- vor 4 Monaten
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00:00Musik
00:30Gut. Okay, machen Sie das. Ja, wieder.
00:45Morgen, Frau Marquardt.
00:46Guten Morgen.
00:48Ich war gerade auf der Bank.
00:51Die wollen uns die gesamte Kreditlinie zusammenstreichen.
00:54Warum haben Sie mich zu dem Termin nicht mitgenommen?
00:57Was hätten Sie denn machen wollen? Oder haben Sie eine Idee?
01:00Woher wir die 700.000 Euro kriegen?
01:02Entschuldigung.
01:03Guten Morgen, Dr. Bentano.
01:06Frau Rischke?
01:08Ja, gerne.
01:10Sie können Sie heute Vormittag dazwischen schieben.
01:13Rufen Sie sie an. Danke.
01:15Die Oberschwester? Was hat sie denn?
01:18Ärztliche Schweigepflicht. Aber Sie können sie ja gerne selbst fragen.
01:22Die Simoni-Stiftung.
01:25Was?
01:26Ach, Frau Rischke, die sitzt doch im Beirat der Simoni-Stiftung.
01:29Ja, und?
01:31Ach, nichts ist mir gerade nur so eingefallen.
01:35Ich bin im Keller ausgerutscht und mit der Rippe genau auf die Kante von einer Holzkiste gefallen.
01:40Das war vor drei Tagen und der Schmerz war eigentlich schon weg.
01:43Aber heute musste ich niesen und ich dachte, ich explodiere.
01:46Das war ein Schmerz, aber unglaublich.
01:49Haben Sie Beschwerden beim Atmen?
01:50Kein Hinweis auf innere Verletzungen.
01:55Okay.
01:56Das hat sich angefühlt, als hätte eine Rippe meine Niere durchbohrt.
01:59Nach dem, was ich im Schall gesehen habe, glaube ich nicht mal, dass etwas gebrochen ist.
02:03Das ist sehr wahrscheinlich nur eine Prellung.
02:05Ich sage, da ist etwas kaputt gegangen.
02:07Bitte schön.
02:09Bitte einmal Röntgen, Thorax-AP und seitlich.
02:11Okay.
02:12Sie nehmen mich nicht ernst.
02:13Wenn ich die Röntgenaufnahme gesehen habe, dann sprechen wir uns wieder.
02:17Das heißt, ich darf hier erst mal wieder ein paar Stunden warten, oder was?
02:21Wir haben gerade wirklich wahnsinnig viel zu tun.
02:22Die Notaufnahme ist auch komplett voll.
02:24Da hören Sie es.
02:25Bis später.
02:26Ich bin aber auch ein Notfall.
02:28Hallo?
02:29Was ist denn das für eine blöde Kuh, ey?
02:31Ey, immer schön ruhig bleiben.
02:34Ingrid Rischke.
02:36Dr. Brentano hat für mich einen Termin bei Dr. Stein gemacht.
02:42Frau Rischke.
02:44Was für eine Freude.
02:47Ich kümmere mich um die Patientin.
02:49Wie lange waren Sie denn jetzt nicht mehr hier?
02:51Vier Jahre.
02:52Das ist ja eine Ewigkeit.
02:55Hier hat sich so viel verändert.
02:57Zum Beispiel hier vorne.
02:59Da haben wir jetzt einen Kiosk und die machen einen hervorragenden Kaffee.
03:02Darf ich Sie dazu einladen?
03:03Danke, nicht für mich.
03:04Wo ist denn Dr. Stein?
03:06Ich muss Ihnen wirklich erst mal zeigen, was sich hier alles getan hat.
03:09Kommen Sie.
03:10Ich bin im Moment nicht gut zu Fuß.
03:13Meine Beinarterie macht zicken.
03:15Ja, deshalb bin ich ja auch hier.
03:17Selbstverständlich.
03:18Entschuldigen Sie.
03:20Rühren Sie sich nicht.
03:21Einfach setzen.
03:28So, Moment.
03:29Ich zeige Ihnen zuerst mal unser neues Labor.
03:36Wir haben ja jetzt einen großen Forschungsschwerpunkt.
03:39Das kostet natürlich ein Heidengeld.
03:41Ja, und wenn das Geld fehlt...
03:44Komm, Herr Quartz.
03:46Ich bringe Sie Ihnen gleich in den Behandlungsraum.
03:48Ich bin in den Behandlungsraum.
03:48Ich bringe Sie Ihnen gleich in den Behandlungsraum.
03:51Musik
04:21Übrigens, deine Gehaltsabrechnung lag im Schwesterzimmer unterm Tisch.
04:30Ich hab dir den mal in dein Fach gelegt, okay?
04:31Super, dann mit dir.
04:33Und, äh, hast du nicht eigentlich gesagt, dass du gut verhandelt hast?
04:37Ja.
04:39Sieht nicht so aus.
04:40Also, wenn ich das jetzt mit dem vergleiche, was ich damals als Pflegedienstleitung verdient habe.
04:44Mehr?
04:45Ja, deutlich.
04:47Ich muss.
04:51Entschuldigung, was ist denn jetzt? Ich sitze schon über eine Stunde.
05:02Ah, das tut mir wirklich leid, aber ich meine, Sie sehen ja, was hier los ist.
