- vor 4 Wochen
Patientenrechte sind nicht nur Paragrafen sie schützen Ihre Gesundheit und Selbstbestimmung. In diesem Vortrag erfahren Sie, welche Rechte Sie als Patient'in haben, wie Sie sie durchsetzen können und warum Aufklärung der Schlüssel zu mehr Sicherheit im Gesundheitswesen ist.
Redner: Prof. Dr. Matthias Schrappe
Veranstaltung des BSW in Rhein-Erft am 14.12.
Redner: Prof. Dr. Matthias Schrappe
Veranstaltung des BSW in Rhein-Erft am 14.12.
Kategorie
🛠️
LifestyleTranskript
00:00:00Gut, ich hoffe, ihr habt alle ein nettes Schwätzchen in der Pause gehabt.
00:00:06Wir würden jetzt gerne weitermachen und begrüßen Matthias Schrapper auf der Bühne.
00:00:11Wir freuen uns auf deinen Vortrag, Matthias.
00:00:13Tut mir leid, es ist nicht ganz scharf, das ist jetzt außerhalb meines Wirkungskreises.
00:00:32Ja, liebe Freundinnen, liebe Freunde, liebe Sarah, vielen Dank für die Einladung.
00:00:38Auch an Yasemin, danke für den schönen Vortrag.
00:00:43Du hast mir eine hervorragende Aufschlagsmöglichkeit gegeben, um anzuknüpfen an einem Thema,
00:00:50was mich eigentlich seit meiner gesamten Berufstätigkeit sehr verfolgt.
00:00:57Patientenrechte, Patientensicherheit und ich werde auch gleich darauf kommen,
00:01:03ganz im Zentrum, was ist das eigentlich, die Würde der Patienten,
00:01:08was ist das eigentlich, Patientenrechte, Patientenorientierung für ein Wort,
00:01:15was ist das eigentlich für ein Konzept und irgendwie ist es selbstverständlich,
00:01:20aber im gesellschaftlichen Disput ist es halt nicht immer selbstverständlich.
00:01:25Da gibt es dann andere Zwänge, andere Gründe.
00:01:28Damit habe ich mich eigentlich immer beschäftigt, bin in der Welt ziemlich rumgekommen,
00:01:33vielen Gremien und Fachgesellschaften und ich will euch da nicht mit langweilen oder Sie,
00:01:38will ich nicht mit langweilen.
00:01:41Was Sie wenigstens wahrscheinlich wissen ist, dass ich ganz hier in der Nähe,
00:01:46in meinem ersten Krankenhaus gearbeitet habe, in Frechen, Katharinenhospital,
00:01:50als Kriegssinn verweigereten, der Arzt, ja, ziemlich politische Geschichte auch damals,
00:01:55wenn es jetzt auch schon bald 45 Jahre her ist.
00:02:00Und dort habe ich auch einen schwerwiegenden Fehler gemacht, weil bei einem Patienten,
00:02:05was Jahre später, und ich komme da gleich noch drauf,
00:02:08mit Bestandteil war eine Initiative von Ärzten und Pflegenden in unserem deutschen Gesundheitswesen,
00:02:15sich mit der Thematik Fehler in der Gesundheitsversorgung intensiver auseinanderzusetzen.
00:02:21Das ist ja, wir machen ja alle Fehler, mal noch Ärzte und auch Pflegende machen Fehler,
00:02:26das werden wir nie ganz abschaffen können.
00:02:29Die Frage ist nur, wie geht eine Gesellschaft und wie gehen auch die Professionen,
00:02:33die Berufsgruppen, die Gesundheitsberufe, mit ihren Patienten so damit um,
00:02:38dass weitere Schäden bei anderen Patienten vermieden werden können.
00:02:45Das ist eigentlich das Wichtigste, man sollte Fehler nicht wiederholen.
00:02:48Und dass auch das Verhältnis zwischen den Professionals, sag ich es mal,
00:02:52und den Patienten eigenermaßen im Blut bleibt.
00:02:58Und das ist eine schwierige Aufgabe.
00:03:01Vor allen Dingen, weitere Fehler vermieden werden.
00:03:03Gut, ich gucke mal, ob das jetzt hier wirklich funktioniert.
00:03:09Ja, es funktioniert.
00:03:11Im BSW, ach so, der hat sich gleich hier zweimal gemeldet, im BSW,
00:03:16arbeiten wir intensiv im Politikfeld Gesundheit.
00:03:21Wird vielleicht nicht so nach außen so einfach und umfänglich wahrgenommen.
00:03:26Aber das ist sicherlich eins der Politikfelder neben der Außenpolitik und der Friedenspolitik,
00:03:32die das am aktivsten ist.
00:03:35Jede Woche treffen wir uns im Türfix, Yasemin ist häufig dabei.
00:03:40Und wir sprechen das, was in der Republik an aktuellen Dingen abläuft,
00:03:45was an neuen Gesetzen da ist.
00:03:47Ich kann Ihnen sagen, also es gibt kaum ein Politikfeld,
00:03:52was so kompliziert ist wie das Gesundheitswesen.
00:03:55Da sind viele Verbände und viele Interessen.
00:03:58Ganz auch abgesehen davon, ein Multi-Multi-Milliarden-Markt dahinter.
00:04:03Ja, da geht es um Geld.
00:04:05Da macht man sich keine Vorstellungen.
00:04:08Da macht man sich wirklich kaum Vorstellungen.
00:04:10Und das Ganze ist natürlich von daher schwer zu verstehen und natürlich auch zu steuern.
00:04:17Das heißt, man muss intensiv an der Sache arbeiten.
00:04:20Und wir haben zwei Expertenräte, Gesundheit und Pflege,
00:04:24da ist auch Yasemin bei, Expertenrat Gesundheit und Pflege,
00:04:28und einen in Corona.
00:04:30Beide moderiere ich mit zwei Kollegen zusammen.
00:04:34Und wir haben auch als erste Einrichtung im Bund Sarawang-Schnecht,
00:04:38Wagenknecht, wie es ja auch offiziell noch heißt,
00:04:42eine Bund-Länder-Kommission.
00:04:45Da widmen wir uns politisch der Koordination von Bundesebene und den 16 Landesverbänden.
00:04:52Keine Kleinigkeit.
00:04:54Das ist eine der Dinge, die eine im Entstehen begriffene Partei bewältigen muss.
00:05:00Dass man nicht darauf hinkommen lässt,
00:05:04dass die Niedersachsen das Gegenteil sagen von dem, was die Bayern sagen.
00:05:07Wobei die beiden Bundesländer ja gerne gegensätzliche Sachen sagen.
00:05:11Aber so bei ganz entscheidenden Fragen,
00:05:13wie wir zum Beispiel hier im Thema Gesundheit besprechen,
00:05:16sollte das vielleicht ein bisschen abgestimmt sein.
00:05:18Das ist eine Aufgabe, der man sich politisch stellen muss.
00:05:21Das heißt, alle vier Wochen treffen wir uns.
00:05:23Auch das habe ich die Ehre zu moderieren.
00:05:25Das ist nicht immer das Einfachste.
00:05:27Damit wir eigenermaßen zu einer Abstimmung kommen.
00:05:30Und sogar, wenn es dann ganz gut ist,
00:05:33unsere Initiativen, unsere Vorschläge
00:05:37in die praktische Politik des Präsidiums und des Vorstands des BSW einfließen lassen.
00:05:42Das haben wir jetzt gemacht.
00:05:44Die elektronische Patientenaktion ist schon genannt worden.
00:05:46Nicht oder zur Militarisierung im Gesundheitswesen.
00:05:49Ja, das muss ja alles sozusagen von der Basis dann bis in den Vorstand
00:05:56und dann bestenfalls auch in praktische Politik übersetzt werden.
00:06:00Das geht ja nicht von alleine.
00:06:01Fällt weder irgendwo runter, noch geht es von alleine von unten nach oben.
00:06:04Also praktische Politik.
00:06:06Und hier in dieser Arbeit haben wir vor einem Dreivierteljahr
00:06:13das erste Gutachten des Experten auf Gesundheit und Pflege veröffentlicht.
00:06:18Das ist zum einen parteiintern, zum anderen aber auch für Interessenten zugänglich.
00:06:24Und hier haben wir als erstes mal überlegt,
00:06:29was sind eigentlich unsere wichtigsten Probleme im Gesundheitswesen.
00:06:32Also zum Beispiel haben wir die Sektorierung zwischen Ambulanz, Stationär und Pflege.
00:06:36Und jeder hat sein eigenes Budget und macht am liebsten das,
00:06:39was ihm am besten für seinem Budget zu Pass kommt.
00:06:44Die Krisenfälle können ja das befreundete Nachbarsektor gerne behandeln.
00:06:49Da wird das verschoben.
00:06:50Wir haben ein System, was therapeutisch Reparaturbetrieb ist,
00:06:55aber Prävention ist immer schwach, muss man sagen.
00:06:59Und wir haben etwas, und da möchte ich heute vor allen Dingen drüber sprechen,
00:07:03wir lieben unsere Institutionen.
00:07:07Der Bürgermeister sagt, das Krankenhaus darf nicht schließen.
00:07:09Der Geschäftsführer sagt, das Krankenhaus darf nicht schließen.
00:07:12Dass die Patienten da irgendwie drin haben,
00:07:16also ob sie das Krankenhaus brauchen wirklich oder nicht,
00:07:19wird eigentlich nur zweitrangig diskutiert.
00:07:23Die Mauern zählen.
00:07:24Und da hat es ja bei Corona auch einen schweren Rückfall gegeben.
00:07:27Plötzlich gab es Versuchsverbote.
00:07:29Und heute ist das noch nicht ganz aufgehoben.
00:07:32Also die Mauern sind wieder dicker geworden.
00:07:34Es sind Leute, die sagen mit Recht,
00:07:37Krankenhäuser und andere Handlungseinrichtungen,
00:07:40im deutschen Gesundheitswesen sind zu totalen Institutionen geworden.
00:07:45Die von alleine, die meinen, sie könnten alles regeln.
00:07:49Und die Patienten sind Bittsteller und flehen um einen Termin
00:07:54oder dass sie Verwandte auf der Industriestation besuchen dürfen.
00:08:01Wobei es eigentlich ihr absolutes Recht ist.
00:08:04Hier ist ein leichtes Echo.
00:08:09Also die Institutionenorientierung.
00:08:12Wir machen Qualitätssicherung auf Institutionenebene.
00:08:16Wir erzählen im Krankenhaus, wie viele Wundinfektionen nach Operationen auftreten.
00:08:20Aber kaum einer fragt die Patienten.
00:08:24Darüber wollen wir heute sprechen.
00:08:28Ja, und wir haben uns in diesen Gutachten
00:08:32in dem ersten ganzen Teil mal mit solchen allgemeinen Dingen beschäftigt.
00:08:37Um herauszufinden, wo eigentlich gemeinsames, trittfestes Areal da ist.
00:08:45Worauf kann man es eigentlich verlassen?
00:08:47Und das sind ja so Fragen wie zum Beispiel die Ökonomisierungsfrage.
00:08:49Ich spreche heute nicht drüber oder nur am Rand.
00:08:53Das ist aber ein eigener Vortrag.
00:08:55Und auch, was ganz oben steht, welches Menschenbild haben wir eigentlich?
00:08:59Das ist eine schwierige Diskussion.
00:09:01Die muss man aber führen.
00:09:02Und wie meine Vorrednerin schon völlig richtig sagte,
00:09:08ganz oben steht die Menschenwürde.
00:09:11Und darüber möchte ich eigentlich sprechen.
00:09:14Wir gehen diesen Kreis mal ab.
00:09:16In dem Vortrag eben in aller Kürze.
00:09:19Keine Angst, kommt schon zum Abendessen.
00:09:22Das ist nicht...
00:09:23Also die Würde.
