- vor 8 Monaten
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00:00Da you stood and you watched me walk on two
00:05I arrived and you smiled and talked like you were
00:10A better part of me
00:15You look straight into my heart when I'm down, there you are
00:24Hello, hello, I need you
00:30Nein, wie geil ist das denn?
00:35Leute, ich habe vier Karten gewonnen für die Stadtpoeten, für heute Abend
00:38Die Stadtpoeten?
00:39Ja
00:40Wenn der Tag sich leise neigt, steht noch so viel zwischen den Zeiten
00:46Mega!
00:47Ja!
00:47Vier Karten?
00:48Ja
00:49Dann können wir doch alle zusammen dahin gehen, oder?
00:53Was?
00:56Du willst mit uns was machen?
00:58Freiwillig
00:59Müssen wir uns Sorgen machen?
01:02Ah, okay
01:03Die gute Laune war nur ein Ausguttschraft
01:04Nein!
01:05Professorin Patzelt hat mich gefragt, ob ich bei einer Herzkatheteruntersuchung assistieren will
01:10Cool
01:11Cool!
01:12Checkt ihr's nicht!
01:13Die Patzelt und ich sind so
01:16Und wenn man von der Chefärztin unter die Fittiche genommen wird, dann kommt man ganz schnell
01:19dahin, wo man sein will
01:20Also ich will heute Abend aufs Konzert, aber wir werden uns mitmachen
01:23Klar, warum nicht?
01:24Guten Tag!
01:25Probst mein Name, kann ich Ihnen helfen?
01:26Ich bin gestürzt am Bahnhof, ne Scherber
01:27Zeigen Sie mal!
01:28Guten Morgen, was haben wir?
01:29Zum Glück nur eine oberflächliche Wunde, aber die muss genäht werden
01:31Und gründlich gereinigt
01:32Ich bin Dr. Scherber, Sie sind?
01:34Leon Harpin, wie lange soll denn das dauern?
01:35Müssen Sie irgendwo hin?
01:36Ich muss nur meinen Anschluss zu bekommen, ich hab noch 90 Minuten Aufenthalt
01:37Wollen Sie sich setzen?
01:38Wie geht's Ihnen sonst so?
01:39Gut, wie komme ich denn zur Notaufnahme?
01:40Dr. Popst, bringt Sie hin
01:41Ich bin gestürzt am Bahnhof, ne Scherber
01:42Ich bin gestürzt am Bahnhof, ne Scherber
01:43Zeigen Sie mal
01:44Guten Morgen, was haben wir?
01:45Zum Glück nur eine oberflächliche Wunde, aber die muss genäht werden
01:46Und gründlich gereinigt
01:47Ich bin Dr. Scherber, Sie sind?
01:48Leon Harpin, wie lange soll denn das dauern?
01:49Müssen Sie irgendwo hin?
01:50Ich muss nur meinen Anschluss zu bekommen, ich hab noch 90 Minuten Aufenthalt
01:51Wollen Sie sich setzen?
01:52Wie geht's Ihnen sonst so?
01:53Gut, wie komme ich denn zur Notaufnahme?
01:54Dr. Popst, bringt Sie hin
01:55Ich kann laufen, alles gut
01:56Setzen Sie sich ruhig, der ist inklusiv
01:57Ah, Frau Galura, da sind Sie ja
01:58Ich bin gerade auf dem Weg zur Professorin Patzelt
01:59Planänderungen, Sie unterstützen mich bei der ambulant-oklinischen Diagnostik
02:16Haben Sie die E-Mail nicht gelesen?
02:18Nein, was soll das heißen?
02:21Wir untersuchen Patienten mit nicht ganz eindeutiger Diagnose, die an uns überwiesen wurden
02:27Ah, ich wollte eigentlich bei der Herz-Katheter-Untersuchung dabei sein
02:31Wie wär's? Sie übernehmen einen Patienten eigenverantwortlich, natürlich in Abstimmung mit mir
02:37Und wenn Sie eine Diagnose haben, sind Sie frei
02:40Deal
02:42Wo soll's denn hingehen?
02:44In die Schweiz
02:46Schön, Urlaub oder Arbeit?
02:48Wenn Sie mich einfach behandeln würden, dann bräuchten Sie mich noch nicht ausfragen
02:52Ja, klar, entschuldigen Sie
02:54Entschuldigung
02:56Es, ich bin nicht, es ist nur der Stress
02:58Alles gut
03:00Frau Lucina sollte schon hier sein
03:08Frau Lucina?
03:10Wohin?
03:12Äh, die drei bitte
03:14Bischof
03:15Vielleicht ist Herr Sossen schon da, er ist als Nixer dran
03:16Herr Sossen?
03:17Herr Sossen wurde von seinem Hautarzt überwiesen, wegen übermäßigem Schwitzen
03:31Und Frau Lucina von ihrem HNO, starker Mundgeruch
03:39Das wird ja immer besser
03:41Und bei beiden weiß man nicht, woher es kommt
03:43Total interessante Fälle
03:45Ja, also wenn wir keine Patienten hier sind, dann kann ich auch gehen
04:09Herr Sossen?
04:10Ja
04:11Frau Lucina?
04:12Mhm
04:13Dr. Schabas, haben Sie einen Moment?
04:14Ich, äh, ich muss in die DNA
04:15Ich begleite Sie ein Stück und komme auch gleich zur Sache
04:16Okay
04:17Ich möchte meinen Posten als Chefärztin niederlegen
04:18Was?
04:19Wahrscheinlich haben Sie ja schon gesehen, dass die Stelle ausgeschrieben ist
04:22Nein, warum?
04:23Ich, äh, ich muss in die DNA
04:24Ich, äh, ich muss in die DNA
04:25Ich begleite Sie ein Stück und komme auch gleich zur Sache
04:28Okay
04:29Ich möchte meinen Posten als Chefärztin niederlegen
04:31Was?
04:32Wahrscheinlich haben Sie ja schon gesehen, dass die Stelle ausgeschrieben ist
04:35Nein, warum?
04:36Ich möchte mir meine Zeit mit den Assistenzärzten und den Patienten anders einteilen können
04:41Und ich möchte mich anderen Herausforderungen stellen, auf einer anderen Ebene
04:46Wow
04:47Das, das Ende einer Ära, da wird sich ja bestimmt einiges ändern
04:51Das kommt drauf an
04:53Sie sind meine Stellvertreterin
04:55Könnten Sie sich vorstellen, meine Nachfolgerin zu werden?
04:58Ich?
04:59Als Chefärztin?
05:01Keine Ahnung
05:03Denken Sie in Ruhe darüber nach
05:06Ich möchte das JTK nur in die besten Hände übergeben
05:10Und meiner Meinung nach sind das Ihre
05:12Danke, das, das ehrt mich wirklich
05:16Ich, ich denk drüber nach, ja?
