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Die Jungen Ärzte - Episode 428
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00:00Good morning, Dr. Albeck.
00:04Good morning.
00:07Ah, is it going to be good?
00:10Yes, of course.
00:10Good.
00:11Here is not so far away.
00:13Other than in Mailand.
00:16And what do you mean?
00:17Can we do our young doctors
00:18with a lot of reis-and-anspruchs-for-contracts
00:21can help us?
00:21We ask them themselves.
00:23Frau Galura, what do you think of Mailand?
00:26Mailand?
00:27Oh, it's always a trip to Mailand.
00:29Dort findet der Innovationskongress
00:31der Herz-Thorax-Chirurgie statt.
00:32Fahren Sie hin?
00:33Ich kann leider nicht, aber wir überlegen,
00:35ob es vielleicht für eine Assistenzärztin
00:37oder einen Assistenzarzt von Interesse wäre.
00:39Auf jeden Fall, ich fahre hin.
00:41Wohin?
00:42Wir suchen einen Teilnehmer
00:43für einen Herz-Thorax-Kongress in Mailand.
00:44Ja, hier.
00:45Da hätte ich richtig Lust drauf.
00:47Entschuldigung, ich interessiere mich
00:49wirklich für die Kardiologie.
00:50Das hier ist ein Überblick
00:52über alle Vorträge und Veranstaltungen.
00:54Schauen Sie sich das in Ruhe an
00:55und überlegen Sie, ob Sie wirklich Interesse haben.
00:59Jeder, der möchte, bekommt eine Chance.
01:02Ich überlege mir irgendwas, okay?
01:03Und geben Sie bitte auch Herrn Probst Bescheid.
01:05Alles klar.
01:08Hallo.
01:09An die Arbeit.
01:09An die Arbeit.
01:14Hallo.
01:15Frau Silkaia, leicht unterkühlt
01:18hat bereits 0,1 Milligramm Fentanyl bekommen.
01:20Offene Unterschenkelfraktur nach Stutz
01:22aus vier Metern Höhe von einem Felsen.
01:24Ich weiß von meinem Haus,
01:25das ist mir noch nie passiert.
01:27Seit über 30 Jahren
01:28gehe ich jeden Morgen mit meinem Mann
01:29zu einem Aussichtspunkt,
01:31um Tee zu trinken
01:32und den Tag zu begrüßen.
01:34Bei Wind und Wetter.
01:35Respekt.
01:36Ich brauche das
01:37für einen guten Start in den Tag.
01:38Puls leicht erhöht,
01:40Temperatur bei 36,6.
01:43Ich musste meine Kette verloren haben.
01:46Es ist weg.
01:48Da waren die Ehringe dran.
01:50Es war dem Ring.
01:52Ihr Mann ist verstorben?
01:54Wir fahren erstmal in die Schockbox, bitte.
01:58Dann haben wir es übrigens Dr. Linda
02:00und das ist Dr. Osterweil.
02:02Sie waren also allein unterwegs?
02:04Ich lag da eine Weile,
02:06bis mich dieser komische Mann
02:08aus dem Dorf gefunden hat.
02:09Und auf Strich?
02:11Das sieht mir nach Grad 2 bis 3 aus.
02:13Starke Kontaminierung, Weichteiltrauma.
02:16Sie bekommen gleich ein Antibiotikum.
02:17Prophylaktisch geht mir eine nötige Infektion.
02:20Wann war Ihre letzte Täter noch das Impfung?
02:23Zwei, drei Jahre.
02:27Wie geht es hier?
02:28Herr Janbach,
02:30Sie hätten doch nicht hinterherfahren müssen.
02:32Müssen Sie nicht bei Ihren Pferden sein?
02:34Beschweren Sie sich wieder über meine Pferde.
02:36Wäre ich nicht ausgeritten,
02:38dann würden Sie da immer noch im Dreck liegen.
02:39Gut, also Sie sind ja Janbachs,
02:40Sie haben Frau Kaya gefunden.
02:41Und den Notarzt gerufen.
02:42Tut mir leid.
02:43Vielen Dank, Entschuldigung,
02:44das müssen Sie später klären.
02:45Vielen Dank, aber warten Sie bitte draußen.
02:48Danke.
02:48Reiten Sie alles vor und sagen Sie in den OP Bescheid?
02:50Ja.
02:55So, können Sie sich erinnern,
02:57was passiert ist?
02:58Ich bin mit meinen Skates in der Straße
03:00in der Maschine hängen geblieben.
03:01Ja, und dann war ich kurz weg.
03:04Dann müssen Sie von einem leichten Schädel
03:05Hirntrauma ausgehen.
03:07Dafür müssen Sie für 24 Stunden...
03:08Haben Sie schon mal über Periodenschmerzen nachgedacht?
03:11Äh, bitte?
03:12Menstruationsschmerzen.
03:13Wussten Sie, dass einige Ärzte sagen,
03:15die Schmerzen können fast so schlimm sein
03:16wie bei einem Herzinfarkt?
03:17Ja.
03:18Und mehr als 10% der Frauen
03:19haben so starke Schmerzen,
03:20dass sie nicht mehr in der Lage sind,
03:21ihrer Beschäftigung nachzugehen.
03:22Und trotzdem fordern die meisten Arbeitgeber genau das.
03:25Mich einmal kurz anschauen.
03:27Aber man kann sich doch krank schreiben lassen.
03:30Ja, Mann bei jedem Schnupfen.
03:31Frau hingegen.
03:32Okay, ähm,
03:34ich würde mir einmal gerne Ihre Hand ansehen.
03:36Ja, ich bin, äh,
03:37in eine Scherbe gefallen.
03:39Und jetzt habe ich ein Problem.
03:41Ich sollte heute einen Beitrag machen.
03:43Für mehr Awareness bei den Männern.
03:45Und ich hatte eigentlich zwei männliche Probanden,
03:46die einen Menstruationssimulator tragen wollten.
03:48Ein was?
03:49Hallo, ich bin Dr. Ranteller.
03:51Äh, ein Muskelstimulationsgerät.
03:53Durch Reizstrom werden Periodenschmerzen simuliert.
03:55Ich brauche einen neuen Probanden.
04:03Das ist Frau Lumi.
04:05Ihr GCS liegt bei 15 Punkten.
04:07Leichtes SHT und initiale Bewusstlosigkeit.
04:10Was ist mit Ihrer Hand?
04:13Ihre Hand, ja.
04:14Tiefer Einschnitt im Grundlied des Zeigefingers.
04:16Einmal ablegen und versuchen,
04:19den Zeigefinger zu beugen.
04:23Darf ich mal?
04:26Okay.
04:27Die Beugesehne ist durch.
04:29Das müssen wir operieren.
