- vor 4 Monaten
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00:00:00Musik
00:00:30Herr Karl-Rhein-Herz Hahn, bitte
00:00:49Bitte
00:01:00Also wenn, dann musst du schon mitmachen, ha?
00:01:03Haus geht's
00:01:04Musik
00:01:05Tut mir leid, doch es gibt keine Freude mehr
00:01:22Tut mir leid, jeder geht sein weh
00:01:28Aber wenn wir uns wieder sehen
00:01:33Bleiben wir ein
00:01:36Schnell liegt die Natur, der Frost reißt in das Näschen
00:01:39Und lässt sich über Feldruf, Drehleinwuchs und Häschen
00:01:43Und drinnen in den Stöbelein, die Mädchenlein und Bübelein
00:01:46Plankt neu die Grazen, sie schnüffeln
00:01:49Die Schnüffeln hat mich in den Thronen
00:01:52Die Ungewirr lässt sie nicht
00:01:54Das Warten fällt zu schnell
00:01:57Ihr schämen
00:01:59Pack, pack, wir tun nicht gut in die Brats
00:02:02Sonst gibt's was mit der Rudel
00:02:03Denn wir klopfen alle bei uns
00:02:06Ah, ah, knechten
00:02:08Das ist sehr komisch, was Sie da machen
00:02:12Finden Sie
00:02:13Ja, das gefällt mir
00:02:16Gut, der Prüfungskommission wird's auch gefallen
00:02:18Meinen Sie?
00:02:19Ja, natürlich
00:02:21Ja, natürlich
00:02:21Oh, richtig
00:02:24Oh, komm, Stimme haben Sie auch
00:02:26Komm, Frau Cees nehmen die bestimmt nur ein
00:02:28Ich würd sie nehmen sofort
00:02:31Ich
00:02:40Ich singe
00:02:44Schlager
00:02:47Schlagersängerin waren bestimmt schon fünf drin
00:02:52Schlagersängerin können in einem bunten Programm gar nicht genug sein, das gefällt den Leuten
00:02:57Wieso?
00:03:00Finden Sie Schlager banal?
00:03:04Aber nein, im Gegenteil
00:03:07Für mich sind Schlager für die Musik, was die Kräuter für die Küche sind
00:03:12Ich bin Koch
00:03:16Ich bin meiner Post
00:03:20Ich singe da
00:03:22Im Chor
00:03:24Aber
00:03:26Am liebsten singe ich Schlager
00:03:27Ich hab nur Angst, dass ich nachher keinen Ton rausbringe
00:03:32Im Postkurs mir das noch nicht passiert
00:03:35Aber wenn ich daran denke, dass ich nachher
00:03:38Ganz allein auf der Bühne stehe
00:03:41Ich verpratze bestimmt alles
00:03:44Dann
00:03:46Dann ist ja alles
00:03:49Verkrampft
00:03:50Und wissen Sie, was das alles schlimmste ist?
00:03:56Wenn ich merke, ein anderes genauso aufgeregt wie ich
00:03:59Na, dann ist ja schon alles aus
00:04:00Gott sei Dank sind Sie ja überhaupt nicht aufgeregt
00:04:03Ja, ja
00:04:17Nerven braucht man schon für unseren Job
00:04:21Wenn Sie sehr gut gegen die Aufregung helfen Lockerungsübungen
00:04:27Ich mache zum Beispiel mal dies hier
00:04:30Spielen Sie mal, wenn es mal geht
00:04:34Ja
00:04:34Wenn Sie Lippen flattern
00:04:43Tut mir leid, wenn es nicht sein wird
00:04:48Aber dann können wir uns wiedersehen
00:04:53Dein Lippen wie ein Beinchen stehen
00:04:57Sehr gut
00:04:57Und dann können wir uns hallo
00:05:00Wie geht es denn so
00:05:02Kannst du dich erinnern
00:05:07Du Rosa
00:05:12Das waren da drei
00:05:33Ja
00:05:36Wollen wir uns nicht setzen
00:05:51Wenn Sie nachdenken
00:06:04Das waren da drei
00:06:09Klar
00:06:10Ja
00:06:10Ja
00:06:10conta
00:06:12clubs
00:06:14z
00:06:14z
00:06:15z
00:06:16z
00:06:17z
00:06:18z
00:06:18Wollen Sie das mal hauptberuflich machen?
00:06:31Ja.
00:06:33Ich will Sängerin werden.
00:06:36Das habe ich mir fest vorgenommen.
00:06:39Jeden Abend auf der Bühne.
00:06:43Scheinwerferlicht.
00:06:44Und der Zuschauerraum voll bis zum letzten Platz.
00:06:56Und Sie?
00:07:00Na ja, mein Beruf macht mir großen Spaß.
00:07:02Ich koche leidenschaftlich gern.
00:07:05Aber das auf der Bühne, das macht natürlich genauso viel Freude,
00:07:07wenn ich merke, die Leute haben Vergnügen.
00:07:10Man wird deshalb nicht mehr Koch sein.
00:07:15Ich weiß es echt nicht.
00:07:17Wenn ich beim Betriebsfest auftrete, dann wollen meine Kollegen immer,
00:07:20jetzt kommt Carly.
00:07:24Eigentlich bin ich auch in der Höhe, weil meine Kollegen mich immer genervt haben.
00:07:26Geh doch mal zu so einem Talent und schreib vielleicht neben dir dich.
00:07:29Aber hör ja nicht auf mit Kochen.
00:07:32Hör mal, mein geschmutztes Eisbein, das macht mir nämlich keiner nach.
00:07:36Da stehen Sie an meinem Schalter, Schlange.
00:07:43Vielleicht lässt es sich mal einrichten, dass ich für Sie koche.
00:07:50Tja.
00:07:51Ich meine, wenn wir das hier hinter uns haben.
00:08:02Tja.
00:08:04Wenn Sie sich das mal einrichten lassen.
00:08:08Steffi Schuster!
00:08:12Ach du meine Güte.
00:08:14Das bin ja ich.
00:08:17Steffi Schuster!
00:08:18Bitte!
00:08:19Toi, toi, toi, toi.
00:08:24Sind Sie noch einer hier?
00:08:26Ich brauche ihn.
00:08:39Bitte, bitte.
00:08:41Bitte.
00:08:41Bitte, bitte.
00:08:43Bitte, bitte.
00:08:44Bitte, bitte.
00:08:45Bitte, bitte.
00:08:47Bitte, bitte.
00:08:48Bitte, bitte.
00:08:50Kárl Atto!
00:09:10Herr Karl-Otto!
00:09:26Stell dich vor!
00:09:28Stell dich doch nur mal vor!
00:09:30Ich hab's geschaut!
00:09:34Aber jetzt...
00:09:36Jetzt kommt Carly!
