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Was bringt Menschen eigentlich dazu, ihre Sicht auf Staat, Freiheit und Verantwortung grundlegend zu verändern?

In unserer heutigen Sendung geht es nicht um Theorien oder Parteiprogramme – sondern um echte Geschichten.

Wir sprechen darüber, wie wir selbst zur Politik und schließlich zum Libertarismus gefunden haben.

Mit: Uta Ogilvie, Dirk Hesse, Martin Vosbeck, Tim Beil, Irakli Betchvaia.

#Vreiheit #PdV #Dexit #EndGov #Freiheit #SteuernSindRaub #FreiWilligkeit

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Transkript
00:00:02Wunderbar. Ja, da sind wir also. Wie Martin Mutscharski von Eigentümlich Frei sagen würde, herzlich willkommen, liebe Zuschauer.
00:00:14Und herzlich willkommen an alle, die hier im Livestream sind. Ja, natürlich erst mal Dirk Hesse, unser Master und Disaster.
00:00:23Irak Lee, den dürften die meisten, die hier zuschauen, mittlerweile kennen. Bettina ist wohl auch mit dabei.
00:00:32Aber offensichtlich nicht aktiv. Und Martin Vosbeck. Ja, wir haben heute ein sehr schönes Thema, wie ich finde.
00:00:40Das wollte ich immer schon mal gemacht haben. Und zwar kein konkretes sowas wie Irakkrieg oder ich weiß nicht, irgendwas
00:00:51mit Donald Trump.
00:00:51Nein, unsere persönlichen Geschichten. Meine will ich in den Hintergrund stellen. Dafür dürfen jetzt meine Gäste oder unsere Gäste zu
00:01:00Wort kommen.
00:01:02Es geht darum, wie sind wir, wie seid ihr zum Libertarismus gekommen? Und vielleicht fange ich jetzt einfach mal an
00:01:09mit Martin Vosbeck.
00:01:11Denn ihm bin ich bislang noch nie begegnet. Und auf ihn bin ich naturgemäß dann besonders neugierig.
00:01:18Was war der Knall-Effekt? Wann hat es begonnen? Gab es sowas überhaupt?
00:01:24Also ich war ehrlich gesagt ganz, ganz lange Jahre komplett unpolitisch.
00:01:30Dann sind wir nach Stuttgart gezogen. Dann haben wir so neun Jahre in Stuttgart gelebt.
00:01:34Und irgendwann habe ich mir überlegt, ich kann halt auch nicht ewig nur meckern und ewig nur jammern, sondern ich
00:01:41müsste halt irgendwas tun.
00:01:43Und ich war komplett, also nein, ich war ja nicht naiv, sondern ich habe dann einfach geschaut, was kam so
00:01:48meiner Gesinnung im Prinzip am nächsten.
00:01:51Und ganz ehrlich gesagt, wo waren die nettesten Leute, die ich dann treffen konnte vor Ort?
00:01:56Und ich habe mir damals die Orts-FDP in Leinfelden-Echterlingen ausgesucht.
00:02:01Die waren unglaublich klasse, die haben mich unendlich nett aufgenommen, die haben meinen Humor sogar geteilt.
00:02:07Ich habe beim Vorstellungsgespräch sofort gesagt, ich würde gerne Bundeskanzler werden.
00:02:12Und dann haben wir so zwei Leute, haben mich dann angeguckt, als ob ich dann überhaupt nicht stramm im Kopf
00:02:15wäre.
00:02:17Die haben mich aber nach allen Regeln der Kunst tatsächlich auch gefördert.
00:02:21Also ich war auf Landesvertreterversammlungen und so weiter.
00:02:23Ich habe ganz viel kennengelernt, ich durfte Wahlkämpfe mit begleiten, auch Bundestagswahlkämpfe.
00:02:29Und das hat einen unheimlich großen Spaß gemacht.
00:02:33Gleichzeitig habe ich, da muss ich jetzt echt überlegen, wann das war, ob das 2009, 2010, 2012, 2012 war, Kontakt
00:02:39zur liberalen Zukunft bekommen.
00:02:41Und das war so der Kick, auch auf einer anderen Ebene halt sich mit liberalen Gedanken zu beschäftigen.
00:02:49Ich habe mir vorhin dann tatsächlich gar nicht so ernsthaft überlegt, ob die FDP wirklich so liberal ist, wie man
00:02:55so tut.
00:02:56Ich habe damals schon ein bisschen gezuckt, als Guido Westerwelle gesagt hat, er tritt also absolut nur in eine Regierung
00:03:01ein,
00:03:02wenn es relevante, nicht nur Steuersenkungen, sondern auch relevante Reformen bei den Steuern geben würde.
00:03:09Das heißt also, Abbau von Bürokratie im Steuerrecht.
00:03:13Und als der dann dann, als die FDP damit in der Regierung war, dann war dann innerhalb von noch nicht
00:03:18einmal 20 Sekunden alles umgeschmissen.
00:03:20Also war einfach gelogen.
00:03:22Über die liberale Zukunft habe ich dann den Dirk kennengelernt.
00:03:26Und ja, nachdem die FDP mich eigentlich eher immer enttäuscht hat, und ich war zum Schluss nur in der FDP
00:03:36tatsächlich, weil die Leute dort nett waren.
00:03:39Ja.
00:03:40Aber irgendwann hat es dann auch das.
00:03:41Das heißt, ich war tatsächlich mal ein Jahr lang Mitglied der FDP in Bayern, weil ich bin, ich habe meinen
00:03:48Austritt angekündigt,
00:03:50weil mich die FDP nicht zum Leitbildbotschafter machen wollte.
00:03:53Ich hatte mich darum beworben.
00:03:55Die FDP hat das aber rigoros abgelehnt, weil ich nicht die nötige Position innerhalb der Partei hatte.
00:04:04Jetzt bin ich halt aber ausgebildeter Moderator.
00:04:09Ich habe Mediation, ich habe also auch Mediation, ich habe einen Abschluss in Mediation, in Wirtschafts- und Umweltmediation.
00:04:16Und also so ganz fernab von diesen Geschichten bin ich definitiv nicht.
00:04:19Ich habe Vorträge gehalten und mich hat es einfach, hätte es mich sehr, sehr gekickt, wenn ich ein bisschen auch
00:04:27an der Programmatik mit hätte arbeiten können.
00:04:30Das Ganze ist dann bis zu meinem Freund Christian Lindner gekommen, der ganz pikiert war.
00:04:35Und es gab eine Riesenschreierei.
00:04:37Und Albert Dün hat mich damals dann in Bayern aufgenommen für ein Jahr, so als passives Mitglied.
00:04:41Nur damit ich nicht gehe.
00:04:44Irgendwann bin ich halt dann durchgegangen, spätestens als wir Ende 2022 wieder ins Ruhrgebiet zurückgezogen sind.
00:04:51Ich glaube, ganz kurz danach war ich auch schon Mitglied der PDV, weil über den Diakob.
00:04:57Das hat mich im Prinzip einfach gekickt.
00:05:00Dann habe ich mal so die eine oder andere Position innerhalb der PDV gehabt.
00:05:03Konnte aber eigentlich nie etwas machen, weil Anfang 2023 bin ich relativ schwer erkrankt.
00:05:08Ich war lebensbedrohlich im Krankenhaus, habe Diabetes bekommen.
00:05:12Und vor ein oder zwei Jahren war mal so die Diagnose im Raum, ob es vielleicht auch Krebs geben könnte
00:05:20an den Nieren.
00:05:21Aber das hat sich Gott sei Dank nicht so ergeben.
00:05:23Aber ich muss halt gesundheitlich sehr, sehr aufpassen und habe von daher auch keine Ämter mehr übernommen.
00:05:28Was mich an der PDV tatsächlich immer noch kickt, ist kein Wort, ist illegal.
00:05:35Und wir leben wirklich in Zeiten, wo man wirklich aufpassen muss, was man letztendlich sagt.
00:05:46Das ist tatsächlich so.
00:05:47Wo man, ja, alles was nicht grün, alles was nicht irgendwie, ich benenne eigentlich alles, was mir persönlich nicht passt,
00:05:59benenne ich mit dem Wort rechts.
00:06:01Und dann ist die Welt in Ordnung.
00:06:07Ja, ich darf gewisse Dinge, also ich habe Situationen erlebt, dass ich im Bus, ich bin relativ laut auch, jemandem
00:06:15sage, er möge bitte nicht so laut telefonieren, weil ich seine Sprache auch nicht verstehe.
00:06:20Und dann sagt er mir auf jeden Fall, das allererste, was ich dann höre, ist, bist du etwa rechtsradikal, magst
00:06:25du keine Ausländer?
00:06:26Hä, was?
00:06:27Ich werde mein lautes Telefonieren und ich, das finde ich halt einfach, aber so laufen viele Geschichten, gerade im Ruhrgebiet.
00:06:34Ruhrgebiet ist ja sowieso eine sehr migrantenreiche Gegend, da ist das halt, kommt das halt schon das Häufigeren vor.
00:06:42Und da spüre ich natürlich auch, dass das Wort Freiheit, Freiheit ist eine ganz wichtige Geschichte.
00:06:48Ich habe mit Andi Hertel, führe ich seit ungefähr fünf Jahren, also vier bis fünf Mal im Jahr, sogenannte liberale
00:06:57Telefonate.
00:06:58Wir betrachten die Freiheit von der anderen Seite, der Andi ist ja tatsächlich AfD-Mitglied, ich bin klein und ich
00:07:06werde auch kein AfD-Mitglied werden,
00:07:08weil die AfD für mich nicht die Lösung ist, also die verkörper für mich alles mögliche, aber bestimmt nicht die
00:07:14Freiheit.
00:07:15Und diese Gespräche sind halt, wie ich, klasse, weil sie total offen sind, weil sie, ja gut, die sind natürlich
00:07:21schon sehr hetzerisch,
00:07:22wir sind uns ja einig in der Betrachtung der Grünen, also da sind wir uns, ja, da hetzen wir auch,
00:07:29wir sind die Erfinder der Chemtrails,
00:07:34also nein, für den Baden-Württemberg natürlich so.
00:07:40Und das ist eine Geschichte, die ich definitiv auch nicht missen möchte.
00:07:45Wie das, was sich daraus später, wie das sich dann irgendwann mal ergibt, das weiß ich gar nicht.
00:07:50Ich glaube, dass wir diese Telefonate, die wir führen, so in der Öffentlichkeit nicht führen könnten,
00:07:56weil wir dann tatsächlich, ja, ich weiß gar nicht, gegen wie viele Paragraphen wir da so verstoßen würden,
00:08:05aber Beleidigung wäre in jedem Falle dabei.
00:08:09Ja, muss sein. Aber es gab jetzt für dich, wenn ich du sagen darf, nicht so, wunderbar,
00:08:15es gab jetzt für dich nicht so diesen Moment, wo du gesagt hast, boah, Steuerns und Raub,
00:08:19habe ich noch nie gehört, war das dann, sondern es war quasi ein schleichender Prozess
00:08:24in den Weg, auf den Weg hinein in die Freiheit, wenn man so möchte, oder freiheitliche Gedanken.
00:08:31Ja, ich bin generell ein freiheitsliebender Mensch.
00:08:34Ich wandere passioniert und ich habe mich immer, wenn immer mit Freiheit beschäftigt,
00:08:40ich habe mich auch immer politisch irgendwo mit beschäftigt.
00:08:43Ich habe Politik allerdings auch oft von der anderen Seite betrachtet.
00:08:45Ich habe zum Beispiel zwei Flüchtlingskreise mitgegründet, also für syrische Flüchtlinge.
00:08:49Ich habe Benimmkurse für syrische Männer gemacht.
00:08:51Fand ich absolut großartig, weil ich auch in die Welt ein bisschen,
00:08:56eigentlich auch in die Welt ein bisschen eintauchen wollte.
00:08:58Ob ich jetzt migrantenfreundlicher oder weniger freundlich bin,
00:09:02ich bin jetzt etwas differenzierter, sagen wir mal so.
00:09:05Ja, ja, ja. Aber es gab halt nicht diesen Moment, wo du...
00:09:09Es gibt Leute, die haben wirklich so diese Erweckungsmomente.
00:09:13Das war bei dir nicht der Fall. Darauf wollte ich nochmal hinaus.
00:09:15Nee, nee, nee, nee, nee.
00:09:17Also es gab jetzt nicht so die Geschichte, du stehst morgens auf und sagst auf einmal...
00:09:22Ich bin libertär.
00:09:23Ich bin libertär. Ich spüre das jetzt so in meiner...
00:09:26Mein Blut ist libertär.
00:09:28Nein, das ist nicht. Nein, nein, gar nicht.
00:09:30Vielleicht war ich dann schon immer libertär oder liberal und habe das eigentlich vorher gar nicht so wahrgenommen.