04:30Vorher ein CCT, Röntgen in der Hand
04:32und das Schädel-Hirn-Trauma beobachten wir, ja?
04:34Mhm.
04:34Was war los?
04:47Du wolltest mich in Berlin besuchen kommen,
04:48das ist Wochen her.
04:49Tut mir leid, es war so viel los.
04:51Hey.
04:52Mhm.
04:53Schon klar.
04:55Bist du jetzt extra hergekommen,
04:56weil du mich so vermisst hast?
04:57Rebecca.
04:58Ja.
04:59Entschuldigung, können Sie mal...
05:00Es ist so schön,
05:02dass du uns mit deiner Abreise noch mal bis zum Kommen hast.
05:05Hallo, Papa.
05:06Komm her.
05:10Was ist das?
05:11Ich dachte,
05:11ich könnte den Kollegen mal wieder was Gutes tun.
05:14Aber hauptsächlich will er angeben.
05:16Sie hat als jüngste Fachärztin
05:17ein Forschungsseminar
05:19für molekulare Onkologie in Sydney.
05:22Hey.
05:23Wow.
05:24Und wann geht's los?
05:26In zwei Tagen.
05:27Hoffentlich hast du in den drei Wochen noch Zeit für Land und Leute.
05:29Die nehm ich mir.
05:31Sommersonne super.
05:33Ich muss los.
05:34Ja, probier mal,
05:35das sind original australische Fleischpasteten.
05:42Die Tibia,
05:44das ist ihr Schienbeinknochen.
05:46Die ist mehrfach gebrochen und disloziert,
05:49das heißt auch verschoben.
05:51Außerdem ist bei dem Sturz
05:52ihr Außenknechel geschädigt worden.
05:55Frau Kaya,
05:56ich werde Sie nicht anlügen.
05:57Es ist tatsächlich eine komplizierte Verletzung.
06:00Die größte Herausforderung dabei ist,
06:02dass sehr viel Gewebe zerstört ist.
06:05Es gibt aber auch gute Nachrichten.
06:06Wir können weder Gefäß- noch Nervenschäden feststellen.
06:10Wir machen ein sogenanntes Debridement,
06:13das heißt, wir tragen das geschädigte Gewebe ab.
06:15Tut mir leid.
06:16Das ist alles ein bisschen viel.
06:18Ist okay.
06:19Verstehen wir.
06:19Ja, gibt es jemanden,
06:21den wir benachrichtigen sollen?
06:22Ich habe unserer,
06:25meiner Aushilfe Moni Bescheid gegeben.
06:28Sie kümmert sich um meinen kleinen Imbiss.
06:30Sonst
06:31ist da niemand.
06:35Sie haben meinen Imbiss?
06:36Wie schön.
06:37Türkische Küche, oder?
06:39Bunt gemischt.
06:42Mein Mann Salim liebte das Kochen.
06:43Ich habe es übernommen.
06:45Ich habe es übernommen.
06:47Also machen Sie mich schnell wieder fit.
06:49Ja.
06:50Wir werden alles dafür tun.
06:52Hier ist auch noch kontaminiertes Gewebe.
06:55Wir müssen die Wunde noch einmal erweitern.
06:57Schere.
06:57Und spülen, bitte.
07:03Woran unterscheiden wir Vitales von A-Vitalem Gewebe?
07:10Vitales Gewebe ist gut durchblutet, rosa, warm und reizempfindlich.
07:14A-Vitales Gewebe ist schlecht durchblutet, verfärbt, kühl und reizunempfindlich.
07:19Nun, es ist wichtig, dass wir auch die Dinge wiederholen, die wir bereits wissen.
07:23So, wir können mit der Reposition beginnen.
07:25Repozange, bitte.
07:28Kaya redet oft von ihrem Mann, als wenn er noch am Leben wäre.
07:30Ich glaube, Sie wissen selbst am besten, wie schwer es ist, einen Menschen loszulassen.
07:36Ja, und ich werde auch sicher niemals eine Kräuterlimo trinken können, ohne an meinen Vater zu denken.
07:40Aber deshalb hole ich trotzdem nicht jeden Tag sein Lieblingspulli aus dem Schrank.
07:45Löher?
07:46Ich glaube, um mit Trauer und Verlust umzugehen, muss jeder seinen eigenen Weg finden.
07:53Genau, das ist auch schon das ganze Geheimnis.
07:55Man muss weitermachen.
07:56Man muss weiter.
07:57Gilt für ganz vieles im Leben.
08:00Zehbogen und in Position bringen, bitte.
08:06Und, wie wird Dr. Ahlbeck entscheiden, wer von uns nach Mailand darf?
08:09Wissen wir nicht.
08:10Ich weiß auch gar nicht, warum ihr überhaupt da hinwollt.
08:13Gutes Essen?
08:14Nachtleben?
08:15Zusätzlich zu den spannenden Vorträgen natürlich.
08:17Klar.
08:20Oh, ist heute Rohkosttag?
08:22Wie witzig.
08:23Aber nein.
08:25Am Sellerie kann man wunderbar üben, wie man einen Achillessehenriss näht.
08:29Und derjenige, der die Übung am besten macht, darf mit zum Innovationsforum nach Mailand?
08:34So ist es.
08:35Sie üben erstmal alle für sich.
08:37Und morgen führen Sie mir dann Ihre neuen Fähigkeiten live vor.
08:39Aber ich entscheide dann gemeinsam mit Professor Patzelt.
08:42Operieren die Ärztinnen ja eigentlich auch, wenn Sie Regelschmerzen haben?
08:45Denke schon.
08:46Also wenn Sie sich trotzdem fit genug fühlen?
08:48Aber dann nehmen die doch bestimmt Schmerzmittel.
08:50Also stehen unter Medikamenteneinfluss.
08:52Wegen einer Schmerztablette ist man noch nicht gleich unzurechnungsfähig.
08:55Kann ich Sie zitieren?
08:56Was?
08:57Nein.
08:58Was machen Sie beruflich?
08:59Ich bin Journalistin.
09:01Ich arbeite für ein kleines Online-Nachrichtenmagazin.
09:03Mein erster echter Job.
09:06Dr. Probst!
09:07Hi.
09:08Ist das Sellerie?
09:11Oh, äh, ja.
09:13Selleriestangen sind unsere Achillessehen.
09:15Zum Üben für, also bei Operationen.
09:18Sie üben an Nahrungsmitteln?
09:21Daraus kann man später Selleriesalat machen.
09:23Ist das eine Essenseinladung?
09:25Nein, er ist Ihr Arzt und wir operieren gleich Ihren Finger, damit Sie ihn wieder bewegen können.
09:29Arzt, Patient.
09:31Schon gut, hab verstanden.
