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Beide Beine verloren Ein Vater will wieder Fußball spielen
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00:00Natalia Alexandrina ist in Kiew zu Hause.
00:09Sie tanzt wieder zu ihren Lieblingssongs auf dem Handy,
00:13obwohl ihr der linke Unterschenkel fehlt und sie jetzt eine Prothese trägt.
00:20Ich lebe, ich laufe, ich tanze, ich treffe Leute.
00:25Ich bin einfach glücklich, dass ich ein vollwertiger Mensch bin.
00:28Die Prothese ist sehr bequem, ich flattere wie ein Schmetterling.
00:33Ich bin einfach nur glücklich.
00:38Janine von Wolfersdorf hat dafür gesorgt, dass Natalia wieder laufen kann.
00:44Die Berlinerin half der Ukrainerin, in ein aktives Leben zurückzukehren.
00:51Wenn ich die quicklebendige Natalia sehe, dann könnte ich platzen vor Freude.
00:58Natalia war die Erste, die sie mit einer Prothese versorgt hat.
01:03Durch den Krieg brauchen mittlerweile zehntausende Ukrainer Prothesen.
01:08Eine gewaltige Herausforderung.
01:09Der Überfall Russlands auf die Ukraine war ein Wendepunkt, auch für Janine von Wolfersdorf.
01:26Sie beginnt in großem Umfang, Spenden für Kriegsopfer zu sammeln.
01:312023 zeichnet sich ein besonderer Hilfseinsatz ab.
01:34Aus unserem Netzwerk habe ich einen Anruf bekommen, dass eine sehr besondere Frau, eine Krankenschwester, die in Bachmut ihr Bein verloren hatte, eine Prothese bekommen sollte und in der Ukraine keine Chance hatte, rehabilitiert zu werden.
01:50Die Krankenschwester Natalia hat einen russischen Luftangriff überlebt.
01:55In Bachmut wurde unser Viertel beschossen. Unser Haus wurde getroffen.
02:04Wir waren im Keller. Das Haus stürzte ein. Splitter schlugen bis in den Keller durch und verletzten mein Bein.
02:10Gott sei Dank blieb ich am Leben.
02:17Also habe ich Natalia zu uns nach Berlin eingeladen und sie wurde reamputiert, wurde also operiert und wir haben sie wieder auf die Beine gebracht.
02:30Natalia wieder gehen zu sehen, weckt bei Janine von Wolfersdorf den Wunsch, noch mehr Amputierten zu helfen.
02:37Dieses Projekt wollen wir begleiten.
02:39In Berlin arbeitet die erfolgreiche Steuerexpertin eigentlich in der Politikberatung und für Nachhaltigkeitsprojekte.
02:50Doch das fährt sie nun runter. Sie gründet eine Hilfsorganisation, Live Bridge Ukraine, Lebensbrücke Ukraine.
02:58Wenn ich mir vorstelle, wie viele tausende Amputationsverletzte, Kriegsopfer es in der Ukraine gibt,
03:05die ihre Kinder nicht mehr in die Arme nehmen können, die nicht mehr auf die Beine kommen, die nicht mehr gehen, keinen Sport machen können,
03:12dann kann ich nicht einfach nur zuschauen.
03:16Damit beginnt eine lange und emotionale Reise.
03:20Im März 2024 fährt sie zunächst mit drei Berliner Prothesentechnikermeistern in die ukrainische Hauptstadt.
03:27Dort werden sie von Vertretern der Kiefer Stadtverwaltung empfangen.
03:36Bei einem Termin im Rathaus will sie dem Bürgermeister ihr Konzept unterbreiten.
03:41Vitali Klitschko hat persönlich um Unterstützung gebeten.
03:44Schönen guten Tag.
03:45Herr Klitschko, schön, Sie wiederzusehen.
03:47Ja, freut mich sehr.
03:48Kiew braucht für die vielen Amputationsverletzten ein kommunales Prothesenzentrum.
03:54Die Idee war, direkt viele Soldaten mit Prothesen zu versorgen, die eine hohe Mobilität benötigen.
04:02Und genau an diesen Patienten, um die es geht, eure Leute zu trainieren. Und das machen wir.
04:07Wir haben nicht große Experten im Bereich. Und deswegen sind wir sehr, sehr dankbar für die Unterstützung von Deutschland.
04:16Auch die Städtepartnerschaft zwischen Kiew und Berlin soll helfen. Die hat Vitali Klitschko 2023 mitten im Krieg mitbesiegelt.
04:37Die Gruppe aus Deutschland besucht mehrere Krankenhäuser. Hier wird deutlich, besonders Soldaten brauchen Prothetik.
04:46Zehntausende. Warum so viele?
04:49Wenn sie an der Front verwundet werden, wird das Bein zuerst abgebunden, damit sie nicht verbluten.
04:57Sie haben Abbinder dran und müssen warten. Leider manchmal vier, acht, sogar zwölf oder 24 Stunden mit den Abbindern an den Gliedmaßen.