00:09:36Das kann natürlich sein.
00:09:37Ach so.
00:09:39Okay.
00:09:40Irakli, kommen wir mal zu dir. Wie war das bei dir?
00:09:42Gab es bei dir den Erweckungsmoment?
00:09:44Bei dir ist deine Geschichte ja an sich schon mal sehr spannend.
00:09:48Ja, wir sind ja hier bei Hass und Hesse.
00:09:52Und natürlich auch ausländerfeindlich.
00:09:56Deswegen haben wir dich, lieber Irakli, mit im Stream, damit wir jemanden haben, über den wir hetzen können.
00:10:02Na, Spaß beiseite.
00:10:04Ich scherze.
00:10:05Nein, aber...
00:10:06Also da muss ich jetzt gegenhalten.
00:10:08Irakli ist unser Quotenausländer.
00:10:10Nur damit die Leute sehen, wie neutral wir sind.
00:10:14Und ich bin das Quotenweinchen, alles klar.
00:10:17Ja.
00:10:18Darf man mich?
00:10:19Ist es jetzt politisch korrekt, mich als Ausländer zu bezeichnen?
00:10:22Na ja, keine Ahnung.
00:10:25Keine Ahnung.
00:10:26Keine Ahnung.
00:10:27Ich weiß es nicht.
00:10:29Es ist auch relativ einerlei, denn du sprichst unsere Sprache, meine Muttersprache so wunderbar,
00:10:35mit diesem süßen Akzent.
00:10:37Was will man mehr?
00:10:38Du bist quasi der Traummigrant.
00:10:42Besonders für die Linken.
00:10:46Solche Leute wollen die auch nicht.
00:10:48Ja, du, ganz ernst, wer würde mir nicht so zustimmen, wenn ich sagen würde, Irakli spricht
00:10:53dreimal so gut Deutsch wie Annalena Peerbock.
00:10:57Also was jetzt die Traummigranten angeht, wollte ich erst mal das erwähnen, habe ich
00:11:04heute gelesen auf Twitter, die libertären, russischen Libertären, haben was gepostet.
00:11:11Einer von denen, also man weiß, also die Libertären sind abgehauen aus Russland, mussten
00:11:17sie ja fliehen und einige sind auch in Deutschland gelandet und jetzt muss einer abgeschoben werden.
00:11:26Oha.
00:11:26Also der Mann hat sich eingeschrieben in eine Hochschule, der hat hier geheiratet, eine Deutsche, ganz normal, ja.
00:11:37Jetzt wollte er halt auch ganz normal, ist schon ein paar Jahre her, das alles, dass er emigriert ist, dass
00:11:45er emigriert ist, genau.
00:11:46Jetzt wollte er sein, wie heißt das, Niederlassungserlaubnis bekommen, weil er halt schon verheiratet, lebt lange da und die Behörden
00:12:01sagen,
00:12:01Nö, du musst erst mal zurückfahren nach Russland, dort in der deutschen Botschaft erst mal richtiges Visum bekommen, dann wieder
00:12:15zurückkommen und dann kriegst du auch Niederlassungserlaubnis.
00:12:20Ich meine, der Typ ist von Putin vom Krieg abgehauen.
00:12:25Wenn er zurückgeht, kommt er an die Front, also zumindest die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass er jetzt als Kanonnenfutter
00:12:34da an der Westfront landet.
00:12:37Das ist ganz ungeheuerlich.
00:12:39Aber du scheinst uns irgendwas sagen zu wollen.
00:12:41Ja, interessanterweise, ich habe ja jetzt so, ich pflege ja für die PDV so ein bisschen die internationalen Kontakte zur
00:12:49International Alliance of Libertarian Parties.
00:12:52Da ist das also auch so, das habe ich also kürzlich gehört, Libertäre Partei aus Russland ist definitiv verboten.
00:13:00Und diese International Alliance of Libertarian Parties ist tatsächlich zu einer unerwünschten Gruppierung ernannt worden von der russischen Regierung.
00:13:10Das ist ja entzückend.
00:13:12Also da wird Freiheit definitiv bekämpft.
00:13:17Ja, es wird auch einiges sonst bekämpft.
00:13:20Aber kommen wir zurück zu Irakli.
00:13:22Mich würde wirklich, das habe ich dir ja schon mal angedroht, wenn man so will, deine Lebensgeschichte ein Stück interessieren.
00:13:30Wie kamst du nach Deutschland? Hat das was mit Libertarismus zu tun?
00:13:34Hattest du einen Erweckungsmoment? Leg los!
00:13:37Mein Weg nach Deutschland?
00:13:38Nö, ob das vielleicht was mit Libertarismus zu tun hat, kann ja sein.
00:13:42Ich meine, du kommst ja nun offensichtlich nicht aus Deutschland ursprünglich.
00:13:45Ich kam 96 nach Deutschland.
00:13:48Ah, da habe ich erwischt.
00:13:50Es gab kein Internet, nichts.
00:13:52Wir hatten also kurz nach Bürgerkriegen und zwischen den Bürgerkriegen und nicht nur Bürgerkriegen,
00:14:00Hunger und kein Strom, keine Heizung.
00:14:04Für die Zuschauer vielleicht dein Ursprungsland, dein Geburtsland.
00:14:08Ich komme aus Georgien.
00:14:10Ups.
00:14:11Genau.
00:14:11Und genau, einfach meine Mutter hatte immer so einen Wunsch, ihr Leben lang ihre Kinder nach Deutschland zu schicken.
00:14:28Sie war einmal in der DDR, hat es irgendwie geschafft, durch Beziehungen, durch irgendwas da, kurz so eine, wie heißt
00:14:42das, Reise zu unternehmen.
00:14:44Ich glaube, in Dresden waren sie, so Bus, keine Ahnung.
00:14:48Also war damals sehr, sehr schwierig, sogar nach der DDR zu kommen, in die DDR zu kommen.
00:14:53Also weißt du, in den sowjetischen, also sozialistischen Ländern, das mit Reisefreiheit.
00:15:00Ja, ja.
00:15:00Ja, das ist ein Riesenproblem.
00:15:03Weiß ich.
00:15:04Da musste jeder untersucht werden, jeder halt durch die Lupe, KGB und so weiter, dass er halt nicht irgendwie sich
00:15:13dann absetzt im Westen, keine Ahnung.
00:15:17Obwohl es gar kein Westen war, es war ja DDR.
00:15:19Ja.
00:15:20Aber trotzdem, trotzdem mein Problem.
00:15:22Ja.
00:15:23Galt das als gemäßigter Sozialismus in der DDR?
00:15:28Das heißt gemäßigter Sozialismus?
00:15:31Ja, dass sozusagen dein kommunistischer Glaube in der DDR vielleicht verwässert werden könnte.
00:15:40Ich glaube nicht, aber einfach alle Ausländer wurden mit Angst beäugelt,
00:15:46weil man wusste, wenn man mit irgendeinem Ausländerkontakt hat, dann kommt man auf den Schirm bei KGB.
00:15:56Also auf die Beobachtungsliste oder zumindest hatte man diese Angst.
00:16:01Ja, ja, verstehe.
00:16:01Und man wollte nichts mit KGB zu tun haben.
00:16:04Ja, verstehe ich auch.
00:16:05Genau.
00:16:06Also im Grunde, es ist wie jetzt von diesem Geheimdienst auch hier auf die Liste zu kommen.
00:16:16Ja, ja, ja.
00:16:17Ich hatte ja auch mal das Vergnügen mit Staatsschutz und den ganzen Clowns.
00:16:23Also als KGB ist nochmal ein Stück schlimmer.
00:16:26Die waren Pussys, darf ich das sagen?
00:16:29Egal.
00:16:30Ja, und auf jeden Fall nach der Wende plötzlich entstand diese Möglichkeit.
00:16:37Aber es sind keine Mittel, wirklich nichts.
00:16:40Also wir hatten Hyperinflation, wo ein Brot mit Brotpreisdeckel, ich glaube so um die 250.000 kostete.
00:16:53Ach, mir nicht?
00:16:54Also es war Brotpreisdeckel, also normal wäre wahrscheinlich über Million der Preis.
00:17:01Aber zu dem Preis hat man gesagt, der Staat hat gesagt, mehr darfst du nicht, also teurer darfst du nicht
00:17:07verkaufen.
00:17:07Entsprechend gab es kein Brot mehr in den Läden, weil sie es nicht zu dem Marktpreis verkaufen durften.
00:17:15Das kennt jeder eigentlich, jeder Libertäre, was passiert, wenn man Preisdeckel, wie heißt das?
00:17:22Ja, natürlich.
00:17:23Oh, genau.
00:17:24Und dann kriege ich entsprechend die ganzen Leute mit Kalaschnikows auf der Straße, die auf jeden feuern.
00:17:33Das ist so, wie die letzten Jahre, wie ich zur Schule gegangen bin.
00:17:39Und dann die ersten zwei Jahre an der Uni.
00:17:42Und dann haben sie so ein Büchlein gefunden, nicht gefunden, sondern irgendwie bekommen, auch durch irgendjemand, das ist ein kleines
00:17:53Land, kennt jeder jeden von der deutschen Botschaft, irgendjemanden da kennengelernt.
00:17:58Oder nicht kennengelernt, aber kannten wir schon, aber halt der hat uns ein Büchlein von DAAD besorgt mit der Liste
00:18:06aller Unis in Deutschland.
00:18:09Verstehe.
00:18:10Und da habe ich zusammen mit einem Kumpel, also Schulkameraden, mit dem ich auch dann an der Uni dann studiert
00:18:19habe, also eigentlich waren wir zu dritt, wir zwei Jungs und ein Mädchen, Mädel noch.
00:18:26Und da haben wir Briefe geschrieben, also Bewerbungsbriefe, haben Bergbau studiert, also haben halt geguckt, wo gibt es hier Bergbau
00:18:37in Deutschland.
00:18:38Es gibt die drei Unis eigentlich, also Freiberg, Berlin und Klausthal.
00:18:45Und genau, dann haben wir Bewerbungsbriefe geschrieben.
00:18:50Deutsch konnten wir alle, also wir zwei konnten, das Mädel hat nachher gelernt, konnte nicht so gut, aber hat sehr
00:18:57gut gelernt.
00:18:58Habt ihr das in der Schule gelernt?
00:19:00Ja, in der Sowjetunion gab es Englisch, Deutsch, Französisch, mein Vater hat Französisch gelernt, meine Mutter Englisch, ich Deutsch hatte,
00:19:11es gab spanische Schulen.
00:19:13Ah, okay, okay, okay, das wusste ich gar nicht, ja.
00:19:15Jetzt, ich glaube, jetzt ist alles Englisch, aber damals war das alles, genau, und dann seid ihr hergekommen.
00:19:24Und dann seid ihr hergekommen, aber das war wahrscheinlich noch nicht so der Anlass, um libertär zu werden, also ich
00:19:30meine, das ist ja so eine Sache.
00:19:32Also ich behaupte ja, man ist es oder man ist es nicht, ja, und irgendwann merkt man es halt, dass
00:19:38es dafür ein Wort gibt.
00:19:39Aber war das bei dir so wie bei mir?
00:19:42Also irgendwann merkte ich einfach, für mein So-Sein gibt es ein Wort, oder gab es irgendwie so diese, ja,
00:19:47dieses berühmte, diesen berühmten Satz,
00:19:50Steuern sind Raub, dass dir das wie Schuppen von den Augen gefallen ist?
00:19:54Nee, das nicht, aber es gab was anderes.
00:19:58Also das ist tatsächlich sehr, was mich verwundert, nach der Sowjetunion, nach diesem schrecklichen, tyrannischen Regime, nach den Kriegen, nach
00:20:09der Hyperinflation.
00:20:11Ich meine, weißt du, als Kind habe ich schon damals verstanden, wo die Inflation herkommt.
00:20:17Okay, cleveres Geldchen.
00:20:19Nee, weil das ist logisch, ja.
00:20:20Also, wenn der Staat Geld druckt, dann ist es halt.
00:20:26Ja, nun, aber, also, meine Kinder wissen das auch, aber sie sind natürlich durch mich beeinflusst, aber dass das als
00:20:34Kind versteht?
00:20:34Ja, aber ich habe das meiner Mutter erklärt.
00:20:36Okay, okay.
00:20:36Als Kind habe ich das meiner Mutter erklärt, weil sie das nicht verstanden hat damals.
00:20:40Ja, dann, schlaues Kerlchen, schlaues Kerlchen.
00:20:42Nee, aber, weißt du, nach all dem, ich komme, ich habe, ich, mir kam nicht in den Sinn,
00:20:49dass der Staat etwas Böses ist.
00:20:51Weißt du, dass alles, was mit uns geschah, ich habe keine Verbindung, logische Verbindung herstellen können.
00:20:59Ja, verstehe.
00:20:59Habe ich auch gar nicht darüber nachgedacht.