09:33Dr. Probst, wussten Sie, dass Sellerie einen Stoff enthält, der in größeren Mengen die Monatsblutung fördern kann?
09:39Nein, noch nicht, aber jetzt weiß ich's.
09:47Das Ding sieht schlimm aus.
09:48Die OP ist aber gut verlaufen und wenn die Weichteilverletzung auch gut abheilt, dann sind Sie den Fixateur bald wieder los.
09:54Ich wollte nie wieder in einen Krankenhaus.
09:57Mein Mann hatte Krebs, wissen Sie?
10:00Er hat lange gekämpft.
10:03Das ist der Rufknopf, wenn irgendwas ist, dann einfach drücken, ja?
10:07Dr. Osterwald, die Wunde sah schlimm aus, oder?
10:11Der Jan Bach ist kreidebleich geworden.
10:14Das Ausgeregnete, der mich gefunden hat.
10:17Wieso ausgerechnet er?
10:19Naja, er bleibt für sich.
10:22Redet kaum mit jemandem.
10:25Ja?
10:26Darf ich?
10:28Bitte.
10:30Ja, ich...
10:31Ich wollte einfach nur gute Besserung sagen.
10:34Sie haben die ganze Zeit gewartet.
10:36Man geht doch nicht, wenn jemand verletzt ist.
10:38Zur Ablenkung.
10:42So was braucht man hier.
10:50Fehlt Ihnen sonst noch irgendwas?
10:52Mehr Ablenkung.
10:54In Kliniken halte ich es nicht so gut aus.
10:57Das kann ich verstehen.
11:02Spielen Sie Karten?
11:03Voll lieb, dass Sie euch freundlichen für einen Abschiedsessen.
11:06Wir lassen sich doch nicht ans andere Ende der Welt fahren oder eine richtige Verabschiedung.
11:10Ja, ich hoffe, ob ich heute Nacht ging.
11:12Ich hätte gern für euch gekocht, aber Julchen und Hannah waren dagegen.
11:16Warum wundert mich das nicht?
11:19Geht schon mal vor zum Wagen.
11:20Ich habe den Schlüssel liegen lassen.
11:23Aber wir sind noch gut in der Zeit.
11:26Ich wollte eigentlich nur Tschüss sagen, aber er gibt sich so viel Mühe.
11:29Ja, er ist stolz auf dich.
11:31Florian hat sich wiederum gar nicht für mich gefreut.
11:34Ja, was ist denn das eigentlich zwischen euch beiden?
11:35Ich dachte, ihr versteht euch gut.
11:37Ja, eigentlich schon.
11:39Wir mögen uns sehr.
11:40Sehr?
11:41Nicht so sehr.
11:42Wir sind nicht gut füreinander.
11:44Wir haben uns oft genug getrennt, um das zu verstehen.
11:46Oft genug seid ihr aber auch wieder zusammengekommen.
11:48Ich weiß nicht.
11:49Florian kann so ein Hornochse sein.
11:51Da kenne ich noch so eine.
11:57Aber Sie können doch nicht einfach meinen Beitrag killen.
11:59Ich kriege das doch noch hin.
12:02Ja, schön.
12:04Kein gutes Gespräch?
12:06Wenn ich den Beitrag nicht fertig kriege,
12:08dann wird er einfach durch was anderes ersetzt.
12:10Das wäre echt schade.
12:12Ich würde aber gerne noch mal Ihren neurologischen Status checken.
12:15Retten Sie lieber meinen Beitrag.
12:17Sie wissen nicht, wie sich das anfühlt,
12:19jeden Monat Menstruationsschmerzen zu haben.
12:21Nee, aber ich kann es mir vorstellen.
12:23Ja, in der Theorie.
12:26Aber ich biete Ihnen hier die Möglichkeit,
12:28es am eigenen Lack zu erfahren.
12:30Ist das der Menstruationssimulator?
12:32Ja, probieren Sie mal.
12:33Ich habe jetzt nicht so viel mit Regelschmerzpatientinnen zu tun.
12:36Ach komm, geben Sie sich einen Ruck.
12:38Oder haben Sie Angst, Sie könnten die Schmerzen nicht aushalten?
12:41Ach Quatsch.
12:42Okay, was müsste ich denn tun?
12:46Das ist ganz einfach.
12:47Also, Sie tragen das Gerät
12:48und das simuliert durch Reizstrom die Schmerzen
12:50und ich begleite Sie dann bei der Arbeit
12:52und mache ein paar Fotos, ein paar Videos.
12:54Ja, also, Sie müssten im Bett bleiben.
12:57Und Fotos und Videos am JTK, das geht nicht.
13:02Naja, dann führen wir ein Interview.
13:04Einen Fragebogen?
13:05Okay.
13:06Naja, Hauptsache Ihre ärztliche Sicht auf die Dinge
13:08verleiht der Sache mehr Gewicht.
13:09Okay, aber jetzt...
13:12Okay.
13:14War doch klar, dass die Schwestern ein Kartenspiel haben.
13:18Ich habe mich noch gar nicht bedankt, dass Sie mich gerettet haben.
13:21Wenn ich wieder fit bin, dann müssen Sie in mein Imbiss kommen.
13:25Ich koche was extra für Sie.
13:27Nicht nötig.
13:29Sie waren noch nie da.
13:30Die Musik ist zu laut.
13:32Zu laut oder zu türkisch?
13:34Keine Ahnung.
13:35Die Pferde werden nervös, wenn ich sie bei Ihnen vorbeiführe.
13:37Äpfeln Sie deshalb von meinem Haus.
13:40Ihre Rosen sehen so aus, als könnten Sie guten Dünger vertragen.
13:43Mein Mann war der mit den Händchen für Rosen.
13:47Und diese Musik war seine Lieblingsmusik.
13:52Ohne ihn ist die Welt nur noch grau für mich.
13:55Essen schmeckt wie Staub,
13:57seit ich meine Tochter verloren habe.
14:00Seine Frau hat das nicht ausgehalten.
14:02Irgendwann hat sie uns aufgegeben.
14:17Wie steht es mit Frau Lumi?
14:20Ich aktualisiere gerade Ihre Akte.
14:22GCS liegt immer noch bei 15 Punkten.
14:25Und Ihre Pupillenreaktion war auch normal.
14:27Wie kommen Sie mit der Patientin zurecht?
14:29Sie ist interessant.
14:32Ja.
14:32Lassen Sie sich nicht unterbuttern.
14:34Nein, natürlich nicht.
14:37Alles okay?
14:38Ja.
14:39Ja.
14:41Ihr Unterleib, soll ich mir das mal anschauen?
14:44Nein, nein.
14:46Das ist nur der Simulator.
14:49Sie haben Regelschmerzen.
14:50Das fing ganz harmlos an.
14:52Sie haben sich von Frau Lumi um den Finger wickeln lassen.