05:19Ich muss leider
05:20So, da bin ich, Dr. Probst
05:29Ich habe die Wunde mit drei Nähten versorgt
05:31Sehr schön
05:32Ähm, Herr Harpin, darf ich mal kurz an Ihre Hand?
05:37Sie sind stark dehydriert, Sie müssen dringend was trinken
05:43Ich besorge Ihnen was
05:44Ich besorge Ihnen was
05:50So, bitteschön
05:59Danke
06:00Wie lange dauert es noch?
06:01Einen Moment noch?
06:02Einen Moment noch?
06:03Einen Moment noch?
06:04Einen Moment noch?
06:05Einen Moment noch?
06:06Einen Moment noch?
06:07Einen Moment noch?
06:08Bitteschön, Kaffee.
06:21Wie lange dauert das noch?
06:24Einen Moment noch.
06:26Fertig.
06:28Danke für Ihre Hilfe. Ich geh nochmal.
06:31Moment, ich geh nicht.
06:38Wenn Patienten gehen wollen, müssen wir sie gehen lassen.
06:51Das ist ganz lieb von dir, aber mein Entschluss steht fest.
06:55Was soll ich machen? Pralinen.
06:58Mehr Urlaub.
07:00Du weißt, dass es nicht daran liegt.
07:02Ich weiß, aber ich kann dich trotzdem nicht verlieren.
07:04Wolfgang, du verlierst mich doch nicht, wenn ich als Oberärztin die Herz-Thorax-Chirurgie übernehme.
07:09Wir haben so eine gute Chemie.
07:11Apropos Chemie.
07:13Ich wollte mit dir über meine Nachfolge sprechen.
07:16Ich habe immer noch die Hoffnung, dass du es dir anders überlegst.
07:19Ich habe Dr. Scherbers gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, sich auf die Stelle zu bewerben.
07:23Dr. Scherbers?
07:25Ja, sie ist die beste Wahl. Sie ist schon eine ausgezeichnete Stellvertreterin.
07:29Ja, aber so einfach ist das nicht.
07:30Sie hat dich habilitiert.
07:34Na und?
07:36Na, die Stelle ist öffentlich ausgeschrieben.
07:41Wir nehmen natürlich den besten.
07:44Sie kennt das Klinikum, sie ist beliebt im Team und sie ist eine ausgezeichnete Ärztin.
07:49Ja, ich weiß. Aber die Frage ist, ob wir nicht frischen Wind haben wollen, wenn so ein Wechsel an der Spitze unbedingt nötig ist.
07:56Ist dir Dr. Scherbers zu viel oder zu wenig frischer Wind?
08:01Wie lange schwitzen Sie denn schon so stark?
08:07Das hat so vor zwei Jahren angefangen. Es wird immer schlimmer. Ich überstehe den Alltag nur noch mit Unmengen von Schweißpads.
08:14Oh. Konnten Sie irgendwelche Auslöser feststellen?
08:20Ich schwitze immer stark. Aber besonders bei Stress. Den habe ich auch fast immer. Ich hab Angst, dass ich schwitze. Und dann schwitze ich noch mehr.
08:30Hm. Was machen Sie denn beruflich?
08:32Ich bin Sales Representative. Ich verkaufe Werkzeuge an Zwischenhändler.
08:37Also, Außendienst mit Kundenkontakt.
08:41Yes.
08:43Ah.
08:45Ja. Ah.
08:46Ah. Ah.
08:47Mhm.
08:50Sie können ruhig atmen.
08:51Ah. Ah.
08:54Oh. Tut mir leid. Aber dieser Geruch ist so unangenehm.
08:58Das muss Ihnen nicht unangenehm sein.
09:00Doch. Ich kann ja nicht mal mit Menschen sprechen. Verstehen Sie? Vorhin im Lift.
09:05Dieser Mann, den hätte ich so gern kennengelernt. Aber ich hab mich nicht getraut.
09:08So. Haben Sie Sodbrennen oder Magenschmerzen?
09:12Mhm.
09:14Irgendwas anderes Auffälliges in den letzten Monaten?
09:18Ich hatte bei meinem Mann eine Löhntzündung. Das war fies.
09:21Okay. Ich hatte seit zwei Jahren kein Date mehr. Als menschlicher Wasserfall kann man das vergessen.
09:27Botox, Medikamente, Deos, Iontophorese. Haben Sie laut Akte schon alles probiert?
09:32Alles. Ich hoffe, Frau Lucina hat mein Schwitz nicht bemerkt.
09:39Waren Sie eigentlich auch beim Hausarzt? Ich konnte gar keine Blutwerte finden.
09:45Ja, nur beim Hautarzt. Der hat mich hergeschickt. Er meinte, man könnte da operativ was machen?
09:50Ja, kann man. Aber zuerst müssen wir die Ursache finden.
09:54Dafür machen wir jetzt einen Minortest, um zu sehen, wo Sie überall schwitzen.
09:57Ich arbeite als Coach, wissen Sie? Da muss man ganz nah an die Leute ran. Das ist gar nicht gut.
10:04Wie lange haben Sie schon Mundgeruch?
10:06Ein paar Monate. Ich hab's erst gar nicht gemerkt, aber ein Mann hat mir das gesagt. Bei einem Date. Das war echt peinlich.
10:14Seitdem bin ich nicht mehr ausgegangen, aber ich würde so gern mal wieder.
10:17Ich würde gerne ein Röntgen machen.
10:19Wenn die Jodlösung mit dem Stärkepulver reagiert, dann sollten überall, wo Sie schwitzen, dunkelblaue Flecken entstehen.
10:25Kennen Sie das, wenn Sie sich spontan zu jemandem hingezogen fühlen? Ich hatte das so noch nie.
10:33Können Sie mir vielleicht die Telefonnummer von Frau Lucina geben?
10:37Nein.
10:38Danke.
10:39Herr Harpin, wie geht's Ihnen? Hier steht, Sie sind auf dem Weg zum Bahnhof umgekippt. Stimmt das?
10:55Okay. Wir checken Sie einmal durch.
11:03Ich höre Ihre Lunge ab. Einmal bitte nach vorne. Vorsicht.
11:07Okay.
11:12Tiefe ein- und ausatmen.
11:1338,4.
11:17Hören Sie auch ab, bitte. Schön weiteratmen.
11:26Rasselgeräusche.
11:28Okay. Sie können sich wieder zurücklegen.
11:33Sauerstoffsättigung bei 89.
11:36Herr Harpin, ich muss Ihnen dringend von dieser Reise abraten. Wir machen als nächstes ein Röntgen von Ihrer Lunge, ja?
11:42Ich kann mich ja nicht festhalten. Ich will kein Röntgen.
11:46Ruhig ein- und ausatmen. Damit können Sie leichter atmen.
11:49Das wird schon helfen.
11:52Herr Harpin, Ihr Gang, Ihre Stimme, da stimmt doch was nicht. Das müssen Sie merken.
