00:00Kurz vor dem Jahrestag des Kriegsbeginns hat Russland bei nächtlichen Angriffen 50 Raketen und fast 300 Drohnen auf die Ukraine
00:09abgefeuert.
00:10Laut dem Präsidenten Volodymyr Zelensky waren die Energieinfrastruktur, Eisenbahnanlagen und die Wasserinfrastruktur in den Städten die Hauptziele.
00:21Bei einem russischen Angriff auf die Region Kiew wurden 15 Menschen, darunter vier Kinder, verletzt.
00:27Zelensky sagte, dass sieben Regionen, darunter Odessa, Kirovorat, Mikolaiv und Poltava angegriffen wurden.
00:37Unterdessen sind in Mikolaiv 16.000 Menschen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ohne Strom, nachdem die Energieinfrastruktur bei den Angriffen
00:47beschädigt wurde, wie die regionalen Behörden berichteten.
00:51In der südwestlichen Region Odessa wurden laut ukrainischen Rettungskräften erhebliche Schäden und Großbrände von Energieanlagen gemeldet.
01:02Zelensky sprach von mehr als 1300 Drohnenangriffen Russlands innerhalb einer Woche.
01:20In der ukrainischen Botschaft in Berlin war es still, als der Trailer des Dokumentarfilms Traces lief.
01:27Der Film erzählt die Geschichte von sieben ukrainischen Frauen.
01:31Sie berichten von Folter und sexueller Gewalt durch russische Soldaten.
01:36Die Protagonistinnen sind am Rande der Berlinale, auch selbst vor Ort.
01:40Eine von ihnen ist Irina.
01:58Statische Interviews mit den Frauen im Fokus zeigt der Film nicht.
02:01Stattdessen kehren die Betroffenen an Orte ihrer Vergangenheit zurück in teils zerstörte Häuser, zu Wänden mit Einschusslöchern in verwüstete Gärten.
02:10Dort erzählen sie ihre Geschichte.
02:13Regisseurin Alisa Kovalenko habe sich bewusst für diese Form entschieden.
02:51Bei dem Event in Berlin haben sich zahlreiche Unterstützer der Frauen zusammengefunden, unter ihnen auch der ukrainische Botschafter Alexei Markeyev.
03:00Er sieht in der Entschlossenheit der Frauen ein Zeichen für die Widerstandskraft seines Landes.
03:04Die Ukrainer heute können ein gutes Beispiel dafür sein, wie Gesellschaft funktioniert, wie Demokratie verteidigt wird und was gerade die
03:20europäischen Werte, die zugrunde von unserem Bewusstsein in Europa liegen, was die eigentlich heißen.
03:28Am Ende der Veranstaltung bleibt dem der Schwere der Berichte auch ein Eindruck von Zusammenhalt.
03:33Die Frauen stehen Schulter an Schulter.
03:40Am Vorabend des vierten Jahrestags der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine ist die Europäische Union durch zwei aufeinanderfolgende
03:48Vetos Ungarns praktisch handlungsunfähig geworden.
03:51Ein 90 Milliarden Euro schwerer Notkredit für Kiew und ein neues Sanktionspaket gegen Moskau werden von Budapest blockiert.
03:59Grund ist der Energiestreit über den Transit von russischem Öl durch die Truschpa-Pipeline.
04:20Die Ölpipeline wurde kürzlich durch einen Angriff beschädigt, der Russland zugeschrieben wird.
04:26Ungarn hat die Ukraine jedoch beschuldigt, die Reparaturen zu verzögern.
04:29Am Wochenende kündigte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban dann die Aussetzung der ungarischen Diesel-Exporte in die Ukraine an.
04:37Kiew hat sich dagegen gewehrt und erklärt, dass die Reparaturarbeiten fortgesetzt werden.
04:42Für Mittwoch ist eine Krisensitzung angesetzt.
04:45Kroatien, dessen Adria-Pipeline eine mögliche Alternative sein könnte, wird ebenfalls daran teilnehmen.
04:56Drei Clan-Kriminelle terrorisieren monatelang den Gastronomen Jan-Philipp Bubinger.
05:02Immer wieder stören sie den Betrieb seiner mittlerweile geschlossenen Bar in Berlin-Schöneberg.
05:07Als sich Nachbarn wegen Lärms beschwerten, ergreifen die Clan-Mitglieder ihre Chance und fordern Schutzgeld.
05:14Dann sind die einfach eigenmächtig aus meinem Laden raus, sind zu den Nachbarn gegangen und haben den Nachbarn quasi irgendwie
05:20eine Ansage gemacht.
05:21Haben den einen auch wirklich im Hausflug bedroht und sind dann wieder zu mir gekommen und meinten so,
05:25du brauchst dir keine Sorgen mehr machen, die Nachbarn rufen nicht mehr die Polizei.
05:27Ich glaube, er wollte 500 Euro im Monat oder so.
05:29Ich sage mal, diese Sache hat natürlich am Ende dem Laden auch den Todesstoß gegeben, wo ich dann gesagt habe,
05:33okay, ich schließe die Tür von außen ab und das war's.
05:38Bubinger, der heute das Restaurant ständige Vertretung betreibt, weigert sich, seine Erpresser zu bezahlen.
05:44Stattdessen wendet er sich an die Polizei, entscheidet sich aus Angst vor Rache dann jedoch gegen eine Anzeige.
