Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 10 Monaten
Der Bwindi-Regenwald im Südwesten Ugandas beherbergt die Hälfte aller Berggorillas der Welt. Der Nationalpark liegt in einem Gebiet mit einer sehr armen Bevölkerung und hatte lange mit Wilderei zu kämpfen. Dann wurden die Wilderer zu Gorillaschützern gemacht. Mit Erfolg: Die Zahl der Gorillas im Park hat sich seitdem erholt.

Kategorie

🗞
News
Transkript
00:00Die Berggorillas im Buindi-Nationalpark in Uganda sind eine Seltenheit.
00:07Nur an zwei Orten weltweit kommt diese Tierart vor.
00:10Noch vor wenigen Jahrzehnten war sie vom Aussterben bedroht, unter anderem aufgrund illegaler Jagd.
00:19Peter Tumisije hat früher Jagd auf Wildtiere und Gorillas gemacht.
00:26Heute gehört er einer Gruppe ehemaliger Wilderer an.
00:30Die sich für den Schutz der Gorillas und die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einsetzen.
00:41Als ehemalige Wilderer kümmern wir uns um den Park, weil er uns sein Einkommen verschafft.
00:47Unsere Leute bekommen Arbeit und wir profitieren finanziell davon.
00:52Besucher und Touristen kommen in den Park und das Land erzielt Einnahmen.
01:00Dank dieses Geldes können unsere Kinder zur Schule gehen.
01:04Und wir haben Krankenhäuser und eine verbesserte Straßeninfrastruktur.
01:10Das ist der Vorteil gegenüber meiner Zeit als Wilderer.
01:13Der Buindi-Nationalpark und die umliegende Region beherbergen viele geschützte Pflanzen und Tiere.
01:24Sie sind durch Wilderei, den Verlust des Lebensraumes und Krankheiten bedroht.
01:30Die lokalen Gemeinden dafür zu sensibilisieren, ist für den Naturschutz von entscheidender Bedeutung.
01:36Ihre Beteiligung hat dazu beigetragen, die Gorilla-Population zu stabilisieren.
01:42Dieses Jahr findet eine Zählung statt.
01:44Peter Tumisidje begleitet Parkranger, um bei der Suche nach den Gorillas im Buindi-Nationalpark zu helfen.
01:50Als ehemaliger Wilderer kennt Peter die Gegend wie seine Westentasche.
01:56Die Gruppe folgt vorsichtig den Spuren der Gorillas.
02:00Und sie werden schnell fündig.
02:03Eine Gruppe Gorillas, die gerade eine kleine Mahlzeit genießt.
02:10Sie scheinen sich nicht daran zu stören, beobachtet zu werden.
02:14Selbst von jemanden, der sie früher gejagt hat.
02:17Die Zählung hilft dabei festzustellen, ob die Naturschutzmaßnahmen funktionieren.
02:25Heute gibt es schätzungsweise 450 Berggorillas hier im Buindi im Penetrable Forest.
02:38Man sieht, dass es ihnen besser geht.
02:41Die Gorillas bringen uns Touristen und andere Besucher.
02:43Und das bringt uns Einkommen, das das Land verbessert.
02:47Peter Tumisidje und die Ranger sind froh, dass die Population der Gorillas wieder wächst.
02:58Nachdem wir die Mitglieder der Gemeinden sensibilisiert haben, sind wir sehr froh, dass die Zahl langsam, aber sicher steigt.
03:13Denn die meisten Gorilla-Familien, die wir derzeit hier haben, haben drei, vier oder fünf Babys.
03:19Was zeigt, dass die Zahl der Gorillas sich wirklich langsam, aber sicher erholt.
03:23Bevor er Gorilla-Wächter wurde, jagte Peter Tumisidje mit Fallen wie dieser.
03:37Gorillas werden oft für Rituale oder den illegalen Handel gejagt.
03:43Peter Tumisidje fing Wildtiere, um seine Familie zu ernähren, wie Antilopen, Buschschweine oder Waldschweine.
03:49Aber die Falle wählt nicht aus, was sie fängt.
03:58Wenn wir Fallen aufstellen, um essbare Tiere zu fangen, fingen wir manchmal versehentlich auch andere nicht essbare Tiere,
04:06wie Füchse, Schimpansen oder sogar Gorillas.
04:09Ich fand sie in den Fallen, aber das war nicht beabsichtigt.
04:13Wenn er heute Löcher gräbt, stellt er keine Fallen auf, sondern pflanzt mit seinen Begleitern Bäume.
04:23Dieses Gebiet war früher ein von Bäumen umgebender Wildkorridor, aber es wurde durch menschliche Aktivitäten zerstört.
04:30Jetzt wird es im Rahmen eines größeren Forstprojektes wiederhergestellt.
04:34In dieser Region, im Buendi-Mugahinga-Schutzgebiet, haben wir Bezirksentwicklungspläne erarbeitet.
04:42Diese ermöglicht den Gemeinden auf ihrem Land, produktive Forstwirtschaft zu betreiben,
04:47darunter das Pflanzen von Obstbäumen oder die Schaffung alternativer Energiequellen.
04:52Dafür pflanzen sie schnell wachsende Bäume und auch Agroforstbäume auf ihren Höfen.
04:57Auch die Region rund um den Nationalpark hat vom Tourismus profitiert.
05:06Er hat zur Finanzierung mehrerer Naturschutz- und Entwicklungsprojekte beigetragen.
05:11Ein System zur Aufteilung der Einnahmen sorgt dafür, dass 20 Prozent der Tourismusgelder im Nationalpark
05:17direkt in Gemeinschaftsprojekte fließen und den Einheimischen eine nachhaltige Lebensgrundlage bieten.
05:22Unterdessen wird die Zählung der Berggorillas im Wald fortgesetzt.
05:29Die endgültige Zahl basiert nicht nur auf Sichtungen, sondern sie wird auch mit Hilfe von DNA-Analysen ermittelt.
05:36Kotproben aus den Nestern liefern Informationen über die Anzahl und die Verwandtschaftsverhältnisse der Berggorilla-Gruppen im Park.
05:44Die Ergebnisse der Zählung der Menschenaffen werden 2026 veröffentlicht.
05:48In der Zwischenzeit setzen die Ranger und Naturschützer im und um den Windy-Nationalpark ihre Arbeit fort,
05:56um sicherzustellen, dass Menschen und Affen weiterhin harmonisch nebeneinander leben können.
06:01Die Zählung der Zählung
06:05Akkorde
Kommentare

Empfohlen