05:06Das ist verheerend, weil die Gliedmaßen absterben.
05:10Wenn sie dann in eine medizinische Einrichtung kommen, ist die einzige Entscheidung für den Chirurgen, die Patienten zu amputieren.
05:18Die Gruppe sucht Patienten, denen in Berlin sofort eine Prothese angepasst werden kann.
05:28Genia Zywolab fehlen beide Beine und der rechte Unterarm. Das berührt die Prothesentechniker sehr.
05:40Genia ist erst 24 und für das Projekt eigentlich zu schwer verletzt.
05:44Doch Georg Dinter will ihn unbedingt mitnehmen.
05:51Er ist so jung, eigentlich muss man ihn mitnehmen.
05:54Der muss nicht zeigen, der muss nicht sein.
05:56Genia stammt aus einer Bauernfamilie. Er wird Wehrpflichtiger und kämpft bei Saporizia.
06:02Am 7. Dezember 2023 zerfetzt ihm eine russische Granate die Beine, einen Arm, schädigt seine Augen, die Luftröhre und die Ohren.
06:13Der Arzt im Militärkrankenhaus redet Genia gut zu. Er solle mit nach Berlin fahren, denn das sei seine Chance.
06:19Im kommunalen Krankenhaus Nummer 12 in Kiew besichtigt die Gruppe aus Berlin das Kellergeschoss.
06:34Genau hier, in diesen Räumen, soll das kommunale Prothesenzentrum der Stadt eröffnen.
06:39Schon in fünf Monaten, so der Plan.
06:44Das hatte ich nicht für realisierbar momentan.
06:46Mit der Erfahrung, die ich in Deutschland mache mit Werkstattumbau und Werkstattneubauten.
06:51Das zieht sich über Jahre hin und sportlich.
06:57Und sie erfahren, dass sich niemand für die Ausbildung zum Prothesentechniker in Berlin gefunden hat.
07:03In der Ukraine sei der Beruf nicht etabliert und sehr schlecht bezahlt.
07:09Eigentlich habe ich es mir genau so vorgestellt.
07:12Ich habe es mir genau so vorgestellt. Ich wusste, es ist viel zu machen an den Räumen.
07:16Ich wusste, es ist schwierig Personal zu finden.
07:19Und wir haben ein gutes Team und ich bin sicher, dass wir es zusammen schaffen.
07:26Drei Wochen später in Berlin.
07:28Ein Bus und fünf Kiewer Krankenwagen bringen die ersten 13 ukrainischen Soldaten mit Amputationsverletzungen.
07:34Einer von ihnen ist Vitali Seiko-Kazakov. Er hat beide Unterschenkel verloren.
07:42Das Prothesenprojekt Live Bridge Ukraine startet.
07:45Wie in Kiew wird das Projekt auch in Berlin offiziell unterstützt.
07:56Sie sehen einen regierenden Bürgermeister, der berührt ist.
08:00Heute erleben wir auch mal ganz speziell vor Ort, was die Folgen von so einem Krieg für Menschen bedeuten.
08:11Das Land Berlin hilft bei der Finanzierung, zahlt die Kosten in der Flüchtlingsunterkunft und sorgt für die medizinische Behandlung.
08:18Wichtig ist auch die Hilfe der Ehrenamtlichen, darunter viele aus der Ukraine.
08:26Ich will wieder auf die Beine kommen und in die Ukraine zurückkehren, um der Armee zu helfen.
08:33Auch Zhenya ist da, gemeinsam mit seinem Vater. Müde nach der langen Fahrt, aber hoffnungsvoll.
08:39Ich warte auf eine vollständige Genesung. Neben der Prothetik habe ich noch andere gesundheitliche Probleme, die gelöst werden müssen.
08:56In der Unterkunft beginnen die Prothesentechniker mit ihrer Arbeit.
09:01Zhenya braucht zuerst Kompressionsstrümpfe, damit die Beinstümpfe abschwellen.
09:04Und es sind doch fünf Auszubildende angereist. Sie sehen ihre Patienten zum ersten Mal.
09:17Eine von ihnen ist Anastasia Tkach, 22, und Physiotherapeutin aus Kiew.
09:24Ich hatte schon Erfahrung mit Patienten mit Amputationen, also wusste ich, warum ich nach Deutschland gehe und wie ich dort nützlich sein konnte.
09:34Das gefiel mir.
09:37In Berlin soll sie lernen, Prothesen anzufertigen und sich vor allem um Vitali kümmern.
09:45Es ist wirklich wichtig, vielleicht ein bisschen schwierig, aber ich versuche es zu lernen.
09:53Wir müssen das tun, für unsere Jungs, für unsere Helden.
09:57Für Anastasia beginnt ein Schnellkurs zur Prothesentechnikerin.
