00:00Dmitri Medvedev, einst als liberaler Hoffnungsträger in Russland bekannt,
00:10hat sich in den letzten Jahren zu einem der schärfsten Kritiker des Westens entwickelt.
00:15Besonders im Kontext des Ukraine-Kriegs warnt er immer wieder vor den Folgen einer Eskalation.
00:20In einem aktuellen Interview mit der Zeitung Kommersant äußerte Medvedev nun große Sorge
00:26um die Zukunft der weltweiten Atomwaffenpolitik. Er betont, dass der New-Start-Vertrag,
00:31der die Zahl der Atomsprengköpfe zwischen Russland und den USA begrenzt,
00:35eine entscheidende Rolle für die globale Sicherheit spielt. Gemeinsam besitzen Washington und Moskau
00:41rund 90 Prozent aller Atomwaffen weltweit. Das sind etwa 3000 Sprengköpfe pro Seite.
00:47Doch die Zukunft dieses Abkommens ist ungewiss. Nach der Aussetzung des Vertrags durch Putin und
00:54die USA steht eine Verlängerung weiterhin aus. Medvedev warnt, dass ohne klare Vereinbarungen
00:59andere Staaten versucht sein könnten, selbst Atomwaffen zu erwerben. Die Gefahr eines neuen
01:05atomaren Wettrüstens wächst. Ob es zu neuen Verhandlungen kommt, bleibt offen. Doch die
01:11Unsicherheit treibt die internationale Gemeinschaft um. Gedanken zum Thema? Ab in die Kommentare.
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