14:55Mich interessiert die Erfahrung.
14:56Die Erfahrung.
15:02Das ist ja auch ein wichtiges Thema.
15:04Gut.
15:05Aber ich möchte, dass Sie sich an Ihren Kolleginnen ein Beispiel nehmen
15:08und Ihre Arbeit nicht negativ beeinträchtigt wird.
15:10Nein, natürlich.
15:12Ich muss sowieso zur Übung von Dr. Albeck.
15:14Hey.
15:16Hey.
15:17Hey.
15:18Hey.
15:19Hey.
15:20Okay, wie war das jetzt?
15:21Eins und zwei oder eins und drei?
15:22Eins mit drei.
15:23Eins mit drei.
15:24Okay.
15:25Okay.
15:26Du hast ein Gesicht drauf gemalt.
15:27Darf ich mir vorstellen?
15:28Darf ich mir vorstellen?
15:29Das ist das selbe?
15:30Nimmt das hier eigentlich irgendjemand ernst?
15:31Ja.
15:32Das ist das, damit du meine Nähte nicht als dein ausgeben kannst.
15:33Oh.
15:34Obst, was ist los?
15:35Nichts, gar nichts.
15:36So, jetzt ist es ja schon schwer, dieses Ding überhaupt hier raufzukriegen.
15:37Olli?
15:38Was?
15:39Alter!
15:40Ich kann mich nicht konzentrieren.
15:41Wie macht ihr das, wenn ihr eure Tage habt?
15:43Ist das ein Menstruationssimulator?
15:44Wenn eine Patientin macht einen Beitrag über Regelschmerzen.
15:46Bescheuert?
15:47Also, ich finde, das sollte jeder sein.
15:48Das sollte jeder sein.
15:49Das sollte jeder sein.
15:50Das sollte jeder sein.
15:51Das sollte jeder sein.
15:52Das sollte jeder sein.
15:53Das ist selber.
15:54Nimmt das ja eigentlich irgendjemand ernst?
15:55Ja.
15:56Das ist, damit du meine Nähte nicht als dein ausgeben kannst.
15:58Oh.
15:59Obst, was ist los?
16:00Nichts, gar nichts.
16:01So, jetzt ist es ja schon schwer, dieses Ding überhaupt hier raufzukriegen.
16:03Olli?
16:04Was?
16:05Alter!
16:06Also, ich finde, das sollte jeder mal gemacht haben.
16:08Oh.
16:09Wie soll ich denn so den Tag durchstehen?
16:10Alter, versuchen nicht krankschreiben zu lassen.
16:12Also, Wärmflasche wird da auf jeden Fall nix.
16:15Okay.
16:16Hast du auch noch irgendeinen dummen Tipp auf Lager?
16:17Hm.
16:18Es geht doch bestimmt bis zur Endometriose-Stufe.
16:21Ah!
16:22Okay, okay.
16:23Stopp, stopp, stopp.
16:25Okay, ich bin raus.
16:26Schalt doch mal an.
16:27Ich hab keinen Bock mehr.
16:28Mach dieses selbere Ding ohne mich.
16:30Versuch's doch mal mit Lavendelöl.
16:32Danke.
16:33Da waren's nur noch drei.
16:36Zwei ziehen.
16:39Hm.
16:40Ist Ihnen eine Kette mit zwei Ringen aufgefallen?
16:44Da, wo Sie mich gefunden haben?
16:46Also, eigentlich war ich die ganze Zeit mit Ihnen beschäftigt.
16:49Und mit den zerbrochenen Teegläsern.
16:51Sie halten mich für verrückt, dass ich ein Glas für meinen Mann mitnehme.
16:54Ja.
16:55Und nicht nur ich.
16:56Es ist genauso verrückt, Pferde den Menschen vorzuziehen.
17:00Die Mädchen, die bei mir zum Reiten kommen, die halten Sie für äußerst seltsam.
17:04Die Leute, die zu mir kommen, sagen, sie wären ein unfreundlicher Eigenbrödler.
17:08Wir sind wohl beide ein bisschen seltsam.
17:18Ja.
17:19Frau Kaya, geht's?
17:20Wir müssen den Ärzten Bescheid geben.
17:21Oh Gott.
17:22Gut.
17:23Danke.
17:24Danke.
17:25Was ist los?
17:26Was soll sein?
17:27Ich arbeite.
17:28Du bist aus irgendeinem Grund sauer, dass ich nach Australien gehe.
17:29Du bist frei.
17:30Mach, was du willst.
17:31Ja, ich hätte nur gern nicht als Letzter davon erfahren.
17:33Tut mir leid.
17:34Hat sich nicht ergeben.
17:35Rebecca, ich weiß.
17:36Ich wollte dich in Berlin besuchen kommen.
17:37Wir wollten öfter telefonieren.
17:38Ja, wir haben es nicht gesehen.
17:39Ja, wir haben es nicht gesehen.
17:40Oh Gott.
17:41Was ist los?
17:42Was ist los?
17:43Was ist los?
17:44Was soll sein?
17:45Ich arbeite.
17:46Du bist aus irgendeinem Grund sauer, dass ich nach Australien gehe?
17:48Du bist aus irgendeinem Grund sauer, dass ich nach Australien gehe?
17:51Du bist frei.
17:52Mach, was du willst.
17:53Mach, was du willst.
17:54Du musst öfter telefonieren.
17:55Ja, wir haben es nicht gemacht und jetzt ist es zu spät.
17:57Fährst du dann zurück nach Berlin?
17:59Mhm.
18:00Ja, siehst du?
18:03Ich komme gerade vom Abschiedsessen mit Papa und Julia.
18:07Ich kann deinen Kaffee trinken, wenn du Zeit hast.
18:10Ich muss zu einer Patientin.
18:13Äh, dann heute Abend?
18:16Ich flieg erst morgen früh.
18:19Okay.
18:22Ich habe Herrn Janbach gebeten, draußen zu warten.
18:35Der Schmerz sieht die Warde hoch.
18:37Mhm.
18:38Und wir können die Dosis des Schmerzmittels nochmal erhöhen.
18:42Sie verstehen sich gut mit Herrn Janbach, dass er noch da ist?
18:45Er ist nicht so schlimm, wie ich dachte.
18:48Und wie es aussieht, haben wir viel gemeinsam.
18:51Ja?
18:52Was denn?
18:53Nahrung.
18:54Der Unterschenkel ist zu warm, leicht ödematös, beginnend enduriert.
19:00Mhm.
19:01Temperatur?
19:0238,4.
19:03Antibiose läuft schon.
19:04Haben Sie schon eine Rückmeldung aus der Mikrobiologie?
19:05Nein.
19:06Gut, dann checken Sie bitte die Blutwerte und machen denen im Labor mal Druck, gell?