10:08Er hilft, dass sie einigermaßen Englisch spricht und dass sie eine sehr klare Motivation hat.
10:13Jeden Tag werden weitere Soldaten verletzt. Wir müssen einfach wissen, wie man es macht.
10:26Vitali zeigt sich stark, doch er kämpft mit dem Verlust seiner Beine.
10:30Er war Industriekletterer, installierte Klimaanlagen an Hausfassaden. Das ist vorbei. Er ist jetzt 43.
10:42Jeden Tag telefoniert er mit seiner Familie.
10:45Ich habe drei Söhne. 15, 13 und 6 Jahre alt. Mein kleiner Sohn fragt mich immer, Papa, hast du jetzt neue Beine?
10:56Vitali hält sich körperlich fit, macht täglich Krafttraining.
11:05Nach zwei Wochen sind seine ersten Prothesen fertig. Die probiert er heute an.
11:13Es werden nicht die letzten sein, denn Beinstümpfe verändern sich mit der Zeit.
11:19Seit der Amputation vor einem Dreivierteljahr konnte er sich nur im Rollstuhl fortbewegen.
11:24Musik
11:43Boah.
11:45So ist es.
11:47Musik
11:51Projekte wie diese ermöglichen Soldaten, die mit solchen Problemen aus dem Krieg zurückkehren, ihr Vertrauen in die Zukunft zurückzugewinnen. Das ist für uns alle sehr wichtig.
12:05Applaus
12:11Zum ersten Mal seit zehn Monaten fühle ich mich völlig anders. Ich bin glücklich.
12:18Jetzt heißt es, täglich üben. Vitali kommt seinem früheren Leben wieder ein Stück näher.
12:27Genia ist davon noch weit entfernt. Zu schwer sind seine Verletzungen.
12:34Er wird in der Prothesenwerkstatt von Georg Dinter versorgt.
12:39Wie sieht die Schmerzsituation an den Stümpfen aus?
12:43Eine Dolmetscherin hilft bei der Verständigung.
12:46Ab und zu tut es weh, aber nicht viel.
12:50Oberschenkelprothesen mit so kurzen Stümpfen sind besonders schwierig anzupassen.
12:57Der Prothesentechniker kümmert sich um Genia fast mit väterlicher Verantwortung.
13:01Junge Menschen sind von Hause aus sehr agil, sehr mobil, sehr dynamisch.
13:07Dementsprechend brauchen junge Menschen Prothesen, die ihren Alltag so gut wie möglich begleiten.
13:13Und die auch dafür sorgen, dass sie so ein unbeschwertes Leben wie möglich füllen können.
13:20Dobra Vagina.
13:22Dobra Vagina.
13:24Okay?
13:26Noch ahnt niemand, wie langwierig Genias Genesung sein wird.
13:30In Berlin muss er immer wieder ins Krankenhaus.
13:34Genia hat keine Luft mehr gekriegt durch seine Luftröhre und ist dann fast erstickt.
13:41Und das mitten in der Nacht in Berlin, da mussten wir dann, oder ich, also Übersätze organisieren.
13:47Notfall, Krankenhaus, Ambulanz, Finanzierung der Ambulanzen.
13:52Also es war jedes Mal natürlich ein riesen Schreck und eine riesen Verantwortung.
13:56Etwas, was alle anfangs unterschätzt haben.
13:58Genia war mehrfach in der Ukraine operiert worden.
14:02Nun wieder.
14:04Es geht mir viel besser als vorher.
14:07Die Operation war nötig.
14:09Die vorherigen hatten nicht viel geholfen.
14:12Deshalb war ich bereit, das Problem radikal zu lösen.
14:15Zumindest geht es mir jetzt besser.
14:18Es heilt nach und nach. Und alles wird gut.
14:23Genia ist nicht der Einzige, der mehr als Amputationen erlitten hat.
14:28Bald treten bei mehreren der ukrainischen Soldaten psychische Verletzungen zutage.
14:34Wir stellen fest, dass Krieg menschliche Körper und Seelen einfach enorm trifft.
14:42Und ja, das macht das Projekt ein bisschen komplizierter, als wir es vorhatten.
14:50Aber wir gehen damit um.
14:54In der Unterkunft stellt sich heraus, dass einige Patienten ihr Leid durch Alkohol und Drogen verdrängen.
15:00Das Allerschlimmste, was ich erlebt habe, ist, dass einer der Patienten eine ganz wilde Mischung genommen hat aus Oxycodon, wahrscheinlich LSD, Marihuana.
15:14Er hatte ganz krasse Schmerzen. Er lag in einem Meer von Zigaretten.
15:18Und ich habe nur gedacht, mein Gott, der hätte die ganze Unterkunft abfackeln können.
15:23Er war so stoned, dass er irgendwie kaum irgendwie gerade sprechen konnte.
15:27Und es war unmöglich, diese Verantwortung für diesen Menschen zu übernehmen unter diesen Bedingungen.