05:05Ähm, Dr. Böhm hat es leider noch nicht geschafft, sich die Bilder anzuschauen,
05:08aber wir konnten ja immerhin schon eine drehliche Verletzung ausschließen.
05:11Ja, aber ich, ich hab furchtbare Schmerzen. Ich kann mich fast gar nicht bewegen.
05:14Herr Borowski, ich weiß, eine Prallung ist sehr schmerzhaft.
05:17Ja, dann hören Sie doch jetzt bitte diese Ärzte.
05:18Ein kleines bisschen Geduld bitte noch, okay? Danke.
05:21Ja, okay? Mir ist gar nichts, okay? Ich lass dich doch nicht einfach so abspeisen.
05:24Was glauben Sie eigentlich, wie schwer Sie sind?
05:26Fass mich nicht an!
05:27Fass mich nicht an!
05:28Du sollst mich dort lassen!
05:30Stopp! Ruhig!
05:30Hey!
05:31Komm mal auf!
05:32Beruhig Sie sich einfach!
05:32Was ist das?
05:33Jetzt hören Sie auf!
05:34Hält du doch mal auf!
05:35Sie werden ruhigen Sie sich jetzt!
05:36Hör ab!
05:37Hör ab jetzt hier!
05:38Hey!
05:40Du sollst dich! Beruhig Sie sich jetzt sofort!
05:42Hör mich los!
05:43Hör mich los!
05:43Hör mich los!
05:44Hey! Lass mich los!
05:45Los, lass mich los!
05:46Hey! Lass mich los!
05:48Was ist passiert?
05:50Oh, er hat mich gedreht!
05:51Lass mich los!
05:52In den Bauch!
05:55Wir bringen Sie in den Schockraum.
05:57Holt Sie die Frage.
05:58Ich ruf die Polizei.
06:08Oh, keine Ahnung, warum der Kerl plötzlich ausgerastet ist.
06:12Ist doch Wahnsinn!
06:13Abwehrspannung.
06:21Wir brauchen ein kleines Blutbild, Gewinnung und Blutgruppenbestimmung und legen Sie gleich
06:25den Zugang.
06:26Danke.
06:26Danke.
06:29Stumpfes Bauchtrauma.
06:31Ist die Polizei schon da?
06:32Ist gerade hier gekommen.
06:33Herr Kreislauf?
06:35Letzter Druck bei 160.
06:36Sie ist leicht harrikant.
06:40Wie ich vermutet habe.
06:41Reichlich freie Flüssigkeit.
06:45Eine Milzruptur, oder?
06:47Auf LCT verzichten wir.
06:48Wir müssen sofort operieren.
06:51Dann ist Dr.
06:52Böhm eben dazwischen und er ist auf Sie losgegangen.
06:55Okay, wie genau?
06:56Also zuerst hat er ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
06:59Entschuldigung, aber ich bin hier das Opfer.
07:00Und dann lag sie am Boden und dann hat er ihr nochmal in den Bauch getreten.
07:03Sie haben mich stundenlang warten lassen, obwohl ich furchtbare Schmerzen hatte.
07:06Das ist ja aber noch lange kein Grund, deswegen auf jemanden loszugehen.
07:09Also er ist komplett ausgeteckt.
07:11Entschuldigung, aber die sind zu zweit auf mich losgegangen und das war Notwehr.
07:13Nee, das stimmt nicht.
07:15Kleinen Moment.
07:17Ich wäre im Milzruptur.
07:18Sie wird schon in den OP gebracht.
07:22Ich habe mir Ihre Röntgenbilder angesehen.
07:24Alles unauffällig.
07:25Hier ist ein Rezept für ein Schmerzmittel.
07:27Und ich sehe Sie hier nie wieder.
07:29Würden Sie diesen Herrn bitte nach draußen begleiten?
07:31Er hat ab sofort Hausverbot.
07:33Kommen Sie bitte.
07:34Das kann doch nicht hier ja ernst sein.
07:36Doch, wo ist es?
07:43Und ist alles wegen nichts?
07:51Wahnsinn, ne?
07:52Wie sich die Klinik verändert hat.
07:54Frau Rischke.
07:55Ah, so.
07:57Ich freue mich, Sie zu sehen.
07:59Ich mich auch.
08:01Wo ist denn Dr. Stein?
08:02Auf dem Weg.
08:04Es hat einen Angriff auf Herrn Haas und Dr. Böhm durch einen Patienten gegeben.
08:09Dr. Böhm ist sehr schwer verletzt.
08:10Wie, ein Angriff?
08:14Wie geht es, Dr. Böhm?
08:15Sie ist im OP.
08:18Frau Rischke.
08:19Ich melde mich später nochmal bei Ihnen.
08:21Ich würde noch gerne was mit Ihnen besprechen.
08:23Sie sagen mir Bescheid?
08:24Ja, mache ich.
08:25Wer ist denn Dr. Böhm?
08:26Wer ist denn Dr. Böhm?
08:29Unsere neue Chefärztin in der Notaufnahme.
08:33Man liest ja immer häufiger, dass sowas passiert.
08:37Die Welt verändert sich.
08:40So.
08:41Jetzt nochmal in Ruhe.
08:43Schön, dass Sie bei uns sind.
08:44Dr.
08:45Dr.
08:46Ventano meinte, Sie hatten Beschwerden im rechten Bein.