00:09:40...
00:09:43...
00:09:47...
00:09:49...
00:09:52...
00:09:55...
00:09:59...
00:10:00...
00:10:01Wie viele haben wir denn noch?
00:10:27Mit ihm da oben noch drei.
00:10:29Es hat ja auch Zeit, dass endlich Mittag wird.
00:10:40Was gibt es denn überhaupt?
00:10:44Ich kann Ihnen mal fragen.
00:10:49Tja, worauf warten Sie denn?
00:10:52Fangen Sie an.
00:10:54Ich spiele ein Mädchen, das ein Weihnachtsgedicht aussagt.
00:10:59Tieferschneidigt die Natur, der Frost beißt in das Läschen und lustig überfällt.
00:11:12Und Flore, Frieden, Fuchs und Tiefchen und drinnen in den Stübelein.
00:11:19Die Mägdelein und Tübelein placken wollen wir gar zu sehr.
00:11:25Sie schnüffeln heimlich in den Türen.
00:11:30Die Ungeduld lässt sie nicht ruhen.
00:11:33Das Warten fällt zu schwer.
00:11:36Ihr Schämen packt, ihr Tun nicht untergepackt.
00:11:41Gibt's was mit der Rutsche?
00:11:47Schnitzel.
00:11:48Ja, warum machen Sie denn nicht weiter und benutzen Sie das Mikro?
00:12:00Dazu ist es ja da.
00:12:01Denn wir klopfen beide bei uns an, Knecht Obrecht ist der Weihnachtsmann.
00:12:17Drum wollen alle Kinder jetzt besonders artig bleiben.
00:12:22Selbst Klaus, der freche Hosenmatt, ist nun ein netter, kleiner Mann und wäscht sich so weit an.
00:12:31Ja, ich gucke auch schon in die ganze Zeit.
00:12:33Und ich bin auch ganz furchtbar, wie die Mutti sagt, wenn das so blieb, könnte immer Weihnachten sein.
00:12:40Das ist sehr merkwürdig.
00:12:41Bald strahlt bei uns der Tannenbaum im Licht der bunten Herzen.
00:12:48Und wir in einem Wundertraum verlocken alle Herzen.
00:12:55Das war...
00:12:56Danke.
00:12:57Das reicht.
00:12:59Einen Augenblick, bitte.
00:13:02Tja, das war sehr schön, Herr Otto.
00:13:06Nur, Sie müssen etwas Eigenes, Unverwechselbares machen.
00:13:11Etwas, was nur Sie können.
00:13:12Ja, lieber Herr Otto.
00:13:14Das war heute leider alles nur...
00:13:16Ich meine, nachgemacht.
00:13:19Aber vielleicht kommen Sie zu einem der nächsten Talente aus Schalte mal wieder bei uns vorbei.
00:13:26Na, danke.
00:13:28Sie können gehen.
00:13:29Die war da schlagen, Manns.
00:13:38Ja, das kann man wohl sagen.
00:13:50Hat nicht geklappt.
00:13:52Na, ja.
00:14:00Vorm leeren Saal.
00:14:03Da kann ja keiner was spielen.
00:14:06Da bleibt ja mir jeder Ton im Hals stecken.
00:14:12Die...
00:14:14Die haben doch gar keine Ahnung.
00:14:18Haben die...
00:14:19Ich war eben wieder mal zu aufgeregt.
00:14:20Ja, lassen Sie doch mal.
00:14:31Sie haben doch vorhin...
00:14:33... einen völlig ruhigen Eindruck gemacht.
00:14:38Das freut mich.
00:14:40Dann ist mir heute wenigstens etwas gelungen.
00:14:43Wieso?
00:14:46Mir ging es doch ganz genauso wie Ihnen.
00:14:48Aber als Sie sagten, bei Ihnen ist es ganz aus, wenn Sie merken, jemand ist so aufgeregt wie Sie.
00:14:52Da konnte ich doch nicht anders.
00:14:55Ja, da musste ich mich doch zusammenreißen.
00:15:03Naja.
00:15:06Koch ist ja auch ein schöner Beruf.
00:15:07Sagten Sie nicht, Sie wollten mal für mich kochen?
00:15:18Ich meine, vielleicht haben Sie gerade nichts Besseres vor.
00:15:24Mögen Sie Kohlrollen an...
00:15:26... aus Wirsingen?
00:15:27... aus Wirsingen?
00:15:28Ja.
00:15:44Musik
00:16:14Hallo? Na du? Wie geht's dir denn? Kleiner Feigling.
00:16:44Alles in Ordnung? Na siehste, Durst wieder normal, dann wird's doch.
00:16:55Wundert doch mal, du vom Baden her ist aber nicht viel, ja? Und morgen wird das wieder anders, oder?
00:17:05Sonst irgendwas... Ne, noch nicht.
00:17:10Sonst irgendwas Besonderes bei dir vorgefallen? Bei uns, weißt du, da hat uns ein langer, ganz langer angefangen.
00:17:20Der macht... Moment, ich bin gleich wieder da.
00:17:24Musik
00:17:32Brück dich mal nicht auf. Wir würden in die Kaufhalle gegangen sein. Und ich hab dir doch gesagt, die Grünanlagen, die waren erst im Frühjahr. Der Problem, alles aufgeweist. Da kann sie mit dem Kleinen nicht zuschnitten.
00:18:00Sie können nicht, das wird sie sein.
00:18:04Wenn sie mal eine anleiten, hat da wieder jemand unsere Zeitung mit hochgebracht.
00:18:12Selber Feigling. Es muss doch wenigstens so aussehen, als ob ich ihr mal zufällig begegne.
00:18:30Sie wird es schon noch bemerken, wenn ihr die Zeitung mit drauf bringt. Und das mit dem Flughause machen auch.
00:18:42Na, das halte ich ja wohl für ein Gerücht, dass ihr mich nicht mal seht.
00:18:49Uwe! Uwe!
00:18:50Wer sieht dich denn?
00:18:51Ich will dir mal was sagen, mein Lieber. Wenn du so weitermachst. Die Katze. Vom Nachbarn.
00:19:06Mit 36 ist ein Mann noch nicht überständig. Er hat die Richtige nur noch nicht gefunden.
00:19:20Das ist doch auch keine.
00:19:23Wir wohnen jetzt 63 Tage hier. Sie 59 und seit 42 Tagen sind die Herrenstiefel vom Abstreicher verschwunden.
00:19:39Was?
00:19:42Na, das hat doch was zu sagen.
00:19:44Was?
00:19:46Das will ich nicht gehört haben.
00:19:48Hörst du sowas von mir?
00:19:51Ganze drei Worte haste drauf.
00:19:53Uwe, Feigling und ab.