15:34Noch am selben Tag musste sie diesen Patienten mit ärztlicher Begleitung in die Ukraine zurückschicken.
15:40Denn wenn etwas Ernstes passiert, ist das gesamte Projekt gefährdet.
15:44Janine von Wolfersdorf ruft eine Krisensitzung zusammen.
15:49Es darf keine weiteren Alkohol- und Drogenexzesse geben.
15:53Es kann mal passieren, dass es einen Ausrutscher gibt.
15:57Wir geben euch eine zweite Chance.
15:59Aber nur eine zweite Chance.
16:01Wer dann weiter Drogen oder Alkohol nimmt, muss nach Hause fahren.
16:07Die Warnung zeigt Wirkung.
16:08Vier Soldaten müssen aber doch wegen Alkoholproblemen vorzeitig in die Heimat zurückgeschickt werden.
16:19Als die nächsten 16 Amputationsverletzten aus Kiew in Berlin ankommen, sind sie über die Regeln bereits informiert.
16:26Die Situation Alkohol hat sich entspannt. Ich habe allerdings Drogentests gekauft. Eine Großpackung in der Apotheke.
16:37Und wir machen auch bei den Neuankömmlingen Drogentests. Und bei Verdacht machen wir zwischendurch immer wieder Drogentests.
16:44Und jetzt wird auch psychologische Hilfe organisiert.
16:49Ich hatte Zivilpsychologen aus der Ukraine, die in die Unterkunft kamen.
16:57Und ich weiß von mehreren Soldaten, dass zivile Psychologen gar nicht an diese Kriegstraumata rankommen.
17:06Weil das eine so krasse, intensive Erfahrung ist, dass nur wirklich erfahrene Militärpsychologen diese Männer überhaupt verstehen und an sie rankommen.
17:19Und das war natürlich in Berlin schwer zu organisieren.
17:22Solch ein ukrainischer Militärpsychologe ist Andrei Kolosov. Erst ihm erzählt Vitali, was ihn umtreibt.
17:33Als er an der Front verletzt wurde, rettete ihm ein Arzt das Leben. Doch sein Retter ist später gefallen.
17:39Sie fühlen sich manchmal schuldig. Das ist nun Teil ihres Lebens.
17:46Und sie müssen das erst begreifen und ein Bewusstsein dafür entwickeln, den Sinn im Leben zu erkennen.
17:54Sie müssen verstehen, wofür der nächste Lebensabschnitt da ist und wofür sie weiterleben soll.
18:01Eigentlich müssten alle Kriegsveteranen psychologisch betreut werden. Doch als starke Männer, die sie sein wollen, lehnen viele das ab.
18:14Genia Zywolab trainiert in seiner Unterkunft. Er scheut sich, unter fremde Menschen zu gehen. Er schämt sich für seinen verletzten Körper.
18:33Er muss Muskeln aufbauen, damit er mit Prothesen zurechtkommt.
18:36Seit zwei Monaten schon wohnt er mit seinem Vater Oleksander in einem Einzimmer-Apartment.
18:44Der ist rund um die Uhr an seiner Seite. Unterstützt ihn bei allem. Unentbehrlich fürs Überleben.
18:55Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich das nicht geschafft. Das ist mein Sicher.
19:02Das ist mein Sicher. Ich will einfach, so gut es geht, wieder ins Leben zurückfinden.
19:15Doch sie erleben kaum Privatsphäre. Das kostet beide viel Kraft. Eine schwierige Situation.
19:21In der Prothesenwerkstatt bereitet Georg Dinter wieder einmal neue Beinprothesen für Genia vor. Die Kniegelenke sind zu kompliziert.
19:39Das ist eine große Herausforderung. Aber wenn es einer schaffen kann, dann ist es Genia.
19:42Kämpfer.
19:48Doch der Kämpfer bleibt skeptisch. Die perfekten Prothesen zu finden, dauert schon mehrere Wochen.
19:56Verschiedene Modelle haben sie ausprobiert. Auch sein Vater entwickelt sich nach und nach zum Experten.
20:01Das sind schon die vierten Prothesen, die Genia testet.
20:16Das Stehen, das sieht fast besser aus als mit dem anderen, finde ich. Das Stehen.
20:20Gehen mit Oberschenkelprothesen ist wie Hochleistungssport.
20:33Gerade wegen der Kniegelenke. Ein echter Kraftakt.
20:36Anastasiat Katsch lernt schnell und hat in vier Monaten eine Expertise erworben, die in der Ukraine selten ist.
20:56Vielleicht fühle ich mich nicht wie ein vollständiger Profi, weil ich dafür noch viel lernen muss.
21:06Aber ich weiß schon ein bisschen Bescheid. Ich habe meinen Weg gefunden und das ist mir wichtig.
21:12Ich hoffe, dass ich künftig zu den besten Profis gehöre. Ich werde mein Bestes geben.