00:09:24Ja, so intuitiv heißt jeder, dass das irgendwie eine wichtige Geschichte ist.
00:09:31Man soll nicht die Würde anderer Menschen verletzen.
00:09:35Es wird als Supergrundrecht angesehen.
00:09:38Artikel 1 Grundgesetz.
00:09:42Unantastbar.
00:09:44Aber man darf sich da keine Illusionen hingeben.
00:09:48Wenn es irgendwie hart auf hart kommt, ja, dann passiert doch das eine oder andere,
00:09:53was mit der Würde so ohne weiteres nicht vereinbar ist.
00:09:57Das war jetzt vor ein paar Jahren in den USA.
00:09:59Das ist um die ganze Welt gegangen.
00:10:01Also da rechts sieht man eine Person, die im Wartezimmer eines Krankenhauses vom Stuhl fällt.
00:10:07Und andere stehen da rum.
00:10:09Und eine von so einer Krankenhausmitarbeiterin.
00:10:12Und ja, also die Würde würde ja eigentlich dazu geführt haben, dass man dieser vielflosen Person hilft.
00:10:20Das ging ja damals durch die ganze Presse.
00:10:22Das war nicht passiert.
00:10:24Und nicht diese Person ist dann alleine dort gestorben.
00:10:28Man sieht also, wir haben irgendwie, wenn es Probleme gibt, mit der Würde nicht ganz so viel am Hut.
00:10:37Und auch in der letzten Zeit ist das ja sehr im Druck geraten.
00:10:43Es gibt eine relativ große Partei in Deutschland, der man die Verletzung der Würde vorwirft.
00:10:48Und deswegen sagt Verfassungswidrigkeit und eventuell Verbot.
00:10:55Und es gibt eine Diskussion zum Beispiel um eine Kandidatin für das Verfassungsgericht.
00:11:03Das Bundesverfassungsgericht, Sie werden es erinnern, in den letzten Wochen, die zu sehr grundsätzlich die Würde ausspricht.
00:11:11Aber ja, dann sagt die Würde des ungeborenen Lebens, das hätte keine Subjektqualität.
00:11:18Genauso bei gezielten Tötungen in Konfliktfällen.
00:11:21Und man sieht also, dass diese Begriff der Würde dann doch diskutiert werden.
00:11:29Das heißt, es bleibt nicht aus, dass man sich als politische Kraft und ich würde auch sagen, darüber hinaus als Einzelpersonen, als Gruppen,
00:11:38mit dieser Sache, was es auch immer sein mag, ja, beschäftigt und sich da zu einer Meinung bilden.
00:11:47Es wird ja immer gesagt, nicht, also, klar, wir haben heute in den Notaufnahmen,
00:11:54wartet man mancher zehn Stunden, ja.
00:11:57Ja, ist das würdevoll?
00:11:59Ich habe meine Zweifel nicht.
00:12:01Da wird immer gesagt, ja, klar, es geht aber nicht anders.
00:12:03Wir haben Personalknappheit.
00:12:06Ja, Sie arbeitet ja sehr intensiv zu dem Thema.
00:12:09Ja, ich zeige nur mal eine Folie, nicht, also, wir haben die Hospital Workforce,
00:12:16also, wie viele Leute in Krankenhäusern arbeiten, in einer Wirtschaft, in einem Land, nicht,
00:12:22dann stehen wir ziemlich weit oben mit 18,4, auch wenn man das von Vollkästen,
00:12:27von Köpfen auf Vollkästenkräfte umrechnet, ist das immer noch mehr als der Durchschnitt in der OECD.
00:12:36Also, irgendwie haben wir doch schon ein paar Leute, die im Gesundheitswesen arbeiten.
00:12:42Die Frage, die man also diskutieren müsste, hinsichtlich der Entschuldigung, Personalknappheit, ja,
00:12:48ob die Leute, die bei uns im Gesundheitswesen arbeiten, eigentlich den Tag über immer das Richtige machen
00:12:54oder ob sie vielleicht an Dingen arbeiten, die sie lieber sein lassen könnten.
00:13:00Ich habe mal, ich habe Universitätskliniken geleitet, ja, ist nicht immer so ganz einfach,
00:13:05nicht in Marburg war ich Chefvorstandsvorsitzender der gesamten Uniklinik, viele Jahre,
00:13:11nicht, dann habe ich da mal veranlasst, dass man den Patienten mal fragt,
00:13:14wie viele Ultraschalluntersuchungen die während des stationären Aufenthalts denn so haben, ja.
00:13:19Da kamen wir auf, Fälle bis 30, 35 Ultraschalluntersuchungen.
00:13:24Patienten haben uns grinsend gesagt, ja, sie würden den Doktor schon immer gleich vor der Untersuchung sagen,
00:13:31dass man der rechten Nieren und Zyste sei, das ist völlig harmlos, ne.
00:13:34Aber die Ärzte und natürlich auch unterstützende Pflegekräfte haben halt 35 Mal den Raum dunkel gemacht,
00:13:43die Liege abgedeckt und Patienten dahin gelegt und, und, und, und.
00:13:46Und es sind dann Dokumente ausgefüllt worden und frag mich nicht was.
00:13:49Also, das ist sicherlich nicht sinnvoll.
00:13:53Der Sinn und Zweck, weswegen ich das veranlasst habe, war, wir machen eine gemeinsame Ultraschallambulanz,
00:13:58wo die Patienten einmal von hochqualifizierten Leuten untersucht werden und dann war es das auch, ja.
00:14:04Und wenn normal, dann muss es einen Grund geben.
00:14:07Also, ja, nicht, diese unsinnigen Dinge, genauso die Doppeluntersuchung zwischen ambulanten Systemen
00:14:16und Krankenhaus wird alles normal gemacht, ja, verbraucht Arbeitskraft.
00:14:19Nicht nur Geld, sondern auch Arbeitskraft, ne.
00:14:22Insofern ist also die Frage mit der Personalknappheit, tja, zu diskutieren, ne.
00:14:28So, da kommen wir also von dem Begriff der Würde ziemlich ins politische, ich sag mal, Knoppengeschäft.
00:14:34Ja, da muss man dann mit den Zahlen umgehen können.
00:14:38Genauso nicht Digitalisierung. Wir seien zu wenig digitalisiert, ne.
00:14:43Ich hab da manchmal meine Zweifel, ne, also, ob Digitalisierung immer,
00:14:49für uns gut ist, nicht.
00:14:51Man hat bei Corona versucht, uns mit dem Impfpass und anderen elektronischen Digitalisierungsinstrumenten
00:14:57in unserer Bewegungsfreiheit, ja, wenn nicht nur zu dokumentieren, sondern vielleicht auch zu beschränken, ja.
00:15:05Es hat also, Digitalisierung hat auch sehr schwer, also sehr negative Seiten.
00:15:14Und es ist die Frage, ob das immer zum Nutzen der Patienten eingesetzt wird.
00:15:20Da würde es nämlich auch reichen, wenn wir eine Karte in der Tasche halten, wo unsere Notfallmedikationen
00:15:25und unsere Standardmedikationen drin stünden.
00:15:28Und wir brauchen elektronische Patientenakte nicht.
00:15:31Ja, das haben wir im BSW sehr intensiv bearbeitet, das Thema.
00:15:36Wo man sagen muss, dass dieses Instrument darüber hinaus, über die Dokumentationen,
00:15:46vor allen Dingen ein riesiger Markt für Patientendaten ist, die international ausgewertet werden,
00:15:54KI-Training und Werbemaßnahmen, Werbeplanung, ja.
00:15:59So, dass das eigentlich gar nicht für den Patienten so eine wertvolle Geschichte ist, wie immer behauptet wird,
00:16:05sondern letztendlich, ich habe das auch auf dem Bundesparteitag gesagt, ja,
00:16:09die Ökonomisierung des letzten privaten informellen Bereichs des menschlichen Daseins darstellt.
00:16:16Ja, alles andere haben wir ja schon abgegeben, weil wir immer auf unsere iPhones klotzen.
00:16:20Aber jetzt geht es halt auch an die intimen Daten der Gesundheit.
00:16:25Und da ist die Frage, ist Digitalisierung wirklich da die Lösung für unsere Probleme,
00:16:29die wir vielleicht mit dem Thema Mewürde haben oder nicht?
00:16:33Wahrscheinlich hat das gar nicht so viel damit zu tun.
00:16:35Wird aber immer gesagt, denn kein Personal, wir seien nicht digitalisiert
00:16:39und deswegen seien die ganzen Missstände erklärbar.
00:16:42Ja, das ist Politik.
00:16:43Das zu dechiffrieren.
00:16:45Aber das ist nicht alles.
00:16:49Wir haben natürlich auch, wenn man jetzt den Kreis weiter betritt,
00:16:52nicht die Frage, ja klar, wir haben ja ein sehr individuelles Gesellschaftsbild,
00:16:58das habe ich ja mal gesagt, nicht, wo die Autonomie des Einzelnen ganz oben steht
00:17:01und das haben wir auch im Gesundheitswesen sehr gepflegt.
00:17:07Ich sage immer, ich habe selbst geleitet, zahllose Kongresse in den letzten 25 Jahren ungefähr
00:17:17zum Thema, der Patient führt, die Patienteninteressen müssen ganz im Vordergrund stehen,
00:17:26Patientenorientierung, Patientennutzen und so weiter.
00:17:30Alles super gut, finde ich auch.
00:17:32Böse Zungen haben dann gesagt, ja, der Patient steht im Mittelpunkt und stört, dort im Mittelpunkt.
00:17:40Das hat schon so ein bisschen gezeigt, dass das ein zweischneidiges Schwert ist.
00:17:46Aber na klar, die Patientenperspektive müssen wir und müssten wir einnehmen.
00:17:52Wir müssen uns beschränken auf die Maßnahmen im Gesundheitswesen,
00:17:57die einen nachgewiesenen Nutzen haben.
00:17:58Und zwar in Studien.
00:18:01Aber dass Studien nicht die ganze Wirklichkeit in der Haushaltspraxis um die Ecke abbilden kann
00:18:06und auch nicht im Pflegeheim um die Ecke, weil da keine Studienbedingungen herrschen,
00:18:12sondern die reale Wirklichkeit, muss man sich überlegen, wie kann man denn das ja auch noch fassen.
00:18:19Und da gibt es, das ist jetzt, das ist wirklich Wissenschaft, ja, den Begriff der Angemessenheit.
00:18:24Man sagt, es ist nicht nur das von Nutzen, was bewiesen ist, sondern auch das, was in der Realität lebbar ist.
00:18:31Ja, da sind dann zum Beispiel Wertentscheidungen, religiöse Überzeugungen und einfach auch das, was machbar ist, spielt da eine große Rolle.
00:18:40Ja, und dabei muss man die Patientenpräferenzen und nie vergessen auch die Präferenzen von Patientengruppen mit einbeziehen.
00:18:49Das ist das alte Thema der Transfusion bei Zeugen Jehovas, wo ich das Arzt sehr mit,
00:18:55nicht, das kann man ja streitig drüber diskutieren, aber es ist halt eine Gruppe, die ihre Präferenzen hat.
00:19:01Ja, gut, damit muss man sich beschäftigen.
00:19:04Es gibt Leute, die sagen, ich will sofort operiert werden, wenn irgendwer der kleinste Verdacht wird.
00:19:10Und es gibt andere Leute, die sagen, um Gottes Willen, ja.
00:19:13Übrigens, manchmal spreche ich auch aus Erfahrung speziell Ärzte, nicht, die dann sehr zögerlich sein können, wenn es um die eigene Haut geht.
00:19:21Also, Patientenpräferenzen berücksichtigen, ist ein wichtiges Ziel.
00:19:30Und da steht auch mein Name drauf.
