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  • vor 5 Wochen
Seit Tagen gehen im Iran tausende Menschen auf die Straße und fordern den Sturz der Regierung – obwohl die Führung hart gegen die Demonstranten vorgeht. Doch der Protestbewegung fehlt es an Netzwerken und einer Führungsfigur. Der Sohn des Schahs ist für viele ein rotes Tuch.

Credit: AFP

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Transkript
00:00Im Iran sind erneut zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um den Sturz der Regierung zu verlangen,
00:07obwohl die Sicherheitskräfte mit harter Hand gegen die Demonstranten vorgehen.
00:12Weil das Internet gesperrt wurde, ist unklar, wie groß die Proteste wirklich sind.
00:17Ob die Demonstranten tatsächlich eine Chance haben, die Regierung zu Fall zu bringen, ist schwer zu beurteilen.
00:24Einerseits ist es der iranischen Führung im Laufe der Jahrzehnte gelungen,
00:28einen allgegenwärtigen Repressionsapparat aufzubauen.
00:32Andererseits haben die Angriffe der USA und Israels im vergangenen Jahr die Machtlosigkeit der Regierung deutlich gemacht.
00:41Vieles wird davon abhängen, ob sich Vertreter von Polizei, Armee, Justiz und Revolutionsgaben auf die Seite der Demonstranten schlagen.
00:50Gleiches gilt für Offiziere, die Befehle zur Gewalt gegen Demonstranten verweigern könnten.
00:55Dafür gibt es bislang aber keine Anzeichen.
00:59Zudem fehlt es der Opposition an Netzwerken.
01:02Die Regierungsgegner sind zersplittert und können keine Alternative präsentieren,
01:08die einen Übergang zu einer Demokratie möglich machen könnte.
01:11Eine Führungsfigur fehlt komplett.
01:15Zwar hat der Schahsohn Reza Pallavi die Proteste zuletzt aus dem Exil angeheizt,
01:20doch nur die wenigsten Iraner wollen wohl zur Monarchie zurück.
01:24Vor allem für linksgerichtete Iraner und Minderheiten ist Pallavi ein rotes Tuch.
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