11:56Bitte reden Sie mit uns.
12:03Rucksack.
12:04Rucksack.
12:24Sie sind Teilnehmer in einer Medikamentenstudie. Wollten Sie da so schnell hin?
12:29Ich werde meinen Platz verlieren, wenn ich zu krank bin.
12:31Sie haben...
12:34Sie haben...
12:36Haben wir eine hohe Volateralsklerose?
12:38Wir sind 25.
12:40Ich habe eine besondere Form, die FOSG-Mutation.
12:43Vorhin habe ich gelesen, kommt da ca. 1% der Fälle vor.
12:46Die Patienten sind jünger und...
12:48Die Krankheit ist aggressiver und wird schneller zum Tod.
12:52Die Studie ist meine einzige Chance.
12:54Lähmungen, Muskelschwund, steigerte Muskelspannung.
13:00Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn immer mehr Körperfunktionen versagen.
13:04Bis du nicht mehr atmen kannst.
13:06Er hat einen Platz in einer Phase-3-Studie.
13:09Da wollte er heute Morgen hin.
13:11Das Medikament ist recht vielversprechend.
13:14Zumindest für die Mutation, die er hat.
13:15Aber ist die Studie Placebo kontrolliert?
13:21Also...
13:23Ein Drittel der Patienten bekommt in den ersten 60 Wochen ein Präparat ohne Wirkstoff.
13:27Ja, aber das ist dann die Arschkarte, wenn man ALS hat.
13:29Mhm.
13:31Danach bekommen dann alle das Medikament.
13:34Deshalb nimmt die Studie auch nur Teilnehmende auf,
13:37die noch selbstständig schlucken und atmen können.
13:40Und das Schlucken macht ihm schon Probleme.
13:41Hey.
13:42Hey.
13:43Der ALS-Patient.
13:44Mhm.
13:45Der Profis hat es mir erzählt.
13:47Er ist 25.
13:49So alt wie Zoe.
13:50Danke.
13:52Das geht schon mal.
13:54Was ist das?
13:55Oh, äh...
13:56Professor Patzelt hört auf.
13:58Sie gibt die Chefarztstelle frei.
13:59Sie verlässt das JTK?
14:01Nein, nein, nein, nein.
14:02Sie ist nicht der AlS-Patient.
14:03Das ist der AlS-Patient.
14:04Das ist der AlS-Patient.
14:05Der AlS-Patient.
14:06Der Profis hat es mir erzählt.
14:08Der AlS-Patient.
14:09Ich habe Profis hat es mir erzählt.
14:10Er ist 25.
14:11So alt wie Zoe.
14:13Danke.
14:14Das geht schon mal.
14:15Was ist das?
14:17Oh, äh...
14:18Professor Patzelt hört auf.
14:19Sie gibt die Chefarztstelle frei.
14:21Sie verlässt das JTK?
14:22Nein, nein.
14:23Sie...
14:24Sie will einfach wieder Oberärztin sein.
14:25Sie will sich mehr der Medizin widmen.
14:28Sie möchte neue Herausforderungen.
14:31Finde ich mutig.
14:33Sie könnte den Posten ganz entspannt weitermachen.
14:35Ich meine, sie ist der Posten.
14:38Sie will mich als Nachfolgerin.
14:41Ey!
14:42Freu dich drauf!
14:44Ben, kannst du dir mich als Chefärztin vorstellen?
14:47Klar, warum nicht?
14:48Das sind riesige Fußstapfen.
14:50Allein die Verantwortung.
14:52Die Verantwortung für alles.
14:54Für jeden einzelnen Mitarbeiter.
14:57Als Stellvertreterin bist du schon verantwortlich.
15:00Ja, aber Prof. Patzelt ist die Gallionsfigur.
15:02Ich konnte mich immer hinter ihr...
15:05Sie ist mein Sicherheitsnetz.
15:07Ich weiß nicht, ob ich das alles alleine kann.
15:10Oder will.
15:12Es wäre eine große Umstellung.
15:15Für uns beide.
15:16Ja.
15:22Wie weit sind Sie?
15:24Der Ultraschall von Herrn Sössens Schilddrüse und die Blutwerte waren unauffällig.
15:28Ich könnte noch einen Glucose-Challenge-Test machen.
15:31Vielleicht ist es Diabetes.
15:32Der Hb1c-Wert ist normwertig. Diabetes ist also unwahrscheinlich.
15:36Aber sein Blutdruck ist ganz schön hoch.
15:37Na, der ist auch ganz schön nervös. Ich check das.
15:40Bei Frau Lucina bin ich schon ein großes Stück weiter.
15:45Tonsidoliten? Im Ernst?
15:47Mandelsteine sind das Rätselslösung.
15:49Die haben sich sehr tief im Rachen in den Krippen der Mandeln versteckt.
15:53Deshalb hat der Arzt sie nicht gesehen.
15:55Weil sie immer wieder Mandelentzündungen hat, werden wir eine Tonsilektomie durchführen.
15:58Frau Lucina habe ich schon aufgenommen. Die OP werden wir morgen durchführen.
16:02Sollen wir bei der Studie anrufen und Bescheid geben, dass...
16:06Später, komm.
16:08Nein, ich schreib denen, dass ich meinen Anschlusszug verpasst habe.
16:11Wann wurde die Krankheit denn bei Ihnen diagnostiziert?
16:15Vor ungefähr einem Jahr.
16:17Ich habe früher ganz viel Handball gespielt und konnte auf einmal keinen Bein mehr werfen.
16:23Haben Sie Verwandte oder Bekannte, die Sie benachrichtigen wollen?
16:26Ich ertrage nicht, wie die Mechanseien.
16:30Herr Harpin, bitte lassen Sie uns das Röntgen machen. Ich habe den Verdacht, dass Sie eine Lungenentzündung haben.
16:36Vielleicht Bronchitis Erkältungszeit. Mit einer Infusion ist in Ruhe. Geht ja schon wieder.
16:42Mit einer Infusion ist das nicht getan. Sie sind zu schwach.
16:45Durch die Schluckbeschwerden können Sie nicht genug Flüssigkeit und Nährstoffe aufnehmen.
16:49Wir könnten Ihnen auch eine Magensonde legen.
16:52Auf jeden Fall. Magensonde ist der Perfektor. Wer weiß, dass ich ihn mir schlucken kann, dann bin ich auf jeden Fall bei der Studie raus.
16:59Es wird schon wieder besser, wenn ich erst das Medikament habe.
17:03Sie wissen schon, dass es eine Placebo-Gruppe gibt, die das Medikament erst wesentlich später bekommt?
17:11Ich bin in der Gruppe, die das Medikament bekommt.
17:13Ich muss. Okay.
17:14Das könnte mein Verlauf stoppen oder wenigstens verlangsamen. Sonst will ich nur noch ein Jahr verstehen. Ich will nicht sterben. Ich will einfach nur eine Chance. Bitte.