21:18Sie hat ihre ersten Prothesen selbstständig hergestellt und hofft, dass Vitali mit diesen glücklich wird.
21:29Wow. I can try.
21:37Es ist wirklich sehr besonders, speziell mit seinen Stümpfen und er als doppelt Amputierte.
21:43Ich habe Glück, dass ich sowas gleich am Anfang fertigen durfte.
21:46Vier Monate lang haben ihn die Berliner Prothetikexperten begleitet. Das schweißt zusammen.
21:56Nun hat er eine besonders leichte Laufhilfe, mit der er gut zurechtkommt.
22:01Er nimmt gute Wünsche und auf der Haut Berlins Wappenbären mit in die Ukraine.
22:07Aus Deutschland verabschiedet er sich voller Optimismus.
22:11Ich werde in die Ukraine zurückkehren. Ich werde der Armee in jedem Fall wieder nützlich sein. Ich werde Drohnen bauen, wenn ich kann.
22:19Dann geht es für ihn zurück in die Heimat.
22:23Er hofft, dass er dort wieder ein normales Leben führen kann. Wir werden verfolgen, wie es in der Ukraine für ihn weitergeht.
22:33Unterdessen kämpft Janine von Wolversdorf mit der Bürokratie für das Hilfsprojekt. Nicht nur in Berlin. Auch viele ukrainische Anforderungen machen ihr zu schaffen.
22:50Die Männer haben eine Sondergenehmigung, obwohl sie als wehrpflichtige Armeeangehörige normalerweise das Land nicht verlassen dürfen.
22:58Eines Tages bekam ich von einem Soldaten eine Beschwerde, dass der Brief, den ich ihm für das Militär ausgestellt hatte, nicht anerkannt worden wäre, weil da der Stempel fehlt.
23:06Und dann haben wir uns tatsächlich einen Stempel auch zugelegt, auch einen relativ großen Stempel. Der sollte auch nicht klein sein, sollte noch was aussehen.
23:15Und mit dem Stempel stempele ich jetzt also alle Briefe für das ukrainische Militär und sie werden gut anerkannt.
23:22Auch das ukrainische Baurecht sorgt für Verzögerungen. Mit der Baustelle in Kiew geht es nicht wie geplant voran.
23:31Die Prothesenwerkstatt soll eigentlich im September 2024 eröffnet werden. Bei einem Besuch im August sieht es ernüchternd aus.
23:39Ich habe so viel Gemütlichkeit da gesehen. Das war alles so ruhig und anstatt emsig das alles aufzubauen und das war mit das Schlimmste aus der Ferne zu sehen, dass da Dienst nach Vorschrift gemacht wird und nicht die Ärmel hochgekrempelt wird und Dinge ermöglicht werden.
24:05Doch sie ist wild entschlossen durchzuhalten.
24:12Da in der Kiewer Werkstatt noch nichts fertig ist, kann Anastasia ein halbes Jahr länger in Berlin lernen. Ostern 2025 wird sie mit einem Fest verabschiedet.
24:25Ich muss zurückkehren, um der Ukraine zu helfen. Ich habe meinen Job. Ich soll helfen.
24:30Es war eine unglaubliche Erfahrung mit den Menschen hier. Sie haben mir so viel beigebracht und mich auf das wirkliche Leben vorbereitet.
24:41Sie war hier während ihrer Ausbildung auch Dolmetscherin für viele Patienten. Und was hat sie an Deutsch gelernt?
24:47Am nächsten Tag wird Anastasia Richtung Osten aufbrechen, zurück nach Kiew. Dort soll sie mithelfen, die neue Prothesenwerkstatt ans Laufen zu bringen.
25:02In die entgegengesetzte Richtung nach Den Haag in den Niederlanden ist Jenia gefahren.
25:11Hier leben und arbeiten ukrainische Tänzerinnen und Tänzer, die vor dem Krieg geflüchtet sind.
25:17Die Profi-Tänzer entwickeln gezielt Stücke mit amputierten ukrainischen Soldaten.
25:28Die Reise finanziert Janine von Wolfersdorf aus Spenden für einen Auftritt in Berlin.
25:33Ich wollte erreichen, dass Jenia aus sich rausgeht, dass er wächst.
25:40Und ich wusste natürlich, das Schlimmste, was ich ihm antun kann in diesem Moment, ist, ihn auf die Bühne zu stellen.
25:48Auf die Bühne, das ist ja für einen Menschen, der Körperscham hat, eigentlich das Schlimmste.
25:52Du stehst auf der Bühne und dann sollst du tanzen. Und ich wusste, wenn er das schafft, dann macht er einen so großen Schritt, dass er richtig vorankommt.
26:01Das ukrainische Ballettensemble erzählt Geschichten von Menschen und vom Überleben.
26:21Viele Menschen in der Ukraine sind jetzt verletzt. Das Wichtigste ist aber, dass das Leben weitergeht.