00:19:57Das letzte vergisst du wieder und zwar schnell.
00:19:59Sonst scheitert noch das ganze Unternehmen an dir.
00:20:03Gut, schon gut.
00:20:06Ich unternehme ja schon was.
00:20:09Ich bin mir fürs Zitzen.
00:20:10Ich bin für mich nicht ganz in diesem Geld.
00:20:12Ich bin für mich und mir meineitenden Soldaten mit dem Zitzen zusammen ganz in der Hand.
00:20:15Ich bin für mich nicht ganz in diesem Geld.
00:20:16Du bist vielleicht ein Ferkel.
00:20:46Hier habe ich ja gesagt, der pure Lehm.
00:20:53Der Lehm muss ab, ab, muss der Lehm, das Gummis, das Gummis, das Gummis, das Gummis, das Gummis, das Gummis, das Gummis, das Gummis, das Gummis.
00:21:16Das Gummis, das Gummis, das Gummis.
00:21:46Das Gummis, das Gummis.
00:21:51Das Gummis.
00:21:56Das Gummis.
00:22:01Das Gummis.
00:22:02Das Gummis.
00:22:02Das Gummis.
00:22:07Das Gummis.
00:22:08Manu, was machen wir nur?
00:22:34Willst du mir sagen, was wir den liebenlangen Abend machen werden?
00:22:38Noch ein Regal kommt überhaupt nie in Frage, ist doch schon alles voll gebaut.
00:22:44Nebenan habe ich dir schon tausendmal gesagt, es nichts zu machen.
00:22:49Weil ein Mann nicht einfach hingehen kann und sagen, entschuldigen Sie bitte, wir bauen vielleicht ein Regal.
00:22:54Ich heiße ihn unter den Tischler, ich bin doch einer, die fasst sich doch glatt an den Kopf.
00:22:57Ich bin nicht feige!
00:23:01Hallo.
00:23:03Schöne Nachbarin.
00:23:05Hallo.
00:23:07Hallo.
00:23:08Schöne Nachbarin.
00:23:09Hallo.
00:23:10Oh, entschuldigen Sie bitte.
00:23:13Ich...
00:23:14Ich...
00:23:15Ich...
00:23:16Ich...
00:23:17Ich...
00:23:18Ich...
00:23:19Ich...
00:23:20Ich...
00:23:21Ich...
00:23:22Ich...
00:23:23Ich...
00:23:24Ich...
00:23:25Ich...
00:23:26Ich...
00:23:27Jetzt...
00:23:28Ich...
00:23:29Und...
00:23:30Und...
00:23:31Und...
00:23:32Bitte!
00:23:33Und...
00:23:34Ich...
00:23:35Das Abendessen nehmen wir selbstverständlich
00:23:37beim Bier.
00:23:38Sie gestatten.
00:23:41Sie werden staunen.
00:23:47Rustikal, ja.
00:23:50Ich liebe immer rustikal.
00:23:54Ach, Sie auch?
00:23:59Ja, das sag ich doch.
00:24:02Zwei...
00:24:06...gleiche...
00:24:10...sie...
00:24:13...gleiche...
00:24:16So, da sitze ich, gewissermaßen vis-a-vis von Bubi, Schnaut.
00:24:21Halt den Schnabel, Bubi.
00:24:23Sie nehmen selbstverständlich in Ihren Platz ein.
00:24:26Salami?
00:24:31Leberwurst.
00:24:37Ich bin bereit.
00:24:49Mmh.
00:24:51Kosten Sie mal den Käse.
00:24:53Ich rede Käse.
00:24:54Wie gesagt, lass es mal nicht den Bubi hören.
00:25:00Ich habe es gewusst.
00:25:02Dass Sie ganz einfach...
00:25:05...ein patenter Kerl sind.
00:25:08So einer, wie man ihn braucht.
00:25:12Ach.
00:25:14Ihnen hängen die eigenen vier Wände auch zum Halter.
00:25:16Immer so allein.
00:25:19Obwohl es Ihnen dann noch besser geht als mir.
00:25:21Ja, Sie haben immerhin den Kleinen.
00:25:27Wissen Sie...
00:25:29...dass ich ihn auch gern haben könnte.
00:25:32Den Kleinen.
00:25:35Und wenn Sie vielleicht...
00:25:36...nicht Tischler heißen wollen.
00:25:38So schön ist der Name ja nicht.
00:25:40Obwohl...
00:25:41Na, also mein Liebesvorein Schmidt ist ja auch nicht gerade selten.
00:25:44Und eine besondere Zierde.
00:25:46Sie wollen, können Sie auch Schmidt Tischler.
00:25:49Mit Bindestrich.
00:25:50Ihnen gefällt eine Tore Tischler?
00:25:54Na, was rede ich denn da?
00:25:56Ich rede ja auch bloß...
00:25:58...wissen Sie...
00:26:00...ich glaube...
00:26:02...bei mir handelt es sich um...
00:26:03Falkman?
00:26:04Bubi, du bist ein Arf!
00:26:09Falkman?
00:26:10Falkman?
00:26:11Bubi, du bist ein Arf!
00:26:12Falkman?
00:26:14Falkman?
00:26:15Hallo, ich störe Sie doch nicht.
00:26:42Ich bin Ihr Nachbar, ja, ich bin Theo Tischler.
00:26:47Ich wollte Sie fragen, ob Sie...
00:26:49Ja?
00:27:01Ob Sie Ihren Mülleimer...
00:27:12Sind Sie vielleicht der Einzelmann?
00:27:36Entschuldigen Sie bitte, ich wollte Sie nicht stören.
00:27:43Ich wusste ja nicht, dass...
00:27:45Die Krennpie, ich hätte Sie auch sehen müssen.
00:27:56Verzeihung, die großen Schuhe.
00:28:00Ach, die...
00:28:07Die sind gerade im Begriff zu gehen.
00:28:09Der Vater von meinem Sohn hat nur eben mal vorbeigeschaut.
00:28:15Wissen Sie was?
00:28:28Kommen Sie doch mal zu einer Tasse Kaffee zu uns herüber.
00:28:30Mackie würde sich freuen.
00:28:32Das ist der mit den kleinen Schuhen.
00:28:48Ich gehe erst mal allein.
00:28:49Ich gehe erst mal allein.
00:28:55Aberkriege, ich komme mit demselbeisten ...
00:28:57... und Knobel auf demselbeisten holten.
00:28:58Ich gehe erst mal auf demselbeisten.
00:28:59Doch, ich muss Ihnen bleiben.
00:29:01Ich gehe erst mal auf demselbeistenken.
00:29:03Ich gehe erst mal auf demselbeistenken.
00:29:06Der Name ist Peach?
00:29:07Der ist Peach.
00:29:08Und der ist Pitsch?