00:21:00Eigentlich wollte ich nichts mit Politik und auch nichts mit Wirtschaft zu tun haben.
00:21:04Das ist auch so dieses Klassendenken.
00:21:08Techniker, ich bin aus Ingenieursfamilie und die Humanitarier, das ist halt Leute, die einfach nur labern und nicht viel denken
00:21:20können.
00:21:21Und das ist so eine andere, weißt du?
00:21:23Ja, verstehe.
00:21:24Und erst später habe ich verstanden, wie wichtig das alles ist.
00:21:28Ja, okay, verstehe.
00:21:28Ja, aber es gab Zeit, da, um 2000, ich hatte Probleme mit dem Staat und zu der Zeit habe ich,
00:21:43also sprach Saradustra gelesen.
00:21:48Ah, ja.
00:21:49Und da lese ich einen Satz.
00:21:54Staat heißt das Kälteste aller kalten Ungeheuer.
00:22:01Und das war, weißt du, so, hat er wirklich gelesen?
00:22:05Hat er wirklich das geschrieben?
00:22:08Dann lese ich nochmal, ja, tatsächlich so steht es.
00:22:14Ach, das ist es ja, genau das, was ich jetzt fühle, das, was ich jetzt sehe, was der Staat mir
00:22:20versucht anzutun, das ist es doch.
00:22:25Dann habe ich dann mit den Kumpels geredet, ihnen gezeigt, dass sie mich als einen Verrückten angesehen haben.
00:22:34Gut, das habe ich dann vergessen erst mal.
00:22:39Dann habe ich eigentlich von der technischen Seite, weißt du, ich sehe Probleme.
00:22:46Ich, mit der Politik, Wirtschaft will ich nichts zu tun haben, verstehe ich auch nicht, interessiert mich gar nicht.
00:22:54Aber als Techniker, das ist mein Job, mein Beruf, als Probleme zu lösen.
00:22:59Und ich sehe, es gibt viele Probleme.
00:23:01Es ist ja normal, darüber nachzudenken, wie löst man das alles.
00:23:05Und ich kam halt über technische,
00:23:08technische,
00:23:09dieser Vortrag,
00:23:11den ich hier gehalten habe,
00:23:13über Stein der Weisen,
00:23:15dieses Love is Philosophorum,
00:23:17das ist
00:23:18daraus entstanden.
00:23:22Und dadurch
00:23:23irgendwie kam ich
00:23:25über Videos, über YouTube-Videos,
00:23:27dann
00:23:30verschiedene russischen oder georgischen Libertären,
00:23:34habe ich dann später erfahren,
00:23:35es gab tatsächlich diesen
00:23:38georgischen Libertären,
00:23:39Wirtschaftsminister,
00:23:40Ben Dukitze,
00:23:41der dort diese
00:23:43Reformen durchgeführt hat,
00:23:46die zum Wirtschaftswunder führten.
00:23:49aber erst viel später.
00:23:51Über diese Videos habe ich erfahren,
00:23:53es gibt sowas,
00:23:54das klassische Liberalismus
00:23:56und dann Libertarismus.
00:23:59Was ist das alles?
00:24:01Dann habe ich angefangen zu lesen,
00:24:03ja, und jetzt
00:24:04bin ich hier.
00:24:05Jetzt stehst du hier und kannst dich anders,
00:24:07um es mal mit Luther zu sagen.
00:24:10Ja, Dirk,
00:24:13du,
00:24:13dich möchte ich auch mal befragen,
00:24:15wie war es denn bei dir?
00:24:16Was war denn dein Erweckungsmoment?
00:24:18Hattest du überhaupt einen
00:24:19oder bist du da so sukzessive reingeglitten,
00:24:21wie es mir letztendlich auch ging?
00:24:25Ja,
00:24:25es gab dann so
00:24:27einen Moment,
00:24:28der kehrt,
00:24:31ich will jetzt nicht sagen,
00:24:32360-Grad-Kehre
00:24:34im bärbockischen Sinne,
00:24:37sondern eigentlich
00:24:38eine Verstärkung.
00:24:41Es hat eigentlich,
00:24:42ich komme aus einem sehr bürgerlichen,
00:24:44aus einer sehr bürgerlichen Familie,
00:24:46mein Vater CDUler
00:24:47und sein Vater SPDler
00:24:49und wir haben uns,
00:24:50einmal im Monat musste sich die Familie
00:24:52halt treffen mit den Großeltern
00:24:54und die Frauen sind in die Küche geflohen,
00:24:56weil sich die Männer angeschrien haben
00:24:58über Politik.
00:24:59Also das ging damals noch um Schmidt und Strauß.
00:25:02Ja, ja, ja.
00:25:04Und, ja,
00:25:05das war meine erste Begegnung
00:25:07mit der Politik.
00:25:08Aber dann bin ich ausgezogen,
00:25:10ziemlich spät,
00:25:11mit 27
00:25:11und 700 Kilometer weit weg
00:25:13vom Elternhaus
00:25:14in den Schwarzwald
00:25:16und hatte meine erste Wohnung
00:25:18und habe so,
00:25:19und da sind wir schon so ein bisschen
00:25:20bei der Eigenverantwortung,
00:25:21dass ich so gesagt habe,
00:25:22okay, wenn ich jetzt hier lebe,
00:25:24will ich nicht nur Verantwortung
00:25:25für meinen Haushalt übernehmen,
00:25:27sondern auch für die Gemeinde,
00:25:28in der ich lebe
00:25:29und habe angefangen,
00:25:30mich für Kommunalpolitik zu interessieren.
00:25:34Wusste aber noch nicht,
00:25:35in welcher Partei
00:25:36und dann habe ich gedacht,
00:25:37naja,
00:25:38geh mal in die FDP.
00:25:39Wir sind viele in der PDV
00:25:41aus der FDP.
00:25:42Geh mal in die FDP,
00:25:44weil das war für mich
00:25:45nicht rechts
00:25:46und nicht links,
00:25:47sondern das war,
00:25:47stand für mich
00:25:48für pragmatische Politik.
00:25:50Also keine Ideologie getriebener.
00:25:53Und tatsächlich war ich 15 Jahre
00:25:55in der FDP,
00:25:56war aber auch im Kreistag gesessen,
00:25:58aber von Liberalismus
00:25:59habe ich in der FDP
00:26:00nie was gehört.
00:26:02Nie gehört,
00:26:03dass es so etwas überhaupt gibt.
00:26:05Und dann hat mich irgendein Freund
00:26:06mal ins Internet gelotst,
00:26:09zu Facebook,
00:26:10und da bin ich einem Tim Beil
00:26:12über den Weg gelaufen
00:26:13und der hat mich dann verdorben
00:26:15und radikalisiert.
00:26:21Und ihr werdet lachen,
00:26:23es war wirklich die ganz simple Frage,
00:26:25die ich gestellt habe,
00:26:28ohne Staat,
00:26:29wer baut denn dann die Straßen?
00:26:30Und da hat mir der Tim geantwortet,
00:26:32naja, der, der sie braucht.
00:26:34Und da fiel mir die ganze Lösung
00:26:37wie Schuppen von den Augen
00:26:38und ich habe eigentlich nie viel
00:26:41libertäre Literatur gelesen,
00:26:44sondern ich habe mir das alles
00:26:45durch logisches Denken,
00:26:47da sind wir schon wieder dicht
00:26:48bei der Praxiologie,
00:26:50aufgebaut.
00:26:51Wie hängt das alles zusammen?
00:26:53Wie kann der Mensch
00:26:54eigenverantwortlich leben?
00:26:55Ja, und dann stand ich eines Tages
00:26:57mal als Kandidat
00:26:58auf dem Parteitag
00:26:59vor der FDP-Mannschaft
00:27:01und habe gedacht,
00:27:02nee, also Freiheit ist mit diesen Leuten
00:27:05eigentlich nicht zu machen.
00:27:06Und dann bin ich ausgetreten
00:27:08und stand,
00:27:08da stand auch die AfD
00:27:10noch ganz in den Kinderschuhen
00:27:12und ich stand vor der Frage
00:27:14PDV oder AfD
00:27:15und dann gab es ja auch noch
00:27:17von Frank Schäffler
00:27:18den liberalen Aufbruch
00:27:20innerhalb der FDP,
00:27:23der so ein bisschen libertärer wirkte.
00:27:25Und dann habe ich so,
00:27:26ja, entweder man nutzt
00:27:29den liberalen Aufbruch,
00:27:30um die FDP umzukrempeln,
00:27:33aber wenn du jetzt in die AfD gehst,
00:27:35dann müsstest du die Partei
00:27:36auch umkrempeln,
00:27:37damit sie deinen Werten entspricht.
00:27:40Also habe ich mich für die reine Lehre
00:27:42und für die PDV entschieden.
00:27:44Und dennoch muss ich dir sagen,
00:27:45als ich auf dem ersten Parteitag
00:27:47der PDV war
00:27:48und da stand ein Schild
00:27:49und da stand drauf
00:27:50Steuern sind Raub,
00:27:52war ich zunächst mal
00:27:53tatsächlich schockiert.
00:27:55Das ist sehr schön.
00:27:57Das hat erst mal so,
00:27:58das stand in einem völligen Kontrast
00:28:01zu der Welt,
00:28:01in der ich erst mal aufgewachsen war.
00:28:04Aber man wächst halt so rein
00:28:06und irgendwann macht das auch alles Sinn
00:28:08und ich bin für jedes Gespräche
00:28:10und diese Abende hier immer wieder dankbar,
00:28:13wo ich was Neues dazu lerne,
00:28:15einfach durch Erörtern,
00:28:16durch Möglichkeiten in den Raum stellen,
00:28:19durch Diskutieren dieser Möglichkeiten.
00:28:21Und ich glaube auch,
00:28:23und das ist,
00:28:24der Martin Vosbeck hat es ja angesprochen,
00:28:26wir haben,
00:28:27als die FDP aus dem Bundestag geflogen ist,
00:28:29damals 2000,
00:28:30wann war das Martin?
00:28:3113, 14, ne?
00:28:3313.
00:28:3313.
00:28:34Da haben wir den Verein
00:28:35Liberale Zukunft gegründet.
00:28:37Da war der Andreas Hertel,
00:28:38der heute leider nicht dabei sein kann,
00:28:40noch mit dabei.
00:28:42Oder war der Tim am Anfang auch mit dabei.
00:28:44Und wir wollten eigentlich
00:28:46so einen Knotenpunkt gründen,
00:28:47wo sich Liberale treffen in Deutschland.
00:28:50Wir wollten Konferenzen machen,
00:28:52wie es heute die Hayek-Clubs machen
00:28:53und so weiter.
00:28:54Und da haben wir uns getroffen
00:28:55und haben eigentlich alles,
00:28:59ja, also wie gesagt,
00:29:01es waren Leute von der AfD,
00:29:04von der FDP,
00:29:05von der PDV dabei.
00:29:07Wir hatten einen gemeinsamen Nenner.
00:29:09Und mir ist damals schon klar geworden,
00:29:11bis zur Anarchie
00:29:13werden wahrscheinlich nicht alle mitgehen.
00:29:17Irgendwo werden die Sozialliberalen abbiegen
00:29:19und dann werden die Minimalstaatler abbiegen.
00:29:22Aber bis die ersten abbiegen,
00:29:24habe ich gesagt,
00:29:24ist das noch ein ganz weiter Weg,
00:29:26den wir in Deutschland gehen müssen.
00:29:29Und deswegen habe ich also immer gesagt,
00:29:30jeder Schritt in Richtung Freiheit
00:29:32ist ein richtiger.
00:29:33Und daher auch meine Initiative
00:29:36für die kommunale Finanzhoheit.
00:29:39Vielleicht muss wirklich jede Kommune
00:29:41für sich selber herausfinden,
00:29:43wollen wir die totale Anarchie,
00:29:45wollen wir einen Minimalstaat?
00:29:47Wie viel Staat brauchen wir?
00:29:49Da hat vielleicht jeder
00:29:49auch eine andere Einstellung zu.
00:29:51Und ich meine,
00:29:53Liberalismus ist auf der Welt
00:29:54ja nie wirklich umgesetzt worden.
00:29:56Es gab mal irgendwas Kleines
00:29:58im Süddeutschland,
00:29:59ich glaube im Schwarzwald.
00:30:01Es gab mal ein paar hundert Jahre
00:30:02Anarchie auf Island.
00:30:05Das ist aber irgendwann
00:30:06immer wieder erobert worden,
00:30:09geschluckt worden und so weiter.
00:30:10Wir haben eigentlich keine
00:30:11wirkliche Erfahrung damit.
00:30:13Und wir wissen nicht,
00:30:16wir müssen es einfach mal ausprobieren,
00:30:17wie weit können wir gehen,
00:30:19wie weit fühlen wir uns wohl.
