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WINTERANFANG [German Creepypasta]

An einem grauen Wintermorgen wartet Jana am verlassenen Dorfbahnhof. Sie hasst die Kälte und die trostlose Stimmung. Der erste Schnee fällt und während sie zitternd auf den Zug wartet, trifft sie Fabian, der ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Sie erinnern sich an frühere, sonnigere Tage. Doch genau in dem Moment, als die Szenerie friedlich wirkt, wendet sich das Schicksal schlagartig.

Nachzulesen unter:
https://creepypasta.fandom.com/de/wiki/Winteranfang
von: DerZweiteVonLinks

#creepypasta #creepypastagerman #creepypastadeutsch

Kategorie

😹
Spaß
Transkript
00:00Ich melde mich heute mit einer etwas kürzeren, aber nicht weniger eindrucksvollen Geschichte zurück.
00:07Die Geschichte heißt Winteranfang.
00:10Viel Spaß.
00:12Die kalte Berührung lässt sie unwillkürlich zusammenzucken.
00:17Die erste Schneeflocke des Jahres.
00:20Und sie landet direkt auf ihrer Nasenspitze.
00:23Natürlich.
00:25Es kribbelt kaum merklich, als sie schmilzt.
00:27Jana hasst den Winter.
00:31Diese Jahreszeit ist kalt und nass, einfarbig und trostlos.
00:37Diese Gedanken begleiten sie auf dem Weg zum Bahnhof.
00:41Der Himmel ist eine einzige grau-schwarze Decke.
00:45Bedrückend.
00:47Aber wie sollte es auch anders sein um diese Zeit?
00:50Sie sieht auf die alte Bahnhofsuhr.
00:536.31 Uhr
00:55Das flackernde Licht der gelblichen Beleuchtung bricht sich in gesprungenem Glas.
01:01Jana fängt an zu zittern und kleine Dampfwölkchen bahnen sich den Weg aus ihren Lungen in den kalten Winterhimmel.
01:09Jana hasst den Winter.
01:11Sie sieht sich um.
01:13Der Dorfbahnhof ist wie leergefegt.
01:16Das ist nicht ungewöhnlich.
01:19Die meisten Passagiere würden erst gegen 7 Uhr hier eintreffen.
01:23Sie zieht den Reißverschluss ihrer grünen Winterjacke weiter nach oben und schlingt die Arme eng um sich.
01:30Ein weiteres Dampfwölkchen.
01:33Jana hasst.
01:34Hey, Jana!
01:35Sie zuckt zusammen.
01:37Hab dich gar nicht kommen hören, murmelt sie in den Ausschnitt ihrer Jacke hinein.
01:43Hm?
01:43Ich sagte, du sollst dich nicht immer so anschleichen.
01:47Fabian grinst, als sie sich zu ihm umdreht und versucht, ihn grimmig anzusehen.
01:53Das strubbelige blonde Haar, die neon-orangefarbene Jacke, das überspielt dümmliche Grinsen, das sie schon im Kindergarten immer angesteckt hatte
02:01und es auch heute noch tut.
02:04Er lacht kurz auf und auch sie muss lachen.
02:07Weiterer Dampf füllt die beiden einsamstehenden kurz ein.
02:11Frisch heute, sagt er.
02:14Sie nickt bloß.
02:15Wie auf ein geheimes Zeichen hin, sehen beide synchron auf die Bahnhofsuhr.
02:206.40 Uhr
02:22Hast du Mathe?
02:24Ein Schnauben, fast ein Lachen entfährt ihm.
02:28Meinst du das ernst?
02:30Eigentlich nicht.
02:32Sie gehen ein Stück den Bahnsteig entlang.
02:35Mittlerweile schneit es ein wenig stärker und der Schnee bildet eine dünne, weiße Decke.
02:40Ein Zug fährt ein.
02:42Es ist nicht ihrer.
02:44Dieser hier fährt in die andere Richtung.
02:476.50 Uhr
02:49Sie sehen sich schweigend an und ein Auto überquert in einigem Abstand den Bahnübergang.
02:55Er muss grinsen.
02:57Was ist so lustig?
02:59Er schüttelt grinsend den Kopf.
03:02Du siehst bloß so niedlich aus, wenn du bis zur Nase in deiner Jacke verschwunden bist.
03:06Da hane ich.
03:09Er muss lachen.
03:10Der Ton verhallt in der kalten Morgenluft.
03:14Raureif bedeckt die Blätter der Bäume.
03:16Die nahegelegene Kirchenuhr schreckt eine Krähe in den schneebedeckten Ästen auf.
03:23Schwarz auf Weiß.
03:257 Uhr.
03:26Der Zug wird bald kommen.
03:28Sie erinnert sich zurück.
03:31Das erste Mal, dass sie diesen Zug nahmen, liegt jetzt über drei Jahre zurück.
03:36Sie wechselten damals gerade auf die neue Schule.
03:39Ein Gymnasium in irgendeiner kleinen Stadt.
03:42Es war Hochsommer und schon morgens warm und hell.
03:46Andere Kinder rannten mit ihnen über den Bahnsteig und einige der älteren Jugendlichen standen in kleinen Grüppchen und unterhielten sich.
03:55Die ersten Leute füllen den Bahnhof mit einem schwachen Zerrbild der sommerlichen Lebhaftigkeit.
04:01Sie war froh gewesen, jemanden hier zu kennen.
04:05Das Dorf war zwar immer schon klein, aber wirklich kennend hat sie trotzdem nur wenige der Leute hier.
04:11Sie begann damals gerade damit, sich einsam zu fühlen, als sie ihn sah.
04:17Fabian.
04:19Ebenso einsam wie sie selbst und so beschloss sie, sich zu ihm zu gesellen.
04:24Sie hatten sich immer schon verstanden.
04:27Er freute sich sichtlich über die Gesellschaft und bot ihr Schokolade an.
04:31Die Süßigkeit passte herrlich zu der sommerlichen Stimmung und von da an...
04:36Ein Niesen reißt sie aus ihren Gedanken.
04:39Fabian.
04:41Sie sucht in ihrer Hosentasche ein Taschentuch.
04:44Findet keines.
04:45Sie tritt einen Schritt zurück und schwingt die Schultasche von ihrem Rücken.
04:51Die Bücher sind schwerer als erwartet und nur ganz kurz verliert sie das Gleichgewicht.
04:57Sie versucht es auszugleichen, doch der Boden an dieser Stelle ist vereist.
05:02Sie verliert den Halt.
05:04Die Welt um sie herum scheint zu verschwimmen.
05:07Die Hupe des Zuges zerreißt die eiskalte Luft.
05:11Schreie erklingen.
05:13Sie hört sie nicht mehr.
05:15Rot auf Weiß.
05:17Eine Schneeflocke legt sich sanft auf ihre Nasenspitze.
05:22Jana hasste den Winter.
05:24Und da.
05:26gospel ist der Wilder.
05:27Und da.
05:27Und da.
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