00:00NATO-Generalsekretär Mark Rütte sorgt mit einer klaren Botschaft für Aufsehen.
00:10Europa kann sich ohne die USA nicht verteidigen.
00:13Dabei gab es zuletzt einen Vertrauensverlust im Transatlantik-Bündnis,
00:17da US-Präsident Donald Trump die Insel Grönland für sich beanspruchte.
00:21In Brüssel machte der frühere niederländische Ministerpräsident
00:25vor Mitgliedern des Europäischen Parlaments deutlich, wie abhängig der Kontinent vom amerikanischen Schutzschirm ist.
00:32Besonders der nukleare Schutz der USA sei für Europa unverzichtbar.
00:36Ein Alleingang würde nicht nur den Verlust dieser Sicherheit bedeuten, sondern auch enorme Kosten verursachen.
00:42Rütte rechnet vor, um sich selbst zu verteidigen, müsste Europa seine Verteidigungsausgaben auf 10% der Wirtschaftsleistung verdoppeln,
00:50das Doppelte des aktuellen NATO-Ziels.
00:53Der Aufbau eigener atomarer Kapazitäten würde Milliarden verschlingen.
00:58Auch die Idee einer europäischen Armee lehnt Rütte ab.
01:01Zusätzliche Strukturen neben den nationalen Streitkräften würden die Lage nur verkomplizieren.
01:06Laut Rütte wäre das ganz im Sinne von Wladimir Putin, der von einer geschwächten und gespaltenen NATO profitieren würde.
01:13Doch es gibt auch andere Stimmen.
01:15Bundesaußenminister Johann Wadephul setzt auf mehr Eigenständigkeit.
01:19Er verweist darauf, dass Europa bereits beschlossen hat, 5% des BIP für Verteidigung auszugeben.
01:25Damit sei der Kontinent zumindest konventionell besser aufgestellt.
01:29Bei der nuklearen Abschreckung sieht aber auch Wadephul noch große Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten.
01:35Rütte betont abschließend, nicht nur Europa braucht die NATO, auch die USA sind auf das Bündnis angewiesen, etwa bei strategischen Fragen in der Arktis.
01:44Die Zukunft der europäischen Sicherheit bleibt also eng mit den Vereinigten Staaten verknüpft.
01:50Gedanken zum Thema?
01:52Ab in die Kommentare!
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