00:30:20Wie viel Staat brauchen wir tatsächlich?
00:30:23Aber wie gesagt,
00:30:24bis wir zu diesen Überlegungen kommen,
00:30:27ist es noch ein ganz, ganz weiter Weg.
00:30:29Ja, dann komme ich mal wieder zurück
00:30:31zu Martin Vosbeck
00:30:32und frage ihn folgende Frage.
00:30:35Und zwar,
00:30:38ja, man kann über Libertarismus
00:30:41oder über die Freiheit viel reden,
00:30:43aber wie konkret implementiert ihr alle,
00:30:48jetzt frage ich aber,
00:30:48fange ich mit Martin an,
00:30:50diesen Freiheitsgedanken
00:30:51in eurer direkten Umgebung?
00:30:54Das heißt,
00:30:54behandelt ihr eure Frauen anders
00:30:56oder eure Kinder
00:30:58oder eure Nachbarn?
00:31:01Leg mal los, Martin.
00:31:04Also, ich glaube schon,
00:31:06dass sich meine Frau
00:31:08liberal behandelt.
00:31:09Also, ich glaube,
00:31:10man anders würde sich
00:31:10auch nicht gefallen lassen.
00:31:11Da muss man jetzt auch,
00:31:12das muss man dazu sagen.
00:31:14Ja, ja.
00:31:15Unsere Kinder sind
00:31:16vierbeinig,
00:31:17immer gewesen,
00:31:18und die kann man natürlich
00:31:20gut transaktieren.
00:31:21Entschuldigung,
00:31:21ich habe das gerade,
00:31:22ich habe das gerade
00:31:23wirklich wörtlich genau so.
00:31:25Okay.
00:31:26Okay, what?
00:31:27Okay, gut, aber gut.
00:31:28Ja, wahrscheinlich Hunde und Katzen
00:31:30oder so.
00:31:31Hunde halt.
00:31:32Ah, wuffis.
00:31:33Wir haben auch jetzt gerade
00:31:34wieder einen ganz jungen
00:31:35Kokospaniel da,
00:31:37der uns das Herz bricht.
00:31:38Also, absolut klasse.
00:31:40Wie setze ich das tatsächlich um?
00:31:42Ich halte mit meiner Meinung
00:31:44konkret niemals hinterm Berg.
00:31:46Ich glaube,
00:31:47sämtliche meiner Nachbarn
00:31:49wissen,
00:31:49dass ich Mitglied der PDV bin.
00:31:51Sämtliche meiner Nachbarn
00:31:52wissen,
00:31:53dass ich liberal
00:31:55und mitunter auch
00:31:56ein bisschen libertär bin.
00:32:00also,
00:32:00ich mache da wirklich
00:32:01gar kein Geheimnis,
00:32:02überhaupt kein Geheimnis drauf.
00:32:04Ich trage mein Herz
00:32:06sowieso relativ gut
00:32:07auf der Zunge.
00:32:08Ich bin,
00:32:08muss dazu,
00:32:09ich habe relativ viel gelernt.
00:32:10Ich lebe seit 33 Jahren
00:32:12Alkohol- und Drogenabstinent
00:32:13und auch daraus mache ich
00:32:14kein großes Geheimnis.
00:32:16Okay.
00:32:17Also,
00:32:18ich gehe da letztendlich
00:32:19nach Hause
00:32:20und ich glaube,
00:32:21ich führe auch
00:32:21ein relativ freies Leben.
00:32:24Also,
00:32:24ich habe aktuell
00:32:26keinen,
00:32:26seit ein paar Jährchen
00:32:28schon keinen realen Arbeitgeber
00:32:29mehr.
00:32:29Mein realer Arbeitgeber
00:32:30ist eine Unternehmensberatung,
00:32:32die mich dafür bezahlt,
00:32:33dass ich nichts mehr tun muss.
00:32:35Und, ja,
00:32:36das...
00:32:37Kann ich da einsteigen?
00:32:38Das klingt traumhaft.
00:32:39Ich habe Platz,
00:32:40das ist so ein ThyssenKrupp-Paket gewesen.
00:32:42Und, ähm,
00:32:44ich bin in der Beziehung
00:32:45auch wirklich total frei.
00:32:47Passen mich,
00:32:48das merke ich natürlich schon
00:32:50auch im Laufe der letzten Jahre,
00:32:51passen mich
00:32:53relativ wenig an.
00:32:54Also,
00:32:55ich bin
00:32:56freundlich ausgedrückt
00:32:57nicht mehr
00:32:57in jeder Situation
00:32:59sozialverträglich.
00:33:01Nicht sozialverträglich?
00:33:02Nein,
00:33:03bin ich nicht mehr.
00:33:04Also,
00:33:04ich mische mich tatsächlich ein.
00:33:06Wenn irgendetwas ist,
00:33:08ähm,
00:33:08ich lasse kaum
00:33:09irgendwelche Dinge
00:33:10so stehen.
00:33:11Ich gehe in jede
00:33:12Ungerechtigkeit hinein,
00:33:13die ich letztendlich,
00:33:14die ich letztendlich
00:33:15auch wahrnehme.
00:33:16Und,
00:33:17ich wetterer auch
00:33:19sehr laut,
00:33:20gerade gegen Dinge,
00:33:21die Bürokratie betrifft.
00:33:22ich,
00:33:23was ich mittlerweile
00:33:24als freier Mensch mache,
00:33:25ich liebe Wahlkämpfe.
00:33:26Ich renne zu allen Wahlständen hin
00:33:28und gansaliere die Politiker immer.
00:33:31Die Grünen mögen mich nicht.
00:33:34Gut,
00:33:35weil wegen der Bionazi-Geschichte,
00:33:37natürlich,
00:33:37das soll man jetzt
00:33:37denen auch immer so sagen.
00:33:39Aber, äh,
00:33:41die anderen
00:33:41nehmen das,
00:33:42nehmen das so,
00:33:43nehmen das letztendlich so auf.
00:33:45Und,
00:33:45da zeigt sich auch,
00:33:46dass ich in der PDV
00:33:47auch besser untergebracht bin,
00:33:49als wenn ich jetzt irgendwo
00:33:50in der SPD rumhängen würde
00:33:52oder irgendwo in der CDU,
00:33:54die im Grunde genommen
00:33:55selbst im kommunalen Bereich
00:33:57Abnick-Vereine sind.
00:33:59Nichts anderes.
00:34:01Also mit anderen Worten,
00:34:02du bist eine,
00:34:02eine,
00:34:03eine Nervensäge,
00:34:04äh,
00:34:05aus Leidenschaft.
00:34:07Aber eine süße,
00:34:08eine liebe, süße, nette,
00:34:09mit der man gut umgehen kann,
00:34:10aber die immer wieder
00:34:11den Finger in die Wunde hält.
00:34:13So.
00:34:13Ich lege Finger in,
00:34:14ich lege Finger in Wunde hinein.
00:34:16Ich bin aber jetzt
00:34:17natürlich nicht so,
00:34:18gut,
00:34:19ich gucke natürlich schon,
00:34:20ob mein Nachbar richtig parkt.
00:34:21Nein,
00:34:21das war ein Spaß.
00:34:22Schon im Türen.
00:34:25Gottes Willen.
00:34:27Nachbarn richtig parkt.
00:34:28Wahrscheinlich durchwühlst du auch
00:34:30den Müll,
00:34:31ob er richtig getrennt wird.
00:34:32Wobei der schönste,
00:34:33den ich dazu kenne,
00:34:34ist,
00:34:34der klassische,
00:34:35böse,
00:34:36alte,
00:34:36weiße Mann.
00:34:36Ja, genau.
00:34:37Ich trenne,
00:34:38ich trenne meinen Müll von den Sachen,
00:34:40die ich noch brauche,
00:34:41ist ja meine Devise.
00:34:44Ja.
00:34:45Ich nehme es damit nicht so ernst.
00:34:47Also die,
00:34:48ähm,
00:34:49dass ich halt,
00:34:50äh,
00:34:50vielleicht auch ein bisschen,
00:34:51vielleicht auch zivil etwas ungehorsam bin.
00:34:53Also ich möchte nicht diese Spießigkeit,
00:34:55also da bin ich ein ganz,
00:34:57ganz großer,
00:34:57ganz großer Gegner.
00:34:58Ähm,
00:34:59ich überwache weder meine Nachbarn,
00:35:01noch Kuh,
00:35:01ich nachher bei einer bei der Rote Ampel fährt,
00:35:03oder irgendwas.
00:35:04Ich raste allerdings schon ziemlich aus,
00:35:06wenn wir einen auf Zebra,
00:35:06schreifen kurz davor,
00:35:08da war ich es nicht zu überfahren,
00:35:09da bin ich schon relativ ungehalten.
00:35:11Ja,
00:35:11nochmal.
00:35:12Ja,
00:35:13aber so,
00:35:14Martin,
00:35:14so ein gepflegter Herrenwitz geht ja auch locker über die Lippen,
00:35:17ne?
00:35:18Ja,
00:35:19ich bin schon von Haus aus unanständig,
00:35:21weil ich ja jetzt über die 62,
00:35:22ich bin ja jetzt 62,
00:35:24und da klappt das ja auch nicht immer ohne Hilfsmittel,
00:35:26oder,
00:35:27ähm,
00:35:28da muss man halt,
00:35:29je älter man wird,
00:35:30desto schlüpfriger wird man komischerweise.
00:35:33Ja,
00:35:34ich habe...
00:35:34Weil desto mehr redet man drüber, ne?
00:35:36Ähm,
00:35:37ja,
00:35:37das Wort Verbalsex macht da wirklich Sinn.
00:35:41Ich dachte immer,
00:35:42der Sex des Alters sei das Essen,
00:35:43aber sei es drum.
00:35:45Ähm,
00:35:46Diabetiker,
00:35:46da wird das auch,
00:35:47das ist ganz kompliziert,
00:35:48also da,
00:35:49da ist dann eher so eine Sadomaso-Geschichte beim Essen.
00:35:54Das klingt nicht gut.
00:35:57Doch,
00:35:58das ist schon gut.
00:36:00Was aber mein Freiheitsgedanken tatsächlich ausmacht,
00:36:02ich traktiere dumme Menschen halt mit,
00:36:04wie ich,
00:36:05total dummen Zeug natürlich auch,
00:36:07ich instrumenternisiere gerne den Hund dafür.
00:36:10Ich habe vor ein paar Jahren mit Coca-Spanien gehabt,
00:36:12und immer,
00:36:12wenn die Kinder anfassen wollen,
00:36:14habe ich gesagt,
00:36:14der hat Kaniden-Aids,
00:36:16weil der wollte,
00:36:16der brauchte keine Kinder,
00:36:18und da habe ich gesagt,
00:36:18der hat Kaniden-Aids.
00:36:19Da haben die Eltern mich immer angeschrien,
00:36:21die Kinder dürfen da nicht anfassen.
00:36:22Und ich habe denen immer gesagt,
00:36:23das wäre HVC,
00:36:25und das wäre das Freddie Mercury-Sendor.
00:36:28Und ich habe auch Leute getroffen,
00:36:29die haben dann gesagt,
00:36:29das gibt es tatsächlich.
00:36:31Ja,
00:36:32so.
00:36:34Also,
00:36:34solche Geschichte,
00:36:35Leute hat einfach,
00:36:36teilweise auch einfach,
00:36:37irgendeinen totalen Scheiß erzählen.
00:36:39Das macht ja großartigen Spaß.
00:36:41Ich glaube,
00:36:42wir sollten unbedingt mal gemeinsam
00:36:43irgendwie um die Häuser ziehen,
00:36:45weil ich bin bekannt dafür,
00:36:46vollkommen irres Zeug zu machen,
00:36:48wie zum Beispiel Leuten zu erzählen,
00:36:50sie mögen mich nicht stören,
00:36:51und ich sei nämlich,
00:36:53es sei nämlich ein Reh.
00:36:54So,
00:36:55also das kommt auch immer sehr gut an.
00:36:57Ja,
00:36:58ich bin da so,
00:37:00ich fühle so ziemlich jeden Spaß zu haben.
00:37:02Ich stelle mich auch als Fahrrad,
00:37:03ich bin nachtblind,
00:37:04ich fahre da noch gerne.
00:37:05Ich auch.
00:37:06Ich auch.
00:37:08Das macht großartig.
00:37:09Ja,
00:37:10ich erinnere mich auf,
00:37:10ich erinnere mich tatsächlich
00:37:11auf eine lustige Fahrt
00:37:12nach der liberalen Zukunft in Kassel.
00:37:15Da bin ich tatsächlich abends nach Hause gefahren
00:37:17und ich bin nachtblind,
00:37:19bin mit 32 über die Autobahn gefahren,
00:37:21hatte noch zwei Leute mit im Auto,
00:37:25eine unglaublich junge,
00:37:26sehr, sehr hübsche Türkin
00:37:30und hinten hatte ich noch jemanden sitzen
00:37:32vom Kreisverband der FDP.