00:19:32Wir haben in den 90er Jahren bereits hier an der Uni Köln, wo ich auch lange Zeit tätig war,
00:19:38einen der ersten Patientenbefragungsbögen Zufriedenheit, wahnsinnig zufrieden mit der Behandlung, erstellt.
00:19:47Das war damals eine Revolution.
00:19:48Sie können sich das heute gar nicht mehr vorstellen.
00:19:51Damals wurde gesagt, ja, die Patienten sind viel zu doof dazu.
00:19:54Die können höchstens, ob das Essen warm ist, sagen, ja.
00:19:59Aber sonst, die verstehen das doch gar nicht und so.
00:20:02Ja, wir haben uns dann langsam vorgearbeitet und haben gesagt, doch, doch, doch, die verstehen vielleicht eine ganze Menge.
00:20:07Hier erscheint bei dem Titel das Wort Co-Therapeuten.
00:20:10In einer weiteren Entwicklung hat man dann festgestellt, dass Patienten sogar sehr viel wissen.
00:20:16Und wenn man richtig auf die zugeht und die einbezieht, diejenigen, die da mitarbeiten, viel gesünder werden oder schneller gesund werden als die, mit denen man gar nicht redet.
00:20:26Und du hast das ja gerade eben auch bei deiner Mutter sehr intensiv geschildert.
00:20:31Also, da ist irgendwie was dran, ja.
00:20:34Ja, im Jahre 1999 haben wir in Köln den ersten Krankenhausguide Deutschlands gemacht.
00:20:42Ich habe das Vorwort geschrieben, ja.
00:20:43Meinem damaligen Chef, ich war da in der zweiten Linie noch tätig, ja.
00:20:50Das war ein Ding, nicht, wurde gesagt, ja, die Patienten, wenn die nachlesen, dann wollen die doch höchstens nachlesen,
00:20:58ob sie von ihrem Patientenzimmer die Spitzen vom Kölner Dom sehen können oder sowas, ne.
00:21:03Sie haben, niemand hat annehmen wollen, ja, das war damals so,
00:21:08dass die Patienten vielleicht doch eine ganze Menge von Wünschen und auch, sagen wir mal, dezidiert darstellbaren Dingen sich wünschen würden
00:21:19und die auch gerne nachlesen würden, ja, wie die einzelnen Krankenhäuser so darstehen.
00:21:26Also, und da kommen wir wieder zu diesem Thema Institutions- statt Patientenorientierung, nicht.
00:21:33Wir denken über Krankenhäuser nach, die sollen nicht geschlossen werden, oder doch, ja.
00:21:38Wir denken über Arztpraxen nach, wir denken über Pflegeheime nach, wir denken an, mit letztendlich an die Mauern, ja, an die Institutionen.
00:21:47Wenig gibt es Diskussionen über Patientenorientierung, also über die Patientenperspektive.
00:21:53Nicht, dafür kann man viele, und wie schlimm das, also wie sehr das einen Rückfall in der letzten Zeit gegeben hat,
00:22:03nicht, aber Corona ein sehr, sehr wichtiges Thema, für mich sogar vielleicht eines der wichtigsten Themen in dieser Epidemie,
00:22:13dass wir Dinge haben einreißen lassen, die eigentlich in den Jahren davor schon letztendlich aufs Abstandkreis geschoben wurden, ja.
00:22:20Dass zum Beispiel die Totalinstitutionen-Krankenhaus-Besuche unterbunden hat, genauso wie in Pflegeheimen auch Leute alleine gestorben sind,
00:22:28weil wir der Meinung waren, es gibt eine Explosion in der Epidemie, wenn wir es zulassen,
00:22:34dass ein oder zwei Personen aus einer Familie dem sterbenden Vater oder Mutter in den letzten Stunden beisteht, ja.
00:22:42Also, weil wir da panische Angst hatten, weil diese Angst auch geschürt wurde, nicht.
00:22:50Es gibt dieses BMI, also Bundesministerium für Innere Medizin, ja, ich bin Bundesministerium für Inneres,
00:22:56Gutachten aus dem Jahr 2000, nicht, wo unter eins dann steht, nicht, da wurde Angst geschürt, nicht.
00:23:05Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, sterben qualvoll, um Luft, dringend zu Hause.
00:23:11Da wurde von politischer Seite empfohlen, mit solchen Metaphern, mit solchen Bildern zu arbeiten,
00:23:16damit die Leute Angst kriegen und damit die Leute durch die Angst folgsam sind, ja.
00:23:23Das ist nun überhaupt nicht mehr das, was wir unter Patientenorientierung mal verstanden haben, überhaupt nicht mehr.
00:23:28Ja, das ist das krasse Gegenteil, was damals plötzlich auf der Linie der Politik entstand, ja.
00:23:37Wir haben vergessen in dieser Zeit, dass unsere Bevölkerung und Patienten in diesem Sinne auch aus selbstständig denkenden Menschen bestehen,
00:23:46wo der Autonomiebegriff rechtmäßig und völlig richtig Verwendung findet, ja.
00:23:53Natürlich kann man sagen, als im Juni 2020 der berühmte Durch-die-Schlauchboot-Party auf den Seen von Berlin stattfand,
00:24:01das ist ein Schnappschuss von da, ja, ich weiß nicht, wer das von euch noch erinnert oder von Ihnen.
00:24:07Klar kann man sagen, das war damals ein Regelverstoß, ja, im Sommer, nicht,
00:24:12haben Sie bestimmt kaum einen Menschen infiziert da, ja, in der, an der frischen Luft, nicht.
00:24:17Aber damals war ja Panik angesagt, weil man ja auch Panik wollte.
00:24:20Aber vor allen Dingen, ja, hat die Gesellschaft in dieser Situation gezeigt,
00:24:27dass sie das Glauben an das Individuum und somit auch an zukünftige Patientenautonomie verloren hat, ja.
00:24:35Statt zu sagen, okay, gut, die Schlauchboot-Party, das war ein, da sind die Behörden gefoppt worden, war ja auch so, ja.
00:24:43Man hätte sagen können, okay, liebe Mädels und Jungs, ja, das habt ihr mit der Party super gemacht, ja,
00:24:49ihr seid uns entkommen, schwammt rüber, ne, und vielleicht, ähm, reden wir mal intensiver miteinander,
00:24:57was diese Maßnahmen alle sollen, denn man hätte souveräne Souveränität zeigen können,
00:25:02und dann wäre die Sache wahrscheinlich mit einem Fortschritt sogar für die Gesellschaft geendet,
00:25:08stattdessen hat man den Staatsanwalt auf die Leute gehetzt, ja.
00:25:10Das ist nicht Achtung der Autonomie der einzelnen Bürger, ne, was dann in unserer Situation auch eine große Rolle spielte.
00:25:21Keim der Angst wurde vom Spiegel gesagt, ja, und wir sind in der völlig sinnlosen Einkaufswagenschlange vom Supermarkt geendet.
00:25:33Also ich habe selbst Gutachten machen müssen zu dem Thema Infektionen im Supermarkt, ja,
00:25:38und als die Größenordnung ist, da ist nichts passiert, ja.
00:25:44Die Beschäftigungsmorbidität, also die Krankheitsfälle bei den Supermarktmitarbeitern und Mitarbeiterinnen
00:25:51unterscheiden sich nicht von denen der Bevölkerung, die nicht im Supermarkt gearbeitet haben.
00:25:57Ja, Konformität, das ist also ein Ereignis der Angst, ein Ergebnis,
00:26:08aber es ist nicht das, was wir unter dem Thema Patientenautonomie, die Jahrzehnte davor mühsam erarbeitet haben,
00:26:17ich denke Sie noch mal an den Patientenfragebogen und das warme Essen, ja,
00:26:21also diese ganze Entwicklung wurde zurückgedreht, obwohl das RKI, Bundesministerium für immer,
00:26:29ein paar Jahre vorher, 2014, nicht, ein Präventions- und Risikokommunikationsstandardwerk rausgegeben hat,
00:26:38nicht, wo drin steht, Ziele von Risikokommunikation, Information führt zu Risikomündigkeit,
00:26:46Risikokommunikation führt zu individueller Handlungsfähigkeit, das ist eigentlich das Richtige,
00:26:52ja, wenn man mit Leuten spricht, dann werden die verantwortungsvoll, können sie vernünftig verhandeln,
00:26:56ist besser als jegliche Verordner und Gesetze, ja.
00:27:01Das passt in das Bild der Patientenorientierung so, wie wir es hatten,
00:27:05aber durch diese einschneidende Krise der Corona-Epidemie ist da eine Menge zurückgedreht worden,
00:27:11muss man ganz klar sagen und das ist jetzt ein gutes Beispiel dafür, ja, zu diskutieren und anzuerkennen,
00:27:18dass das Thema Würde und Patientenautonomie durchaus vor dem Hintergrund von gesellschaftlichen Entwicklungen zu sehen ist,
00:27:28ja, es ist kein, es wird zwar als absolutes Obergrundrecht angesehen,
00:27:34aber es ist ein gesellschaftlich disponibles Element, was der gesellschaftlichen Diskussion unterworfen ist.
00:27:42Gut, gehen wir weiter.
00:27:44Yasemin Zoller hat schon richtig angesagt, es gibt eine Menge Rechtsprechern und Gesetze zu dem Thema.
00:27:52Auch das ist ein Spiegel von dem, was passiert.
00:27:54Hermann Kröhe, ein CDU-Minister, hat im Jahr 2013 das Patienterechtegesetz.
00:28:00Das heißt, es gibt keine Kunstfehler.
00:28:24Ja, ein Künstler macht Kunst, ja, macht das so, wie er es gerade ihm in genial einfällt, ja,
00:28:34aber die ärztliche Tätigkeit und die pflegerische Tätigkeit sind regelgebunden.
00:28:39Das ist heute, aber heute wird wieder von Kunstfehler gesprochen.
00:28:42Ein Behandlungsfehler ist, wenn diese Regeln verlassen werden, schuldhaft, ja,
00:28:51nicht, wenn man nicht anders konnte, wenn man Schuld hat und es muss eine Sorgfaltsverletzung nachgewiesen werden.
00:28:58Das heißt, man muss, also wenn man zum Beispiel operiert, ohne sich die Hände zu desinfizieren,
00:29:02das ist eine Sorgfaltsverletzung, eine gebrochene Regel und es wird eine Kausalitätsprüfung gemacht.
00:29:09Das ist klar definiert.
00:29:13Es ist auch im deutschen Rechtssystem von Kröhe, das muss man ihm lassen, 2013 sogar,
00:29:22im Bürgerlichen Gesetzbuch ein Extrakapitel im großen Teil Vertragswesen eingeführt worden.
00:29:29Das Unterkapitel Behandlungsvertrag.
00:29:32Ja, es geht ja um Dienstvertrag und Behandlungsvertrag.
00:29:33Es ist in diesem Kapitel nicht etwas Neues erfunden worden, ja,
00:29:40sondern es ist das, was die ständige Rechtsprechung und andere Gesetzesvorhaben,
00:29:48Gesetzesteile an anderem Ort in dem großen System der gesetzlichen, juristischen Normgebung dort integriert worden.
00:29:57Das ist sehr lesenswert, ja, gibt viele Antworten.
00:30:00Zum Beispiel, da ist mir darüber schon gesprochen, zu aufklären, ja.
00:30:06Bei der Aufklärung ist auch auf Alternativen hinzuweisen, das steht im Gesetz.
00:30:11Und was besonders, und da habe ich bei meinen Kollegen immer große Schwierigkeiten gehabt,
00:30:16und habe es immer noch, ne, also auch wenn sie mit dem offenen Oberschenkelbruch,
00:30:20Oberschenkelbruch, hundertprozentige Sterblichkeit, ja, also das, ein offener Oberschenkelbruch ist tödlich, ja.
00:30:32Sich nicht operieren lassen, wenn der Arzt Ihnen sagt, lassen Sie sich operieren,
00:30:36sonst werden Sie mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit daran sterben, ja.