05:51Monatelang folgen Drohanrufe, bis Bubinger einen Kindheitsfreund kontaktiert, der selbst kurdischer Libanese ist.
05:59Er hat ihn angerufen, hat mich später, zehn Minuten später zurückgerufen und hat gesagt, Jan, die Sache ist geklärt.
06:05Dann habe ich gesagt, was hast du denn jetzt gesagt? Ist ja egal, ich habe es geklärt, die kommen nie
06:08wieder.
06:09Die kamen auch nie wieder, ab diesem Zeitpunkt.
06:11Tägliches Geschäft für den einstigen sicherheitspolitischen Sprecher der Berliner Linken, Hakan Tasch.
06:17Wie kaum ein anderer kennt er die Schutzgeldszene der Hauptstadt, ist gut in der türkischen Community vernetzt.
06:23Viele solcher und noch schlimmere Geschichten hat er von Betroffenen schon gehört.
06:27In der Regel wird die Daten ja Personen erstmal eingeschleust in die Betriebe.
06:32Das sind ja halt irgendwie so Studenten, die einen Nebenjob suchen, die sich erstmal über den Ablauf sich genau informieren,
06:39gucken, wie viele Personen dort tatsächlich irgendwie so täglich vorbeikommen.
06:43Und auf der Grundlage der Informationen wird dann die Summe bestimmt.
06:48Also in der Regel bei den so mittleren Unternehmen, Mittelstandsunternehmen, sind das dann zwischen 200.000 bis 300.000 Euro.
06:56Die Opfer fühlen sich oft machtlos, erzählt Tasch.
07:00Sie trauen sich nicht, die Behörden einzuschalten, denn die würden sie zu wenig schützen.
07:05Genau das müsse mehr geschehen, fordert der Berliner Politiker.
07:08Die Polizei hat inzwischen die Sondereinheit Ferrum gegründet und will härter gegen Schutzgelderpresser vorgehen.
07:15Wie die Polizei mitteilt, werden mittlerweile sogar Kriminelle aus dem Ausland eingeflogen, um hier in Berlin auf Geschäfte zu schießen.
07:22Das Problem der Schutzgelderpressung wird immer schlimmer.
07:25Laura Fleischmann aus Berlin für Euronews.
07:31Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, wie groß das Problem inzwischen ist.
07:36Die neuesten Daten des italienischen Nationalen Gesundheitsinstituts geben einen Überblick über digitale Süchte bei Jugendlichen.
07:43Demnach sind etwa 100.000 junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren von einer Social-Media-Sucht bedroht.
07:50Laut der Social Warning Association, einer Bewegung für digitale Ethik, geben zudem 77% der italienischen Jugendlichen an, von digitalen
07:58Geräten abhängig zu sein.
08:00Auch Conny Bambini beschäftigt sich seit längerem mit dem Thema.
08:04Das Sozialunternehmen hat bereits 800 Projekte in ganz Italien finanziert.
08:08Eine aktuelle Studie der Organisation nennt Bildungsarmut und Familienprobleme als zentrale Ursachen.
08:38Auch auf europäischer Ebene nimmt die Debatte Fahrt auf.
08:41Frankreich und Italien erwägen ein Gesetz, das Kindern unter 15 Jahren die Nutzung von Social-Media-Plattformen verbietet.
08:48Eine ähnliche Initiative wird auch in Spanien diskutiert.
09:23Am größten ist die Sorge bei Eltern.
09:26Laut einer Umfrage von Conny Bambini sind 83% der italienischen Erwachsenen beunruhigt über die Abhängigkeit von Jugendlichen von Internet,
09:34Smartphones und Tablets.
09:35Musik
09:36Siamo preoccupati, però non sappiamo cosa fare, perché non si toglie facilmente il telefono.
09:42Non riusciamo a toglierlo.
09:43Noi giovani ci informiamo, per esempio si leggono molto di meno i giornali, le notizie passano molto attraverso i social,
09:50quindi effettivamente io stessa molto spesso uso tanto il telefono.
09:53Io credo che ad oggi non possiamo impedire i social, perché il mondo sta andando avanti ed è un mondo
09:58ipertecnologizzato
10:10Im Stadtteil Sacamil von San Salvador gibt es ein Wandbild wie nirgendwo sonst auf der Welt.
10:16Es ist über 13 Meter hoch und besteht aus mehr als 100.000 recycelten Plastikdeckeln.
10:23Geschaffen hat es Oscar Olivares, ein 28-jähriger venezolanischer Künstler,
10:28der seit Jahren Plastikmüll in urbane Kunst verwandelt.
10:32Die Figur auf dem Wandbild ist eine Neuinterpretation der Mona Lisa,
10:37angepasst an den salvadorianischen Kontext.
10:40Eine Frau mit lockigem Haar, gekleidet in den Farben der Flagge El Salvadors.
10:46Olivares sagt, dass sie keine bestimmte Person darstellt, sondern einen gewöhnlichen Menschen.
10:52Die Plastikdeckel wurden vor Ort gesammelt und in ihrer Originalfarbe verwendet.
10:57Das Ergebnis ist nicht nur ein Weltrekord.
11:00Olivares will ein Freilichtmuseum schaffen.
11:25Olivares arbeiten sind in 22 Ländern zu sehen, aber dies ist sein bisher größtes Projekt.
11:30Und er hat damit Sacamil zu einem Mekka für urbane Kunst gemacht.
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