26:27Und egal, was passiert ist, man kann sein Leben weiterführen und schöne Dinge tun.
26:38Die Probenräume liegen direkt an der Nordsee. Auch damit hatte Janine Jenia für die Reise motiviert.
26:45Das Meer im Sonnenuntergang sieht er zum ersten Mal in seinem Leben.
26:52Am nächsten Tag Probe mit dem ganzen Ensemble. Die Botschaft des Balletts wird klarer. Für Jenia geht es ums Aufstehen.
27:09Es fällt schwer, aber er wird es wieder lernen.
27:19Fünf Probentage in Den Haag gehen zu Ende.
27:23Jenia wird in Berlin weiter üben. In wenigen Wochen ist die Aufführung.
27:26Das ist echt toll. Ich erlebe coole Momente. Man tanzt und erzählt damit eine ganze Geschichte. Mit so wunderbaren Menschen.
27:44Inzwischen fährt Janine von Wolfersdorf jeden Monat in die Ukraine. Sie ist oft 26 Stunden unterwegs und erlebt dann Nacht für Nacht russische Luftangriffe.
28:00Ich habe keine Angst, aber ich habe Respekt und fühle eben diese Anspannung.
28:06Und die mich dann aber auch komischerweise loslässt, sobald ich da bin.
28:12Und dann richte ich mich nach der Luftalarm-App. Ich schaue, was ist gerade unterwegs, sind ballistische Raketen unterwegs.
28:20Das heißt, vor Ort versuche ich dann einfach mit dem Risiko bestmöglich umzugehen.
28:23Ankunft in Chmelnitski in der Zentralukraine.
28:33Diesmal besucht die Projektleiterin ihren früheren Patienten Vitali Seiko-Kazakov.
28:41Sie kommt mit einer Dolmetscherin. Zum Ukrainisch lernen fehlte ihr bislang die Zeit.
28:45Seit einem Jahr ist Vitali zurück in der Ukraine. Und läuft geschickt auf seinen Beinen.
29:03Das ist sein Elternhaus. Hier kann er sich zurückziehen. Seine Mamutschka tischt auf.
29:10Arsene ist Vitalis jüngster Sohn.
29:14Der Siebenjährige hat extra das T-Shirt angezogen, das ihm sein Papa aus Berlin mitgebracht hat.
29:20Es sind Ferien. Vitali kümmert sich, seine Frau Olga möchte nicht vor die Kamera.
29:26Vitali bezieht Invalidenrente und ist de facto arbeitslos.
29:33Er zeigt seinen Hobbyraum. Einen alten Prothesenschaft hat er zur Lampe umfunktioniert.
29:45Auch seine Röntgenbilder hängen hier. Überall Erinnerungen an den Krieg.
29:50Vitali nennt das seinen Fluchtraum.
29:52Nun, für mich ist es hier eher eine Welt, in der ich mich von meinen Problemen ablenken kann.
30:03Ich bastle etwas und mache ein paar interessante Sachen für meine Freunde.
30:08Er wünscht sich sein altes Leben zurück. Will auch wieder Motorrad fahren.
30:14Seit dem Krieg hat sich das Leben verändert. Und es ist unmöglich, das auszublenden. Du weißt immer, wo diese Verletzungen herkommen und was im Land passiert.
30:29Mit seinem Sohn wieder zu Fuß unterwegs sein zu können, genießt er.
30:37Ich bin froh, dass die Kinder zur Schule gehen können. Und dass ich mit ihm Dinge machen kann, die ich früher machen konnte.
30:51Die Schule interessiert sich für ihn als Kriegsveteran. Er war schon mal in Assens Unterricht eingeladen.
31:03Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man die Bewegung und die Freiheit, die man einst hatte, wieder spüren kann. Und auch das Fußballspiel mit meinem Sohn ist wunderbar.
31:16Mai 2025. Genja hat seinen großen Auftritt. Die John F. Kennedy Schule in Berlin veranstaltet einen Ukraine-Tag.
31:31Die Ballettkompanie aus Den Haag ist da. Im Publikum auch Genjas Vater und seine Mutter, die extra aus der Ukraine angereist ist.
31:46Untertitelung des ZDF für funk, 2017
32:16Ziel erreicht.
32:46Genja hat auf der Bühne bestanden.
32:53Ich habe mich sehr gefreut, ihn auf so eine neue Art zu sehen, dass er sich selbst gefunden hat. Also auf eine so schöne Art, seine Gefühle auszudrücken.
33:04Ich habe mich sehr gefreut und meine Seele war glücklich. Aber ich hatte Tränen in den Augen.
33:09Alles war wunderschön.
33:16Janine von Wolversdorf ist erneut in Kiew. Von den fünf Auszubildenden sind inzwischen nur noch zwei im Projekt.
33:33Aber auf der Baustelle des Prothesenzentrums gibt es Fortschritte.
33:37Es ist toll, das alles hier zu sehen, die tollen Maschinen zu sehen aus Deutschland.