08:49Ja, Schmerzen.
08:50Immer wenn ich ins Stück gegangen bin.
08:52Und manchmal auch ein Krampf.
08:54Dann machen wir jetzt erstmal ein Gefäßultraschall.
08:56Legen Sie sich bitte hin.
08:58Ja.
08:58Danke, danke.
09:01Das kann ich schon noch alleine.
09:03Schlimm genug, dass Frau Marquardt mich hier durch die ganze Klinik kutschiert hat.
09:10Wir haben einen so hohen Sicherheitsstandard.
09:13Trotzdem passiert sowas.
09:15Ja, es gibt dem nicht die hundertprozentige Sicherheit.
09:19Ich sehe nichts.
09:20Es ist so viel Blutzaugen.
09:22Schere.
09:22Der muss wie ein Wahnsinniger zugetreten haben.
09:31Wie viele Konserven haben wir?
09:33Drei.
09:36Die Metz muss raus.
09:42Sie ist kreislaufstabil.
09:44Lass uns ein Packing machen.
09:45Dann können wir die Situation besser beurteilen.
09:52Okay.
09:52Packing.
09:59Noch eins?
10:05Die Sicht ist jetzt gut.
10:08Siehst du?
10:09Hier.
10:10Erste Ruptur.
10:12Heftig.
10:13Das Gewebe, das ist fragil.
10:14Aber du hast recht.
10:17Wir müssen alles tun, um das Organ zu erhalten.
10:19Fibriinkleber.
10:19Damit kann das gehen.
10:30Eine kleine Katheter-OP.
10:32Und Frau Rischke muss jetzt in der Klinik bleiben?
10:35Ein, zwei Tage.
10:36Je länger, desto besser.
10:38Wie meinen Sie das?
10:39Sie ist die Lösung unserer Probleme.
10:42Sie ist nämlich nicht nur im Beirat,
10:43sondern sie ist sogar in der Vorschlagskommission der Simoni-Stiftung.
10:47Ja, und?
10:48Die Stiftung hat im letzten Jahr
10:50zwei Millionen Euro Spendengelder ausgeschüttet.
10:53Zwei Millionen.
10:54Das muss man sich mal vorstellen.
10:55Warum gehen wir nicht den offiziellen Weg
10:57und stellen einen ordentlichen Antrag?
10:59Nein, das geht nicht.
11:00Die Idee muss schon von Frau Rischke kommen.
11:02Sonst sieht das ja in der Vetternwirtschaft aus.
11:05Aber tut es das nicht auch so?
11:07Mensch, haben Sie eine bessere Idee?
11:10Wollen Sie vielleicht selbstgemachte Limo von der Klinik verkaufen?
11:15Nein.
11:18Frau Schneider,
11:20Sie kümmern sich bitte ab sofort persönlich um Frau Rischke.
11:23Frau Rischke?
11:23Ja, die wird die nächsten paar Tage bei uns bleiben
11:25und ich möchte,
11:26dass sie ein wunderschönes Einzelzimmer bekommt
11:28mit Blick in den Innengarten.
11:30Es ist aber kein Einzelzimmer mehr frei.
11:31Ja, dann verlegen Sie halt irgendjemanden.
11:33Ich kann doch nicht einfach.
11:34Sie können.
11:35Und ich bitte Sie,
11:36lesen Sie ihr jeden Wunsch von den Lippen ab.
11:38Jeden.
11:40Und Blumen.
11:41Blumen.
11:42Ja, also grüne Stängel und Blüten.
11:44Es geht um die Zukunft unserer Klinik.
11:47Geben Sie sich bitte Mühe.
11:49Frau Marquardt,
11:51haben Sie heute Nachmittag einen Augenblick Zeit für mich?
11:53Warum geht's denn?
11:55Ich würde gern noch mal über meinen Vertrag sprechen.
11:58Der ist bereits unterzeichnet und rechtskräftig.
12:07Konnten Sie die Milze halten?
12:10Wir haben genäht und mit fibrigen Kleber geklebt.
12:13Es sieht erst mal gut aus.
12:15Aber Sie brauchen jetzt viel Ruhe.
12:16Das wissen Sie.
12:21Alle in der Klinik fragen,
12:22wollen wissen, wie es Ihnen geht.
12:25Dr. Stein,
12:26Frau Marquardt,
12:27Dr. Globisch,
12:28Dr. Demi.
12:29Was ist mit diesem Borowski?
12:31Kriegpost vom Staatsanwalt.
12:32Es gibt auf jeden Fall eine Anzeige.
12:35Das ist zu wenig.
12:37Viel zu wenig.
12:39Er wird sich vor Gericht verantworten müssen.
12:42Solche Typen kommen am Ende immer zu billig weg.
12:45Und dann machen Sie so weiter.
12:47Die Hauptsache ist jetzt erst mal,
12:49dass Sie wieder gesund werden.
12:55Sollen wir eigentlich jemanden informieren?
12:58Mann, Freund, Kindergarten?
12:59Kindergarten.
13:04Was ist das denn für eine Frage?
13:06Wollte nur nett sein.
13:10Das ist eine typische Kaiserschnittnarbe.
13:13Ein Pfannenstehschnitt wird doch auch noch bei anderen gynäkologischen OPs angewandt,
13:17als nur bei einer operativen Geburt.