00:30:39Und Sie entscheiden sich trotzdem, sich nicht operieren zu lassen.
00:30:43Dann ist das legal, es ist Ihr Wunsch.
00:30:46Und wenn Sie darüber auferklärt sind, dass Sie dann wahrscheinlich sterben,
00:30:49dann können Sie sagen, ich will lieber sterben.
00:30:52Ja, es ist nicht, es gibt keine übergeordnete Pflicht,
00:30:57deren ärztlichen Vorschlägen Gehorsam zu leisten, ja.
00:31:03Eine sehr wichtige Sache.
00:31:05Und die Aufklärung muss es auch unterstrichen mündlich durch den Behandelnden erfolgen.
00:31:10Oder durch eine delegierte Person.
00:31:13Mündlich, ja, die Formulare, wir haben keine Formulare, keine Aufklärung auf der Trage.
00:31:21Also, wenn man schon in OP-Gefroren fahren wird, ja.
00:31:23Formulare, wo nicht daraus ersichtlich ist, dass ein tatsächliches, mündliches Aufklärungsgespräch stattgefunden hat,
00:31:32was den Patienten dazu gezwungen hat, veranlasst hat, einen Entscheidungsprozess selbst zu absolvieren.
00:31:41Ja, also mit anderen Worten, wenn Sie in Ihrem Krankenhausbettli am nächsten Morgen sonst operiert werden,
00:31:47dann kommt der Chefarzt oder der Oberarzt nochmal rein und sagt, hallo, oder der Anästhesist,
00:31:52ja, morgen geht's los und Sie hinterher beim Gericht sagen, ja, ich hatte das Gefühl gehabt,
00:31:58also wenn ich jetzt einen eingesagt hätte, dann wäre der ganze Betrieb hier ins Stocken gekommen.
00:32:03Deswegen habe ich mich nicht mehr getraut, Nein zu sagen, ja.
00:32:06Dann haben Sie den Prozess schon gewonnen.
00:32:08Diese Aufklärung ist ungültig.
00:32:10Sie müssen in der Lage sein, diese Entscheidung frei von äußeren Zwängen zu treffen.
00:32:17So ist die Theorie.
00:32:19Wir wissen heute, in Zeiten der Unterversorgung, dass das manchmal schon ganz schwierig ist,
00:32:25überhaupt in so ein Bett reinzukommen und dann zu riskieren, dass man das vielleicht nie wieder kriegt,
00:32:30ja, das wird dem einen oder anderen vielleicht gar nicht so als naheliegende Lösung vorkommen.
00:32:34Es muss so rechtzeitig erfolgen, dass der Patient die Entscheidung wieder rufen kann.
00:32:41Es gibt keine 12- oder 24-Stunden-Regeln, was immer gesagt wird.
00:32:45Es muss so rechtzeitig erfolgen, dass Sie sagen können, ach nee, ich packe den Koffer wieder ein und gehe.
00:32:51Und das noch kein.
00:32:52Die fehlerhafte Aufklärung gehört zu dem großen Thema Beweislasterleichterung,
00:33:02beziehungsweise eigentlich ganz genau, wenn die Aufklärung fehlerhaft ist,
00:33:06darf der Eingriff gar nicht vorgenommen werden.
00:33:08Auch die Medikamentengabe darf nicht vorgenommen werden.
00:33:11Klammer auf.
00:33:12Impfaufklärung.
00:33:15Fragezeichen.
00:33:16Klammer zu.
00:33:17Es darf gar nicht stattfinden.
00:33:19Es geht insofern also noch über die Beweislasterleichterung herum.
00:33:24Andere Gründe für Beweislasterleichterung, weil hier heute Patientenrechte oben auf dem Titel steht,
00:33:30ist zum Beispiel grober Behandlungsfehler, wenn der Operateur betrunken ist,
00:33:36oder es bestimmte Hygienevorschriften nicht gefolgt werden.
00:33:40Es wird grundsätzlich vermutet, dass der Schaden, der Auftritt auf die fehlerhafte Durchführung zurückzuführen ist.
00:33:48Muss nicht der Patient beweisen, sondern da muss die Institution beweisen, dass es nicht der Fall war.
00:33:55Oder Organisationsverschulden, die berühmte Anfängeroperation ohne,
00:34:00ich war auch mal Anfänger, ja, aber da muss halt jemand dabei sein, der eingreifen kann.
00:34:05Und die mangelhafte Dokumentation.
00:34:07Also das ist das Thema, wenn in der Krankenakte Verbesserungen vorgenommen werden, in Anführungsstrichen,
00:34:13um den Arzt oder die Institution zu schützen, dann führt das dazu, dass die Beweislast umgekehrt wird.
00:34:22Aber das Wichtigste, das Praktische, das Praktisch Wichtigste ist die Aufklärung.
00:34:28Es gibt Fälle jeden Tag.
00:34:31Der Junge spielt Fußball, geht ins Krankenhaus, weil der knöcheldick wird,
00:34:37der ist manchmal 15 Jahre alt und er wird operiert und man verwechselt den Fuß.
00:34:45Dann wird nicht rechtlich verfolgt, dass der falsche Fuß operiert ist, Schmerzen, was alles, ja,
00:34:54sondern die fehlende Aufklärung wird verfolgt, ja, also Patientenrechte, Aufklärung, Ausrufezeichen.
00:35:05Es sind also ein paar Fragen, ich habe da 25 Jahre Vorlesungen zugehalten, nicht?
00:35:11Also der Patient und der aufklärende Arzt muss identifizierbar sein, kein Formplatz, sprachen wir da drüber,
00:35:17das persönliche Gespräch, es muss eine mündliche Aufklärung sein, aber sie muss dokumentiert sein.
00:35:26Es ist eine ärztliche Aufgabe, kann nicht an andere Berufsgruppen delegiert werden.
00:35:30Der Zeitpunkt, der Patient muss subjektiv, subjektiv das Gefühl haben, er kann doch ablehnen.
00:35:36Die typischen Risiken müssen aufgeklärt werden.
00:35:39Es gibt nicht die Forderung von 100% möglichen Risiken auf 100% aufzuklären,
00:35:47sondern man muss sich informieren als Arzt, was ist für den Patienten und die Patientin wirklich wichtig.
00:35:55Das ist die Aufklärung bei den Opersängerinnen, das ist so eins der juristischen Klassiker, ja.
00:36:02Bei der Schilddrüsenoperation gibt es ja manchmal so eine Rekordensparese, wo hinterher Heißerkeit auftritt.
00:36:09Wenn das ein Lehrer ist oder eine Opernsängerin, ja, die auf ihre Stimme in besonderem Maße angewiesen ist,
00:36:15dann muss man an der Stelle intensiver aufklären, als wenn das jetzt jemand ist, weiß ich nicht,
00:36:20der halt auf seine Stimme nicht angewiesen ist, ja.
00:36:23Also die typischen Risiken in der individuellen Umgebung muss aufgeklärt werden
00:36:27und die Aufklärung muss umfassen, dass es auch anders geht, ja.
00:36:34Und wenn man sich anguckt, was heute passiert, nicht, dann ist das schon wichtig, darauf hinzuweisen,
00:36:40denn sehr häufig wird das nicht gemacht, ja.
00:36:43Leider.
00:36:45Ja, und dann gibt es natürlich die Berufsgruppen im Gesundheitswesen,
00:36:49also die Gesundheitsberufe, wie wir mal so schön sagen, ja,
00:36:53die sich ja alle heiß und innig lieben und gar nicht miteinander konkurrieren und gar nichts, ja.
00:36:58Die kooperieren sollen und es auch sehr häufig sehr gut tun in Teams
00:37:04und, ja, und hier ist natürlich die Frage, wie geht man da mit der Thematik Fehler in der Gesundheitsversorgung um?
00:37:11Das war 1999, Städtisches Klinikum, damals noch, Kassel,
00:37:16sein Lungenkarzinom-Patienten, die gesunde Lunge rausgenommen worden
00:37:22und die Kranke ist drin gelassen worden.
00:37:23Ich weiß nicht, wer das noch erinnert, ja, war damals eine der ersten Storys, wo es richtig heiß herging, ja,
00:37:30Spiegelartikel, der arme Mann ist natürlich dann gestorben, ja,
00:37:34und der Oberarzt operiert hat, den haben sie rausgeschmissen
00:37:37und haben gedacht, ja, das ist doch gut, ne,
00:37:39wir haben den Schuldigen gefunden, der hat seinen Job los, ne,
00:37:42das ist natürlich Quatsch, weil man hat damals gelernt,
00:37:46und das war damals in der Diskussion in Deutschland erstmalig in der breiten Art und Weise der Fall,
00:37:54man hat gelernt zu sagen, aha, dieser Operateur,
00:37:58eigentlich hat das ja schon vorher angefangen, und das stimmte,
00:38:01man hatte in der Aufklärung, man hatte im ambulanten Termin vorher gesagt,
00:38:06ja, der Tumor ist links, ja, und dann hat man auch mit dem Patienten geredet,
00:38:10der Tumor ist links, und dann hat 10, 15 Prozent der Bevölkerung sind rechts-links schwach,
00:38:17ja, genauso wie rot-schwarz-rot, das ist so,
00:38:21aber es gibt auch bei bestimmten Leuten damit verwandt eine Ost-West-Blindheit,
00:38:26die können sich nicht Ost-West merken, ja,
00:38:30oben und unten ist übrigens nie ein Problem,
00:38:32es gibt kein Problem, ja, das scheint älter zu sein,
00:38:34und dieser rechts-links-blinde Stationsarzt hat noch im OP-Plan geschrieben,
00:38:42Lungenflügel rechts, Lungen-OP rechts,
00:38:45und der Oberarzt hat das abgezeichnet,
00:38:47der hat gesagt, ich hätte gar nicht drüber nachgedacht wahrscheinlich,
00:38:50und dann haben die als Anästhesisten den Patienten so gelagert,
00:38:53dass nur die Operation rechts noch möglich war,
00:38:55ja, eins noch, der rechte Flügel war oben, der linke war unten,
00:38:59da kann man nicht operieren,
00:39:00haben die Zugänge entsprechend gelegt,
00:39:02und dann war es so, dass das Röntgenbild im OP sogar zeigte,
00:39:06dass das Karzinom auf der linken Seite war,
00:39:09aber so, und da kann man jetzt auch auf allgemeine menschliche Erfahrung zurückgreifen,
00:39:14man sagt ja nicht umsonst,
00:39:17man befindet sich im Irrtum, ja,
00:39:21da ist man schön gut aufbewahrt in seinem Irrtum,
00:39:23Sie kennen das alle,
00:39:25wenn man mal den falschen Weg eingeschlagen hat,
00:39:27dann denkt man, ach ja, da fahren wir weiter,
00:39:28ja, bekannt waren wir doch vor zwei Wochen schon mal und so,
00:39:32und man nimmt nicht mehr an,
00:39:33dass man sich bei der ersten Krotze schon getäuscht hat,
00:39:36ja, es ist, man ist dann da drin verhaftet im Irrtum,
00:39:40und so ist es dann auch,
00:39:41und man nennt das Ganze Fehlerkette,
00:39:43ja, es war damals in den Nullerjahren eine entscheidende Sache,
00:39:48ich war damals Vorsitzender von dem Aktionsbildungspatientensicherheit,
00:39:51was sich gebildet hat,
00:39:52fünf Jahre Vorbereitungszeit,
00:39:54wir, uns haben alle Leute gesagt,
00:39:57die können doch nicht mit dem Thema anfangen,
00:39:59sie sind doch wohl selbstmordgefährdet,