33:42Und gleichzeitig habe ich ein lachendes und ein weinendes Auge, weil ich sehe natürlich auch, was man aus den Räumen noch mehr hätte machen können.
33:51Und wir haben ursprünglich eine andere Raumplanung gehabt. Aber ich denke, was noch nicht ist, das kann noch werden.
33:57Und auch Wände kann man einreißen. Das kennen wir aus Berlin. Und deswegen bin ich insgesamt super stolz, das alles hier zu sehen.
34:06Trotzdem dauert es noch. Denn weder Janine noch die Stadtverwaltung Kiew wussten, dass man auch Trainingsräume braucht.
34:14Ohne die gibt es keine Zulassung für das Prothesenzentrum. Dabei warten die Räume förmlich darauf, endlich in Betrieb zu gehen.
34:29Anastasia hat sich wieder in Kiew eingelebt. Den Krieg spürt sie jeden Tag.
34:36Unter den gegebenen Umständen versuchen wir im Hier und Jetzt zu leben und uns gegenseitig zu helfen.
34:42Meine Eltern wohnen nicht weit von mir entfernt in der Region Kiew. Ich wohne mit meiner Schwester zusammen.
34:48Es ist besser für uns, sicherer und emotional stabiler, wenn wir Unterstützung haben. Besonders jetzt, nachts.
34:59In den Metro-Stationen der Drei-Millionen-Stadt suchen die Menschen Schutz vor den russischen Luftangriffen.
35:06Anastasia wohnt etwas außerhalb des Zentrums. Eine Ukrainerin, die ins Ausland geflüchtet ist, hat ihr ihre möblierte Zwei-Zimmer-Wohnung untervermietet.
35:16Inzwischen greift Russland fast jede Nacht mit Drohnen und Raketen an.
35:21Bei Luftalarm schrillt auf dem Smartphone eine Warn-App. Auch in der vergangenen Nacht.
35:26Ehrlich gesagt, ich bin zu Hause geblieben. In meiner Wohnung konnte ich natürlich die Luftabwehrsysteme hören.
35:39Und ich wollte nicht in den Schutzraum gehen.
35:41In Kiew gab es wieder zerstörte Wohnhäuser und auch Tote und Verletzte. Hat sie keine Angst?
35:53Wir sind tagsüber müde und wollen nachts schlafen.
35:58Wenn es in der Nacht Angriffe gibt, ist man körperlich vielleicht gar nicht in der Lage, aufzustehen und woanders hinzugehen.
36:04Mir macht das keine Angst mehr. Das Schlimmste ist, dass ich mich an die Explosionen gewöhnt habe.
36:08Das Schlimmste ist, dass ich mich an die Schlimmste schlafen habe.
36:38Vitali hat Glück, dass sein Foto nicht dabei ist.
36:43Doch er ist gezeichnet und fühlt sich aufs Abstellgleis geschoben.
36:50Alle gucken uns an. Wir fallen auf.
36:55Die Mehrheit der Leute ist nicht vorbereitet auf Menschen wie uns. Sie duckt sich weg.
37:01Aber das berührt mich nicht. Ich verstehe die Leute. Sie haben Angst.
37:08Ihm fehlt, in der Gesellschaft gebraucht zu werden.
37:20Vitali kämpfte ab dem zweiten Kriegstag als Freiwilliger. Er trifft zufällig einen Kameraden von damals.
37:28In Berlin hatte er den Plan, nach seiner Rückkehr in die Heimat Drohnen für die ukrainische Armee zu bauen.
37:34Doch niemand fragt nach ihm.
37:38Janine von Wolfersdorf sieht für ihn eine neue Perspektive. Eine Umschulung zum Prothesentechniker.
37:46Deshalb fährt sie zunächst mit ihm in das Prothesenzentrum in seiner Region.
37:50Vitali lässt es sich nicht nehmen, selbst zu fahren. Mit einem normalen Schaltgetriebe.
38:00Ich bin sehr glücklich.
38:02Natürlich, es ist unglaublich, dass ich das geschafft habe.
38:13Trotzdem ist es anstrengend, längere Strecken mit Prothesen zu fahren.
38:18Er will sein Auto eigentlich umbauen lassen, hat aber dafür gerade kein Geld.
38:22Vitali, Anastasia und Janine besuchen die staatliche Prothesenwerkstatt in der Stadt Veniza.
38:35Der Werkstattleiter führt die Gruppe zunächst durchs Haus.
38:40Seit Beginn des Krieges hat er hier 800 amputierte Soldaten versorgt.
38:43Er wünscht sich dringend eine modernere Ausstattung.
38:49Denn gearbeitet wird teils mit 100 Jahre altem Material und Werkzeug.
38:55Der Leiter nimmt's mit Humor.
39:01Aus Deutschland. So was gibt's nur noch im Museum. Aber sie funktioniert.