00:37:33Das war sehr lustig,
00:37:35der hat natürlich geglafen.
00:37:3632 mit Fährlicht über die Autobahn,
00:37:39über die A81.
00:37:40Großes,
00:37:41großes Kino,
00:37:42das hat viel Spaß gemacht.
00:37:44und ja,
00:37:46also Humor ist wirklich was,
00:37:48ich finde Humor sowieso unheimlich wichtig.
00:37:51Aber wir können gerne...
00:37:51Ich auch.
00:37:52Same, same, same.
00:37:54Same.
00:37:54Lieber Dirk,
00:37:55du wolltest was sagen.
00:37:56Ich muss ganz kurz mal
00:37:57eine technische Sache regeln.
00:37:59Gib mir 30 Sekunden.
00:38:01Aber Dirk,
00:38:02fangen Sie doch bitte mal an,
00:38:04unseren Zuschauern zu berichten.
00:38:08Ich wollte ja eigentlich mit Irakli weitermachen.
00:38:10Irakli,
00:38:10wie implementierst du Libertarismus?
00:38:13Jetzt war aber meine Hand oben
00:38:15und das passt auch dazu.
00:38:16Okay,
00:38:16ja,
00:38:16dann fang du mal an.
00:38:17Ich bin in zwei Sekunden wieder da.
00:38:19Ja,
00:38:20nee,
00:38:20ich wollte euch einfach noch eine Geschichte
00:38:22von einem libertären Erweckungsmoment erzählen,
00:38:25den mir heute ein libertärer Freund,
00:38:27die mir heute ein libertärer Freund erzählt hat.
00:38:29Und zwar,
00:38:30der ist Kraftfahrer
00:38:31und fuhr Speisen,
00:38:33so Catering-Produkte,
00:38:34an einen Kindergarten aus
00:38:36und musste die dort entladen.
00:38:41Und er hatte den Motor seines LKWs abgestellt,
00:38:46aber das Kühlaggregat,
00:38:48weil er nämlich auch Speiseeis geladen hatte,
00:38:51das lief weiter.
00:38:52Und dann sagte ihm so nordspreches kleines Kindergartenkind,
00:38:55drei Jahre alt,
00:38:57das ist Umweltverschmutzung,
00:38:59wenn du hier stehst und den Motor laufen lässt.
00:39:01Das war Dirk, richtig?
00:39:03Genau.
00:39:05Und dann kniete er sich hin zu dem Kind
00:39:08und hat gesagt,
00:39:09isst du gerne Eis?
00:39:11Ja,
00:39:12sagt das Kind.
00:39:13Und dann hat er gefragt,
00:39:14trinkst du auch gerne Eis?
00:39:16Was wäre,
00:39:16wenn das Eis jetzt flüssig wäre?
00:39:18Nee,
00:39:19das wäre nicht so gut.
00:39:21Und er sagt,
00:39:23ich merkte in diesem Moment,
00:39:25wo das Kind,
00:39:26also Energie- und Energiestromverbrauch
00:39:31oder Benzinverbrauch
00:39:32und ein leckeres Eis gegeneinander abwog.
00:39:38Und das kann,
00:39:41also dieses wirtschaftliche Denken
00:39:44und wo man tatsächlich hin will,
00:39:47das ist durchaus möglich,
00:39:49dass das Kind da so als ökonomischen
00:39:52oder libertären Erweckungsmoment
00:39:54mit in sein Leben nimmt.
00:39:56Also ich glaube,
00:39:57da hat mein Freund Dirk
00:39:58tatsächlich was bewegt.
00:40:00Ja,
00:40:01ja,
00:40:02ja,
00:40:02ja,
00:40:02ja.
00:40:03Ich kenne das rein.
00:40:04Irakli hatte gerade noch kurz rein gepostet,
00:40:07dass es Fragen auf YouTube gibt,
00:40:08um die wir uns kurz kümmern sollten.
00:40:12Leg los, Irakli.
00:40:14Also erstens,
00:40:15Marc
00:40:18regelt,
00:40:19fragt
00:40:21das von MBTI-Typen
00:40:23in der
00:40:24BDV.
00:40:26Mich würde mal interessieren,
00:40:28wie die MBTI-Typen
00:40:30in der BDV verteilt sind.
00:40:32Was sind denn MBTI-Typen?
00:40:35Ich wollte euch das fragen.
00:40:37I have no clue.
00:40:39Marc,
00:40:40Was sind die MBTI-Typen?
00:40:43Ich müsste das jetzt googeln
00:40:44oder Chat-Tipitin.
00:40:47Okay.
00:40:48Dann zweite Frage.
00:40:50Chris N. schreibt,
00:40:54also er weiß immer noch nicht,
00:40:57was Libertarismus ist.
00:40:59Also er hört uns regelmäßig zu
00:41:02und er weiß immer noch nicht,
00:41:04was Libertarismus ist.
00:41:05Und das ist tatsächlich
00:41:06eine Verfehlung unsererseits.
00:41:09In der Tat.
00:41:11In der Tat.
00:41:12Er hat die richtigen Folgen
00:41:13nicht gesehen.
00:41:15Also wir haben es immer wieder erzählt,
00:41:17ja.
00:41:17Ich habe auch ein paar kurze Videos dazu,
00:41:20aber vielleicht nochmal erklären wir, ja.
00:41:22Vielleicht machst du es anhand eines Beispiels,
00:41:26weil meine Frage,
00:41:28meine quasi übergeordnete Frage war,
00:41:30wie implementierst du Libertarismus im Alltag?
00:41:33Und dann kannst du es vielleicht anhand eines Beispiels,
00:41:36wer weiß,
00:41:38Dings erklären.
00:41:39Gleich.
00:41:40Oder auch nicht.
00:41:41Ich überlasse es dir.
00:41:43Ich bin ja Libertär.
00:41:43Es kommt auch noch ein Video dazu,
00:41:47so Republik versus Privatrechtsgesellschaft.
00:41:50Ja.
00:41:50Aber lieber Chris N.,
00:41:55stell dir vor,
00:41:56du willst in einer Gemeinschaft
00:42:00mit anderen Leuten leben.
00:42:03Und damit ihr in einer Gemeinschaft lebt,
00:42:06braucht ihr bestimmte Regeln, ja.
00:42:08Zum Beispiel,
00:42:09also mich würde es stören,
00:42:10wenn man nachts Lärm machen würde.
00:42:13Ja, und das muss halt irgendwo festgelegt werden.
00:42:17Also in einem Gesellschaftsvertrag.
00:42:21Das heißt,
00:42:22damit die Leute
00:42:23in einer Gesellschaft zusammenkommen
00:42:26und friedlich miteinander leben,
00:42:28brauchen sie also einen Vertrag.
00:42:30Einen Gesellschaftsvertrag.
00:42:33Indem sie alles Mögliche reinschreiben wollen.
00:42:35Wir wollen ihnen nichts vorschreiben,
00:42:38nach welchen Regeln sie leben wollen.
00:42:40Ja, es gibt Menschen,
00:42:41diese 10 Prozent der Deutschen
00:42:43wählen mittlerweile die Linke
00:42:45oder Sarah Wagenknecht,
00:42:47die ihnen stalinistischen Gulag versprechen.
00:42:50Es ist ihr Recht.
00:42:53Ja.
00:42:53Es gibt die grünen Faschisten,
00:42:55es gibt halt die Sozialdemokraten,
00:42:58die an die Demokratie glauben,
00:43:00es gibt Anarchokapitalisten,
00:43:02die ihren Geburt errichten wollen,
00:43:04Kommunisten, Entschuldigung.
00:43:06Ja, und es gibt Leute wie uns,
00:43:08oder zumindest mich,
00:43:09der lieber in einer Privatrechtsgesellschaft
00:43:12leben würde,
00:43:13in einer freien Privatstadt leben würde,
00:43:18wo alles privat ist.
00:43:20Aber wir schreiben, wie gesagt,
00:43:23nichts vor.
00:43:24Hauptsache,
00:43:25jeder, der in dieser Gesellschaft landet,
00:43:28soll diesen Vertrag unterschreiben.
00:43:30Und der Vertrag darf natürlich nicht
00:43:32geändert werden,
00:43:34ohne Zustimmung
00:43:35all denen,
00:43:36die das unterschrieben haben.
00:43:38Und die einzige Bedingung,
00:43:40damit dieser Vertrag zustande kommt,
00:43:44ist
00:43:44NEB.
00:43:46Also NEB heißt,
00:43:48es muss also
00:43:50Vorbedingungen erfüllt sein,
00:43:52wir müssen uns einig sein,
00:43:54dass wir einander die Köpfe
00:43:56nicht einschlagen.
00:43:57Du meinst dieses
00:43:58Nicht-Aggressionsprinzip.
00:44:00Genau.
00:44:00Wir werden einander
00:44:01keine Gewalt antun,
00:44:03weil ein Vertrag,
00:44:05das unter Einwirkung
00:44:06oder Androhung von Gewalt
00:44:07zustande gekommen ist,
00:44:09ist nicht gültig.
00:44:10Logisch, ja.
00:44:12Man darf einen Vertrag
00:44:13einer Menschen nicht aufzwingen.
00:44:15Suboptimal.
00:44:16Alles andere,
00:44:17diese Bedingung
00:44:18nennen wir NEB,
00:44:19also Nicht-Aggressionsprinzip.
00:44:21Genau.
00:44:21Alles andere,
00:44:22welche Regeln
00:44:23du da reinschreibst,
00:44:25gehen uns nichts an.
00:44:26Das unterscheidet uns
00:44:27von allen anderen
00:44:28Ideologien.
00:44:30Egal ob,
00:44:30keine Ahnung,
00:44:32Sozialdemokratie
00:44:33oder Nazis
00:44:34oder
00:44:35Kommis,
00:44:36keine Ahnung.
00:44:37Ja, es gibt so viele,
00:44:38diese ganzen
00:44:42Religionsdinger.
00:44:45Genau.
00:44:46NEB bedeutet auch
00:44:49Sezessionsrecht
00:44:50haben.
00:44:51Das heißt,
00:44:52du darfst einen Gulag
00:44:54errichten
00:44:54als Privatrechtsgesellschaft.
00:44:56Wo Menschen
00:44:57freiwillig reinkommen,
00:44:59aber du darfst
00:45:01sie nicht
00:45:01am
00:45:02rausgehen
00:45:03hindern.
00:45:04Ja.
00:45:07Man muss
00:45:07jederzeit
00:45:08diesen Vertrag
00:45:09lösen können.
00:45:10Man muss
00:45:11sagen können,
00:45:11ja,
00:45:12Leute,
00:45:13hat Spaß
00:45:14mit euch gemacht,
00:45:15aber ich finde,
00:45:16jetzt gefällt es mir
00:45:17nicht mehr,
00:45:18da ich es gesehen habe.
00:45:20Ich gehe
00:45:20anderswohin.
00:45:22umgekehrt,
00:45:23nicht jeder,
00:45:26nicht jeder muss
00:45:27in jeder
00:45:28Privatrechtsgesellschaft
00:45:29aufgenommen werden.
00:45:31Also man hat
00:45:31keinen Anspruch
00:45:32darauf,
00:45:34in jeder
00:45:35beliebigen
00:45:35Privatrechtsgesellschaft
00:45:37aufgenommen zu werden.
00:45:38Man muss
00:45:38natürlich
00:45:39den,
00:45:39erst mal
00:45:40dem Vertrag
00:45:41zustimmen
00:45:42und auch die
00:45:42Menschen müssen
00:45:43sagen,
00:45:43ja,
00:45:44wir wollen
00:45:44den da
00:45:45bei uns
00:45:45haben.
00:45:46Wir wollen
00:45:47ihn als Nachbar.
00:45:48Ja,
00:45:48wir wollen,
00:45:50wir denken,
00:45:52er würde
00:45:53keine Probleme
00:45:54verursachen.
00:45:54Wir sind bereit,
00:45:55mit ihm
00:45:56zusammenzuleben.
00:45:58Man kann
00:45:59übrigens auch
00:46:01so eine
00:46:01nazistische,
00:46:03Nazi-Gesellschaft,
00:46:04also rein
00:46:05rassische,
00:46:06also so
00:46:06die rein
00:46:07arische
00:46:08oder
00:46:09rein,
00:46:10keine Ahnung,
00:46:11jüdische
00:46:11Gesellschaft
00:46:12oder hebräische,
00:46:14keine Ahnung,
00:46:14wie sie heißen,
00:46:15ja,
00:46:15bauen,
00:46:16darf man
00:46:17alles.
00:46:19Die
00:46:19Regeln,
00:46:20nach denen
00:46:20Menschen
00:46:21da reinkommen,
00:46:23sind
00:46:23völlig
00:46:26frei,
00:46:27diese
00:46:28Menschen
00:46:28festzustellen,
00:46:29festzulegen.