00:29:21Er heißt Pitsch und sieht auch so aus.
00:29:28Und ist umwerfend komisch, Herr Limon, es war nicht böse.
00:29:34Ich war den ganzen Abend auf dich und du gabelst auf deinem langweiligen Empfang einen alten Studienfreund.
00:29:39Morgen ist er doch schon wieder über alle Berge, Helly Kind.
00:29:42In der Botanik, weit draußen, irgendwo in seinem Institut, während ich hier frohendienst, wissenschaftlichen Frohendienst leiste an der Basis, was ja auch was einbringt.
00:29:56Ah, Helly, also mit dem Pitsch, ja, also der Pitsch, mit dem ist das nie langweilig, ja.
00:30:07Der ist sowas, der ist sowas nie ernst zu nehmen.
00:30:12Pitsch!
00:30:13Die Tür zur Terrasse stand offen und mich zog die Musik. Schade um den Schlussteil.
00:30:21Was ist denn ein Schlussteil der Musik?
00:30:25Ich darf Ihnen...
00:30:27...diese Blumen zu Füßen legen, sie sollten eigentlich zu kastanienfarbenem Haar passen.
00:30:36Nun habe ich keine.
00:30:38Nein, nun haben Sie keins.
00:30:41Habe ich zu viel gesagt, Helly?
00:30:45Also das muss man ihm lassen, Blumen und diese Tageszeiten.
00:30:47Ich hatte draußen schon erwogen, sie auszuwechseln. Ihr habt zu viel Schönere.
00:30:50Ja, wir haben viel Schönes, Pitsch.
00:30:53Und das Schönste ist Helly.
00:30:56Helly, das ist Pitsch.
00:30:58Pitsch, das ist Helly, meine Frau.
00:31:01Meine Fast-Frau.
00:31:02Was erzählte ich dir, dass die verflossene Madame dieses Hauses mir durchging?
00:31:11Und sie hatte kastanienfarbenes Haar.
00:31:13Schwarzes Pitsch.
00:31:15Schwarz wie die Nacht.
00:31:16Und so schwarz war auch ihre Seele.
00:31:19Sie ging mir durch mit meinem Lader.
00:31:23Dafür ließ sie mir das hier zurück.
00:31:25Was ja auch nicht schlecht ist.
00:31:27Ich legte mir einen anderen Wagen zu.
00:31:32Und Helly.
00:31:35Und Helly.
00:31:41Was trinkst du, Pitsch?
00:31:43Hat er denn gar keinen Vornamen?
00:31:44Pitsch?
00:31:46Pitsch, sag mal, hast du einen Vornamen? Ich kann mich gar nicht erinnern.
00:31:48Ja, natürlich, Hans-Joachim.
00:31:51Jochen oder Achim?
00:31:54Hans, so nennt mich noch keiner.
00:31:57Nicht mehr Pitsch?
00:31:59Nein, nicht mehr Pitsch.
00:32:01Also für mich, da bleibst du Pitsch, ja.
00:32:04Pitsch, was trinkst du?
00:32:05Wodka, Whisky, Brandy?
00:32:08Oder was von diesen Sachen?
00:32:11Übrigens, der Apricot Brandy ist Hellys Marke.
00:32:15Nordhäuser Korn, der Alte.
00:32:19Er hat gedacht, den hab ich nicht.
00:32:22Was ich will, Pitsch, das krieg ich auch.
00:32:27Er hat gedacht, den hab ich nicht.
00:32:29Wieso hat er eine Fast-Frau, die diese Musik spielt?
00:32:53Wieso hat er einen Freund, der nach dieser Musik fragt?
00:33:00Hat er den?
00:33:02Ich weiß nicht.
00:33:04Na, ihr habt euch doch nicht etwa ohne mich gelangweilt?
00:33:09Das hofft er.
00:33:13Man soll nicht nur hoffen.
00:33:15Hm, das klingt aber sehr vielversprechend.
00:33:17Haben wir noch alles vor uns?
00:33:19Ja.
00:33:20Hey, hey, hey, hey.
00:33:23Also, cheers, Pitsch.
00:33:25Cheers, Helly.
00:33:26Sieh ihn dir an, Helly.
00:33:43Was haben wir über den gelacht?
00:33:46Uns gekringelt.
00:33:48Das ganze Seminar war der Komische.
00:33:53Sag mal, Pitsch, was an dir war eigentlich so komisch?
00:33:58Ich weiß es nicht.
00:34:01Er weiß es nicht.
00:34:03Ja, natürlich weiß er es nicht.
00:34:06Es konnte einfach keiner so herrlich ins Messer laufen wie er.
00:34:13Cheers.
00:34:16Und das ist komisch?
00:34:19Na, und ob das komisch ist?
00:34:24In bestimmten Situationen ist das sogar sehr komisch.
00:34:30Nicht, Pitsch?
00:34:36Ich habe Kragenweide 38, wenn Sie mir mein Oberhemd zum Geburtstag schenken wollen,
00:34:52aber das habe ich nicht so gern.
00:34:54Krawatten trage ich am liebsten konservativ, schräg gestreifte, wenn überhaupt,
00:34:59falls Sie mir die gleich mitschenken wollen, habe ich aber auch nicht so gerne.
00:35:02Was bekommen Sie denn gerne geschenkt?
00:35:04Ach, das kann ich jetzt hier nicht so sagen.
00:35:09Warum nicht?
00:35:12Finden Sie nicht, dass Sie etwas zu direkt fragen, Ellie?
00:35:19Überhaupt nicht, Hans.
00:35:24Na, wo geht's denn bei euch die ganze Zeit, Zigarre, Pitsch?
00:35:28Deine Fastfrau gefällt mir.
00:35:32Du hast doch nichts dagegen, dass sie mir gefällt.
00:35:33Ja, aber woher denn?
00:35:37Mir gefällt sie ja auch.
00:35:39Cheers.
00:35:41Aber es ist nicht lau und Pitsch, aber mir gefällt sie auch.
00:35:50Aber ich erlaube dir, sie zu küssen.
00:35:54Er erlaubt es.
00:35:55Na bitte, bedien dich.
00:35:58Sie willst du gar nicht fragen, vielleicht will sie nicht.
00:36:00Pardon, Scheiß.
00:36:03Doch.
00:36:04Sie will.
00:36:05Ja, da hörst du es, sie will.
00:36:17Mensch, der ist jetzt ja nicht auszuhalten.
00:36:20Ein Kuss nennt der das.
00:36:22Na ja, es kann doch nicht werden als Mann.
00:36:24Also was den Wissenschaftler anbelangt, da sah und hörte ich heute mit Staunen,
00:36:29dass unser kleiner Pitsch auf dem Weg zu einer großen Leuchte ist.
