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Vom Ort der Angst zum normalen Bahnhof - Berlinale-Doku zeigt Friedrichstraße nach dem Mauerfall

Während am Brandenburger Tor die Bilder des Jubels Geschichte schrieben, dokumentierten vier Filmemacherinnen am Bahnhof Friedrichstraße 1990 den stillen, widersprüchlichen Alltag der Wiedervereinigung. Ein nachdenklicher, ungewöhnlicher Blick zurück in die 90er auf der diesjährigen Berlinale.

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Transkript
00:01Der Bahnhof Berlin-Friedrichstraße ist heute ein belebter Verkehrsknotenpunkt.
00:06Dass der Bahnhof einst ein zentraler Grenzort war, gerät im Alltag leicht in Vergessenheit.
00:12Mit ihrem Film Berlin-Friedrichstraße 1990 halten Lili Grote, Konstanze Binder, Ulrike Herdin und Julia Kunert diese Geschichte fest, als
00:23Zeitzeugnis der Wende.
00:25Wir kannten beidseitig die Ängste, die Schweißausbrüche, dass man, wenn man durch diese Grenze musste, sofort irgendwo sich unbehaglich fühlte,
00:35beobachtet fühlte.
00:37Und dieses Gefühl von beiden Seiten, also von Ost nach West und umgekehrt, war dann der Ausgangspunkt, dass das klar
00:44war, wir drehen auf dem Bahnhof Friedrichstraße.
00:47Gedreht wurde bewusst aus zwei Blickrichtungen. Lili Grote und Konstanze Binder mit westdeutscher Erfahrung, Ulrike Herdin und Julia Kunert mit
00:56ostdeutschem Hintergrund.
00:57Wir wollten einen Film machen, der aus einem Guss besteht. Das heißt, weil wir aber auch so unterschiedliche Perspektiven hatten
01:08von unserer Erfahrung her, war der Bahnhof eigentlich der Ort, der das auch zusammenhält, diesen Film, diese unterschiedlichen Blickwinkel.
01:21Lange war der Bahnhof ein Ort der Angst und Kontrolle. Die Dokumentation zeigt den Wandel anhand von Gesprächen mit Grenzbeamten,
01:29Reisenden und Verkäuferinnen während der Wende, inklusive der ein oder anderen humorvollen Szene.
01:49Der Film hält fest, wie sich der Bahnhof innerhalb weniger Monate verändert, inmitten des Alltags der Reisenden.
01:56Zwischen ein- und ausfahrenden Zügen werden die Grenzhäuschen nach der Wende Stück für Stück abgebaut.
02:02Am Ende bleibt nur Staub auf dem Bahnsteig zurück.
02:05Es ist erstaunlich, wie schnell das Vergessen ist, dass es mal dieser Grenzbahnhof war.
02:11Und das erzählt der Film selber, nämlich als die Grenzhäuschen abgebaut werden, sieht man ja den Staub.
02:18Für Grote wäre der Bahnhof Friedrichstraße auch heute noch eine interessante Kulisse für einen Dokumentarfilm.
02:24Sie interessiere der Ort weiterhin als Durchgangsbahnhof. Etwa Züge wie der frühere Paris-Moskau-Express.
02:32Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:33Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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