00:46:30Das Einzige,
00:46:31was sie nicht
00:46:32dürfen,
00:46:33Menschen
00:46:33am
00:46:34rausgehen
00:46:34zu hindern.
00:46:36Das ist
00:46:36eigentlich,
00:46:37das war es
00:46:37eigentlich.
00:46:39Okay,
00:46:40aber
00:46:41Okay,
00:46:43ja,
00:46:43und natürlich
00:46:43ganz wichtig,
00:46:44finde ich
00:46:46jetzt
00:46:46persönlich,
00:46:47Anarchie
00:46:47heißt ja
00:46:48ohne
00:46:49Herrscher,
00:46:50also niemand
00:46:51beherrscht dich,
00:46:51das heißt,
00:46:52du hast
00:46:52keine
00:46:52Politiker.
00:46:54Du darfst
00:46:55Politiker
00:46:56haben,
00:46:56wie gesagt,
00:46:57du darfst
00:46:57auch
00:46:57einen
00:46:58sozialdemokratischen
00:46:59oder
00:46:59auch
00:47:00salinistischen
00:47:01Gulag
00:47:01bauen.
00:47:02Wenn die
00:47:02Menschen
00:47:03das wollen,
00:47:05dürfen sie
00:47:05das machen.
00:47:07Na gut,
00:47:08aber wie
00:47:09lebst du
00:47:10Libertarismus
00:47:11im Alltag?
00:47:12Also bei mir
00:47:12ist es,
00:47:13so mal
00:47:13Beispiel,
00:47:14so,
00:47:17ich sage,
00:47:18was ich denke,
00:47:18ich trage mein
00:47:19Herz auf der
00:47:19Zunge,
00:47:20ich sage so
00:47:21freche Dinge,
00:47:21wie Steuern
00:47:22sind Raub,
00:47:22und zwar auch
00:47:23vor dem ganzen
00:47:24Publikum,
00:47:25mir drissial.
00:47:29Genau,
00:47:30also das,
00:47:31so würde ich
00:47:32sagen,
00:47:32lebe ich es
00:47:32im Alltag
00:47:33oder ich
00:47:33helfe manchmal
00:47:34Leuten,
00:47:34wo man denkt,
00:47:35so,
00:47:35warum hilfst du
00:47:36der Person jetzt,
00:47:36weil ich denke,
00:47:37ja,
00:47:37das ist
00:47:38gelebte,
00:47:38das ist gelebte
00:47:40Freiheit,
00:47:41das ist
00:47:42gelebte Freiheit,
00:47:42dass ich nicht
00:47:43jemand dafür,
00:47:44dass ich jetzt zum Beispiel
00:47:45nicht losgehe
00:47:46und sage,
00:47:46ja,
00:47:47da muss jetzt
00:47:48irgendwie so
00:47:48vom Staat jemand
00:47:49kommen,
00:47:49der der Person
00:47:50XY hilft,
00:47:51sondern man macht
00:47:52das eben mal
00:47:52eben selbst.
00:47:54Irakli,
00:47:54wie machst du das?
00:47:56Wie hältst du
00:47:56Also stell dir vor,
00:47:59du gehst zu einem
00:48:01Gefangenen
00:48:02im Gefängnis
00:48:03und fragst ihn,
00:48:04wie lebst du denn
00:48:05die Freiheit?
00:48:06Ja, gut.
00:48:08Das ist absurd,
00:48:09oder?
00:48:09Ja, okay.
00:48:12Aber trotzdem
00:48:13bist du ja
00:48:13bis zu einem
00:48:14gewissen Grad
00:48:15schon frei
00:48:15in Deutschland,
00:48:16jemandem zu helfen.
00:48:17Ja, ja,
00:48:17bis zu einem
00:48:17gewissen Grad
00:48:18bin ich frei.
00:48:19Also wir bezahlen
00:48:20etwa,
00:48:22wir können davon
00:48:23ausgehen,
00:48:24also 70 Prozent
00:48:26unseres Einkommens
00:48:27zahlen wir
00:48:27an den Staat
00:48:28ungefähr,
00:48:29so,
00:48:29bring mir mal
00:48:29Daumen.
00:48:30Wir könnten
00:48:31sagen,
00:48:34zu 30 Prozent
00:48:35sind wir frei.
00:48:36Sind wir auch nicht,
00:48:37das ist auch weniger,
00:48:38da gibt es noch viele
00:48:39Regularien,
00:48:40wir sind viel weniger
00:48:42frei,
00:48:43aber so ein bisschen
00:48:44Freiheit haben wir,
00:48:45ja, tatsächlich,
00:48:46wir dürfen zum Beispiel
00:48:47diesen Stream
00:48:49veranstalten
00:48:49in Russland,
00:48:51während wir jetzt
00:48:51in Gulag
00:48:52dafür,
00:48:52dass Menschen,
00:48:53die sowas machen,
00:48:54gehen dort in den Gulag.
00:48:55Hier dürfen wir das.
00:48:57Ja,
00:48:58und selbst
00:49:00wenn jetzt
00:49:01jegliche Opposition
00:49:02verboten würde,
00:49:04wären wir immer noch
00:49:05frei zu sagen,
00:49:06wir gehen zu den Wahlen
00:49:07und können frei entscheiden,
00:49:09ob wir vormittags
00:49:09oder nachmittags hingehen.
00:49:12Ja,
00:49:13auch eine Freiheit,
00:49:15ja.
00:49:16Ich wollte gerade
00:49:17noch mal ganz kurz
00:49:18zu der Frage kommen,
00:49:19die MBTI-Typen
00:49:21und wie die
00:49:22Parteimitglieder
00:49:23in MBTI-Typen
00:49:25verteilt sind.
00:49:26Also,
00:49:27Information,
00:49:28ich habe es gegoogelt
00:49:28und der Yoga-Raucher
00:49:30hat es auch gerade noch mal
00:49:31in den Chat hier geschrieben.
00:49:32Hey, Yoga-Raucher!
00:49:33Das sind die
00:49:34Myers-Briggs-Typen-Indikatoren,
00:49:38die Persönlichkeiten
00:49:39in 16 Typen
00:49:40auf vier Dimensionen
00:49:41verteilen.
00:49:42Also,
00:49:43ich bin selber Coach,
00:49:44ich habe meistens
00:49:44mit dem DISC-Modell
00:49:45gearbeitet,
00:49:46das sind vier Typen,
00:49:47vier Persönlichkeitstypen.
00:49:50Das halte ich
00:49:51für ausreichend komplex
00:49:53mit MBTI,
00:49:54habe ich mich
00:49:56noch nicht beschäftigt,
00:49:58aber natürlich testen
00:49:59wir unsere Mitglieder
00:50:00auch nicht darauf,
00:50:02was das für Typen sind.
00:50:04Es kann durchaus sein,
00:50:06dass es sich,
00:50:07dass es irgendwie
00:50:09einen gemeinsamen
00:50:11Persönlichkeitszug
00:50:12gibt.
00:50:14ich weiß nicht,
00:50:14können wir gerne mal
00:50:15diskutieren,
00:50:16sind Libertäre
00:50:17besonders empathisch,
00:50:20besonders logisch?
00:50:22Weiß ich nicht,
00:50:23wie Yoga-Raucher,
00:50:24wenn du dich da auskennst,
00:50:25dann sag auch gerne
00:50:26mal was dazu,
00:50:27ob du da
00:50:28eine Wahrnehmung hast.
00:50:29Wenn sich einer
00:50:30damit auskennt,
00:50:31dann ist es
00:50:31Philipp Mende,
00:50:32den zitiere ich ja
00:50:33immer und immer
00:50:35und immer wieder.
00:50:36ja,
00:50:37es ist eine spezielle
00:50:41Persönlichkeitsform,
00:50:41die irgendwie
00:50:42abseits von rechts
00:50:43und links ist
00:50:43und um vielleicht
00:50:44nochmal auf die Frage
00:50:45zurückzukommen,
00:50:46was ist Libertarismus?
00:50:47Eben mit ohne Staat,
00:50:49wenn man so will.
00:50:52Genau,
00:50:52und das sind Leute,
00:50:54die sich,
00:50:56glaube ich,
00:50:57schlecht in
00:50:58gruppendynamischen
00:50:59Prozessen einbinden
00:51:00lassen.
00:51:01Das stimme ich
00:51:02sehr,
00:51:02sehr zu,
00:51:03ja.
00:51:03Ja,
00:51:04das wäre,
00:51:05Wenn alle nach links
00:51:07gehen,
00:51:07gehst du nach rechts
00:51:08oder andersrum,
00:51:09ne?
00:51:09Sieh,
00:51:09sieh,
00:51:09sieh,
00:51:09sieh,
00:51:10ich war,
00:51:10ich war,
00:51:10ich habe mich schon
00:51:11in den Kindergarten
00:51:11immer gefragt,
00:51:12also ich bin wahrscheinlich
00:51:14so naturally so,
00:51:16ich habe mich immer gefragt,
00:51:17warum spielen die miteinander,
00:51:18was soll das eigentlich?
00:51:20Das waren meine ersten Fragen
00:51:21in den Kindergarten.
00:51:22Ich habe immer so Fragen
00:51:23gehabt,
00:51:24so lauter Fragen,
00:51:24die so,
00:51:25warum bezahlt man eigentlich
00:51:26mir Geld,
00:51:26das ist doch Papier.
00:51:28Und das schon als Kind,
00:51:29und dann lauter so Sachen,
00:51:32also bei mir gab es deshalb
00:51:34auch diesen Erweckungsprozess
00:51:35nicht.
00:51:37Ja,
00:51:37nun,
00:51:39Wann bist du denn
00:51:40politisch geworden?
00:51:41In dem Moment,
00:51:42wo du mit dem rosa Schild
00:51:43auf dem Jungfernstieg
00:51:44standst?
00:51:45Nein,
00:51:45nein,
00:51:46nein,
00:51:46also ich glaube,
00:51:47so richtig politisch geworden
00:51:48bin ich schon mit acht
00:51:48oder neun.
00:51:50Da bin ich mit meiner
00:51:52Mom rüber in die DDR
00:51:53gefahren,
00:51:54da gab es die halt noch,
00:51:55die hatten da Verwandte
00:51:56und Bekannte
00:51:57und da war so ein,
00:52:01Drecksgrenzer,
00:52:01der hat mich geweckt
00:52:03und ich war ein Kind
00:52:04und ich wusste,
00:52:05das ist Unrecht,
00:52:05mich jetzt zu wecken
00:52:06und meinen Teddy abzuklopfen,
00:52:08der übrigens Sandra heißt,
00:52:10den ich immer bis heute noch habe,
00:52:12weil da hätte ja irgendwas
00:52:13geschmuggelt drin werden können.
00:52:15Also das war für mich
00:52:16eine absolute Unmöglichkeit
00:52:18und da,
00:52:19meine Mutter
00:52:20und mein Vater
00:52:21waren auch immer
00:52:21eher so
00:52:23CDU,
00:52:24FDP-Wähler,
00:52:26aber sie haben nicht
00:52:27das Ganze infrage gestellt.
00:52:32Das Entweckungserlebnis
00:52:33gab es mir nicht.
00:52:33Ich bin da reingewachsen.
00:52:37Gab es irgendwo so,
00:52:38dass du dann sagst,
00:52:39ja,
00:52:40ich bin eher libertär
00:52:41oder gab es den Moment?
00:52:44Nee.
00:52:45Hast du gesagt,
00:52:46als du das erste Mal gelesen hast,
00:52:48Steuern sind Raub,
00:52:49dass du gesagt hast,
00:52:50ach,
00:52:50endlich spricht es mal jemand
00:52:51klar aus?
00:52:52Ich habe darüber vorher
00:52:53nicht nachgedacht,
00:52:54aber ich fand es nicht unlogisch,
00:52:55als ich es las.
00:52:56Sagen wir mal so,
00:52:57ich bin ja sehr offen
00:52:58für neue Ideen.
00:52:59Ich glaube,
00:52:59auch das macht Libertäre ja aus,
00:53:01dass sie sich erst mal
00:53:02alles durchdenken,
00:53:04durchforsten
00:53:04und abklopfen auf
00:53:06passt das,
00:53:07passt das nicht.
00:53:08Genau.
00:53:08Nee,
00:53:09also das gab es bei mir
00:53:10überhaupt nicht.
00:53:11Ich habe das dann irgendwann
00:53:12mal irgendwo gelesen,
00:53:14aber mich fängt jetzt so,
00:53:16je älter ich werde
00:53:17und ich bin ja mittlerweile
00:53:18auch eine alte weiße Frau,
00:53:20im Mai werde ich 50,
00:53:23ich mag das Label
00:53:24Libertarismus nicht.