13:20Bei einer Gebärmutterentfernung zum Beispiel.
13:23Ich habe sie sonografiert.
13:25Sie hatte eine Schnittentindung.
13:27Woher willst du das wissen?
13:28Intuition.
13:30Wie auch immer, es geht uns nichts an.
13:34Gut, dass ihr die miterhalten konntet.
13:37Was ist, wenn das Kind nicht mehr lebt?
13:40Ich Idiot, reiß hier alte Wunden auf.
13:45Vielleicht sollte ich mich entschuldigen?
13:48Bestimmt besser, oder?
13:49Sie will offenbar nicht darüber reden.
13:52Akzeptiere das doch.
13:55Wie du meinst.
13:57Hast du die Oberschwester gesehen?
14:00Klar.
14:01Sie ist wie immer.
14:04Aber ihre Betreuung ist ab jetzt Schätzerin.
14:07Frag nicht.
14:08Hat Frau Markwart angeordnet.
14:11Ausgerechnet.
14:14Das kannst du direkt hier an der Seite stehen lassen.
14:16Danke.
14:18Warum der ganze Aufwand?
14:19Und ich wäre auch mit einem Doppelzimmer zurechtgekommen.
14:22Kein Problem.
14:27Wie lange arbeiten Sie denn schon als Pflegedienstleitung?
14:31Seitdem Frau Ritter sich da zurückgezogen hat.
14:35Ich hatte auch wirklich Respekt davor, aber Verantwortung übernehmen, das ist schon mein Ding.
14:39Also macht es Spaß?
14:42Eigentlich schon.
14:43Eigentlich?
14:45Ah ja.
14:47Wenn da die gute Frau Markwart nicht wäre, würde es noch mehr Spaß machen.
14:52Das haben Sie jetzt gesagt.
14:54Ich bin früher auch immerzu mit dir aneinander geraten.
14:58Das muss man sportlich nehmen.
15:01Das hier war die schönste Zeit meines Lebens.
15:05Lassen Sie sich das nicht kaputt machen, hm?
15:10Ah.
15:11So.
15:12Danke.
15:13Die hier sind von Frau Markwart.
15:20Schön sind sie trotzdem.
15:23Aber irgendwas stimmt hier nicht.
15:28Ich hole sie in ungefähr einer halben Stunde zu dem Eingriff ab.
15:35Ja, die Markwart hat mir hier im 1A reingelegt.
15:40Aber nee, das ist der Schlägertyp.
15:42Herr Borowski, stopp.
15:44Sie haben hier Hausverbot.
15:46Ich, ich werde mich nur bei der Ärztin entschuldigen, bevor da jetzt so eine, so eine große Sache draus gemacht wird.
15:51Dr. Böhm liegt auf der Intensivstation.
15:57Das, das, das war doch nur eine kleine Rangelei.
16:01Wir haben auf eine am Boden liegende Frau eingetreten.
16:03Ja, aber weil sie vorher auf mich losgegangen ist.
16:05Weil sie mich angegriffen haben.
16:07Ich habe mich nur zur Wehr gesetzt.
16:08Sie können doch jetzt nicht einfach mir die ganze Schuld geben.
16:10Braucht ihr Hilfe?
16:13Brauchen wir Hilfe?
16:16Nein, natürlich nicht.
16:18Eigentlich wollte ich, ich, passen Sie mal auf.
16:22Sagen Sie doch einfach bitte, Dr. Böhm, dass ich hier war, um die Sache aus der Welt zu schaffen.
16:31Gehen Sie bitte.
16:32Bitte.
16:34Bitte.
16:44Was wollte er?
16:45Sich entschuldigen?
16:46Ja.
16:47Dazu wird ihm wohl jemand geraten haben, damit er vor Gericht besser dasteht.
16:52Soll er sich zum Teufel scheren.
16:55Das habe ich ihm gesagt.
16:55Das ist in Ordnung.
16:59Kaum Mundflüssigkeit, gut.
17:01Dennoch gilt weiterhin, Sie brauchen Ruhe.
17:04Ich hasse Ruhe.
17:06Ja, ja.
17:07Wir sehen uns später.
17:07Das tut mir wirklich leid, dass Sie jetzt hier liegen.
17:18Eigentlich wollte er mich angreifen.
17:21Und jetzt wären Sie lieber an meiner Stelle.
17:22Ich wollte mich nur bedauern.
17:28Das ist schon gut.
17:32Später.
17:34Haben Sie seine Nummer noch?
17:36Den Zettel, den er Ihnen gegeben hat?
17:41Legen Sie ihn hier hin.
17:42Frau Schneider, haben wir einen Termin?
18:10Ich wollte Sie ja nochmal sprechen.
18:11Na, na, kommen Sie rein.
18:15Nehmen Sie Platz.
18:20Worum geht's denn?
18:22Sie haben mir gesagt, dass ich genauso viel verdiene,
18:25wie alle vor mir in der Position der Pflegedienstleitung.
18:28Und?
18:29Naja, das stimmt ja nicht so ganz.
18:32Der Vertrag, der lag hier auf dem Tisch.
18:35Die Zahlen waren klar.
18:36Ich habe unterschrieben, Sie haben unterschrieben.
18:38Sie haben mich angelogen.
18:39Jetzt wollen wir mal nicht unsachlich werden.