00:36:34Aber, Ellie, Pitsch ist noch immer unbeweibt.
00:36:39Na, das sagt doch was aus.
00:36:41So?
00:36:42Was?
00:36:43Ja, was?
00:36:49Soll ich, Pitsch?
00:36:51Na gut.
00:36:53Ellie, kannst du dir vorstellen, Grimarsche Straße, Ecke Naschmarkt, da kam sie vorbei jeden Tag.
00:37:04Ein Mädchen, schön, schlank und scheu.
00:37:08Stimmt's, Pitsch?
00:37:09Ja, das stimmt.
00:37:10Studierte Pädagogik oder Journalistik?
00:37:12Musik.
00:37:13Musik?
00:37:14Ach ja, richtig.
00:37:15Ich hatte ja einen Geigenkasten.
00:37:18Also, Ellie, sie war das bestgewachsenste Mädchen, das ich je sah.
00:37:22Außer dir, Schatz.
00:37:22Blaue Augen.
00:37:24Graue.
00:37:25Ganz klare.
00:37:26Graue.
00:37:27Ja, ja, du musst es ja wissen.
00:37:29Graue Augen zu Kastanienbraunem Haar.
00:37:33Aber nicht heranzukommen an dieses Mädchen.
00:37:36Eine Festung.
00:37:38Das ganze Seminar hat es versucht.
00:37:40Nur einer rechnete sich ernsthaft Chancen aus.
00:37:48Unser kleiner Pits.
00:37:51Oh Gott, oh Gott, oh Gott.
00:37:52Das ist ja richtig.
00:37:53Die Geigenkasten, der nervt uns ja immer mit einem spanischen Tanz.
00:37:59Den Pfiffer, wo er ging und stand.
00:38:02Ja, höre ich Sie, das ist ja das Ding.
00:38:09Pablo de Sarazate, sie übte ihn jeden Tag.
00:38:13Und er trug ihr den Geigenkasten.
00:38:17Jeden Tag stand und wartete.
00:38:21Grämmasche Straße, Ecke Naschmark, trug ihr den Geigenkasten.
00:38:28Und er hat nicht gewusst, als während er noch stand und wartete und ihr den Geigenkasten trug, die Festung ihr längst gefallen war.
00:38:40Und wem fiel sie zu?
00:38:48Bitte fragt sie noch.
00:38:51Halli, sie war groß, sie war schlank, sie war schön.
00:38:58Ein Bild von einem Mädchen mit kräftigem, kastanienbraunem Haar.
00:39:03Mann, war ich verkneipen.
00:39:07Küss ihn, Halli.
00:39:08Oh, küss ihn, Halli.
00:39:09Einmal soll er entschädigt werden für all die Frauen, die er nicht gekriegt hat.
00:39:15Also küss ihn schon, Halli.
00:39:17Oh, kühn doch, kühn doch, was soll der schwerfällig.
00:39:19Na komm, ich mach Musik ab, ja.
00:39:21Musik, Pablo de Sarazate.
00:39:24Ich dreh mich um.
00:39:25Na, na, na, küss euch, küss euch, na, küss euch, Halli, küss ihn.
00:39:50Kann ich?
00:39:55Na, gib zu, so wirst du noch nie geküsst worden, weißt?
00:40:08Doch, einmal schon.
00:40:11Halli.
00:40:12Das sagt ihr Angesicht in Angesicht mit dir sozusagen.
00:40:16Ich wurde geküsst von einem Mädchen mit kastanienfarbenem Haar, als es zu seinem ersten Konzert war.
00:40:24Ah.
00:40:28Du hättest also schon so gut wie mit ihr?
00:40:31Oh, oh, oh.
00:40:34Da wird ja der Spaß.
00:40:36Noch perfekter, doch klar.
00:40:38Das war noch Spaß, ne?
00:40:39Das hast du nicht gewusst?
00:40:41Sag mal ehrlich, Halli, hätte ich ihm denn ein solches Mädchen in die Arme laufen lassen sollen?
00:40:47Also, ich hab's mich ja auch was kosten lassen, ne?
00:40:50Ich setzte eine Jagd an, auf das Scheuere, stellte es am Hintereingang zum Konzerthaus und führte es in Auerwachs Keller.
00:41:02Na ja, da war sie noch niemals gewesen.
00:41:06Na ja, sie bestand aus tausend solchen noch niemals.
00:41:12Herr Schiers.
00:41:14Was soll's, war Pitsch?
00:41:17Jetzt küsst übrigens.
00:41:19Du, Halli, kennst du sie?
00:41:21Sie ist die Flanke, die mit dem Zahnarzt, ja, verheiratet war.
00:41:25Also, was soll's?
00:41:28Schiers.
00:41:29Jetzt.
00:41:29Küsst du, Halli, die ist besser, als die Kastanienbraune je gewesen ist.
00:41:37Küssen, küssen, küssen.
00:41:43So wird es im Nachhinein dann doch noch komisch.
00:41:51Es gibt eine Abmachung zwischen ihm und mir.
00:41:54Wenn ich das dritte Mal hier bleibe, dann kann er sich einbilden, ich bleibe für immer.
00:41:58Heute ist das dritte Mal.
00:41:59Es ist ein bisschen weit raus, mein Institut, liegt ziemlich vom Weg ab, aber leicht zu erfragen.
00:42:06Was ist das eher als der Grätsch.
00:42:13Musik
00:42:43Musik
00:42:45Musik
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00:43:47Jessica
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00:44:01Musik
00:44:03Musik
00:44:05Musik
00:44:07Puder, da fängt einem dort die Decke auf den Kopf.
00:44:10Jetzt!
00:44:16Wer braucht mich denn?
00:44:23Kann ich vielleicht was dafür, dass dir deine Frau weggelaufen ist?
00:44:33Kann ich auch nichts dafür.
00:44:35Überhaupt nicht.
00:44:39Von wegen. Überhaupt nicht, ja, ja.
00:44:51Wenn du mal einkaufen gehen würdest am Sonnabendvormittag, wie normale Leute auch,
00:44:56dann ist dir jetzt auch ein Kantenbrot im Schrank.
00:45:01Hier. 5,31.
00:45:055,31.
00:45:21Trinkgeld kannst du in deiner nassen Ecke geben, nicht mehr.
00:45:23Nicht mehr.
00:45:26Papier.
00:45:30Ja.
00:45:35Außerdem.
00:45:36Was ist Besuch da?
00:45:42Was ist Besuch da?
00:45:43Was ist Besuch?
00:45:45Ja.
00:45:46Dass du nicht contextost.
00:45:47Ich verschlecke jetzt, bescheufe in der Natur,
00:45:48beim Nachbarn vers marvelverteienden Abfassade zu nivelaren,
00:46:01ja, ja.