17:32Wir wollen Ihnen helfen. Wirklich. Bitte lassen Sie uns den ersten Schritt machen. Röntgen wir einmal in die Nummer.
17:42Danke.
17:52Oh, Vorsicht.
17:54Oh, hallo. Sie sind auch hier.
17:57Mhm.
17:58Oh, hallo. Das ist wohl noch vom Kindergeburtstag. Meine Nichte wollte eine Kostümparty. Ja, ich war blau. Also, ich meine, ich war Marsmensch. Wobei die grün sind. Ist denn bei Ihnen alles okay?
18:22Mhm. Ja. Also, so wie Sie aussehen, wurden Sie aufgenommen? Der Jogginganzug? Mhm. Das sind nur Nierensteine.
18:32Oh, die sollen extrem schmerzhaft sein. Ja, das ist eigentlich gar nicht so schlimm. Ich werde ja morgen operiert.
18:44Ähm, ich bin übrigens Peer.
18:47Isabella.
18:49Ja?
18:50Ja.
18:52Ach, jetzt.
19:11Herr Harpin, bitte bleiben Sie liegen.
19:13Herr Harpin, was machen Sie da?
19:15Sie haben gesagt, Sie wollen mehr helfen.
19:16Ja, das tue ich auch. Hören Sie mir zu.
19:19Das Röntgen hat ergeben, Sie haben eine Lungenentzündung durch Aspiration.
19:22Das bedeutet, dass durch Ihre Schluckstörung, Flüssigkeit oder Nahrungsmittel in Ihre Lunge geraten wird.
19:26Dann geht ein bisschen mehr Wasser dagegen.
19:27Ja, das tue ich. Wir bringen Sie jetzt auf die Intensivstation, damit wir eine Bronchioskopie machen können, um den Erreger zu bestimmen.
19:32Und dann gebe ich Ihnen was.
19:34Jetzt nochmal tief ein, aus, ab, hin und aus. Ganz ruhig, nach hinten.
19:39Ich übernehme.
19:44Ich muss es los.
19:46Ich muss den nächsten Zug bekommen. Ich kann nicht auf die Intensivstation.
19:51Ich verstehe, warum Sie das nicht wollen.
19:52Nein, ich verstehe überhaupt nichts. Ich kann hier nicht bleiben.
19:55Doch, ich verstehe Sie wirklich, aber Sie sind zu schwach. Sie können kaum laufen.
19:58Zur Not kriege ich zu dieser verdammte Studie.
20:00Du stand, Herr Affin.
20:02Ich höre nicht.
20:03Ich sage später.
20:08Dass du mich jetzt nicht gelassen hast, dann sterbe ich hier.
20:11Ich bin...
20:13Hey, ähm, sag mal, könntest du dich heute ums Abendessen kümmern?
20:29Mein ALS-Patient ist auf der ETA. Ich muss länger bleiben.
20:31Klar. Weißt du was? Ich fange mal mit einer kleinen, kannst ja wieder gut machen Liste an, Frau Chefärztin, ja?
20:36Du hast keine Lust, wieder zurückzustecken, richtig?
20:41Bah, ich wusste es.
20:43Ach, was?
20:45Ich finde die Idee großartig, dass du Chefärztin wirst.
20:48Aber sie wäre noch großartiger, wenn sie nicht auf deine Kosten gehen würde.
20:51Wollte ich nach unseren persönlichen Dramen beruflich durchstarten?
20:59Ja.
20:59Ja.
21:00Und die Assistenzärzte sind auch noch da.
21:03Das weiß ich alles, Ben. Ich will dir auch nichts davon wegnehmen.
21:07Weißt du, selbst wenn ich zurückstecke und sage, Fahrradticke schreiben ist überbewertet, es gibt immer noch Raja.
21:12Für Sie ist dann zu wenig Zeit, meinst du?
21:15Ich meine, wir könnten natürlich ins Klinikum ziehen.
21:17Ja, wir könnten uns eine schöne Ecke im Keller suchen und uns häuslich einrichten.
21:22Kurze Wege zur Arbeit.
21:23Toll. Hey, vergiss es. War eine fixe Idee.
21:32Herr Sossen?
21:35Wo waren Sie? Ich habe Sie gesucht.
21:37Entschuldigung, ich musste mich frisch machen.
21:40Okay, also wir konnten Diabetes und eine Störung der Schilddrüse als Ursache ausschließen.
21:45Jetzt will ich noch herausfinden, warum Ihr Blutdruck so hoch ist.
21:48Haben Sie Kopfschmerzen?
21:51Habe ich öfter.
21:51Oh, das haben Sie gar nicht erwähnt. Das könnte mit Ihrem Blutdruck zusammenhängen.
21:55Könnten Sie mich bitte einfach operieren und machen, dass das Schwitzen aufhört?
21:58Erst wenn wir den Grund dafür wissen.
22:00Peer?
22:03Isabella!
22:04Kann ich kurz mit dir sprechen?
22:05Es tut mir so leid.
22:07Nein, nein, mir tut es leid. Es ist alles meine Schuld.
22:09Ach, wegen der Nierensteine. Hattest du Schmerzen?
22:12Nein, äh, mhm.
22:18Oh, dieses tolle Parfum.
22:21Wir lassen Sie dann mal alleine.
22:24Äh, wir haben jetzt eine Untersuchung.
22:28Behandlungsraum 3.
22:30Ja.
22:31Ich wollte fragen, bevor du vielleicht wieder weg bist, wollen wir mal ausgeben?
22:35Wollen wir uns mal treffen?
22:36Ja.
22:36Ja, sehr gerne.
22:37Ja, ähm, hier ist meine Karte.
22:40Hürf mich einfach an.
22:42Ja.
22:46Das Material aus der Pontioskopie ist jetzt im Labor.
22:49Bis wir das Ergebnis haben, bekommen Sie Amortizillin und Clavuladensäure als Antibiotikum.
22:55Wie lange dauert es, bis das anschlägt?
22:56Die Mittel helfen gegen die gängigen Bakterien, die von ihrem Mundraum in die Lunge geraten sein können.
23:02Also, Ihnen wird es hoffentlich morgen besser gehen.
23:05Nichts warten, die hat bei der Studie noch zwei Tage auf mich.
23:08Herr Dr. Weidmann, die Untersuchungen ziehen sich noch ein bisschen wegen der Wunde am Arm.
23:33Bitte.
23:34Ich brauche noch ein bisschen Zeit.
23:35Herr Dr. Weidmann?
23:39Ja, hier ist, ähm, hier ist Dr. Leila Scherpers aus dem Johannes-Tal-Klinikum in Erfurt.
23:44Leiten Sie die Studie zur ALS-Medikation?
23:47Okay.
23:48Ähm, ja, bei Herrn Harping gab es Komplikationen.
