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Transcript
00:00BÀrbel SchÀfer ist gelernte Augenoptiker-Meisterin.
00:04Lange Zeit hat sie hier in Erfurt gemeinsam mit ihrem Mann im eigenen GeschÀft gearbeitet,
00:09bis sie vor elf Jahren an einer schmerzhaften NervenentzĂŒndung erkrankt.
00:14Ich habe dauerhaft Schmerzen im Oberschenkel, von hinten und Po, geht bis zur Kniekehle
00:20und fĂŒhlt sich an, wie wenn sie sich im Brennnessel gesetzt haben.
00:24Und das eben dauerhaft von morgens bis abends.
00:27Sie leidet an einer speziellen Form der Polyneuropathie.
00:32Seit ihrer Erkrankung ist die 62-JÀhrige erwerbsunfÀhig, kommt nur ab und zu im Laden ihres Mannes vorbei.
00:39Die stÀndigen Schmerzen kosten sie im Alltag viel Kraft.
00:44Es ist, wie wenn jemand Energie absaugt.
00:48Als wenn man schon einen Marathonlauf hinter sich hÀtte.
00:50Man muss sich vorstellen, als wenn man sich fĂŒhlt, wie wenn man nur zehn Minuten geschlafen hat.
00:54Also es ist einfach eher eine Erschöpfung.
00:59Und das eben schon vorm Aufstehen im Grunde genommen.
01:04Über die Jahre hat sie viele Schmerztherapien und Medikamente ausprobiert.
01:09Doch die Mittel gegen Nervenschmerzen sind hÀufig begleitet von starken Nebenwirkungen.
01:15Mir ist von morgens bis abends ĂŒbel gewesen.
01:18Ich hatte Schwindel, dass ich nicht aufstehen konnte.
01:21Dann habe ich es dann relativ schnell wieder abgesetzt.
01:24Ihre HausĂ€rztin ĂŒberweist sie an die Non-Pain-Unit am Sophien- und Hufeland-Klinikum in Weimar.
01:31Hier ist der Neurologe Dr. Rolf Malesser auf Patienten mit Nervenschmerzen spezialisiert.
01:37Bei Nervenschmerzen ist nicht das Gewebe nur betroffen, was geschÀdigt geworden ist,
01:41sondern es sind die Nerven selbst, die eine SchÀdigung erlitten haben.
01:45Also Nerven, RĂŒckenmark oder Gehirn.
01:48Und die Schmerzen verhalten sich ganz anders als normale Schmerzen.
01:52Sie neigen dazu zu chronifizieren und sind auch deutlich schlechter beeinflussbar
01:56und reagieren auf normale Schmerzmittel nur sehr schlecht oder gar nicht.
02:00Zur multimodalen Schmerztherapie gehören auch spezielle neurologische Untersuchungen,
02:05wie die Messung der NervenleitfÀhigkeit.
02:08Außerdem werden die Patienten unter Beobachtung auf medikamentöse Therapien eingestellt.
02:13Da BÀrbel SchÀfer viele der Medikamente nicht vertrÀgt,
02:17verschreibt Dr. Malesser ihr unter anderem medizinisches Cannabis.
02:22Cannabis funktioniert, weil wir selber Cannabinoide produzieren,
02:26die an verschiedenen Stellen auf diese Cannabinoid-Rezeptoren ansprechen.
02:30Und wenn ich beim Nervenschmerz weiß, dass bestimmte schmerzinduzierende Botenstoffe erhöht sind,
02:37dann hat das Cannabis die Chance, die etwas abzusenken.
02:40Das andere ist, dass Cannabis auch im Gehirn eine gewisse Wirkung hat, eine gewisse entspannende Wirkung hat.
02:45Und das vermindert den Schmerz.
02:47Denn neuropathische Schmerzen werden typischerweise durch Aufregung und Angst und Depression deutlich verstÀrkt.
02:53Bereits in der Antike wurden HanfprÀparate als Heilmittel eingesetzt.
02:58Die Hanfpflanze Cannabis Sativa enthĂ€lt ĂŒber 100 Inhaltsstoffe.
03:03Eine Vielzahl davon sind Cannabinoide.
03:05Die bekanntesten sind THC und CBD.
03:10In der Medizin von heute macht man sich vor allem die Wirkung dieser beiden Stoffe zunutze.
03:15Nach den Erfahrungen, die wir jetzt gerade in den allerletzten Jahren gewonnen haben,
03:19ist das fĂŒr uns wirklich eine wichtige neue Option, was ich frĂŒher nicht so gedacht hĂ€tte.
03:25Auch Christine Hund hat gute Erfahrungen mit medizinischem Cannabis gemacht.
03:30Mit 19 bekommt sie die Diagnose Multiple Sklerose.
03:33Ich habe nichts mehr gesehen auf meinem linken Auge.