19:09Ja.
19:10Was ist denn los?
19:11Frau Kaya, ihre Wunde hat sich infiziert.
19:17Ja, einen Arzt als Proband, das macht den Beitrag viel relevanter.
19:20Nein, keine Videoaufnahmen, keine Fotos.
19:22Ja, okay.
19:23Überzeugt.
19:24Das macht die Sache zwar schwieriger, aber kriege ich hin.
19:29Ja, fast.
19:30Okay, was?
19:32Ok.
19:42Ah.
19:49Dr. Probst?
19:59Frau Lumi, Sie sollten doch auf Ihrem Zimmer sein. Was machen Sie denn hier?
20:03Wie ist Ihre Einschätzung bisher?
20:05Es geht.
20:06Sie können kaum arbeiten.
20:08Ich habe gerade nur was gesucht.
20:10Ihren Stolz?
20:12Mir ist was runtergefallen.
20:13Gefunden?
20:15Noch nicht.
20:17Wie geht es Ihnen?
20:18Nee, alles gut. Also, meinem Finger geht es auch gut.
20:21Sie nehmen die Sache hier doch ernst, oder?
20:22Ja, natürlich.
20:23Ich brauche Ihre ehrliche Erfahrung.
20:25Klar, bekommen Sie.
20:28Jetzt aber auf Ihr Zimmer.
20:36Irgendetwas, was ich wissen sollte?
20:38Nee. Was meinen Sie?
20:45Haben Sie schon das Ergebnis des Abstrichs von Frau Kaya?
20:48Ja, bitte. Es ist dringend.
20:59Hey, hey.
21:01Hey.
21:03Was machst du hier?
21:04Fachartige Lesen, Immuntherapie bei Krebs.
21:06Hier.
21:08Bis gerade war es ja auch noch ruhig.
21:09Komm.
21:14Ja?
21:18Okay, danke.
21:21Was ist los?
21:23Die Mikrobiologie, Sie haben den Erreger festgestellt.
21:26A, Streptokokken.
21:28Gut.
21:30Geh, ruf Dr. Linda an.
21:31Ich übernehme hier.
21:32Ja?
21:33Ja.
21:33Beeilung.
21:41Danke.
21:48Das kann doch nicht wahr sein.
21:51Kann mir jetzt bitte jemand sagen, was hier los ist?
21:54Alles klar.
21:54Vielen Dank, Florian.
21:55Ja.
21:55Herr Hanna, warten Sie bitte draußen.
21:56Nein, er kann bleiben.
22:00Sagen Sie schon, warum führt das so weh?
22:02Frau Kaya, Sie haben ja bereits jede Menge abgestorbenes Gewebe.
22:05Das verursacht die starken Schmerzen bei Ihnen.
22:07Und das müssen wir jetzt schnellstmöglich entfernen.
22:10Ist das lebensbedrohlich?
22:12Das kann lebensbedrohlich werden, wenn wir nichts unternehmen.
22:14Ja.
22:14Im schlimmsten Fall müssten wir dann auch den Unterschenkel amputieren.
22:18Nein.
22:18Ohne Bein soll ich da zum Aussichtspunkt kommen.
22:23Keine Amputation.
22:25Nur weil Sie auf einem Felsen klettern und Tee trinken wollen, ist ja lächerlich.
22:29Alles.
22:32Aber schwinden Sie.
22:34Schwinden Sie.
22:36Dr. Linda, Leukos über 20.000, OP3 ist für uns geblockt.
22:39Das ist klar.
22:45Entschuldigung, darf ich Ihnen mal kurz haben?
22:47Ich bin Sie gleich zurück.
22:58Ganz schön viel zu tun.
22:59Von nichts kommt nichts.
23:02Professorin Patzelt, haben Sie vielleicht kurze Minute?
23:05Ja, natürlich, bitte.
23:07Es gibt so viele Vorträge und Diskussionen beim Herz-Thorax-Innovationsforum.
23:11Ich bin da ehrlich gesagt ein bisschen verloren.
23:13Dann wäre es doch vielleicht besser, wenn du hier bleibst, oder?
23:16Ich denke, der Vortrag über minimalinvasive, KI-gestützte Chirurgie wird sehr interessant.
23:21Da sollte man sich gut einlesen, um alles zu verstehen.
23:23Wird gemacht.
23:25Haben Sie irgendwelche Tipps?
23:26Ja.
23:26Verschaffen Sie sich auch einen Überblick über die Behandlung von Morbus Epstein und die Probleme,
23:31die sich dadurch darstellen.
23:32Spannend.
23:34Darf ich fragen, warum?
23:35Weil du sonst Professorin Patzelt blamierst?
23:39Haben Sie eigentlich genügend Zeit, sich einzuarbeiten, so viel wie Sie zu tun haben?
23:44Klar.
23:48Danke auf jeden Fall für die Tipps.
23:49Ich muss jetzt mal los.
23:52Trotzdem schlägt mein Sellerie dein.
23:57Wäre es nicht am sinnvollsten, die Person hinzuschicken, die am meisten Interesse hat
24:01und nicht diejenige, die am besten Sellerie verarzen kann?
24:05Das ist die Entscheidung von Dr. Albeck.
24:08Ach, ähm, bringen Sie die Akten noch ins Archiv, wo unsere Pflegekraft sie gerade hinbringen wollte?
24:12Ah, ist das wirklich so schlimm?
24:28Es ist so ein Dauerschmerz.
24:31Und dann zieht immer so ein Blitz ein.
24:33Ach, ich fühle mich hinweichei.
24:37Frau Lumi beeindrucken Sie jedenfalls.
24:39Glauben Sie?
24:40Ja, sie steht da hinten.
24:45Meinen Sie, dass sie auf mich steht?
24:47Arzt, Patientin.
24:48Sie sollte im Bett liegen.
24:49Ja, ja, natürlich.
24:51Das habe ich ja auch gesagt.
24:53Ich bringe sie sofort auf ihr Zimmer.
24:55Ja, bitte.
24:55Und der Finger?
24:57Den werde ich auch checken.
25:03Dr. Prufst, wie geht's Ihnen?
25:04Ja, alles bestens.
25:07Abgesehen davon, dass das der schlimmste Tag meines Lebens ist.
25:11Ehrlich?
25:12Ich bin ehrlich.
25:12Ich weiß nicht, wie Sie das aushalten.
25:14Oh, ich habe Glück.
25:15Ich gehöre nicht zu den Frauen, die so starke Schmerzen haben.
25:17Hä?
25:20Okay, lassen Sie uns das hier beenden.
25:22Ja.
25:22Oh, komm schon.
25:31Haben Sie mich gerade fotografiert?
25:35Herr Jammach, warten Sie kurz, bitte.