00:46:04Bisschen viel Zeit ins Land gegangen.
00:46:24Nicht, Willi?
00:46:26Seit du deinen Sohn
00:46:27das letzte Mal gesehen hast.
00:46:30Tag.
00:46:34Ich erkenne meinen Sohn selber.
00:46:38Mein Vater erkennt immer seinen Sohn.
00:46:41Ja.
00:46:43Na komm, setz dich erst mal.
00:46:46Bitte.
00:46:48Das ist gut.
00:46:51Das ist sogar sehr gut.
00:46:58Frau Busch,
00:47:00bitte einen Kaffee für mich
00:47:03und meinen Sohn.
00:47:07Aber
00:47:07einen Starken.
00:47:24Rausgemacht hast du dich.
00:47:33Ähnlich bist du auch geworden.
00:47:47Sehr ähnlich.
00:47:48So.
00:47:49Hier.
00:47:50Bitte.
00:47:51So.
00:47:52Greif zu.
00:47:53So, hier, bitte, so, greift zu, in einem zweiten.
00:48:12Eine ordentliche Frau, eine sehr ordentliche Frau, unsere Frau Busch.
00:48:23Danke.
00:48:53Das ist gut.
00:48:59Sehr gut, dass du gekommen bist.
00:49:03Wollen wir in den Zoo gehen?
00:49:07Sind wir früher immer...
00:49:10Du hast immer, immer zu den Löwen gewollt.
00:49:14Los, Papa, Löwe brüllen, hast du immer gesagt.
00:49:19Aber der hat nicht gebrüllt.
00:49:20Wenn wir da waren, hat er nie gebrüllt.
00:49:25Aber du, du hast gebrüllt.
00:49:29Und einmal da bist du hingefallen und deine rote Mütze lag im Dreck.
00:49:38Sah aus.
00:49:41Wir hatten am Kiosk gestanden.
00:49:44Du ein Eis, ich zwei Bier.
00:49:47Du ein Eis, ich zwei Bier.
00:49:50Es war sehr warm an dem Tag.
00:49:57Nicht wahr?
00:50:00Und dann sind wir los und deine Mutter hat schon gewartet.
00:50:06Und gesagt hat sie...
00:50:09Willi, wenn ein Junge nach so langer Zeit mal zu seinem Vater kommt, dann wird er ja wohl ein Anliegen haben.
00:50:22Ein Anliegen?
00:50:24Ja, natürlich wird er ein Anliegen haben.
00:50:25Wenn ein Sohn zu seinem Vater kommt, wird er immer ein Anliegen haben.
00:50:28Nicht wahr?
00:50:29Die Mutter ist krank.
00:50:36Sie liegt im Krankenhaus und wurde morgen operiert.
00:50:41Und sie hat Angst.
00:50:42Was hat sie denn?
00:50:55Sie hat Angst, der Junge könnte allein zurückbleiben.
00:50:58Ist es doch wohl keiner weiter da, nicht?
00:51:03Na und da habe ich gedacht, wenn sie uns zusammen sieht, wäre sie ruhiger vor der Operation.
00:51:08Und der Arzt hat gesagt, das macht viel aus.
00:51:10Mhm.
00:51:13Willi, er meint, du sollst mit ihm ins Krankenhaus zu seiner Mutter.
00:51:18Damit sie sieht, hier ist der Vater neben seinem Sohn.
00:51:27Sie hat wohl nicht sehr oft von mir gesprochen.
00:51:30Doch.
00:51:33Manchmal.
00:51:34Sie hat gesagt, deine Arbeit lässt dir nicht viel Zeit.
00:51:40Wenn einer krank ist, das ist ein Notfall.
00:51:44Wir gehen zu deiner Mutter.
00:51:46Jawohl.
00:51:48Der Vater und der Sohn.
00:51:50Augen wird sie machen.
00:51:52Solche Augen.
00:51:54Aufregen wird sie sich, wenn sie dich so sieht.
00:51:56Beruhigt wird sie sein.
00:51:58Sehen wird sie.
00:51:59Wenn sie stirbt, ist da immer noch der Vater.
00:52:02Wir gehen zu ihr.
00:52:04Der Vater und der Sohn.
00:52:09Sie soll ja gar nicht.
00:52:11Hast du schon mal was davon gehört, dass jemandem bei einer unverhofften Begegnung
00:52:16die er das Herz aussetzen kann, wenn es schon nicht ganz in Ordnung ist?
00:52:20Sie, sie, ja.
00:52:24Wir müssen doch zu ihr.
00:52:26Deshalb ist er doch gekommen, der Sohn.
00:52:27Ja, aber so kann man doch in kein Krankenhaus.
00:52:29Willi, Sohn rasiert nicht und in so einem Aufzug schon gar nicht.
00:52:32Willi?
00:52:33Willi?
00:52:34Wann hat sie dich denn das letzte Mal gesehen?
00:52:50Ja, vor neun Jahren, zehn.
00:52:55Weißt du überhaupt, wie du hier so lebst?
00:52:58So alleine?
00:52:59Ich hab sie nicht mehr gesehen seitdem.
00:53:02Ich hab die Adresse doch von der Postanweisung.
00:53:19Rasieren.
00:53:19Ich hol Odo's Jacke.
00:53:28Ich sag's ihm, wenn er kommt.
00:53:30Sag mal, und Schuhe?
00:53:31Die hier?
00:53:33Die, die drücken.
00:53:34Ach, na, wenigstens diese in Ordnung.
00:53:36Ich bring sie dir zum Weiten nächste Woche.
00:53:38Hier.
00:53:39So.
00:53:40Und du isst noch einen Happen, hm?
00:53:41Wenn ich mich früher rasiert habe, da bist du immer mit rangekommen.
00:53:52Und dann hab ich dir einen kleinen Klecks auf die Nase gegeben.
00:53:56Deiner Mutter auch, aber die hat das nicht leiden mögen.
00:54:05Und wenn ich dann mal einen kleinen geschnasselt hatte, dann hab ich gesagt, warte nur ab, bis er sich selber rasiert.
00:54:19Dann gehen wir zusammen zum Frühschoppen.
00:54:25Warte nur ab, bis er sich selber rasiert.
00:54:31Dann gehen wir zusammen zum Frühschoppen.
00:54:36Der Vater und der Sohn.
00:54:39Sonntag früh, halb elf.
00:54:41Und wenn es zwölf geschlagen hätte, hätte Mutter uns schon am Küchenfenster erwartet.
00:54:49Denn pünktlich wären wir gewesen.
00:54:53Wärst du mitgegangen?
00:54:55Nun sieh mal zu, dass du erst mal losgehst.
00:55:00Halt, halt, halt.
00:55:02So.
00:55:04Na?
00:55:05Siehst ja ganz gut aus.
