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  • vor 3 Monaten
Das Strategiespiel zu Star Trek Voyager wird eine echte Wundertüte, aus der jeder etwas anderes ziehen soll. In der Rolle von Captain Kathryn Janeway haben wir die Verantwortung für das Raumschiff Voyager aus der gleichnamigen TV-Serie. Statt aber einer komplett starr vorgegebenen Handlung zu folgen, können wir in jedem Spieldurchgang die Geschichten beeinflussen und so in jeder Menge “Was wäre wenn”-Situationen landen. Also was wäre, wenn Tuvix überlebt hätte, wenn Seska zurückgekommen wäre oder Kes die Voyager nie verlassen hätte.

Wir haben die PC-Version von Star Trek Voyager: Across the Unknown ausprobiert und stellen das Spiel im Vorschau-Video mit jeder Menge Gameplay-Szenen vor. Einen Release-Termin gibt's allerdings noch nicht, Star Trek Voyager: Across the Unknown soll aber für PC und Konsolen rauskommen.
Transkript
00:00Fähnrich Harry Kim wird nie befördert, aber Tuvix darf leben.
00:16Das Strategiespiel zu Star Trek Voyager wird eine echte Wundertüte, aus der jeder etwas
00:21anderes ziehen soll.
00:23In der Rolle von Captain Catherine Janeway haben wir die Verantwortung für das Raumschiff
00:27Voyager aus der gleichnamigen TV-Serie.
00:30Statt aber einer komplett starr vorgegebenen Handlung zu folgen, können wir in jedem
00:35Spieldurchgang die Geschichte beeinflussen und so in jeder Menge Was-wäre-wenn-Situationen
00:41landen.
00:42Also was wäre, wenn Tuvix überlebt hätte, wenn Seska zurückgekommen wäre oder Cass die
00:48Voyager nie verlassen hätte.
00:50Die Handlung von Star Trek Voyager Across the Unknown beginnt da, wo auch die Serie anfängt.
00:56Das Föderationsraumschiff Voyager ist in den Badlands auf der Suche nach einem verschwundenen
01:01Schiff des Marquis unterwegs, einer Gruppe abtrünniger Ex-Mitglieder der Föderation.
01:06Am Ort des Verschwindens wird die Voyager von einem Strahl erfasst und 70.000 Lichtjahre
01:11weit weg geschleudert.
01:13Nun, im sogenannten Delta-Quadranten fernab der Heimat, findet Captain Janeway zwar das verschollene
01:19Schiff, aber erstmal keinen Weg nach Hause.
01:22Also schließt sie einen Waffenstillstand mit der Crew des Marquis und nimmt deren Besatzung
01:27auf der Voyager auf und beginnt die Reise nach Hause, die bei maximaler Warp-Geschwindigkeit
01:33normalerweise rund 70 Jahre dauern würde.
01:36Across the Unknown setzt nun an dieser Stelle ein, ist aber alles andere als eine Nacherzählung
01:42der Serie.
01:43Wer mit den Entscheidungen der Voyager-Kapitänin in der Serie unzufrieden war, hat jetzt nämlich
01:49die Möglichkeit, es besser zu machen oder zumindest anders.
01:53Theoretisch sollten wir also in 30 Minuten locker wieder zu Hause sein.
01:57Der sieben Fernseh-Staffeln lange Trip vom fernen Delta-Quadranten zurück zur Erde ist für
02:02uns schließlich total unnötig.
02:04Denn bereits in der ersten Folge bekommt die Crew ja die Möglichkeit, mit dem Relay des Fürsorgers
02:09wieder zurückzureisen, entscheidet sich in der TV-Vorlage aber stattdessen für die
02:13Rettung einiger Unschuldiger.
02:24Nun haben wir aber in Across the Unknown das Sagen auf der Brücke und deshalb können wir
02:29im Tutorial tatsächlich sofort wieder nach Hause fliegen, wenn wir das wollen.
02:33Und das ist ja auch nur konsequent, schließlich will uns das Strategiespiel vom deutschen Entwickler
02:38Studio Gaming Side im Rahmen der Serienhandlung ein Maximum an Entscheidungsfreiheit geben,
02:44selbst wenn die Spielzeit damit von für einen Durchgang so um die 12 bis 15 Stunden auf
02:5030 Minuten schrumpft.
