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  • vor 9 Monaten
Durch den Shutdown in den USA ist auch das staatliche Lebensmittelprogramm SNAP lahmgelegt. 41 Millionen US-Amerikanern fehlt jetzt Geld fürs Essen. Ines Pohl berichtet, wie die Menschen trotzdem irgendwie durchkommen.

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Transkript
00:01Millionen Amerikanern bringt diese Karte Essen auf den Tisch.
00:04Doch das System funktioniert nicht mehr.
00:07Es ist ehrlich gesagt meine Rettungsleine.
00:10Denn sie garantiert mir und meinem Kind die richtigen Lebensmittel.
00:16Mary's Handy zeigt, wie viel Essensgeld sie auf ihrer Karte hat.
00:20Weil das Lebensmittelhilfeprogramm Snap eingestellt ist,
00:23bekam sie diesen Monat kein Geld.
00:25Sie haben also nichts mehr drauf?
00:27Mein letzter Einkauf war am 31. für 2,26 Dollar.
00:33Ich versuche, mich nicht zu sehr auf die Zahlen zu konzentrieren.
00:36Ich weiß ja, dass ich trotzdem für unseren Lebensunterhalt sorgen muss.
00:42Aber es ist definitiv ein Schlag in die Magengrube,
00:45wenn ich hinschaue und nichts mehr da ist.
00:51Das Supplement Nutrition Assistance Programme Snap
00:54hilft mehr als 430.000 Menschen allein hier im Bundesstaat Minnesota.
00:59Insgesamt sind 41 Millionen Amerikaner darauf angewiesen.
01:04Snap-Teilnehmer erhalten in Minnesota 6,30 Dollar pro Tag.
01:08Ich möchte herausfinden, was man dafür in einem Supermarkt kaufen kann.
01:11Das bekommt man also für 6 Dollar.
01:18Ohne Snap-Leistung sind immer mehr Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen.
01:25Hier gibt es kostenlose Lebensmittel.
01:28Diese Initiative ist wiederum selbst auf Spenden und Lieferungen von Gruppen
01:31wie unserer Food Group angewiesen, um ihre Regale zu füllen.
01:35Die Menschen kommen in der Regel einmal im Monat hierher.
01:40Bislang war es so, dass Snap selbst während des Shutdowns
01:43in der Regel ohne Unterbrechung weiterlief.
01:45Jetzt sind die Leistungen nur noch teilweise verfügbar.
01:48Es gibt jetzt also eine Unsicherheit beim Snap-Programm,
01:51die wir in den Vereinigten Staaten bisher nicht kannten.
01:54Valentina ist vor 2 Jahren mit ihrem Mann und ihren 5 Kindern
02:01aus Moldau in die USA gezogen.
02:04Eine Tochter ist autistisch.
02:06Ihr Mann verdient 4.000 Dollar im Monat.
02:08Aber ohne Snap reicht das trotzdem nicht zum Leben.
02:11Ich habe eine Frage.
02:15Meine Mutter sagt, im Fernsehen in Moldau wird berichtet,
02:17dass die Lebensmittelausgabestellen in den USA geschlossen werden.
02:24Stimmt das?
02:25Die Lebensmittelausgaben?
02:27Nein, solche wie die hier bleiben offen.
02:30Okay, denn wenn die Lebensmittelausgaben schließen,
02:34das wäre sehr schlimm.
02:39Ich habe die US-Senatorin Tina Smith aus Minnesota
02:43im Kapitol in Washington
02:44zu einem möglichen Ende des Shutdowns befragt.
02:48Es gibt viele gegenläufige Kräfte.
02:50Und letztendlich hängt alles von Präsident Trump ab.
02:54Denn die Republikaner im Kongress tun größtenteils das,
02:57was Trump ihnen sagt.
02:58Wenn er ihnen sagt, sie sollen verhandeln und eine Einigung finden,
03:02werden sie das tun.
03:04Wenn er ihnen sagt, sie sollen bei dem großen Thema
03:06Senkung der Gesundheitskosten hart bleiben,
03:09dann werden sie hart bleiben.
03:10Es hängt wirklich alles von ihm ab.
03:13Niemand weiß, wie lange es dauert,
03:14bis Washington den Shutdown beendet.
03:16Wie kommen Menschen wie Mary trotzdem über die Runden?
03:19Ein paar wirklich nette Leute aus meiner Nachbarschaft
03:22haben uns mit ein paar Lebensmitteln ausgeholfen,
03:24damit es etwas leichter wird.
03:26Weil die US-Amerikaner im Moment kaum Hilfe von der Regierung bekommen,
03:30müssen sie sich gegenseitig helfen.
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