00:53:25Ich sage immer Freiheit,
00:53:26weil das kann alles
00:53:27und nichts bedeuten.
00:53:28Libertarismus ist zum Stück,
00:53:30ein Stück weit auch,
00:53:31darf man das sagen,
00:53:33glaube ich,
00:53:33ideologisch
00:53:34und da bin ich wieder raus.
00:53:36Also für mich ist Freiheit,
00:53:38die absolute totale Freiheit,
00:53:40aber nicht im Sinne von
00:53:41ich kann jedem auf die Mütze
00:53:42hauern,
00:53:42der mir ja nicht passt,
00:53:43sondern auch darüber nachzudenken,
00:53:46ob ich wirklich libertär bin,
00:53:47weil das gibt ja so Fundis
00:53:50bei den Libertären.
00:53:52Naja.
00:53:53Und dann denke ich manchmal so,
00:53:55ist das vielleicht nicht
00:53:56am menschlichen Wesen
00:53:57vielleicht ein Stück weit vorbei,
00:53:59denn der Mensch ist
00:53:59ein gruppendynamisches Wesen
00:54:02und der Libertarismus
00:54:03ist das Gegenteil davon.
00:54:05Und wenn der Mensch
00:54:08reinpasst,
00:54:08dann haben wir ein Problem.
00:54:10Sagen wir mal so.
00:54:11Also das ziehe ich in Zweifel,
00:54:14weil er ist ja nicht
00:54:17vollständig autonom.
00:54:19Wir haben eine Arbeitsteilung,
00:54:20wir stehen als Libertäre
00:54:21für freie Vertragsgestaltung.
00:54:24Nur wir sagen eben,
00:54:28anders als andere,
00:54:29der Mensch muss als Individuum
00:54:31selber entscheiden können
00:54:33und nicht den Entscheidungen
00:54:34eines Kollektivs folgen.
00:54:36Ja.
00:54:37Ja, das ist richtig.
00:54:39Aber ich habe jetzt mal
00:54:40eine kollektivistische Idee
00:54:42für uns alle.
00:54:43Mein verträumter Blick auf die Uhr,
00:54:45ihr kennt ihn.
00:54:47Aber Irakli, Irakli,
00:54:48immer wenn ich verträumt
00:54:49auf die Uhr blicke,
00:54:50musst du nochmal was sagen.
00:54:52Hau raus, hau raus, bitte.
00:54:54Ich bin mich jetzt nicht sicher,
00:54:55ob Chris N. das verstanden hat,
00:54:57hat dann angefangen zu schimpfen.
00:55:01Wer schimpft denn mit uns?
00:55:03Das ist ja gemein.
00:55:04Also nochmal zur vielleicht Klärung.
00:55:07Ja.
00:55:07Niemand muss den Vertrag unterschreiben.
00:55:10Niemand muss irgendwie
00:55:11in einer Gesellschaft
00:55:12mit anderen Menschen leben.
00:55:15Nur,
00:55:17für einen Robinson Crusoe
00:55:20ist es vollkommen egal,
00:55:24ob er nach Marxistischen,
00:55:28nach sozialdemokratischen,
00:55:30nach nationalsozialistischen
00:55:32oder nach libertären Regeln lebt,
00:55:34weil das alles ist für eine Gesellschaft,
00:55:37wie eine Gesellschaft zu funktionieren hat.
00:55:40Wenn du allein bist,
00:55:42dann spielt das überhaupt keine Rolle.
00:55:44Du lebst so, wie du lebst.
00:55:48Es geht eigentlich darum,
00:55:52wie man,
00:55:53also,
00:55:55wenn man,
00:55:59wenn man mit anderen Menschen interagiert,
00:56:02wenn man nicht auf einer menschenleeren Insel lebt,
00:56:06dann entstehen automatisch Konflikte.
00:56:08Konflikte,
00:56:09weil wir,
00:56:10weil die Ressourcen auf der Erde
00:56:13halt begrenzt sind.
00:56:14Ja, also,
00:56:15in dem Augenblick,
00:56:17wo der Freitag
00:56:18auf dieser Insel gelandet ist,
00:56:22haben sie angefangen,
00:56:23mussten sie anfangen,
00:56:27Regeln festzustellen,
00:56:28festzulegen,
00:56:29wie sie den Konflikten
00:56:30aus dem Weg gehen.
00:56:32Wenn sie beide
00:56:33eine Banane essen wollen,
00:56:36dann geht es nicht.
00:56:37Das ist ein Konflikt
00:56:38um eine begrenzte Ressource
00:56:40und es muss entsprechend
00:56:41Regeln geben dafür.
00:56:47In Libertarismus,
00:56:48also in der kapitalistischen Welt,
00:56:50gibt es so eine Regel,
00:56:52heißt privates Eigentum.
00:56:54Das, was,
00:56:55also mein Körper,
00:56:55gehört mir.
00:56:56Alles,
00:56:57was ich mit meinem Körper
00:56:59erschließe
00:57:00oder erschaffe,
00:57:01ist auch mein Eigentum.
00:57:03Das heißt,
00:57:03ich habe als erstes das gesehen,
00:57:06ich habe es in Anspruch genommen,
00:57:07es ist jetzt meins.
00:57:09Alles,
00:57:09was ich erbe
00:57:10oder durch freiwilligen Tausch
00:57:12erwerbe,
00:57:14ist auch meins.
00:57:16Es gibt andere Möglichkeiten,
00:57:18mit knappen Ressourcen
00:57:20umzugehen.
00:57:21Im Sozialismus
00:57:22gibt es den großen Führer,
00:57:23der halt
00:57:24die Ressourcen
00:57:25verteilt.
00:57:27Natürlich gerecht,
00:57:28weil er halt
00:57:29absolut gerecht
00:57:30und absolut weise ist.
00:57:32If so.
00:57:34Naja,
00:57:34also das ist halt,
00:57:35davon gehen sie aus.
00:57:37Ja.
00:57:37Oder halt irgendwie
00:57:39die Mehrheit entscheidet,
00:57:41also Diktatur der Mehrheit.
00:57:43Machen wahrscheinlich
00:57:44Referendum
00:57:45und sagen,
00:57:46die Banane
00:57:46darf jetzt der essen
00:57:47und die andere Banane
00:57:49darf jetzt der essen.
00:57:51Keine Ahnung.
00:57:52Ja?
00:57:52Aber bei uns
00:57:53ist halt
00:57:54privates
00:57:56Eigentum.
00:57:58An der Stelle
00:57:59möchte ich vielleicht
00:57:59nochmal an den
00:58:00lieben Zuschauer,
00:58:01der jetzt ein bisschen
00:58:03böse auf uns wurde,
00:58:05verweisen auf
00:58:05die Seite von
00:58:07mieses.
00:58:08mieses.de
00:58:09heißt es, glaube ich.
00:58:11Da kann man immer
00:58:11sehr schön viel nachlesen,
00:58:13was denn Freiheit
00:58:14wirklich bedeutet.
00:58:16Lieber Dirk,
00:58:17ich nehme mir jetzt
00:58:18die Freiheit,
00:58:19unsere Zuschauer
00:58:20in den Abend zu schicken,
00:58:22in die gute Nacht.
00:58:23Och,
00:58:24nö,
00:58:24noch nicht,
00:58:25noch 20 Minuten.
00:58:27Okay,
00:58:29dann erzähl uns noch
00:58:29eine gute Nachtgeschichte,
00:58:30bitte.
00:58:31Ach Gott,
00:58:33die habe ich doch
00:58:34gerade erzählt.
00:58:35Nee, aber
00:58:35ich finde die Frage
00:58:37nach den Typen
00:58:38irgendwie ganz interessant.
00:58:40Habt ihr denn so,
00:58:42gibt es etwas,
00:58:44so einen Kamm,
00:58:45über den man
00:58:45alle Libertären
00:58:46scheren kann?
00:58:48Schwarzer Humor.
00:58:49Was?
00:58:50Schwarzer Humor?
00:58:52Ja,
00:58:53das glaube ich auch.
00:58:55Also,
00:58:55schwarzer Humor,
00:58:56Sarkasmus,
00:58:57vielleicht aus der Enttäuschung
00:58:59vom Staat resultierend,
00:59:01aber vielleicht auch
00:59:01vom Selberdenken
00:59:03und vom
00:59:04einem gewissen
00:59:05rebellischen Geist
00:59:06herkommend,
00:59:07ne?
00:59:08Ja,
00:59:09genau.
00:59:10Ja,
00:59:10ja,
00:59:11es ist einfach,
00:59:12ich glaube,
00:59:13wir sind alle auch
00:59:14so ein bisschen Clowns.
00:59:15Also,
00:59:16wir machen uns gerne
00:59:16über Dinge lustig,
00:59:19nehmen nicht immer
00:59:19alles gleich direkt
00:59:20persönlich.
00:59:22Und auch nicht
00:59:23alles so bierernst,
00:59:24ne?
00:59:25Ja,
00:59:25genau.
00:59:26der Libertäre
00:59:27ist auch nicht
00:59:27so schnell beleidigt
00:59:30wie der Bionazi.
00:59:34Was sagst du denn
00:59:35dazu,
00:59:36lieber Martin?
00:59:38Deckt sich das
00:59:39mit deiner Erfahrung?
00:59:40Deckt sich schon
00:59:41mit meiner Erfahrung.
00:59:42Ich habe mir den großen
00:59:44Spaß gegönst,
00:59:45die Bundesagentur
00:59:46hat mir ein
00:59:47Coaching bezahlt
00:59:49über, glaube ich,
00:59:50zwei Monate,
00:59:51obwohl sie mich
00:59:52nie wieder
00:59:53vermitteln würden.
00:59:54Und ich fand das
00:59:55total klasse,
00:59:56weil das war ein,
00:59:57gut,
00:59:58das darf man ja hier
00:59:58ruhig so sagen,
00:59:59das war ein Einzelcoaching,
01:00:01die haben mich dann
01:00:01vorher gefragt,
01:00:02welches Thema
01:00:03ich gern bearbeitet
01:00:04haben würde.
01:00:05Da habe ich dann gesagt,
01:00:06also,
01:00:06was ich klasse fände,
01:00:07wäre Diabetes
01:00:09im Spannungsfeld
01:00:11von beruflich
01:00:11und ein bisschen
01:00:14Depression dabei.
01:00:15Und dann haben die
01:00:15mir einen
01:00:16Facher zur Seite gestellt,
01:00:17mit dem habe ich
01:00:17gearbeitet.
01:00:19Zusätzlich habe ich
01:00:19auch einen
01:00:21Persönlichkeitstest
01:00:21gemacht,
01:00:21also ich bin hoch
01:00:23empathisch,
01:00:24wusste ich aber vorher
01:00:25auch schon,
01:00:26also das war jetzt
01:00:26nicht so ganz neu,
01:00:28für die Berufsfelder
01:00:29aber jetzt auch
01:00:30nicht zu gebrauchen,
01:00:30das ist aber jetzt
01:00:31eine ganz andere
01:00:32Geschichte.
01:00:32und der Vater
01:00:35hat ganz viel Geld
01:00:36dafür bezahlt,
01:00:37dass ich sogar
01:00:37einen Bewerbungscoach
01:00:38bekommen habe,
01:00:39eine Ex-Führungskraft,
01:00:40die mit mir
01:00:41eine Bewerbung
01:00:41geschrieben hat,
01:00:42also top neu,
01:00:43plus eine
01:00:44professionelle Fotografin,
01:00:45die tolle Bilder
01:00:46von mir gemacht hat.
01:00:48Ich brauche das auch.
01:00:49Ich war total dankbar,
01:00:51dass du jetzt
01:00:51zur Persönlichkeitstest,
01:00:52ja,
01:00:53Empathie,
01:00:53ich glaube,
01:00:54Empathie gehört dazu,
01:00:57wenn man jetzt
01:00:58kein Sozialdemokrat
01:00:59und CDUler ist,
01:01:00sondern wenn man sich
01:01:00wirklich in einer Partei
01:01:01mit der PDV rumtreibt,
01:01:03natürlich brauche ich
01:01:03dafür Empathie.
01:01:05Ja, natürlich.
01:01:06Ja, ja.
01:01:07Ich glaube,
01:01:07sonst mache ich das
01:01:09letztendlich auch
01:01:11einfach gar nicht.
01:01:13Wenn ich jetzt
01:01:14karrieregeil wäre,
01:01:15dann sähe es ich
01:01:15tatsächlich bei
01:01:17irgendwo bei den
01:01:18Grünen herum
01:01:18und würde mich
01:01:19mit denen rumschlagen
01:01:20oder würde Frau Brandner
01:01:21ein neues Kind zeugen.
01:01:23Ich finde das ja
01:01:25so klasse,
01:01:26seit ich das ja weiß.
01:01:27Ich würde das Kind
01:01:28gerne mal sehen
01:01:29von den beiden.
