00:00Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren finden in den Niederlanden vorgezogene Parlamentswahlen statt.
00:07Die von Anfang an instabile rechte Regierungskoalition zerbrach im Sommer am Streit über die Migrationspolitik.
00:14Umfragen zufolge dürfte Gerd Wilders mit seiner rechtspopulistischen Partei für die Freiheit mit etwa 30 Prozent der Wählerstimmen erneut stärkste Kraft werden.
00:23Wilders hat trotzdem kaum Chancen Regierungschef zu werden, weil die anderen großen Parteien eine Koalition mit ihm ausschließen.
00:31Entscheidend wird deshalb sein, wer zweitstärkste Kraft wird, denn diese Partei wird wohl die neue Regierung anführen.
00:38Das könnte eine Mitte-Links-Koalition aus Sozialdemokraten und Grünen sein, mit dem früheren EU-Kommissar Franz Timmermans an der Spitze.
00:46Der aufsteigende Stern der niederländischen Politik ist jedoch Henry Bontenbaal, dessen Mitte-Rechts-Partei CDA zuletzt stark aufgeholt hat und ebenfalls auf Platz zwei landen könnte.
00:58Wichtigste Themen sind Wohnen, Einwanderung, Kriminalität und die Gesundheitspolitik.
01:03Vor allem die Wohnungsnot bereitet vielen Niederländern Sorgen.
01:07Die Migrationspolitik hat im Vergleich zur letzten Wahl im Jahr 2023 etwas an Bedeutung verloren.
01:13Insgesamt kämpfen 27 Parteien um die 150 Parlamentssitze.
01:19Eine Sperrklausel wie in Deutschland gibt es nicht.
01:21Die Bildung einer neuen Regierung dauert in den Niederlanden traditionell sehr lange.
01:26Nach der vergangenen Wahl waren es mehr als 200 Tage.
01:30Bis zu einer Einigung bleibt der zurückgetretene Regierungschef Dix Roof im Amt.
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