25:39Herr Jammach, ich brauche Ihre Hilfe.
25:40Sie können Frau Kaya jetzt nicht alleine lassen.
25:42Sie haben doch selber gerade gehört, dass ich gehen soll.
25:45Da kümmere ich mich lieber um meine Pferde.
25:47Ich kenne die Frau gerade mal einen Tag.
25:50Frau Kaya hat gesagt, Sie haben auch jemanden verloren.
25:55Und?
25:56Sie wissen, wie sie sich jetzt fühlt.
25:59Sie wissen, wie es sich anfühlt, wenn Trauer und Schmerz einen im Griff haben.
26:03Helfen Sie, ihr wieder nach vorne zu schauen.
26:07Ich bin noch nicht der, der ihr jetzt helfen kann.
26:09Ich bin noch nicht der, der ihr jetzt helfen kann.
26:19Sieht in Ordnung aus.
26:28Und den Finger wirklich nicht bewegen.
26:32Gerade ausschauen?
26:34Dr. Probst.
26:35Nein, nicht Dr. Probst.
26:37Wer hat deine Abmachung?
26:38Keine Fotos.
26:40Ich arbeite von Online-Magazinen, da brauchen wir Bilder.
26:43Das ist nicht mein Problem.
26:45Haben Sie auch Videos gemacht?
26:46Sie dürfen nichts davon benutzen.
26:49Tut mir leid, ich stand unter Zeitdruck und, naja, ich dachte, Sie können mir helfen, um für die Bilder die Genehmigung einzuholen.
26:55Also ganz ehrlich, wenn das Ihre Arbeitsweise ist, dann hoffe ich inständig, dass Sie es nicht weit bringen werden.
26:59Ja, Sie haben recht.
27:03Es ist nur, es ist mein erster Beitrag.
27:07Naja, und ich wollte liefern.
27:09Wussten Sie zum Beispiel, dass einige Länder Menstruationsurlaub gewähren?
27:12In Asien schon seit Ewigkeiten und in Spanien auch.
27:15Okay, das Thema ist Ihnen wichtig.
27:16Das verstehe ich.
27:18Aber dann lassen Sie sich nicht so unter Druck setzen.
27:21Machen Sie es richtig.
27:22Vertrauen Sie auf sich.
27:24Und dann wird Ihr Chef auch sehen, was er an Ihnen hat.
27:27Und das Material mit Ihnen?
27:28Nein.
27:42Schönen Feierabend.
27:44Gleichfalls.
27:46Unsere jungen Kollegen sind ja mit viel Eifer im Wettbewerb um die Reise zum Kongress nach Mainland.
27:51Ja, nur Herr Probst ist ausgestiegen.
27:55Unterleibsschmerzen.
27:55Ich hoffe nichts Ernstes.
27:58Frau Hummel war von der Fülle der Veranstaltungen etwas überfordert.
28:02Ich habe mal einen Plan aufgestellt, welche Veranstaltungen wirklich wichtig sind und unbedingt besucht werden müssen.
28:07Gute Idee.
28:08Wer auch immer hinfährt, sollte inhaltlich so viel mitnehmen wie möglich.
28:10Schade, dass wir nur einen schicken.
28:12Einen besseren Einblick in die Herz-Thorax-Chirurgie gibt es nicht.
28:16Bei uns fliegt der Dienstplan um die Ohren, wenn wir mehr gehen lassen.
28:18Einfach wäre es nicht.
28:20Und das stimmt.
28:30Wie geht's der Patientin?
28:33Müssen wir jetzt abwarten.
28:34Ich freue mich, dass du da bist.
28:45Ich freue mich, dass du da bist.
28:45Ich werde dich vermissen, wenn du in Australien bist.
29:02Australien, Berlin macht es einen Unterschied.
29:04Was tun wir gerade?
29:24Ich weiß es nicht.
29:29Erste Kondom.
29:30So weit hatte ich den Abend heute ehrlich gesagt nicht geplant.
29:41Aber ich lasse mich regelmäßig checken, du?
29:45Ich auch.
29:47Aber es gibt ja auch noch was anderes, was...
29:50Ich habe eine Vasektomie machen lassen.
29:58Okay.
29:59Ab welcher Geschwindigkeitsänderung bei Verkehrsunfällen wird eine Versorgung des Patienten im Schockraum empfohlen?
30:20Das kommt auf den Unfallmechanismus an.
30:23Ab einem Delta von 30 kmh wird laut S3-Leitlinie die initiale Versorgung im Schockraum empfohlen.
30:32Das wird dir Dr. Scherbos nicht durchgehen lassen.
30:35Du kannst dich wegen deines Besuchs im Traumazentrum gar nicht wirklich auf Mailand vorbereiten, oder?
30:42Ah.
30:43Ah.
30:44Da machst du definitiv was falsch.
30:46Mich wundert, dass du gar nichts machst.
30:47Ich visualisiere.
30:48Mhm.
30:49Jetzt, wo du dich bei niemandem mehr einschleimen musst, warum willst du nun wirklich auf den Kongress?
30:54Hm.
30:55Mode und Oper.
31:00Und, wie läuft's?
31:01Hätten Sie vielleicht einen Tipp?
31:02Sie müssen die Balance finden zwischen innerer Ruhe, Spannkraft des Fadens und Fixierung.
31:08Es ist ein Auswahlverfahren.
31:09Ich musste mir was Gemeines einfallen lassen.
31:11Dr. Albeck, ich bin die nächsten Tage mit Dr. Scherbos im Traumazentrum.
31:15Ich würde mich lieber darauf konzentrieren.
31:16Alles klar.
31:17Vollstes Verständnis.
31:19Da lernst du noch zwei.
31:22Ich sehe, Sie beide sind bereit.
31:24Dann können Sie heute Nachmittag Professor Patzelt und mir zeigen, was Sie gelernt haben.
31:27Mhm.
31:29Ich buche schon mal meinen Flug.
31:30Oh ja.
31:32Geben Sie bitte hiervon auch ein, Frau Galura.
31:35Professor Patzelt hat einen Plan gemacht, was hier auf der Konferenz erwarten.
31:39So, jetzt aber.
31:39Bis gleich.
31:40Na dann, viel Spaß.
31:54Müssen wir eigentlich reden?
31:57Über gestern Nacht?
32:01Wir bleiben dabei, wir sind uns einig, es ist nichts Ernstes.
32:04Obwohl da diese Anziehung ist.
32:14Du hast ja mal gesagt, man kann sich lieben, auch ohne zusammen zu sein.
32:17Was wir wollen, ist einfach zu unterschiedlich.
32:24Ich kann keine Familie haben.
32:27Du hast eine genetische Alzheimer-Disposition und möchtest deswegen keine Kinder.