23:54Ja, die sind relevant für Ihre Studie.
23:56Mhm.
23:58Ich weiß, dass er zur absoluter Transparenz verpflichtet ist.
24:03Verstehe.
24:05Herr Harping hat eine Aspirations-Pneumonie.
24:10Ja, uns tut es leid.
24:15Sie können mich nicht ablehnen.
24:18Es tut mir wirklich leid.
24:20Sie, Sie haben mich auf dem Gewissen.
24:23Was ist denn, was ist los?
24:35Mein Herz rast so.
24:37Okay, erstmal hinsetzen.
24:40Ganz tief durchatmen, ja?
24:42Können Sie mir bitte jetzt sofort die Schweißdrüsen rausmachen?
24:46Ich kann Isabella unmöglich so treffen.
24:49Ja, klar.
24:51Hm.
24:55Haben Sie öfters Herzrasen?
24:56Hm, oh, was hab ich mir nur gedacht, ey.
24:58Äh, bitte sitzen bleiben.
25:00Ich würde jetzt gerne einmal Ihren Bild mitlassen, okay?
25:02Mhm.
25:06Kannst du mich?
25:07Ich will gerne Spielchen spielen.
25:23Ich will mich bei Isabella melden.
25:24Aber so kann ich doch nicht mit ihr ausgehen.
25:34180 zu 110.
25:37Schon mal drüber nachgedacht, es dir einfach zu sagen?
25:40Sind Sie wahnsinnig.
25:41Wieso?
25:43Vielleicht hat Frau Lutina ja auch etwas an sich, was Sie stört.
25:46Nee, nee, nee.
25:48Isabella ist einfach perfekt.
25:50Also, ich würde Ihnen jetzt eine Flexhüle legen.
25:53Und wenn Sie sich gleich beruhigt haben,
25:54dann würde ich Ihnen nochmal Blut abnehmen, okay?
25:56Und wir machen einen 24-Stunden-Urin-Test.
25:59Ich hab da nämlich eine Vermutung.
26:00Sie haben recht.
26:03Ich kann so nicht weitermachen.
26:05Ich muss ein Wagnis eingehen.
26:09Ich schreibe jetzt.
26:16Sein Fieber steigt weiter und er hat alle Hoffnung verloren.
26:20Ich weiß.
26:23Ich hab mir seine gesamte Krankenakte ausdrucken lassen.
26:26Seine behandelnden Ärzte haben mir alles per E-Mail zugeschickt.
26:28Was haben Sie vor?
26:31Dr. Weidmann?
26:33Hier ist nochmal Dr. Scherbachs vom JTK.
26:35Sie kennen sich mit ALS besser aus als ich.
26:38Was für Möglichkeiten hat der Hapi noch?
26:42Es muss doch weltweit noch mehr Studien geben als hier.
26:45Studien, die auch Patienten im Zustand von Herrn Harpin aufnehmen.
26:51Okay.
26:55Ist das ein Härtefallprogramm?
26:58Sehr gut.
27:06Das werden wir auf jeden Fall versuchen.
27:09Vielen Dank.
27:11Härtefall heißt, dass Medikamente ohne Zulassung
27:13trotzdem verwendet werden dürfen.
27:15Genau.
27:15Normalerweise dauern diese Anträge ewig.
27:18Aber das National Chaco Hospital in Montreal,
27:20das hat bereits eine Lizenz.
27:22Da geht es ausschließlich um Patienten,
27:24die die FOS-Mutation haben.
27:25Und das ist genau das, was wir suchen.
27:27Okay.
27:28Wie geht's weiter?
27:29Ich setze mich jetzt sofort mit der Klinik in Verbindung.
27:32Und wir sollten alle Formulare,
27:33die die haben wollen, schon vorbereiten.
27:35Das bin ich.
27:35Sie haben doch schon längst Feierabend.
27:38Sie doch auch.
27:40Ich schätze mal, hier steht alles drin?
27:41Genau.
27:42Okay.
27:43Danke.
27:54Kommst du?
27:54Wir müssen los.
27:56Ich schaff's nicht.
27:56Ich hab noch was zu tun.
27:57Ich dachte, du hast dich vorhin gefreut.
28:00Ja, ich weiß.
28:01Aber mein Patient muss ein Medikament bekommen,
28:02was vielleicht den Verlauf seiner ALS verlangsamt.
28:05Jedenfalls fülle ich jetzt den Antrag
28:07für eine Klinik im Material aus.
28:08Das alles?
28:09Ja.
28:10Ich will, dass er eine Chance hat.
28:11So, wollen wir?
28:14Leute.
28:18Los geht.
28:18Wäre schade um die Karten.
28:20Genau.
28:20Kommt schon.
28:24Konzert, Orga-Kram.
28:26Das ist nicht mal unser Patient.
28:29Los jetzt.
28:30Viel Spaß.
28:31Na gut.
28:32Viel Erfolg, Mann.
28:33Danke.
28:44Sagen Sie mir Bescheid,
28:45falls Sie einen Kontakt für mich haben.
28:47Perfekt.
28:48Bis dann.
28:48Danke.
28:50Hey, was machst du denn hier?
28:52Ich hab mich ums Abendessen gekümmert.
28:54Wie lieb.
28:55Danke.
28:56Oh, wow.
28:58Das hast du gekauft?
29:00Raja mit Emily zusammen.
29:03Beste Babysitterin der Welt.
29:05Oh, ja.
29:07Probleme?
29:08Nur eine Krankheit,
29:10gegen die ich nichts tun kann.
29:11Und irgendwie ist niemand so richtig beeindruckt,
29:14wenn Dr. Leila Scherpers aus Erfurt anruft.
29:17Ja, vielleicht als Chefärztin anders.
29:18Kann schon sein.
29:20Keine Ahnung.
29:21Herr Probst füllt lauter Formulare aus
29:23und ich mobilisiere jeden Menschen,
29:24den ich jemals in meinem Leben getroffen habe.
29:26Denn um sechs Ecken kennt jeder jeden.
29:28Das ist ein bisschen spät,
29:31aber ich hab mich sehr gut mit einem Neurochirurgen
29:34am Royal Hospital verstanden.
29:35Ruf ihn an, bitte.
29:37Okay, mach ich.
29:37Und ich ruf Emily an und frage sich,
29:39ob Sie länger bleiben können.
29:40Okay, komm her.
29:42Danke.
29:44Hör mal, ähm, wegen vorhin.
29:46Später.
29:46Ich habe jetzt ein Videocall mit Dr. Lipp
29:48und ich muss einen Krankentransport organisieren.
29:51Per Flugzeug.
29:52Leute, was macht ihr hier?
30:06Wieso?
30:08Ja, das Konzert.
30:09Ach, es wäre doch bestimmt total langweilig geworden.
30:11Ja, und wir können dich doch nicht alleine rißen.
30:13Boah, die wollen ja echt alles wissen.