02:52Aber gut, sind wir mal ehrlich, nach allem was wir zu Across the Unknown wissen, werden
02:55Star Trek Fans sehr wahrscheinlich so lange wie möglich spielen wollen und das auch gern
03:00mehrmals.
03:01Denn hier steckt, neben ganz viel Liebe für die Vorlage, auch ein richtig cleveres Gameplay-Konzept
03:06drin.
03:06Nach der Ankündigung von Across the Unknown stand zunächst mal die Frage im Raum, ist
03:11das Spiel eigentlich ein echtes Roguelike wie FTL, Faster Than Light, also komplett mit
03:17Permadeath und regelmäßigen Zwangsneustarts?
03:21Die Entwickler sagen, nö, aber ihr könnt es fast so spielen.
03:25Zum Start wählen wir zunächst aus drei Schwierigkeitsgraden, der mittlere ist schon recht tough, mit
03:31deutlichem Survival-Einschlag, Marke Frostpunk 2.
03:35Wir spielen die Kampagne also an einem Stück durch und gespeichert wird automatisch alle
03:38paar Minuten.
03:40Immerhin können wir aber jederzeit immer noch zurück zum Anfang der insgesamt zwölf Sektoren
03:45springen, die die Voyager im Laufe der Kampagne durchfliegt.
03:49Also wenn wir mal im aktuellen oder vielleicht sogar auch schon im vorherigen Sektor zu viele
03:53falsche Entscheidungen getroffen haben, springen wir einfach drei Sektoren zurück.
03:57Wie genau der höchste Schwierigkeitsgrad ausbalanciert wird, darüber zerbrechen sich
04:02die Entwickler aktuell noch den Kopf.
04:04Wahrscheinlich gibt es dann aber nur einen Speicherstand, also wir können immer nur den
04:07aktuellen Sektor zurücksetzen.
04:10Dadurch wird das ohnehin anspruchsvolle Ressourcenmanagement also zur richtigen Zerreißprobe.
04:15Die insgesamt zehn Rohstoffe im Spiel bekommen wir hauptsächlich dadurch, dass wir die Voyager
04:21auf der Sternenkarte zu Planeten, Raumstationen und Schiffen schicken.
04:26Dort absolvieren wir dann kleine Text-Events oder mehrteilige Außenmissionen im Stil einer
04:31Choose-Your-Own-Adventure-Szene.
04:34Bei einem neuen Spieldurchgang treffen wir dann oft auf andere Events und Raumschiffe, da
04:38lässt also FTL deutlich grüßen.
04:41Pro Sektor wechseln wir auch zwischen mehreren Sternensystemen hin und her.
04:45Wenn wir das Hauptziel in einer Region dann aber abschließen, können wir zum nächsten
04:49Sektor und damit weiter in der Geschichte vorrücken.
04:53Unsere Bewegungen werden allerdings durch sogenannte Zyklen eingeschränkt.
04:57Wie viele wir davon haben, ergibt sich aus den Rohstoffen an Bord.
05:01Ist das Dilizium im Warp-Antrieb der Voyager verbraucht, ist auch die Überlichtgeschwindigkeit
05:06weg und wir kriechen mit Impulsantrieb weiter.
05:09Immer in der Hoffnung, neue Ressourcen zu finden.
05:11In so einer Situation werden dann 90% aller Systeme deaktiviert, um Strom zu sparen, inklusive
05:19Holodeck und Replikatoren.
05:21Weil derartige Annehmlichkeiten bei Normalbetrieb die Moral hochhalten, rauscht die Stimmung der
05:28Crew dann schnell in den Keller.
05:30Ist die Moral total am Boden, bricht sogar eine Meuterei aus und es winkt der Game-Over-Bildschirm.
05:37Die Launen der Mannschaft machen uns aber auch ohne Notsituationen schon zu schaffen, denn
05:42je mehr Zeit wir uns mit der Erkundung der Sonnensysteme und Sektoren lassen, umso mehr
05:47verstärkt sich das Heimweh der Untergebenen.
05:50Wir müssen also stets ein Gleichgewicht finden, um einerseits genug Ressourcen für den Weiterflug
05:55zu finden und andererseits unsere Crew nicht zu frustrieren.
