00:00Allein im November wurde der Moldauische Luftraum von acht Drohnen verletzt.
00:06Die höchste Zahl seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022.
00:11Eine Drohne stürzte auf ein Gebäude im Dorf Kureštidejos, nur 50 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
00:19Niemand wurde verletzt und die in Russland hergestellte Drohne enthielt keinen Sprengstoff.
00:23Aber für EU-Dokia hat der Vorfall schmerzhafte Erinnerungen geweckt.
00:27Die Moldauerin hatte zwischenzeitlich in der Ukraine gelebt und war nach ihrer Flucht aus der Region Kherson in ihr Heimatdorf zurückgekehrt.
00:35Gott bewahre!
00:40Nach Kriegsbeginn lebten wir zwei Monate lang mit den Russen dort.
00:45Der Vorfall hat nicht nur Ängste ausgelöst, sondern auch viele Menschen irritiert.
00:50EU-Dokia zum Beispiel ist sich nicht sicher, was sie glauben soll.
00:54Wie können wir Angst haben, wenn wir sie nicht gesehen haben?
00:57Wir haben nur gehört, dass etwas heruntergefallen ist.
00:59Natürlich ist das beängstigend.
01:01Vielleicht ist diese Drohne gar nicht echt, aber es ist beängstigend.
01:05Es hat die Menschen wirklich erschreckt.
01:06Natürlich hat sie das.
01:07Aber manche sagen, sie sei aus Papo oder sowas hergestellt gewesen.
01:11Dann wäre es etwas anderes.
01:13Aber Gott bewahre!
01:14Möge Gott uns vor Krieg bewahren!
01:16Möge es nirgendwo Krieg geben!
01:18Möge Frieden herrschen!
01:19Die Drohne ist auch das Hauptgesprächsthema dieser Männer in der Dorfkneipe.
01:27Vasile, ein 81-jähriger Rentner, ist alarmiert und hofft, dass die Situation nicht eskaliert.
01:32Wenn ihr Krieg ausbricht, dann gnade uns Gott.
01:37Die Russen würden ganz Moldau in zwei oder drei Stunden einnehmen.
01:40Einfach so.
01:41Aber das wollen wir nicht.
01:42Wir wollen Frieden.
01:43Wir wollen Einheit unter den Menschen.
01:45Dass alle ein menschenwürdiges Leben führen.
01:47Miteinander auskommen und nicht miteinander kämpfen.
01:50Das ist es, was wir alle wollen.
01:52Das ist der Wunsch von uns alten Menschen.
01:54Nicht nur von mir.
01:55Wir alle beten für Frieden.
01:56Wir hatten noch nie Krieg und wir werden auch nie Krieg haben.
02:03Die Drohne, die in Kuresti de Djos abgestürzt war, wurde zum Außenministerium in Kisinau gebracht
02:09und auf den Stufen ausgestellt, damit alle sie sehen konnten.
02:14Kisinau bestellte den russischen Botschafter in der Republik Moldau, Oleg Oserov, ein und verlangte eine Erklärung.
02:20Oserov sagte, der Vorfall werfe viele Fragen auf und forderte eine Untersuchung.
02:26Der Sicherheitsexperte Pavel Horea glaubt, dass die Republik Moldau noch nicht in der Lage sei, sich gegen Drohnen zu verteidigen.
02:40Die Behörden könnten, und dafür plädiere ich, ein System einführen, das Echtzeitwarnmeldungen an Mobiltelefone sendet.
02:47Es muss eine Möglichkeit geben, die Bürger vor Gefahren zu warnen und zu informieren,
02:52sei es vor Gefahren aus der Luft, wie diesen herumfliegenden Drohnen, oder vor Drohnen, die irgendwo abgestürzt sind.
02:58Nach den Drohnenangriffen auf den moldauischen Luftraum kündigte die EU-Außenbeauftragte Kaya Callas am 30. November an,
03:10dass die EU noch vor Jahresende 20 Millionen Euro in die Stärkung der Luftverteidigung Moldaus investieren werde.
03:17Bis dieses verbesserte Verteidigungssystem jedoch eingerichtet ist, bleibt Moldau anfällig für Drohnenangriffe.
03:24Und seine Bürger sind weiterhin um ihre Sicherheit besorgt.
03:28Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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