30:15Ja, alles zu Blutuntersuchungen
30:17und Liquorpunktionen zu mir.
30:19Ja, hier ist was.
30:21Wie läuft's?
30:22Ja, ja, super.
30:26Ich chatte gleich mit ein paar Kollegen aus England
30:28wegen eines Ambulanzfluges nach Montreal.
30:32Falls Dr. Scherbers ihr Go bekommt.
30:35Hoffentlich klappt das.
30:40Leute,
30:43danke euch, wirklich.
30:45Und
30:47sorry doch mal wegen der Karten.
30:49Wenn die Stadtpoeten das nächste Mal in Erfurt sind,
30:51dann kaufe ich uns Karten.
30:53Ich bin Glückskind.
30:54Ich gewinne wieder was.
30:56Halt den Mund und fang an zu schreiben.
30:58Wenn wir fix sind, kriegen wir noch ein paar Stunden Schlaf.
31:12Wolfgang, warst du heute Nacht überhaupt zu Hause?
31:15Ja, aber hätte ich mir sparen können.
31:17Hab kaum geschlafen.
31:19Was ist denn los?
31:20Ah, danke.
31:22Ah, du sondierst Bewerber.
31:24Na ja, da haben sich ja schon einige gemeldet.
31:26Das ist doch ein hervorragendes Klinikum.
31:29Noch.
31:30Was soll denn das heißen?
31:31Ich mach mir Sorgen um die Zukunft, wenn du zurücktrittst.
31:35Gleichwertigen Ersatz gibt's nicht.
31:37Unter all diesen Bewerbern wird doch irgendjemand dabei sein.
31:41Na, hier zum Beispiel.
31:43Dr. Jeremias Rohr.
31:45Ein Fachidiot.
31:46Oder hier.
31:47Professor Dr. Dr. Wiedelberg.
31:51Ein Snob.
31:53Und dann war da noch einer aus Aachen.
31:55Namen hab ich vergessen.
31:56Aber mit denen kann man eh nichts anfangen.
31:57Hat Dr. Scherbers Ihre Bewerbung abgegeben?
32:02Nein.
32:04Und ich schätze Dr. Scherbers.
32:07Auf ihre Art.
32:08Aber hast du eine Ahnung, was dann hier los ist?
32:10Nein, hab ich nicht.
32:11Herr Berger.
32:12Guten Morgen.
32:13Ich brauche einen Krankenkransport.
32:15Dann veranlassen Sie einen.
32:17Ähm.
32:18Entschuldigung.
32:19One second.
32:20Ähm.
32:20Ein Ambulanzflugzeug, das in Erfurt landen kann.
32:23Gehen Sie bitte einmal alle Angebote durch und geben eins frei.
32:25Dankeschön.
32:26Hello.
32:26Thank you so much for calling back.
32:28Dr. Roland told me you work in the United Research.
32:31Siehst du, was ich meine?
32:34Bluthochdruck, Schwitzen, Panikzustände.
32:37Das spricht alles für ein fair Chromozitom.
32:38Ein gutartiger Tumor, der Adrenalin produziert.
32:42Und wenn es das nicht ist, dann ist es Frau Lucina.
32:44Der ist total verrückt nach ihr.
32:46Das nennt man Liebe.
32:48Es gibt nichts romantisches, Adnesiotika.
32:52Er ist heute für weitere Untersuchungen hier und will Sie noch sehen, bevor Ihnen der Mut verlässt.
32:56Die Blutuntersuchungen waren recht eindeutig.
32:58Abbauprodukte von Noradrenalin und Adrenalin.
33:01Machen Sie ein CT.
33:05Rantala?
33:06Sie müssen mir sofort die Mandeln rausschneiden.
33:08Ich bin heute Nachmittag verabredet und ich will mich doch mit diesem Mann unterhalten können.
33:12Frau Lucina, die OP ist schon eingetragen.
33:14Und woher haben Sie überhaupt meine Nummer?
33:16Dr. Rantala, bitte, bitte, bitte.
33:19Wir können die OP nicht einfach vorziehen.
33:22Ich greife in Weihands aus.
33:27Frau Lucina.
33:28Gibt es schon Neuigkeiten aus dem Charcot-Hospital?
33:32Ja.
33:33Ich habe mit den Verantwortlichen dort telefoniert.
33:36Ich habe Ihnen die Lage geschildert.
33:37Sie haben alle nötigen Formulare bekommen und sehen Sie so schnell wie möglich durch.
33:41Aber es gibt noch kein Go.
33:44Es ist immerhin noch keine Absage.
33:48Okay.
33:50Guten Morgen, Herr Harbin.
33:52Harte Nacht.
34:09Ich konnte Dr. Weidmann nicht anlügen.
34:11Ich habe ethische Grundsätze.
34:14Aber selbst wenn Sie es bis in die Klinik geschafft hätten,
34:17Sie wären nicht in die Studie aufgenommen worden.
34:19Sie wollen mir eine Magensonne legen.
34:24Ihr Körper hätte dann genügend Flüssigkeit und Nährstoffe.
34:28Er braucht Kraft, um gegen die Lungenentzündung zu kämpfen.
34:34Ich wollte auch mit Ihnen über invasive Beatmung sprechen.
34:39Schlag am Hals.
34:42Ich wäre dann im künstlichen Koma, oder?
34:44Nur so lange, bis sich Ihre Lunge wieder erholt hat.
34:47Und wir würden das auch erst dann machen,
34:49wenn Sie wirklich nicht mehr selbstständig atmen können.
34:54Wozu das alles noch?
35:05Geben Sie nicht auf.
35:06Wissen Sie, wie das ist?
35:10Wenn die Zukunft auf wenige Monate zusammenschrumpft?
35:14Meine Eltern waren komplett überfordert.
35:19Meiner Freundin konnte ich das nicht antun.
35:24Stück für Stück wird mir alles genommen.
35:25Das muss furchtbar sein.
35:37Aber Sie müssen da nicht alleine durch.
35:43Ich will nicht intubiert werden.
35:45Okay.
35:50Das ist Ihre Entscheidung.
35:53Aber bitte denken Sie daran, dass es Hoffnung gibt.
35:56Gerade bei der FOS-Mutation.
35:59Da könnte es in absehbarer Zeit Fortschritte geben
36:02bei den Behandlungsmöglichkeiten.
36:05Hier im Klinikum arbeiten viele Kollegen daran, Ihnen zu helfen.
36:08Wir sind nicht bereit, Sie aufzugeben.
36:22Herr Sossen?
36:24Ich will Sie nicht immer suchen müssen.
36:26Das Ergebnis von EMCT ist da.
36:28Ja, und?
36:29Also, mein Verdacht hat sich bestätigt.
36:32Sie haben einen gutartigen Tumor an der Nebenniere.
36:35Der produziert Adrenalin und Noradrenalin.
36:38Und die steigern Ihren Blutdruck.