18:45Der Sachsen-Klinik geht es sehr schlecht.
18:48Das sieht man ja an Ihrer neuen Einrichtung.
18:52Wie bitte?
18:54Das hier habe ich bereits vor zehn Wochen bestellt,
18:57bevor wir überhaupt in der Krise waren.
18:59Ich möchte doch einfach nur angemessen bezahlt werden,
19:02sonst...
19:02sonst...
19:03Sonst...
19:05Sonst gehe ich.
19:08Ah, wohin?
19:16Wenn wir beide bei Frau Rischke an einem Strang ziehen,
19:21die Klinik braucht eine Finanzspritze.
19:23Und die könnte uns Frau Rischke verschaffen.
19:28Aha.
19:29Danach könnten wir vielleicht über eine kleine Gehaltsanpassung sprechen.
19:33Und was heißt in dem Fall vielleicht?
19:36Ich kann es nicht versprechen.
19:37Das sehen wir dann.
19:40So, jetzt muss ich aber.
19:41So, jetzt muss ich mal.
20:11Ich bin froh.
20:41hallo dr böhm frau dr böhm ja gut dass sie anrufen also es muss doch irgendeine möglichkeit
20:58geben die sachen von heute morgen aus der welt zu schaffen ich weiß dass es nicht gut gelaufen ist
21:03normalerweise rast sich nicht so schnell aus dass einfach viel zusammengekommen ich dachte
21:11sie wollten sich entschuldigen ich habe mich nicht richtig verhalten das tut mir auch sehr leid ehrlich
21:17hören sie ich bin doch bereit ein schmerzensgeld zu zahlen ich meine es muss ja eine möglichkeit
21:31geben wie wir die sache aus der welt schaffen so dass wir beide gut damit leben da lässt sich nichts
21:37aus der welt schaffen ich rufe sie eigentlich nur an um sie wissen zu lassen was ich tun werde ich
21:43werde dafür sorgen dass ihr arbeitgeber davon erfährt dass sie frauen schlagen ihre freunde ihre familie
21:49jeder ich werde anrufen und e-mails schreiben alle sollen wissen was sie für ein mensch sind sie
21:55werden diesen tag genauso wenig vergessen wie ich das schwöre ich ihnen hallo was tut sie denn da
22:05ich sauge für gerechtigkeit können sie frau berzbach dann gleich zum röntgen bringen ja klar
22:15sie haben die telefonnummer von diesem schläger gegeben ja ja sie wollte sie haben ich sehe sie da
22:27wie sie mit dem mann telefoniert sie hat sich furchtbar aufgeregt sie wollte die telefonnummer
22:32von mir haben was soll ich machen also das letzte was dr bürger brauchen kann ist aufregung und stress
22:36das ist mir klar aber vielleicht hilft das ja auch weiß ich nicht die ganze sache zu verarbeiten also wenn
22:41sie sich mit dem täter konfrontiert psychisch psychisch ja das damals auch geholfen sehen sie
22:46jetzt unter die therapeuten gegangen nein wenn dieser mann hier nochmal auftaucht rufen sie die
22:50polizei aber er hat keinen ärger gemacht haben wir uns verstanden ja okay gut
23:11tut mir leid dass sie ärger bekommen ja nicht so schlimm ich musste irgendwo hin mit meiner wut und
23:22er hat es verdient das stimmt aber aber ich weiß einfach nicht ob ihnen das wirklich hilft also ich
23:32meine verstehen sie mich bitte nicht falsch ich habe ich weiß wie sich das anfühlt ich weiß zumindest wie sich
23:38das anfühlt wenn man am boden liegt und zusammengeschlagen wird mir ist es auch schon mal passiert
23:42dann wissen sie bestimmt auch dass ein gut gemeinte ratschläge in dieser situation gar nicht helfen ja aber
23:52ich glaube trotzdem dass rache die ganze sache nicht besser macht sie können es nicht lassen oder
23:58soll ich ihn einfach so davon kommen lassen ich denke einfach dass das rache dem täter viel zu viel
24:06aufmerksamkeit schenkt lass mich von niemandem zum opfer machen von niemandem das hat vorher keiner
24:13geschafft und das schafft dieser bruchowski auch nicht
24:23der eingriff soll ja gut verlaufen sein haben sie irgendwelche beschwerden mir geht es gut danke und
24:31und ihn sorgen sowas spüre ich doch frau marquardt wie lange haben sie es noch mal mit ihr ausgehalten
24:43fast 20 jahre man muss sie zunehmen wissen sie hat sie wahrscheinlich auch nie so über den tisch gezogen
24:49so dumm bin wieder nur ich ja lachen sie nur ich habe es nicht besser verdient was hat sie denn getan
24:55raus mit der sprache kindchen
25:04es geht um meinen vertrag ich habe gedacht dass sie mir ein faires angebot gemacht hat und wie schlimm
25:13ist es fast 300 euro weniger als meine vorgänger das ist eine menge da müssen sie auf den tisch
25:20schauen so etwas dürfen wir uns nicht gefallen lassen miriam da geht es ums prinzip ja ich habe