00:55:08Los.
00:55:11Soll sie das etwa riechen, die Frau?
00:55:16Auch wenn es doch nur ein Schluck ist.
00:55:20Ihr könnt euch ja auch in den Krankenhausgarten setzen.
00:55:22Da sieht sie euch von oben.
00:55:24Das könnt ihr auch tun.
00:55:25Auf eine Bank setzen, schön weit weg von der Frau.
00:55:27Da riecht sie die Fahne nicht.
00:55:30Bin ich ein Trinker?
00:55:41Bin ich nicht.
00:55:48Ich war keiner.
00:55:50Und werde nie einer sein.
00:55:54Das vergisst man nicht, Willi.
00:55:58Ab mit euch.
00:55:59Ihr braucht doch ein paar Blumen.
00:56:06Na ja.
00:56:07Lass mal.
00:56:08So viel habe ich in der Tasche.
00:56:09Das nächste Mal kannst du bezahlen, Papa.
00:56:11Und dann gehen wir einen trinken in.
00:56:37Cola wird ja noch erlaubt sein.
00:56:40Das ist ja auch immer sie zu sehen.
00:56:42Das ist ja auch immer sie.
00:56:43Das ist ja auch immer sie.
00:56:44Yes, Pass Pufte.
00:57:08Pass auf ins Darbouf!
00:57:111... x6!
00:57:14Nein, schalte!
00:57:19Das schläfst du alleine wieder hoch. Das kannst du wahrnehmen, Dicker.
00:57:24Warte, Netti. Die haben ja gesagt, das ist ein ganz altes Stück.
00:57:28Ist das ja auch, du Pfeife. Da käme ich mal nicht mal heute raus.
00:57:33Oh, du schläfst mich.
00:57:39Pech gehabt, wa? Was soll das denn?
00:57:43Ein Vertiko? Kriegt doch keine müde Mark für.
00:57:46Ich weiß eins, das würden sie euch aus der Hand reißen.
00:57:50Was ist da? War noch?
00:57:52Der.
00:57:53Hörnchen.
00:57:55Bist du eigentlich der, der dir Hörnchen krumm lief oder der, der dir Züppel rüber lief?
00:58:00Wo steht dein Wundert hier von einem Vertiko, falls ihr das überhaupt jebt?
00:58:03Leid ist es. Bei der Olle, der hätte ich mir das Essen bringen.
00:58:07Hast du denn? Du trägst alten Weibern das Essen? Wie finden wir denn das denn nicht?
00:58:11Kriegst du aus dem Klot, folgst du nicht, Arité.
00:58:13Ne, ich trage doch mal.
00:58:14Die Treppen ist völlig zufällig.
00:58:16Und ich habe jeden Tag eine halbe Stunde frei.
00:58:19Machst du mal mächtig gut, du machst du da, wa, Dicker?
00:58:23Vielleicht kannst du noch mal beherben.
00:58:26Na, klar.
00:58:28Vielleicht revanchiert sich mal, der Olle.
00:58:34Da fragst du doch mal.
00:58:35Vielleicht schenkt sie dir das Vertiko.
00:58:37Das wär doch ein Ding, Aritéka.
00:58:39Würden sie es nur ein Ding schenken?
00:58:41Ja, oder? Du kaufst das.
00:58:43Verkaufst das uns dann.
00:58:45Aritéka.
00:58:47Braust dich wohl nicht, wa?
00:58:50Ich nicht.
00:58:51Komm.
00:58:53Die ist ja schon so alt.
00:58:55So besser.
00:58:56Wenn sie alt ist, kriegt sie doch nicht mehr alle Zeug.
00:58:58Aritéka.
00:59:00Was, am Albus?
00:59:02Was denn?
00:59:03Jetzt?
00:59:04Na klar, jetzt.
00:59:05Die ist ja gar nicht da.
00:59:06Ich denk, du bringst dir das besser hin.
00:59:08Das ist es.
00:59:09Na, dann wird sie wohl da sein.
00:59:11Na komm, wir bringen dich.
00:59:12Und versuch nicht, dich zu drücken.
00:59:15Du bringst das nicht an.
00:59:25Komm, Startbecker.
00:59:42Ich habe schon auf Sie gewartet.
00:59:44Bitte, treten Sie ein.
00:59:50Dankeschön.
00:59:52Ich möchte, dass Sie heute mein Gast sind.
00:59:55Oh, bitte.
00:59:56Sagen Sie nichts.
00:59:59Sie dürfen es mir nicht abschlagen.
01:00:01Ja.
01:00:03Wissen Sie denn noch nicht?
01:00:05Ab morgen geh ich wieder essen.
01:00:07Der Arzt hat's mir erlaubt.
01:00:09Ja.
01:00:10Bitte sehr.
01:00:12Oh, bitte.
01:00:17Wenn Sie da Platz nehmen wollen.
01:00:25So.
01:00:29Kaffee.
01:00:37Sahne auch.
01:00:42Zucker.
01:00:43Zucker.
01:00:51Bitte sehr.
01:00:56Nun, lassen Sie es sich gut schmecken.
01:00:58Danke.
01:01:05Ja.
01:01:06Sie verzeihen einer alten Frau.
01:01:09Wenn sie nicht mehr mithalten kann.
01:01:11Aber nur das...
01:01:12Das ist Henriette.
01:01:26Manchmal schlägt sie auch zwischen den Zeiten.
01:01:28Sie ist nicht mehr ganz richtig.
01:01:32Schau nicht so neugierig, Henriette.
01:01:33Warum soll ich nicht mal ein junger Mann besuchen?
01:01:34Sie ist sehr kokett.
01:01:35Sehen Sie mal, wie sie ihr Pentel schwingt.
01:01:36Und schwarzhaft ist sie auch immer, wenn ich mich mit Johann unterhalte.
01:01:37Schwarz sitzt dazwisch.
01:01:38Schwarz sitzt dazwisch.
01:01:39Oh.
01:01:40Oh.
01:01:41Nun wissen Sie ja nicht, wer Johann ist.
01:01:43Wer Johann ist, nicht wahr?
01:01:44Dies ist Johann.
01:01:45Sieht er nicht wundervoll aus?
01:01:46Wie ein richtiger alter Herr mit Schnurrbart und Vatermörder.
01:01:47Ich könnt drauf schwören.
01:01:48Ja.
01:01:49Ja, ist Sie auch immer.
01:01:50Wenn ich mich mit Johann unterhalte.
01:01:51Schwarz sitzt dazwisch.
01:01:52Wissen Sie ja nicht, wer Johann ist, nicht wahr?
01:02:02Dies ist Johann.
01:02:04Sieht er nicht wundervoll aus?
01:02:07Wie ein richtiger alter Herr, mit Schnurrbart und Vatermörder?