00:40:01sie werden auf offener Straße erschossen, ja,
00:40:04Netzbeschmutzer und so waren die Worte,
00:40:08was einem dann entgegengehalten wurde,
00:40:11aber wir haben das geschafft,
00:40:12es hat eine Allianz sämtlicher Player im Gesundheitswesen gegeben,
00:40:15von Krankenkassen bis zur Standesorganisation,
00:40:17und da hat sich dieses Aktionsbündnis gebildet,
00:40:20ich war die ersten vier Jahre Gründungspräsident von diesem doch ziemlich einzigartigen Zusammenarbeitsmodell,
00:40:29praktisch keine öffentliche Förderung, sondern private Initiative,
00:40:33und wir haben dann zum Beispiel,
00:40:35und jetzt komme ich zurück an dem, was ich eingangs sagte,
00:40:38diese Broschüre aus Fehlern Lernen veröffentlicht,
00:40:40und da habe ich persönlich, ja, als relativ damals auch schon bekannter Doktor im System,
00:40:48meinen ersten Fehler, der mir bewusst geworden ist,
00:40:52aufgeschrieben, wie es dazu kam,
00:40:55hier im Katharinen-Hospital bei meiner ersten Stelle,
00:40:59will ich es nicht ins Einzelne geben,
00:41:02ich will es nur erklären, am nächsten Morgen bei der Besprechung,
00:41:04in der Morgenbesprechung habe ich gesagt,
00:41:06mir ist in der letzten Nacht was schiefgegangen,
00:41:09ich habe was übersehen,
00:41:11ja, ja, Herr Schrappe,
00:41:12sagte mein sehr lieber, sehr netter Chef und der Oberarzt,
00:41:17komm, ist schon gut, ja, ist schon gut,
00:41:21du bist schon in Ordnung, ja,
00:41:22mach dir keine Sorgen, es passiert halt,
00:41:24das war die ganze Aufarbeitung,
00:41:26und das habe ich da beschrieben,
00:41:28ist keiner hingegangen, hat gesagt,
00:41:30woran lag denn das, gab es da eine Fehlerkette,
00:41:33waren vielleicht die Befunde falsch rotiert,
00:41:36war noch jemand anders mit im Spiel,
00:41:38man hat auch nicht gesagt,
00:41:39wie können wir eigentlich in Zukunft einen typischen Fehler,
00:41:42übrigens, den ich gemacht habe, ja,
00:41:43wie können wir es vermeiden,
00:41:45kann man irgendwas tun, damit es nicht nochmal vorkommt,
00:41:47das hat keiner gefragt, ne,
00:41:49das war eine sehr wichtige Sache,
00:41:52und unterschätzen Sie nicht,
00:41:55wenn man Patientenrechte,
00:41:57Patientenorientierung,
00:41:59Patientensicherheit erreichen will,
00:42:01ganz manchmal auch bei politischen Parteien,
00:42:04wird dann so,
00:42:04der speziell gerne wird auf die Ärzte eingetroschen,
00:42:08ja, die alle irgendwie egoistisch sind und sowas,
00:42:11manche sind es auch wirklich,
00:42:12aber viele sind halt,
00:42:13und die meisten würde ich mal sagen,
00:42:15es ist schon daran interessiert,
00:42:16eine gute Arbeit zu machen, ja,
00:42:18der Irrtum besteht darin,
00:42:20dass man das ohne die Berufsgruppen
00:42:22im Gesundheitswesen hinkriegt,
00:42:23man kriegt es nicht, ja,
00:42:25man muss sie mitnehmen,
00:42:26man muss sie mitnehmen,
00:42:30man muss ihnen politisch auch die Möglichkeit geben,
00:42:33und solche Initiativen wie
00:42:35Aktionsbündnis Patientensicherheit
00:42:36sind ein gutes Beispiel dafür,
00:42:38nicht, wir waren da sogar in der Bild-Zeitung,
00:42:41auch damals war ich noch kein,
00:42:42war ich kein Fan von der Bild-Zeitung,
00:42:44ja, aber immerhin,
00:42:45nun, Sie erkennen da,
00:42:46und das kleine Bild unten,
00:42:47das ist Professor Bouillon,
00:42:49die Chef in Mehrheim hier in Köln,
00:42:53nicht,
00:42:53also berühmte Leute haben da gesagt,
00:42:56mein erster Fehler,
00:42:58das war ein,
00:42:58das war eine Bombe,
00:43:00ja,
00:43:01dass Ärzte,
00:43:02leitende Ärzte,
00:43:04über ihre Fehler sprechen,
00:43:05das hat sehr viel gemacht,
00:43:07nur wenn man über Fehler reden kann,
00:43:10kann man sie verbessern,
00:43:11das sagt ja auch die Luftfahrt,
00:43:13ja,
00:43:14die Luftfahrt,
00:43:15die hat eigentlich,
00:43:16die ist da Meinungsbildung gewesen,
00:43:18von den ganzen Konzepten,
00:43:19die sagt,
00:43:21wenn jemand einen Fehler macht,
00:43:23dann fliegen,
00:43:23oder bei der Wartung,
00:43:25und das wird gemeldet,
00:43:26dann garantieren wir
00:43:28Straffreiheit,
00:43:29beziehungsweise Verfolgungsfreiheit,
00:43:30vor allen Dingen,
00:43:31wollen wir nämlich wissen,
00:43:32was an Fehlern auftritt,
00:43:34damit wir verhindern können,
00:43:36dass der normal auftritt,
00:43:37ja,
00:43:37wenn alle Angst haben,
00:43:38und keiner drüber redet,
00:43:40dann kommen sie auch nie dazu,
00:43:41dass wir zu einem Verbesserungsprozess kommen,
00:43:43das ist völlig klar,
00:43:44ja,
00:43:45also über Reden,
00:43:46über Fehler reden lernen,
00:43:47ist eine der wichtigsten Voraussetzungen,
00:43:50wenn wir darüber sprechen,
00:43:51dass Patientenrechte bestärkt werden,
00:43:53beißt die Maus keinen Faden ab,
00:43:56so,
00:43:58nicht,
00:43:58und da haben wir dann ein Problem gekriegt,
00:44:01nicht,
00:44:01dazu gehört nämlich auch Arzneimittelsicherheit,
00:44:03und Arzneimittelsicherheit ist ganz wichtig,
00:44:06wir müssen erreichen,
00:44:07dass beim Medikamentengarten
00:44:09auch der kleinste Verdacht
00:44:11auf eine Nebenwirkung,
00:44:13die uns nicht bekannt ist,
00:44:16genutzt wird,
00:44:17und deswegen haben wir Standard aufgestellt,
00:44:20Arzneimittelsicherheit,
00:44:22niedrigschwellige Meldesysteme,
00:44:23alle Verdächte müssen gemeldet sein,
00:44:26und da muss man gucken,
00:44:27was dahinter steht,
00:44:28und da muss man leider sagen,
00:44:30deswegen haben wir auch das mRNA-Moratorium gefordert,
00:44:33für die Corona-Impfung,
00:44:37oder gegen die Corona-Impfung,
00:44:39da ist das nicht gemacht worden,
00:44:40wir haben bis jetzt die Datenbanken nicht ausgearbeitet,
00:44:43ausgewertet,
00:44:44die uns eigentlich zwingend vorliegen müssten,
00:44:51ausgewertet vorliegen müssten,
00:44:52damit wir den Verdacht,
00:44:54der vielleicht existiert,
00:44:55dass es da Nebenwirkungen gäbe,
00:44:58die wichtig wären,
00:45:01für die Gesundheit der Geimpften,
00:45:03dass wir die da erkennen,
00:45:06es wird nicht ausgewertet,
00:45:07das heißt,
00:45:07wir sind von diesem wichtigen Prinzip abgegangen,
00:45:12was ein schon schwerwiegender Rückfall
00:45:15und Rückschlag für die Dinge
00:45:20in die Richtung Patientensicherheit beinhaltet,
00:45:25muss man ganz klar sagen,
00:45:26und deswegen haben wir uns auch im WSW dazu entschlossen,
00:45:29unsere Initiative mRNA-Impfung-Moratorium,
00:45:32es gibt ja andere Corona-Impfungen,
00:45:34die nicht auf der mRNA-Technologie basieren,
00:45:37anzuschließen und das auch zu befordern,
00:45:40Stellungnahmen sind im Internet,
00:45:43runterladbar und lesbar,
00:45:47weil wir der Meinung sind,
00:45:49dass die Basisanforderungen
00:45:51hinsichtlich der Arzneimittelsicherheit,
00:45:53Patientensicherheit,
00:45:54nicht gewahrt sind,
00:45:56weil wir nicht kritisch geguckt haben,
00:45:58ob da Nebenwirkungen doch auftreten,
00:46:02die von Bedeutung sind
00:46:03und stattdessen Bundesgesundheitsminister
00:46:06gehabt haben,
00:46:07die sagten,
00:46:07oder bekannte Virologen,
00:46:09die sagten,
00:46:09es gibt keine Nebenwirkung,
00:46:11was einfach schon mal als Grundsatz
00:46:14völlig falsch ist,
00:46:15bevor man es untersucht hat,
00:46:16kann man das nicht sagen.
00:46:18Gut,
00:46:19wir kommen langsam zum Ende,
00:46:20aber wir können die Ökonomie
00:46:23nicht ganz außen vor lassen.
00:46:25Es gab nämlich Zeiten vor,
00:46:28das fing an hier,
00:46:29das war 1996,
00:46:30also vor 30 Jahren,
00:46:32dass wir sagten,
00:46:33naja,
00:46:33die neoliberale Technik,
00:46:35die neoliberale Weltsicht,
00:46:38wir als Menschen sind alle dazu da,
00:46:40und unser einziger Lebenansport ist,
00:46:42unseren individuellen Nutzen zu maximieren.
00:46:45Wir wollen immer nur das Beste
00:46:47und für uns selbst,
00:46:48ja,
00:46:49so Werte wie Gemeinschaft und sowas
00:46:51waren nicht gefragt mehr
00:46:52und das hat auch im Gesundheitswesen
00:46:55einen Einzug gehalten,
00:46:57also Healthcare-Consumerism
00:46:58heißt es,
00:46:59Anglizismus,
00:47:01der nichts weiter heißt,
00:47:02als dass Patienten
00:47:03und Leute,
00:47:05die Patienten werden können,
00:47:07nur ihre eigene Maximierung
00:47:10ihres Gesundheitsnutzens
00:47:12in den Vordergrund sehen
00:47:13und andere Dinge,
00:47:14zum Beispiel Präferenzen
00:47:16anderer nicht gesundheitlicher Natur,
00:47:19keine Rolle spielen.
00:47:20Ja,
00:47:21auch nicht zum Beispiel Nähe
00:47:23oder es wird gesagt,
00:47:26die Komplikationsraten im Krankenhaus
00:47:29sind super wichtig, ja,
00:47:31das ist das einzige Argument dafür,
00:47:32dass Patienten das Krankenhaus wählen,
00:47:36aber es wird ja nicht gesehen,
00:47:37dass sie vielleicht das Krankenhaus,
00:47:39wo schon die Mutter sie zur Welt gebracht hat
00:47:42oder die Großmutter gestorben war
00:47:44oder so weiter,
00:47:44dass sie dieses Krankenhaus
00:47:46in ihrem eigenen Einflussbereich,
00:47:49in ihrer eigenen Kommune sehen wollen.
00:47:53Ach so,
00:47:54was ist denn jetzt hier passiert?
00:47:57Aber da haben wir es wieder,
00:47:58oder?
00:47:59Ja.
00:48:00Also,
00:48:01das war,
00:48:03der Neoliberalismus
00:48:04hat da im Gesundheitswesen
00:48:05einen Zug gehalten
00:48:07und dann kam es,
00:48:08das kennen Sie alle,
00:48:08Fokuslisten, ja,
00:48:10da wurde gemeint,
00:48:11also wenn man den Leuten sagt,
00:48:13der und der hat nur so und so viele Komplikationen
00:48:15oder dies und jenes,
00:48:16dann gehen die Leute alle dahin.