32:31Ich verstehe das.
32:33Aber das heißt nicht, dass du keine Partnerin haben kannst.
32:35Das geht nicht nur um Kinder.
32:37Ich werde höchstwahrscheinlich selbst daran erkranken und das will ich dir ersparen.
32:43Habe ich da vielleicht ein Mitspracherecht?
32:45Es ist schade.
32:46Es ist schade.
33:01Ich muss los.
33:01Aua!
33:23Frau Kaja, wir haben das abgestorbene Gewebe so umfassend wie möglich entfernt, ohne die Funktionalität ihres Unterschenkels zu gefährden.
33:33Die Nekrosen können aber jederzeit wiederkommen.
33:35Dann war alles umsonst.
33:39Nein.
33:40Aber wir haben es mit einem sehr aggressiven Bakterium zu tun.
33:43Das heißt, wir müssen vorbereitet sein.
33:45Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich wieder ausbreitet?
33:51In den meisten Fällen liegt die Wahrscheinlichkeit über 50 Prozent.
33:55Wenn das bei Ihnen passiert...
33:57Dann...
33:59Wollen Sie meinen Unterschenkel amputieren?
34:03Nein.
34:04Nicht wollen.
34:05Müssen.
34:06Wenn Sie überleben wollen.
34:21Frau Kaja?
34:28Ich glaube, Sie sind nicht so allein, wie Sie sich fühlen.
34:31Ich habe so lange um meinen Mann gekämpft.
34:34Und das war umsonst.
34:39Jetzt wieder eine OP mit unklarem Ausgang.
34:44Wie viele denn noch?
34:46Ich bin müde.
34:46Je umfassender wir schneiden, desto...
34:49Vielleicht ist es an der Zeit ihm zu voll?
34:54Nein.
34:57Wenn das ein Zeichen ist, dann...
34:59Dann vielleicht dafür, dass er...
35:01Dass er Platz macht für etwas Neues.
35:05Nichts.
35:06Nichts.
35:06Und niemand kann es heiligen Platz einnehmen.
35:11Verstehen Sie?
35:12Das verstehe ich.
35:14Aber halten Sie sich fest an den Dingen und den Menschen, die da sind.
35:17Nicht den, die weg sind.
35:19Dann lassen Sie mich erleiden.
35:26Danke.
35:29Hallo, ich bin Johanna.
35:30Und wie ihr seht, bin ich gerade im Krankenhaus.
35:33Aber Periodenschmerzen kommen nicht immer dann, wenn es einem passt.
35:35Kennt ihr das?
35:37Eine von zehn Frauen hat so starke Schmerzen, dass sie nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten.
35:41Ich bin nicht betroffen, aber ich möchte wissen, wie sich das anfühlt.
35:45Ich trage einen Menstruationssimulator und werde das jetzt für euch testen.
35:49Denn ich finde, das Thema geht uns alle was an.
35:54Follow me?
35:56Follow me?
35:57Stopp, stopp, stopp.
36:01Jetzt.
36:02Okay.
36:02Weine.
36:07Scheiße.
36:09Ihr Puls beruhigt sich.
36:10Alles okay?
36:12Schon gut.
36:13Schon gut.
36:16Die Aufnahme kann ich wohl vergessen.
36:18Das Kabel.
36:19Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass dieses Gerät defekt ist?
36:22Nebenan das Teil hat was beim Unfall abbekommen.
36:36Hallo.
36:38Hallo.
36:38Sie warten auf neue Werte von Frau Geyer?
36:42Ja.
36:43Sie wissen schon, dass das Ding auch piept, wenn da was kommt.
36:46Vielleicht haben wir es schon geschafft.
36:48Das wäre mal ein Zeichen von Ihrem verstorbenen Ehemann.
36:50Und das hier?
36:53Suchen nach ein Kleinwäh?
36:55Ich wollte einfach alles durchleuchten, was uns vielleicht noch irgendwie helfen kann.
36:58Sind Sie fündig geworden?
37:00Sind Sie fündig geworden?
37:13Ist Herr Janbach wieder aufgetaucht?
37:15Florian, Sie kommen klar, wenn Sie hier die Hilfe ablehnt.
37:21Sie haben auch kein Haus mehr mehr.
37:22Herr Janbach, ich bin nicht in Stimmung für Vorhaltung.
37:34Ich habe sie am Abhang gefunden.
37:42War gar nicht so leicht.
37:45In Pflege hat sie mir freundlicherweise sauber gemacht.
37:47Danke.
37:57Wie geht's Ihnen?
37:58Ich fürchte, die OP hat nichts gebracht.
38:08Temperatur benannt, 30, 4 und Leukos wieder bei 18.000.
38:11Ja.
38:12Ein fudruhender Verlauf.
38:14Wir müssen was tun und zwar schnell.
38:17Sie werden Ihren Mann nicht vergessen.
38:19Nee.
38:21Das geht doch gar nicht.
38:22Ich verspreche Ihnen, ich würde Sie jeden Morgen mit meinem Pferd zum Aussichtspunkt bringen.
38:30Warum kann ich das für mich?
38:32Weil ich glaube, dass Ihr Mann nicht wollen würde, dass Sie aufgeben.
38:36Ich konnte leider nicht verhindern, dass meine Frau aufgibt.
38:40Aber Sie, Sie kommen mir damit nicht durch.
38:48Frau Kaya, Dr. Linda bereitet bereits die OP vor.
38:52Wir brauchen jetzt Ihre Entscheidung.
38:54Wenn Sie möchten, kann ich Sie noch...
38:54Dann tun Sie was Nötiges.
39:05Hey.
39:06Ich verpassere gerade einen eigenen Abschied.
39:08Sorry.
39:10Rebecca.
39:12Ich habe mir erlaubt, dir noch eine Kleinigkeit zu besorgen.
39:16Papa, so lange bin ich jetzt auch nicht weg.
39:20Ich weiß, es sieht nicht nach viel aus.
39:22Aber ich dachte, es wäre ganz praktisch für deine Reise.
39:26Der ist voll schön, Papa.
39:28Danke.
39:29Ich muss leider schon zurück ins JTK.
39:32Tschüss, mein Schatz.
39:33Tschüss.
39:34Bis später.
39:35Bis später.
39:36Was ist los?
39:50Nichts.
39:59Florians Portemonnaie.
40:00Habe ich vorhin hier gefunden.
40:02Also, was ist los?
40:05Wir landen immer wieder an diesem Punkt, wo es nicht weitergeht.
40:09Und jetzt werde ich ihn vermissen.
40:10Dann sag ihm das.
40:14Ja.
40:16Das mache ich.
40:17Papa, warte auf mich.
40:28Ich rühre mal rein auf.
40:29Kein Problem.
40:33Spülen?
