00:00Der Krieg in und um den Iran ist für viele Landwirte in Deutschland längst auf dem Feld angekommen.
00:07Ausgerechnet jetzt im März, wenn Winterweizen, Raps und andere Kulturen dringend Nährstoffe brauchen, wird Dünger knapper und teurer.
00:14Ein Grund ist die blockierte Straße von Hormuz. Durch sie läuft ein großer Teil des weltweiten Düngemittelhandels.
00:21Gleichzeitig steigen Energie- und Transportkosten.
00:24Wir kennen Bauern, die haben noch nicht ein Kilogramm Stickstoff auf ihrem Hof geliefert bekommen.
00:30Die haben natürlich ein Riesenproblem, weil die gesamte Vegetation nach hinten geschoben wird.
00:35Die Pflanzen haben keine vernünftige Jugendentwicklung. Die werden ein Thema haben in Ertrag und Qualität.
00:41Dirk Peters bewirtschaftet seit fast 30 Jahren seinen Betrieb nördlich von Berlin.
00:45Auf rund 2500 Hektar baut er vor allem Getreide und Raps an.
00:49Für seine Pflanzen braucht er jedes Jahr etwa 850 Tonnen Stickstoffdünger.
00:54Aber den Sonnabend vor anderthalb Wochen ging der Drama ja los mit dem riesen Diesel-Sprünge.
01:01Also beim Spritmarkt diese Sprünge.
01:04Ja, und als uns denn unser Spediteur gesagt hat, er kann uns keinen Dünger liefern,
01:09weil Pisteris kein mehr produziert, beziehungsweise nur noch massiv gedrosselt produziert,
01:16konnte ich mir schon gut vorstellen, dass das natürlich Auswirkungen auf uns hat.
01:20Ein Stück weit ist der Krieg hier angekommen.
01:23Denn durch die Straße von Hormuz läuft rund ein Drittel des weltweiten Düngemittelhandels.
01:28Europas Landwirtschaft ist bei Dünger auch stark von Russland abhängig.
01:32Aber für Landwirte stellt sich nicht die Frage nach dem Woher.
01:35Zu groß sind die Existenzängste.
01:38Hier wird jetzt die Anlage gelegt für Ertrag und Qualität.
01:42Und wenn das nicht möglich ist, haben wir keinen Ertrag oder deutlich eingeschränkten Ertrag
01:47und keine Qualitäten, um jetzt Backgeträte zu produzieren.
01:51Das ist ein Problem.
01:54Noch versucht Peters den Engpass mit Gärresten abzufedern.
01:58Doch bleibt Dünger knapp, könnte die Krise bald auch Verbraucher treffen.
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