01:01:31Moment,
01:01:32das ist ja mir
01:01:32vorbei.
01:01:32Der Oberbürgermeister
01:01:34hat ein Kind
01:01:34mit Franziska Brandner.
01:01:36Das ist total klasse.
01:01:37Ich finde das
01:01:37total lustig.
01:01:38Holy moly.
01:01:39Ja, wieso nicht?
01:01:40Ja, nee,
01:01:41ich stelle mir gerade
01:01:41das Kind vor.
01:01:43Wenn es dann war,
01:01:44dann kommt es
01:01:44abgegeben wahrscheinlich.
01:01:47Kinder sind
01:01:48immer toll.
01:01:49Egal,
01:01:49ob die Eltern
01:01:50grün sind oder nicht.
01:01:51Das ist wurscht.
01:01:53Das ist doch
01:01:55die konsequente
01:01:56Umsetzung
01:01:56grüner Ideologie,
01:01:58nämlich
01:01:58Jute
01:01:59statt Plastik.
01:02:02Ich glaube,
01:02:03bei Frau Brandner
01:02:03war der
01:02:04Knute statt Plastik,
01:02:05aber es ist
01:02:05eine andere Geschichte.
01:02:07Wenn ich jetzt
01:02:08Ute hieße,
01:02:08würde ich
01:02:09einen Reim
01:02:09versuchen,
01:02:10aber so lasse ich es mal.
01:02:14Ich glaube,
01:02:15ich glaube,
01:02:16das ist ja,
01:02:16wird ja auch gerade
01:02:17wieder diskutiert,
01:02:18Martin,
01:02:20dass gerade
01:02:21in einer
01:02:23kollektivistischen
01:02:23Gesellschaft
01:02:24wird Empathie
01:02:26und Nächstenliebe
01:02:27ja häufig an den
01:02:27Staat delegiert.
01:02:29Und ich glaube
01:02:30wirklich,
01:02:30dass die Libertären
01:02:31auch an diese
01:02:32Empathie glauben.
01:02:33Und wenn ich
01:02:34jemanden in Not
01:02:35sehe und ich weiß,
01:02:36es ist eigentlich
01:02:37keiner da,
01:02:37der hilft,
01:02:38dann helfe ich auch.
01:02:40Wenn ich allerdings
01:02:4250 Prozent
01:02:43Steuern zahle,
01:02:44dann sage ich,
01:02:45dann geh doch
01:02:45zum Amt.
01:02:46Aber es gibt
01:02:47eine ganz wichtige
01:02:48Sache,
01:02:49die habe ich
01:02:49von Charlie Kirk
01:02:50gelernt.
01:02:50Was auch immer
01:02:51man von ihm
01:02:51halten soll,
01:02:52ist egal.
01:02:53Aber es ist
01:02:54super wichtig,
01:02:55es gibt einen
01:02:55Unterschied zwischen
01:02:56Empathie und
01:02:56Mitgefühl.
01:02:57Empathie ist
01:02:58einfach nur
01:02:58Mitfühlen.
01:03:00Mitgefühl ist
01:03:00nicht einfach nur
01:03:01Mitfühlen,
01:03:02sondern auch
01:03:02etwas tun.
01:03:03im christlichen Sinne.
01:03:04Und ich beharre
01:03:05darauf,
01:03:05seitdem ich das
01:03:06von diesem Mann
01:03:07gehört habe,
01:03:08es hat einen
01:03:08christlichen
01:03:10Mitgedanken
01:03:10tatsächlich.
01:03:11Übrigens,
01:03:13sehr gut,
01:03:14dass du es
01:03:14angesprochen hast.
01:03:19Wir haben
01:03:20jetzt immer
01:03:21wieder
01:03:21lange
01:03:22Gespräche
01:03:23mit Dirk.
01:03:25Nicht mich.
01:03:26Nicht mich mit dir,
01:03:28also wegen der
01:03:29Kirche.
01:03:30Ja.
01:03:30Und
01:03:31der hat
01:03:32etwas
01:03:33Interessantes
01:03:33gesagt,
01:03:34genau diesbezüglich.
01:03:35Wir werden
01:03:36das alles
01:03:36noch in den
01:03:37Streams
01:03:38entsprechend
01:03:38besprechen.
01:03:40Sehr gut,
01:03:40sehr gut.
01:03:41Genau.
01:03:43Jesus sagt,
01:03:44oder war das
01:03:45Jesus,
01:03:46Du sollst
01:03:49deinen
01:03:49Nächsten
01:03:50lieben
01:03:50wie dich
01:03:51selbst.
01:03:53Yep.
01:03:54Das ist bei
01:03:55Deutsch mit
01:03:56ihrem
01:03:56Selbstheitshass
01:03:57ziemlich schwierig.
01:04:00Du sollst
01:04:01dich ja
01:04:01nicht
01:04:01hassen.
01:04:02Ja,
01:04:03genau.
01:04:03Sondern auch
01:04:05den
01:04:06anderen
01:04:06so lieben
01:04:07wie dich
01:04:07selbst.
01:04:08Du sollst
01:04:08den
01:04:08anderen
01:04:08nicht mehr
01:04:09lieben
01:04:09als dich
01:04:09selbst.
01:04:11Ja.
01:04:11Also,
01:04:12du sollst
01:04:12dich nicht
01:04:12aufgeben,
01:04:14aufopfern.
01:04:16Genau.
01:04:16Ja,
01:04:18in dem
01:04:18Satz
01:04:18schwingt
01:04:19unheimlich viel
01:04:21mit.
01:04:22Also,
01:04:22ganz in der
01:04:23Bibel,
01:04:23wenn man
01:04:24sie tatsächlich
01:04:27genauer betrachtet,
01:04:28diese Texte,
01:04:31tatsächlich sehr
01:04:32interessantes
01:04:33Zeug drin.
01:04:34Auf jeden Fall,
01:04:35auf jeden Fall.
01:04:36Da fällt mir ein,
01:04:37wir müssten mal
01:04:37unbedingt Monika
01:04:38Hausammern einladen,
01:04:39genau zu diesem
01:04:40Thema.
01:04:41Ich bin ja da
01:04:42ganz hinterher.
01:04:44Aber bevor wir
01:04:45vom Thema abkommen,
01:04:46Dirk,
01:04:47nochmal der
01:04:48verträumte Blick
01:04:49auf die Uhr.
01:04:51Dein Schlusswort,
01:04:52bitte.
01:04:53Ja,
01:04:55wir haben
01:04:56mal so
01:04:57ein bisschen,
01:04:58wir waren
01:04:58nun leider auch
01:04:58sehr wenige,
01:04:59aber man sieht
01:05:00auch,
01:05:00wie wenig
01:05:01Leute zu
01:05:02Worte kommen,
01:05:03aber mal so
01:05:04ein paar
01:05:04libertäre
01:05:06Lebensgeschichten
01:05:06gehört.
01:05:08Ich hätte gern
01:05:08den Andi Hertel
01:05:09noch dabei gehabt,
01:05:10der ist also von
01:05:10ganz links
01:05:11gekommen und hat
01:05:12irgendwann festgestellt,
01:05:13also wirklich,
01:05:14wie der Saulus
01:05:15zum Paulus
01:05:16wurde,
01:05:17dass er gesagt hat,
01:05:18ich liebe
01:05:18der völlig
01:05:19falschen Welt
01:05:20und eigentlich
01:05:20ist genau das
01:05:21Gegenteil
01:05:22richtig.
01:05:24Aber so
01:05:25sind die
01:05:25unterschiedlichen
01:05:26Geschichten
01:05:27und ja,
01:05:28vielleicht war das
01:05:29auch für alle
01:05:29unsere Zuschauer
01:05:30mal ganz interessant,
01:05:31uns mal ein bisschen
01:05:32von der persönlichen
01:05:33Seite kennenzulernen.
01:05:35Ich habe mich
01:05:36gefreut,
01:05:36dass der Martin
01:05:37dabei war.
01:05:38Wir haben gestern
01:05:38Abend wieder
01:05:39ein sehr lustiges
01:05:39Gespräch gehabt.
01:05:42Vielleicht machen wir
01:05:44es auch noch mal
01:05:44ein bisschen lustiger
01:05:45hier.
01:05:46Ansonsten
01:05:49war schön
01:05:50und ich danke
01:05:51allen Teilnehmern
01:05:52für die tieferen
01:05:53Einblicke
01:05:53und ich hoffe
01:05:54unseren Zuschauern
01:05:55hat das
01:05:56und die Neugier
01:05:57unserer Zuschauer
01:05:57wurde auch ein bisschen
01:05:58gestillt.
01:05:59Und Irakli
01:06:00hebt noch mal
01:06:00den Finger
01:06:01wie ein Islamist.
01:06:02Ja,
01:06:05Kommentare,
01:06:05wieder Kommentare.
01:06:07Chris N.
01:06:09schreibt,
01:06:10er würde gerne
01:06:11sich mit mir
01:06:12treffen,
01:06:13persönlich.
01:06:14Wer
01:06:15schreibt das?
01:06:16Ist direkt weg?
01:06:18Also Chris N.,
01:06:18das ist unser
01:06:19langer,
01:06:23wie heißt
01:06:24das?
01:06:25Zuschauer.
01:06:26Unser
01:06:27treuester
01:06:28Zuschauer.
01:06:28Das ist
01:06:28schwierig.
01:06:29Genau,
01:06:29er wohnt in
01:06:30Sauerland,
01:06:31ich wohne in
01:06:31Niedersachsen.
01:06:34Ansonsten
01:06:35Treffen,
01:06:37Parteitag,
01:06:39Parteitag,
01:06:40aber das ist
01:06:40erst im Herbst.
01:06:41Gut,
01:06:41September,
01:06:42Oktober sein
01:06:43und da ist
01:06:44jeder,
01:06:45den es
01:06:45interessiert,
01:06:46herzlich willkommen.
01:06:47Genau,
01:06:48vielleicht vorher
01:06:49dieser
01:06:52Hayek-Treffen,
01:06:53wo war das?
01:06:54Juni?
01:06:55In Kirla,
01:06:57das Roland Bader-Treffen.
01:06:58Roland Bader,
01:06:59ja.
01:07:01Ich versuche
01:07:01da zu sein.
01:07:04Vielleicht
01:07:04im Juni.
01:07:05Genau.
01:07:0613.
01:07:07Juni war das,
01:07:08glaube ich,
01:07:08ne?
01:07:10Weiß ich nicht
01:07:11mehr.
01:07:12Ist es
01:07:12nah am
01:07:13Saarland?
01:07:15Nein,
01:07:16ist Baden-Württemberg.
01:07:17Baden-Württemberg.
01:07:18Ja,
01:07:19doch,
01:07:19gut,
01:07:19doch,
01:07:19klar,
01:07:20klar,
01:07:20ist schon
01:07:21Saarland,
01:07:21ja,
01:07:21ist schon dicht
01:07:22da dran,
01:07:22ja.
01:07:23Also näher
01:07:24als Niedersachsen,
01:07:24auf jeden Fall.
01:07:25ja,
01:07:26Vielleicht
01:07:27dort,
01:07:27ja.
01:07:32Und sonst
01:07:32steht ja
01:07:33nichts mehr.
01:07:35Ne,
01:07:36also,
01:07:37weil,
01:07:37jetzt,
01:07:38quer durch
01:07:39Deutschland fahren,
01:07:40für ein Bierchen,
01:07:42ist irgendwie,
01:07:43aber tatsächlich,
01:07:46uns fehlt
01:07:47diese Möglichkeit,
01:07:48weißt du,
01:07:49mit anderen Leuten,
01:07:51halt außerhalb des Zooms,
01:07:53uns zu treffen.
01:07:55Ja,
01:07:56ich hatte,
01:07:56ich hatte ja mal
01:07:57für mich persönlich
01:07:57überlegt,
01:07:58ein libertäres Treffen
01:07:59zu,
01:08:00oder freiheitliches Treffen,
01:08:02jenseits von Schokoladen
01:08:03in,
01:08:03in Kolonia.
01:08:07Mal gucken.
01:08:08Ich mache,
01:08:09wenn ich das mache,
01:08:10dann mache ich das
01:08:10und dann sage ich das
01:08:11dann auch mal.
01:08:12Ne?
01:08:12Na gut,
01:08:14dann das war's.
01:08:14Ja.
01:08:15Okay.
01:08:16Also,
01:08:17von meiner Seite aus
01:08:18war's das.
01:08:18Wir verabschieden uns
01:08:20und wie ich früher
01:08:20immer so gerne
01:08:21zu sagen pflegte,
01:08:22bitte bleiben Sie mir
01:08:24gewogen,
01:08:25in dem Fall uns.
01:08:27Danke,
01:08:28Mutter.
01:08:28Tschüss.
01:08:29Tschüss,
01:08:29tschüss.
01:08:30Tschüss,
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