00:48:18Das hat nicht funktioniert.
00:48:20Ja,
00:48:20es hat zwar einen Riesenaufwand gegeben,
00:48:22es war zum Teil in den Ereignissen,
00:48:23in den Ergebnissen auch ziemlich merkwürdig,
00:48:26wer da an der Spitze stand,
00:48:27aber,
00:48:28wenn man da drunter ist natürlich die Frage,
00:48:30ja,
00:48:30ist es eigentlich ein Unterschied,
00:48:32Patient zu sein
00:48:33oder ein Kühlschrankkäufer
00:48:35oder Käufer werden?
00:48:37Lachen Sie nicht darüber,
00:48:38die Theorie war,
00:48:39es ist dasselbe.
00:48:41Ja,
00:48:41beim Kühlschrank gucken Sie nach,
00:48:42wie kühl der ist
00:48:43und wie viel Energie der verbraucht
00:48:45und als Patient wollen Sie auch nur
00:48:47möglichst schnell gesund werden
00:48:49und keine Komplikationen haben.
00:48:51Das kleine Problem ist,
00:48:52also in der ökonomischen Theorie
00:48:54basiert das da drauf,
00:48:56dass Sie,
00:48:58wenn Sie Kunde sind,
00:48:59eine Kundensouveränität,
00:49:01ja,
00:49:01ausüben.
00:49:02also beim Kühlschrank können Sie ja sagen,
00:49:04okay gut,
00:49:05also ich tue meine Milch
00:49:06einfach auf das Fensterbrett,
00:49:08ja,
00:49:08im Winter geht das ja auch,
00:49:09ne,
00:49:10dann kaufe ich den Kühlschrank nicht,
00:49:11wenn mir das Angebot nicht gefällt.
00:49:13Ja,
00:49:13Sie können vom Kauf zurücktreten,
00:49:15das ist eine entscheidende Sache.
00:49:17Jetzt stellen Sie sich nur vor,
00:49:18und da wissen Sie schon,
00:49:19warum ich rausführe,
00:49:20Sie kriegen einen Herzinfarkt
00:49:21oder einen Schlaganfall
00:49:22oder irgendwas anderes,
00:49:23Sie gehen ins Krankenhaus,
00:49:24natürlich jetzt die Frage
00:49:25mit der Kundensouveränität,
00:49:27nicht,
00:49:27ob Sie da sagen können,
00:49:28ja gut,
00:49:28ich habe zwar hier eine schwerwiegende Fraktur
00:49:31oder einen Schlaganfall,
00:49:32aber ich verzichte jetzt auf,
00:49:35ich gehe in ein anderes Krankenhaus
00:49:36oder gehe gar nicht zu Ihnen,
00:49:37Sie gefallen mir nicht.
00:49:39Also diese Kundensouveränität
00:49:40haben Sie als Patienten
00:49:42nur ganz eingeschränkter Form,
00:49:44ja,
00:49:44bei Elektivoperation.
00:49:46Deswegen sagen wir
00:49:47gesundheitsökonomisch auch immer,
00:49:49es gibt eine Kundensouveränität
00:49:50in Teilen,
00:49:51bei Elektivoperation,
00:49:52der in der Hüftschmerz
00:49:53schon seit zwei Jahren ist,
00:49:55dann können Sie sagen,
00:49:55okay gut,
00:49:56dann warte ich auch noch 14 Tage ab.
00:49:57Bei Akuterkrankheiten,
00:49:59immer wenn es ernst wird,
00:50:00ist die Kundensouveränität
00:50:01nicht vollständig vorhanden.
00:50:03Deswegen ist es falsch zu sagen,
00:50:05Patienten seien Kunden,
00:50:07ja,
00:50:08Patienten sind nicht nur Kunden,
00:50:10sondern sind auch
00:50:11hilfsbedürftige Personen.
00:50:13Das ist ein entscheidender Punkt.
00:50:15Deswegen kommt
00:50:16auf die Gesundheitsberufe
00:50:20und auf den Staat
00:50:21eine Aufgabe zu,
00:50:23nämlich die Rechte
00:50:24teilweise der Patienten
00:50:26zu übernehmen
00:50:27und sachgerecht
00:50:28zu verwalten.
00:50:30Ja, also,
00:50:31der Staat
00:50:31muss dafür sorgen
00:50:32und auch die Gesundheitsberufe,
00:50:35dass
00:50:35die Patienten
00:50:38wegen
00:50:39ihrer mangelnden
00:50:40Kundensouveränität
00:50:42nicht
00:50:43unter den Tisch fallen.
00:50:45Und wir wissen alle,
00:50:46wie fehlerhaft wir sind
00:50:47als Kunden.
00:50:48Wenn Sie sagen,
00:50:49annäherte sich der Bank,
00:50:51dann sagen Sie,
00:50:52das ist ein B
00:50:53auf der
00:50:53linken Seite.
00:50:56Ja,
00:50:56da sehen Sie,
00:50:57ich bin auch fast
00:50:58links-rechtsverhalten.
00:50:59Wenn ich aber gerade sage,
00:51:00wir beschäftigen uns damit,
00:51:01wie viel ist 3 mal 13?
00:51:03Dann sehen Sie rechts
00:51:04eine 13.
00:51:06Ja,
00:51:06das heißt,
00:51:07wir sind stark davon abhängig,
00:51:09wie die Umgebungsfaktoren sind.
00:51:10Das sind alles Dinge,
00:51:12die sind letztendlich
00:51:13schon lange bekannt,
00:51:15ja,
00:51:16übertragen auf das.
00:51:17Das ist eine alte Folie
00:51:19auf das Gesundheitswesen.
00:51:20Wenn Sie sagen,
00:51:21also Krankenhaus 1,
00:51:23also welches Krankenhaus
00:51:25würden Sie nehmen
00:51:25für eine Operation,
00:51:27ja,
00:51:27es gibt ein Krankenhaus 1
00:51:29und die haben,
00:51:30die sind ganz toll.
00:51:31Die haben 2013,
00:51:33da sehen Sie,
00:51:33wie alt das ist,
00:51:34ja,
00:51:3410%
00:51:35Nose-Kundial-Infektionen
00:51:37als Krankenhaus-Infektionen gehabt
00:51:39und dann haben sie verbessert
00:51:41auf die Hälfte,
00:51:42ja,
00:51:43auf 5%
00:51:44im Jahrtraum.
00:51:45Oder
00:51:45gehen Sie ins Krankenhaus 2,
00:51:47da haben die
00:51:482,5% gehabt
00:51:50und die haben das jetzt verdoppelt.
00:51:51Das ist doppelt so schlimm
00:51:52wie vorher,
00:51:53ja.
00:51:54Beide haben,
00:51:55das werden Sie sehen,
00:51:555%
00:51:56und unterscheiden sich
00:51:58überhaupt nicht,
00:51:59ja.
00:51:59Aber,
00:52:00wenn Sie das versuchen
00:52:02mit 200 Leuten
00:52:03abstimmen lassen,
00:52:05gehen alle
00:52:06in das Krankenhaus 1,
00:52:07ja,
00:52:08weil es halbiert wurde,
00:52:09obwohl die dieselben Chance haben
00:52:11oder wahrscheinlich
00:52:12sogar
00:52:13die Verbesserungsstrategie
00:52:19hier
00:52:19besser ist,
00:52:22weil das nach 2,5%
00:52:23und 5%
00:52:24vielleicht wieder
00:52:25auf 4% oder 3% zurückfällt.
00:52:26Ja,
00:52:27also,
00:52:28rationales Verhalten
00:52:30ist in diesem Zusammenhang
00:52:32sehr durchzuhalten.
00:52:34Wir sind alle
00:52:36abhängig von
00:52:37auch anderen
00:52:39Faktoren
00:52:39in unserer Wahrnehmung
00:52:41und auch in der
00:52:42Wahrnehmung von
00:52:43Alternativen
00:52:44im Gesundheitswesen.
00:52:47Gut,
00:52:47und letztlich kommen wir
00:52:48zum Start
00:52:49in der Institution.
00:52:50Der hat dieses
00:52:51Fürsorgerecht,
00:52:52der Staat,
00:52:54und,
00:52:55ja,
00:52:56da gibt es in der letzten
00:52:57Zeit große Probleme.
00:52:59Jetzt als Gruppe,
00:53:00einer,
00:53:00das hat mit BSW
00:53:01nichts zu tun,
00:53:02ich moderiere
00:53:04so eine Art
00:53:05Autorengruppe
00:53:07in Deutschland,
00:53:08wir haben ein großes
00:53:09Gutachten rausgebracht
00:53:10zur Unterversorgung.
00:53:12Thematik,
00:53:12wir kriegen keine Termine.
00:53:15Thematik,
00:53:16Privatversicherte
00:53:17kriegen schneller
00:53:17einen Termin
00:53:18als gesetzlich
00:53:19Versicherte.
00:53:20Thematik,
00:53:22man wird schnell
00:53:23aus dem Krankenhaus
00:53:24rausgeschmissen,
00:53:25weil das Bett
00:53:25wird gebraucht
00:53:26und so weiter
00:53:27und so fort.
00:53:29Manchmal
00:53:29ist es ja ganz
00:53:30also wirklich
00:53:32dramatisch,
00:53:33dass Leute,
00:53:33die dringend
00:53:34eine Untersuchung
00:53:34oder eine Behandlung
00:53:35brauchen,
00:53:36die nicht bekommen.
00:53:37Das haben wir
00:53:37thematisiert.
00:53:38Jetzt muss man sagen,
00:53:39ja,
00:53:40das ist mit der
00:53:40Patientenorientierung
00:53:41natürlich schwierig.
00:53:43Wenn sie so dringend
00:53:43so einen Termin
00:53:44brauchen,
00:53:45dann machen sie
00:53:45natürlich auch
00:53:46Kompromisse,
00:53:47ich sag jetzt mal,
00:53:48bei der Freundlichkeit,
00:53:50bei den Wartezeiten,
00:53:52bei der
00:53:52Aufklärungstiefe,
00:53:54bei diesen berühmten
00:53:56Dingen,
00:53:57um die es sich dreht.
00:54:00Wir müssen
00:54:01also fragen,
00:54:02ist,
00:54:03und deswegen
00:54:04ist auch die Arbeit
00:54:04jetzt in dem Bereich
00:54:06Gesundheit,
00:54:06auch im BSW
00:54:07so wichtig,
00:54:08ob wir eigentlich
00:54:08eine Versorgung
00:54:10haben,
00:54:10die unseren
00:54:11Anforderungen
00:54:12entspricht.
00:54:14Also Demografie
00:54:15heißt ja
00:54:15letztendlich,
00:54:17also das Hauptthema
00:54:19hat die Alterung
00:54:20der Bevölkerung,
00:54:21nicht?
00:54:22Also das Frechner
00:54:23Krankenhaus,
00:54:24das Mehrheimer
00:54:24Krankenhaus
00:54:25und viele Krankenhäuser
00:54:26aus den 70er Jahren,
00:54:27sind an den
00:54:29Autobahnkreuzen
00:54:30gebaut worden,
00:54:31weil damals
00:54:3223.000
00:54:34Verkehrstote
00:54:35pro Jahr,
00:54:36heute haben wir
00:54:36zweieinhalbtausend,
00:54:38da war einfach,
00:54:40ich erinnere das auch noch,
00:54:41ein Notarztwagen,
00:54:42also es war einfach,
00:54:44die Unfälle
00:54:45auf den Autobahnen
00:54:46waren damals
00:54:47sozusagen
00:54:48der Treiber,
00:54:49ja,
00:54:50Akuterkrankungen.
00:54:51Es ging damals
00:54:52nicht,
00:54:53es ging damals
00:54:54darum,
00:54:54also akute Notfälle,
00:54:56speziell
00:54:56verkehrsbedingt
00:54:58zu bewältigen,
00:54:59da hat man dann
00:55:00die Krankenhäuser
00:55:00eingebaut.