25:25mir sogar angedroht zu gehen wenn man mit so etwas droht muss man es auch ernst meinen oder sehr
25:33gut plöffen sie hat mich abblitzen lassen und dann hat sie mir noch die pistole auf die brust gesetzt
25:37was hat sie denn von ihnen verlangt was sie tun sollen super dankeschön
25:46das ist aber nicht aus der krankenhausküche ich habe es in einem restaurant bestellt
25:58also was wird hier gespielt und kommen sie mir nicht mit irgendwelchen geschichten miriam ich bin doch
26:07schließlich nicht irgendwer die schmerzen sind wieder stärker geworden trotz schmerzmittel
26:14sie haben die kaiserschnittnabe gesehen oder deswegen die merkwürdige bemerkung
26:25ich wollte nicht indiskret sein ich war nur überrascht weil es tut mir leid wenn ich sie verletzt haben
26:40sollte es geht sie nichts an das ist alles mir ist nur aufgefallen wie wenig wir voneinander wissen wir müssen
26:48auch nichts voneinander wissen wir arbeiten nur zusammen ihre herzfrequenz ist erhöht sie haben
26:57temperatur ich tasse ihren bauch ab
27:00keine abwehrspannung
27:03melden sie frau bühm für ein abdomen ct an und noch mal blut abnehmen entzündungsparameter und gerinnung
27:14ok
27:15sie hat mir deutlich zu verstehen gegeben dass mich die narbe nichts angeht
27:22warum hast du denn überhaupt noch mal davon angefangen sie hat davon angefangen
27:27dann gehe ich wohl allein nach hause
27:31schönen feierabend asu danke kai
27:36dr bülms entzündungswerte sind erhöht leukos bei 14.000
27:42ist das ihr kontroll ct sieht unauffällig aus keine nachblutung
27:49wie geht es hier sonst moderate schmerzen leichtes postoperatives fieber
27:54die entzündungswerte sind absolut im rahmen für die situation
27:59sehe ich auch so
28:01also sollten die entzündungswerte nicht sinken
28:03dann erwägen wir eine antibiose
28:07die ein kopische
28:08die leuchtendung
28:14schmerzen
28:16schmerzen
28:18schmerzen
28:19schmerzen
28:20Untertitelung. BR 2018
28:50Herr Borowski, Sie haben hier nichts verloren.
29:12Ich muss mit Frau Dr. Böhm reden, wirklich. Die dreht völlig frei. Ich habe...
29:17Mein Anwalt hat mit der Staatsanwaltschaft telefoniert. Und es wird ein Verfahren geben wegen schwerer Körperverletzung.
29:22Ja, natürlich. Ist doch klar. Was denken Sie denn?
29:25Das ist ja nicht das Schlimmste. Sie mich bloßstellen. Vor der ganzen Welt, vor meinem Chef. Ich fliege zu 100% raus.
29:33Ich will doch nie einen neuen Job. Wissen Sie, wie es gerade in der Autoindustrie aussieht?
29:36Das hätten Sie sich vorher überlegen müssen.
29:37Ich habe eine Scheidung am Laufen. Ich muss Unterhalt zahlen.
29:41Es geht hier nicht um Sie.
29:43Jetzt lassen Sie mich platzartig.
29:45Herr Borowski, es tut mir leid, aber Sie haben hier Hausverbot. Sie können nicht rein. Punkt.
29:48Muss ich die Polizei anrufen?
29:56Ist nicht nötig.
29:56Alles gut?
30:05Ja, ja.
30:06Eure neue Pflegedienstleitung ist ja wirklich ein Kreuzstück.
30:09Miriam ist klasse.
30:10Mhm.
30:12Darf ich?
30:13Na klar.
30:20Ja?
30:21Mhm.
30:22Mhm.
30:24Guten Morgen, Frau Rischke.
30:25Guten Morgen.
30:26Guten Morgen.
30:27Guten Morgen.
30:29Tja, man kann die Zeit nicht zurückdrehen.
30:32Ja.
30:34Wollen Sie mich eventuell in mein Büro begleiten? Wir wollten ja noch was besprechen.
30:37Keine schlechte Idee. Ich wollte auch mit Ihnen reden.
30:43Wie ich höre, unterschätzen Sie die Wichtigkeit der Pflegedienstleitung noch immer.
30:50Aber nein, ich habe doch immer gewusst, was ich an Ihnen habe.
30:53Ja? Und wissen Sie auch, was Sie an Frau Schneider haben?
30:57Sparsamkeit in Ehren. Aber Geiz zahlt sich niemals aus, Frau Marquardt.
31:04Was hat denn Frau Schneider zu Ihnen gesagt?
31:06Ja, ich muss jetzt zu meiner Kontrolluntersuchung. Und danach können wir uns über Ihr Problem unterhalten.
31:13Gut.
31:14Ich kann Ihnen nur raten, nutzen Sie die Zeit bis dahin.
31:16Was meinen Sie denn damit?
31:17Sie sind doch eine intelligente Frau.
31:23Ich sage dann Frau Schneider Bescheid, dass sie sich bei Ihnen melden soll.
31:29Vorsicht.
31:31Guten Morgen, was haben wir?
31:32Herbert Felter aus, 48 Jahre alt, Verkehrsunfall, Pkw kontra Baum.
31:37Kreislauf, instabil, Anadlass, SAC und Beckenfraktur.
31:41Wissen Sie, was Frau Marquardt von mir will?
31:56Sie wollen was von Frau Marquardt?