40:33Gibt es wirklich keine Möglichkeit, das Bein zu retten?
40:53Schauen Sie das hier?
40:56Nekrotisierte Muskeln.
40:59Ja.
41:01Da ist nichts zu machen.
41:06Wir müssen amputieren.
41:08Ich hatte immer noch gehofft, dass sie vielleicht gewinnt bei der Sache.
41:15Sie hat sich für das Leben entschieden.
41:16Das ist ein Gewinn.
41:17Sie setzen einen Schnitt zwei Zentimeter unterhalb der Tuberositas Tibi
41:21und insidieren dann zirkulär bis auf Höhe der Tibula.
41:29Blutdruck ist niedrig, aber noch im Normbereich.
41:32Ich weiß.
41:34So, ja.
41:34Ich bin konzentriert.
41:38Wollen Sie Tibia und Tibula durchtrennen?
41:41Ja.
41:46Ist die Säge bereit?
41:47Ja.
41:48Ein bisschen weiter?
41:51Ich mache jetzt erst mal gar nichts.
41:52Ich bin krank.
41:53Und wenn ich wiederkomme, dann lege ich neue Ansätze vor.
41:57Schlechter Zeitpunkt?
41:58Mein Chef.
41:59Da legen Sie einfach so auf?
42:01Ja, ich habe ein paar Grenzen gezogen.
42:03War aber nur die Mailbox.
42:05Glauben Sie, dass Ihr Beitrag jetzt auf Eis gelegt ist?
42:07Nee, für mich nicht.
42:09Aber ich will mich da auch nicht hetzen lassen.
42:10Das soll Hand und Fuß haben.
42:13Trotzdem, wann komme ich hier denn wieder raus?
42:15Also, Ihr EKG ist bisher unauffällig.
42:19So wie auch die anderen Werte.
42:21Gut.
42:22Wenn alles so bleibt und Ihr Herzschlag sich wieder beruhigt,
42:24können wir Sie in ein paar Stunden entlassen.
42:26Gut.
42:28Na ja, schade eigentlich.
42:30Es hat schon auch Spaß gemacht.
42:31Ach, die einen sagen so, die anderen sagen so.
42:36Hier, Chef.
42:37Er wünscht mir gute Besserung und meint,
42:39ich soll mal drüber nachdenken,
42:40ob man das für den Weltmenstruationstag noch größer machen kann.
42:44Kein Problem.
42:45Ich komme da noch mal auf Sie zu, ja?
42:47Ah ja, mal sehen.
42:49Na, keine Sorge.
42:50Diesmal gehe ich das richtig an.
42:51Na ja, vielleicht mache ich auch noch einen Bericht über Sie beide.
42:55Ein Hintergrundbericht über das Gesundheitswesen.
42:58Wir schauen noch mal später nach Ihnen.
43:00Danke.
43:02Frau Kaya, die beste Nachricht ist,
43:04dass wir die weitere Ausbreitung der Infektion endgültig stoppen konnten.
43:07Und die gute Nachricht ist,
43:08sobald die Wundheilung einigermaßen abgeschlossen ist,
43:10bekommen Sie eine erste Übergangsprothese.
43:11Und wenn dann alles endgültig abgeheilt ist,
43:13abgeschwollen ist,
43:14gibt es eine sogenannte Definitivprothese.
43:17Das ist ein etwas längerer Weg.
43:18Aber es gibt einen Weg.
43:25Wie geht es Ihnen?
43:25Kann ich auf das Angebot mit dem Pferd zurückkommen?
43:33Ja, klar.
43:36Wenn wir mich zum Aussichtspunkt bringen,
43:38dann können wir vielleicht dort oben einen Tee zusammendrinken.
43:43Auf gar keinen Fall.
43:45So früh morgens brauche ich einen starken Kaffee.
43:50Vielleicht kann ich ja mal Essen kochen,
43:53was nicht nach Staub schmeckt.
43:55Irgendwann.
43:59Sehr gerne.
44:01Ich bin Sheil.
44:03Edgar.
44:04Hallo Edgar.
44:05Hallo Sheil.
44:08Bekommt Herr Maritsch Punktabzug,
44:09wenn er sich wieder in den Finger sticht?
44:11Na, sehen wir mal, wer zuletzt lacht.
44:13Konzentration.
44:16Los geht's.
44:17Ich wusste gar nicht, dass du Oper magst.
44:29Es geht nicht um die Oper,
44:31sondern darum, mit wem man in der Pause ins Gespräch kommt.
44:33Ah, Netzwerken.
44:35Connections sind alles.
44:37Wann solltest du schon übernehmen?
44:39Die beiden scheinen ja auf eine seltsame Weise Spaß zu haben.
44:43Wettkampf bis aufs Blut.
44:45Keiner mit dem anderen was.
44:47Sie haben noch nichts gesagt?
44:49Wäre doch langweilig.
44:50Soll ich dir was verraten?
44:51Das gibt den Weihnachtsmann nicht.
44:53Professorin Patzelt hat in Mailand jede Minute für uns geplant.
44:58Das ist härter als jede Doppelschicht.
45:00Also keine Oper.
45:01Mach sonst kein Nachtleben.
45:03Oh Mist.
45:04Ich hab zu festgezogen.
45:07Das war wohl etwas zu forsch, Herr Maritsch.
45:10Bis eben sah doch noch alles sehr gut aus.
45:12Ja, ich hab's einfach noch nicht so drauf.
45:14Frau Galura hat verdient gewonnen.
45:17Herzlichen Glückwunsch, Frau Galura.
45:19Aber Sie müssen nicht traurig sein, Herr Maritsch.
45:21Es war nicht ganz einfach, aber wir konnten die Dienstpläne umstrukturieren.
45:28Das Pensum in Mailand wird für Sie beide reichen.
45:43Hey.
45:45Ich hatte Angst, du wärst vielleicht schon früher los als geplant.
45:48Hast du vergessen.
45:48Äh, danke.
45:52Was würdest du ohne mich tun?
45:55Stimmt.
45:57Florian, wir machen uns was vor.
46:00Was meinst du?
46:02Wir haben uns vor Ewigkeiten getrennt und wir kommen nicht voneinander los.
46:06Und ich möchte auch nicht von dir loskommen.
46:13Das ist doch was Besonderes zwischen uns.
46:17Du meinst sowas wie Liebe?
46:22Ja.
46:23Und sich lieben und nicht zusammen sein, das ist doch kompletter Mist.
46:28Ja.
46:28Du hast recht.
46:33Man sollte das Leben auskosten mit den Menschen, die man liebt.
46:36Bevor es zu spät ist.
46:41Ähm, warte, dann ist alles gesagt, oder?
46:45Ja.
46:46Ja.
46:47Ja.
46:47Einigen.
46:47Wow.
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