00:55:01Heute hat sich
00:55:03das geändert,
00:55:04ja,
00:55:04heute haben wir
00:55:05eine alternde
00:55:05Bevölkerung,
00:55:06wir werden
00:55:07jedes Jahr
00:55:08als Bevölkerung
00:55:09zwei Monate
00:55:10älter,
00:55:12ja.
00:55:12Eine meiner
00:55:13ersten
00:55:13Stelle
00:55:14in der
00:55:15besagten
00:55:16Beriatrie
00:55:17in Frechen
00:55:18war
00:55:19eine Station,
00:55:20wo der
00:55:21Durchschnitt
00:55:21bei 63
00:55:22Jahren
00:55:23oder sowas
00:55:23lag im Alter
00:55:24sozusagen
00:55:25in Kreisenheim,
00:55:26ja,
00:55:27die Leute
00:55:29waren auch
00:55:30so krank,
00:55:31ja,
00:55:31dass sie mit
00:55:3265 Jahren
00:55:33ausgerissen sind
00:55:34und die haben
00:55:34auf den
00:55:34Mittelstraßen
00:55:35auf der
00:55:37A4
00:55:37wiedergefunden,
00:55:38ja.
00:55:39Heute ist
00:55:40ja 63
00:55:41oder 65
00:55:41ein absolut
00:55:43jugendliches
00:55:44Alter,
00:55:44deswegen
00:55:45müssen wir
00:55:48uns aber
00:55:48heute
00:55:49damit
00:55:49beschäftigen,
00:55:50manche
00:55:51Erkrankungen
00:55:52bestehen
00:55:53dann auch
00:55:53länger,
00:55:54zum Beispiel
00:55:54neurologische
00:55:55Erkrankungen,
00:55:56Demenzerkrankungen
00:55:57und wir
00:55:57müssen uns
00:55:58heute
00:55:58in unser
00:55:59Gesundheitswesen
00:56:00so einrichten,
00:56:01dass es
00:56:01diesen
00:56:01Chronifizierungsprozess
00:56:03und den
00:56:03altersbedingenden
00:56:04Erkrankungen
00:56:05adäquat ist.
00:56:06Die
00:56:06Verkehrsunfälle
00:56:07sind nicht
00:56:07mehr so
00:56:07wichtig
00:56:08und jetzt
00:56:08muss man
00:56:09Zeit
00:56:09überlegen,
00:56:10wenn wir
00:56:10über
00:56:10Patientenorientieren,
00:56:11Patientenrechte
00:56:12besprechen,
00:56:13hat das
00:56:13das Ganze
00:56:14auch ein
00:56:14politisches
00:56:14so ein
00:56:15Populationsproblem
00:56:17oder
00:56:17Bezug.
00:56:18Das heißt,
00:56:19Patientenrechte im
00:56:20Allgemeinen
00:56:21oder im
00:56:21Einzelnen
00:56:22ist nicht
00:56:23viel wert,
00:56:24wenn das
00:56:24ganze System
00:56:24nicht richtig
00:56:25ausgerechnet
00:56:26ist.
00:56:26Deswegen
00:56:27hängt
00:56:28da
00:56:28das
00:56:30Kleine
00:56:33mit dem
00:56:33Großen
00:56:34zusammen.
00:56:35Und wir
00:56:35dürfen
00:56:35natürlich
00:56:36auch
00:56:36nicht
00:56:37die
00:56:39Dinge
00:56:39missbrauchen.
00:56:40Krankenhausreform
00:56:42Lauterbach
00:56:43hat dann
00:56:44irgendwann
00:56:44gesagt,
00:56:45es wurde
00:56:46dann zitiert
00:56:46als
00:56:47Transparenzdrohung,
00:56:48dass er
00:56:49die
00:56:49Befragungsergebnisse
00:56:51und die
00:56:51Qualitätsergebnisse
00:56:52so einsetzen
00:56:53würde,
00:56:54dass dann
00:56:54die Krankenhäuser
00:56:55schon sehen
00:56:56würden,
00:56:56dass sie
00:56:56zumachen
00:56:57müssen,
00:56:58weil die
00:56:58schlechten
00:56:58würden dann
00:56:59in dem
00:57:00Transparenzregister
00:57:01mittlerweile
00:57:01ersatzlos
00:57:02gestrichen,
00:57:03würde das
00:57:04ja klar
00:57:04werden.
00:57:05Nun,
00:57:06also mit
00:57:06Qualitätsdaten
00:57:07und Patienten
00:57:08Befragungsdaten
00:57:09solche
00:57:10politischen
00:57:11Druck
00:57:11zu machen,
00:57:13ist eine
00:57:13schon
00:57:14ziemlich
00:57:14schräge
00:57:14Idee.
00:57:17Und
00:57:17dann,
00:57:18das ist
00:57:19jetzt
00:57:19der
00:57:19Bundesparteitag,
00:57:20das letzte
00:57:21Folie,
00:57:22als wir
00:57:23einen
00:57:24Flashmob
00:57:24gemacht haben
00:57:25zur
00:57:25Militarisierung
00:57:26des
00:57:26Gesundheitswesens.
00:57:27Warum
00:57:27bringe ich
00:57:28das hier?
00:57:29Es ist
00:57:29ganz klar,
00:57:31was passieren
00:57:31wird.
00:57:33Das war
00:57:34übrigens auch,
00:57:34als ich
00:57:34verweigert
00:57:35habe,
00:57:35Ende der
00:57:3670er,
00:57:37Anfang der
00:57:3780er
00:57:38schon ein
00:57:38Thema,
00:57:38damals im
00:57:41Nahen Osten
00:57:41zum Beispiel,
00:57:42im
00:57:43Grotes
00:57:43Meer,
00:57:45dass
00:57:45Patienten,
00:57:48die im
00:57:48Krankenhaus
00:57:49liegen,
00:57:49entlassen
00:57:50werden,
00:57:51auch vor
00:57:52Operation
00:57:52oder sehr
00:57:53schnell nach
00:57:53Operation
00:57:54oder gar
00:57:54nicht erst
00:57:54behandelt
00:57:55werden,
00:57:56weil
00:57:56den
00:57:58militärischen
00:57:58Nutzung des
00:57:59Krankenhäusers
00:57:59den Vorzug
00:58:00gegeben wird.
00:58:01Das ist
00:58:01ganz klar
00:58:02das,
00:58:02was kommen
00:58:03wird.
00:58:04Wir nennen
00:58:04das technisch
00:58:05Ex-Post-Triage.
00:58:07Triage
00:58:07heißt,
00:58:08dass man
00:58:08nach
00:58:08Notwendigkeit
00:58:10behandelt,
00:58:10unter
00:58:11militärischen
00:58:11Bedingungen,
00:58:13also nicht
00:58:14etwa,
00:58:14ob jemand
00:58:15besonders
00:58:15viel
00:58:16und
00:58:17rasche
00:58:18Hilfe
00:58:18braucht,
00:58:18sondern
00:58:19ob
00:58:19die
00:58:20Wiederverwendbarkeit
00:58:21zu erhalten
00:58:22ist.
00:58:23Das heißt,
00:58:23die,
00:58:23die schwer
00:58:24verletzt
00:58:25sind,
00:58:26behandelt
00:58:26man nicht.
00:58:27Und
00:58:27Ex-Post-Triage
00:58:28heißt,
00:58:29dass zu
00:58:29befürchten
00:58:30ist,
00:58:31dass auch
00:58:31Leute,
00:58:32die
00:58:32meinetwegen
00:58:32an der
00:58:33Behandlungsmaschine
00:58:34hängen,
00:58:35dort abgehängt
00:58:36werden,
00:58:37obwohl der
00:58:37Behandlungsvertrag
00:58:38schon besteht,
00:58:39damit andere,
00:58:40zum Beispiel aus dem
00:58:41Kriegsgeschehen
00:58:42kommt,
00:58:43ihre Stelle
00:58:44einnehmen können,
00:58:45obwohl der
00:58:46Behandlungsvertrag
00:58:47besteht.
00:58:47Es ist etwas,
00:58:49was ethisch
00:58:50völlig außerabweglicher
00:58:52Diskutierbarkeit
00:58:53steht,
00:58:54aber auch
00:58:55im
00:58:55Gehördruf
00:58:56des
00:58:56Sicherstellungsgesetz
00:58:57von 1979
00:58:58und 1980
00:58:59schon enthalten
00:59:00war,
00:59:01Militarisierung
00:59:02der Gesellschaft
00:59:03ist kein
00:59:04punktuelles,
00:59:04sondern immer
00:59:05ein lineares
00:59:07oder anhaltendes
00:59:08Ereignis
00:59:08und was
00:59:10zurzeit
00:59:10wieder
00:59:11in die
00:59:12Diskussion
00:59:13kommt.
00:59:14Deswegen
00:59:14also
00:59:15Patientenrechte,
00:59:17wenn die
00:59:18Patientenrechte
00:59:19dann missachtet
00:59:20werden,
00:59:20weil ein
00:59:20Soldat
00:59:21kommt
00:59:21oder eine
00:59:22Soldatin,
00:59:23deren
00:59:24Wiederverwendbarkeit
00:59:25an der Front
00:59:25als notwendig
00:59:26angesehen wird
00:59:27und dann
00:59:28die
00:59:28Behandlung
00:59:29von zivilen
00:59:30Patienten
00:59:31hinten
00:59:32angestellt
00:59:33wird.
00:59:34Oder
00:59:35nichts
00:59:35aber.
00:59:35Das ist
00:59:36einfach eine
00:59:36Sache,
00:59:37wo man
00:59:37sich auch
00:59:38unter dem
00:59:39Kapitel
00:59:39staatliche
00:59:40Einflussfaktoren
00:59:41als
00:59:42Patienten
00:59:42berichtet
00:59:42mit
00:59:43beschäftigen
00:59:44und zu sehen
00:59:44also
00:59:45dass dieses
00:59:49Thema,
00:59:50zu dem
00:59:50ich heute
00:59:50hier
00:59:51eingeladen
00:59:51worden bin,
00:59:53einen
00:59:54weiten
00:59:54Bereich
00:59:55umfasst,
00:59:57nicht banal
00:59:59ist,
01:00:00in keinem
01:00:00Fall auch
01:00:01nicht
01:00:01einschienig,
01:00:02sondern man
01:00:02muss sich
01:00:03halt die
01:00:04verschiedenen
01:00:04Aspekte
01:00:04anschauen
01:00:05und die
01:00:06Einflussfaktoren
01:00:07anschauen
01:00:07und zum
01:00:08Beispiel,
01:00:09ich sage
01:00:09nochmal
01:00:09professionelle
01:00:10Werte
01:00:10auch
01:00:11anschauen,
01:00:12wo man
01:00:12Allianz
01:00:13Allianzen
01:00:14schließen
01:00:14kann,
01:00:15so dass
01:00:16man
01:00:16da die
01:00:16Entwicklung
01:00:17zumindest
01:00:18wieder
01:00:18auf den
01:00:19Stand
01:00:19von
01:00:20vor
01:00:20sechs,
01:00:22sieben,
01:00:22acht
01:00:22Jahren
01:00:23zurückdrehen
01:00:24kann,
01:00:24wo wir
01:00:24mit dem
01:00:25Thema
01:00:25Patientenorientierung
01:00:26schon
01:00:26weiter waren,
01:00:27als wir
01:00:28es zum
01:00:28jetzigen
01:00:29Zeitpunkt
01:00:29sind.
01:00:29Vielen
01:00:30Dank.
