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Nachrichten des Tages | 20. Januar 2026 - Abendausgabe

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Transkript
00:00Trumps Drohungen in der Grönlandfrage bringen die EU-Länder unter Zugzwang.
00:04In Brüssel prüfen mehrere Hauptstädte erstmals den Einsatz der sogenannten Handelsversucher.
00:10Bulgariens Präsident Rumen Radev tritt zurück, er könnte bei der vorgezogenen Wahl als Premier antreten.
00:16Das Land befindet sich in einer politischen Dauerkrise.
00:20Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat sich die Präsidentin der Europäischen Kommission
00:25für eine neue europäische Unabhängigkeit ausgesprochen.
00:28Angesichts der jüngsten Grönland- und Zolldrohungen durch US-Präsident Donald Trump
00:34sagte Ursula von der Leyen, Europa müsse die geopolitischen Erschütterungen als eine Chance verstehen.
00:41Die geopolitischen Schocken können und müssen als eine Chance für Europa sein.
00:49Und in meinem Sicht ist der seismische Veränderung, den wir heute durchgehen,
00:53Angesichts des Grönland-Streits mit US-Präsident Donald Trump erhalten von der Leyen's Aussagen zur Unabhängigkeit Europas eine neue Bedeutung.
01:12Trump droht acht europäischen Staaten, die alle NATO-Mitglieder sind, einen Zoll von 10 Prozent aufzuerlegen.
01:21Die Staats- und Regierungschefs dieser Länder haben sich gegen die Übernahme Grönlands durch die USA ausgesprochen.
01:31Trumps Zölle sollten im Februar in Kraft treten, falls die Europäer, die vor allem auf Diplomatie setzen,
01:38den US-Präsidenten nicht davon überzeugen können, seine Meinung zu ändern.
01:45Die zunehmend scharfen US-Äußerungen zu Grönland haben in der EU Debatten über Gegenmaßnahmen entfacht.
01:51Sie prüfen, ob sie eine relativ neue wirtschaftliche Notbremse aktivieren sollten,
01:56ein Instrument, das bislang noch nie eingesetzt wurde.
01:59Das sogenannte Anti-Coharsion-Instrument existiert seit Ende 2023.
02:03Es schafft einen Mechanismus für eine gemeinsame EU-Reaktion, wenn ein Mitgliedstaat unter Druck gesetzt wird.
02:09Gemeins sind Fälle, in denen Maßnahmen angewendet oder angedroht werden,
02:13die Handel oder Investitionen beeinträchtigen, um eine bestimmte Entscheidung zu erzwingen.
02:18Auslöser sind Trumps Drohungen rund um Grönland.
02:21Er hat angekündigt, die Kontrolle über das Gebiet übernehmen zu wollen.
02:24Zugleich drohte er damit, ab dem 1. Februar Zölle gegen acht EU-Verbündete zu verhängen,
02:31weil sie sich für die Verteidigung Grönlands einsetzen.
02:34Grönland gehört zum Königreich Dänemark.
02:36Laut Trump würden die Zölle am 1. Juni auf 25 Prozent steigen, sollte der Widerstand anhalten.
02:42Kommt das Gesetz zum Einsatz, könnte die EU weitreichende Maßnahmen ergreifen.
02:46Das Instrument, das auch als Handelsbazooka bezeichnet wird, würde es ermöglichen,
02:51den US-Zugang zum Binnenmarkt in Teilen zu beschränken.
02:53Dabei könnte die EU auch bestehende internationale Abkommen außer Acht lassen.
02:59Zugleich warnen mehrere europäische Staats- und Regierungschefs vor Risiken.
03:03Ein harter Kurs könnte das transatlantische Bündnis und die NATO schwer beschädigen.
03:12Tausende Menschen sind am Samstag in Kopenhagen auf die Straße gegangen.
03:16Sie protestierten gegen die Pläne von US-Präsident Donald Trump, Grönland zu übernehmen.
