.
29:46Schönen Verabend.
29:49Also, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Fragen Sie nicht, was die Verwaltung für Sie tun kann. Fragen Sie, was Sie für
29:56die Verwaltung tun können.
29:57Sich über Bürokratie aufzuregen, ist nämlich ziemlich einfach. Sie abzubauen, zu vereinfachen, aber sehr, sehr schwer.
30:03So, ich räume jetzt mal meine Sachen hier zusammen. Nicht, dass die noch vor die Wunde kommen.
30:07Das könnte nämlich beim Thema nächste Woche durchaus passieren. Bis dahin. Tschüss.
30:11Moment, warten Sie. Ich habe die Lösung gefunden. Ich brauche Ihre Sendezeit, um die Leute zu warnen.
30:19So, Sie können dann auch gehen, ne? Vielen Dank.
30:22Sie sind hier?
30:23Ah, endlich.
30:33Liebes Publikum, ich habe die Lösung für unser Bürokratieproblem gefunden. Sie stand in den Akten. Wir müssen einfach nur...
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