31:59Die zieht mich doch sowieso wieder nur über den Tisch.
32:01Diesmal nicht, weil Sie es nicht zulassen werden.
32:07Das Wichtigste ist, dass Sie nicht aus dem Blick verlieren, worum es geht.
32:11Verstanden?
32:13Wenn Sie in das Büro von Frau Marquardt kommen, nicht hinsetzen.
32:18Sie bleiben stehen.
32:20Sie soll zu Ihnen aufblicken.
32:22Okay.
32:22Und Sie sehen Frau Marquardt fest in die Augen.
32:25Nicht ausweichen, auf gar keinen Fall.
32:28Miriam, sonst haben Sie verloren.
32:29Sie schaffen das.
32:32Ich habe das doch auch geschafft.
32:59Dr. Böhm's Entzündungswerte sind weiter rückläufig.
33:07Das ist gut.
33:16Hallo.
33:18Wir müssen reden.
33:20Was ist hier?
33:21Ich weiß, dass Sie das nicht hören wollen.
33:23Das tut mir wirklich leid.
33:24Aber Sie können doch nicht einfach mein Leben ruinieren.
33:26Was machen Sie hier raus mit Ihnen?
33:37Ich habe nichts gemacht.
33:40Ja, dann können wir Sie ja morgen auf die Normalstation verlegen.
33:47Dr. Böhm.
33:48Wieso ist er hier?
33:58Keine Ahnung.
33:59Der Druck ist auf 80 gefeiert.
34:00Frequenz 120.
34:01Ich habe die Flüssigkeit zuvor erhöht.
34:02Aber sie reagiert.
34:02Komm, doch.
34:03Dr. Böhm.
34:04Herr Borowski, raus bitte.
34:05Raus, raus, raus.
34:10Brettharte Abwehrspannung.
34:12Finale ist voll.
34:14Massive Nachblutung.
34:15Sofort in den OP.
34:18Gut.
34:23Sie sind mir bei Frau Rischke in den Rücken gefallen.
34:25Ich dachte, wir wären ein Team.
34:27Frau Rischke hat selber gemerkt, dass etwas nicht stimmt.
34:30Ich möchte jetzt über meinen Vertrag sprechen.
34:31Na, dann nehmen Sie doch bitte erst mal Platz.
34:33Ich möchte dasselbe verdienen, wie Herr Haas oder Frau Ritter vor mir.
34:37Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit.
34:38Sonst?
34:38Sonst müssen Sie sich eine neue Pflegedienstleitung suchen.
34:42Ich meine, das hatten wir ja nun schon.
34:45Pflegedienstleitungen werden gesucht.
34:46Ich finde schnell einen Job.
34:47Aber ob Sie so schnell jemand Neues finden?
34:50Jemand Kompetentes?
34:51Wir hatten uns doch gestern schon geeinigt.
34:53Nein, Sie haben sich geeinigt, Frau Marquardt.
35:00Da hat Ihnen ja Frau Rischke ganz schöne Flausen in den Kopf gesetzt.
35:04Sie können sich das mit dem Vertrag sehr gern überlegen.
35:08Gut.
35:08Sie bekommen Ihr Geld.
35:13Genauso viel wie Frau Ritter oder Herr Haas?
35:16Ja.
35:16Zuzüglich Inflationsausgleich?
35:18Gott meinetwegen.
35:19Und jeden Tag einen frischen Strauß Blumen fürs Schwesternzimmer.
35:22Blumen?
35:23Sie wissen schon.
35:25Grüne Stängel?
35:26Mit Blüten dran?
35:31Mann und Spaß.
35:32Es läuft und läuft.
35:41Saugen.
35:42Ich brauche freie Sicht.
35:44Wie geht's hier?
35:45Ihr Blutdruck ist im Keller.
35:49Lassen Sie die aktuelle Gewinnung bestimmen.
35:52Wir brauchen zwei E-Rekonsentrate und FFP.
36:00Ich finde die Quelle nicht.
36:01Wenn wir die Blutdruck nicht unter Kontrolle kriegen, dann bleibt sie uns auf dem Tisch.
36:05Die Milz muss raus.
36:07Das ist unsere einzige Option.
36:09Der obere Po scheint intakt zu sein.
36:11Wenn wir ihn retten können, bleibt zumindest ein Teil der Milzfunktion erhalten.
36:15Gut.
36:15Verstanden.
36:16Saugen.
36:18Parenziebenart.
36:24Saugen.
36:26Bipolare Schere.
36:31Spülung.
36:39Spülung.
36:40Sie wird zunehmend instabil.
36:42Wir haben es gleich.
36:43Saugen.
36:45Rat.
36:45Ich habe nichts gemacht.
37:01Wirklich nicht.
37:02Es reicht langsam.
37:03Ich rufe die Polizei.
37:04Ich gehe hier nicht weg, bis ich nicht weiß, was mit dir ist.
37:06Ich meine, wenn sie stirbt, das wollte ich doch nicht.
37:08Ja, sehr gut.
37:09Haben Sie jetzt endlich verstanden, was Sie angerichtet haben?
37:11So bin ich doch gar nicht.
37:13Ich hatte so viel Druck auf Arbeit.
37:14Sie fangen schon wieder an, sich rauszureden.
37:16Hören Sie auf damit.
37:18Ja, aber sie stellt mich so da, als wäre ich ein Monster.