03:20Auch in mehreren anderen dänischen Städten gab es Demonstrationen.
03:24Ihr gemeinsamer Slogan, Hände weg von Grönland.
03:29Auslöser war auch Trumps Zolldrohung gegen Staaten, die seine Pläne ablehnen, Grönland einzunehmen.
03:53Grönland ist ein autonomes Gebiet Dänemarks und reich an Rohstoffen.
03:57Der bulgarische Präsident Ruhmen Radev hat am Montag seinen Rücktritt angekündigt.
04:07Der Schritt gilt als Startsignal für seine Kandidatur als Ministerpräsident vor den vorgezogenen Parlamentswahlen.
04:13Laut Verfassung muss nun die amtierende Vizepräsidentin Iliana Jotova vom Parlament vereidigt werden.
04:18Sie würde die Verantwortung bis zum Ende der offiziellen Amtszeit des Präsidenten übernehmen.
04:22Zum ersten Mal in der postkommunistischen Geschichte Bulgariens tritt ein Staatsoberhaupt zurück.
04:27Der Schritt erfolgt in einer Phase anhaltender politischer Instabilität, ausgelöst auch durch Korruptionsskandale.
04:33Er ist in den
04:57Radev hat angedeutet, dass er bei den Neuwahlen antreten könnte.
05:06Sie werden vorbereitet, nachdem große Antikorruptionsproteste im vergangenen Monat den Rücktritt der bisher regierenden Mitte-Rechts-Koalition erzwungen hatten.
05:14Der linksgerichtete Präsident war ein scharfer Gegner der Regierung und unterstützte die Proteste Anfang Dezember.
05:20Es wird spekuliert, dass er eine neue politische Partei gründen wird.
05:27Berlin, Kanzleramt. Hier plant Bundeskanzler Friedrich Merz, den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed Al-Sharah zu empfangen.
05:36Ein Diktator, wie Ali Ertan Toprak ihn nennt. Toprak ist Bundesvorstand der kurdischen Gemeinde und würde Al-Sharah lieber in Handschellen statt beim Händeschütteln sehen.
05:46Innerhalb von Syrien sind jetzt wieder 150.000 kurdische Zivilisten auf der Flucht.
05:53An unterschiedlichen Minderheitsgruppen gab es seit der Machtübernahme Massaker.
06:00Die sind alle dokumentiert von unterschiedlichen Menschenrechtsvereinen und Gruppen.
06:05Al-Sharah möchte dort eine sunnitisch-islamistische Herrschaft errichten.
06:13Seit etwas mehr als einem Jahr ist Al-Sharah, der vorher Al-Qaida-Kämpfer, war in Syrien an der Macht.
06:18Seitdem berichten Kurden von Unterdrückung und Vertreibung. Etwa 2,5 Millionen von ihnen leben in Syrien.
06:25Auch andere Minderheiten wie Alawiten, Christen und Jesiden sprechen von Gewalt, von Massakern.
06:30Überall sind dschihadistische Gruppen unterwegs, die diese Menschen abschlachten, umbringen und das auch noch offen zelebrieren, das offen feiern.
06:40Also sie machen das ja nicht mal versteckt. Aber der Westen macht wieder einmal den Fehler, dass sie sich auf einen Islamisten einlässt.
06:51Um sich Gehör zu verschaffen, demonstrieren Hunderte vor dem Brandenburger Tor gegen den Besuch.
06:56Das für Montag geplante Treffen wurde von Al-Sharah zwar auf unbestimmte Zeit verschoben, doch das ist für sie nicht genug.
07:02Die Demonstranten fordern, dass Merz das Treffen komplett absagt.
07:09Doch dass das passiert, ist unwahrscheinlich, denn inhaltlich soll es um die Rückführung syrischer Flüchtlinge gehen.
07:15Und für Merz war die Migration ein zentrales Wahlkampfthema.
07:18Laura Fleischmann aus Berlin für Euronews.