06:00Immerhin verraten uns die Sensoren der Voyager zumeist, welche Belohnungen für unsere Entscheidungen
06:05in Aussicht stehen.
06:07Der Zufall spielt aber trotzdem immer eine Rolle.
06:11Es besteht zum Beispiel immer ein Risiko, dass unsere Crew Verletzungen davonträgt oder
06:15die Voyager Schaden nimmt.
06:18Im simplen Story-Schwierigkeitsgrad halten sich die Auswirkungen natürlich in Grenzen.
06:23Die anderen Modi sollen kniffliger sein.
06:26Aber das passt ja auch zur Serienvorlage.
06:29Die Voyager ist schließlich das einzige Sternenflottenschiff im Umkreis, Verstärkung gibt's
06:33also nicht.
06:35Das gilt allerdings nicht für neue Crewmitglieder, die können wir nämlich durch Events rekrutieren.
06:40Das ist wichtig, denn Kämpfe dezimieren unsere Mannstärke.
06:44Wir brauchen aber eine bestimmte Mindestbesatzung für den reibungslosen Betrieb des Schiffs.
06:49Bei größeren, auf Voyager-Serienfolgen basierenden Ereignissen stoßen wir auch auf bekannte Gesichter.
06:55Diese Helden sind besonders talentiert, sammeln Erfahrung und steigen im Level auf.
07:00Aber Pech für Harry Kim, er bleibt immer fehnreich und wird nicht zum Lieutenant befördert und
07:05auch Janeway bleibt immer Captain.
07:08Wir können also nicht die Ränge und Posten nach Belieben herumschieben.
07:12Abgesehen davon ist aber alles offen.
07:15Statt beispielsweise wie in der Serie die zusammengespleisten Crewmitglieder Neelix und
07:20Tuvok in ihre Ausgangsformen zurückzuverwandeln, können wir den daraus entstandenen Hybriden
07:26Tuvix am Leben lassen und ihn stattdessen auf kommende Abenteuer mitnehmen.
07:31Und das gleiche gilt auch für andere Nebencharaktere.
07:34Figuren, die in Voyager ursprünglich vielleicht nur für ein, zwei Folgen dabei waren, können
07:39zu permanenten Crewmitgliedern werden.
07:41Im Umkehrschluss können die aus der Serie bekannten Figuren um Chakoti, Harry Kim und
07:46Seven of Nine, aber auch die Crew verlassen oder sogar sterben.
07:50Wer die passenden Entscheidungen trifft, sowie die entsprechenden Skills, Items und Ressourcen
07:54hat, kann mit einer ganz anderen Crew als zu Beginn zur Erde zurückkehren.
08:00Nur ganz schlimme Finger wie die Borg-Königin lassen sich nicht rekrutieren.
08:05Deshalb bleibt die grundlegende Story auch gleich, ihr folgt immer noch den Grundzügen der wichtigsten
08:11Episoden.
08:11Wenn dann für die Story wichtige Charaktere sterben oder die Crew verlassen, zaubert das
08:17Spiel einfach kurzerhand Ersatz aus dem Hut.
08:19In einem Speicherstand, den uns die Entwickler gezeigt hatten, stand dann zum Beispiel statt
08:24Seven of Nine die befreite Borg-Drohne Nine of Nine in der stellaren Kartografie.
08:30Dabei nimmt das Logbuch des Captains am Anfang jedes Sektors sogar Bezug auf die letzten Ereignisse
08:35und Situationen wie ein Treffen mit den Heroesien können komplett anders ablaufen.
08:40Wenn wir bei einer Außenmission beispielsweise gleich mehrere Fertigkeitsvorgaben nicht erfüllen,
08:46erfahren wir beim Rüberbeamen auf ein beschädigtes Heroesien-Raumschiff weder, wie deren Besitzer
08:52heißen, noch können wir den verschwundenen Alpha retten.
08:55So dampfen wir dann unverrichteter Dinge ab und werden beim nächsten Event von den aggressiven
09:01Jäger-Aliens kalt erwischt.
09:03Hätten wir mal mehr Rohstoffe in unsere Sensoren investiert.
09:07Der Sprung in den Delta-Quadranten zu Beginn des Spiels hat das Raumschiff Voyager übrigens
09:13ganz schön lädiert.