36:40Sie haben Kopfschmerzen, sind nervös und schwitzen.
36:42Mhm.
36:44Ach, und davon schwitze ich so stark?
36:46Ja.
36:47Wir nehmen Sie auf und stellen Ihren Blutdruck medikamentös ein.
36:50Das dauert circa zwei Wochen.
36:52Und dann können wir den Tumor operativ entfernen.
36:55Okay.
36:57Ich dachte, Sie würden sich freuen.
36:59Ja, ja, es ist nur, ähm, zu spät.
37:04Isabella hat das Treffen abgesagt.
37:06Sie meint, dass sie erst operiert werden muss.
37:10Es fühlt sich nach einer Ausrede an.
37:14Isabella!
37:15Herr, ich habe jetzt keine Zeit.
37:18Isabella, ich kann geheilt werden.
37:21Ich werde nicht ewig so schwitzen.
37:22Du schwitzt?
37:23Ja.
37:24Komm nicht näher.
37:25Ich habe schlimmen Mundgeruch.
37:26Keine Nierensteine.
37:27Wir müssen los.
37:28Äh, Dr. Galura, wir sehen uns dann im OP.
37:40Ich habe gehört, das Konzert der Stadtpoeten war ein Riesenerfolg.
37:45Die nächsten Konzerte sind alle ausgebucht.
37:47Na ja, immerhin haben wir uns ein Frühstück verdient.
37:50Danke.
37:51Ja, ich dachte, Sie brauchen was zur Stärkung, damit Sie fit sind nach der langen Nacht.
37:54Und wenn Sie nicht fit sind, bitte Bescheid sagen.
37:56Immerhin geht es hier um Menschenleben.
37:59Zu den Erregern in der Lunge gibt es noch keine Ergebnisse.
38:01Aber ich habe Ihnen gesagt, dass Sie uns sofort verständigen sollen.
38:03Was?
38:09Okay.
38:12Herr Probst.
38:14Herr Harpin.
38:16Er bekommt jetzt eine Magensonde.
38:17Seine Atmung wird immer schlechter.
38:19Die Antibiotika schlagen nicht an.
38:21Und er verweigert invasive Beatmung.
38:24Was ist mit dem Herdefallprogramm?
38:25Sie sind müde und erschöpft.
38:31Essen Sie was, trinken Sie was und lassen Sie sich nicht runterziehen.
38:35Gebt mir den Kollegen in Übersehen ein bisschen Zeit.
38:37Ja?
38:50Hey, wie geht es den Assistenzärzten?
38:53Wir warten auf gute Nachrichten.
38:56Ja.
38:58Können Sie sich denn bald über eine neue Chefärztin freuen?
39:02Okay.
39:04Punkt eins.
39:06Du und die Familie, ihr seid mir das Wichtigste.
39:08Ich werde nicht auf eure Kosten Karriere machen.
39:10Nein.
39:12Raya und ich sind sehr stolz auf dich.
39:15Werden wir ein bisschen zurückstecken müssen?
39:17Ja.
39:18Aber wir finden einen Weg, um das auszugleichen.
39:20Punkt zwei.
39:21Ich habe schon so genug zu tun.
39:23Jetzt suchst du noch Entschuldigungen, um es nicht zu machen.
39:26Punkt drei.
39:27Es gibt qualifiziertere Leute als mich, die auch viel lieber im Rampenlicht stehen.
39:30Punkt vier.
39:31Ich habe immer ges...
39:32Ich kann verstehen, dass das beängstigend ist.
39:37Ganz vorne zu stehen.
39:38Alles abzukriegen.
39:39Für alles verantwortlich zu sein.
39:40Für alle ein Ohr zu haben.
39:41Ja.
39:43Aber weißt du, ich habe da so einen Verdacht.
39:45Du wirst es bereuen, wenn du es nicht versuchst.
39:46Die Inhalation sollte helfen, das Sekret zu lösen.
39:55Das wird nicht besser.
39:58Wir müssen geduldig sein.
39:59Entschuldigung.
40:00Wie geht es ihm?
40:04Seine Atemfrequenz ist hoch, aber jeder Atemzug ist zu schwach.
40:23Okay.
40:25Immer noch keine Nachricht aus Montreal.
40:27Vielleicht habe ich hier unten keinen guten Empfang.
40:29Können Sie mich mal anrufen, bitte?
40:30Ja, klar.
40:37Nee, daran liegt es nicht.
40:40Legen Sie auf, legen Sie auf.
40:40Jetzt rufen die an.
40:41Ja, klar.
40:43Dr. Charbaz, bonjour.
40:46Oui.
40:47Non, je comprends bien.
40:48D'accord.
40:56On va préparer tout ce qu'il faut.
40:58Merci beaucoup.
40:58Au revoir.
41:01Kommen Sie mit.
41:07Herr Harvey.
41:09Wir haben eine Klinik, die Sie aufnimmt.
41:12Das Chaco Hospital in Montreal.
41:14Sie sind zertifiziert Patienten mit der FOS-Mutation,
41:16das noch nicht zugelassene Medikament zu geben.
41:19Sie kommen in ein Härtefallprogramm?
41:22Ja.
41:28Wie gehen wir vor?
41:30Wir lösen die Mandeln vom umgebenden Gewebe ab.
41:33Dabei werden die Blutgefäße in dem Bereich verödet,
41:35um Blutungen zu stoppen.
41:37Korrekt.
41:37Wenn es hätte.
41:43Ich koaguliere.
41:44Ja.
41:44Ja.
41:46Und ist Herr Sossen abgeschreckt von dem Mundgeruch?
41:51Ich habe ihn nicht gefragt.
41:55Wie war das noch?
41:56Die privaten Angelegenheiten unserer Patienten gehen uns nächstes an.
42:00Richtig.
42:01Tun Sie auch nicht.
42:01Aber ich dachte auch,
42:04Sie wollen so schnell wie möglich zu Professorin Patzelt,
42:06da Sie Ihre Diagnostik abgeschlossen haben.
42:08Ja, das wäre toll.
42:10Das für Ihr Chromozetom darf ich aber schon noch mitoperieren, oder?
42:13Das Sekret hindert Ihnen, Herr Markmann.
42:17Wir müssen was tun.
42:17Helfen Sie mir, ihn aufzurichten.
42:20Vorsicht, Herr Harbin.
42:21Ich mache jetzt eine Klopfmassage,
42:23damit sich das Sekret ablösen kann.
42:25Sie ist abhusten können.
42:27Und dann hoffentlich besser atmen.
42:29Atmen Sie bitte so gut es geht.
42:31Ganz tief ein und aus.
42:32Sehr gut, wir schaffen das.
42:35Wir wollen doch nach Kanada.
42:36Dieser Blutdruck fällt ab.
42:37Okay, Moment.
42:39Einmal wieder hinlegen.
42:42Erhöhen Sie die Flussrate bitte.