03:37Ich habe dann schwarz-weiß gesehen, dann bin ich zum Augenarzt.
03:40Und der hat mir Augentropfen gegeben.
03:43Und nach drei Wochen, wo es nicht besser geworden ist, dann hat er mich zum Neurologen geschickt.
03:47Die ersten Jahre kommt sie mit Medikamenten gut zurecht.
03:51Doch nach der Geburt ihrer Tochter vor 14 Jahren bekommt sie einen schweren Schub.
03:55Mein Gleichgewicht war weg, ich konnte fast nicht mehr laufen.
04:00Und mir ist es sehr schwer gefallen zu reden.
04:04Ich habe die Enten verschluckt und mir ist meine Tochter aus dem Arm gerutscht.
04:10Bis heute leidet die 41-JÀhrige tÀglich an MuskelkrÀmpfen im Bein.
04:15Ihre Hand ist oft kraftlos und steif.
04:18ZusÀtzlich zu verschiedenen Medikamenten hilft ihr ein Cannabis-Spray.
04:21Ich nehme Cannabis nach Bedarf, weil mein Bein, das zuckt manchmal so, das sind so Spastiken, das krampft dann so zusammen.
04:28Und dann zuckt das und dann nehme ich einen Spritzer Cannabis oder zwei und dann ist das innerhalb von ein paar Minuten weg.
04:35Einmal im Quartal ist Christine Hund bei ihrem Neurologen Dr. Sven Ehrlich in Leipzig.
04:41Er ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft in Sachsen
04:45und hat schon einige seiner Patienten mit Cannabis behandelt.
04:48Es ist ein Versuch, um die LebensqualitÀt unserer Patientinnen zu verbessern.
04:54Und teilweise haben wir da wirklich gute Erfolge, dass die Patientinnen dann auch sehr zufrieden sind,
04:58dass zum Beispiel die Spastik nachlÀsst oder auch die Schmerzen.
05:02Und gegebenenfalls auch andere Medikamente, die Nebenwirkungen machen, reduziert werden können.
05:07Mit der Kombination aus Tabletten und Cannabis-Spray kommt Christine Hund heute gut zurecht.
05:13Das große Ziel ist es, dass sie wieder besser laufen kann.
05:16Wir können das begleiten durch Medikation, dass letztendlich das Immunsystem dort auch gebremst wird,
05:22damit die MS nicht wieder aufflammt.
05:24Aber auch durch symptomatische Therapie, zum Beispiel wie die Cannabis-Therapie,
05:28dass sie dort keine Schmerzen hat, dass die Spastik besser ist und sie dort auch einfach besser trainieren kann.
05:33Und dadurch auch die GangqualitÀt und Gangleistung sich einfach steigert im Verlauf.
05:38ZurĂŒck zu BĂ€rbel SchĂ€fer.
05:39Seit Mitte Februar nimmt auch sie zusĂ€tzlich zu anderen Medikamenten regelmĂ€ĂŸig Cannabis-Spray.
05:47Das LebensgefĂŒhl ist einfach, dass man morgens aufsteht und es ist alles nicht grau und grau,
05:51sondern man hat das GefĂŒhl, oh, heute wird ein guter Tag.
05:54Und das hat das Cannabis bei mir eben ausgelöst.
05:57Und nicht nur das.
05:59Durch die starken Dauerschmerzen litt sie seit langem an zu hohem Blutdruck.
06:03Durch die Schmerzlinderung ist er nach nur wenigen Wochen wieder im normalen Bereich.
06:07Die Medikamente kann sie inzwischen weglassen.
06:11Das sind nicht nur die Schmerzen, sondern das ganze LebensgefĂŒhl ist anders, wenn man weniger Schmerzen hat.
06:17Endlich hat sie auch körperlich wieder mehr Kraft und Energie.
06:20Die kann sie jetzt in Blumenbeete stecken.
06:23Denn seit dem vergangenen Sommer hat die Familie einen kleinen Garten,
06:26in dem auch GemĂŒse angebaut oder einfach nur relaxed wird.
06:31Und wenn man dann so ein Beet fertig hat und sieht, was man geschafft hat,
06:34auch wenn es ein bisschen lĂ€nger dauert, das ist schon ein sehr erfĂŒllendes GefĂŒhl.
06:38Wenn man dann sagt, ich sitze nicht nur zu Hause, sondern habe wirklich auch eine Aufgabe.
06:42Und kann sagen, das habe ich heute gemacht, das hat mir eigentlich lange gefehlt.
06:46Nach langen, schweren Jahren voller Schmerzen hat sie dank des medizinischen Cannabis
06:50ein StĂŒck Leben zurĂŒckbekommen.
06:52Amen.
06:53Amen.
06:53Amen.
06:53Amen.
06:53Amen.
06:54Amen.
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