39:05Vitali schaut sich das interessiert an.
39:13Dank Spenden aus dem Ausland kommen Prothesenteile jetzt auch aus dem 3D-Drucker.
39:19Das größte Problem ist hier, wie im ganzen Land, der Personalmangel.
39:24Ein Techniker, der selbst Prothesenträger ist, wäre ein Gewinn, weil er weiß, worauf es ankommt.
39:30Einer von ihnen ist Maxim. Er hat die Chance ergriffen.
39:35Das Angebot gefiel mir.
39:39Im Prinzip bin ich nach dem Kriegseinsatz an nichts mehr beteiligt.
39:44Da ich einen Behindertenstatus habe, beziehe ich eine Rente und bleibe die meiste Zeit zu Hause.
39:52Vitalis Prothesen werden bewundert.
39:55Noch bezweifelt er, dass er es schaffen kann, solche einmal selbst herzustellen.
40:00Ich sehe, es gibt viele Hindernisse. Ich werde darüber nachdenken, wie das alles funktionieren soll.
40:05Kiew im August 2025. Großer Auflauf im kommunalen Krankenhaus Nummer 12.
40:15Mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und der Berliner Projektleiterin Janine von Wolversdorf.
40:20Eineinhalb Jahre ist es her, dass sie versprach, in der ukrainischen Hauptstadt ein Prothesenzentrum einzurichten.
40:28Jetzt ist es soweit.
40:30Mit dabei ihre Auszubildende Anastasia und Natalia, die erste Patientin, mit der das Hilfsprojekt begann.
40:37Heute eröffnen wir dank ihrer Hilfe ein Zentrum, das äußerst wichtig ist.
40:46Nicht nur für die Hauptstadt, sondern für das ganze Land.
40:48Es heißt Human Titans, übersetzt menschliche Riesen.
40:56Das Hilfsprojekt Live Bridge Ukraine hat 300.000 Euro Spenden in Maschinen investiert und beteiligt sich weiter an den Personalkosten.
41:05Die Trainingsräume finanzierte am Ende die Stadt Kiew.
41:08Als der Medienrummel vorbei ist, nochmal ein Gang durch die Räume.
41:15Ich bin glücklich, aber ich kann auch weinen, weil es so viel wahnsinnige Arbeit war.
41:27Und jetzt das, was wir machen wollten, erfüllt ist.
41:34Wir haben ein modernes Prothesenzentrum in Kiew geschaffen.
41:37Das Hilfsprojekt hat bisher schon viel bewegt.
41:44Krankenschwester Natalia Alexandrina steht zweieinhalb Jahre nach dem Verlust eines Beins wieder voll im Berufsleben.
41:51Dank ihrer Prothese kann sie in Kiew in einer Polyklinik arbeiten.
41:56Als ich amputiert wurde, fühlte ich mich wirklich behindert.
42:00Jetzt bin ich wieder vollständig. Ich lebe ein erfülltes Leben.
42:03Genia bekommt im Herbst 2025 eine Handprothese.
42:10Der Vater bleibt an seiner Seite und hat sich entschieden, in Janines Ausbildungsprogramm in Berlin nun selbst Prothesentechniker zu werden.
42:19Für Genia ersetzt die Prothese nicht die eigene Hand, ermöglicht aber mehr Selbstständigkeit.
42:24Schon wenig später kann er zum ersten Mal wieder mit Messer und Gabel essen.
42:32Zwei Jahre nach seiner Verwundung. Und mit rechts schreiben.
42:41Vitali hat sich entschieden. Er nimmt das Angebot an und macht eine Umschulung zum Prothesentechniker.
42:47Im Januar 2026 wird er dafür erneut nach Berlin kommen. Diesmal mit seinem Sohn und seiner Frau.
42:57Anastasia bleibt in Kiew. Das ist ihr Zuhause. Hier versucht sie so zu leben, wie andere junge Leute auch.
43:04Wir sind alle Menschen. Es ist normal, sich entspannen und Stress abbauen zu wollen.
43:14Das bedeutet nicht, dass wir im Krieg kein Recht auf Leben haben.
43:18Ihre berufliche Zukunft sieht sie in der Prothesenwerkstatt in Kiew.
43:23Den Bogen der Völkerfreundschaft hat Kiews Stadtverwaltung in Freiheitsbogen des ukrainischen Volkes umbenannt.
43:32Alle hoffen auf Frieden. Doch schon jetzt gilt es, ein versehrtes Land zu heilen.
43:39Jeden Tag gibt es weitere Amputationsverletzte. Deshalb ist Janine von Wolffersdorf nach wie vor zwischen Deutschland und der Ukraine unterwegs.
43:46Das erste Prothesenzentrum haben wir geschafft. Aber es gibt so viele Verletzte, dass ich weitermache.
43:55Sie wird nicht in ihren Beruf zurückkehren, sondern sieht es als ihre Berufung an, weiter der Ukraine zu helfen.
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