42:44Ja.
42:44So, ganz vorsichtig.
42:46Das Ergebnis aus der Mikrobiologie.
42:49Danke.
42:50Es sind aerobobakterien.
42:51Alles klar, da müssen wir das Antibiotikum wechseln.
42:53Geben Sie bitte eine Kurzinfusion,
42:54Piperacillin und Terzobactam.
42:56Schon dabei.
42:57Okay.
42:57Schauen Sie mich bitte an.
42:59Das wird gleich besser.
43:00Ich verspreche es Ihnen.
43:01Die Alpha-Blocker zu nehmen ist wichtig,
43:08sonst kann es während der OP
43:09zu Bluthochdruck-Zwischenfällen kommen.
43:12Die OP an sich erfolgt minimalinvasiv.
43:14Okay, danke.
43:16Ich bin einfach nur froh,
43:17dass ich nicht mehr so viel schwitzen werde.
43:20Hör rein.
43:24Frau Lucina,
43:25Sie sollten auf Ihrem Zimmer sein.
43:28Krankenbesuch, wenn es erlaubt ist.
43:29Okay, machen Sie nicht zu lange.
43:32Sie brauchen Ruhe, alle beide.
43:33Ja, ja, ja.
43:39Ich, ich habe gar nicht gemerkt,
43:41dass du Mundgeruch hast.
43:43Da bist du, glaube ich,
43:43der einzige Mensch auf dieser Welt.
43:45Aber jetzt ist er ja weg.
43:46Oh, tut mir leid.
43:53Ich schwitze.
43:55Aber das ist gar nicht schlimm.
43:58Echt.
43:58Und?
44:12Sein Fieber ist gesunken.
44:14Sehr schön.
44:17Und bald kann er nach Montreal.
44:19Hoffentlich wird das Medikament
44:21das Fortschreiten seiner ALS verlangsamen.
44:23Herr Berger hat übrigens den Flug gewilligt.
44:27Und es werden natürlich Ärzte an Bord sein.
44:29Aber er wird Unterstützung brauchen.
44:31Okay.
44:32Könnten Sie sich vorstellen,
44:33ihn zu begleiten?
44:38Nach Kanada?
44:39Mhm.
44:41Dann können Sie sich auch gleich
44:42einen Eindruck verschaffen,
44:43wie die dort arbeiten.
44:45Voll gerne.
44:46Aber ist das denn abgesegnet?
44:48Das kriege ich schon hin.
44:49Sonst strande ich wieder.
44:53Hey.
44:54Da sind Sie eben wieder.
44:56Nicht schön.
44:58Frau Dr. Scherber,
45:00es tut mir leid,
45:04was ich zu Ihnen gesagt habe.
45:06Alles gut.
45:07Danke.
45:08Wir müssen jetzt endlich
45:20einen gemeinsamen Kandidaten vorschlagen.
45:22Ja, dann lass dich endlich
45:23auf jemanden ein.
45:25Okay, ich akzeptiere,
45:26dass ich keine zweite Karin kriegen kann.
45:28Aber...
45:28Ja?
45:31Entschuldigung, störe ich?
45:32Dr. Scherber, kommen Sie rein.
45:33Wie können wir helfen?
45:34Ich, ähm...
45:36Ich wollte meinen Hut
45:37in den Ring werfen.
45:41Eine Bewerbung?
45:42Mhm.
45:44Steht ja irgendwas drin,
45:45was ich nicht über Sie weiß.
45:47Ich glaube nicht.
45:47Aber,
45:48da die Stelle offiziell ausgeschrieben wurde,
45:50muss ich mich wohl offiziell bewerben.
45:53Danke.
45:54Wir melden uns.
45:57Ich kann mir vorstellen,
45:58dass es nicht einfach ist,
45:59für Sie Professor Patzelt
46:00als Chefärztin gehen zu lassen.
46:02Ich will Sie auch nicht ersetzen.
46:05Ich werde nicht versuchen,
46:07Karin Patzelt zu sein.
46:08Ich bin schon Layla Scherbers.
46:10Ich habe meine eigenen Qualitäten,
46:11die ich als Chefärztin einbringen könnte.
46:16Danke übrigens für den Ambulanzflug.
46:18Ach.
46:19Es kann in ein paar Tagen losgehen.
46:22Herr Probst wird den Patienten
46:23übrigens begleiten müssen.
46:24Ja.
46:27Wenn er ehrlich zu sich ist,
46:29kann er sich keine bessere Kandidatin vorstellen.
46:31ein bisschen was hat sie vielleicht auch von dir.
46:37Haben wir jetzt eine gemeinsame Kandidatin,
46:39die wir vorschlagen?
46:43Ja, haben wir.
46:44Schon mal Probesitzen?
46:51Auf gar keinen Fall.
46:53Erst wenn es so weit ist.
46:54Du darfst nach Kanada.
46:56Echt jetzt?
46:57Also, ich könnte auch für dich einspringen.
46:58Der Fall hätte ich jetzt nicht mitgenommen.
47:01Obwohl,
47:01nee,
47:01ich muss noch einen Tumor
47:03in der Nebenniere entfernen.
47:05Wie auch immer.
47:05Leute,
47:06ich danke euch.
47:07Ohne euch hätte ich die Anträge niemals geschafft.
47:09Ja,
47:09trotzdem bist du der Einzige,
47:10der eine Urlaubsreise bekommt.
47:12Naja,
47:12eine Bildungsreise,
47:13ne?
47:13Ist ja nicht zum Vergnügen.
47:14Also,
47:15nicht nur.
47:17Übrigens,
47:17das Feochromozytom zu diagnostizieren,
47:19war sehr gute Arbeit.
47:20Wofür ich als Lohn
47:22bestimmt vermehrt
47:22mit Professorin Watzelt arbeiten darf?
47:25Tja,
47:25muss man mal sehen.
47:26Immerhin fällt der Probst jetzt aus.
47:27Ja,
47:28jede gute Tat wird bestraft,
47:29oder?
47:29Wie war das da mal?
47:30Zu ähnlich.
47:33Spaß.
47:33Sie hatten noch eine Abmachung
47:34mit den Rantaler.
47:37Was ist das?
47:38Nee,
47:43vier Karten für die Stadtpoeten.
47:45Für heute Abend.
47:46Wie sind Sie denn an die gekommen?
47:48Sagen wir mal so,
47:49auch Musiker müssen mal zum Arzt.
47:51Nice.
47:52Viel Spaß.
47:52Danke.
47:53Wenn der Tag sich leise
47:55neigt,
47:56ich seh noch so viel
47:58zwischen den Zeichen.
47:59Then you stood
48:01and you
48:02watched me walk
48:04on to
48:04I arrived
48:06and you
48:07smiled and talked
48:08like you were
48:10a better part
48:13of me
48:15You look straight
48:20Untertitelung des ZDF für funk, 2017