09:14In einer Seitenansicht wie in XCOM oder This War of Mine räumen wir deshalb im Verlauf
09:19unseres Abenteuers nach und nach den Schutt weg, reparieren beschädigte Systeme und staffieren
09:25die Räume neu aus.
09:27So entstehen Offiziersquartiere, Phaser-Kontrollräume oder Schildgeneratoren.
09:32Genau wie bei XCOM Enemy Unknown bringen zusätzliche Räume des gleichen Typs mehr Boni.
09:38Neue Raumtypen schalten wir derweil durch die Forschung frei.
09:42Dabei stehen uns fünf sehr umfangreiche Tech-Trees zur Auswahl, auch wenn es bei den Entscheidungen
09:47nicht immer nur um Technologie im engsten Sinne geht.
09:51Wir können beispielsweise ein bisschen Moral opfern und sogar ein paar befreite Borg in
09:56die Mannschaft aufnehmen.
09:58Dazu müssen wir auf dem Schiff dann allerdings Regenerationsalkoven einrichten.
10:03Wenn wir einen noch größeren Schnitzer in unserer Moral verkraften können, können wir
10:07uns mit einer Reifekammer sogar eigene Baby-Drohnen züchten.
10:13Nehmen wir dagegen Disruptoren ins Waffenarsenal der Voyager auf, müssen wir entsprechende Kontrollstationen
10:19errichten und so weiter.
10:20Platz für all die Erweiterungen gibt's zunächst reichlich, aber früher oder später müssen
10:27wir zwischen zwei grundsätzlichen Ausrichtungen entscheiden.
10:30Nämlich bauen wir unsere Voyager zum Kriegsschiff oder zum Forschungsschiff aus.
10:36Beides hat Vor- und Nachteile.
10:38Kreuzen wir dick gepanzert und schwer bewaffnet in einem Sektor auf, werden wir öfter von Feinden
10:43überfallen, überstehen Gefechte aber auch einfacher und bekommen dafür größere Belohnungen.
10:48Als Forschungsschiff fliegen wir dagegen eher unter dem Radar, haben aber eine größere
10:54Reichweite und können Quests leichter mit Diplomatie lösen.
10:59Für Quests mit Alien-Kontakt können wir sogar die Yacht des Captains einsetzen, die es nie
11:05in die Show geschafft hat.
11:06Das sogenannte Aero-Shuttle existiert in der Vorlage lediglich als Konzept, Gaming-Sight
11:12hat es als Methode zum Handeln mit anderen Zivilisationen eingebaut.
11:16Damit können wir dann bei Alliierten auch Hilfe für die Raumkämpfe anfordern.
11:22Ganz vermeiden lassen sich die militärischen Auseinandersetzungen in der Cross the Unknown
11:26nämlich nicht.
11:28Die Schlachten sehen durchaus stimmungsvoll aus, finden aber mechanisch nur auf einer
11:31zweidimensionalen Ebene statt, ungeachtet all der schicken Ausweichmanöver nach oben
11:36und unten.
11:37Wir steuern das Schiff hier auch nicht direkt, sondern befehlen beispielsweise Tom Paris,
11:42die Voyager so in Position zu bringen, dass unsere geschwächten Schilder eine Verschnaufpause
11:47bekommen.
11:48Die vor dem Gefecht ausgewählten Helden geben uns dann Zugriff auf Spezialfähigkeiten, die
11:53wir nach einer Abklingzeit erneut einsetzen können.
11:56Geht die Voyager im Kampf allerdings zu Bruch, müssen wir einen alten Speicherstand laden.
12:01Doch auch im Kampf können wir den Lauf der Geschichte sanft beeinflussen.
12:04Nehmen wir als Beispiel den großen Kazon-Showdown am Ende der zweiten Staffel.
12:10Kreuzen wir dafür in einer überlegenen Voyager auf, die die Feindschiffe in Windeseile schrottreif
12:16schießt, dann werden die Kazon niemals unser Raumschiff entern und die Crew nicht kurzzeitig
12:22auf einem Planeten aussetzen.
12:24So soll sich ein Durchlauf in Star Trek Voyager Across the Unknown stets wie etwas ganz Besonderes
12:30anfühlen, selbst wenn er nach gerade mal 30 Minuten schon wieder vorbei ist.
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