07:20Die Zahl der Todesopfer bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste in Iran durch die Behörden liegt laut der NGO Human Rights Activists inzwischen bei über 4000.
07:34Die Aktivisten der Agentur in den USA befürchten allerdings, dass die Zahl der Todesopfer weit höher liegen könnte,
07:41da es wegen der Internetblockade schwierig ist, Informationen aus Iran zu bekommen.
07:46Die iranischen Behörden machen keine genauen Angaben zur Zahl der Todesopfer,
07:51aber der oberste Geistliche, Ayatollah Ali Khamenei, sagte, die Proteste hätten mehrere tausend Todesopfer gefordert
07:59und er machte die USA dafür verantwortlich.
08:03Laut Human Rights Activists wurden in Iran mehr als 26.000 Menschen festgenommen.
08:09Es wird befürchtet, dass wegen der Proteste Verurteilte hingerichtet werden könnten.
08:14Der US-Präsident hatte die Tötung friedlicher Demonstranten und die Durchführung von Massenhinrichtungen als rote Linien definiert.
08:23Und Trump hat wiederholt angekündigt einzugreifen, wenn die Führung in Iran diese roten Linien überschreite.
08:34Russlands Präsident Wladimir Putin ist eingeladen worden, dem Gaza-Friedensrat von US-Präsident Donald Trump beizutreten.
08:42Das gab der Kreml am Montag bekannt.
08:45Mindestens 60 Länder haben Einladungen zum sogenannten Board of Peace bekommen.
08:51Jedes Land sollte eine Milliarde Dollar zahlen, um den Wiederaufbau des Gazastreifens zu unterstützen.
08:57Viele Staats- und Regierungschefs haben noch nicht entschieden, ob sie bei Trumps Plänen mitmachen.
09:03Ja, wirklich, Präsident Putin hat auch bekommen, mit dem Diplomatischen Kanälen, die IT in den Städten Europäen zu kommen.
09:12Wir sehen uns die Details von diesem Wettbewerb,
09:17und insofern wir auf den Kontakt mit der amerikanischen Städte,
09:20um die Wettbewerbe zu erklären.
09:42Israels Regierung lehnt Trumps Friedensrat für Gaza ab. Dieser sei schlecht für Israel.
10:00Die US-Regierung will die offizielle Teilnehmerliste in den kommenden Tagen vorlegen,
10:06möglicherweise während des Besuchs des US-Präsidenten beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
10:11Donald Trump selbst ist der Vorsitzende des Friedensrates.
10:15Dazu gehören sollen auch Tony Blair und Marco Rubio.
10:22Israelische Bulldozer haben damit begonnen, das Hauptquartier der UN-Agentur für palästinensische Flüchtlinge UNRWA
10:29im besetzten Ost-Jerusalem abzureißen.
10:33Die UN-Organisation sprach von einem beispiellosen Angriff und einem Verstoß gegen das Völkerrecht durch Israel.
10:40UNRWA-Sprecher Jonathan Fowler sagte,
10:44israelische Streitkräfte seien kurz nach 7 Uhr Ortszeit in das Gebäude gestürmt
10:48und hätten die Sicherheitskräfte vertrieben, bevor die Bulldozer anrückten.
10:53Was mit der UNRWA geschehen sei,
10:56könne in Zukunft auch jeder anderen NGO oder diplomatischen Vertretung passieren,
11:01warnte Fowler.
11:03Israels rechtsextremer Minister für nationale Sicherheit,
11:06Itamar Ben-Gwer, nannte die Zerstörung vor Ort
11:10einen sehr wichtigen Tag für die Regierungsführung in Jerusalem.
11:14Er verurteilte die UNRWA als eine Organisation,
11:18die Terrorismus beherberge und unterstütze.
11:22Andere Unterstützer des Terrors könnten das gleiche Schicksal erwarten.
11:25Die israelische Regierung hat die UNRWA wiederholt beschuldigt,
11:30Hamas-Mitglieder im Gazastreifen zu decken.
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