37:21Als müssten meine eigenen Kinder vor mir Angst haben.
37:22Sie gehen auf andere Menschen los.
37:23Und Sie können mir nicht erzählen, dass das das allererste Mal war, dass Sie so ausgerastet sind.
37:30Ich habe noch nie jemanden verletzt.
37:32Jetzt schon.
37:34Machen Sie eine Therapie.
37:35Sie sind eine wandelnde Zeitbombe.
37:37Chris?
37:39Ja?
37:41Dr. Böhm ist aus dem OP.
37:43Sie kann wieder auf die Intensivstation.
37:46Wie geht es dir?
37:49Besser.
37:50Kommst du?
37:52Die OP ist gut gelaufen.
38:22Jetzt ist die Milz raus, oder?
38:27Nur ein Teil.
38:28Die Milzfunktion bleibt erhalten.
38:35Wie kann es eigentlich sein, dass der Kerl schon wieder in der Klinik war?
38:39Sogar hier im Zimmer.
38:42Er muss sich irgendwie reingeschlichen haben.
38:44Dann bekommt er noch eine Anzeige wegen Hausfriedsbruch.
38:46Ich bin gleich wieder da.
38:55Wegen diesem Messgerl habe ich ein Stück meiner Milz verloren.
38:59Jetzt hat er es doch noch geschafft, mich zur Opfer zu machen.
39:01Nein, Quatsch, nein.
39:04Hat er nicht.
39:05Vielen Dank nochmal, dass die OP so problemlos gelaufen ist.
39:09Dankeschön.
39:09Hallo, hier sind Sie ja.
39:11Oh, Frau Barclath.
39:13Wie ich höre, haben Sie Ihre Hausaufgaben gemacht?
39:17Es ging um Frau Schneider.
39:19Wollten Sie nicht in mein Büro kommen?
39:22Ich habe mit Frau Rischke das Geldthema schon mal angesprochen.
39:25Ich finde, wir sollten ja unsere Differenzen beiseite legen.
39:30Differenzen?
39:31Auch die von früher.
39:32Ich meine, es geht um die Klinik und Professor Simoni hätte das auch gewollt.
39:36Sicher.
39:38Die Klinik ist ja auch sein Vermächtnis.
39:41Die Stiftung kann uns das Geld nicht geben.
39:44Wenn Sie mit offenen Karten gespielt hätten, hätte ich Ihnen gesagt,
39:47dass ich nicht die Mittel habe, der Klinik zu helfen.
39:53Aber die Stiftung hat doch das Geld.
39:55Aber der Stiftungszweck ist völlig klar.
40:00Es geht darum, schwerkranken Menschen zu helfen und ihnen Wünsche zu erfüllen.
40:06Ja, aber ich meine, außergewöhnliche Umstände erfordern eben manchmal auch außergewöhnliche Maßnahmen.
40:11Selbst wenn ich es wollte, würde ich es beim Stiftungsrat niemals durchbringen.
40:17Es tut mir leid, Frau Barclath.
40:18Aber ob er wirklich eine Therapie macht, bevor er den Nächster auf die Intensivstation prügelt.
40:30Keine Ahnung.
40:34Aber Sie dürfen wirklich nicht denselben Fehler machen, den ich gemacht habe.
40:37Ja, was?
40:38Wenn Sie die ganze Zeit nur an den Täter denken, dann können Sie damit nicht abschließen.
40:41Tue ich nicht.
40:42Natürlich, ich sehe das doch.
40:44Und Wut ist auch gut.
40:45Wut hilft Ihnen auch.
40:46Aber ich war auch die ganze Zeit total auf diesen Typen fixiert.
40:50Und ich dachte mir, okay, sobald er bestraft wird, geht es mir an dich besser.
40:52Aber so war es nicht.
40:54Ich muss meinen eigenen Weg finden, damit klarzukommen.
40:58Ja, das verstehe ich auch.
41:00Aber ich glaube trotzdem, dass Sie...
41:01Danke.
41:04Ach, und noch was.
41:06Alles, was ich Ihnen in den letzten Tagen gesagt habe, fällt unter die Schweigepflicht.
41:12Jedes einzelne Wort.
41:14Verstanden?
41:14Ja.
41:17Entschuldigung.
41:22Wie fühlen Sie sich?
41:26Also wissen Sie, was ich nicht verstehe?
41:29Warum sind die alle so auf Kuschelkurs?
41:35Gewöhnen Sie sich dran.
41:37Hat auch seine guten Seiten.
41:52Nehmen Sie es nicht so schwer.
42:10Och, ich bin so ein Schaf.
42:12Ich habe wirklich gedacht, die Simoni-Stiftung wäre eine Chance für uns.
42:18Ja, tschüss.
42:19Ähm, wir kriegen das doch so hin.
42:23Boah, hatten Sie eigentlich das gute Essen für Sie her?
42:26Das hat Frau Schneider besorgt.
42:28Da ist ein französisches Restaurant hier um die Ecke.
42:31Boah, Ischke war ja völlig begeistert.
42:33Haben die auch was Leichtes?
42:35Was Leichtes?
42:37Da gibt es auf jeden Fall sehr guten Wein.
42:41Darf ich Sie zum Essen einladen?
42:43Oh, sehr gerne.
42:45Oh, sehr gerne.