01:00:41Ja,
01:00:42soll ich mich
01:00:42wieder hinsetzen
01:00:43wieder hinsetzen
01:00:43oder
01:00:43vor
01:00:44wieder hinsetzen
01:00:45wieder hinsetzen
01:00:46und
01:00:49ich frage
01:00:51und zwar
01:00:51als
01:00:52Außenstehende
01:00:54vom
01:00:54Untersystem
01:00:55ist
01:00:55gerade
01:00:56hier
01:00:56aufgefallen
01:00:57die es
01:00:58gerade
01:00:58in Krankenhäusern
01:00:59gibt
01:00:59und da
01:01:00frage ich
01:01:00mich
01:01:00eben auch
01:01:01Richtung
01:01:01Außen
01:01:01wie weit
01:01:02sind
01:01:03denn
01:01:03wo
01:01:04Ärzte
01:01:04die
01:01:05unter
01:01:05Oberärzten
01:01:06stehen
01:01:06wie weit
01:01:06sind
01:01:07die
01:01:07autonom
01:01:07und
01:01:09kann
01:01:10man das
01:01:10negativ
01:01:11bewerten
01:01:12weil zum einen
01:01:13ist es
01:01:13natürlich
01:01:14eine Abgebung
01:01:14von Verantwortung
01:01:15an die
01:01:16Oberstehenden
01:01:16zum anderen
01:01:17weiß nicht
01:01:18ob der
01:01:18Oberarzt
01:01:19überhaupt
01:01:19so viel
01:01:19weiß
01:01:20über den
01:01:20Patienten
01:01:20dass er
01:01:21die Verantwortung
01:01:21tragen
01:01:22kann
01:01:23und solche
01:01:24und
01:01:25da noch
01:01:26eine
01:01:26Anschlussfrage
01:01:28diese
01:01:29ganzen
01:01:29Maßnahmen
01:01:30die
01:01:30man
01:01:30beim
01:01:31Büro
01:01:31vorgegeben
01:01:32hat
01:01:32die
01:01:32wurden
01:01:32von den
01:01:33Ärzten
01:01:33ja
01:01:33beide
01:01:34an sich
01:01:34nach
01:01:35symbolreflektiert
01:01:36umgesetzt
01:01:36ob das
01:01:37auch mit
01:01:37diesem
01:01:38Hierarchie
01:01:38Denken
01:01:39im
01:01:39Gesundheitssystem
01:01:40zu tun
01:01:41haben
01:01:41könnte
01:01:41also
01:01:42wir
01:01:42haben
01:01:42in
01:01:43Deutschland
01:01:43muss man
01:01:44ganz
01:01:44klar
01:01:44sagen
01:01:44im
01:01:45Vergleich
01:01:45zum
01:01:46Ausland
01:01:46ich bin
01:01:46ja auch
01:01:47viel
01:01:47im
01:01:47Ausland
01:01:48gewesen
01:01:48ein
01:01:50außerordentlich
01:01:50hierarchisch
01:01:51geprägtes
01:01:52Gesundheitssystem
01:01:54sehr
01:01:55top
01:01:56down
01:01:56und wie
01:01:57ich sage
01:01:58jetzt mal
01:01:58mit einem
01:01:58leichten
01:01:59Lächeln
01:01:59auf den
01:01:59Lippen
01:02:00auch
01:02:00in
01:02:00anderen
01:02:00Organisationen
01:02:01sichtbar
01:02:02sind
01:02:02Hierarchien
01:02:03nicht die
01:02:04sichersten
01:02:05nicht die
01:02:06fehlerfreisten
01:02:07Systeme
01:02:08für die
01:02:09Organisation
01:02:09von
01:02:10Organisationen
01:02:12ja
01:02:12sondern
01:02:13Hierarchien
01:02:14haben
01:02:15einfach
01:02:15Probleme
01:02:16zum Beispiel
01:02:17sie sprechen
01:02:18den Oberarzt
01:02:18an
01:02:19der Oberarzt
01:02:20kann ja nicht
01:02:20alles wissen
01:02:21der Chefarzt
01:02:21erst recht
01:02:22nicht
01:02:22weil
01:02:23er kann ja
01:02:24nicht alle
01:02:24Patientendaten
01:02:25im Kopf
01:02:25haben
01:02:26völlig undenkbar
01:02:27und
01:02:29dieses
01:02:30hierarchische
01:02:30System
01:02:31in Deutschland
01:02:31ist von
01:02:32daher
01:02:32Thema
01:02:33Patientensicherheit
01:02:34auch
01:02:35eines der
01:02:35wichtigsten
01:02:36Ziele
01:02:37gewesen
01:02:37bei der
01:02:39ganzen
01:02:39Patientensicherheit
01:02:40und
01:02:40Patientenorientierungs
01:02:41Diskussion
01:02:42dass man
01:02:43das in Frage
01:02:44stellt
01:02:44und ersetzt
01:02:45durch mehr
01:02:46und jetzt
01:02:47da liegt
01:02:48der Schlüssel
01:02:48Team
01:02:49orientierten
01:02:50System
01:02:51Keiner
01:02:53kann alles
01:02:53wissen
01:02:54aber man
01:02:55weiß
01:02:55dass
01:02:55Teams
01:02:56in der
01:02:56Lage
01:02:56sind
01:02:57mehr
01:02:58Informationen
01:02:59aufzunehmen
01:03:00um zu
01:03:00verstoffwechseln
01:03:01sozusagen
01:03:02also Teams
01:03:03sind
01:03:03sicherer
01:03:04wenn sie
01:03:05gut
01:03:05geleitet
01:03:06sind
01:03:06und wenn
01:03:08gewährleistet
01:03:10ist
01:03:11dass sich
01:03:12da jetzt
01:03:12nicht
01:03:12Gruppen
01:03:13bilden
01:03:13die
01:03:13unter
01:03:14dem
01:03:15Deckmantel
01:03:15Team
01:03:16sozusagen
01:03:16egoistische
01:03:17Ziele
01:03:17verfolgen
01:03:18also
01:03:19insofern
01:03:19zu ihrer
01:03:20Frage
01:03:20natürlich
01:03:21kann der
01:03:22Oberarzt
01:03:23nicht alles
01:03:23wissen
01:03:24aber er
01:03:24sollte
01:03:25aufgrund
01:03:25seiner
01:03:25oder
01:03:26Oberärztin
01:03:27aufgrund
01:03:27ihrer
01:03:27Erfahrung
01:03:28in der
01:03:29Lage
01:03:29sein
01:03:30die
01:03:32richtigen
01:03:32Fragen
01:03:32zum
01:03:33richtigen
01:03:33Zeitpunkt
01:03:33zu
01:03:34stellen
01:03:34und
01:03:35natürlich
01:03:35gibt es
01:03:36Ärzte
01:03:36die
01:03:37dann
01:03:37sozusagen
01:03:37direkt
01:03:37als
01:03:38Stationsärzte
01:03:39verantwortlich
01:03:40sind
01:03:40die müssen
01:03:41halt
01:03:41ihre
01:03:41Patienten
01:03:42kennen
01:03:42da
01:03:43gibt es
01:03:44nichts
01:03:44und
01:03:47dann
01:03:47haben sie
01:03:47noch eine
01:03:47zweite Frage
01:03:48stellt
01:03:48ja
01:03:50das ist
01:03:52ein Thema
01:03:53was mich
01:03:53auch nicht
01:03:54sehr
01:03:55erfreut
01:03:55aber es ist
01:03:56so
01:03:56dass
01:03:58in Teil
01:04:01muss man
01:04:01sagen
01:04:02mangelnde
01:04:03fachliche
01:04:04Expertise
01:04:05in einem
01:04:05Gebiet
01:04:06was in
01:04:07Deutschland
01:04:07in den
01:04:08letzten
01:04:0880
01:04:09Jahren
01:04:09keine
01:04:10große
01:04:10Rolle
01:04:10mehr
01:04:11gespielt
01:04:11hat
01:04:11nämlich
01:04:11die
01:04:12Infektionskrankheiten
01:04:13ich bin
01:04:13von der
01:04:13Ausbildung
01:04:13her
01:04:14Infektion
01:04:14loge
01:04:15bevor
01:04:15ich
01:04:15ins
01:04:16politische
01:04:16Geschäft
01:04:16gegangen
01:04:17bin
01:04:17und
01:04:19Bekämpfung
01:04:21von
01:04:21Epidemien
01:04:22nicht
01:04:24im
01:04:24Mittelpunkt
01:04:24schickt
01:04:24wir sind
01:04:25ein
01:04:25Gesundheitssystem
01:04:26also von
01:04:27unserer
01:04:28Kultur
01:04:28in
01:04:28Deutschland
01:04:29was
01:04:29sehr
01:04:30auf
01:04:32Akut
01:04:32Erkrankungen
01:04:33ausgerichtet
01:04:35ist
01:04:35sehr viel
01:04:36in Richtung
01:04:37Tumor
01:04:38Erkrankung
01:04:39wo man
01:04:39sozusagen
01:04:39eingreifen
01:04:40muss
01:04:41aber
01:04:41das
01:04:41mühselige
01:04:43Steuern
01:04:44von
01:04:44Infektionen
01:04:45und
01:04:46epidemischen
01:04:47Situationen
01:04:48ist bei uns
01:04:49nicht
01:04:49wie zum
01:04:50Beispiel
01:04:50in den
01:04:51USA
01:04:51Grundlage
01:04:54des
01:04:54Handelns
01:04:55in den
01:04:56USA
01:04:56ist das
01:04:56sehr viel
01:04:57verbreiteter
01:04:58und
01:04:58Infektiologen
01:04:59sind da
01:05:00auch
01:05:00sehr viel
01:05:01mehr
01:05:01zum Beispiel
01:05:02in der
01:05:02Leitung
01:05:02von
01:05:02Krankenhäusern
01:05:03tätig
01:05:04weil sie
01:05:04dadurch
01:05:05dass sie
01:05:05den
01:05:05Überblick
01:05:06haben
01:05:06da
01:05:07einfach
01:05:07einen
01:05:08guten
01:05:08Blick
01:05:09haben
01:05:09und das
01:05:10ist in
01:05:10Deutschland
01:05:11nicht
01:05:11sehr
01:05:12verbreitet
01:05:13muss man
01:05:13einfach
01:05:14sagen
01:05:14so dass es
01:05:15dazu
01:05:15kommen
01:05:15konnte
01:05:16dass man
01:05:17ja
01:05:19einen
01:05:19einzigen
01:05:20virologischen
01:05:22Blickwinkel
01:05:23eingenommen
01:05:24hat
01:05:24und Einzelpersonen
01:05:25geglaubt
01:05:26hat
01:05:26die es
01:05:27auch
01:05:27verstanden
01:05:28haben
01:05:28sehr
01:05:29öffentlichkeitswirksam
01:05:31aufzutreten
01:05:32die Politik
01:05:33war dann
01:05:34sehr dankbar
01:05:34und hat gesagt
01:05:35ja jetzt
01:05:36haben wir hier
01:05:36sozusagen
01:05:36die Wahrheit
01:05:37gepachtet
01:05:38und das
01:05:38hat so
01:05:39zu einem
01:05:40Wechselspiel
01:05:40geführt
01:05:41dass am
01:05:41Schluss
01:05:42es eigentlich
01:05:42nur
01:05:42hieß
01:05:43es gibt
01:05:43nur
01:05:43eine
01:05:43Wahrheit
01:05:44und
01:05:44viele
01:05:46aus dem
01:05:46Kollegenkreis
01:05:47lange
01:05:48nicht
01:05:48alle
01:05:48aber
01:05:49viele
01:05:50haben
01:05:50dann
01:05:50gesagt
01:05:50na gut
01:05:51okay
01:05:51sag lieber
01:05:52nichts
01:05:53oder
01:05:53wir
01:05:54machen
01:05:54das
01:05:54mit
01:05:55die
01:05:55werden
01:05:55schon
01:05:55wissen
01:05:56und
01:05:56dann
01:05:57ist
01:05:58es
01:05:58dazu
Schreibe den ersten Kommentar