01:02:12Ich könnt drauf schwören.
01:02:16Er ist ein geheimer Rat.
01:02:19Habe ich dir nicht gesagt, Johann,
01:02:22dass wir heute besonders lieben Besuch bekommen?
01:02:27Manchmal, da knarren nachts die Deelen.
01:02:32Das ist Johann.
01:02:34Wenn ich schlafe, steht er gern bequem.
01:02:38Er ist schon sehr alt und mein treuster Freund.
01:02:41Er...
01:02:42Oh.
01:02:46Sehen Sie es einer alten Frau nach,
01:02:53wenn sie mit den Dingen lebt,
01:02:55wo ihr die Menschen fehlen.
01:03:00Aber Sie essen ja gar nicht weiter.
01:03:04Vielleicht trinken wir ein Gläschen für den Appetit.
01:03:12So.
01:03:16Ich habe hier Zitronenlikör.
01:03:29Notfalls kann man nicht so wie der Mina erklären.
01:03:33Na, dann ist er für die Gesundheit.
01:03:40Zum Wohl.
01:03:40Zum Wohl.
01:03:55Zum Wohl.
01:03:55Das Brötchen ist hoffentlich nicht zu zäh.
01:04:09Wissen Sie, ich selbst kann...
01:04:10Richtig, richtig frische Schrippen machen eigentlich nur wir.
01:04:13Mir ist dann...
01:04:13Allerdings, noch besser sind Hörnchen.
01:04:18Weiß und innen ganz schön weich.
01:04:19Oh, das ist eine gute Idee.
01:04:23Ich glaube, Sie kennen sich da aus.
01:04:27Noch ein Gläschen.
01:04:33So.
01:04:37Zum Wohl.
01:04:38Oh, Entschuldigung.
01:04:42Ich glaube, ich habe Sie noch gar nicht nach Ihrem Namen gefragt.
01:04:48Hörnchen.
01:04:48Hörnchen.
01:04:52Noch mehr Besuch.
01:04:54Was für ein Tag.
01:04:55Nein, nein, nein.
01:04:56Das ist kein Besuch.
01:04:57Doch, doch.
01:04:58Sie werden sehen.
01:05:00Wunderschönen guten Tag.
01:05:09Guten Tag.
01:05:10Hier standen wir, Frau.
01:05:12Ist vielleicht mein Freund bei Ihnen?
01:05:14Ach, da bist du ja.
01:05:17Ja, ich wusste, dass mein Freund bei Ihnen ist.
01:05:19Und da ich gerade im Haus war, dachte ich...
01:05:21Guckst du doch mal rein?
01:05:22Ich wollte gerade gehen.
01:05:25Nicht doch.
01:05:30Ist doch sehr gemütlich hier.
01:05:35Aha.
01:05:39Oh, entschuldigen Sie bitte.
01:05:44Hier.
01:05:45Bitte schön.
01:05:46Oh, das ist aber lieb.
01:05:48Bitte.
01:05:49Danke.
01:05:51Ja.
01:05:55So.
01:05:56So.
01:06:00Grüß dich, Jens.
01:06:01Oh, Herr.
01:06:16Sie haben ein zauberhaftes Fertigung, mir, Frau.
01:06:20Hat mein Freund Ihnen das schon gesagt?
01:06:22Hattest du schon gesagt?
01:06:23Ich glaube.
01:06:24Ich glaube, das ist ja nicht echt.
01:06:26Aber das ist echt.
01:06:27Das ist aus dem Jahr.
01:06:28Ja, sehen Sie mal, das kann ja alles sein, aber deshalb muss es nicht echt sein.
01:06:31Aber es ist wirklich...
01:06:32Ja, da könnte mein Freund natürlich recht haben.
01:06:35Das mindert einen entschiedenen Wert.
01:06:37Mindert?
01:06:38Mindert überhaupt nicht.
01:06:41Hat mein Freund Ihnen schon gesagt, dass er was auf dem Herzen hat?
01:06:45Auf dem Herzen?
01:06:48Ich habe nichts auf dem Herzen.
01:06:49Aber Sie sollten es mir sagen.
01:06:52Es wäre mir doch eine große Freude, wenn ich Ihnen irgendwie gefährlich sein könnte.
01:06:57Na, da hörst du es.
01:06:59Es wäre der alten Dame eine große Freude.
01:07:02Ich...
01:07:03Ich habe aber eine Schuppe im Herzen.
01:07:08Das ist wirklich ein sehr schönes Stück.
01:07:12Unser einer kennt sich aus.
01:07:13Ich bin Möbeltransporteur.
01:07:15Ah.
01:07:16Wenn Sie das Stück weggeben wollen.
01:07:18Nein.
01:07:18Ich trage es Ihnen, wohin Sie wünschen.
01:07:21Ich danke Ihnen, Frau, dass ich mal kurz anhebe.
01:07:22Ja?
01:07:23Ganz kurz.
01:07:23Ja.
01:07:23Ja.
01:07:24Ja.
01:07:27Lass Johann los.
01:07:31Das war ein entzückender Uhr.
01:07:33Hände weg von Henriette!
01:07:38Die ist nicht ganz richtig.
01:07:40Ja.
01:07:43Sag mal, hast du zu viel getrunken?
01:07:46Ich habe nichts getrunken.
01:07:48Für dich gibt es hier kein Vertigo.
01:07:50Und nur auch nicht.
01:07:51Ja.
01:07:51Wieso denn für mich?
01:07:58Mir, Frau, ich weiß ja, man trennt sich schwer.
01:08:01Aber für einen guten Freund, die Stücke kommen in die allerbesten Hände.
01:08:05In überhaupt keine Hände.
01:08:08Los, hau ab!
01:08:09Schieß in den Wind!
01:08:10Die Frau, ich kann Ihnen versichern, es kann sich nur um ein tragisches Missverständnis handeln.
01:08:24Da, da kommt es, das tragische Missverständnis mit Tragegurt!
01:08:29Mensch, hau ab!
01:08:30Ich denke, ich soll nachkommen.
01:08:32Ja, Dick, aber nicht so schnell.
01:08:34Wir wollten lediglich einen Schrank in den vierten Stock.
01:08:37Von wegen Schrank in den vierten Stock!
01:08:40Johann Wolke und Henriette, die bleiben hier!
01:08:42Der spinnt doch!
01:08:43Der ist doch total beknackt!
01:08:47Raus!
01:08:47Sofort raus!
01:08:51Wenn Sie jetzt bitte gehen möchten.
01:08:55Das ist schon gut.
01:09:00Ich glaube, Sie haben auf Johann und Henriette einen großen Eindruck gemacht.
01:09:12Und auf mich auch.
01:09:30Ich bin wirklich ein bemerkbar, Vater Mensch.